Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montillon

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die aktuelle Entwicklung des Zyklus? - Note 1
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Aristipp
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Aristipp » 7. Dezember 2012, 16:15

wepe hat geschrieben: Denn wo steht geschrieben, dass Perry alle Konflikte des Multiversums lösen und sämtliche Galaxien befrieden muss?
Also für die Nichtleser dieser Serie, die nicht mitlesen aber immer alles besser wissen wollen - das steht so in der Serie. Perry ist der weiße Ritter, ein Teil des Teil, des was auch immer und der würde nie ungeordnete Verhältnisse hinterlassen, denn genau die würde er ja einmal erben. Vielleicht solltest du doch einfach mal die Serie lesen. :devil:
Oder bist du jetzt in der Nachfolge von Strega der der immer und überall und alles zugleich gut Finder? :D

walter59
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von walter59 » 7. Dezember 2012, 22:24

vielleicht gibt's am Ende vom Zyklus ja wieder so eine Global-Lösung ...

a la QIN-SHI verspeist ALLE Intelligenzen in Chanda - und die von der BASIS versprengten bilden da nur Spurenelemente bzw. das Aroma in der Suppe ...

und QIN-SHI selbst wird verbrutzelt in der Stabilisierung des Neuro-Universums.

;)

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sgt.bash
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von sgt.bash » 7. Dezember 2012, 23:56

die weltengeißel fliegt also seit dem x-ten Heft in eine Richtung... auf einer geraden Linie ... und erst nach sehr langem rechnen und nachdenken wird dies einem Wissenschaftler klar. ahja. soviel zu Post-HI-Positroniken. das kam mir etwas schwach vor.

annehmbarer roman: 3/3/3 alles abgehakt. chandra ist vergangen. jetzt gehts merklich aufs finale zu. ich bin gespannt was delorian da hinzaubert

selbstmord-raumer kommen mir auch komisch vor - aber na gut. wurde erklärt das die mit bomben und kristallen beladen waren. das macht wenigstens etwas sinn. denn wenn das sonst in der serie passiert frage ich mich immer wie ein anderes schiff bei so hohen geschwindigkeiten mit einem riesen-pott getroffen werden kann und wieso schiffe mehr schaden machen wenn sie explodiieren als wenn sie mit giga-tonnen-schaden aus allen rohren auf den gegner feuern und der nur müde lächelt.
PR: 1-1750 (am aufholen); seit 2400 regelmäßig

Sonnentransmitter
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Sonnentransmitter » 8. Dezember 2012, 00:02

sgt.bash hat geschrieben:...chandra...
Da merkt man mal, wie sehr Dir diese Ebene am A.... vorbei ging....

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Axo
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Axo » 8. Dezember 2012, 01:01

So, habe den Roman durch. Ich fand ihn ganz lesbar. Das Großreinemachen in Chanda wurde recht gut rübergebracht, auch wenn gegen Ende ein paar Dinge nur deswegen geschahen, um "Nachkarten" der Leser zu vermeiden (siehe Kaowen oder Regius). Rhodans Verhalten wird mehr und mehr merkwürdig (relativ sinnbefreites Suchen nach der RADONJU, das "Vergessen" der noch in Chanda befindlichen BASIS-Leute, einerseits der Angriff auf die Weltengeißel, andererseits ist ihm das Schicksal Chandas dann doch egal usw.) - ich denke nicht, dass das der "angekündigte" Wechsel im Charakter Perrys ist, sondern dass dies eher Exposé- bzw. Autorenprobleme bei Logik und Darstellungen sind.
Gut, dass diese Ebene ihr Ende findet. Bis auf wenige Ausnahmen fand ich die Struktur der Romanhandlungen genauso chaotisch wie die Galaxis Chanda. Auch im Rückblick war der Verzweifelte Widerstand ein Verein streitender Völker - und die "Reisen der MIKRU-JON" gehörten wohl eher in die Kategorie Irrfahrten. Naja, mal sehen, was aus der umgebauten BASIS noch rausgeholt werden wird.
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Mr Frost » 8. Dezember 2012, 01:20

hilde hat geschrieben:Der Begriff Groschenheft ist schon gefallen, und in mir stiegen während des Lesens ähnliche Gefühle auf.
In Summe ein unmotivierender Abschlussroman zu Chanda.
Xylithen, Kaowen, der Verzweifelte Widerstand endgültig verzweifelt und Ramoz (+dessen Gegenspieler) abgehakt. Ennerhal lebt doch noch (hat sich also nur sehr gut versteckt).Die Weltengeisel auch noch. Dank unwahrscheinlichkeits Expo überleben Mondra und Gucky ihre grenzenlose Selbstüberschätzung bzw. Dummheit.
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Schnurzel » 8. Dezember 2012, 06:30

