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Rodrigo
Siganese
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Wieder 2 tolle Romane. Ich sage ja immer, dass das Autorenteam lauter Schmuckstücke produziert. Auch schön, der mentale Zweikampf zwischen Attilar und Klavtaud.
Trotzdem beschlich mich das Gefühl, dass Perry da eigentlich zu hoch pokert, weil er die Machtmittel von Klav nicht genug kennen konnte. Bei der ersten Begegnung hat der ganz sicher nicht gezeigt was er alles kann. Dass sollte unser aller Freund doch schon erkannt haben.... die Ortungsfalle...

Und jetzt des Erscheinen der RT am Ende. Wo bleibt da die Spannung. Eine Riesengalaxis und PR und RT erscheinen zu gleichen Zeit am gleichen Ort....was ist da "plotdriven"? Grundsätzlich hatte ich mir für das Zusammentreffen schon überlegt
- mal was ganz anderes als üblich
- RT kommt zu spät, hört aber von einer erstaunlichen Person, jagt dieser nun 10 Bände hinterher
- RT kommt zu früh ist schon wieder weg beim Erscheinen von PR. Der hört von einem Wesen wie ein Mausbiber...
- Perry und ein Kommandotrupp der RT als Gegenspieler über 2 Bände


Und was fällt euch noch dazu ein?
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Kritikaster
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Raumkapitän Nelson hat geschrieben: Ansonsten hat es für meinen Geschmack ein wenig zuviel Geballer gegeben. Aber bei der ansonsten gebotenen Qualität kein echter Makel.

Freut mich für dich. bei mir ging das umgekehrt. Wegen der häufig für mich auch gar nicht mehr nachvollziehbaren Ballerei kamen einige gute Ideen im Roman nicht mehr so positiv an, wie ich das in anderen Zusammenhängen wahrscheinlich empfunden hätte. Schade drum.
Stattdessen beschäftigen mich dann so Einzelfragen wie das Vorkommen der Tiu-Kristalle (S.8: Planet Tiu...nur dort kamen die Tiucui-Kristalle vor). Wie kommen sie dann in die Tiu-Banner in aller Welt und die Brünnen und die Staubringe rings um Orpleyd und wie findet die Gewinnung der Kristalle unter all den Müllbergen statt - oder gar nicht mehr? Hoffe, dazu noch was zu hören.
Und ein Bild wie S.38 "Mit den Desintegratoren schnitten sie sich an die Oberfläche wie verzweifelte Kinder, die aus dem Leib ihrer toten Mutter entkommen wollten." lässt mich nicht einmal mehr lachen. Wie kann so etwas durch die Lektorierung rutschen?
Ach ja, zum Schluss hin wurden die Auseinandersezungen dann echt grotesk. Pushaitis greift an, ohne im Geringsten die eigene Deckung zu beachten, Lutoo spielt nicht, akzeptiert aber wie beim Schach ein Patt sogar mit Vergünstigungen für den Gegner - das lässt sich auch mit soldatischer Ehre nicht mehr erklären. 8-)
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Axo
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Der Vorgänger-Roman hat mir sehr gut gefallen - dieser jedoch nicht. Zuviel Äktschn, die die eigentiche Handlung überlagert hat. Ich hatte das Deja-vu eines heftigen Ellmerismus. Bisher hatte Robert Corvus eigentlich immer sehr schöne Romane abgeliefert, und ich finde es schade, dass er offenbar auch anders kann. Zeitdruck? Oder wollte er wirklich einen "heftigen" Roman schreiben? Falls ja, in meinem Fall kam da im Wesentlichen nur wildes Durcheinandergekeile an. Auch die Maschinistin, in der vorhergehenden Nummer noch sehr interessant und geheimnisvoll geschildert, wirkte nur platt. Schwamm d'rüber. :unsure:
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam
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Robert Corvus
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ParaMag hat geschrieben:DANKE! :wub:
Für diesen tollen Roman.

