Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

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Neoone
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Neoone » 21. April 2013, 18:46

Höllengeier hat geschrieben:
Kapaun hat geschrieben: Tja, aber andererseits kommt man um die Feststellung nicht herum, dass die Chaosmächte alles in allem ziemlich böse zu den Terranern waren. Oder sind die Terraner womöglich gar nicht die Guten ?!
So fürchterlich nett waren die Kosmokraten aber auch nicht: Shabazza, Ramihyn ... Die frühen Angriffe der Chaotarchen ergeben sich daher, dass diese die Terraner als Hilfsvolk der Kosmokraten sehen - nicht, weil sie "gut" oder "böse" sind. Das ist, wenn du so willst, ein Stellvertreterkrieg. Die Terraner sollen, sagen wir, im Dienste der KK den Frostrubin zurück an seinen Platz führen, die Chaotarchen sind dagegen (sonst hätten sie den Frostrubin ja gar nicht erst zu lösen brauchen). Pech für die Terraner. Die Kosmokraten werden später böse, als sich die Terraner von ihnen abwenden bzw. so aktiv den Dritten Weg propagieren (Thoregon), dass es ernsthaft stört. Auch TRAITOR ist nichts Persönliches: Da ist diese entstehende Negasphäre, die gilt es zu schützen. Pech für die terranischen Ameisen.

Rainer


Also das hab ich auch so alles verstanden und fand das auch richtig gut, dass ihr diesen Weg eingeschlagen habt. Dass Ordnung mit Übermacht, auch böse ist, oder sein kann. Sehr gut fand ich auch die Einführung des Leben an sich, obwohl es eigentlich ja schon immer da war. Seit den Pangalaktischen Statistikern haben wir jetzt auch mal ein paar Zahlen auf dem Tisch 18-60-22 oder so, war das doch. Nur jetzt hab ich eigentlich gedacht, das geht jetzt weiter in diese Richtung. Sprich, vieleicht dass mal mächtige Gruppierungen geschildert werden die dem Leben an sich angehören, oder Perry kennen lehrnt. Das nach Möglichkeiten gesucht wird, sich von den HM nicht mehr rumschupsen zu lassen, oder denen wenigstens ein Patt abzuringen, so wie beim Vertrag mit Hissmon. Gehen tut ja sowas anscheinend. Denn alleine die 60 Prozentmehrheit müssten doch das Potenzial und die Masse haben, dass da ne mächtige Organisation drinn steckt. Thoregon ist ja eigentlich nur ein Versuch unter vielen. Nicht zu vergessen das Leben an sich war vor dem Zwiebelschalenmodel da. Da geht doch was.

Vieleicht kommt das ja bei Wim.

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ianmcduck
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von ianmcduck » 21. April 2013, 18:49

Mag ja sein, dass nach moderner Interpretation weder die Kosmokraten noch die Chaotarchen noch Delorian gut oder böse sind.
Müssen sie auch nicht, denn was "gut" oder "böse" ist, definiert jeder noch immer für sich selbst, und damit auch ich als Leser. Und von diesem Standpunkt aus, und da gehe ich anscheinend mit einigen anderen konform, ist Delorian so böse, wie es nur geht. Denn wem für seine eigenen/eigennützigen Ziele jedes Mittel recht ist (und das hat er schließlich selbst behauptet) und der dabei über Millionen Leichen geht, ist nach meiner Definition "böse".
Und wenn er Perry dabei vorhält, er würde das gleiche wollen, aber nichts dafür bezahlen wollen, dann gehe ich mal davon aus, dass er mit Bezahlung das Leben anderer meint, und damit kann ich bei Perry dann locker leben.

Ach ja, sollte dieses "Gespräch" eigentlich die sogenannte Aussprache zwischen Perry und Delorian sein? Sehr mager würde ich sagen, denn viel miteinander geredet wurde ja nicht, bevor sich Delorian wieder aus dem Staub gemacht hat.
Wo bleibt mein Kuchen?
Mein Plädoyer: Nach Schokohasen und Schoko-N(ikol)äusen brauchen wir als drittes Standbein dringend die Schoko-Schlümpfe!