Wieder ein grundsolider Roman von Monti
2 - 2 - 2
Ich denke nicht, dass wir noch etwas von Ramoz und Kaowen lesen. Das war's dann mit Chanda.
Die bisher aufgefundenen BASIS-Leute dürften sich in der BASIS-Kugel befinden, oder? Und die folgt ja der MIKRU-JON in die Anomalie. Ob das Sinn macht, direkt in die Höhle des Löwen zu fliegen? Keine Ahnung, aber irgendwie müssen die ja versuchen, heimzukommen. Vielleicht wäre das über in Chandra verbliebene Polyporthöfe gegangen, aber auch das risikobehaftet und wahrscheinlich unter Verlusten. Außerdem wird die neue BASIS wahrscheinlich noch am Zielort (Escalian) gebraucht, denn sonst wäre IMHO das Tamtam, das wegen ihrer Umwandlung über etwa 50 Hefte gemacht wurde, umsonst gewesen.
Das mit dem Kurs der Weltengeisel ist mir auch aufgefallen. Kurz die Stirn gerunzelt und weitergelesen. Solche Logikbugs ist man ja seit mehr als 50 Jahren gewohnt. Wenn ich mich über jede solche Passage aufregen würde, hätte ich kein Lesespaß mehr und dann würde ich aussteigen. Derzeit keine Option für mich.

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Sonnentransmitter » 8. Dezember 2012, 10:55

Schnurzel hat geschrieben:Die bisher aufgefundenen BASIS-Leute dürften sich in der BASIS-Kugel befinden, oder?
Nein, am Sammelplatz vor der Anomalie fanden sich auch die ganzen BASIS-Beiboote ein, die bis zum Tag X wieder Anschluss an Perry Rhodan gefunden hatten. Die gingen dann mit in die Anomalie, möglicherweise wie Ennerhahls Lichtzelle angedockt an die BASIS-Versorgungseinheit. In der Anomalie selbst treffen die Galaktiker nicht nur auf QIN SHI, sondern auch auf den Hauptteil der BASIS, das BASIS-Multiversumsokular.

Diese Passage war mir bei weitem zu kurz geschildert - und insgesamt viel zu schwammig. Dafür hätte man den Ausflug von Gucky und Mondra im Doppelband killen können....

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von wepe » 8. Dezember 2012, 13:13

Aristipp hat geschrieben:
wepe hat geschrieben: Denn wo steht geschrieben, dass Perry alle Konflikte des Multiversums lösen und sämtliche Galaxien befrieden muss?
Also für die Nichtleser dieser Serie, die nicht mitlesen aber immer alles besser wissen wollen - das steht so in der Serie. Perry ist der weiße Ritter, ein Teil des Teil, des was auch immer und der würde nie ungeordnete Verhältnisse hinterlassen, denn genau die würde er ja einmal erben.
Nun irritier mir bitte nicht die Nichtleser mit solchen Bemerkungen! :P
Außerdem: ein Erbe kann man tutto completto annehmen oder ablehnen, aber man hat keinen Anspruch auf einen geordneten Zustand des Erbes. :D Deshalb wird ja mancher Erbe blasser als der Erblasser ... :fg:
Vielleicht solltest du doch einfach mal die Serie lesen. :devil:
Oder bist du jetzt in der Nachfolge von Strega der der immer und überall und alles zugleich gut Finder? :D
Ich habe natürlich so einiges vergessen, weil ich seit meinem Einstieg vor knapp 50 Jahren die EA immer direkt gelesen habe. Aber du erinnerst dich sicher besser und kannst mir kurz und konkret auf die Sprünge helfen, wie am Ende des MdI-Zyklus Perry den Konflikt zwischen Maahks und Tefrodern in Andromeda geordnet und gelöst hat? :unschuldig: Oder die Situation nach seinem Verschwinden aus Naupaum? :rolleyes:
Zudem, wenn ich schlicht Fakten benenne, wie hier das "ungeordnete" Verlassen von Chanda, heißt das noch nicht, ob ich was gut oder schlecht finde. Ich würde es allerdings für ziemlich belastend und überzogen für die Perry-Figur halten, würde man von ihm verlangen, alle Probleme zu lösen. Lesern mit dem Anspruch würde ich eher Asterix oder Lurchis Abenteuer empfehlen, da klappt das ... :devil:
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Laurin » 8. Dezember 2012, 14:27

Ziska hat geschrieben:
wepe hat geschrieben:Wenn er die Restbesetzung der BASIS einsammeln und mitnehmen kann, besteht für ihn nicht der geringste Grund, in Chanda zu bleiben.
Mir scheint, für ihn besteht auch ohne die BASIS-Leute kein Grund - er hat nämlich längst vergessen, dass es die auch mal gab, nachdem er deren Existenz ohnehin den ganzen Zyklus über schon verdrängt hatte ...

