Titel 2686

Antworten
Benutzeravatar
Negasphäre
Terraner
Beiträge: 1419
Registriert: 6. Juni 2012, 10:05
Wohnort: Hamburg

Titel 2686

Beitrag von Negasphäre » 14. Januar 2013, 11:18

Angriff der Nanokrieger von Leo Lukas

jogo
Kosmokrat
Beiträge: 6784
Registriert: 6. Juni 2012, 17:32

Re: Titel 2686

Beitrag von jogo » 14. Januar 2013, 12:00

Wen greifen Delorians Klonkrieger an? Sorry... Nano. Hab mich vertippt. Heißt Leo mit 2. Vornamen George?

Ich frage mich, ob die Nanokrieger gegen die Spenta eingesetzt werden.
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Benutzeravatar
ganerc
Kosmokrat
Beiträge: 6430
Registriert: 25. Juni 2012, 21:57
Wohnort: neabadra auf dr Alb
Kontaktdaten:

Re: Titel 2686

Beitrag von ganerc » 14. Januar 2013, 12:15

Delorians Minikrieger gegen die Fagesy?
Bild

Benutzeravatar
Atlan
Postingquelle
Beiträge: 3617
Registriert: 25. Juni 2012, 21:15
Wohnort: Westfalen

Re: Titel 2686

Beitrag von Atlan » 14. Januar 2013, 13:11

ganerc hat geschrieben:Delorians Minikrieger gegen die Fagesy?
Könnte passen.
Arkonide aus Überzeugung ... :D

Benutzeravatar
Negasphäre
Terraner
Beiträge: 1419
Registriert: 6. Juni 2012, 10:05
Wohnort: Hamburg

Re: Titel 2686

Beitrag von Negasphäre » 28. Januar 2013, 09:29

Untertitel:
Der Bund der Sternwürdigen im Einsatz - der Kampf um das Weltenkranz-System entbrennt

Info:
Wir schreiben das Jahr 1469 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) - das entspricht dem Jahr 5056 christlicher Zeitrechnung. Auf eine bislang ungeklärte Art und Weise verschwand das Solsystem mit seinen Planeten sowie allen Bewohnern aus dem bekannten Universum.

Die Heimat der Menschheit wurde in ein eigenes kleines Universum transferiert, wo die Terraner auf seltsame Nachbarn treffen. Die Lage spitzt sich zu, als die Planeten von fremden Raumfahrern besetzt und die Sonne Sol "verhüllt" wird. Seither kämpft die solare Menschheit um ihr Überleben.

Die Fagesy ließen sich zurückschlagen, mit den Spenta konnte eine Übereinkunft getroffen werden, und sogar mit den Sayporanern, die als treue Diener QIN SHIS gelten, gibt es Vereinbarungen. Das Problem dabei ist lediglich, dass dieses Abkommen nur mit der Kaste der Chour getroffen wurde und als Gegenleistung der Terraner beinhaltet, die amtierende Regierung zu stürzen und zum Regiment der Chour zurückzukehren.

Der Gegner lässt solches natürlich nicht tatenlos geschehen, und so kommt es zum ANGRIFF DER NANOKRIEGER ...

Benutzeravatar
Negasphäre
Terraner
Beiträge: 1419
Registriert: 6. Juni 2012, 10:05
Wohnort: Hamburg

Re: Titel 2686

Beitrag von Negasphäre » 30. Januar 2013, 08:55

Hauptpersonen:
Toufec – Der Erste der Sternwürdigen führt sein Team in einen riskanten Einsatz.
Ynirt – Der Gyvie tritt den finalen Gang zur Zinne der Verklärung an.
Reginald Bull – Der Terranische Resident schickt drei Flotten auf einmal aus.
Lilith Karsmaq – Die Emotionautin setzt einen preisgekrönten Plan in die Tat um.
Delorian Rhodan – Er agiert mit der TOLBA an vorderster Front.

Benutzeravatar
Langschläfer
Kosmokrat
Beiträge: 9282
Registriert: 25. Juni 2012, 21:34
Wohnort: Mozarthausen

Re: Titel 2686

Beitrag von Langschläfer » 30. Januar 2013, 10:08

Negasphäre hat geschrieben:Hauptpersonen:
Toufec – Der Erste der Sternwürdigen führt sein Team in einen riskanten Einsatz.
Ynirt – Der Gyvie tritt den finalen Gang zur Zinne der Verklärung an.
Reginald Bull – Der Terranische Resident schickt drei Flotten auf einmal aus.
Lilith Karsmaq – Die Emotionautin setzt einen preisgekrönten Plan in die Tat um.
Delorian Rhodan – Er agiert mit der TOLBA an vorderster Front.
Klingt nach der verdienten Haue(-androhung). ;)
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.
"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin
Polls sind doof. ;)

Oomph Amber
Marsianer
Beiträge: 195
Registriert: 4. November 2012, 14:58

Re: Titel 2686

Beitrag von Oomph Amber » 30. Januar 2013, 11:43

Klingt nach der verdienten Haue(-androhung)
Das wird auch endgültig Zeit. Schliesslich müssen die Terraner ja die Macht in der Anomalie übernehmen damit wir am Ende des Zyklus entweder das Solsystem wieder auf dem angestammten Platz oder dauerhaft in der Anomalie haben können. Je nachdem welcher Rhodan gewinnt. :D :D

Benutzeravatar
overhead
Terraner
Beiträge: 1342
Registriert: 30. Juni 2012, 13:56
Wohnort: Herten (NRW)

Re: Titel 2686

Beitrag von overhead » 30. Januar 2013, 12:49

Das ist das Luftholen, um den "schrägen Dudelsackbläsern" endlich den verdienten Marsch zu blasen.......... :devil:

Wird aber auch langsam Zeit - die beiden "alten Lachsäcke" warten schon auf das Ergebnis, um die beiden MB`s zu "stabilisieren (mitsamt dem"ach so ungeliebten" Polyportnetz).............. :fg: .

Speku...........: Atlan zieht um - in die Anomalie - mitsamt Okular, Botnetz, Weltenschiff und Zwerg-Androide - nachdem das "Totenhirn" erwacht ist, um als Ritter der Tiefe zu fungieren............ :mrgreen:

Gruß overhead

Benutzeravatar
Rainer1803
Postingquelle
Beiträge: 3092
Registriert: 18. Dezember 2012, 19:54
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Titel 2686

Beitrag von Rainer1803 » 30. Januar 2013, 21:10

Wer den Prolog des Romans lesen will, biite schön:
Spoiler:
Toufec – Der Erste der Sternwürdigen führt sein Team in einen riskanten Einsatz.

Ynirt – Der Gyvie tritt den finalen Gang zur Zinne der Verklärung an.

Reginald Bull – Der Terranische Resident schickt drei Flotten auf einmal aus.

Lilith Karsmaq – Die Emotionautin setzt einen preisgekrönten Plan in die Tat um.

Delorian Rhodan – Er agiert mit der TOLBA an vorderster Front.

