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Skörld
Terraner
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Mr Frost hat geschrieben:Zum Gesamtplot: Nun haben wir also ein neues neurotisches Volk: Die Eyleshioni. Schon seltsam. Die haben Angst und Abscheu vor dem freien Weltraum.

Das sehe ich als (plottechnisch notwendiges) Vehikel, damit die Kerle auch schön brav auf Eyyo bleiben und nicht die Milchstrasse aufmischen.
Allerdings frage man sich nun, warum sie ausgerechnet jetzt gesteigerte Aktivität zeigen.
Zumindest VMs Rekrutierung durch Spälneyer erfolgte lange vor dem Auftauchen der Atopen. Das zumindest scheidet also als "Ausrede" aus.

Die Gefahr durch die Tiuphoren und deren Mächtigkeit verstehe ich weiterhin nicht. Was sind die schon gegen die Terminale Kolonne oder andere Gegner der Vergangenheit? Nur ein kriegerisches Volk mit einer großen Streitmacht. Oder täusche ich mich?

Rein von der Sache her hätte zumindest Perry gequält hüsteln müssen, als ihm die "überwältigende Gefahr" durch die Tius vorgestellt wurde. Die sind zwar für sich gesehen gefährlich, aber die o.g. Kolonne oder ein, zwei Kobaltblaue Walzen wischen mit ihnen den Boden auf - davon können wir ausgehen.

Das ist mMn einfach eine Folge davon, dass die aktuelle Expokratur versucht kleinere Brötchen zu backen als die vorhergehende.
Keine Hohen Mächte -> keine Hoch Mächtigen Kolonnen.

Daß Planeten durch Purpurteufen in die Zukunft geschickt werden und man so die Völkergemeinschaft, die man schützen will, genau dadurch auseinanderreißt und dabei wichtigste Ressourcen entzieht, empfinde ich weiterhin als seltsam und kontraproduktiv.

Bevor sich der Kodex vernichten lässt begeht er Selbstmord? Interessante Überlegung.
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Robert Corvus
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Mr Frost hat geschrieben:Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen.

Oceanlover hat geschrieben:Gut zu lesender Roman, toller Schreibstil!

Rainer1803 hat geschrieben:Mir hat der Roman sehr gut gefallen.

Vielen Dank für das Lob, das freut mich. :)

Mr Frost hat geschrieben:Vielleicht sehe ich Herrn Corvus ja mal in der Essigfabrik...;-).

Man hätte Herrn Corvus gestern bei der PERRY-Lesung im Kölner Café Duddel sehen können ... :D

Mr Frost hat geschrieben:Daß Planeten durch Purpurteufen in die Zukunft geschickt werden und man so die Völkergemeinschaft, die man schützen will, genau dadurch auseinanderreißt und dabei wichtigste Ressourcen entzieht, empfinde ich weiterhin als seltsam und kontraproduktiv.

Ich würde dieses Verhalten als Verzweiflungstat charakterisieren. Es hat etwas von "Rette sich, wer kann!"

Rainer1803 hat geschrieben:... ich geh ins Bett und pflege meinen grippalen Infekt.

Gute Besserung!

Vlisson hat geschrieben:ok, der Roman war für mich interessanter als der 2824.

Das freut mich.

Vlisson hat geschrieben:-manchmal fehlt mir der Sinn Übergang. Bin kein Lektor deswegen habe ich mir nur den letzten Fall notiert
Seite 56 "Haltet Abstand! Sonst werden die Mola´ud euch töten"
Warum dieses haltet Abstand. Keiner kam näher oder war sonstwie agressiv.

Das ist ein erzählerisches Mittel, bei dem man eine Auslassung anwendet. Man verzichtet dabei auf die explizite Schilderung von Handlungen oder Ereignissen, die sich aus dem Kontext implizit erschließen. In diesem Fall kann man aus der Aufforderung Tammal Zeygasts schließen, dass sich Viccor Bughassidow (der danach von Jatin zwei Schritte zurückgezogen wird) der Syntharchin nähert.
Durch die Auslassung kann in dieser Passage sogar noch einen weiteren Schluss ziehen: Das Zugehen auf Tammal Zeygast war kein bewusst getroffener Entschluss, sondern etwas, das Bughassidow gemacht hat, während er sich gedanklich mit etwas anderem - dem zuvor geschilderten Dialog - beschäftigt hat. So, wie man beim Lesen ab und zu das Körpergewicht im Lesesessel verlagert. Beinahe wäre er dabei den Mola'ud so nahe gekommen, dass diese ihn attackiert hätten - erst Tammals Zeygasts Warnung macht ihm das bewusst.