Raumkapitän Nelson hat geschrieben:Wieder ein sehr gut geschriebener Roman. Danke.

Rainer1803 hat geschrieben:Der Roman war gut, hatte aber nicht ganz die Klasse des Vorgängers.

Rodrigo hat geschrieben:Wieder 2 tolle Romane. Ich sage ja immer, dass das Autorenteam lauter Schmuckstücke produziert.

Das freut mich, vielen Dank.

R.B. hat geschrieben:Leider muss ich aus der Reihe ausscheren. Seit voriger Woche Donnerstag frage ich mich, warum die zwei Bände für mich nicht funktionieren. ... Ich bin einfach mit der Schreibe nicht zurecht gekommen.

So unterschiedlich ist der Lesegeschmack!
Natürlich freue ich mich eher darüber, wenn den Leuten meine Geschichten gefallen, als wenn sie nicht begeistern können. Trotzdem: Danke für Deine Rückmeldung.

Samkar hat geschrieben:... aber bei diesem Roman wirkten die einzelnen Handlungsabschnitte auf mich irgendwie sprunghaft, hatte das Gefühl, als ob sie nicht richtig zueinander passen...

Ich hatte, glaube ich, erwähnt, dass bei denjenigen, die an der Entstehung des Doppelbands beteiligt waren, die Wahrnehmung ebenfalls geteilt war. Drei haben mir in diesem Punkt Rückmeldung gegeben, zwei davon fanden einen Roman besser, der dritte den anderen. In einer dieser Rückmeldungen war die Begründung exakt diejenige, die auch Du bringst: In 2885 wurde die Handlung als zu sprunghaft empfunden, die zeitliche und räumliche Orientierung ging bei diesem Leser zu Beginn mancher Szenen verloren. Das ist natürlich schade.

Axo hat geschrieben:Der Vorgänger-Roman hat mir sehr gut gefallen - dieser jedoch nicht. ... Oder wollte er wirklich einen "heftigen" Roman schreiben

Ja, wollte ich. :lol: Insbesondere der Orbitalbeschuss der Müllhalde lag mir am Herzen - das könnte sogar meine Lieblingsszene des gesamten Doppelbands sein.

Kritikaster hat geschrieben:Stattdessen beschäftigen mich dann so Einzelfragen wie das Vorkommen der Tiu-Kristalle (S.8: Planet Tiu...nur dort kamen die Tiucui-Kristalle vor). Wie kommen sie dann in die Tiu-Banner in aller Welt und die Brünnen und die Staubringe rings um Orpleyd und wie findet die Gewinnung der Kristalle unter all den Müllbergen statt - oder gar nicht mehr? Hoffe, dazu noch was zu hören.

Dazu kann ich wenig bis gar nichts sagen, weil das alleinige Vorkommen dieser Kristalle auf Tiu etwas ist, das ich schlicht als Faktum aus dem Expsoé übernommen habe, ohne es zu hinterfragen.

Kritikaster hat geschrieben:Und ein Bild wie S.38 "Mit den Desintegratoren schnitten sie sich an die Oberfläche wie verzweifelte Kinder, die aus dem Leib ihrer toten Mutter entkommen wollten." lässt mich nicht einmal mehr lachen. Wie kann so etwas durch die Lektorierung rutschen?

Da bin ich recht froh, dass es keine Beanstandung gab - mir gefällt dieses Bild nämlich recht gut. Die Verzweiflung während des Infernos beim Orbitalbeschuss ... das Sich-klein-Fühlen angesichts der hochtechnisierten Waffengewalt ... Tiu als ein Planet, der eigentlich seine Bewohner nährt ("die Kinder von Mutter Natur"), aber durch die Vermüllung der Gyanli stirbt ... die Notwendigkeit des Sich-Lösens, um zu überleben (was auch eine Parallele zum Exodus der Tiuphoren mit ihren Sterngewerken aufweist) ... Bestimmt sind nicht alle Formulierungen in meinen Romanen perfekt, aber mit dieser bin ich zufrieden.

