Deutscher Phantastik-Preis 2017

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Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Klaus N. Frick » 12. März 2017, 18:21

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Klaus N. Frick
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Ganz nüchtern und ohne jeglichen Kommentar – und das tut mir soooo weh – teile ich die Information zum »Deutschen Phantastik-Preis« weiter.

http://www.perry-rhodan.net/newsreader/ ... -2017.html
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Klaus N. Frick
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Klaus N. Frick hat geschrieben:Ganz nüchtern und ohne jeglichen Kommentar – und das tut mir soooo weh – teile ich die Information zum »Deutschen Phantastik-Preis« weiter.

http://www.perry-rhodan.net/newsreader/ ... -2017.html



Ich möchte doch ergänzen: Bei diesem Preis werde ich nicht mit abstimmen. Zur weiteren Erläuterung ...

Der Deutsche Phantastik-Preis ist und war seit vielen Jahren ein echter Publikumspreis: Wer besonders viele Fans auf sich vereinen konnte, der gewann. Die literarische Qualität zählte dabei ebensowenig wie die Verkaufsauflage oder sonstige Argumente. Das war ein klares System, das zwar immer wieder kritisiert wurde, aber in sich logisch war.

In diesem Jahr nahm erstmals eine Jury ihre Arbeit auf. Wie diese gearbeitet hat, ist leider nicht sehr transparent; man weiß nichts über die Jurymitglieder oder über die Kriterien. Die Ergebnisse finde ich aus Sicht der PERRY RHODAN-Lesr durchaus spannend.

Wir haben im vergangenen Jahr mehr als hundert Romane veröffentlicht. 52 mal PERRY RHODAN-Erstauflage, 26 mal PERRY RHODAN NEO, 12 mal PR-Terminus, 12 mal PR-Jupiter, 6 mal PR-Trivid. Dazu kamen Nachdrucke wie die Silberbände, die Planetenromane, die Platin Edition und dergleichen. Mir ist bewusst, dass davon nicht alles gelungen war und manches veröffentlichte Werk seine Schwächen aufwies.

Interessant: Nichts davon empfand die Jury als preiswürdig oder nominierungswürdig. Man hat eine Reihe von honorigen Kollegen und ihre Werke nominiert, man hat eine Reihe von Kleinverlag- und Kleinstverlag-Publikationen nominiert, nicht nominiert wurde kein einziges Werk aus dem PERRY RHODAN-Umfeld. Das gleiche gilt für die Kurzgeschichten – wir waren im vergangenen Jahr wahrscheinlich der einzige Verlag, der für Science-Fiction-Kurzgeschichten ein vernünftiges Honorar bezahlt hat; die Jury fand davon aber keine einzige preiswürdig.

Bei den Titelbildern fällt das gleiche auf: Nominiert wurde ein Bild von Arndt Drechsler, das – bei allem guten Willen – zu den schwächeren Motiven des Künstlers zählt. Offenbar fand die Jury die anderen weit über hundert Bilder, die wir im vergangenen Jahr publiziert haben, nicht preiswürdig. Weder wurde eines der beeindruckenden Motive nominiert, die Arndt Drechsler geschaffen hat, noch die Dutzende von starken Bildern, die von Dirk Schulz, Swen Papenbrock und Alfred Kelsner stammen. Nichts davon empfand die Jury als nominierungswürdig.

Die weiteren Rückschlüsse mag jeder selbst ziehen. Für mich ist es klar: Als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie, der viele Jahre beim Deutschen Phantastik-Preis mit abgestimmt hat, der ihn einmal sogar auf der Bühne mitverliehen hat, der ihn auch einige Male in Empfang genommen hat – für die Serie –, werde ich erstmals seit vielen Jahren nicht daran teilnehmen.

Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Nisel » 12. März 2017, 19:14

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Nisel
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Verständnisfrage dazu, das eine Bild auf der Homepage ist doch vom Weltcon, oder täusch ich mich da jetzt? Das sind doch u. A. Verena, Christian, Wim und Marc?

Was hat der Weltcon mit dem Preis zu tun?






Und Danke für Deine Ausführungen Klaus!
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Klaus N. Frick
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Nisel hat geschrieben:Verständnisfrage dazu, das eine Bild auf der Homepage ist doch vom Weltcon, oder täusch ich mich da jetzt? Das sind doch u. A. Verena, Christian, Wim und Marc?