Vlisson hat geschrieben:-der Ausbruch der Posbi im Beiboot, dachte die sind nur paranoid und nicht selbstmörderisch veranlagt?

Paranoia ist eine Angststörung. Auf Angst reagiert man auf unterschiedliche Weise, durchaus gängig sind Flucht oder Aggression - beides dient dazu, eine wahrgenommene Gefahr zu neutralisieren.
Gava von Chort flieht vor den Menschen der KRUSENSTERN und attackiert die Cheborparner. Dass er Selbstmord im Sinn hat, glaube ich nicht. Er lebt in einem Wahnsystem, das rationale Betrachtungen erschwert. Dadurch wird er seine Chancen gegen die Cheborparner unrealistisch einschätzen.
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Kritikaster
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Mr Frost hat geschrieben:Daß Planeten durch Purpurteufen in die Zukunft geschickt werden und man so die Völkergemeinschaft, die man schützen will, genau dadurch auseinanderreißt und dabei wichtigste Ressourcen entzieht, empfinde ich weiterhin als seltsam und kontraproduktiv.
Aber gut, daß wird im Expose stehen.

Nun, all diese Ressourcen können gebraucht werden, um im entscheidenden Moment den Kampf um Perrys Realgegenwart erfolgreich zu führen. Dass dafür der Kampf um Phariske-Erigon entscheidend geschwächt wird und den Untergang der dortigen Zivilisationen besiegelt, ist schlicht ein Kollateralschaden. (Und der Beleg, dass sich Historie durchsetzt - EGWEG) Woher allerdings der Kodex wissen soll, wann die Purpur-Teufen ihre Fracht abladen müssen, um Perrys Welt zu retten, das wurde bisher nicht erklärt und auch nicht, warum sie das für wichtiger halten sollten als ihre eigenen Zivilisationen zu verteidigen. 8-)
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Richard
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Die Leute vom Kodex wussten auch nicht wie weit die die Reise mit der Purpur-Teufe in die Zukunft gehen wird.
Und da die 130.000 Jahre von der Ankunft der Purpur-Teufe bis zur Handlungsgegenwart sind auch nicht ohne, in der Zeit koennen mehrere Galaktische Zivilisationen entstehen und wieder untergehen.
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hz3cdv
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Mr Frost hat geschrieben:...Die Gefahr durch die Tiuphoren und deren Mächtigkeit verstehe ich weiterhin nicht. Was sind die schon gegen die Terminale Kolonne oder andere Gegner der Vergangenheit? Nur ein kriegerisches Volk mit einer großen Streitmacht. Oder täusche ich mich?
...


Nein und ja.

Die Tius sind vermutlich Traitor deutlich unterlegen. Aber die Art der Bedrohung, die von ihnen ausgeht ist eine andere.

Traitor handelt zweckmäßig, unemotinonal und rational. Traitor führt Aufträge der Chaotarchen durch. Wenn diese durchgeführt sind, verschwinden sie wieder, wenn sie nicht mehr durchführbar sind (wie im Fall der Negasphäre von Hangay) verschwinden sie auch. Wer den Aufträgen in die Quere kommt, hat halt Pech gehabt.

Die Tius sind wohl eher vergleichbar mit Wanderheuschrecken. Irrationale Zerstörer, die nur Trümmer zurücklassen, wenn sie weiterziehen.

Beide sind nur schwer zu besiegen, da sie nicht auf planetare Basen angewiesen sind und daher jederzeit überall angreifen können, ohne selbst angegriffen werden zu können. Dementsprechend wurde Traitor ja auch nicht besiegt, sondern Traitor wurde, nachdem Hangay nicht mehr in eine Negasphäre verwandelt werden konnte, abgezogen. Traitor wurde nicht militärisch geschlagen, zumindest nicht direkt.

