Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

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Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon nanograinger » 27. Januar 2019, 14:37

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nanograinger
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PJoppen hat geschrieben:...
Davon ab, diese Diskussion solltest nicht du führen sondern diejenigen die am Ruder sitzen. Das schweigen im Walde und das jetzige lustig machen ist aber leider bezeichnend für den (Un-)Willen der Expotarchen.

"Schweigen im Walde"? Vielleicht erinnerst du dich nicht, aber das Thema Dystopie/Utopie wird nicht das erste Mal diskutiert. Ich gebe mal ein paar Links zu Posting von Wim Vandemann (die kann übrigens jeder finden, der sich die Mühe macht, die Suchfunktion zu benutzen):

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ie#p490437
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ie#p495688
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ie#p574250

Wenn man natürlich die Äußerungen der Expokraten nicht liest, kann man das als "Schweigen im Walde" auffassen, klar. B-)

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Klaus N. Frick » 27. Januar 2019, 16:06

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Klaus N. Frick
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Ce Rhioton hat geschrieben:Für Autoren ist PR ein Projekt wie andere auch. Da sollten wir uns keinen Illusionen hingeben.


Das stimmt nicht, und es ist m.E. auch echt Unfug, so etwas zu sagen.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Ce Rhioton » 27. Januar 2019, 16:13

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Ce Rhioton
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:Für Autoren ist PR ein Projekt wie andere auch. Da sollten wir uns keinen Illusionen hingeben.


Das stimmt nicht, und es ist m.E. auch echt Unfug, so etwas zu sagen.


Ich formuliere etwas weniger provokativ:
Bisweilen habe ich den Eindruck, für manchen Autor könnte PR eher ein Projekt denn eine Herzensangelegenheit sein.
Dieser Eindruck kann ja durchaus trügen, wie jede subjektive Sichtweise.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Mr Frost » 27. Januar 2019, 18:13

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Mr Frost
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Ce Rhioton hat geschrieben: (...)

:st:

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Klapauzius » 27. Januar 2019, 20:30

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Klapauzius
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Thomas Schmidt hat geschrieben:Ich gehe sogar noch weiter und vermute, dass damit die Leute gezielt lächerlich gemacht und ins Abseits gestellt werden sollen, denen die Dystopie-Tendenzen in der Serie nicht gefallen.

Ich habe mich ebenfalls sehr geärgert.
Spoiler:
Allerdings nicht über die Satire, sondern dass mir die schriftstellerischen Mittel fehlen, mit gleicher Münze zu antworten und die Dystopie zu veräppeln :D

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Laurin » 28. Januar 2019, 00:49

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Laurin
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:Für Autoren ist PR ein Projekt wie andere auch. Da sollten wir uns keinen Illusionen hingeben.


Das stimmt nicht, und es ist m.E. auch echt Unfug, so etwas zu sagen.

Also dass es den Machern eine Herzensangelegenheit ist, das merkt man - und das ist auch sehr gut so.
:st:

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon R.B. » 28. Januar 2019, 06:57

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R.B.
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Kardec hat geschrieben:Na ja, die Expokraten können hier ja quasi täglich lesen, was sie alles so den lieben langen Tag falsch machen - und zwar in jedwelcher Form. Von ernsthaft über ironisch, von zynisch bis stillos.
Es wird kritisiert wenn sie sich rar machen.
Begeben sie sich aber auf die gleiche Ebene (mir fällt grad die "Publikumsbeschimpfung" glaub aus den späten 60ern ein :D ), dann aber halloooooo. Da entfaltet sich die neue deutsche Mimosenhaftigkeit.
Alter Lemurerspruch:"Wer austeilt muss auch einstecken können" :P


100% ige Zustimmung.

Thomas Schmidt hat geschrieben:Ich gehe sogar noch weiter und vermute, dass damit die Leute gezielt lächerlich gemacht und ins Abseits gestellt werden sollen, denen die Dystopie-Tendenzen in der Serie nicht gefallen. Denn so einen absurden Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus hat sicherlich niemand hier lautstark gefordert.


