Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

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Casaloki
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Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Casaloki » 15. November 2012, 17:31

Nachdem der TLD-Tower befreit worden ist soll ein Team bestehend aus Shanda Sarmotte, Toufec und Pazuzu, sowie Odo Ollawa, Daniil Verlaso und Stainless Stan über ein Transitparkett in das Weltenkranzsystem vordringen. Der Zugang soll laut dem Sayporaner Chourtaird über den Regenplaneten Druh erfolgen, wo sie die Schwachstelle des Überwachungssystems, das Kabinett Thauta Thean, ausschalten sollen. Dort angekommen finden sie sich in einem Meditationszentrum wieder. Die dortigen meditierenden Sayporaner nehmen sie nicht wahr; in ihren Gedanken kann Shanda keine klaren Bilder erkennen, jedoch werden alle von einer Grundstimmung geprägt, die sie nur als Angst bezeichnen kann. Der Alarm wird ausgelöst, bevor ein weiteres Team das Parkett passieren kann und die Gruppe flieht in Pazuzus Nanogenten-Flugzeug hinaus in die düstere Welt und den Regen.

Sie vergraben sich vor den sie suchenden Flugkörpern, doch Toufecs Nanogenten folgen den Jägern, um deren Ursprungsort auf dieser Welt ausfindig zu machen. Dabei stellt Shanda fest, dass die Angst auch sie und Odo sowie Daniil beeinflusst und verunsichert, jedoch nicht Toufec. Dieser findet als Wüstenbewohner den Dauerregen klasse. Sie werden von dem drei Meter großen Mechanopoden auf dem Titelbild angegriffen und fliehen in Panik, die offenbar von diesem ausgelöst wird. Beim Weiterflug finden sie immer mehr und unterschiedliche verrottete und beschädigte Mechanopoden. Odo Ollawa versucht, seine Angst zu überwinden und einen davon zu untersuchen, doch er stirbt quasi vor Angst. Die Angst hat seinen Stoffwechsel im Körper so extrem beschleunigt, dass er verhungert ist. Stainless Stan birgt den Leichnam und sie äschern ihn ein, um ihn transportieren zu können.

Ihr Weiterflug führt sie zu einer wandernden „Stadt“ aus lauter Mechanopoden, die sich um einen 80 Meter durchmessenden Kristall bewegen. Dabei handelt es sich wohl um das Kabinett und diese Maschinen sind seine Sicherung, da die Angst, welche sie auslösen, alle Lebewesen davon abhält, ihr zu nahe zu kommen. Gleichzeitig stellen sie fest, dass aufgrund einer weiteren Sicherung, nämlich nanotechnischer Effektoren im Regen, Stainless Stan rostet und zerfällt. Toufec entwickelt einen Plan, den TARA zu dem Kabinett zu schicken, da er zwar immer weiter auseinanderfällt, aber von der Angst unbeeinflusst bleibt. Die dank der sich von Stan lösenden Nanogenten gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass dieser „Kristall“ in Wirklichkeit ein lebendes Gehirn ist, ein Biocomputer. Shanda und Toufec haben Skrupel, ihren Auftrag zu beenden und das Kabinett zu zerstören. Aber der durch die Angst beeinflusste Veriaso befiehlt Stan, diese Aufgabe durchzuführen.

Nachdem die Zerstörung erfolgt ist, wird die Gruppe von Gleitern umzingelt, eine Flucht ist zwecklos. Eine Zofe und ein Junker verlassen die Schiffe und fordern sie auf, sich zu ergeben. Dem folgt nur Veriaso nicht und er wird erschossen. Nach einiger Zeit in Haft werden Shanda und Toufec vor den Sayporaner Paichandor geführt, den Dekan der Akademie für Logistik. Sein Körper ist in eine künstliche Gebärmutter, ein Uteral, eingelassen und besteht ausschließlich aus verschiedenen Organismen. Er bietet ihnen an, ihre interessanten Gehirne aufzunehmen, was Shanda jedoch verweigert. Zurück in der Zelle erklärt Toufec ihr, das dies für den Sayporaner ein Ausdruck der Wertschätzung ist, wenn er ihnen dies anbietet.