(Gerade davon hatte ich mir am Anfang des Zyklus viel versprochen. Der Hauptgrund, warum ich von der Chanda-Ebene enttäuscht war und bin, ist gerade diese Vernachlässigung sämtlicher "normaler" Leute, die alle irgendwo vergammeln dürfen, während Perry & Co. mit der Wundertüte herumflitzen ... *seufz*)
Dem kann ich mich nur anschliessen - das war eine der ganz grossen Schwächen der Chanda-Ebene. Ich bin froh, daß die jetzt verlassen wird - auch wenn damit vermutlich nix besser wird.

Den Doppelband fand ich - trotz einiger überflüssiger Ekelpartien wie z.B. um das blutige Auge am Anfang - ansonsten ganz ordentlich und habe dieses Heft mit 2-2-3 bewertet.

Mir fehlten aber wenigstens ein paar Sätz zu den BASIS-Leuten (nimmt man die so einfach ins Ungewisse mit, ohne mal mit denen zu reden???).

Auch war unklar wieso die BASIS-Versorgereinheit zeitweise Rhodan folgte, wo der doch gar keine Befehlsgewalt hatte.

Beim letzten Versuch, die Weltengeissel zu vernichten flog die eben mal - schwupps - in eine Satz vom Erscheinen im System zum betroffenen Planeten und genauso - schwupps - wieder flüchtend aus dem System heraus. Der Autor vermittelt keinerlei Gefühl für Räume, Entfernungen, Beschleunigungs- oder Abbremsphasen solch eines gewaltigen massereichen Körpers. Beim Erscheinen über dem Dosanthi-Planeten (vor vielen Heften) dauerte es - realistischerweise - zwischen dem Auftauchen der Weltengeissel und dem Erscheinen über dem Planeten noch viele Stunden. Hätte man das hier halbwegs realistisch geschildert, wäre vermutlich ausreichend Zeit gewesen das Ding zu vernichten. Was ich damit sagen will - bitte versucht solche Dinge realistischer zu beschreiben, sonst ist es reine Phantastik und keine SF.

Mit dem Abschluß der Erzählebene und den hinterlassenen Machtverhältnissen kann ich leben. Wie aber Ramoz so schnell den Orginalkörper von Kaowen aufgetrieben hat ... naja :rolleyes:

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von ianmcduck » 8. Dezember 2012, 14:56

Laurin hat geschrieben:Mit dem Abschluß der Erzählebene und den hinterlassenen Machtverhältnissen kann ich leben. Wie aber Ramoz so schnell den Orginalkörper von Kaowen aufgetrieben hat ... naja :rolleyes:
Du weißt aber, dass da keine Zeitangabe gegeben wurde? Es kann durchaus Monate oder Jahre gedauert haben, bis er den gefunden hat. Kaowen lag im Koma, da spielte es für ihn keine Rolle, wie lange das dauert.
Wo bleibt mein Kuchen?
Mein Plädoyer: Nach Schokohasen und Schoko-N(ikol)äusen brauchen wir als drittes Standbein dringend die Schoko-Schlümpfe!

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Laurin » 8. Dezember 2012, 15:07

ianmcduck hat geschrieben:
Laurin hat geschrieben:Mit dem Abschluß der Erzählebene und den hinterlassenen Machtverhältnissen kann ich leben. Wie aber Ramoz so schnell den Orginalkörper von Kaowen aufgetrieben hat ... naja :rolleyes:
Du weißt aber, dass da keine Zeitangabe gegeben wurde? Es kann durchaus Monate oder Jahre gedauert haben, bis er den gefunden hat. Kaowen lag im Koma, da spielte es für ihn keine Rolle, wie lange das dauert.
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Pangalaktiker » 8. Dezember 2012, 17:51