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Neoone » 21. April 2013, 19:00

Jungs, verschreckt mir den Rainer nicht.

Ist mit einer der einzigen, der sich immer wieder von Seiten der Expos hier äußert und uns die Sicht und Handlungsweise der Exprokraten Autoren näher bringt.

Die Zeitschleife an sich, find ich jetzt auch nicht so schlimm. Cool wäre es gewesen wenn Delorian in dem Heft angedeutet hätte, dass die Zeitschleife von irgendjemanden instaliert wurde. Sprich er selber und die dazu gehörende Entstehung von ES. Also ein "Ding" was dazu in der Lage wäre Deux a Maschina zu installieren. Das hätte doch was. Dann würde die Zeitschleife auch gleich wieder endlich und wieder greifbar. Frag mich bitte jetzt wie so etwas gehen sollte (Wim hätte das schon hingekriegt), aber das wäre so ein Knaller gewesen wo ich geflusht worden wäre.

Sonnentransmitter
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Sonnentransmitter » 21. April 2013, 19:10

Höllengeier hat geschrieben:Der Dritte Weg ist weder "gut" noch "böse". Das sind Begriffe, die generell auf die Strukturen der HM nicht passen. Als die HM eingeführt wurden, galt die Weltsicht "Ordnung = gut, Chaos = böse". Dem ist natürlich nicht so, kann nicht so sein, ist nie so gewesen. Der Dritte Weg ist ein Weg frei von Fremdbestimmung der einen oder anderen Art, den man auf verschiedene Arten erreichen kann; eine moralische Wertung ist damit nicht verbunden. Delorian will also nicht "das Gute und erreicht das Böse", sondern er verfolgt seinen Plan. Fertig. Das "Gute" interessiert ihn nicht. Das "Böse" auch nicht. Da steht er drüber. Die Ewigen Krieger hat das Konzept von "Gut" und "Böse" auch nicht wirklich beeindruckt. Si Kitu hätte sicherlich auch herzhaft gelacht. Das SCHEMA würde fragen, was das denn für ein Unfug wäre.
Ja, auf das SCHEMA bin ich mal gespannt. Ich hoffe, es wird noch vor Band 3000 ernsthaft eingeführt. Ansonsten kann man Dir nur zustimmen. Die Kosmokraten propagieren eine Ordnung im Bereich des "gültigen" Moralischen Kodes. Die Chaotarchen wollen sich dagegen einen maßgeschneiderten Moralischen Kode (siehe Negasphären und Negaversen) schaffen, den sie für besser halten und in dem sie glauben, besser leben zu können. Das ist der Unterschied zwischen beiden Fraktionen. Die Chaotarchen sind die Rebellen, wenn man so will. Die Begriffe "Gut" und "Böse" finden da keinen Platz!

Die beiden einzigen Arten und Weisen, den HM aus dem Weg zu gehen sind:
- a. Anschluss an das Schema (ob das wohl gut oder böse ist?)
- b. Gang des Dritten Weges neben einem "positiven" Moralischen Kode und einem "negativen" Moralischen Kode: nämlich das Leben in einem Bereich, in dem gar kein Moralischer Kode existiert!
Zuletzt geändert von Sonnentransmitter am 21. April 2013, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Vincent Garron
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Vincent Garron » 21. April 2013, 19:11

Kapaun hat geschrieben:Tja, aber andererseits kommt man um die Feststellung nicht herum, dass die Chaosmächte alles in allem ziemlich böse zu den Terranern waren. Oder sind die Terraner womöglich gar nicht die Guten ?!
Wenn die Chaosmächte hätten böse sein wollen, dann hätten sie nach KOLTOROCS Ermordung die Milchstrasse eingestampft :P
Wenn die Chaosmächte böse wären, dann würden sie jemanden schicken (sowas wie einen "chaotischen Ennerhahl") der Rhodan ohne groß zu reden (wie das die James Bond-Bösewichte immer gerne tun und damit Bond eine Chance auf Entkommen lassen) einen Kopf kürzer macht.
Solche Dinge haben aber in dem Dualismus Ordnung <=> Chaos keine Bedeutung. Für TRAITOR ist KOLTOROCS Tod, bezogen auf die personelle Ebene, völlig uninteressant. Ein neuer Anführer wird folgen. "Der König ist tot, lang lebe der König", werden die beim Abzug aus der Milchstrasse gesungen haben ^^

Mr Frost hat geschrieben:
Höllengeier hat geschrieben:Delorian ist Teil der Zeitschleife. Gleichzeitig ist er ein ungelöstes Problem, seit sich ES nicht mehr an ihn erinnert. Wer sich mit Delorian beschäftigt, kommt an der Zeitschleife nicht vorbei. Das mag man sehen, wie man will, aber das ist so.