Die Tius dagegen ziehen nicht ab. Sie müssen besiegt werden, wahrscheinlich sogar vernichtet werden, um die Gefahr zu bannen. Das ist jetzt der Unterschied.
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hz3cdv
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Kritikaster hat geschrieben:..., warum sie das für wichtiger halten sollten als ihre eigenen Zivilisationen zu verteidigen. 8-)


Der Kodex war halt nicht in der Lage, die eigene Zivilisation zu verteidigen. Die von den Rayonen diskutierten (bzw. von den Expokraten entworfenen) beiden Strategien dürften tatsächlich die einzigen reellen Möglichkeiten gewesen sein:
- Flucht durch Purpurteufen
- Rückzug auf wenige, zu Festungen ausgebaute Sonnensystem, die dann auch verteidigt werden können. Die Strategie der Bastionisten also.

Eine Zivilisation mit tausenden bewohnten Planeten kann gegen einen Gegner wie die Tiuphoren, die jederzeit an jedem beliebigen Ort angreifen können, nicht verteidigt werden. Man bräuchte entweder Millionen von Kriegsschiffen, um alle Planeten ausreichend abzusichern *) oder Hellseher, die den nächsten Angriffsort vorhersehen können (und die sind ja mit Medusa durch die Purpurteufe verschwunden).

*) Simple Rechnung: ich nehme mal an, man müsste pro Sonnensystem 1000 Raumschiffe stationieren, um einen Tiuphorenangriff solange abwehren zu können, bis eine Unterstützungsflotte da ist. Ich nehme weiterhin an, dass es allein im Bereich des Kodex von Pharisge-Erigon mindestens 10 000 zu schützende Sonnensysteme gab. Dann hätte der Kodex 10 Millionen Kriegsschiffe gebraucht. Hat er aber vermutlich nicht.
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Skörld
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hz3cdv hat geschrieben:- Rückzug auf wenige, zu Festungen ausgebaute Sonnensystem, die dann auch verteidigt werden können. Die Strategie der Bastionisten also.

Die Strategie ist dumm. Sehr dumm sogar.
Konzentriert sich die Kultur des Kodex auf eine Hand voll Sonnensysteme, dann konzentriert sich automatisch auch die Angriffsflotte der Tius auf genau die paar Systeme.

Gebe sicher einen epischen Showdown: hunderttausende Kodexianerschiffe werfen sich den vereinten Flotten der Tiuphoren entgegen.
Könnte mit etwas Glück sogar ein- oder zweimal gut gehen ... bis es den Tius zu blöd wird.
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hz3cdv
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Skörld hat geschrieben:
hz3cdv hat geschrieben:- Rückzug auf wenige, zu Festungen ausgebaute Sonnensystem, die dann auch verteidigt werden können. Die Strategie der Bastionisten also.

Die Strategie ist dumm. Sehr dumm sogar.
Konzentriert sich die Kultur des Kodex auf eine Hand voll Sonnensysteme, dann konzentriert sich automatisch auch die Angriffsflotte der Tius auf genau die paar Systeme.

Gebe sicher einen epischen Showdown: hunderttausende Kodexianerschiffe werfen sich den vereinten Flotten der Tiuphoren entgegen.
Könnte mit etwas Glück sogar ein- oder zweimal gut gehen ... bis es den Tius zu blöd wird.


Es ist aber die einzige Alternative zur Flucht. Konzentriert man sich nicht auf wenige Systeme, sondern verzettelt sich, dann machen die Tius ein System nach dem anderen platt, ohne dabei auch nur Verluste zu erleiden. Am Ende ist nichts mehr vom Kodex übrig.

Bei der Konzentration auf wenige Bastionen kommt es dann zu großen Schlachten. Diese mag der Kodex in vielen Fällen verlieren, aber auch die Tius werden Federn lassen. Darüber hinaus ist nicht gesagt, dass die Niederlage unvermeidlich ist. Sicher, wenn alle Tius (80 000 Gewerke) ein System angreifen, dann werden sie gewinnen. Aber danach werden sie vielleicht nur noch 60 000 Gewerke haben usw. Denn die Resourcen der Tius sind nicht unendlich, sie sind nur, da die Resourcen gerade eben ihre Sterngewerke selbst sind, nicht angreifbar. In gigantischen Raumschlachten sind die Gewerke allerdings angreifbar.

