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Laurin
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Ein sehr guter Roman, hat Spaß gemacht zu lesen - ich konnte das Heft diesmal kaum aus der Hand legen (was sonst leider eher selten vorkommt).

Gäbe es die unseligen Viererblöcke nicht, hätte man der Handlung (auf Kosten des etwas zähen Vorgängerheftes) durchaus etwas mehr Spielraum geben können. Die schnelle Wende am Ende dank Totenhirn wirkt so doch etwas arg 'plotdriven'.

Was mich gestört hat, ist dass Perry da mit dem mächtigen Weltenschiff rumgondelt, anscheinend zuschaut und auch Zeit für "Herzliche Grüße" hat, aber trotz der üblen Bedrängnis von Bull's Flotte nicht eingreift - z.B. indem er das feindliche Kommandoschiff hilft zu identifizieren und auszuknocken. Passt zu dem seltsamen Bild was wir inzwischen von Perry haben, hinterlässt aber ein schales Gefühl.

Immerhin wurde nun die Herkunft von Alldar's Namen geklärt - irgendwo wird erwähnt dass es ein Firmenname gewesen ist. Kann sich dann ja wohl nur darum gehandelt haben: http://www.spiegel.de/fotostrecke/archi ... 363-2.html
:D

Ich wünschte mir, wir könnten öfters mal solch packende Hefte lesen.
2 - 1 - 2
Laurin
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Sonnentransmitter
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Was mich am Roman etwas gestört hat, das war, das man sich selbst zusammenreimen muss, warum denn Chourtaird so unbedingt seinen Ziehsohn im Totenhirn sehen wollte. Das Folgende habe ich so aus den Zusammenhängen erstellt und sind vermutlich die Mosaiksteinchen für Shamsur Rouths besondere Rolle...
  • Chourtaird wusste, dass das Totenhirn nicht so einfach von allein erwachen würde, es wurde im Roman aber immerhin erwähnt, dass Terraner als "katalysatoren" dienen können
  • Chourtaird hatte gemerkt, dass Shamsur Routh (aufgrund des Implantmemos) etwas Besonderes ist.
  • Terraner wie Zac Cranstoun scheinen im Totenhirn wach bleiben und aktiv werden zu können - wichtig für die Steuerung des Totenhirns, daher hat ein zusätzlich mit Implantmemos bestückter Terraner wie Shamsur besondere Möglichkeiten im Totenhirn
  • Shamsur Routh hatte schon auf Gadomenäa Kontakt mit dem Spainkon und Zachary Cranstoun (und hatte dort schon sehr viel erfahren) - damit war dort schon der Nachweis erbracht, dass Shamsur das Totenhirn sehr gut dazu bringen kann, Informationen auszuspucken - also hatte er hier schon einen gewissen Einfluss auf das Totenhirn demonstriert
  • Alldar, das Totenhirn war nach wie vor in Träumen versunken und ein derart mit Kommunikation Vertrauter wie Shamsur Routh konnte das Totenhirn dazu bringen, zu erwachen, um das Neuroversum steuern zu können
  • Nach dem vollständigen Erwachen des Totenhirns wird Shamsur Routh seine derzeit noch besondere Rolle verlieren.
Vielleicht hat jemand noch weitere Aspekte auf Lager, die ich übersehen habe....
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2008
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Das Heftl ist sehr gut geschrieben, und als ich endlich zum Lesen kam, ist es ganz zügig dahingegangen. Herr Bull ist mir sowieso einer der bevorzugten Unsterblichen. Fühlte mich gut unterhalten, kann mir aber als Zyklusende noch immer nix wirklich Griffiges vorstellen. Denn wenn jetzt auf den letzten paar Seiten wieder fast alles zum STAND Anfang #2600 zurückkehren würde, Sol und Terra wieder zu Hause, das Neuroversum irgendwie verkapselt etc. dann wäre das irgendwie voraussehbar und enttäuschend. Andererseits bin ich mir nicht sicher, dass mich eine echte Überraschung freuen Würde, falls sie kommen würde. Und wenn, dann müsste sie ja innerhalb des Zyklus angelegt gewesen sein. Vielleicht ist der Anzug ja noch ein Hammer gegen Ende. Aber das sollte dann bitte das letzte Zaubergwand für längere Zeit sien.