»Geschnitztes Holz, gezogene Fäden,

So entsteht ein Greis.

Hühnerhaut und Kranichhaar,

Beide wirken echt.

Im Handumdrehen ist aus das Spiel,

Vorbei wie ein geträumtes Leben.«

Chinesisches Gedicht, ca. 760 v. Chr.





Prolog

Ein Abend im Hain derer von Chast



»Zeigen.«

»Zeigen.«

»Zeigen«, forderte auch die Blinde Boulan und schwenkte ihren Scannerarm über den Tisch.

Der Zungenlose Wred gab mittels Gesten zu verstehen, dass er ebenfalls dabei war. Erwartungsvoll beugten sich sämtliche Mitspieler vor.

»Wenn's denn sein muss.« Scheinbar widerstrebend legte Ynirt, der Gaukler, sein Blatt auf die Marmorplatte. »Zugegeben, das sieht nach nicht viel aus ...«

»Wolltest uns rausbluffen, was?«, sagte Boulan. »Ha! Ich kenne deine Tricks. Solltest dir allmählich ein paar neue einfallen lassen.«

Einer der beiden Zugereisten, deren Namen sich Ynirt gar nicht erst gemerkt hatte, schnaubte triumphierend. Seine Partnerin streckte bereits die vier Vorderarme nach den in der Tischmitte gestapelten Münzwürfeln aus.

»Aber wartet mal ...« Ynirt tat, als bemerke er eben erst die Konstellationen, die sich zwischen seinen Spielscheiben und jenen ergaben, die seine Gegner aufgedeckt hatten. »Nein, so etwas! Wer hätte das gedacht?«

»Was?«, keifte die Zugereiste, eine fette, in geschmacklos teure Kleidung gehüllte Matrone. Argwöhnisch kniff sie ihre Lateralaugen zusammen.

»Mein Feuergnom versengt Wreds Nestkorb.«

»Hä? – Stimmt. Na ja. Ein Verzweiflungszug. Ihm schadet das zwar, doch dir nützt es kaum. In der Endabrechnung hast du trotzdem viel zu wenig.«

»Noch, Verehrteste. Allerdings verliert dadurch der gesamte Nistplatz zwei Schutzpunkte. Somit fällt der Bann um eure Lebensbeistände, und ich kann sie angreifen. Mit meiner Klaubmauler-Horde.«

»Das ... das ist verboten!«

»Nicht, wenn die Monde im Dreieck stehen.« Ynirt legte drei Greifklauen auf die entsprechenden Plättchen, schön langsam, eine nach der anderen. Die Besucher aus den Kaltlanden waren nicht die schnellsten Denker. »›Der Monde Drie gewähren Amnestie‹«, zitierte er das Regelwerk.

»Halt! Wir haben dennoch unsere Ahnmütter.«

»Die neutralisieren sich gegenseitig. Wegen der Verwirrung durch die Himmelsschuppe«, er tippte auf eine vor der Blinden liegende Scheibe, »die Boulan unglücklicherweise zu entsorgen versäumt hat.«

»Da hat er leider recht«, schnarrte Boulan. »Mein Fehler. Ich dachte, von der Stummdenker-Orgie drohe weit größere Gefahr.«

»Was ja in den meisten Fällen auch zutrifft«, pflichtete ihr Ynirt tröstlich bei.

»Eiter und Wurmbefall!«, fluchte die Fette; vor Kurzem hatte sie sich noch äußerst vornehm und manierlich gegeben.

Ihr Begleiter stöhnte und rieb sich den faltigen Schädel. Allmählich begann er zu kapieren, dass sein Triumph vorschnell gewesen war.

Sirrend zuckte Boulans Sensorarm über der Tischplatte hin und her. »Wer hätte damit gerechnet, dass die kollektive Doppeldeckung zuletzt noch hintenrum geknackt wird? Eine solche Verteilung ist extrem selten, sie kommt vielleicht einmal in einer Million Partien vor!«

»Tja, Dusel gehört halt gelegentlich auch zu diesem Spiel«, sagte Ynirt in fröhlich singendem Tonfall. »Und wie mir schon meine alte Lehrmeisterin Trapc'ett eingeschärft hat: ›Es geht nichts über eine Chance von eins zu einer Million.‹ – Dann lasst uns mal die Lage bereinigen, meine Lieben. Wenn ihr bitte die von den Klaubmaulern verknusperten Lebenshelfer wegräumt ...«

Seine Gegenspieler hatten zwar wenig Freude, aber keine Wahl. »Ohooo«, setzte Ynirt gut gelaunt fort, »und infolgedessen ergibt sich nun eine ganz erstaunliche Kettenreaktion. Hier: Zack, zack – und zack! Das Gnomenfeuer greift auf die Kronen der Tswejuns über. Die Stummen Wände brennen ab. Von allen Nistkörben bleibt nur meiner verschont, da er als Einziger von Zinnengunst gedeckt ist ...«

Weitere Scheiben wurden kommentarlos aus dem Spiel genommen. Die Blicke der vier Gegner freilich sprachen Bände.

»So. Nun, da hat sich einiges gelichtet. Erhebt jemand irgendwelche Einsprüche, oder können wir zur Zählung schreiten?«

Ynirt erntete nur Grunzlaute des Unbehagens. Niemand verlor gern; schon gar nicht, wenn er sich bereits als sicherer Sieger gewähnt hatte.

Nachdem er quälend langsam gezählt hatte, schlug Ynirt, der Gaukler, klatschend drei Gliederpaare auf einmal zusammen und rief: »Ist das zu fassen? Um einen lausigen Punkt habe ich mehr! Aber wie die alte Trapc'ett immer sagte: Knapp vorn ist auch gewonnen. – Ihr erlaubt, dass ich die Einsätze an mich nehme?«

»Mach schon!«, fauchte Boulan. »Bloß halt endlich die Klappe!«

Missmutig ächzend, sackten die beiden feisten Kaltländler in ihre Sitzmulden zurück. Sie gaben sich ebenfalls geschlagen.

Der Zungenlose Wred jedoch schnellte plötzlich hoch und warf sich auf Ynirt.



*



Ein Hagel von harten Schlägen und Tritten traf Ynirt, den Gaukler.

Er hatte keine Chance, zur Flucht oder zum Gegenangriff anzusetzen, sondern war ausschließlich damit beschäftigt, seine empfindlichen Körperteile einigermaßen zu schützen. Die stählerne Prothese, die er anstelle seines verklärten Beins trug, hielt etliche Hiebe ab, jedoch bei Weitem nicht alle.

Mit sämtlichen acht Gliedmaßen drosch Wred wild auf ihn ein. Ehe jemand dazwischengehen konnte, fügte er Ynirt mehrere Verletzungen zu, darunter eine Platzwunde am Kopf, aus der das Blut nur so sprudelte.