Niemand hat die Abischt, einen FFE Zyklus zu schreiben...
Für mich war diese Geschichte ein Scherz am Rande, ich habe mir eins gegrinst und mit einen Kaffeekannenmolekulator gewünscht (aber nur, wenn da Kaffee ohne Ende rauskommt). Gezieltes Lächerlich machen? Durch solch einen Joke am Rande? Die Autoren / Expokraten können nun wirklich machen, was sie wollen, von irgendjemandem werden sie immer zerrissen. Aber ein gezieltes Lächerlich machen der Leser? Also ihrer Kunden, die indirekt das Gehalt zahlen? Im Lääve nit.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Oceanlover » 28. Januar 2019, 08:13

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R.B. hat geschrieben:Aber ein gezieltes Lächerlich machen der Leser? Also ihrer Kunden, die indirekt das Gehalt zahlen? Im Lääve nit.


Zustimm! :st:
Nette Grüße
Oceanlover

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Rotti1961 » 28. Januar 2019, 09:54

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Denke auch, dass die ironische Überhöhung nur zeigen soll, warum (nach Ansicht des Verfassers) das beschriebene Grundsetting in einer spannungsbasierenden Heftromanserie nicht funktioniert - ein wenig Transfer ist da schon nötig.

Da braucht man sicher nicht derselben Meinung zu sein, aber die Unterstellung des gezielten Angriffes auf einige Leser finde ich recht gewagt und schade.
Elwood: It's 106 miles to Chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it's dark... and we're wearing sunglasses.
Jake: Hit it.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Haywood Floyd » 28. Januar 2019, 12:15

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R.B. hat geschrieben:Für mich war diese Geschichte ein Scherz am Rande, ich habe mir eins gegrinst und mit einen Kaffeekannenmolekulator gewünscht (aber nur, wenn da Kaffee ohne Ende rauskommt). Gezieltes Lächerlich machen? Durch solch einen Joke am Rande? Die Autoren / Expokraten können nun wirklich machen, was sie wollen, von irgendjemandem werden sie immer zerrissen. Aber ein gezieltes Lächerlich machen der Leser? Also ihrer Kunden, die indirekt das Gehalt zahlen? Im Lääve nit.

Das wäre in der Tat skandalös :o , aber so (also als Lächerlichmachen) habe ich es wirklich nicht empfunden - mehr als müde Witzelei am Rande ... schon OK :rolleyes:

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon little_guck » 28. Januar 2019, 18:59

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Ganz am Anfang dachte ich noch, joa, die Idee hat was, daraus könnte man durchaus einen echten Zyklus machen. Aber je länger ich las, umso lächerlicher wurde es. Irgendwann habe ich dann einfach aufgehört.
Und das führte zu dem Gefühl, dass man die Kritik an der dystopischen Ausrichtung ins lächerliche ziehen will (und damit die Kritiker?).

Humor ist sehr subjektiv. Das sollte gerade bei der schreibenden Zunft bekannt sein.
Sollte dies ein Versuch von Lustig gewesen sein - Fail!

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Ce Rhioton » 28. Januar 2019, 19:12

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Ce Rhioton
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little_guck hat geschrieben:Und das führte zu dem Gefühl, dass man die Kritik an der dystopischen Ausrichtung ins lächerliche ziehen will (und damit die Kritiker?).


Die Frage ist doch: Trifft der Vorwurf der dystopischen Ausrichtung zu?
Oder haben wir lediglich diesen Eindruck?
Ist alles, das nicht als "Friede-Freude-Eierkuchen" erkennbar ist, bereits Dystopie?
Wenn ich etwa an den "Thoregon"-Großzyklus denke, war der auch bereits recht "dystopisch" - und das ist mittlerweile schon rund zwei Jahrzehnte her.
Womöglich sind wir bei fiktiven Beschreibungen heute empfindsamer als damals, das mag sein.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Klaus N. Frick » 28. Januar 2019, 19:22

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Klaus N. Frick
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Ce Rhioton hat geschrieben:
Die Frage ist doch: Trifft der Vorwurf der dystopischen Ausrichtung zu?
Oder haben wir lediglich diesen Eindruck?
Ist alles, das nicht als "Friede-Freude-Eierkuchen" erkennbar ist, bereits Dystopie?
Wenn ich etwa an den "Thoregon"-Großzyklus denke, war der auch bereits recht "dystopisch" - und das ist mittlerweile schon rund zwei Jahrzehnte her.
Womöglich sind wir bei fiktiven Beschreibungen heute empfindsamer als damals, das mag sein.


Ich möchte kurz an den »Schwarm«-Zyklus erinnern: Billionen von Toten, riesige Raumschlachten, mal 150.000 zerblasterte Schiffe in einem Halbsatz ...