wepe hat geschrieben:
Aristipp hat geschrieben:
wepe hat geschrieben: Denn wo steht geschrieben, dass Perry alle Konflikte des Multiversums lösen und sämtliche Galaxien befrieden muss?
Also für die Nichtleser dieser Serie, die nicht mitlesen aber immer alles besser wissen wollen - das steht so in der Serie. Perry ist der weiße Ritter, ein Teil des Teil, des was auch immer und der würde nie ungeordnete Verhältnisse hinterlassen, denn genau die würde er ja einmal erben.
Nun irritier mir bitte nicht die Nichtleser mit solchen Bemerkungen! :P
Außerdem: ein Erbe kann man tutto completto annehmen oder ablehnen, aber man hat keinen Anspruch auf einen geordneten Zustand des Erbes. :D Deshalb wird ja mancher Erbe blasser als der Erblasser ... :fg:
Vielleicht solltest du doch einfach mal die Serie lesen. :devil:
Oder bist du jetzt in der Nachfolge von Strega der der immer und überall und alles zugleich gut Finder? :D
Ich habe natürlich so einiges vergessen, weil ich seit meinem Einstieg vor knapp 50 Jahren die EA immer direkt gelesen habe. Aber du erinnerst dich sicher besser und kannst mir kurz und konkret auf die Sprünge helfen, wie am Ende des MdI-Zyklus Perry den Konflikt zwischen Maahks und Tefrodern in Andromeda geordnet und gelöst hat? :unschuldig: Oder die Situation nach seinem Verschwinden aus Naupaum? :rolleyes:
Zudem, wenn ich schlicht Fakten benenne, wie hier das "ungeordnete" Verlassen von Chanda, heißt das noch nicht, ob ich was gut oder schlecht finde. Ich würde es allerdings für ziemlich belastend und überzogen für die Perry-Figur halten, würde man von ihm verlangen, alle Probleme zu lösen. Lesern mit dem Anspruch würde ich eher Asterix oder Lurchis Abenteuer empfehlen, da klappt das ... :devil:
Ich werde den Viererblock wahrscheinlich erst lesen, wenn er komplett ist, aber diese Wendung kommt doch etwas überraschend für mich. Ich hoffe, die Sache stellt sich im Roman etwas anderes dar. Zunächst mal soll PR doch ein Vorbild sein, dann muss er in seinem Handlungen dem auch gerecht werden. Wenn das den Autoren nicht gefällt, mir ja auch nicht, dann muss man ihn eben in der Handlung etwas zurücknehmen. Für Graustufen stehen Toufec oder Ramoz und überhaupt jeder bereit, der nicht zu den patentierten Helden gehört.

Es ist ja auch nicht so, dass er sich nicht massiv und einseitig und moralisierend in die Politik Chandras eingemischt hätte. "You break it, you own it," Und wer hat denn Ramoz überhaupt nach Chandra gebracht? Jetzt sage keiner, das war ja nicht seine Schuld, das hat er ja nicht gewusst, das ist nämlich nur dann eine gute Ausrede, wenn man zufällig 12 ist. Von den versprengten Galaktikern in Chandra will ich gar nicht reden, das haben ja schon andere getan.
Wer unter Euch ohne Sünde ist, werfe das erste Heft aufs Garagendach ...

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von rolf2011 » 8. Dezember 2012, 17:58

Für mich war der Roman ein klein wenig besser als der erste der Doppelfolge: 3/3/4. Hoffentlich ist diese Handlunsgebene jetzt beendet. Sie hört amit ebenso unsinnig auf, wie die gesammte Handlungsebene war. Nachdem Gucky und Mondra im letzten Roman ohne Sinn und Verstand in die Radonju sprangen, macht es ihnen in diesem Roman Rhodan nach, indem er in die Anomalie einfliegt. Nachvollziehbarer wäre es gewesen, wenn er mit Hilfe seines Controllers eine Polyportstation genutzt hätte, um in die Milchstraße zurückzukommen. Es gabe bisher nach meiner Erinnerung nicht einen einzigen Anhaltspunkt, der es gerchtfertigt hätte, in die Anomalie zu fliegen. Außer dem,dass der Überall-zugleich-SI-Töter Rhodan in seiner Selbstüberschätzung nunmehr auch QIN SHi den Garaus machen will. Dieses Ende der Handlungsebene zeigt wieder enmal, wie wenig durchdacht und durchgeplant der gesamte Zyklus ist.

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Sonnentransmitter » 8. Dezember 2012, 19:00

rolf2011 hat geschrieben:Dieses Ende der Handlungsebene zeigt wieder enmal, wie wenig durchdacht und durchgeplant der gesamte Zyklus ist.
Er ist durchdacht und durchgeplant - keine Sorge. Allerdings war die Handlungsebene Chanda / Chalkada nicht besonders durchdacht, vor allem die gesamte Ramoz-Geschichte (vom Beginn bis zum Ende) nicht...

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Kritikaster » 8. Dezember 2012, 20:22