Eine Flucht aus der Haft wird vereitelt und sie werden erneut vor Paichandor geführt. Er bietet ihnen ein durch sayporanisches Wissen verlängertes Leben an. Toufec bietet ihm im Gegenzug an, dass sie ihm helfen, eine SI-Leiche zu bergen, um die zerfallende Anomalie stabilisieren zu können, was im beiderseitigen Interesse liegt. Shanda bekommt nun Zweifel, dass alles bisher ein Plan von Toufec und Delorian war, um Toufec in diese Position zu bringen. Paichandor nimmt das Angebot an und sie brechen mit der Sternengaleone des Utrofaren Fahrgut Sternenzoll zu einer Leichnamsbergungsexpedition auf. Sie soll dem Stern Zyorin Zopai entnommen werden, um über eine Ephemere Pforte in die Matrix der Anomalie, genannt Neuroversum, eingespeichert zu werden.
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Atlan » 15. November 2012, 18:05

Ich muss zugeben, dass ich schon mal spannendere Romane von Uwe gelesen habe, denn schreiben kann er ja... ;) Aber das lag diesmal wirklich an der Handlung, denn mit dieser Handlung wurde ich irgendwie nicht warm. Erst im letzten Drittel wurde es (zumindest für mich) interessanter. Und mit diesem Roman gewinnt die Person von Shanda Sarmotte, die den Roman aus der Ich-Perspektive erzählt, immer mehr an Format. Ich mag diesen Chara einfach und wünsche mir, dass sie uns noch lange erhalten bleibt... ;) (als Kind der Funkenleute ist ihr ja sowieso ein langes Leben voreingeimpft).
Toufec entwickelt sich doch - wie zwar erwartet, aber dennoch nicht gehofft - zum Unsympathen, da er ganz eindeutig so handelt, wie Delorians Ziele es vorsehen. Schade, Toufec hatte mir bei seiner Einführung super gefallen, aber leider entpuppt er sich doch nur als ein Handlanger des ehemaligen Chronisten.

So, nun geht es also zur Ephemeren Pforte, wobei es sich um das von den Spenta mittels Ephemerer Materie umgebaute Schwarze Loch handelt, durch welches die SI-Leichname in die Matrix des Neuroversums eingespeist werden.
Ich hab mal gegooglet: ephemer bedeutet im Griechischen soviel wie nur für kurze Zeit bestehend, flüchtig, ohne bleibende Bedeutung.
Okay, die Pforte ist also wieder weg, wenn alle Leichname durchgewandert sind. Aber wie generiert man dann Ephemere Materie? :rolleyes: ;)

3/1/3
Arkonide aus Überzeugung ... :D

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von gejotha » 15. November 2012, 18:36

Casaloki hat geschrieben:....und sie brechen mit der Sternengaleone des Utrofaren Fahrgut Sternenzoll .....
Welcher Expokrateur steht eigentlich für die Vergabe exotischer Namen? :rolleyes:
Und wer hat beschlossen, die Namen der Utrofaren in eine hierzulande und in dieser Zeit gesprochene Sprache zu übersetzen anstatt es wie bei anderen Exoten bei der Aneinanderreihung möglichst verquerer Buchstaben als Name zu belassen? B-)
Warum eigentlichist eine Sternengaleone nicht einfach ein Raumschiff? Weil es vier Masten hat und als Kriegsschiff mit vielen KAnonen bestückt ist?

Achja, und danke für die Spoilerei! :st: Morgen ist ja endlich wieder Freitag :lol:
"Die Mikrobe der menschlichen Dummheit ist unausrottbar." (Curt Goetz)

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von overhead » 15. November 2012, 19:12

Na ja, wie sagt man so schön - viele Wege führen nach Rom (auch Umwege!) :devil:
Die Story dreht wieder "Warteschleifen" :fg:

Meinen Dank für den wieder guten Spoiler, Casaloki :st:

Dann auf Morgen wartend........