Der Dritte Weg ist weder "gut" noch "böse". Das sind Begriffe, die generell auf die Strukturen der HM nicht passen. Als die HM eingeführt wurden, galt die Weltsicht "Ordnung = gut, Chaos = böse". Dem ist natürlich nicht so, kann nicht so sein, ist nie so gewesen. Der Dritte Weg ist ein Weg frei von Fremdbestimmung der einen oder anderen Art, den man auf verschiedene Arten erreichen kann; eine moralische Wertung ist damit nicht verbunden. Delorian will also nicht "das Gute und erreicht das Böse", sondern er verfolgt seinen Plan. Fertig. Das "Gute" interessiert ihn nicht. Das "Böse" auch nicht. Da steht er drüber. Die Ewigen Krieger hat das Konzept von "Gut" und "Böse" auch nicht wirklich beeindruckt. Si Kitu hätte sicherlich auch herzhaft gelacht. Das SCHEMA würde fragen, was das denn für ein Unfug wäre.

Rainer
Unsere jeweiligen Sichtweisen sind immer Intepretationen.

Du schreibst:
"Dem ist natürlich nicht so, kann nicht so sein, ist nie so gewesen."

Ich gehe mit bei "kann nicht (..EDIT: immer) so sein".
Richtig.
Es gibt selten weder "Gut noch Böse".
Aber es gibt z.B. sicherlich häufig mehr "Gut" als Böse" bzw. umgekehrt.
Und bei WiVo war vieles genau so.

Ich gehe daher nicht mit bei "(...)natürlich nicht so" und "ist nie so gewesen".
;)
Ich habe die Befürchtung, dass die Hohen Mächte und der Moralische Code des Universums anfänglich tatsächlich in dieses seichte Moralschema "gut/böse => Moral" hätten gepresst werden sollen. Ich ziehe diesen Schluss, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass Willi Kant gelesen haben muss. Einige Sätze aus Band 1000 schreien förmlich danach. Ich zitiere mal aus dem Kopf aus Band 1000:
Gefangen auf seinem kleinen Planeten, den er in einem Zwiespalt von Emotio und Ratio zu vernichten droht, ringt der Mensch um immer neue Erkenntnisse, die ihn letztlich nur vor immer größere Fragen stellen.
Nun Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft:
Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.
Zum Glück (<- das ist meine persönliche Meinung) wurde dieses "Hollywood-Schema" aber schnell durchbrochen und die Hohen Mächte wurden runtergebrochen auf das was sie sind: Extreme Vertreter des jeweiligen Prinzips das sie vertreten. Extrem, weil sie bedenkenlos, gnadenlos, rücksichtslos und skrupellos ihr jeweiliges "Endziel" verfolgen: totale Ordnung, respektive totales Chaos.
Aber was muss man sich bspw. unter totalem Chaos vorstellen ? Dafür kann ich dir ein anschauliches Beispiel geben:
Wenn du hier und heute in deinem Wohnzimmer stehst und machst einen Schritt von 50 cm nach vorne, dann stehst du hinterher da wo du vorher gestanden hast, nur 50 cm weiter vorne. Klingt banal, aber das erwartet man doch. In einem chaotischen Universum hingegen würdest du 50 cm nach vorne gehen und könntest hinterher sonstwo stehen. (Und das ist jetzt nur ein Beispiel aus dem dreidimensionalen Raum. Wie das ganze aussieht wenn man die Zeit und den Hyperraum noch miteinbezieht kann sich wohl niemand so wirklich vorstellen)
Warum sollten sich die Mächte des Chaos dann ein solches Universum wünschen ? Nun, ein Wesen das im Chaos lebt würde solche kosmologischen Verhältnisse als wohltuend empfinden. Es würde über Sinnesorgane verfügen, die ihm sagen "Wenn ich 50 cm weiter vorne stehen will, muss ich mich 27,183 cm nach 227,36° bewegen".
Das hat nichts, aber auch gar nichts mit "gut" oder böse" zu tun. Um das genauer zu erörtern würde sich auch hervorragend der Dialog zwischen KOLTOROC und Perry Rhodan in den Bänden 2498/2499 eignen :)
Mag sein, dass das bei WiVo oft so war und es wäre schade, wenn das seine Zielvorstellung gewesen sein sollte, denn das ist billige Schwarz-Weiß-Malerei und das wäre dann wirklich trivial.... ;)
Die Hohen Mächte arbeiten 100% zielorientiert. Das was wir als "gut" oder "böse" empfinden ist für die Hohen Mächte nur ein Abfallprodukt ihres Wirkens, über das sie sich keine Gedanken machen. Dass Hismoom THOREGON puttgemacht hat war für uns gut. Er hat THOREGON aber nicht puttgemacht weil er uns was gutes tun wollte, sondern weil THOREGON der Ordnung ein Schnippchen schlagen wollte. Über "gut" und "böse" hat er dabei nicht nachgedacht.