213
Noch 1550 Heftln um die EA Lücken zu schließen.
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Sonnentransmitter
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2008 hat geschrieben:Fühlte mich gut unterhalten, kann mir aber als Zyklusende noch immer nix wirklich Griffiges vorstellen. Denn wenn jetzt auf den letzten paar Seiten wieder fast alles zum STAND Anfang #2600 zurückkehren würde, Sol und Terra wieder zu Hause, das Neuroversum irgendwie verkapselt etc. dann wäre das irgendwie voraussehbar und enttäuschend. Andererseits bin ich mir nicht sicher, dass mich eine echte Überraschung freuen Würde, falls sie kommen würde. Und wenn, dann müsste sie ja innerhalb des Zyklus angelegt gewesen sein.

Es sind ja so viele Sachen im Spiel, die man für Reisen von Universum zu Universum so braucht, da wäre es ein riesiges Wunder, wenn alle wieder eingestampft werden:
- Multiversumokular (wozu braucht QIN SHI das, wenn er doch übers Botnetz Zugang zum Neuroversum hat?)
- Weltenschiff mit seinen 50 Blütenblättern als vermutlicher Botnetzersatz (und das sogar durch Kosmonukleotide fliegen kann)
- das Botnetz QIN SHI's
- die TOLBA kann ebenfalls wie das BOTNETZ interuniverselle Verbindungen herstellen
- die Kristallkugeln mit integriertem Polyport-Hof / Transitparkett
- der Anzug der Universen (dessen Rolle mir vollkommen unklar ist)
- die LEUCHTKRAFT

Aus diesem Fundus (minus die LEUCHTKRAFT) kann man wunderbar eine durchgängige Verbindung zum Standarduniversum herstellen. Die HM 'draußen' zu halten sollte auch möglich sein...
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Rainer Nagel
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Der Anzug der Universen ist dazu gedacht, dass sein Träger das Multiversums-Okular optimal bedienen kann. Das wurde doch schon längst ausgesagt?

Rainer
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Langschläfer
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Höllengeier hat geschrieben:Der Anzug der Universen ist dazu gedacht, dass sein Träger das Multiversums-Okular optimal bedienen kann. Das wurde doch schon längst ausgesagt?

Rainer

IIRC ja, ganz am Anfang.

Das Okular ist doch ein Beobachtungssystem?

Damit könnte man - neben der Möglichkeit, damit den "Kurs" des Neuroversums "zwischen den Universen" zu beobachten und zu steuern (nennen wir das mal die "delorianische Verwendung") - auch den Zugriff des BOTNETZes auf andere Universen dann "zielen". Per BOTNETZ rein, einen Happen futtern, per BOTNETZ wieder raus - oder einfach die Mahlzeit ins Neuroversum holen... das wäre wohl Quitschies Verwendungszweck...
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

Polls sind doof. ;)
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Rainer Nagel
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Ja, die Information stand schon in Band 2600.

Das Multiversum-Okular kann schon noch ein bisschen mehr als nur beobachten - schau mal in den Bänden 2650 und 2651 nach. Raphael sagt dort zu Rhodan: "Der Weg zum Arresum führte zur Großen Leere, und dort habt ihr damals die Sampler-Planeten entdeckt. Das Multiversum-Okular sollte euch ursprünglich die Navigation dort ermöglichen, falls ihr nicht auf die Sampler-Planeten zurückgreifen konntet."

Rainer
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overhead
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Warten wir also ab, was die Kombination aller "versammelten"
Teile dann tatsächlich erreichen kann und wird....................... :devil:

Gruß overhead
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Atlantis
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Rainer1803 hat geschrieben:
Pangalaktiker hat geschrieben:
hilde hat geschrieben:
jogo hat geschrieben:Ähm... Das wurde doch beschrieben. Vor laaaaaaaaaaaaaaanger, langer Zeit.
QS braucht ein Rückzugsziel, wo er von den HM nicht belästigt werden kann und von wo er seine Beutezüge starten kann. Das war geschildert um die Geschichte des Fleckensalzes eines größeren deutschen Unternehmens (Fängt mit H an und hört mit enkel auf).

Entschuldigung, aber das ist Quatsch mit Soße (nicht von Dir - ich rede nur von der Storyline) - Dafür hätte eine Basis in Escalin ausgereicht. Ist erst seit kurzem für die HM erreichbar (Siehe Kaninchen-Heft). Und ist erst seit QS-Sholuwaba Tätigkeiten dort erreichbar ... Und während seiner Beutezüge ist er wie geschützt?