Was hat der Weltcon mit dem Preis zu tun?


Der WeltCon hat mit dem Preis direkt nichts zu tun. Aber das Bild zeigt Mike Hillenbrand, der auf dem WeltCon in sehr guter Art und Weise durch das Programm führte; er ist auch seit Jahren der Moderator des Deutschen Phantastik-Preises.

Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Nisel » 12. März 2017, 19:54

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Nisel
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Verstehe, danke.


Man könnt ja jetzt bissl weiternörgeln und feststellen, daß man mit relativ wenig Mühe das Bild ein wenig hätte anpassen können, nur nen Ausschnitt verwenden etc. aber wer tut das schon...
Lieber das PR-Autorenteam darstellen, die eh nicht gewinnen können, weil gar nicht erst nominiert.... :unschuldig:
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Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Elena » 13. März 2017, 00:06

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Nach Deinen Ausführungen bin ich echt erschüttert, Klaus. Was geht da bloß vor sich. Ich kann gut verstehen, dass Dir das weh tut und Du Dich diesmal völlig zurückziehst. Das sieht ja schon fast wie gezieltes Mobbing aus.
Liebe die Wahrheit, doch verzeihe den Irrtum.
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Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Alexandra » 13. März 2017, 02:49

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Elena hat geschrieben:Nach Deinen Ausführungen bin ich echt erschüttert, Klaus. Was geht da bloß vor sich. Ich kann gut verstehen, dass Dir das weh tut und Du Dich diesmal völlig zurückziehst. Das sieht ja schon fast wie gezieltes Mobbing aus.

So extrem hab' ich ihn jetzt nicht verstanden.
Eher so, dass er sich halt geärgert hat und noch ärgert.
Meistens lässt sich so was ja irgendwann klären. Aber wie er das meint, weiß er selbst sicher am besten und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Mir war es noch nie möglich, Preise ernst zu nehmen, weil mir das alles zu schwammig ist, und ich habe noch nie ein Buch gekauft, weil es oder der Autor irgendeinen Preis bekommen hatte. Aber wenn ich so tief drinstecken würde wie er, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich auch ganz schön verärgert wäre.
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Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon idaho » 13. März 2017, 07:48

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idaho
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Ich weiß ja nicht, welche Liste Klaus gelesen hat. Auf der Longlist, die ich gesehen habe, sind sowohl die Arkon- als auch die Trivid-Miniserie vorgeschlagen, dazu das Titelbild von Arkon 5 (Dirk Schulz) und auch der Crosscult PR-Comic ist vertreten. Man kann der Jury - und ja, es könnte transparenter sein - nicht vorwerfen, PR gar nicht auf dem Schirm zu haben ...

https://eveeno.com/Phantastikpreis-Phase1
Ich lese gerade: Nicole Galland/Neal Stephenson: The Rise and Fall of D.O.D.O.
Ich höre derzeit: N.K. Jemisin: Broken Earth, Book 3: The Stone Sky, gesprochen von Robin Miles
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Klaus N. Frick
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idaho hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, welche Liste Klaus gelesen hat. Auf der Longlist, die ich gesehen habe, sind sowohl die Arkon- als auch die Trivid-Miniserie vorgeschlagen, dazu das Titelbild von Arkon 5 (Dirk Schulz) und auch der Crosscult PR-Comic ist vertreten. Man kann der Jury - und ja, es könnte transparenter sein - nicht vorwerfen, PR gar nicht auf dem Schirm zu haben ...

https://eveeno.com/Phantastikpreis-Phase1


Das stimmt. Aber warum wird ein schwaches Titelbild nominiert, keines von den guten? Warum werden irgendwelche obskuren Serienromane von Selfpublishern nominiert, aber kein einziger von den mehr als hundert PERRY RHODAN-Romanen des vergangenen Jahres?

Ich habe mich hier ein wenig ausführlicher damit beschäftigt:
http://perry-rhodan.blogspot.de/2017/03 ... tsche.html

Vielleicht das Problem dadurch klarer.

Und: Warum werden nur »kleine« Nebenserien nominiert und nicht die Hauptserie?

Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Alexandra » 13. März 2017, 11:30

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Alexandra
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Also, ich habe keinen blassen Schimmer, was tatsächlich an Gedankengängen dahintersteckt. Aber rein praktisch kommt mir bei "Nominierung der Hauptserie" in den Kopf, dass man sich die nicht mal schnell oder zeitnah holen und durchlesen kann. Dass sie vom praktisch Durchführbaren her in eine andere Kategorie fällt.
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Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon TCai » 13. März 2017, 12:10

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Alexandra hat geschrieben:Also, ich habe keinen blassen Schimmer, was tatsächlich an Gedankengängen dahintersteckt. Aber rein praktisch kommt mir bei "Nominierung der Hauptserie" in den Kopf, dass man sich die nicht mal schnell oder zeitnah holen und durchlesen kann. Dass sie vom praktisch Durchführbaren her in eine andere Kategorie fällt.


Warum ist ARKON nominiert und JUPITER nicht? Warum taucht NEO nicht auf? Ich denke das PERRY RHODAN als Oberbegriff ausreichend wäre, um alle Fans zu bündeln. Das hat mit zeitnah lesen und Durchführbarkeit nichts zu tun. Das ist schlicht Ignoranz und die Angst vor Dominanz. Es ist die klare Absicht, die Großen in die Ecke zu drängen.

Unter der seltsamen Zusammenstellung der Veröffentlichungen leidet ja nicht nur PR. Da fehlen großartige und wichtige Publikationen aus dem Jahr 2016. Angefangen von der dreiteiligen Star Trek-Serie »Prometheus« von Christian Humberg und Bernd Perplies (CROSSCULT). Da haben zum ersten mal deutsche Autoren das Star Trek-Universum erweitert und dann wird das nicht gewürdigt, oder bei der Sekundärliteratur erscheinen weder »Invasion der Zukunft« von Hans-Peter von Peschke (THEISS) noch »Das SF-Jahr 2016« von Sascha Mamczak (HEYNE). Dergleichen fehlen wichtige Anthologien wie »Sternenfeuer« und »Schattenfeuer« aus dem Drachensternverlag (BOOKSPOT).

Mir kommt es so vor, als hätte die Jury bevorzugt Kleinverlage und Selfpublisher nominiert und die »großen« einfach ignoriert. Dann sollte man vielleicht darüber nachdenken, einen Extrapreis für Selfpublisher zu vergeben und nicht diejenigen bestrafen, die seit Jahren das Genre am Leben erhalten.

Boykott ist das einzige, was man tun kann: einfach in den Kategorien »Keine Stimme abgeben« anklicken und dafür seinen eigenen Vorschlag eintragen. Vielleicht wachen die Verantwortlichen dann auf, was für eine sinnentleerte Liste sie da aufgestellt haben.

Bei alledem dann noch ein Foto vom PR-WorldCon auf der Internetseite des Phantastikpreis zu verwenden, finde ich einfach nur frech. :sn:
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
Sascha Mamczak

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Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon dandelion » 13. März 2017, 13:06

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Ich finde schon, daß Auszeichnungen werbewirksam sind und Kaufentscheidungen beeinflussen können. Gerade für Gelegenheitskäufer oder Unentschlossene dürften entsprechende Aufkleber auf Publikationen ein Blickfang sein. Schon bedauerlich, daß Rhodan hier anscheinend ins Abseits gestellt wurde.

Re: Deutscher Phantastik-Preis 2017

Beitragvon Alexandra » 13. März 2017, 16:04

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Alexandra
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Den Eindruck eines Ungleichgewichts des Nutzens für Rhodan und des Nutzens von Rhodan verfolge ich durchaus auch und überlege, was ich darüber denke.
Nur bringt es wenig, zprnig zu werden. Man muss erst einmal nachdenken.
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TCai hat geschrieben:Unter der seltsamen Zusammenstellung der Veröffentlichungen leidet ja nicht nur PR. Da fehlen großartige und wichtige Publikationen aus dem Jahr 2016. Angefangen von der dreiteiligen Star Trek-Serie »Prometheus« von Christian Humberg und Bernd Perplies (CROSSCULT).

Ist aber drin und wird zur Wahl gestellt.
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Ich hab jetzt auch mal wieder abgestimmt: Einmal Stephen King (allein schon weil King), dann für Dirk Schulz, schön war das Cover zwar nicht unbedingt, aber ist halt doch PR, ich hab mir das Cover von Arndt angeschaut, aber nicht mein Fall, sorry. Dann mein eigener Vorschlag: Perry Rhodan EA.
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