Negasphäre hat geschrieben: Ansonsten, wie schon letzte, Woche ganz, ganz schwaches Kino. :( In meinen Augen las sich das wie Groschenroman. Das ist nicht mein Anspruch an PR.
Sorry, das war nichts für mich.
Dem muss ich mich leider anschließen. Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Kritik anfangen soll und habe Angst, dass ich überhaupt nicht mehr aufhören kann, wenn ich erstmal versuche, mir meine Ablehnung argumentativ klarzumachen. Sprachlich äußerst schwach, die gewählten Bilder und Beispiele liegen häufig neben dem, was ich bereit bin mitzuvollziehen.(Man lese nur einmal die ersten drei Sätze des Romans, ruhig auch dreimal hintereinander, dann müsste klar sein, was ich meine.) Überhaupt kam mir immer wieder der Verdacht, dass der Lektor gerade Herbstferien hatte, als er den Roman durchsehen sollte. Die astronomischen Beschreibungen haben mich immer wieder stutzen lassen, zu welchen Leistungen welche Ortungsgeräte bei welchen Entfernungen in der Lage sind, variiert im Roiman in völliger Beliebigkeit, genauso wie die Flugzeiten einzelner Raumer und auch der Flotten. Zwischenzeitlich wirkte es, als ob ein Kind mit Legoraumschiffen auf dem Teppichboden des Wohnzimmers tätig wäre. Typisch für unsinnige Beschreibungen zum Beispiel das Aufblitzen, als Sternraumer in die Sonne fliegen und dort vergehen. Immer wieder treffen Protagonisten Feststellungen, zu denen sie aufgrund eigener Vermutungen gelangen. Oder sie wissen etwas, ohne dass sie es tatsächlich wissen können.( Perry hat gehört, dass QIN SHI noch in der Anomalie steckt, hä? Wer sollte ihm das denn gesagt haben?) Armselig das Auslöschen des Verzweifelten Widerstands. Wir wissen nicht, wer das getan hat, Tausende Raumschiffe sind in einer gerade eben erst beendeten Raumschlacht vernichtet worden und es ist nicht erkennbar, wer der Gegner war? Hatte der gar keine Verluste? Weder Kaowen noch Ramoz scheinen davon zu wissen? Aber Regius lebt anschließend noch?
Nein, ich wollte mich ja nicht über zu viele ärgerliche Details ereifern, aber festhalten muss ich, dass der Abschluss der Chanda-Ebene lustlos und undurchdacht wirkte (und damit meine ich jetzt nicht die offenen Fäden zukünftiger Entwicklungen, die man ruhig im Nebel belassen darf). Die unappetitlichen Ausflüge des Autors in Biomatschszenen scheinen ja wohl ein Markenzeichen zu sein und ich überlese sie weitgehend, aber wenn wahlweise eins der Worte "verdorrt" oder "sirrt" nur noch ein einziges Mal mehr aufgetaucht wäre, hätte ich wahrscheinlich in mein Trinkglas gebissen und anschließend sinniert, wie der Autor die entstehende Verletzung wohl beschrieben hätte. 8-)

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Kemoauc » 8. Dezember 2012, 22:25

Wäre ich mich diesem Doppelband in die PR-EA eingestiegen, hätte ich wahrscheinlich dem Autor nahegelegt das Schreiben lieber sein zu lassen, da er es offensichtlich nicht kann. Aber ich weiß, dass CM es eigentlich viel besser kann. Umso mehr wundert mich dieser erschreckend triviale Schreibstil, diese hölzernen Figuren, keinerlei Tiefe in der Story, grammatikalische Fehler, Unlogik an allen Ecken und Enden, dieses Groschenromanniveau. Ich vermute mal, dass dieser Doppelband der Höhepunkt der Chanda-Ebene werden sollte. Stattdessen geriet er zu einem (wenn nicht gar zu dem) Tiefpunkt des bisherigen Zyklus.

Über die Story selbst will ich mich gar nicht mehr groß auslassen. Das habe ich schon letzte Woche getan und es setzte sich hier leider nahtlos fort. Aber dass die in Chanda gestrandeten Terraner nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt wurden, finde ich doch sehr enttäuschend. Der Kapitän verlässt "normalerweise" als letzter das sinkende Schiff.

Die unter dem Strich vollkommen missratende Handlungsebene Chanda ist nun wohl abgeschlossen. Die kommende Handlung kann eigentlich nur besser werden.
"Es ist dunkler, wenn ein Stern erlischt, als wenn er nie geleuchtet hätte." - Alaska Saedelaere
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"Erst dann, wenn wir selber ein Gesicht haben, werden uns die Götter Auge in Auge gegenüberstehen." - C.S. Lewis

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von 2008 » 8. Dezember 2012, 23:22

"„Die mehr als 50.000 Zapfenraumer der Xylthen verteilten sich über Zehntausende Kilometer im Raum“
CM treibt mich noch in den Wahnsinn!
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Carrasco » 9. Dezember 2012, 02:15

Ich kann mich der Kritik weiter oben nur anschließen, vor allem was das sprachliche Niveau angeht. Das war zum Teil - ähnlich wie in 2676 - wieder sehr holprig und ungelenk. Man muss sich wirklich fragen, woran das liegt, und vielleicht wäre da mal eine Info von Christian Montillon himself nicht uninteressant. Fand er die ganze Handlung auch so öde und hatte einfach keine Lust auf diese beiden Romane? Oder schreibt er zu oft/viel und hat nicht mehr genug Zeit zum Ausformulieren und selbstkritischen Korrekturlesen?