(Ich könnt jetzt so noch 'ne halbe Stunde weitermachen, aber wenns bis jetzt nicht klargeworden ist, wirds auch nicht mehr klarer, egal wieviele Beispiele ich noch anführe ^^)
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
(Albert Einstein)

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Rainer Nagel
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer Nagel » 21. April 2013, 19:41

Mr Frost hat geschrieben: Und diese Entwicklung (Weg vom Schwarz-Weiß-Denken, Abkehr vom Gut-Böse-Schema hin zum Grau-in-Grauen und Ambivalenten) mag man "gut" oder "weniger gut" finden.
Ich persönlich meine immer, dass die Terraner (zumindest in den Bänden 750-1200) gut beraten waren, sich eher auf die Seite der Kosmokraten zu stellen, da diese (in und aus der WiVo)-Ära eindeutig "humanistischer" geschildert wurden als die Chaotarchen.

Man hat dies später ändern wollen und hat es geändert und die Kosmokraten a-moralischer geschildert.
Und an der Stelle trennen sich in der Tat unsere argumentativen Wege, da ich es genau andersherum empfinde: Ordnung ist nicht "humanistischer" als Chaos. Bei Willi mag das so gewesen sein, Willi mag das so gesehen haben, - aber mir hat es nie eingeleuchtet (einer der Gründe, warum ich Bablyon 5 so toll finde - Vorlonen und Schatten sind von der Ideologie her so, wie KK und CT sein müssten). Und von daher bin ich mit der aktuellen Situation in dieser Hinsicht glücklich.

Zur positiven Identifikation für den Leser hat schließlich Robert "das Leben an sich" eingeführt, das sich seine eigenen Vorbilder schaffen soll.

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Mr Frost
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Mr Frost » 21. April 2013, 19:45

DAS ingesamt wichtigste für die PR-Zukunft ist für mich, dass WiVa im Expo-Team ist. Hier hege ich grösste Hoffnungen. Dass Eschbach den neuen Jubiband schreibt, ist ebenfalls eine sensationelle Nachricht.
Demnach besteht Hoffnung...
Danke an das Team/ den Redakteur für diese wichtigen Entscheidungen (obwohl UA und RC ja verlautbarungsgemäss freiwillig das Steuerruder weitergeben)...

Nun (wieder) zur Gegenwart/ Vergangenheit:

Ich teile eure Meinung, dass ein reines "Gut-Böse-Schema" zu langweilig hätte (!!!!) werden können.

Was mir irgendwie fehlt ist das "rechte Mass" bzw. ein "gutes Händchen" für Ambivalenz.

Mal ein Verweis zum STAR TREK-Universum:
Hier waren die Klingonen/ Kardassianer etc. zunächst auch nur "böse", bis man in Einzelschicksalen zeigte, dass es Individuen gibt, die ambivalenter oder eben auch "gut" waren.