Endlich griff Boulan ein. »Hör auf, Wred!«, schrie sie, während sie den Rasenden von hinten umklammerte. »Bist du verrückt? Du bringst ihn ja um!«

So abrupt, wie er ihn attackiert hatte, ließ der Zungenlose von Ynirt ab. Sein Körper erschlaffte. Wut wandelte sich zu Schuldbewusstsein.

»Was ist bloß in dich gefahren, Mann?«

Wred gestikulierte matt. »Es tut ihm leid«, übersetzte Boulan mithilfe ihres Sensor-Arms seine Zeichensprache für die sichtlich schockierten Zugereisten. »Er hat sich verhöhnt gefühlt und ist ausgerastet.«

»Schon gut«, sagte Ynirt, während er mühsam wieder auf die Beine kam. »Ich hab's vielleicht mit dem Spott wirklich übertrieben und daher die Prügel verdient. Ich war ein schlechter Sieger.« Er reichte Wred drei Arme zur Versöhnung.

Nach kurzem Zögern schlug der Zungenlose ein. Dann half er Ynirt, die Wunden mit Medopatches zu verarzten.

»Es tut mir leid, dass ihr Zeugen dieser hässlichen Szene wurdet«, sagte Ynirt zu den beiden Zugereisten, die reichlich verdattert dreinschauten. »Mein Kamerad Wred, der Hitzkopf, bittet ebenfalls um Entschuldigung. – Oje, was für eine Bescherung!«

Bei der Prügelei war der marmorne Spieltisch umgestoßen worden. Plättchen und Münzwürfel lagen über den Erdboden verstreut.

»Wisst ihr was? Wir annullieren diese Partie«, schlug Ynirt vor. »Stattdessen spielen wir gemütlich noch eine allerletzte, ohne Limits, und dann lassen wir es gut sein. Einverstanden?«



*



Künedd und ihr Soldmann Heriwik erklärten ihre Bereitschaft.

Sie hatte schon vor Antritt der Rundreise durch die Hohen Steppen und Seichten Senken einiges über die Gyvie-Clans dieser Gegend gehört. Dabei waren Begriffe wie unzivilisiert, Provinznestler, Rohlinge und dergleichen mehr gefallen.

Offenbar beruhte ein Großteil der Gerüchte auf Tatsachen. Jedenfalls legten die Bewohner des Hains derer von Chast reichlich seltsame und ruppige, um nicht zu sagen barbarische Verhaltensweisen an den Tag.

Umso mehr hatte es Künedd gewurmt, gegen eines dieser Landeier den Kürzeren zu ziehen. Immerhin bot sich nun die Chance, den Spieß umzudrehen.

Die Münzwürfel wurden zurückgegeben, neue Einsätze in der Tischmitte gestapelt. Die Reihe war an Künedd, die Spielscheiben auszuteilen.

Beim Einsammeln und Mischen fiel ihr auf, dass einige der Plättchen durch den Raufhandel in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Manche waren leicht verbogen oder auf der Rückseite zerkratzt. Künedd stellte fest, dass es sich dabei just um einige der mächtigsten Symbole handelte, darunter die Zinnen der Verklärung und sogar der Antuu.

Die Einheimischen schienen dies nicht zu bemerken. Wie auch?

Das Gesichtsfeld des lümmelhaften, vorwitzigen Prothesenträgers war von verschmiertem Blut getrübt. Der jähzornige Stumme verkroch sich in seine Sitzmulde, den Blick vor Scham gesenkt. Und der Armscanner der Blinden verfügte wohl nicht über die nötige Auflösung.

Künedd wollte die drei Krüppel schon darauf hinweisen, dass die Scheiben unabsichtlich quasi gezinkt worden waren. Aber dann besann sie sich eines Besseren.

Warum sollte sie einen glücklichen Zufall, der dem unbeherrschten Benehmen dieser Rüpel geschuldet war, nicht zu ihrem Vorteil ausnutzen? Der Maulheld hatte ja förmlich um eine Abreibung gebettelt!

Sie verteilte die Spielscheiben; natürlich so, dass ihr selbst die besten zufielen. »Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.«

Bevor sie ihre Plättchen angesehen hatte, schob Künedd alles, was sie und ihr Soldmann an Münzwürfeln bei sich trugen, in die Mitte des Tisches.



*



Nach dem Spiel kletterte Ynirt, der Gaukler, den Stamm des Tswejun hinauf in die ausladende Krone, ins Nest seiner Familie, einen der schmucksten Horte derer von Chast.

»Du kommst spät heim«, sagte Päo mit sanftem Tadel. »Und du siehst übel aus. Sei bloß leise, Ypasd schläft sehr unruhig. Er hat den Nachtschrecken. Immer wieder schreit er auf, geplagt von Albdrücken.«

Ynirt koste seine liebe Frau. »Das gibt sich«, flüsterte er. »In diesem Alter ist das ganz normal. Unser blitzgescheiter Sohn hat so viele Eindrücke zu verarbeiten ... Vertrau mir. Alles wird gut.«

Päo schmiegte sich an ihn. Sie zitterte, obwohl ihr Leib fast glühte vor Wärme. »Ich würd's gern glauben. Aber ...«

»Was?«

Sie stieß einen lang gezogenen Seufzer aus. »Später. – Wie ist es dir ergangen?«

Anstelle einer Antwort entleerte er sein Bündel auf die Ruhefelle, vorsichtig, damit das Klimpern nicht seinen Sohn weckte. Die Münzwürfel bildeten einen Teich, einen See, ein kleines Meer. »Na, was sagst du dazu?«

»Das ist ... viel.« Päos Stimme klang flach, ihre Freudenbezeugung bemüht. »Ihr habt die Fremden abgezockt.«

»Auf die klassische Tour. Perfekt von Anfang bis Ende. Boulan und Wred waren sensationell. Speziell der Zungenlose wächst immer mehr über sich hinaus. Er beherrscht seine Rolle inzwischen besser als sein legendärer Großvater. Du hättest sehen sollen, wie er mir mit einer einzigen Klaue die Stirn geöffnet hat!«

»Die Zugereisten sind auf euren Trick hereingefallen.«

»Und ob! Sie konnten es gar nicht erwarten, ihre Barschaft loszuwerden.« Er ahmte das Keifen der fetten Matrone nach: »›Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.‹ – Grad, dass die Alte nicht gesabbert hat vor Gier.«

»Was waren das für Leute?«

»Städter. Ein Pärchen aus dem Kaltland, wobei sie diejenige ist, die ihn entlohnt. Eine Tonne von Weib, arrogant durch und durch, strotzend vor Standesdünkel. Unversehrt, wie auch ihr Gespiele.«

»Kinderlos.«

»Mein Mitleid hält sich in Grenzen.«

»Reichtum entschädigt nicht für den Mangel an Nachkommenschaft. Weshalb sonst sollten sie ihren Tswejun verlassen und sich auf Wanderschaft begeben, wenn nicht aus unerfüllter Sehnsucht?«

Ynirt lachte verhalten. »Greif mich an und fühle, wie kalt mich das lässt! Meine Partner und ich, wir haben keine armen, unschuldigen Naivlinge um ihr Vermögen gebracht. Sie waren es, die mich prellen wollten, und Wred und Boulan gleich mit.«