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Sonnentransmitter » 9. Dezember 2012, 04:34

Kemoauc hat geschrieben:Wäre ich mich diesem Doppelband in die PR-EA eingestiegen, hätte ich wahrscheinlich dem Autor nahegelegt das Schreiben lieber sein zu lassen, da er es offensichtlich nicht kann. Aber ich weiß, dass CM es eigentlich viel besser kann. Umso mehr wundert mich dieser erschreckend triviale Schreibstil, diese hölzernen Figuren, keinerlei Tiefe in der Story, grammatikalische Fehler, Unlogik an allen Ecken und Enden, dieses Groschenromanniveau.
Ich habe schon vor längerer Zeit hier im Spoilerforum einmal geschrieben, dass CM "möglicherweise" seine Romane diktiert und nicht schreibt. Eigentlich naheliegend, wenn man sehr viele Romane in kürzester Zeit "schreiben" will, Christian wird sich aber sicher nie dazu äußern... Ich denke, eine solche Diktierarbeit erfordert deutlich mehr Konzentration als das Schreiben und spezielle Punkte werden nie berücksichtigt... Die erreichbare Tiefe der Story wird dann immer leiden und gewisse Konsistenzprobleme werden sich nie vermeiden lasssen. Einen Roman zu diktieren ist nicht einfach!!

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Laurin » 9. Dezember 2012, 06:07

Hm,
ich kann ja vieles an Kritik nachvollziehen - und habe ja auch selber so einiges geäussert.

Dennoch fühlte ich mich mit diesem Doppelband besser unterhalten als als bei den Soloabenteuern von Shanda & Co vorher; ich konnte mit der Handlung auch deutlich mehr anfangen als mit diesen ausgeuferten Nanophantasien von WV. Ich würde auch - trotz der Neigung von CM zu überflüssigen Gemetzeln - stilistisch nicht von Groschenheftniveau reden. Trotz mancher Logikbugs und der unbefriedigenden Rolle Rhodans und der Terraner fand ich es spannend!

Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass die Handlung dermassen breit und vielschichtig angelegt ist, dass sie vom Team kaum noch in den Griff zu bekommen ist. Es wurde ja nun schon mehrfach gesagt, dass weniger durchaus mehr sein kann. Eine klarere stringentere Handlung täte der Serie gut!

Und man steuert m.E. in eine falsche Richtung, sowohl was die Charakterisierung der Hauptperson Perry Rhodan angeht, den man ja eigentlich nur noch bedauern kann - wie auch dass man immer mehr auf Wunderkram und Gadgets setzt. NEO zeigt ja zumindest in die Richtung der Wurzeln, von denen die Serie heute noch zehrt, und auf die man sich vielleicht mal wieder besinnen sollte.

Das ist aber mehr ein generelles Richtungsproblem als dass Problem einzelner Autoren.
Back to the Basics würde ich mir wünschen!

Laurin

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2008
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von 2008 » 9. Dezember 2012, 07:15

Habe fertig. :(
454
Noch 1550 Heftln um die EA Lücken zu schließen.

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idaho
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von idaho » 9. Dezember 2012, 09:01

Zunächst etwas, das mir schon lange auf der Zunge liegt: Ich wünsche mir, das das Stereotyp vom „Bösewicht“, der nach Belieben Untergebene opfert/verheizt, ein für alle Mal aus der Perry Rhodan Serie verschwindet. Es ärgert mich immer wieder grenzenlos, wenn gerade dieses Klischee in den Romanen auftaucht. Es ist mittlerweile zu einem Automatismus, einem üblen Running Gag der Rhodan-Serie geworden, dass jeder Chef-Gegenspieler eine größere Gefahr für seine eigenen Leute als für seine Kontrahenten ist. Ich möchte so was nicht mehr lesen, weil ich derartige „Charakterisierungen“ in ihrer steten Wiederholung tatsächlich als schlimmes Groschenheftniveau empfinde. Für meinen Geschmack drücken sich hier Autoren davor, Arbeit in eine vernünftige Ausarbeitung der Romanfiguren zu investieren. Stattdessen werden unreflektiert Bausteine aus dem „Doctor Evil-Handbuch für die Weltbeherrschung“ zusammengeschustert.
Nun ist mir ja halbwegs klar (wenn es mir auch nicht gefällt), dass man in einen Heftroman nicht das gleiche Maß an Arbeit/Ideen/Kreativität investieren kann wie zum Beispiel in ein Buch, an dem man Monate, Jahre schreibt. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen und beim Heftroman geht es immer noch um „Brotarbeit“. Dennoch erwarte ich mehr als „Böse ist, wer Böses tut und stinkt.“ Das Autorenteam sollte eigentlich in der Lage sein – und ist es ja oft auch – Figuren mehrdimensional zu schildern. Ein Boss, der sich ab und an um seine Leute Gedanken macht, darf auch gern auf „der anderen Seite“ vorkommen. Umgekehrt darf natürlich auch ein „Guter“ gern mal ins Klo greifen. Die Serie kann dadurch eigentlich nur gewinnen.
Gelegentlich habe ich den Eindruck, diese Simpel-Charakterisierungen hängen mit der wenig schmeichelhaften Wahrnehmung, Einschätzung der Leser durch die Autoren/Redaktion zusammen. Perlen-vor-die-Säue-Prinzip. Ich würde gern denken, dass wir Leser besser als unser Ruf und durchaus in der Lage sind, unser eigenes Urteil zu den geschilderten Geschichten zu fällen. Den Holzhammer der Autoren braucht es normalerweise nicht. In diesem Sinne: Weg mit den Leuteschindern! Redakteure/Lektoren der Serie, leistet Widerstand! Haut den Autoren solche Szenen um die Ohren und lasst sie ganze Kapitel neu schreiben! UMUK.