Das Ganze liefe dann auf einen Verschleisskrieg hinaus, in dem die Tius sich langsam zu Tode siegen dürften.

Ähnliche Fälle gab es in der menschlichen Geschichte. Das oströmische Reich zum Beispiel hat sich im Verlauf seiner Geschichte in kritischen Situationen immer wieder auf seine Hauptstadt Konstantinopel zurückgezogen. Diese war allerdings, aufgrund ihrer Lage und ihrer Verteidigungsanlagen, die stärkste Festung der damaligen Welt und konnte mit den kriegstechnischen Mitteln des Mittelalters auch nicht durch jahrelange Belagerung eingenommen werden. Erst die Türken schafften dies zu Beginn der Neuzeit durch Einsatz moderner Kanonen. Und trotzdem und trotz fast zehnfacher zahlenmäßiger Überlegenheit benötigten sie fast zwei Monate dafür und dürften ziemlich hohe Verluste erlitten haben.

Dem Kodex fehlten aber offensichtlich die Nerven, die Eier und die Zuversicht für so eine Strategie, daher entschied er sich für Flucht.
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Vlisson
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Ok danke für die Erklärung. Als Normalsterblicher, dem solche Stilmittel nicht bekannt waren, holpert es dann an solchen Stellen. Aber trotzdem interessant, dass man sowas gezielt einsetzen kann.

Ich frage mich nur, ob sowas nicht unbewußt als negativ bewertet wird? So psychologisch wie wenn du mit jemandem Redest und sein Redeanteil bei 110% liegt. Ein Normalo denk danach auch nur: boah was war das für ein mieses Treffen/Gespräch und weiss garnicht warum.

Aber es wird schon so klappen =)

Jedenfalls wars ein guter Roman, den ich gern gelesen habe.
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Kritikaster
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Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Daß Planeten durch Purpurteufen in die Zukunft geschickt werden und man so die Völkergemeinschaft, die man schützen will, genau dadurch auseinanderreißt und dabei wichtigste Ressourcen entzieht, empfinde ich weiterhin als seltsam und kontraproduktiv.

Ich würde dieses Verhalten als Verzweiflungstat charakterisieren. Es hat etwas von "Rette sich, wer kann!"
.

Bei aller Verzweiflung kann es doch höchstens darum gehen, große und wichtige Bevölkerungsteile und kulturelle Errungenschaften in Sicherheit zu bringen. Warum man stattdessen mögliche zukünftige Hellseher und Wissenschaftler, die an Verteidigungswaffen arbeiten könnten nicht in Verstecke bringt, sondern ebenfalls ganz und für immer aus dem relevanten Geschehen rauskugelt, will mir nicht einleuchten. So viel Selbstsuggestionskraft habe ich nicht, um das großé Neonschrfitbild "plotdriven" auf meiner Netzhaut zu ignorieren. 8-)
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Torsten Pieper
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Toll das mal wieder ein altes Volk aus der Versenkung geholt wird!
Ich habe leider noch viele Lücken in der PR-Historie, dazu gehört der Cantaro-Zyklus. Davon hatte ich mal nur wenige Hefte.
Trotzdem...
Kaum hatte ich den Kommentar gelesen, kam wieder dieses unglaubliche Fernweh in mir hoch!
Archäonten, Amarena, V'Aupertir - SCHWARZE STERNENSTRASSEN !!
Egal wie ein Zyklus im Detail lautet, DAS ist für mich das besondere an PR. Die Entfachung von Träumen!

Irgendwie musste ich sofort vor die Tür treten und die Sterne bewundern :st:

Ad Astra ! Torsten
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Skörld
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Kritikaster hat geschrieben:Bei aller Verzweiflung kann es doch höchstens darum gehen, große und wichtige Bevölkerungsteile und kulturelle Errungenschaften in Sicherheit zu bringen. Warum man stattdessen mögliche zukünftige Hellseher und Wissenschaftler, die an Verteidigungswaffen arbeiten könnten nicht in Verstecke bringt, sondern ebenfalls ganz und für immer aus dem relevanten Geschehen rauskugelt, will mir nicht einleuchten. So viel Selbstsuggestionskraft habe ich nicht, um das großé Neonschrfitbild "plotdriven" auf meiner Netzhaut zu ignorieren. 8-)

Schon mal überlegt, dass der Täufenplan glorreich in die Hose gegangen sein könnte?