Gruß overhead

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Schnurzel » 15. November 2012, 19:20

gejotha hat geschrieben:Warum eigentlichist eine Sternengaleone nicht einfach ein Raumschiff? Weil es vier Masten hat und als Kriegsschiff mit vielen KAnonen bestückt ist?
Warum nicht auch "Galeone"? Schließlich kommen viele andere Bezeichnungen für solche Gefährte ja auch aus dem maritimen Bereich: RaumSCHIFF, RaumKREUZER, RaumYACHT....

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Maneki-Neko » 15. November 2012, 19:33

Wieder Klasse gespoilert Casaloki :st:

...nur noch einmal schlafen und denn kann ich mich auch dem Roman widmen...

walter59
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von walter59 » 15. November 2012, 23:12

Stainless Stan rostet und zerfällt.
:devil:

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wepe
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von wepe » 15. November 2012, 23:44

Atlan hat geschrieben: ...
Ich hab mal gegooglet: ephemer bedeutet im Griechischen soviel wie nur für kurze Zeit bestehend, flüchtig, ohne bleibende Bedeutung.
Okay, die Pforte ist also wieder weg, wenn alle Leichname durchgewandert sind. Aber wie generiert man dann Ephemere Materie? :rolleyes: ;)
Einfach so im Vorbeigehen ... :devil:

Es gibt doch viele Beispiele ephemerer Materie in der Realwelt:
Der Ring Fleischwurst im Kühlschrank, die Tafel Schokolade in der Küchenschublade ... :D
Jedesmal beim Vorübergehen verflüchtigt sich etwas davon ...
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Atlan » 16. November 2012, 00:02

wepe hat geschrieben:
Atlan hat geschrieben: ...
Ich hab mal gegooglet: ephemer bedeutet im Griechischen soviel wie nur für kurze Zeit bestehend, flüchtig, ohne bleibende Bedeutung.
Okay, die Pforte ist also wieder weg, wenn alle Leichname durchgewandert sind. Aber wie generiert man dann Ephemere Materie? :rolleyes: ;)
Einfach so im Vorbeigehen ... :devil:

Es gibt doch viele Beispiele ephemerer Materie in der Realwelt:
Der Ring Fleischwurst im Kühlschrank, die Tafel Schokolade in der Küchenschublade ... :D
Jedesmal beim Vorübergehen verflüchtigt sich etwas davon ...
:lol: :lol: :lol: :st:
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von wepe » 16. November 2012, 00:11

overhead hat geschrieben:Na ja, wie sagt man so schön - viele Wege führen nach Rom (auch Umwege!) :devil:
Die Story dreht wieder "Warteschleifen" :fg:
...
Das würde ich bei dem Roman nichtmal sagen, es sind genügend neue Entwicklungen und Wendungen drin, oder hättest du aus dem vorigen Heft auf die Idee kommen können, dass Toufec und Shanda daran gehen, einen SI-Kadaver zu klauen? :D

Besonders gefallen haben mir die beiden Gespräche der beiden mit dem Dekan Paichander, das war ein spannendes Doppelduell. Und gekonnt, wie Uwe die beiden Redshirts sehr individuell abserviert hat - offensichtlich sollten die den Fortgang der Handlung im Folgeband nicht mehr stören :-=

Menie Wertung: 3-1-2
Ich frag mich mittlerweile nur, warum dieser Wellness-Planet bei Choutaird so einen hohen Stellenwert hat - wieso lenkt er die Expedition ausgerechnet dorthin?
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Atlantis » 16. November 2012, 00:32

wepe hat geschrieben:
overhead hat geschrieben:Na ja, wie sagt man so schön - viele Wege führen nach Rom (auch Umwege!) :devil:
Die Story dreht wieder "Warteschleifen" :fg:
...
Das würde ich bei dem Roman nichtmal sagen, es sind genügend neue Entwicklungen und Wendungen drin, oder hättest du aus dem vorigen Heft auf die Idee kommen können, dass Toufec und Shanda daran gehen, einen SI-Kadaver zu klauen? :D