OK, zum Doppelband an sich: Perry ist im Widerstand und keinen interessiert’s. Seine Lebenserfahrung ist nicht gefragt, seine Führungsqualitäten nicht, gar nichts. Grundsätzlich eine interessante Situation: Wie geht der erfolgsverwöhnte Terraner damit um? Zumal ihm sein Raumschiff mehr und mehr die kalte Schulter zeigt und klar macht, das Quistus eigentlich ein viel besserer Pilot wäre. Und ihm der völlig überraschend auch noch vorhandene Ennerhahl (was für eine gruselig verschwendete Figur – Basis-Kommandant, ja, genau) eine Gardinenpredigt hält. Warum der auf einmal Delorian suchen will und warum der denn nicht längst damit angefangen hat? Tja, ...
Die Antwort, die Perry findet, nämlich, sich wie ein beleidigtes Kind davonmachen zu wollen, ist allerdings eines etliche tausende Jahre alten Ex-Ritters der Tiefe, Gänger des Netzes usw. usf. unwürdig. Schon, dass er sich fragt, was er hier eigentlich tut, ist für mich haarsträubend. Abgesehen von allen humanitären Aspekten: Er sucht nach einem Weg, wie er die Gestrandeten der Basis und nicht zuletzt sich selbst wieder nach Hause bringen kann. Das tut er. Oder sollte er tun. Er sucht einen Zugang zum Polyportsystem. Das ist jedenfalls mein Stand als Leser, ob die rekonfigurierte Basis als Heimwegoption zur Verfügung steht, ist (mir) unbekannt.

Stattdessen lässt er sich in einen Krieg hineinziehen, jagt sinnlos der Weltengeißel nach (die sich munter weiter durch die Galaxis frisst, weil die Rebellen offenbar vergessen haben, dass sie das inzwischen verhindern könnten) und beklagt sein Schicksal. Ich beklage, dass das PR-Team offenbar nicht erkannt hat, dass die immerhin auf den ersten Titelbildern visualisierten Gestrandeten der Basis einen tollen Identifikationsfaktor für uns Leser ergeben haben. Dabei hätte das doch schon durch die „Reiseberichte“ im Forum offensichtlich sein sollen. Warum nicht das Geschehen in Chanda weiter auch (nicht nur, aber auch) durch ihre Augen verfolgen? Verschwendetes Potential auch hier. Für meinen Geschmack eine Auswirkung der Fehlannahme der Redaktion, dass die Leser hauptsächlich an den Erlebnissen der „Helden“ interessiert sind. Ich persönlich bin an guten, in sich schlüssigen Geschichten interessiert und nicht an solchen, bei denen auf Teufel komm raus die Aktivatorträger ins Rampenlicht gezerrt werden, ob sie nun eine sinnvolle Funktion haben oder nicht. In anderen Zeiten kamen Einsatzkommandos ganz ohne Promi-Begleiter aus. Warum geht das heute nicht mehr? Antwort: Es geht schon, man müsste sich das nur trauen. Perry ist inzwischen für meinen Geschmack zu sehr von der Angst davor geprägt, das eine Geschichte schief gehen kann. Daher geht man in Redaktion und Exposésteuerung vermeintlich auf Nummer sicher und verwendet die angeblich beliebten Hauptfiguren bis zum Erbrechen, während die Nebenfiguren (Nemo, Ennerhahl) verkümmern. Again, mehr Vertrauen in die Leser, bitte. Die gut ankommende Terra-Ebene (Shansour Routh etc.) belegt meiner Ansicht nach, dass sehr wohl auch die Erlebnisse des „Kleinen Mannes“ Leser begeistern können. Shanda Sarmotte ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Mit Wim als zukünftigem Co-Expokraten erhoffe ich mir (unter anderem) eine Wiedergeburt der Nebencharaktere.


Zurück nach Chanda: Perrys Freunde Mondra und Gucky waschen ihm nicht etwa den Kopf sondern ergehen sich in Mordphantasien und stürzen sich in sinnlosen Aktionismus. Auf der Radonju liefern sie sich ein völlig hirnrissiges Hasch-Mich-Spiel mit den Xylthen. Kaowen wiederum interessiert es nicht weiter, dass mitten im wichtigsten Feldzug seiner Laufbahn sein eigenes Flaggschiff vom Gegner infiltriert ist und macht munter weiter. Zum Ende macht er dann noch einmal das, was ich am Beitraganfang moniert habe. WTF? Krawall-Moni darf sich schließlich erneut als Alien-Töterin betätigen, wenigstens schlägt sie Kaowen diesmal nicht tot sondern erschießt ihn fein säuberlich. Wenn das nicht ein Fortschritt ist – auch wenn es CM sicher in der Seele weh getan hat, hier keine seiner ihm anscheinen so wichtigen Blood-and-Gore-Szenen einbauen zu dürfen.