»Trotzdem habt ihr sie dazu verführt.«

»Na und? Sie hätten der Verlockung nicht nachgeben müssen. Worte der seligen Lehrmeisterin Trapc'ett, in den Stamm unseres Tswejuns geschnitzt: ›Betrüger darf man betrügen.‹«

»So einfach ist es nicht.«

»So einfach ist die Welt, Liebste.« Ynirt wühlte in der Masse der schimmernden Münzwürfelchen. »Was ihres war, gehört jetzt uns. Der Sieger nimmt alles und teilt es mit seinen Gehilfen. Die Zugereisten sind von dannen geschlichen, nachdem ich ihnen bewiesen hatte, dass ich auch ohne Zinnen und Antuu höher punkten kann. Nun jauchz doch mal, meine Süße. Wir haben ausgesorgt!«

»Nein«, sagte Päo. »Das haben wir nicht.«

Und nach einer langen Pause und mehreren tiefen Atemzügen fügte sie hinzu: »Ich bin wieder schwanger.«

»Ah.«

Mehr musste nicht gesagt werden. Auf einmal war alles klar.

Ynirt, der Gaukler, blies seinen Atem durch eng geschürzte Lippen aus. Schlagartig wusste er, warum seine liebe Frau Päo die ganze Zeit schon dermaßen bedrückt war. Warum auch die üppige Beute, die er nach Hause gebracht hatte, sie nicht aufzuheitern vermochte.

So war das also. Daran gab es nichts zu rütteln.

Er hatte soeben sein Todesurteil vernommen.

Benutzeravatar
Günther Drach
Superintelligenz
Beiträge: 2873
Registriert: 1. Juli 2012, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Titel 2686

Beitrag von Günther Drach » 2. Februar 2013, 15:59

Rainer1803 hat geschrieben:Wer den Prolog des Romans lesen will, bitte schön:
Spoiler:
Toufec – Der Erste der Sternwürdigen führt sein Team in einen riskanten Einsatz.

Ynirt – Der Gyvie tritt den finalen Gang zur Zinne der Verklärung an.

Reginald Bull – Der Terranische Resident schickt drei Flotten auf einmal aus.

Lilith Karsmaq – Die Emotionautin setzt einen preisgekrönten Plan in die Tat um.

Delorian Rhodan – Er agiert mit der TOLBA an vorderster Front.

»Geschnitztes Holz, gezogene Fäden,

So entsteht ein Greis.

Hühnerhaut und Kranichhaar,

Beide wirken echt.

Im Handumdrehen ist aus das Spiel,

Vorbei wie ein geträumtes Leben.«

Chinesisches Gedicht, ca. 760 v. Chr.





Prolog

Ein Abend im Hain derer von Chast



»Zeigen.«

»Zeigen.«

»Zeigen«, forderte auch die Blinde Boulan und schwenkte ihren Scannerarm über den Tisch.

Der Zungenlose Wred gab mittels Gesten zu verstehen, dass er ebenfalls dabei war. Erwartungsvoll beugten sich sämtliche Mitspieler vor.

»Wenn's denn sein muss.« Scheinbar widerstrebend legte Ynirt, der Gaukler, sein Blatt auf die Marmorplatte. »Zugegeben, das sieht nach nicht viel aus ...«

»Wolltest uns rausbluffen, was?«, sagte Boulan. »Ha! Ich kenne deine Tricks. Solltest dir allmählich ein paar neue einfallen lassen.«

Einer der beiden Zugereisten, deren Namen sich Ynirt gar nicht erst gemerkt hatte, schnaubte triumphierend. Seine Partnerin streckte bereits die vier Vorderarme nach den in der Tischmitte gestapelten Münzwürfeln aus.

»Aber wartet mal ...« Ynirt tat, als bemerke er eben erst die Konstellationen, die sich zwischen seinen Spielscheiben und jenen ergaben, die seine Gegner aufgedeckt hatten. »Nein, so etwas! Wer hätte das gedacht?«

»Was?«, keifte die Zugereiste, eine fette, in geschmacklos teure Kleidung gehüllte Matrone. Argwöhnisch kniff sie ihre Lateralaugen zusammen.

»Mein Feuergnom versengt Wreds Nestkorb.«

»Hä? – Stimmt. Na ja. Ein Verzweiflungszug. Ihm schadet das zwar, doch dir nützt es kaum. In der Endabrechnung hast du trotzdem viel zu wenig.«

»Noch, Verehrteste. Allerdings verliert dadurch der gesamte Nistplatz zwei Schutzpunkte. Somit fällt der Bann um eure Lebensbeistände, und ich kann sie angreifen. Mit meiner Klaubmauler-Horde.«

»Das ... das ist verboten!«

»Nicht, wenn die Monde im Dreieck stehen.« Ynirt legte drei Greifklauen auf die entsprechenden Plättchen, schön langsam, eine nach der anderen. Die Besucher aus den Kaltlanden waren nicht die schnellsten Denker. »›Der Monde Drie gewähren Amnestie‹«, zitierte er das Regelwerk.

»Halt! Wir haben dennoch unsere Ahnmütter.«

»Die neutralisieren sich gegenseitig. Wegen der Verwirrung durch die Himmelsschuppe«, er tippte auf eine vor der Blinden liegende Scheibe, »die Boulan unglücklicherweise zu entsorgen versäumt hat.«

»Da hat er leider recht«, schnarrte Boulan. »Mein Fehler. Ich dachte, von der Stummdenker-Orgie drohe weit größere Gefahr.«

»Was ja in den meisten Fällen auch zutrifft«, pflichtete ihr Ynirt tröstlich bei.

»Eiter und Wurmbefall!«, fluchte die Fette; vor Kurzem hatte sie sich noch äußerst vornehm und manierlich gegeben.

Ihr Begleiter stöhnte und rieb sich den faltigen Schädel. Allmählich begann er zu kapieren, dass sein Triumph vorschnell gewesen war.

Sirrend zuckte Boulans Sensorarm über der Tischplatte hin und her. »Wer hätte damit gerechnet, dass die kollektive Doppeldeckung zuletzt noch hintenrum geknackt wird? Eine solche Verteilung ist extrem selten, sie kommt vielleicht einmal in einer Million Partien vor!«

»Tja, Dusel gehört halt gelegentlich auch zu diesem Spiel«, sagte Ynirt in fröhlich singendem Tonfall. »Und wie mir schon meine alte Lehrmeisterin Trapc'ett eingeschärft hat: ›Es geht nichts über eine Chance von eins zu einer Million.‹ – Dann lasst uns mal die Lage bereinigen, meine Lieben. Wenn ihr bitte die von den Klaubmaulern verknusperten Lebenshelfer wegräumt ...«

Seine Gegenspieler hatten zwar wenig Freude, aber keine Wahl. »Ohooo«, setzte Ynirt gut gelaunt fort, »und infolgedessen ergibt sich nun eine ganz erstaunliche Kettenreaktion. Hier: Zack, zack – und zack! Das Gnomenfeuer greift auf die Kronen der Tswejuns über. Die Stummen Wände brennen ab. Von allen Nistkörben bleibt nur meiner verschont, da er als Einziger von Zinnengunst gedeckt ist ...«

Weitere Scheiben wurden kommentarlos aus dem Spiel genommen. Die Blicke der vier Gegner freilich sprachen Bände.