Bei PR benehmen sich alle Parteien nunmehrnur noch a-moralisch bis "böse"/ chaotisch. Gibt es denn keine Kraft, die auch mal als "gut" bezeichnet werden kann. ES scheidet spätestens nach dem Murks der letzten 200 Bände aus....
Man könnte fast meinen, dass in PR das ego-zentrierte, rücksichtslose, markt-liberale, kalte Denken der Neuzeit "abgebildet" werden soll ("Es gibt keine Gewissheiten, jeder hat für sich selbst zu Sorgen, das "Gute" wird nur noch als Illusion der "Gutmenschen" dargestellt usw.).

Ich plädiere für ein bißchen mehr LICHT im PR-Universum. :st:
Ambivalenz ist "gut".
"Gut" ist ambivalent.
Aber ohne das Gute, ohne "Glaube" an eine höhere Idee (Moral, Ethik, meinetwegen Religion) ist "alles Nichts".

Querverweis:
Nolantrilogie Batman: Auch hier ist das "Gute" ambivalent/ dunkel. Dennoch bleibt Batman durch und durch "gut". Waren diese Filme daher schlecht oder eindimensional? Nein, ganz im Gegenteil!
War StarWars schlecht, weil es ein klares Gut und Böse gab? Nein!
Was war mit dem Herrn dern Ringe?

Für mich ist das PR-Universum im Gegensatz dazu inzwischen zu "grau" und düster geworden.

Wo ist echte Freiheit, wenn es nur noch Fremdbestimmung durch Kosmokraten/ Chaotarchen/ Super-Intelligenzen gibt? Wo ist menschliches Leben noch lebenswert, wenn alle nur noch Teile von Langzeitplänen oder Zeitschleifen sind??

Perry ist zwar durch und durch "gut", aber nur noch fremdbestimmt, hilflos, Teil von Plänen etc.

Dies sollte sich ändern, meine ich...

P.S.: An "Vince": Danke für die Hinweise zu WiVo und Kant! Passt! ;-) Und ich hätte liebend gerne erfahren, wie WiVo die Serie weitergestaltet hätte. Schlechter als heute wäre es ganz sicherlich nicht geworden. Ich mutmasse vielleicht sogar "besser".

P.P.S: "Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen?" (Kant).
Zumindest darf ich hoffen, dass der neue Zyklus besser wird... :lol:

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Mr Frost
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Mr Frost » 21. April 2013, 19:50

Höllengeier hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben: Und diese Entwicklung (Weg vom Schwarz-Weiß-Denken, Abkehr vom Gut-Böse-Schema hin zum Grau-in-Grauen und Ambivalenten) mag man "gut" oder "weniger gut" finden.
Ich persönlich meine immer, dass die Terraner (zumindest in den Bänden 750-1200) gut beraten waren, sich eher auf die Seite der Kosmokraten zu stellen, da diese (in und aus der WiVo)-Ära eindeutig "humanistischer" geschildert wurden als die Chaotarchen.

Man hat dies später ändern wollen und hat es geändert und die Kosmokraten a-moralischer geschildert.
Und an der Stelle trennen sich in der Tat unsere argumentativen Wege, da ich es genau andersherum empfinde: Ordnung ist nicht "humanistischer" als Chaos. Bei Willi mag das so gewesen sein, Willi mag das so gesehen haben, - aber mir hat es nie eingeleuchtet (einer der Gründe, warum ich Bablyon 5 so toll finde - Vorlonen und Schatten sind von der Ideologie her so, wie KK und CT sein müssten). Und von daher bin ich mit der aktuellen Situation in dieser Hinsicht glücklich.

Zur positiven Identifikation für den Leser hat schließlich Robert "das Leben an sich" eingeführt, das sich seine eigenen Vorbilder schaffen soll.