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon little_guck » 28. Januar 2019, 19:38

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Nicht falsch verstehen, ich will keinen reinen FFE-Zyklus. Der Weltraum und dessen Erforschung ist in der Realität schon nicht ungefährlich und mit Opfern belegt. Bei Perry ist das noch eine ganz andere Dimension da größerer Rahmen.

Und wenn wir es auf der Erde schon nicht schaffen in Frieden, Achtung und Respekt miteinander zu leben, ist es mehr als unrealistisch, es für eine ganze PR Galaxie zu erwarten.

Ja, dazu gehören auch mal Raumschlachten und Tote. Ja, dazu gehört das PR manchmal auch "dreckig" ist. Aber alles hat eben seine Grenzen. Wenn ich nur eine Aneinanderreihung Negatives möchte, kann ich auch Nachrichten schauen oder Zeitung lesen. Dafür brauche ich Perry nicht.

Vielleicht habe auch ich mich verändert, vielleicht täuscht mich meine Erinnerug, aber früher hatte ich immer das Gefühl, egal wie schlecht es um Terra stand, das es am Ende gut wird, dass alles Negative etwas Positives mit sich bringen wird.
Aber die letzten Zyklen hatte ich eher den Eindruck, als würde sich alles in einer Abwärtsspirale befinden ohne eine postive Aussicht.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Tennessee » 28. Januar 2019, 20:23

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Tennessee
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:
Die Frage ist doch: Trifft der Vorwurf der dystopischen Ausrichtung zu?
Oder haben wir lediglich diesen Eindruck?
Ist alles, das nicht als "Friede-Freude-Eierkuchen" erkennbar ist, bereits Dystopie?
Wenn ich etwa an den "Thoregon"-Großzyklus denke, war der auch bereits recht "dystopisch" - und das ist mittlerweile schon rund zwei Jahrzehnte her.
Womöglich sind wir bei fiktiven Beschreibungen heute empfindsamer als damals, das mag sein.


Ich möchte kurz an den »Schwarm«-Zyklus erinnern: Billionen von Toten, riesige Raumschlachten, mal 150.000 zerblasterte Schiffe in einem Halbsatz ...


Salut,

das ist ein Einwurf, der ebenso richtig ist, wie er zugleich den Diskussionspunkt, so wie ich ihn verstehe, nicht ganz trifft. Erinnern möchte ich dann daran, dass nach der Laren-Invasion sich etwas herausbildete, dass GalaktischeVölkerwürdeKoalition hieß; daran, dass in dem ganzen Hickhack um Seth Apophis stets die Kosmische Hanse und die Ritter der Tiefe als moralisches Rückgrat vorhanden war; daran, dass die Befreiung von den Cantaro die Befreiung von einer Diktatur bedeutete; daran, dass die Gänger des Netzes die falsche Ideologie des Permanenten Konflikts besiegen wollten; daran, dass ... Keiner dieser Zyklen war frei von Action, Gewaltdarstellung, Katastrophe oder Dunkelheit. Es war aber jedes Mal ein Gegengewicht des Positiven vorhanden. Gegenwärtig - ich muss aber fairerweise auch einschränken, dass ich der Erstauflage nur oberflächlich kenne - habe ich/hat man den Eindruck, dass es nur etwas Positives gibt, weil unser Perry eben ein positiver Mensch ist. Klar, das Figurenkonzept von Perry Rhodan sieht ihn derzeit als Heldenfigur an, aber letztendlich rutscht er "bloß" von einem Abenteuer ins nächste, immer wieder ihn persönlich betreffend, damit er auch brav mit seiner RT oder/und ein paar wenigen Getreuen, weitab von allen großen Machtmitteln der ferne, einsame Held sein kann.
Niemand wird allen Ernstes fordern, dass es einen FFE-Zyklus geben soll, in dem die Protagonisten von einer Geburtstagsparty zur nächsten rennen oder in der Ferne immer mal wieder über ein Lemurisches Artefakt stolpern. Vermisst wird aber doch, so habe ich den Eindruck, ein positiver Gegenentwurf, der über den Helden Rhodan hinausgeht. Ich wage sogar zu behaupten, dass Rhodan gerne etwas "grauer" sein dürfte, aber doch immer wieder an übergeordneten Werten, repräsentiert durch Institutionen oder Personen gespiegelt werden könnte.
Das Projekt van SAN wurde von einigen Foristen genannt, ebenso wurde die LFG eingeführt, von der man/ich aber kaum etwas weiß, außer dass sie sich vor dem Weltenbrand zu fürchten scheint. Dem Wunsch der Autoren/Redaktion folgend, gibt in diesem Forum viele Beiträge und auch ganze threads, die sich auf konstruktive Weise mit diesem "Problempunkt" beschäftigen. Ich erinnere nur an die Abstimmung und Besprechung der "immer wieder auftretenden" Hohen Mächte und ob man davon nicht auch mal Ruhe haben möchte. Es wird von uns Foristen sehr viel Konstruktives angeboten, welches etwaige (oder punktuelle) Unzufriedenheiten zu greifen und zu vermitteln sucht. Goutiert wird dass dann durch eine (wirklich!!) witzige Parodie. Das kann auch mal falsch aufgefasst werden. Das fällt dann unter den Bereich "shit happens".
Deinen Einwurf des Schwarms kann man auch mit dem MdI-Zyklus ergänzen, der Dolan-Attacke, den Akonen, Baalols und Arkoniden der Imperialen Zeit - und man würde auch gut und gerne feststellen können, dass die Konzepte der Scheer-Zeit auch nicht unbedingt voll von diesen "positiven Gegengewichten" war (abgesehen vom Solaren Imperium, das unerschütterlich in seiner Herrlichkeit strahlte ...), aber Scheer war natürlich auch ein anderer Autor/ Expokrat als es z.B. Voltz war. Und Montillon/Vandemaan sind ebenfalls andere Autoren/Expokraten, die mir/einigen vermitteln, dass sie solche Gegenentwürfe nicht als Teil ihrer konzeptionellen Arbeit an PR ansehen bzw. einen anderen Blick darauf haben. Wenn man das mal böse und gemein weiterdeuten würde, was natürlich hier niiiieeeemand tun wird, repräsentiert diesen anderen Blick das humoristische Konzept des FFE-Zyklus.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon PointOF » 28. Januar 2019, 20:33