Der eine Ziquama (Zolquort?) hat mal gesagt, dass noch kein Planet aus der Täufe wieder heraus gekommen ist. So wie er das formuliert hat vermute ich, er (bzw. die Kodexianer generell) gehen von einer wesentlich überschaubareren Reisedauer aus. Ich werfe mal 100 ± 2 Jahre in den Ring.
Damit macht auch die Ansage "haltet erst mal 1000 Jahre die Füße still" etwas mehr Sinn.

Gehen wir davon aus, dann wären all die getäuften Planeten mehr oder weniger gleichzeitig wieder aufgetaucht, hätten sicherheitshalber ein paar Jahrhunderte Funkstille gewahrt (nicht alle sind so "folgsam" wie die Eyleshion) um dann - Tiophoren-Freiheit vorausgesetzt - die Verbindung zu den anderen Geretteten wieder aufzunehmen und mit all den gebunkerten Ressourcen und mit all der erhaltenen Tech den Kodex in der nun leeren Galaxis neu aufzubauen.

Cool, oder?

Leider haben sich die "überragenden Techniker" aber um den Faktor 100.000 verrechnet und die Reisedauer war 10.000.000 ± 200.000 Jahre. Die 1000 Jahre Funkstille waren für die Katz und finden konnten sich die Planeten nachher auch nicht wieder. Der Kodex ist also zerfallen, anstatt nur unterzutauchen.

Blöd gelaufen.
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Robert Corvus
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Vlisson hat geschrieben:Ich frage mich nur, ob sowas nicht unbewußt als negativ bewertet wird?

Der Normalleser bewertet ja gar nicht. Er wird solche Stellen lesen, aus dem Dialog schließen, dass Bughassidow der Syntharchin zu nahe gekommen ist und die Szene vor seinem geistigen Auge sehen.
Das funktioniert auch bei der Schilderung von Alltagssituationen sehr gut:
"Starren sie gefälligst nicht so penetrant in meinen Ausschnitt!", rief Sophia.
Betreten senkte Peter den Blick.

Ich denke, da wird jeder Leser vermuten, dass es vor diesem Dialog einen entsprechenden Blick gegeben hat - und wenn die Szene aus Peters Sicht geschildert wurde, wohl auch, dass ihm das unabsichtlich passiert ist, sodass ihm die Situation nun peinlich ist.
Oftmals beginnt man auch Szenen mit einer Dialogzeile, sozusagen als fliegender Start. Informationen zur Umgebung und den anwesenden Personen werden dann erst nachgeliefert. Diese Technik ist auch im Film sehr beliebt: Oftmals setzt der Ton der folgenden Szene schon eine Sekunde ein, bevor das Bild wechselt. Man sieht also noch die alte Szene, hört aber bereits die neue und wird dadurch hineingezogen.

Vlisson hat geschrieben:Jedenfalls wars ein guter Roman, den ich gern gelesen habe.

Das freut mich. :)

Kritikaster hat geschrieben:... um das großé Neonschrfitbild "plotdriven" auf meiner Netzhaut zu ignorieren. 8-)

Ich hatte mal die Diskussion in einem NEO-Diskussionsfaden, wo man versucht hat, mir die Bedeutung des Worts "plotdriven" zu erklären. Ich habe sie noch immer nicht verstanden.
In der Schreibtheorie, die ich kenne, ist der Plot das Objekt, das gestaltet wird, und zwar durch Figuren (Character Driven), das Setting (Milieu Driven), ein außergewöhnliches Ereignis (Event Driven) oder ein Rätsel (Idea Driven). Der Plot selbst kann in diesem Schema definitionsgemäß gar nichts treiben. Was ich mir zusammenreime, ist, dass eine künstlich konstruierte Geschichte mit unplausiblen Wendungen gemeint ist.
In der Tiuphoren-Thematik weiß man aber meines Erachtens zu wenig über die Hintergründe der Entscheidungen, die im Kodex getroffen werden, um eine solche Vermutung im Fall der Purpur-Teufen stützen zu können. Vielleicht gibt es im Hintergrund ein Lotterieverfahren, das entscheidet, welche Planeten versetzt werden. Oder es gibt ein Auswahlverfahren nach Verdienst. Oder man kann sich die Flucht kaufen. Andere Kulturen wollen vielleicht gar nicht fliehen. Noch besser finde ich Skörlds Spekulation.