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Fakt ist, dass alle Parteien (Kosmokraten/ Chaotarchen/ Superintelligenzen etc.) ohne mit der "Wimper" zu zucken, ungezählte Lebewesen draufgehen lassen, wenn es "nötig" ist. Ob man nun Ordnung (??) oder Chaos will, ist mir da gleichgültig. Es ist für mich zweitrangig, da es un-moralisch und nicht a-moralisch ist.
"Das Leben an sich" ist ein gutes Stichwort. Darauf sollte die Serie wieder mehr Wert legen und es in den Mittelpunkt setzen.
"Vorbilder" ist ebenfalls eine gutes Stichwort. Die finde ich in PR immer seltener. Perry selbst ist ein getriebener, hilfloser Mann geworden. Das ist zu wenig...

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Tanuki » 21. April 2013, 20:05

Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Axo » 21. April 2013, 20:18

Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem möchte ich beipflichten. Ich bin der Grabenkämpfe zwischen Kosmokraten und Chaotarchen müde und plädiere für ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße, wo unsere Terraner mal in fremden Sandkästen spielen können, ohne gleich von den Bandenchefs der beiden HM-Clans verkloppt zu werden.
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Mr Frost » 21. April 2013, 20:22

Axo hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem möchte ich beipflichten. Ich bin der Grabenkämpfe zwischen Kosmokraten und Chaotarchen müde und plädiere für ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße, wo unsere Terraner mal in fremden Sandkästen spielen können, ohne gleich von den Bandenchefs der beiden HM-Clans verkloppt zu werden.
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Kemoauc » 21. April 2013, 20:23

Mr Frost hat geschrieben:
Höllengeier hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben: Und diese Entwicklung (Weg vom Schwarz-Weiß-Denken, Abkehr vom Gut-Böse-Schema hin zum Grau-in-Grauen und Ambivalenten) mag man "gut" oder "weniger gut" finden.
Ich persönlich meine immer, dass die Terraner (zumindest in den Bänden 750-1200) gut beraten waren, sich eher auf die Seite der Kosmokraten zu stellen, da diese (in und aus der WiVo)-Ära eindeutig "humanistischer" geschildert wurden als die Chaotarchen.

Man hat dies später ändern wollen und hat es geändert und die Kosmokraten a-moralischer geschildert.
Und an der Stelle trennen sich in der Tat unsere argumentativen Wege, da ich es genau andersherum empfinde: Ordnung ist nicht "humanistischer" als Chaos. Bei Willi mag das so gewesen sein, Willi mag das so gesehen haben, - aber mir hat es nie eingeleuchtet (einer der Gründe, warum ich Bablyon 5 so toll finde - Vorlonen und Schatten sind von der Ideologie her so, wie KK und CT sein müssten). Und von daher bin ich mit der aktuellen Situation in dieser Hinsicht glücklich.

Zur positiven Identifikation für den Leser hat schließlich Robert "das Leben an sich" eingeführt, das sich seine eigenen Vorbilder schaffen soll.

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Fakt ist, dass alle Parteien (Kosmokraten/ Chaotarchen/ Superintelligenzen etc.) ohne mit der "Wimper" zu zucken, ungezählte Lebewesen draufgehen lassen, wenn es "nötig" ist. Ob man nun Ordnung (??) oder Chaos will, ist mir da gleichgültig. Es ist für mich zweitrangig, da es un-moralisch und nicht a-moralisch ist.
"Das Leben an sich" ist ein gutes Stichwort. Darauf sollte die Serie wieder mehr Wert legen und es in den Mittelpunkt setzen.
"Vorbilder" ist ebenfalls eine gutes Stichwort. Die finde ich in PR immer seltener. Perry selbst ist ein getriebener, hilfloser Mann geworden. Das ist zu wenig...
Dem kann ich ebenfalls nur zustimmen.
Und was die Ordnung aus Sicht der Terraner von dem Chaos unterscheiden sollte ist, dass sie in deren Bereichen leben können. In den Negasphären der Chaotarchen ist dies nicht möglich. Allein dadurch wird das Chaos schon zum natürlichen Feind der Terraner.
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer Nagel » 21. April 2013, 20:40

Mr Frost hat geschrieben: Fakt ist, dass alle Parteien (Kosmokraten/ Chaotarchen/ Superintelligenzen etc.) ohne mit der "Wimper" zu zucken, ungezählte Lebewesen draufgehen lassen, wenn es "nötig" ist. Ob man nun Ordnung (??) oder Chaos will, ist mir da gleichgültig. Es ist für mich zweitrangig, da es un-moralisch und nicht a-moralisch ist.
Und genau das sage ich ja die ganze Zeit: Weder KK noch CT sind gut oder böse, sondern einfach anders. Moralische Wertungen haben da keinen Platz, für die Wesen der Niederungen sind beide unverträglich.