Tja, so unterscheiden sich die Leser. Die Behauptung Escalian sei sicher ist meines Erachtens hahnebüchen und jeder Zyklusabschluss der sich auf sowas stützt hätte 100 Hefte sofort garagendachfähig gemacht. Es gibt eine Trillion Möglichkeiten, eine SI in Escalian zu überwachen und zu killen, wenn's die Hohen Mächte wirklich wollen.

Richtig
wenn die wollen machen sie einfach ganz Escallian platt.
Ich erwarte jetzt allerdings auch eine Erklärung was ein Neuroversum so 100% sicher vor Zugriffen macht.


Es gibt kein sicheres Neuroversum , überleg doch einmal wer alles mit mehr oder weniger Mühe rein und raus fliegt :D
Das ist für die Hohen Mächte , auch mit Aufwand kein Problem.
Die Behauptung sicher, war von Anfang an Falsch!
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Sonnentransmitter
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Atlantis hat geschrieben:
Rainer1803 hat geschrieben:Ich erwarte jetzt allerdings auch eine Erklärung was ein Neuroversum so 100% sicher vor Zugriffen macht.
Es gibt kein sicheres Neuroversum , überleg doch einmal wer alles mit mehr oder weniger Mühe rein und raus fliegt :D
Das ist für die Hohen Mächte , auch mit Aufwand kein Problem.
Die Behauptung sicher, war von Anfang an Falsch!

Falsch. Im Nachbarthread (Titel 2699) habe ich was dazu geschrieben.
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Rainer Nagel
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Im Moment fliegt niemand in ein Neuroversum oder wieder hinaus, weil es (noch?) keines gibt. Gäbe es denn eines, wäre es sicher. Dazu braucht man halt das ganze Zeugs, das die da sammeln.

Rainer
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Rainer1803
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Sonnentransmitter hat geschrieben:
Atlantis hat geschrieben:
Rainer1803 hat geschrieben:Ich erwarte jetzt allerdings auch eine Erklärung was ein Neuroversum so 100% sicher vor Zugriffen macht.
Es gibt kein sicheres Neuroversum , überleg doch einmal wer alles mit mehr oder weniger Mühe rein und raus fliegt :D
Das ist für die Hohen Mächte , auch mit Aufwand kein Problem.
Die Behauptung sicher, war von Anfang an Falsch!

Falsch. Im Nachbarthread (Titel 2699) habe ich was dazu geschrieben.

Ob es falsch ist werden wir sehen. Du hast Deine Meinung, andere halt ne andere :rolleyes:
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Rainer1803
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Höllengeier hat geschrieben:Ja, die Information stand schon in Band 2600.

Das Multiversum-Okular kann schon noch ein bisschen mehr als nur beobachten - schau mal in den Bänden 2650 und 2651 nach. Raphael sagt dort zu Rhodan: "Der Weg zum Arresum führte zur Großen Leere, und dort habt ihr damals die Sampler-Planeten entdeckt. Das Multiversum-Okular sollte euch ursprünglich die Navigation dort ermöglichen, falls ihr nicht auf die Sampler-Planeten zurückgreifen konntet."

Rainer

Wäre ja lustig geworden. Ich stell mir grade vor, die hängen an der Großen Leere rum und plötzlich beginnt ihr Reisegefährt, die BASIS, sich umzuwandeln, wobei der größere Teil nicht mehr zugänglich ist. Da hätte sich die Besatzung 220 Mio Lj von zu Hause bestimmt gefreut. Das war auch so eine plotdrive Behauptung die ich wenig durchdacht finde. Zusammenhänge um des Zusammenhangs wegen erstellen, nicht immer gut und nicht immer gelungen. :rolleyes:
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Rainer Nagel
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In der Tat, so wäre das passiert: Wir hängen dann mit zwei Kugeln (von denen wir eine nicht betreten können) an der Großen Leere. Ist ja wirklich Glück, dass das dann nicht eingetreten ist ... Und danach wäre die Frage aufgekommen: Wohin damit? Hätte Aachthor das Okular mitgenommen? Reif für seinen Besitz waren die Terraner damals laut Raphael ja noch nicht.