Besonders gefallen haben mir die beiden Gespräche der beiden mit dem Dekan Paichander, das war ein spannendes Doppelduell. Und gekonnt, wie Uwe die beiden Redshirts sehr individuell abserviert hat - offensichtlich sollten die den Fortgang der Handlung im Folgeband nicht mehr stören :-=

Menie Wertung: 3-1-2
Ich frag mich mittlerweile nur, warum dieser Wellness-Planet bei Choutaird so einen hohen Stellenwert hat - wieso lenkt er die Expedition ausgerechnet dorthin?
Uwe hat den Roman vielleicht während eines Wellness Urlaub geschrieben. :D

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von ganerc » 16. November 2012, 04:17

Erstmal Dank für den tollen Spoiler, Casaloki!
Da hast du echt wieder einen rausgehauen :D :st: :clap:

Ich bin noch mitten im Roman weil ich gestern permanent gestört wurde.

Aber ich bin schon mal Wepe's Meinung, dass es schon seltsam ist, was Chourtaird da macht. Er schickt die Einsatzgruppe auf den Dauerregenplaneten wo es Angst im Überfluss gibt, erklärt aber, dass das ein "Wellnessplanet" wäre. Hä? Shanda wird fast irr im Kopf als sie in die Gedankenwelt der meditierenden Sayporaner eintaucht und wird von einer Angst überwältigt, die sie aufzufressen droht. Und wie ich dem Spoiler entnehme frisst sie ja, im übertragenen Sinn, zwei Mitglieder der Einsatzgruppe auf, weil die nicht mehr normal denken könne vor lauter Bammel. Dieser Planet scheint ein weitaus größeres Geheimnis zu bergen, als man bis jetzt denkt.
Was mir auch seltsam vorkam, das ist, dass diese Mechanopoden just zu der Zeit aus dem versumpften Boden auftauchen als die Protagonisten der Handlung auf dem Planeten landen. Bisher scheinen sie eine ziemlich lange Zeit im wahrsten Sinne in der Versenkung gewesen sein. Und jetzt plötzlich wühlen sie sich durch den Regendschungel. Hmm, weil die Anomalie instabil wird? Wäre für mich bis jetzt die einzige Erklärung. Dann ist aber dieser Planet ein ganz wichtiger.

Na, jetzt werde ich erstmal weiter lesen. Dann werde ich nochmal dazu äußern. Bin gespannt ob ich Toufecs Handeln auch so hinterlistig empfinde, bzw. natürlich Delorians.
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Casaloki » 16. November 2012, 06:44

wepe hat geschrieben:
Atlan hat geschrieben: ...
Ich hab mal gegooglet: ephemer bedeutet im Griechischen soviel wie nur für kurze Zeit bestehend, flüchtig, ohne bleibende Bedeutung.
Okay, die Pforte ist also wieder weg, wenn alle Leichname durchgewandert sind. Aber wie generiert man dann Ephemere Materie? :rolleyes: ;)
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Schlechtes Beispiel, denn die Fleischwurst im Kühlschrank wird nur umgewandelt in meinem Körper und ist dann an selbigem deutlich wieder sichtbar in Form eines neuen Rings. Quasi Der Ring hoch 2. :D
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Casaloki » 16. November 2012, 06:54

ganerc hat geschrieben:Erstmal Dank für den tollen Spoiler, Casaloki!
Da hast du echt wieder einen rausgehauen :D :st: :clap:

Ich bin noch mitten im Roman weil ich gestern permanent gestört wurde.