»So. Nun, da hat sich einiges gelichtet. Erhebt jemand irgendwelche Einsprüche, oder können wir zur Zählung schreiten?«

Ynirt erntete nur Grunzlaute des Unbehagens. Niemand verlor gern; schon gar nicht, wenn er sich bereits als sicherer Sieger gewähnt hatte.

Nachdem er quälend langsam gezählt hatte, schlug Ynirt, der Gaukler, klatschend drei Gliederpaare auf einmal zusammen und rief: »Ist das zu fassen? Um einen lausigen Punkt habe ich mehr! Aber wie die alte Trapc'ett immer sagte: Knapp vorn ist auch gewonnen. – Ihr erlaubt, dass ich die Einsätze an mich nehme?«

»Mach schon!«, fauchte Boulan. »Bloß halt endlich die Klappe!«

Missmutig ächzend, sackten die beiden feisten Kaltländler in ihre Sitzmulden zurück. Sie gaben sich ebenfalls geschlagen.

Der Zungenlose Wred jedoch schnellte plötzlich hoch und warf sich auf Ynirt.



*



Ein Hagel von harten Schlägen und Tritten traf Ynirt, den Gaukler.

Er hatte keine Chance, zur Flucht oder zum Gegenangriff anzusetzen, sondern war ausschließlich damit beschäftigt, seine empfindlichen Körperteile einigermaßen zu schützen. Die stählerne Prothese, die er anstelle seines verklärten Beins trug, hielt etliche Hiebe ab, jedoch bei Weitem nicht alle.

Mit sämtlichen acht Gliedmaßen drosch Wred wild auf ihn ein. Ehe jemand dazwischengehen konnte, fügte er Ynirt mehrere Verletzungen zu, darunter eine Platzwunde am Kopf, aus der das Blut nur so sprudelte.

Endlich griff Boulan ein. »Hör auf, Wred!«, schrie sie, während sie den Rasenden von hinten umklammerte. »Bist du verrückt? Du bringst ihn ja um!«

So abrupt, wie er ihn attackiert hatte, ließ der Zungenlose von Ynirt ab. Sein Körper erschlaffte. Wut wandelte sich zu Schuldbewusstsein.

»Was ist bloß in dich gefahren, Mann?«

Wred gestikulierte matt. »Es tut ihm leid«, übersetzte Boulan mithilfe ihres Sensor-Arms seine Zeichensprache für die sichtlich schockierten Zugereisten. »Er hat sich verhöhnt gefühlt und ist ausgerastet.«

»Schon gut«, sagte Ynirt, während er mühsam wieder auf die Beine kam. »Ich hab's vielleicht mit dem Spott wirklich übertrieben und daher die Prügel verdient. Ich war ein schlechter Sieger.« Er reichte Wred drei Arme zur Versöhnung.

Nach kurzem Zögern schlug der Zungenlose ein. Dann half er Ynirt, die Wunden mit Medopatches zu verarzten.

»Es tut mir leid, dass ihr Zeugen dieser hässlichen Szene wurdet«, sagte Ynirt zu den beiden Zugereisten, die reichlich verdattert dreinschauten. »Mein Kamerad Wred, der Hitzkopf, bittet ebenfalls um Entschuldigung. – Oje, was für eine Bescherung!«

Bei der Prügelei war der marmorne Spieltisch umgestoßen worden. Plättchen und Münzwürfel lagen über den Erdboden verstreut.

»Wisst ihr was? Wir annullieren diese Partie«, schlug Ynirt vor. »Stattdessen spielen wir gemütlich noch eine allerletzte, ohne Limits, und dann lassen wir es gut sein. Einverstanden?«



*



Künedd und ihr Soldmann Heriwik erklärten ihre Bereitschaft.

Sie hatte schon vor Antritt der Rundreise durch die Hohen Steppen und Seichten Senken einiges über die Gyvie-Clans dieser Gegend gehört. Dabei waren Begriffe wie unzivilisiert, Provinznestler, Rohlinge und dergleichen mehr gefallen.

Offenbar beruhte ein Großteil der Gerüchte auf Tatsachen. Jedenfalls legten die Bewohner des Hains derer von Chast reichlich seltsame und ruppige, um nicht zu sagen barbarische Verhaltensweisen an den Tag.

Umso mehr hatte es Künedd gewurmt, gegen eines dieser Landeier den Kürzeren zu ziehen. Immerhin bot sich nun die Chance, den Spieß umzudrehen.

Die Münzwürfel wurden zurückgegeben, neue Einsätze in der Tischmitte gestapelt. Die Reihe war an Künedd, die Spielscheiben auszuteilen.

Beim Einsammeln und Mischen fiel ihr auf, dass einige der Plättchen durch den Raufhandel in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Manche waren leicht verbogen oder auf der Rückseite zerkratzt. Künedd stellte fest, dass es sich dabei just um einige der mächtigsten Symbole handelte, darunter die Zinnen der Verklärung und sogar der Antuu.

Die Einheimischen schienen dies nicht zu bemerken. Wie auch?

Das Gesichtsfeld des lümmelhaften, vorwitzigen Prothesenträgers war von verschmiertem Blut getrübt. Der jähzornige Stumme verkroch sich in seine Sitzmulde, den Blick vor Scham gesenkt. Und der Armscanner der Blinden verfügte wohl nicht über die nötige Auflösung.

Künedd wollte die drei Krüppel schon darauf hinweisen, dass die Scheiben unabsichtlich quasi gezinkt worden waren. Aber dann besann sie sich eines Besseren.

Warum sollte sie einen glücklichen Zufall, der dem unbeherrschten Benehmen dieser Rüpel geschuldet war, nicht zu ihrem Vorteil ausnutzen? Der Maulheld hatte ja förmlich um eine Abreibung gebettelt!

Sie verteilte die Spielscheiben; natürlich so, dass ihr selbst die besten zufielen. »Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.«

Bevor sie ihre Plättchen angesehen hatte, schob Künedd alles, was sie und ihr Soldmann an Münzwürfeln bei sich trugen, in die Mitte des Tisches.



*



Nach dem Spiel kletterte Ynirt, der Gaukler, den Stamm des Tswejun hinauf in die ausladende Krone, ins Nest seiner Familie, einen der schmucksten Horte derer von Chast.