So ganz die "Guten" waren die KK übrigens auch zu Willis Zeiten nicht: Denkt man an GOURDEL und die Weltraumbeben ...

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer1803 » 21. April 2013, 20:41

Mr Frost hat geschrieben:
Axo hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem möchte ich beipflichten. Ich bin der Grabenkämpfe zwischen Kosmokraten und Chaotarchen müde und plädiere für ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße, wo unsere Terraner mal in fremden Sandkästen spielen können, ohne gleich von den Bandenchefs der beiden HM-Clans verkloppt zu werden.
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer Nagel » 21. April 2013, 20:44

Axo hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem möchte ich beipflichten. Ich bin der Grabenkämpfe zwischen Kosmokraten und Chaotarchen müde und plädiere für ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße, wo unsere Terraner mal in fremden Sandkästen spielen können, ohne gleich von den Bandenchefs der beiden HM-Clans verkloppt zu werden.
Da gibt's Sandkästen der gewünschten Art genug im nächsten Zyklus. In manchen ist es ganz schön dunkel.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Axo » 21. April 2013, 21:06

Höllengeier hat geschrieben:
Axo hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem möchte ich beipflichten. Ich bin der Grabenkämpfe zwischen Kosmokraten und Chaotarchen müde und plädiere für ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße, wo unsere Terraner mal in fremden Sandkästen spielen können, ohne gleich von den Bandenchefs der beiden HM-Clans verkloppt zu werden.
Da gibt's Sandkästen der gewünschten Art genug im nächsten Zyklus. In manchen ist es ganz schön dunkel.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Tanuki » 21. April 2013, 21:50

Höllengeier hat geschrieben:
Da gibt's Sandkästen der gewünschten Art genug im nächsten Zyklus. In manchen ist es ganz schön dunkel.

Rainer
'Sandkaesten' + 'Dunkel' Ist das jetzt ein Puzzleteichen, oder zwei? :lol:

Aber ich weiss: Es geht mal wieder um das Element der Finsternis. :devil:

und.... ahem.... das Sandmaennchen? :unsure:

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Laurin » 21. April 2013, 21:52

Tanuki hat geschrieben:Kann ich Mr. Frost nur zustimmen. Ich denke, da wird es Zeit mal wieder das Runder rumzureissen und etwas mehr positives in die Serie zu bringen.
Dem stimme ich ebenso zu.
:st:

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von jogo » 21. April 2013, 21:53

Sandkasten ... Dunkel... Es geht um Katzen! Katzen... Dao.... :lol:
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Hofnarr » 21. April 2013, 22:02

Tanuki hat geschrieben: und.... ahem.... das Sandmaennchen? :unsure:
Neil Gaiman schreibt einen Gastroman ? :saus:
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Axo » 21. April 2013, 22:05

Hofnarr hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben: und.... ahem.... das Sandmaennchen? :unsure:
Neil Gaiman schreibt einen Gastroman ? :saus:
Das fände ich wiederum Klasse. Ich bin großer Fan dieses Autors.
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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer Nagel » 21. April 2013, 22:09

Tanuki hat geschrieben: 'Sandkaesten' + 'Dunkel' Ist das jetzt ein Puzzleteichen, oder zwei?
Eines. Den Sandkasten habe ich zur Anknüpfung an den Vorbeitrag genommen.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Tanuki » 21. April 2013, 22:10

Hofnarr hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben: und.... ahem.... das Sandmaennchen? :unsure:
Neil Gaiman schreibt einen Gastroman ? :saus:
:lol:

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von mirona » 21. April 2013, 22:39

Vincent Garron hat geschrieben:weil ich mir ziemlich sicher bin, dass Willi Kant gelesen haben muss.
Also das ist - mit Verlaub - wieder einmal ausgemachter Blödsinn.