Ramoz, der Widerstand, Högborn , Kaowen etc.: Wer hat den Größten? Es ist sicherlich mal etwas anderes, dass nach Perrys Ankunft und Abgang nicht sämtliche Probleme in Wohlgefallen aufgelöst wurden. Aber ehrlich? Das kann eigentlich nur funktionieren, wenn die eine oder andere Partei sympathisch rüberkommt und ich als Leser bedaure, dass jetzt ein solches Chaos herrscht. Ist hier nicht der Fall. Die missbrauchten Dosanthi, der sanfte Quistus, die Todringer von Orontes: Für die würde ich mitfühlen. Aber Quistus findet ja eine Art Happy End, die Dosanthi und Todringer werden nicht mehr erwähnt. Für die weitere persönliche Entwicklung von Perry mag aber interessant sein, wie er seine Fehlschläge hier verarbeitet. Perry auf dem Weg zur Dunklen Seite der Macht? Das ist eines der wenigen Ergebnisse, die ich aus Chanda mitnehme. Und, das ich mich ein wenig frage, ob der Schauplatz Chanda eine Anspielung auf diverse Regionen der realen Erde ist/war, die aktuell von ähnlichen Umwälzungen und den Egos der Akteure und dem Gefühl der Hilflosigkeit von Außenstehenden betroffen sind.

Zum Schluss dann noch der Größenwahn schlechthin: Man fliegt mal eben in die Anomalie (aus der beim letzten Mal übrigens eine Sonnenbombe kam, die Aparas Kokkaia zerstörte). Aus welchem Grund Perry nun unbedingt Qin Shi verfolgen zu müssen oder eine Chance gegen die SI zu haben glaubt? Schulterzucken. „Rein zufällig“ taucht natürlich auch genau jetzt das Multiversum-Okular am Ort des Geschehens auf. Junge, Junge.

Nee, aber sonst war’s ein toller Doppel-Roman.

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gejotha
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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von gejotha » 9. Dezember 2012, 11:00

Danke, liebe VorSchreiber, Ihr sprecht mir aus der Seele.
Bleibt zu hoffen, dass Expo- und Redaktion endlich wach werden (und außerdem die Lektoratsstelle wieder besetzt wird).
Bin nahe dran, mich erstmal für ne Weile auf das Spoilerlesen zu beschränken, weil ich mich nicht immer wieder über derart liebloses Geschreibsel ärgern möchte. :(
"Die Mikrobe der menschlichen Dummheit ist unausrottbar." (Curt Goetz)

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Re: Spoiler 2677: Rhodans Entscheidung von Christian Montill

Beitrag von Kritikaster » 9. Dezember 2012, 13:37

sgt.bash hat geschrieben: selbstmord-raumer kommen mir auch komisch vor - aber na gut. wurde erklärt das die mit bomben und kristallen beladen waren. das macht wenigstens etwas sinn. denn wenn das sonst in der serie passiert frage ich mich immer wie ein anderes schiff bei so hohen geschwindigkeiten mit einem riesen-pott getroffen werden kann und wieso schiffe mehr schaden machen wenn sie explodiieren als wenn sie mit giga-tonnen-schaden aus allen rohren auf den gegner feuern und der nur müde lächelt.
Im Allgemeinen finde ich das auch recht fragwürdig. Im vorliegenden Fall hat es aber eine Logik. Was wissen wir über die Besonderheiten der Sternschiffe? Dass sie durch Ramoz im Verband geflogen werden können. Was wissen wir über ihre Fähigkeiten eigenständigen Flug- und Kampfverhaltens? Gar nichts. Würden diese Schiffe jetzt in eine Raumschlacht eintreten, bei der sie militärisch-taktisches Geschick zeigen müssten, dann müsste man dem Leser erstmal erklären, warum sie das plötzlich zeigen könnten. Komplizierte Flugmanöver am Gegner, Umzingelungen, rasche Vorstöße kleiner Verbände zum Sprengen von Verteidigungspositionen - alles das geht nicht, denn dann müsste Ramoz Hunderte von Gehirnen haben. Raumschlacht verbietet sich also von selbst. Und so bleibt es bei einem Szenarium, in dem Ramoz seine Schiffe quasi in der Nikolauskiepe auf dem Rücken von A nach B transportiert und dann nichts anderes tun kann, als sie dem Gegner wie eine Ladung Kieselsteine vor die Füße zu kippen. Traurig aber wahr. 8-)

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