»Du kommst spät heim«, sagte Päo mit sanftem Tadel. »Und du siehst übel aus. Sei bloß leise, Ypasd schläft sehr unruhig. Er hat den Nachtschrecken. Immer wieder schreit er auf, geplagt von Albdrücken.«

Ynirt koste seine liebe Frau. »Das gibt sich«, flüsterte er. »In diesem Alter ist das ganz normal. Unser blitzgescheiter Sohn hat so viele Eindrücke zu verarbeiten ... Vertrau mir. Alles wird gut.«

Päo schmiegte sich an ihn. Sie zitterte, obwohl ihr Leib fast glühte vor Wärme. »Ich würd's gern glauben. Aber ...«

»Was?«

Sie stieß einen lang gezogenen Seufzer aus. »Später. – Wie ist es dir ergangen?«

Anstelle einer Antwort entleerte er sein Bündel auf die Ruhefelle, vorsichtig, damit das Klimpern nicht seinen Sohn weckte. Die Münzwürfel bildeten einen Teich, einen See, ein kleines Meer. »Na, was sagst du dazu?«

»Das ist ... viel.« Päos Stimme klang flach, ihre Freudenbezeugung bemüht. »Ihr habt die Fremden abgezockt.«

»Auf die klassische Tour. Perfekt von Anfang bis Ende. Boulan und Wred waren sensationell. Speziell der Zungenlose wächst immer mehr über sich hinaus. Er beherrscht seine Rolle inzwischen besser als sein legendärer Großvater. Du hättest sehen sollen, wie er mir mit einer einzigen Klaue die Stirn geöffnet hat!«

»Die Zugereisten sind auf euren Trick hereingefallen.«

»Und ob! Sie konnten es gar nicht erwarten, ihre Barschaft loszuwerden.« Er ahmte das Keifen der fetten Matrone nach: »›Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.‹ – Grad, dass die Alte nicht gesabbert hat vor Gier.«

»Was waren das für Leute?«

»Städter. Ein Pärchen aus dem Kaltland, wobei sie diejenige ist, die ihn entlohnt. Eine Tonne von Weib, arrogant durch und durch, strotzend vor Standesdünkel. Unversehrt, wie auch ihr Gespiele.«

»Kinderlos.«

»Mein Mitleid hält sich in Grenzen.«

»Reichtum entschädigt nicht für den Mangel an Nachkommenschaft. Weshalb sonst sollten sie ihren Tswejun verlassen und sich auf Wanderschaft begeben, wenn nicht aus unerfüllter Sehnsucht?«

Ynirt lachte verhalten. »Greif mich an und fühle, wie kalt mich das lässt! Meine Partner und ich, wir haben keine armen, unschuldigen Naivlinge um ihr Vermögen gebracht. Sie waren es, die mich prellen wollten, und Wred und Boulan gleich mit.«

»Trotzdem habt ihr sie dazu verführt.«

»Na und? Sie hätten der Verlockung nicht nachgeben müssen. Worte der seligen Lehrmeisterin Trapc'ett, in den Stamm unseres Tswejuns geschnitzt: ›Betrüger darf man betrügen.‹«

»So einfach ist es nicht.«

»So einfach ist die Welt, Liebste.« Ynirt wühlte in der Masse der schimmernden Münzwürfelchen. »Was ihres war, gehört jetzt uns. Der Sieger nimmt alles und teilt es mit seinen Gehilfen. Die Zugereisten sind von dannen geschlichen, nachdem ich ihnen bewiesen hatte, dass ich auch ohne Zinnen und Antuu höher punkten kann. Nun jauchz doch mal, meine Süße. Wir haben ausgesorgt!«

»Nein«, sagte Päo. »Das haben wir nicht.«

Und nach einer langen Pause und mehreren tiefen Atemzügen fügte sie hinzu: »Ich bin wieder schwanger.«

»Ah.«

Mehr musste nicht gesagt werden. Auf einmal war alles klar.

Ynirt, der Gaukler, blies seinen Atem durch eng geschürzte Lippen aus. Schlagartig wusste er, warum seine liebe Frau Päo die ganze Zeit schon dermaßen bedrückt war. Warum auch die üppige Beute, die er nach Hause gebracht hatte, sie nicht aufzuheitern vermochte.

So war das also. Daran gab es nichts zu rütteln.

Er hatte soeben sein Todesurteil vernommen.
Rate mal, wo's bereits nen Spoiler gibt. B-)
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

nolite te bastardes carborundorum.

Benutzeravatar
Rainer1803
Postingquelle
Beiträge: 3092
Registriert: 18. Dezember 2012, 19:54
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Titel 2686

Beitrag von Rainer1803 » 4. Februar 2013, 13:05

Günther Drach hat geschrieben:
Rainer1803 hat geschrieben:Wer den Prolog des Romans lesen will, bitte schön:
Spoiler:
Toufec – Der Erste der Sternwürdigen führt sein Team in einen riskanten Einsatz.

Ynirt – Der Gyvie tritt den finalen Gang zur Zinne der Verklärung an.

Reginald Bull – Der Terranische Resident schickt drei Flotten auf einmal aus.

Lilith Karsmaq – Die Emotionautin setzt einen preisgekrönten Plan in die Tat um.

Delorian Rhodan – Er agiert mit der TOLBA an vorderster Front.

»Geschnitztes Holz, gezogene Fäden,

So entsteht ein Greis.

Hühnerhaut und Kranichhaar,

Beide wirken echt.

Im Handumdrehen ist aus das Spiel,

Vorbei wie ein geträumtes Leben.«

Chinesisches Gedicht, ca. 760 v. Chr.





Prolog

Ein Abend im Hain derer von Chast



»Zeigen.«

»Zeigen.«

»Zeigen«, forderte auch die Blinde Boulan und schwenkte ihren Scannerarm über den Tisch.

Der Zungenlose Wred gab mittels Gesten zu verstehen, dass er ebenfalls dabei war. Erwartungsvoll beugten sich sämtliche Mitspieler vor.

»Wenn's denn sein muss.« Scheinbar widerstrebend legte Ynirt, der Gaukler, sein Blatt auf die Marmorplatte. »Zugegeben, das sieht nach nicht viel aus ...«

»Wolltest uns rausbluffen, was?«, sagte Boulan. »Ha! Ich kenne deine Tricks. Solltest dir allmählich ein paar neue einfallen lassen.«

Einer der beiden Zugereisten, deren Namen sich Ynirt gar nicht erst gemerkt hatte, schnaubte triumphierend. Seine Partnerin streckte bereits die vier Vorderarme nach den in der Tischmitte gestapelten Münzwürfeln aus.

»Aber wartet mal ...« Ynirt tat, als bemerke er eben erst die Konstellationen, die sich zwischen seinen Spielscheiben und jenen ergaben, die seine Gegner aufgedeckt hatten. »Nein, so etwas! Wer hätte das gedacht?«

»Was?«, keifte die Zugereiste, eine fette, in geschmacklos teure Kleidung gehüllte Matrone. Argwöhnisch kniff sie ihre Lateralaugen zusammen.