Derlei Retroaktivität ist in der Tat immer problematisch. Denken wir doch einmal voller Freude an R.L. Stevenson, den "Laser-Mann", in seiner Gruft auf Olymp, der dringend in der Orbiter-Krise gebraucht wurde. Natürlich gab es die Gruft auch schon während der Laren-Krise, aber da war der Steuerrechner der Ansicht: "Ach, das ist nicht so gefährlich, das geht auch ohne."

Dagegen ist die Lösung mit dem Okular doch eher elegant ...

Rainer
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Hamiller
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Laurin hat geschrieben:Immerhin wurde nun die Herkunft von Alldar's Namen geklärt - irgendwo wird erwähnt dass es ein Firmenname gewesen ist. Kann sich dann ja wohl nur darum gehandelt haben: http://www.spiegel.de/fotostrecke/archi ... 363-2.html
:D


Die Herkunft von Alldars Namen war bereits geklärt in Band 2645.
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Hamiller
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Höllengeier hat geschrieben:Derlei Retroaktivität ist in der Tat immer problematisch. Denken wir doch einmal voller Freude an R.L. Stevenson, den "Laser-Mann", in seiner Gruft auf Olymp, der dringend in der Orbiter-Krise gebraucht wurde. Natürlich gab es die Gruft auch schon während der Laren-Krise, aber da war der Steuerrechner der Ansicht: "Ach, das ist nicht so gefährlich, das geht auch ohne."

Dagegen ist die Lösung mit dem Okular doch eher elegant ...


Der Laser-Mann? Das war doch so eine Geschichte für ein, zwei Hefte, bei der man vermuten kann, dass es sich um die Eigenerfindung eines Autoren handelt. Dagegen ist das Multiversum-Okular ein wichtiger Punkt des gesamten laufenden Zyklus...
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streichholzentitaet
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@ Rainer
wo du Recht hast!.... :st:

ich finde solch Querverweise immer toll.
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Raktajino
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Wen es interessiert, dem gebe ich mal einen Zwischenstand, weil ich mit dem Durchquälen noch nicht fertig bin, womit die erste Information schon gegeben ist, es ist eine bislang eine einzige Qual.

1. Der Ärger.

Da werden 4 oder 5 Handlungsstränge in einem Roman zusammengeführt; dafür musste die Meuterei in einem Band aufgeblasen werden.

2. Gemildert wird der Ärger, dass auch im 56. Jahrhundert (stimmt diese Zeitangabe?) man noch scheel guckt! Sie schaute ihn mit scheelen Blicken an oder. Damit ihr seht, dass ich keinen Buchstaben ausgelassen habe.

3. schaukelt sich der Ärger schier unerträglich wiederum auf, wenn sämtliche Fingernägel schon wund sind vom Nägel beißen.

Zumindest in der Sternenflotte muss jeder Captain einen Kobayashi Maru - Test (2 Minuten via Google gefunden) machen, um sein Verhalten in auswegslosen Situationen zu testen. Ob es dieser Test oder noch ein anderer war, jedenfalls muss auch bei einem Offizierspatent ein kommandierender Offizier in der Lage sein, auch seine Untergebenen in ausweglose Situationen zu befehlen. Fingernägel beißen, Gewissensbisse sind mitnichten Ausdruck von Pazifismus oder irgendwelcher Anteilnahme, sondern in einer konkreten Situation defätistisch. Wer das nicht kontrollieren kann, der sollte sich nicht in eine solche Situation begeben. Wenn du im Schützengraben über die Grausamkeit des Lebens nachdenkst, dann tuts mir leid, dann ist das Ergebnis klar.

4. Da geht ein gemischter Verband in die Schlacht. 1. Erkenntnis: ein gemischter Verband ist ein Abenteuer. Da geht ein Verband in die Schlacht, wo auf der terranisches Seite keiner weiß, wie sie sich in der Schlacht verhalten werden! Das ist Irrsinn! Das ist Abenteurertum!

5. Da ist der Oberkommandierende auf terranischer Seite angewidert von den Praktiken auf der anderen Seite. Und das in den Momenten vor der Schlacht. Erstens wäre zu erwarten, dass er das aushält und zweitens seine Moralvorstellungen dem anderen nicht aufdrängt, wenn er mit diesen Leuten in die Schlacht ziehen will.

Offensichtlich ist einiges im Vorfeld nicht besprochen worden. Sonst müsste Herr Bull nicht dauernd Fingernägel beißen! Wenn das Ganze mit dem Schlachtruft: Heute ist ein guter Tag zum Sterben! durchgeführt worden wäre, hätts garantiert die Fingernägel geschont, und man/ich hätte es entspannter gelesen. Von dieser Charakterisierung sehe ich derzeit keinen Grund, abzuweichen. Es ist militärisches Abenteuertum.