Aber ich bin schon mal Wepe's Meinung, dass es schon seltsam ist, was Chourtaird da macht. Er schickt die Einsatzgruppe auf den Dauerregenplaneten wo es Angst im Überfluss gibt, erklärt aber, dass das ein "Wellnessplanet" wäre. Hä? Shanda wird fast irr im Kopf als sie in die Gedankenwelt der meditierenden Sayporaner eintaucht und wird von einer Angst überwältigt, die sie aufzufressen droht. Und wie ich dem Spoiler entnehme frisst sie ja, im übertragenen Sinn, zwei Mitglieder der Einsatzgruppe auf, weil die nicht mehr normal denken könne vor lauter Bammel. Dieser Planet scheint ein weitaus größeres Geheimnis zu bergen, als man bis jetzt denkt.
Ja mei, ich kann ja nicht alles in den Spoiler packen, sonst könnte ich den Roman gleich selber schreiben. ^_^
Nein, die Antwort wird schon gegeben im Roman, denn Meditation und Angst gehören zusammen, sozusagen eine sayporanische Form von Wellness. Aber Wellnesstempel, das ist eben eine Fehlinterpretation. Denn diese Umschreibung stammt nicht von Chourtaird, sondern unsere Terraner verbinden die Vorstellung von einem Asharam, wie sie ihn vorfinden, gleich mal mit Wellness. Dafür ist er aber nicht da. Das ist wie mit den Mechanopoden, deren Sinn und Zweck man nicht versteht und deren Aussehen man mit menschlichen Bildern umschreibt; oder der Nachfrage nach den Gehirnen von Shanda und Toufec, welche ja eine Art Wertschätzung darstellt.
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von hilde » 16. November 2012, 18:30

Ein höflich ausgedruckt sinnbefreiter Auftakt-Roman, mit 2 sinnlosen Toten. Die Personen handelten nicht, sondern wurden dasselbige.
Paichander lebt oder lebt nicht - wen interessiert es - so unpersönlich wie er beschrieben wurde. Wertung: 3x nicht bewertet.

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Gerhard Schaeffer
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Gerhard Schaeffer » 16. November 2012, 20:02

Sinnentleert und Sinnbefreit sind doch die Stichworte für den ganzen Zyklus schon lange. Wer PR NEO verbricht macht auch so etwas, wundern sollte so was niemanden. Deshalb war dies auch der erste Roman, den ich mir nicht mehr gekauft habe und die Leseproben für die nächsten geben mir recht.

Während es bei Robert noch irgendwie lustig war, mit schrägen Figuren z.B., und selbst es selbst bei den Vatroxen Lichtblicke gab z.B. mit dem Okrill, ist jetzt mit Uwe und Hartmut jeglicher Humor vergangen. Die meinen ihren Unsinn ernst, sowas wäre Robert, Karl-Herbert oder einem W.K.Gisa niemals eingefallen, sich selber und die Serie übermäßig ernzunehmen.

Rolf Michael hat in Wetzlar mal geschildert wie früher Zamorra Ideen entstanden sind: Bei vorallem viel geistigen Getränken; wäre mal was für die beiden Überstudierten Uwe und Hartmut mal was, anstatt die Leser mit ihrem überkandidelten Schwachsinn zu quälen!

Just my 5 Cent!

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Gerhard Schaeffer » 16. November 2012, 20:16

Im Übrigen habe ich keine Benotung mehr abgegeben; dieser ganze Unsinn ist Benotungsunwürdig!

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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von ganerc » 17. November 2012, 05:21

Inzwischen habe ich den Roman zu Ende gelesen. Und er lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.

Die Handlung wurde aus meiner Sicht zwar gekonnt geschildert und es waren auch einige Dinge dabei die interessant genug waren um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht. Dieser Roman hat vieles, das nicht erklärt wird.
Warum bewegen sich die Mechanopoden just in dem Moment als das Einsatzteam ankommt?
Warum regnet es Nanopartikel? Bzw. genauer gesagt, regnet es die nur da wo das Einsatzteam ist oder überall auf dem Planeten?

Es scheint, als ob die Sayporaner genau auf diese Aktion der Terraner gewartet hätten. Und es scheint, als ob Delorian, mit Hilfe Toufecs, sein Spiel spielt und Bully damit aufs Kreuz gelegt hat. Wie gesagt, es scheint so.

Insgesamt hat mich der Roman nicht vom Hocker gerissen. Aber das kann man nicht von jedem Roman erwarten. Er ist, leider nur ein kleines, Puzzlesteinchen im Zyklus. Vielleicht aber, nur der Expokrat weiß es, ist er aber im Nachhinein besehen ein ganz wichtiger Informationsträger.