»Mein Feuergnom versengt Wreds Nestkorb.«

»Hä? – Stimmt. Na ja. Ein Verzweiflungszug. Ihm schadet das zwar, doch dir nützt es kaum. In der Endabrechnung hast du trotzdem viel zu wenig.«

»Noch, Verehrteste. Allerdings verliert dadurch der gesamte Nistplatz zwei Schutzpunkte. Somit fällt der Bann um eure Lebensbeistände, und ich kann sie angreifen. Mit meiner Klaubmauler-Horde.«

»Das ... das ist verboten!«

»Nicht, wenn die Monde im Dreieck stehen.« Ynirt legte drei Greifklauen auf die entsprechenden Plättchen, schön langsam, eine nach der anderen. Die Besucher aus den Kaltlanden waren nicht die schnellsten Denker. »›Der Monde Drie gewähren Amnestie‹«, zitierte er das Regelwerk.

»Halt! Wir haben dennoch unsere Ahnmütter.«

»Die neutralisieren sich gegenseitig. Wegen der Verwirrung durch die Himmelsschuppe«, er tippte auf eine vor der Blinden liegende Scheibe, »die Boulan unglücklicherweise zu entsorgen versäumt hat.«

»Da hat er leider recht«, schnarrte Boulan. »Mein Fehler. Ich dachte, von der Stummdenker-Orgie drohe weit größere Gefahr.«

»Was ja in den meisten Fällen auch zutrifft«, pflichtete ihr Ynirt tröstlich bei.

»Eiter und Wurmbefall!«, fluchte die Fette; vor Kurzem hatte sie sich noch äußerst vornehm und manierlich gegeben.

Ihr Begleiter stöhnte und rieb sich den faltigen Schädel. Allmählich begann er zu kapieren, dass sein Triumph vorschnell gewesen war.

Sirrend zuckte Boulans Sensorarm über der Tischplatte hin und her. »Wer hätte damit gerechnet, dass die kollektive Doppeldeckung zuletzt noch hintenrum geknackt wird? Eine solche Verteilung ist extrem selten, sie kommt vielleicht einmal in einer Million Partien vor!«

»Tja, Dusel gehört halt gelegentlich auch zu diesem Spiel«, sagte Ynirt in fröhlich singendem Tonfall. »Und wie mir schon meine alte Lehrmeisterin Trapc'ett eingeschärft hat: ›Es geht nichts über eine Chance von eins zu einer Million.‹ – Dann lasst uns mal die Lage bereinigen, meine Lieben. Wenn ihr bitte die von den Klaubmaulern verknusperten Lebenshelfer wegräumt ...«

Seine Gegenspieler hatten zwar wenig Freude, aber keine Wahl. »Ohooo«, setzte Ynirt gut gelaunt fort, »und infolgedessen ergibt sich nun eine ganz erstaunliche Kettenreaktion. Hier: Zack, zack – und zack! Das Gnomenfeuer greift auf die Kronen der Tswejuns über. Die Stummen Wände brennen ab. Von allen Nistkörben bleibt nur meiner verschont, da er als Einziger von Zinnengunst gedeckt ist ...«

Weitere Scheiben wurden kommentarlos aus dem Spiel genommen. Die Blicke der vier Gegner freilich sprachen Bände.

»So. Nun, da hat sich einiges gelichtet. Erhebt jemand irgendwelche Einsprüche, oder können wir zur Zählung schreiten?«

Ynirt erntete nur Grunzlaute des Unbehagens. Niemand verlor gern; schon gar nicht, wenn er sich bereits als sicherer Sieger gewähnt hatte.

Nachdem er quälend langsam gezählt hatte, schlug Ynirt, der Gaukler, klatschend drei Gliederpaare auf einmal zusammen und rief: »Ist das zu fassen? Um einen lausigen Punkt habe ich mehr! Aber wie die alte Trapc'ett immer sagte: Knapp vorn ist auch gewonnen. – Ihr erlaubt, dass ich die Einsätze an mich nehme?«

»Mach schon!«, fauchte Boulan. »Bloß halt endlich die Klappe!«

Missmutig ächzend, sackten die beiden feisten Kaltländler in ihre Sitzmulden zurück. Sie gaben sich ebenfalls geschlagen.

Der Zungenlose Wred jedoch schnellte plötzlich hoch und warf sich auf Ynirt.



*



Ein Hagel von harten Schlägen und Tritten traf Ynirt, den Gaukler.

Er hatte keine Chance, zur Flucht oder zum Gegenangriff anzusetzen, sondern war ausschließlich damit beschäftigt, seine empfindlichen Körperteile einigermaßen zu schützen. Die stählerne Prothese, die er anstelle seines verklärten Beins trug, hielt etliche Hiebe ab, jedoch bei Weitem nicht alle.

Mit sämtlichen acht Gliedmaßen drosch Wred wild auf ihn ein. Ehe jemand dazwischengehen konnte, fügte er Ynirt mehrere Verletzungen zu, darunter eine Platzwunde am Kopf, aus der das Blut nur so sprudelte.

Endlich griff Boulan ein. »Hör auf, Wred!«, schrie sie, während sie den Rasenden von hinten umklammerte. »Bist du verrückt? Du bringst ihn ja um!«

So abrupt, wie er ihn attackiert hatte, ließ der Zungenlose von Ynirt ab. Sein Körper erschlaffte. Wut wandelte sich zu Schuldbewusstsein.

»Was ist bloß in dich gefahren, Mann?«

Wred gestikulierte matt. »Es tut ihm leid«, übersetzte Boulan mithilfe ihres Sensor-Arms seine Zeichensprache für die sichtlich schockierten Zugereisten. »Er hat sich verhöhnt gefühlt und ist ausgerastet.«

»Schon gut«, sagte Ynirt, während er mühsam wieder auf die Beine kam. »Ich hab's vielleicht mit dem Spott wirklich übertrieben und daher die Prügel verdient. Ich war ein schlechter Sieger.« Er reichte Wred drei Arme zur Versöhnung.

Nach kurzem Zögern schlug der Zungenlose ein. Dann half er Ynirt, die Wunden mit Medopatches zu verarzten.

»Es tut mir leid, dass ihr Zeugen dieser hässlichen Szene wurdet«, sagte Ynirt zu den beiden Zugereisten, die reichlich verdattert dreinschauten. »Mein Kamerad Wred, der Hitzkopf, bittet ebenfalls um Entschuldigung. – Oje, was für eine Bescherung!«

Bei der Prügelei war der marmorne Spieltisch umgestoßen worden. Plättchen und Münzwürfel lagen über den Erdboden verstreut.

»Wisst ihr was? Wir annullieren diese Partie«, schlug Ynirt vor. »Stattdessen spielen wir gemütlich noch eine allerletzte, ohne Limits, und dann lassen wir es gut sein. Einverstanden?«



*



Künedd und ihr Soldmann Heriwik erklärten ihre Bereitschaft.

Sie hatte schon vor Antritt der Rundreise durch die Hohen Steppen und Seichten Senken einiges über die Gyvie-Clans dieser Gegend gehört. Dabei waren Begriffe wie unzivilisiert, Provinznestler, Rohlinge und dergleichen mehr gefallen.