Torsten Pieper hat geschrieben:Toll das mal wieder ein altes Volk aus der Versenkung geholt wird!
Ich habe leider noch viele Lücken in der PR-Historie, dazu gehört der Cantaro-Zyklus. Davon hatte ich mal nur wenige Hefte.

Der Cantaro-Zyklus war damals mein Einstieg in die Erstauflage.

Torsten Pieper hat geschrieben:Egal wie ein Zyklus im Detail lautet, DAS ist für mich das besondere an PR. Die Entfachung von Träumen!
Irgendwie musste ich sofort vor die Tür treten und die Sterne bewundern :st:

Damit machst Du der Serie ein Riesenkompliment. :)
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marafritsch2705
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Wo ist eigentlich die teufe hin?hat die sich im nichts aufgeloest?koennte die elyoshinis sich nicht einfach weitere 20mio jahre in dir zukunft teufen?

Danke fuer die antwort robert corvus...ich vermute...die biodirigenten sollen das cormentum dazu bringen..ihre inhörigen träger umzubringen....aber wer weiss....was die expokraten geplant haben...

Ob auch VM so ein block im gehirn hat wie viktor einen bekommen hat?

Die galaxie aus der die anoree stammen erinnert mich irgendwie vom namen her an die neypashi.

Und die molaud..die u.a. vm zusammensetzen-lassen mich spekulieren,wie denn die neugeburt von matan addaru von statten geht-soweit ich mich erinne..hilft ihm auch ein bisher nicht bekanntes volk.
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PJoppen
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Robert Corvus hat geschrieben:..... "Starren sie gefälligst nicht so penetrant in meinen Ausschnitt!", rief Sophia.
Betreten senkte Peter den Blick.


Na, Peter hatte nur Hunger und Sophia hatte sich vor lauter Wut versprochen... sagen wollte sie eigentlich: Starren Sie gefälligst nicht so penetrant auf meinem Aufschnitt..

Die gute Dame war nur um ihre Wurst besorgt^^.
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
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ovaron29
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hz3cdv hat geschrieben:
Bei der Konzentration auf wenige Bastionen kommt es dann zu großen Schlachten. Diese mag der Kodex in vielen Fällen verlieren, aber auch die Tius werden Federn lassen. Darüber hinaus ist nicht gesagt, dass die Niederlage unvermeidlich ist. Sicher, wenn alle Tius (80 000 Gewerke) ein System angreifen, dann werden sie gewinnen. Aber danach werden sie vielleicht nur noch 60 000 Gewerke haben usw. Denn die Resourcen der Tius sind nicht unendlich, sie sind nur, da die Resourcen gerade eben ihre Sterngewerke selbst sind, nicht angreifbar. In gigantischen Raumschlachten sind die Gewerke allerdings angreifbar.
.

80000 Gewerke und 2.240.000 Sternspringer (2000m lang), die den Kodexschiffen weit überlegen sind.
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hz3cdv
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Richtig. Daher ist durchaus zweifelhaft, ob die Bastionen sich halten würden. Und deshalb war die Flucht vielleicht klüger.

Aber, das zeigen auch Beispiele aus der realen Welt, kommt es in solchen Kampfsituationen, wo der Unterlegene eh keine Chance aufs Übeleben hat, zu recht verzweifelten Aktionen, die dann auch bei den Tius zu hohen Verlusten führen würden. Zum Beispiel der "Missbrauch" der Purpurteufe im Solsystem. Ähnliche Aktionen bei der Verteidigung der Bastionen mit anschließenden Kamikazeaktionen gegen die Sterngewerke würden den Tius große Verluste zufügen. Wie gesagt: sterben werden die Besatzungen der Kodexschiffe ohnehin, ebenso wie die Zivilbevölkerung auf den Planeten. Da kann man vor dem unvermeidlichen Ende noch ein paar Feinde mitnehmen.