Der Autor muss also die volle Schelte auf sich ziehen, weil ihm das Skript so vorgelegt wurde. Mein Anteilnahme ist ihm gewiss.

So weit mein erstes Fazit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich auf den letzten 10 oder 15 Seiten groß ändern wird.
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Kritikaster
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Raktajino hat geschrieben:Wen es interessiert, dem gebe ich mal einen Zwischenstand, weil ich mit dem Durchquälen noch nicht fertig bin, womit die erste Information schon gegeben ist, es ist eine bislang eine einzige Qual.

3. schaukelt sich der Ärger schier unerträglich wiederum auf, wenn sämtliche Fingernägel schon wund sind vom Nägel beißen.
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4. Da geht ein gemischter Verband in die Schlacht. 1. Erkenntnis: ein gemischter Verband ist ein Abenteuer. Da geht ein Verband in die Schlacht, wo auf der terranisches Seite keiner weiß, wie sie sich in der Schlacht verhalten werden! Das ist Irrsinn! Das ist Abenteurertum!

So weit mein erstes Fazit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich auf den letzten 10 oder 15 Seiten groß ändern wird.

Das mit der Qual ging mir genauso. Ich habe das Heft bestimmt ein dutzendmal zur Seite gelegt, aus Langeweile und weil ich die story nicht nachvollziehbar fand. Dabei habe ich nichts gegen einen Befehlshaber mit ethischen Überlegungen und dass er sich an seinen Fingernägeln abarbeitet, fand ich gerade nach der früher zu dem Thema schon mal im Forum geführten Debatte, sehr gut. Das Verhalten wird im Roman auch explizit als schlechte Angewohnheit charakterisiert, um das Vorurteil, Nägelkauer seien Neurotiker, nicht zu bedienen.
Aber Taktik und Strategie dieser Raumschlacht haben mir die Zehnägel aufgerollt. Vernichtung der gegnerischen Vorhut und Gegenangriff. Soweit nachvollziehbar. Dann eigene Einheiten auch in den Rücken des Feindes schicken. Kann man machen. Besonders wenn man selbst über vierzigtausend Raumschiffe verfügt gegenüber nur fünfzehntausend Einheiten des Gegners. Aber dann geht der Käse los. Bully erklärt seine zahlenmäßige Überlegenheit beim Überraschungsangriff für nebensächlich, da die Schlacht doch ohnehin von nur wenigen Raumern entschieden werde. Hä? Dann bekommt der Gegner Verstärkung über eine Transmitterstrecke für die offensichtlich die Kristallkugeln verantwortlich sind. Also: Konzentrierte Attacke auf zumindest eine der Kristallkugeln, um zu sehen, ob man die Verstärkungen verhindern kann. Nee, nix da. Naheliegende Ideensind nicht gefragt, es ist ja ein Roman. Also Rückzug zum Durchgang und ihn verteidigen. Nee, wieder nix, Bully erklärt "das können wir nicht aber die andere Seite des Durchgangs können wir verteidigen". Warum? Ist die schmaler? Vor dem Durchgang hätten die Gegner vielleicht Hemmungen beim Beschuss gehabt, aus Sorge den Durchgang zu gefährden. Aber sich solche Vorteile zu verschaffen, wäre ja unfair. Und die eigene Unterlegenheit zu begründen kommen dann Sprüche wie "den eigenen Dosanthi fehlten nur wenige Prozent aber das reichte". Bei 40 zu 15?
Wieviel wenige Prozent Leistungsfähigkeit müssen denn da fehlen, um unterlegen zu sein? Nein, das effektive Führen einer Raumschlacht würde in meinen Augen anders aussehen.
Auch ansonsten missfiel mir an diesem Roman so Einiges. Aber das lass ich jetzt mal weg. 8-)
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welle
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von Pangalaktiker:
Wenn die Fans mit den Autoren schon Tisch und Bett teilen...