Fällt Dir eigentlich nicht auf dass es bei Deinen beiden Zitaten um völlig unterschiedliche Dinge geht?

In dem Zitat aus PR 1000 geht es um den Konflikt von Vernunft und Emotionalität des Menschen der die Welt gefährden kann.
Das ist im eigentlichen Sinn kein philosphisches Problem (meinetwegen eines der "praktischen Vernuft" wenn man bei Kant bleiben will) und der Hintergrund bei Volz dafür ist meiner Meinung nach nicht eine Kant-Lektüre sondern seine Prägung durch Friedensbewegung, Ökologiebewegung etc.

Beim Kant-Zitat geht es (im Zusammenhang) dagegen um ein rein philosophisches Problem - nämlich darum dass sich die Vernunft (hier geht es um die reine Vernunft - nicht um den Gegensatz zwischen Vernunft und Emotionalität) sich in Widersprüche verwickelt wenn Sie den Bereich der möglichen Erfahrun verlässt. Das hat nicht, aber auch gar nichts mit dem Volz-Zitat zu tun.

Ich habe einige Kapitel der Biographie die Volz' Frau schreibt gelesen und ich kann micht nicht erinnern, dass irgendwo davon die Rede gewesen wäre, er hätte ein dezidiertes Interesse an Philosphie gehabt und sich damit systematisch beschäftigt - denn bei aller Bedeutung die Kant als Philosoph hat war er ein lausiger Schriftsteller und das liest man nicht "aus Spass" (wie man es vielleicht bei Nietzsche tun würde), sondern nur wenn sich damit wirklich inhaltlich beschäftigen möchte.

Ich glaube übrigens auch nicht dass Du (abgesehen vielleicht von der Vorrede aus der Dein Zitat ist) die KdrV gelesen hast - was Dich aber natürlich nicht am schwadronieren hindert...
Axo hat geschrieben:ein oder zwei Zyklen abseits der Hauptverkehrsstraße
Das ist zuwenig.

Ich denke man bräuchte eine totale Renaturierung der zubetonierten "Hauptverkehrsstrassen".

Ich würde sehr gerne folgendes sehen:

Die hyperphysikalische Waringer-Konstante fällt plötzlich von 27 Giga-Blubb auf 13 Kilo-Blubb.
Als Konsequenz fällt das Polyport-System komplett aus, die meisten (schwächeren) SIs sterben, stärkere wie ES überleben nur stark geschwächt, alle PSI-Begabungen sind in Ihrer Kapazität und Reichweite stark eingeschränkt.
Das psionische Netz wird stark in Mitleidenschaft gezogen, als Folge verlieren die hohen Mächte ihren Zugriff auf diesen Teil des Universums, die kobaltblauen Walzen setzten sich ab.
Das technische Niveau fällt zurück auf das des 24. Jahrhunderts, an Reisen zu anderen Galaxien ist auf absehbare Zeit nicht mehr zu denken, die Milchstrasse zerfällt in viele kleine Machtblöcke.

Und dann in einem heruntergefahrenen Perryversum einmal einen Zyklus bei dem es nicht um kriegerische Auseinandersetzungen geht, sondern meinetwegen eine Art "Quest" bei der PR & Co etwas finden müssen (oder was auch immer).

Aber das werde ich natürlich nicht mehr erleben...
Mr Frost hat geschrieben:P.P.S: "Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen?" (Kant).
Und was soll ich tun?

Den Schwachsinn nicht mehr lesen.

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Re: Spoiler 2696: Delorian, von Hubert Haensel

Beitrag von Papageorgiu » 21. April 2013, 22:45

Ist 2696 wirklich von Hubert Haensel? Mir scheint es, als hätten wir es hier mit einem typischen "Castor" zu tun... :devil: Ein kosmisches Datenblatt.

Nachtrag: Woran es meiner Meinung nach (wieder mal) krankt, erkennt der alte Bote von Es im Roman sehr genau: "Das uralte Dilemma. Gewaltiges Wissen in Kontrast zum Selbsterlebten." Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen!

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