Ich vermute, und hoffe, dass dieser Roman lediglich der "Opener" für den folgenden sein sollte.

Trotz allem fühle ich mich gut unterhalten.
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Kemoauc » 17. November 2012, 11:17

Dieser Roman hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Es war halt ein typischer Roman von der Sorte, in dem ein unbekannter Ort auf einem unbekannten Planeten erforscht werden muss. Stilistisch gefiel er mir auch gut. Die Ich-Perspektive aus der Sicht von Shanda verlieh vor allem ihrem Charakter weitere Tiefe.

Allerdings war das auch ein bißchen ein Roman im Star Trek-Stil. Zwei "Offiziere" (Shanda und Toufec) gehen mit zwei Rothemden in den Einsatz. Sollte der Tod von Odo vielleicht noch erklären, wie heftig diese künstlich aufgesetzte (Angststrahlung) tatsächlich ist, war der Tod von Daniil Veriaso völlig überflüssig und sinnlos.

Zum Schluß verhärtete sich bei mir mehr und mehr der Verdacht, dass Delorian, Toufec, Samburi & Co. wohl eher die wirklichen Feinde der Terraner in diesem Zyklus sind. Diesbezüglich könnte es schon im nächsten Roman weitere Erkenntnisse geben.
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Atlan » 17. November 2012, 11:38

Kemoauc hat geschrieben:
Zum Schluß verhärtete sich bei mir mehr und mehr der Verdacht, dass Delorian, Toufec, Samburi & Co. wohl eher die wirklichen Feinde der Terraner in diesem Zyklus sind.
Diesen Gedanken hatte ich schon nach der Lektüre von Band 2661, zumindest was Delo und Samburi angeht. Aber da Toufec ja auch zur Delo-Sippe gehört, wird er auch gleich mit in denselben Topf geworfen... ;)
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von wepe » 17. November 2012, 13:18

ganerc hat geschrieben:... Dieser Roman hat vieles, das nicht erklärt wird.
Warum bewegen sich die Mechanopoden just in dem Moment als das Einsatzteam ankommt?
Warum regnet es Nanopartikel? Bzw. genauer gesagt, regnet es die nur da wo das Einsatzteam ist oder überall auf dem Planeten?

Es scheint, als ob die Sayporaner genau auf diese Aktion der Terraner gewartet hätten. ...
Mir schienen diese Abwehr(?)methoden zum Teil permanent zu sein, nicht erst durch die Ankunft initiiert. Die Angststrahlung, verbunden mit Dämmerung und Regen - wieviel hat davon vielleicht schon Bullys Sayporaner gewusst? Sind die Sayporaner-Oppositionellen evtl. schon einige Male dorthin vorgedrungen - und gescheitert?
Vielleicht wird der Nanoregen erst jeweils dazu eingeschaltet, wenn ungewöhnliche Ereignisse festgestellt werden?
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von ganerc » 17. November 2012, 13:52

wepe hat geschrieben:Mir schienen diese Abwehr(?)methoden zum Teil permanent zu sein, nicht erst durch die Ankunft initiiert. Die Angststrahlung, verbunden mit Dämmerung und Regen - wieviel hat davon vielleicht schon Bullys Sayporaner gewusst? Sind die Sayporaner-Oppositionellen evtl. schon einige Male dorthin vorgedrungen - und gescheitert?
Vielleicht wird der Nanoregen erst jeweils dazu eingeschaltet, wenn ungewöhnliche Ereignisse festgestellt werden?
Dass diese Abwehrmethoden permanent sind, das könnte sein. Daran hab ich noch gar nicht gedacht. Du könntest recht haben dass evtl. die Chour sich da vielleicht schon des öfteren versucht haben. Und Bullys sayporanischer Freund mit dem Hunger auf "real Finger Food" hat davon ganz sicher etwas gewußt. Warum sonst hat er den Geheimniskrämer gespielt als er das Transitparkett eingerichtet hat?
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von Kemoauc » 17. November 2012, 14:17