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PointOF
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:
Die Frage ist doch: Trifft der Vorwurf der dystopischen Ausrichtung zu?
Oder haben wir lediglich diesen Eindruck?
Ist alles, das nicht als "Friede-Freude-Eierkuchen" erkennbar ist, bereits Dystopie?
Wenn ich etwa an den "Thoregon"-Großzyklus denke, war der auch bereits recht "dystopisch" - und das ist mittlerweile schon rund zwei Jahrzehnte her.
Womöglich sind wir bei fiktiven Beschreibungen heute empfindsamer als damals, das mag sein.


Ich möchte kurz an den »Schwarm«-Zyklus erinnern: Billionen von Toten, riesige Raumschlachten, mal 150.000 zerblasterte Schiffe in einem Halbsatz ...


Zum 1. Kommentar:
Der Thoregon Zyklus hatte ein für die Menschheit (Leser) positives Ziel : Unabhängigkeit von den HM = agierend
Seit 2200 geben sich die extragalaktischen und extrachronalen Eroberer die Klinke in die Hand = nur noch reagierend.

Zum 2. Kommentar:
Richtig, auch früher gab es Raumschlachten und Tote, aber wie du, Klaus es sehr treffend bemerkt hast: es wurde in einem Halbsatz abgetan.
Heute bekomme ich über etliche Zeilen, oder eine ganze Seite, das ganze im Detail unter die Nase gerieben. Genaue Zahl der Opfer, zerstörte Schiffe etc. Vielleicht wäre es da doch besser, auf die Zahlenspielerei zu verzichten.

Nicht die Befindsamkeit hat sich geändert, sondern die Beschreibungen.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Mr Frost » 28. Januar 2019, 23:09

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Mr Frost
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Tennessee hat geschrieben:(...) daran, dass in dem ganzen Hickhack um Seth Apophis stets die Kosmische Hanse und die Ritter der Tiefe als moralisches Rückgrat vorhanden war; daran, dass die Befreiung von den Cantaro die Befreiung von einer Diktatur bedeutete; daran, dass die Gänger des Netzes die falsche Ideologie des Permanenten Konflikts besiegen wollten
(...)
Niemand wird allen Ernstes fordern, dass es einen FFE-Zyklus geben soll, in dem die Protagonisten von einer Geburtstagsparty zur nächsten rennen oder in der Ferne immer mal wieder über ein Lemurisches Artefakt stolpern.
(...)
Dem Wunsch der Autoren/Redaktion folgend, gibt in diesem Forum viele Beiträge und auch ganze threads, die sich auf konstruktive Weise mit diesem "Problempunkt" beschäftigen. Ich erinnere nur an die Abstimmung und Besprechung der "immer wieder auftretenden" Hohen Mächte und ob man davon nicht auch mal Ruhe haben möchte. Es wird von uns Foristen sehr viel Konstruktives angeboten, welches etwaige (oder punktuelle) Unzufriedenheiten zu greifen und zu vermitteln sucht. Goutiert wird dass dann durch eine (wirklich!!) witzige Parodie. Das kann auch mal falsch aufgefasst werden.(...)