Offenbar beruhte ein Großteil der Gerüchte auf Tatsachen. Jedenfalls legten die Bewohner des Hains derer von Chast reichlich seltsame und ruppige, um nicht zu sagen barbarische Verhaltensweisen an den Tag.

Umso mehr hatte es Künedd gewurmt, gegen eines dieser Landeier den Kürzeren zu ziehen. Immerhin bot sich nun die Chance, den Spieß umzudrehen.

Die Münzwürfel wurden zurückgegeben, neue Einsätze in der Tischmitte gestapelt. Die Reihe war an Künedd, die Spielscheiben auszuteilen.

Beim Einsammeln und Mischen fiel ihr auf, dass einige der Plättchen durch den Raufhandel in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Manche waren leicht verbogen oder auf der Rückseite zerkratzt. Künedd stellte fest, dass es sich dabei just um einige der mächtigsten Symbole handelte, darunter die Zinnen der Verklärung und sogar der Antuu.

Die Einheimischen schienen dies nicht zu bemerken. Wie auch?

Das Gesichtsfeld des lümmelhaften, vorwitzigen Prothesenträgers war von verschmiertem Blut getrübt. Der jähzornige Stumme verkroch sich in seine Sitzmulde, den Blick vor Scham gesenkt. Und der Armscanner der Blinden verfügte wohl nicht über die nötige Auflösung.

Künedd wollte die drei Krüppel schon darauf hinweisen, dass die Scheiben unabsichtlich quasi gezinkt worden waren. Aber dann besann sie sich eines Besseren.

Warum sollte sie einen glücklichen Zufall, der dem unbeherrschten Benehmen dieser Rüpel geschuldet war, nicht zu ihrem Vorteil ausnutzen? Der Maulheld hatte ja förmlich um eine Abreibung gebettelt!

Sie verteilte die Spielscheiben; natürlich so, dass ihr selbst die besten zufielen. »Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.«

Bevor sie ihre Plättchen angesehen hatte, schob Künedd alles, was sie und ihr Soldmann an Münzwürfeln bei sich trugen, in die Mitte des Tisches.



*



Nach dem Spiel kletterte Ynirt, der Gaukler, den Stamm des Tswejun hinauf in die ausladende Krone, ins Nest seiner Familie, einen der schmucksten Horte derer von Chast.

»Du kommst spät heim«, sagte Päo mit sanftem Tadel. »Und du siehst übel aus. Sei bloß leise, Ypasd schläft sehr unruhig. Er hat den Nachtschrecken. Immer wieder schreit er auf, geplagt von Albdrücken.«

Ynirt koste seine liebe Frau. »Das gibt sich«, flüsterte er. »In diesem Alter ist das ganz normal. Unser blitzgescheiter Sohn hat so viele Eindrücke zu verarbeiten ... Vertrau mir. Alles wird gut.«

Päo schmiegte sich an ihn. Sie zitterte, obwohl ihr Leib fast glühte vor Wärme. »Ich würd's gern glauben. Aber ...«

»Was?«

Sie stieß einen lang gezogenen Seufzer aus. »Später. – Wie ist es dir ergangen?«

Anstelle einer Antwort entleerte er sein Bündel auf die Ruhefelle, vorsichtig, damit das Klimpern nicht seinen Sohn weckte. Die Münzwürfel bildeten einen Teich, einen See, ein kleines Meer. »Na, was sagst du dazu?«

»Das ist ... viel.« Päos Stimme klang flach, ihre Freudenbezeugung bemüht. »Ihr habt die Fremden abgezockt.«

»Auf die klassische Tour. Perfekt von Anfang bis Ende. Boulan und Wred waren sensationell. Speziell der Zungenlose wächst immer mehr über sich hinaus. Er beherrscht seine Rolle inzwischen besser als sein legendärer Großvater. Du hättest sehen sollen, wie er mir mit einer einzigen Klaue die Stirn geöffnet hat!«

»Die Zugereisten sind auf euren Trick hereingefallen.«

»Und ob! Sie konnten es gar nicht erwarten, ihre Barschaft loszuwerden.« Er ahmte das Keifen der fetten Matrone nach: »›Keine Limits, hast du gesagt, nicht wahr, mein armer, malträtierter Freund? Nun, dann wollen wir uns nicht lumpen lassen.‹ – Grad, dass die Alte nicht gesabbert hat vor Gier.«

»Was waren das für Leute?«

»Städter. Ein Pärchen aus dem Kaltland, wobei sie diejenige ist, die ihn entlohnt. Eine Tonne von Weib, arrogant durch und durch, strotzend vor Standesdünkel. Unversehrt, wie auch ihr Gespiele.«

»Kinderlos.«

»Mein Mitleid hält sich in Grenzen.«

»Reichtum entschädigt nicht für den Mangel an Nachkommenschaft. Weshalb sonst sollten sie ihren Tswejun verlassen und sich auf Wanderschaft begeben, wenn nicht aus unerfüllter Sehnsucht?«

Ynirt lachte verhalten. »Greif mich an und fühle, wie kalt mich das lässt! Meine Partner und ich, wir haben keine armen, unschuldigen Naivlinge um ihr Vermögen gebracht. Sie waren es, die mich prellen wollten, und Wred und Boulan gleich mit.«

»Trotzdem habt ihr sie dazu verführt.«

»Na und? Sie hätten der Verlockung nicht nachgeben müssen. Worte der seligen Lehrmeisterin Trapc'ett, in den Stamm unseres Tswejuns geschnitzt: ›Betrüger darf man betrügen.‹«

»So einfach ist es nicht.«

»So einfach ist die Welt, Liebste.« Ynirt wühlte in der Masse der schimmernden Münzwürfelchen. »Was ihres war, gehört jetzt uns. Der Sieger nimmt alles und teilt es mit seinen Gehilfen. Die Zugereisten sind von dannen geschlichen, nachdem ich ihnen bewiesen hatte, dass ich auch ohne Zinnen und Antuu höher punkten kann. Nun jauchz doch mal, meine Süße. Wir haben ausgesorgt!«

»Nein«, sagte Päo. »Das haben wir nicht.«

Und nach einer langen Pause und mehreren tiefen Atemzügen fügte sie hinzu: »Ich bin wieder schwanger.«

»Ah.«

Mehr musste nicht gesagt werden. Auf einmal war alles klar.

Ynirt, der Gaukler, blies seinen Atem durch eng geschürzte Lippen aus. Schlagartig wusste er, warum seine liebe Frau Päo die ganze Zeit schon dermaßen bedrückt war. Warum auch die üppige Beute, die er nach Hause gebracht hatte, sie nicht aufzuheitern vermochte.

So war das also. Daran gab es nichts zu rütteln.

Er hatte soeben sein Todesurteil vernommen.
Rate mal, wo's bereits nen Spoiler gibt. B-)
Hier : http://www.scifinet.org/scifinetboard/t ... nokrieger/

Antworten

Zurück zu „Romantitel“