Die strategischen Vorteile der Tius (Auswahl des Schlachtfeldes, eigene Unangreifbarkeit mangels bekannter planetaren Basen) gehen dann teilweise verloren, wenn sie auf einen Gegner treffen, der weder Siegen nicht Überleben will (und kann), sondern den Tius nur maximalen Schaden zufügen will.
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walter59
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Wo ist eigentlich die teufe hin?hat die sich im nichts aufgeloest?koennte die elyoshinis sich nicht einfach weitere 20mio jahre in dir zukunft teufen?


ähm ja. warum eigentlich nicht ?
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Robert Corvus
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walter59 hat geschrieben:
Wo ist eigentlich die teufe hin?hat die sich im nichts aufgeloest?koennte die elyoshinis sich nicht einfach weitere 20mio jahre in dir zukunft teufen?

ähm ja. warum eigentlich nicht ?

Möglicherweise verbraucht sich eine Purpur-Teufe während des Transportvorgangs?
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Tekin
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Es verteuft sich :devil:

Noch so ein Superroman. Danke Robert!
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hz3cdv
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walter59 hat geschrieben:
Wo ist eigentlich die teufe hin?hat die sich im nichts aufgeloest?koennte die elyoshinis sich nicht einfach weitere 20mio jahre in dir zukunft teufen?


ähm ja. warum eigentlich nicht ?


Weil die Autoren eben eine andere Geschichte erzählen wollen. Erklärungen lassen sich zuhauf finden.
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marafritsch2705
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Moeglicherweise? Ist aber eine komische ausdrucksweise. Benzin verbraucht sich ja auch.(wobei die energie ja nicht verschwindet..sondern nur eine andere zustandsform annimmt-energieerhaltungssatz).genauso andere energieträger-aber dass sich die ganzen bauten der teufe bei der reise aufloesen?zumal es ja einmal einen eintritt in die ebene des teufens gibt-aber wohl auch einen austritt. Kann mir halt schwer vorstellen,dass die bojen ect pp der teufen einfach verdampfen.
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Kritikaster
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marafritsch2705 hat geschrieben:Moeglicherweise? Ist aber eine komische ausdrucksweise. Benzin verbraucht sich ja auch.(wobei die energie ja nicht verschwindet..sondern nur eine andere zustandsform annimmt-energieerhaltungssatz).genauso andere energieträger-aber dass sich die ganzen bauten der teufe bei der reise aufloesen?zumal es ja einmal einen eintritt in die ebene des teufens gibt-aber wohl auch einen austritt. Kann mir halt schwer vorstellen,dass die bojen ect pp der teufen einfach verdampfen.

Nicht möglicherweise sondern in Wirklichkeit ist das ja auch ganz anders. Die Teufen enthalten eine monatliche Duplizierungsroutine. Also nach einem Monat zwei Teufenanlagen, nach zwei Monaten vier und so weiter. Nach zwanzig Millionen Jahren ist der wiederauftauchende geteufte Planet dann umgeben von.... genau. Es ist noch niemals nicht gelungen, darunter die einzig richtige Anlage wiederzufinden, geschweige denn in Betrieb zu nehmen. Kismet. Mismillah. Such's dir aus. 8-)
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GREK987
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Das Hauptproblem für die Wiederinbetriebnahme der Teufen dürfte die Energieversorgung sein.
Beim Transfer wurde zur Energieversorgung die Sonne angezapft.

Wieweit ist es nun bis zur nächsten Sonne?

Schön, man könnte versuchen die Energie aus dem Hyperraum zu Zapfen. Aber vielleicht ist die Technik der Fackelleute nicht ausreichend für diese Energiemenge, die sich ausserdem auch noch der 5D entsagt haben.

Abgesehen davon könnten die Teufen wirklich verbraucht sein, bzw. ihr Mehrdimensinaler Inhalt. Was war in den Teufen, die innen größer als aussen waren?

PS: Ich würde auch gerne mehr Romane in der Erstauflage von Robert Corvus lesen.
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Richard
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Bekanntlich haben die Eyleshions sich nicht der 5D Energienutzung entsagt. Aber wir wissen nicht wie leistungsfaehig deren Hypertropzapfer sind.
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