Hm....könnte die PR-Redaktion nicht mal jüngere Autorinnen einstellen?

welle <--- ein Fan :devil:
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Papageorgiu
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Beim Hören des Romans kam ich mir zeitweise vor wie ein Neueinsteiger, der am Zyklusende versucht, noch etwas von der dem Höhepunkt zustrebenden Handlung zu verstehen. Sorry, aber dafür, dass sich echter Hörgenuss hätte einstellen können, waren (für mich) die Rückbezüge wieder mal viel zu lange her. Ein Problem der "beiseite gelegten" Handlungsebenen. Irgendwo hat mich die Expokratur da abgehängt. Schade.
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Raktajino
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Kritikaster hat geschrieben: Dabei habe ich nichts gegen einen Befehlshaber mit ethischen Überlegungen und dass er sich an seinen Fingernägeln abarbeitet, fand ich gerade nach der früher zu dem Thema schon mal im Forum geführten Debatte, sehr gut. Das Verhalten wird im Roman auch explizit als schlechte Angewohnheit charakterisiert, um das Vorurteil, Nägelkauer seien Neurotiker, nicht zu bedienen.


Wenn die Führung der Aktion zutiefst verunsichert und voller Zweifel ist - das ist Ausdruck von Fingernägeln und Co - dann setzt sich diese Aktion einfach fort.

Ich habe die hanebüchene Konstruktion dieses Scharmützels versucht darzustellen, dass die eigenen Reihen (Menschen, Xylten usw) derart unterschiedliche und abweichende Interessen haben, bzw. noch nie als Kampfverband gemeinsam agiert haben, so dass jeder mit Strategie beschäftigte einfach nur das Heft weglegt.

Wer in der Aktion Skrupel bekommt, sorry, der gefährdet die Aktion und alles und das kostet dann mindestens einen Extrablutzoll.

Vor allem, kein Mensch (!) wusste, ob Qin Shi zu Hause oder nicht. Qin Shi hätte mal kurz gehustet und Bull den ZA zum Verspeisen überlassen können.
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Rainer1803
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Das ist einfach - wie schon oft - , man baut einen übermächtigen Gegner auf - wie schon oft - der natürlich zum richtigen Zeitpunkt nicht zur Stelle ist. Die Schlacht durfte nicht gewonnen werden, da a) das Ende noch 4 Bände entfernt ist und b) das Ende im Neuroversum stattfinden soll. Deshalb wurde ein expokratischer Rückzug angeordnet. Das Problem - die gegnerischen Größenverhältnisse waren dem Leser bekannt, also hatte der Autor nur die Möglichkeit Bully zu einigen Fehlentscheidungen und einem etwas unlogischen Rückzug zu zwingen. MMT hat das schon gut hingekriegt, denn das war nicht einfach zu vermitteln ( dem Leser ! ). Jetzt darf natürlich QIN SHI erst auftauchen, wenn alle Protagonisten in Stellung sind.
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Rainer Nagel
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Papageorgiu hat geschrieben:Beim Hören des Romans kam ich mir zeitweise vor wie ein Neueinsteiger, der am Zyklusende versucht, noch etwas von der dem Höhepunkt zustrebenden Handlung zu verstehen. Sorry, aber dafür, dass sich echter Hörgenuss hätte einstellen können, waren (für mich) die Rückbezüge wieder mal viel zu lange her. Ein Problem der "beiseite gelegten" Handlungsebenen. Irgendwo hat mich die Expokratur da abgehängt. Schade.


Das Problem mit den Rückbezügen bei Handlungsebenenwechsel haben wir mittlerweile auch verstanden. Für den nächsten Zyklus arbeiten wir daran.

Rainer
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Ziska
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Höllengeier hat geschrieben:
Papageorgiu hat geschrieben:Beim Hören des Romans kam ich mir zeitweise vor wie ein Neueinsteiger, der am Zyklusende versucht, noch etwas von der dem Höhepunkt zustrebenden Handlung zu verstehen. Sorry, aber dafür, dass sich echter Hörgenuss hätte einstellen können, waren (für mich) die Rückbezüge wieder mal viel zu lange her. Ein Problem der "beiseite gelegten" Handlungsebenen. Irgendwo hat mich die Expokratur da abgehängt. Schade.


Das Problem mit den Rückbezügen bei Handlungsebenenwechsel haben wir mittlerweile auch verstanden. Für den nächsten Zyklus arbeiten wir daran.

Rainer

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[center]Meine Perry Rhodan-Fanfiction

Wir machen es auch im Wachen wie im Traume: wir erfinden und erdichten erst den Menschen, mit dem wir verkehren - und vergessen es sofort. (Nietzsche)
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