:st:

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Mr Frost » 28. Januar 2019, 23:12

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Mr Frost
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little_guck hat geschrieben:(...)
Ja, dazu gehören auch mal Raumschlachten und Tote. Ja, dazu gehört das PR manchmal auch "dreckig" ist. Aber alles hat eben seine Grenzen. Wenn ich nur eine Aneinanderreihung Negatives möchte, kann ich auch Nachrichten schauen oder Zeitung lesen. Dafür brauche ich Perry nicht.
(...)
Aber die letzten Zyklen hatte ich eher den Eindruck, als würde sich alles in einer Abwärtsspirale befinden ohne eine postive Aussicht.

Ebenfalls: Zustimmung! Nur bei den Qhin Shi-Zyklen und der Tiuphoren-Thematik empfand ich dies noch schlimmer. Daher sehe ich den aktuellen Zyklus (bis auf das befürchtete "katastrophale" Ende) diesbezüglich fast in Odnung. Es gab zum Glück keine allzugroßen Vernichtungsorgien, wenn ich mich recht erinnere. Abgesehen von den ersten Planetenzündungen im Zyklus.

Ganz nebenbei: MMT z.B. beherrscht es meisterhaft, auch dunkle Seiten zu zeigen, ohne dass ich mich darüber ärgere.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon jogo » 28. Januar 2019, 23:32

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So beim Durchlesen einiger Beiträge:
Humor ist, wenn man trotzdem lachen kann.
Und warum schreibt keiner einen Gegenentwurf zu FFE?
A la: Schwärze. Dunkelste tiefste Schwärze. Nachdunkelnd. Dunkler als Dunkler. Selbst der absolute Nullpunkt fröstelte angesichts dem dunkelsten Dunkel aller Zeiten. Angst. Ängstlicher als Angst je sein könnte. Depressivste dunkle Dunkelheit im Schmerz dahinsiechend. Hoffnungslosigkeit bar jeglicher Hoffnung. Benjamin Blümchen ist der Cairan. Ist die Definition des Bösen an sich. Frisst sich als wabernder dunkler Depressionsfragmentismus durch das Universum. Intelligenztesten erstarren in beispielloser absoluter Hilflosigkeit. In ihrer Erstarrtheit gibt es nur noch eine Empfindung. Heftigste Qual. Zu wenig den Verstand nicht völlig zu zerrütten.

:unschuldig:
Ich hör schon auf… :lol:

Ich schau und lese ganz einfach, was mit Band 3000 wirklich kommt. Ich würde jetzt mal nicht ganz so „schwarz“ sehen. Möglicherweise kommt alles anders als wir alle denken. Und dann? Schreiben wir dann hier darüber, wie falsch wir lagen?
In jedem Fall wünsche ich jedem hier spannende Lektüre, die uns mitfiebernd lässt. Uns ärgern lässt, dass der Roman schon wieder viel zu schnell zu Ende ging, und wir am Ende des Zyklus, das Heft 3099 mit einem Lächeln und einem WOW zur Seite legen. Der Leser: schnurrend glücklich. :wub:
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Haywood Floyd » 29. Januar 2019, 10:01

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Haywood Floyd
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Zur Sache: Der MdI- oder der M87- und auch der Schwarm-Zyklus, die ich seinerzeit alle in der EA las, hatten, trotz der von KNF explizit korrekt, wenn auch etwas zugespitzt zusammengefassten Greuel, einen letztlich positiven, utopischen Hintergrund: eine Art 'to boldly go', um es in der Star Trek Spache (als ST noch ST war, und nicht ein gewalttätiger Abklatsch seiner selbst) auszudrücken: Aufbruch in eine nahe / ferne Galaxis bzw. Erforschung kosmischer Geheimnisse.