Kritikaster hat geschrieben:Pushaitis greift an, ohne im Geringsten die eigene Deckung zu beachten, Lutoo spielt nicht, akzeptiert aber wie beim Schach ein Patt sogar mit Vergünstigungen für den Gegner - das lässt sich auch mit soldatischer Ehre nicht mehr erklären. 8-)

Vielleicht ist das zu kurz gedacht.
Was sagt uns das über Pushaitis? Insbesondere darüber, ob sie schon einmal einem zu Leccore vergleichbaren Gegner gegenübergestanden ist?
Und bei Lutoo ... ich glaube, auch da ist der simple Terminus "soldatische Ehre" nicht ausreichend - obwohl es auch dafür Beispiele gibt (wie den Abzug der Südstaaten-Kadetten aus West Point zu Beginn des Sezessionskriegs - durch das Ehrenspalier der Nordstaaten-Kameraden). Lutoos Faszination für Rhodan hat noch eine weitere Komponente ...
Was den Deal angeht, kann ich mir vorstellen, dass sich Lutoo als Gewinnerin fühlt. Um in der Schachspiel-Metapher zu bleiben: Sie hat ihre Dame = Klavtaud gerettet (immerhin jemanden aus den allerhöchsten Kreisen der Kohäsion) und dafür vielleicht zwei Springer getauscht (Leccore und Rhodan - unberechenbare Typen mit erstaunlichen Fähigkeiten, aber letztlich doch nur ein paar Typen, die gegen das gyane Militär keine Schnitte haben). Ihre Verehrung für Klavtaud zieht sich ja seit ihrem ersten Auftauchen in UNTER ALLEM GRUND durch die Handlung.

Raumkapitän Nelson hat geschrieben:Vor allem die Figur Lutoo ist sehr gut dargestellt.

Lutoo wurde mir "auf den Leib konzipiert". Schon in den ersten Vorgesprächen zum Doppelband habe ich mir eine knallharte Soldatenfigur gewünscht.

Rainer1803 hat geschrieben:Bei manchen Passagen hatte ich das Gefühl die wurden von jemand anderem geschrieben bzw. um geschrieben

Das kann ich ausschließen. ;)
Es war so, dass ich beide Manuskripte fertig hatte, bevor ich das erste abgegeben habe. Das ist mir immer sehr recht ("immer" auf Basis von zwei Doppelbänden in der Hauptserie, meinem Stardust-Doppelband und dem NEO-Doppelband, den ich gemeinsam mit Oliver Plaschka geschrieben habe), weil ich dann im ersten Teil des Doppelbands noch Hinweise einbauen kann, die sich auf Dinge im zweiten Band beziehen. Dafür ist die Kenntnis von Details im zweiten Teil hilfreich.

Rodrigo hat geschrieben:Trotzdem beschlich mich das Gefühl, dass Perry da eigentlich zu hoch pokert, weil er die Machtmittel von Klav nicht genug kennen konnte. Bei der ersten Begegnung hat der ganz sicher nicht gezeigt was er alles kann. Dass sollte unser aller Freund doch schon erkannt haben.... die Ortungsfalle...

Mir war wichtig, dass die Gegenseite, also hier Klavtaud und die Gyanli, auch etwas reißen. Auch sie sollen sich Gedanken machen, planen, und ab und zu einen Erfolg einfahren.

Rodrigo hat geschrieben:Und jetzt des Erscheinen der RT am Ende.