Atlan hat geschrieben:
Kemoauc hat geschrieben:
Zum Schluß verhärtete sich bei mir mehr und mehr der Verdacht, dass Delorian, Toufec, Samburi & Co. wohl eher die wirklichen Feinde der Terraner in diesem Zyklus sind.
Diesen Gedanken hatte ich schon nach der Lektüre von Band 2661, zumindest was Delo und Samburi angeht. Aber da Toufec ja auch zur Delo-Sippe gehört, wird er auch gleich mit in denselben Topf geworfen... ;)
Ja, da Toufec (zumindest bisher) ganz offensichtlich nach Delorians Anweisungen handelt, muss man ihn (und auch die anderen Sternwürdigen, oder wie die sich noch gleich nannten) wohl mit in denselben Topfen werfen. Bisher habe ich auch nicht den Eindruck, dass Toufec sich evtl. mal von seinem Auftraggeber abwenden könnte.
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von ganerc » 17. November 2012, 15:03

Ich hatte jetzt bei diesem Roman den Eindruck, als ob sich die Sayporaner zu Freunden der Terraner entwickeln könnten. Oder zu Verbündeten.

Allerdings stimmt mich die Ausage von Paichander ein wenig nachdenklich
Aber mit genug Geduld, Willen und Technologie kann man sie vielleicht genauso lenken und umleiten wie einen großen und mächtigen Strom
Das heißt doch, dass die Sayporaner zumindest versucht haben QIN SHI in ihrem Sinn zu lenken. Was für mich auch dazu passt, dass sie damals bereits dabei waren, als ALLDAR starb. Das ist doch ein ganz seltsames Volk wie wir es noch nie in PR hatten. Also für mich zumindest immer noch rätselhaft. Vielleicht haben die QS für sich instrumentalisiert und missbraucht. :gruebel:
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Re: Spoiler 2674: Das Reich der Angst von Uwe Anton

Beitrag von rolf2011 » 17. November 2012, 17:31

Ich habe den Roman mit sehr viel Wohlwollen mit 3/3/3 bewertet. Er war sicher in großen Teilen gut geschrieben, aber insbesondere das zweite Gespräch mit Paichander ist - gelinde gesagt - fragwürdig. Insofern kann ich Wepe überhaupt nicht folgen. Als Leser kann man ja evtl noch denken, woher Toufec von den Problemen mit der Bergung einer SI-Leiche weiß. Aber dass Paichander das so einfach hinnimmt ist schlicht unglaubwürdigl. Und noch schlimmer: Es gab in der Begegnung zwischen Paichander und Toufec/Sarmotte absolut nichts, was diese dazu befähigen sollte, die Sayporaner bei der Bergung der SI-Leiche zu unterstützen. Woher kommt also der Stimmungsumschwung bei Paichander und seine Überzeugung, die beiden könnten ihm helfen. Der dilletantische Ausbruchsversuch kann keine Antwort darauf sein.
Dieser Roman krankt wie so viel in diesem Zyklus daran, dass die Expose-Autoren einfach zu viel in die Serie reinpacken wollen. Es wird vieles angeschnitten und dann liegen gelassen. Bisher hat es den Eindruck, man hätte es auch weglassen können. Durch diese Fülle wird es dann fast unmöglich, einen Roman bzw. den Zyklus nachvollziehbar voran und zum vernünftigen Ende zu bringen, sodass irgendwelche absurden und durch die Handlung nicht gerechtfertigten "Entscheidungssprünge" notwendig sind. Nur durch massive Kritik der geneigten Leserschaft wird dann Romane später eine Lösung offenbart. Es muss ja wirklich keine lineare Handlung sein, aber dass, was die Expokratie uns hier immer wieder abverlangt, ist kaum zumutbar. Durch die 8 Romane vor 2673 hatte ich ja gehofft, es würde besser, aber die letzten beiden Romane haben den Zyklkus im Niveau wieder stark nach unten gezogen.

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