Zudem erschienen diese Zyklen in einer völlig anderen Zeit, in der unsere Gesellschaft noch mehrheitlich an die Zukunft glaubte und nicht ängstlich-jammernd-alarmistisch den angeblich drohenden Untergang proklamierte und anscheinend die Deindustrialisierung und Renaturalisierung der Welt herbeisehnte - bei soviel gesundem Optimismus im Mainstream des RL durfte dann PR als wöchentliche Fluchtliteratur zum Ausgleich schon ein bissle düsterer und unangepasster sein...

Und der implizite Hintergrund der Plots war per saldo mehr Geheimnis als Schrecken, mehr Neugier als Zukunftsangst und mehr Siegesgewissheit als Untergangsdüsternis.

Genau das fehlt m.E. den Zyklen seit 2700 (über die zwischen 1000 und 2700 kann ich nichts sagen, denn ich habe sie nicht gelesen).

Heute (vielleicht liegts auch am Lebensalter), in unserer Welt der "gedämpften Erwartungen" empfinde ich einen dermaßen düster-pessimistisch-dystopischen Background als viel zu mainstreamig-angepasst und äußerst störend und ich kann nur hoffen und wünschen, dass sich dies mit Beginn des 3000er Zykluserkennbar ändert.

Zur Form: wer FFE dermaßen durch den Kakao zieht, wie geschehen (was durchaus legitim ist), sollte sich allerdings auch selbst an die eigene Nase greifen und nicht - wie zumindest ein Teil der Expokatur in der jüngeren Vergangenheit - bei vergleichbarer Unsachlichkeit und ähnlichem Maß an Ironie und/oder Sarkasmus (was ebenfalls legitim ist), säuerlich-indigniert und voller persönlicher Betroffenheit reagieren, sondern etwas souveräner und professioneller: immerin ist das, was für uns Kunden ein bezahltes Hobby darstellt, für diesen Personenkreis der bezahlte Job... :rolleyes:

Konsequenz: ich wart' jetzt mal ab, was 3000 ff. bringt und werde die ersten 100 Tage den Zyklus lesen - und dann entscheiden.

Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Mr Frost » 30. Januar 2019, 01:03

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jogo hat geschrieben: Schwärze. Dunkelste tiefste Schwärze. Nachdunkelnd. Dunkler als Dunkler. Selbst der absolute Nullpunkt fröstelte angesichts dem dunkelsten Dunkel aller Zeiten. Angst. Ängstlicher als Angst je sein könnte. Depressivste dunkle Dunkelheit im Schmerz dahinsiechend. Hoffnungslosigkeit bar jeglicher Hoffnung. (...)

^_^ . Ernsthaft: Genau solche Passagen kommen mir aus den UA-Zyklen (und seinen Romanen) sehr, sehr bekannt vor...

Und zur aktuellen Handlung: Ich werde es so halten: Ich lese die kommenden fünf Hefte und dann zieh ich mein Fazit.
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PointOF hat geschrieben:Zum 2. Kommentar:
Richtig, auch früher gab es Raumschlachten und Tote, aber wie du, Klaus es sehr treffend bemerkt hast: es wurde in einem Halbsatz abgetan.
Heute bekomme ich über etliche Zeilen, oder eine ganze Seite, das ganze im Detail unter die Nase gerieben. Genaue Zahl der Opfer, zerstörte Schiffe etc.

Und ganau das ist auch gut so. Damit man sich in Erinnerung ruft, das bei diesen ganzen Raumschlachten Lebewesen leiden und sterben. Früher ging man da ganz schnell drüber weg, es wurde auf einem bewohnten Planeten eine Arkonbombe gezündet, und mit dem nächsten Satz im Roman wurde das Drama schon wieder ausgeblendet. Man könnte ja den Leser verstören, das ein Krieg nicht nur aus coolen Heldentaten besteht sondern vor allem aus Toten. :rolleyes:
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“


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Ce Rhioton hat geschrieben:PERRY RHODAN ist kein "Star Trek".

Und das ist auch gut so.
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“


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Lion hat geschrieben: Serien wie: "Maddrax", "Bad Earth" usw., die alle nicht mehr sind, oder bald nicht mehr sein werden!

Maddrax wird es bald nicht mehr geben? Kannst du das irgendwie belegen?
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“


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Re: Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon LaLe » 30. Januar 2019, 10:09

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Das würde mich angesichts der vor der Tür stehenden 500 auch interessieren.
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"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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