Da bin ich recht froh, dass die RAS TSCHUBAI nur am Ende auftaucht und kein Handlungsschauplatz für mich war. Das hätte nämlich meinen Arbeitsaufwand für die Recherche sprunghaft ansteigen lassen. Ich hätte mich ja nicht nur mit dem Raumschiff an sich im Detail vertraut machen müssen, sondern auch mit den dort agierenden Protagonisten, ihrer Vorgeschichte, ihren Motivationen. Natürlich hätte ich das im Falles des Falles auch getan, es gehört zum Job. Aber es hätte mir die Sache erheblich erschwert.
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Kritikaster
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Rodrigo hat geschrieben:. Eine Riesengalaxis und PR und RT erscheinen zu gleichen Zeit am gleichen Ort....was ist da "plotdriven"?

Ich verstehe deine Enttäuschung auf der Grundlage, dass du dir schöne alternative Szenarien ausgedacht hattest. Aber ansonsten ist das Zusammentreffen doch logisch. Wo sonst, wenn nicht im Lichfahnesystem hätte es stattfinden sollen? Klar, dass alle "Zugereisten" da erstmal nachgucken kommen. Und auch die Tiuflotte aus der Vergangenheit wird dort demnächst wohl zwangsläufig auftauchen. Alles andere wäre überraschend. 8-)
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AARN MUNRO
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Raumkapitän Nelson hat geschrieben:Wieder ein sehr gut geschriebener Roman. Danke. Die Erläuterungen zum Thema Materiesenke als Zitate zu verpacken ist geschickt gemacht. Auch die gewählten Formulierungen, wie die Analogie von Materie und Energie zu Physis und Psyche, sind ausgesprochen gelungen. Damit wird für mich das Thema besser behandelt als es noch so gelungene Datenblätter vermögen. Vor allem die Figur Lutoo ist sehr gut dargestellt. Man entwickelt durchaus Sympathie für diese Person. Wären die Tiuphoren zu Beginn des 28er-Zyklus in ähnlicher Qualität geschildert worden, hätte man sich manchen verständlichen Ärger der Leser ersparen können. Auch der Blick ins "Innenleben" von Attilar Leccoore war ein Highlight des Heftes. Ansonsten hat es für meinen Geschmack ein wenig zuviel Geballer gegeben. Aber bei der ansonsten gebotenen Qualität kein echter Makel.




die Hamillererläuterungen zur MS sind sehr schön formuliert...nur die nachträgliuch vom Hamiller-Forscher eingeschobene Bemerkung zum CT wirkt etwas zu unpräzise und kurz formuliert...finde ich...gegenüber den vorherigen, eher ausführlich formulierten Zitaten...aber Du, Robert, hast ja oben schon erklärt, wie bzw. wieso Du das so aufbautest...
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kingfisher
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Hab den Roman in Kapitel 3 abgebrochen. Schon wieder ewige Kampfhandlungen.
Nicht weil es brutal ist oder schlecht geschrieben ist, sondern weil es mich einfach nur noch anödet,
auch wenn der Autor nichts oder wenig dafür kann.

Vielleicht probier ich es morgen nochmal.
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Robert Corvus
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kingfisher hat geschrieben:Hab den Roman in Kapitel 3 abgebrochen. Schon wieder ewige Kampfhandlungen.

Das wird sich allerdings im weiteren Verlauf nicht ändern ... Ich fürchte, das ist kein Roman, der Dir gut gefallen wird. :(
Ich hatte mal eine ähnliche Rückmeldung zu den Romanen, die ich in der Welt von Das schwarze Auge geschrieben habe. Da schrieb ein Leser, dass er die Vorstellung, dass Menschen sterben, generell nicht unterhaltsam finden kann. Er neigt daher dazu, die Lektüre abzubrechen, sobald jemand stirbt.
Das ist natürlich legitim - jeder kann die Sachen lesen, die ihm gefallen.
Auf der anderen Seite kommt man als Autor sofort zu dem Punkt, an dem man feststellt: "Die Geschichten, die dieser Leser gern liest, sind nicht die Geschichten, die ich gern schreibe." Und weiter: "Die Leute, die die Geschichten gern lesen, die ich gern schreibe, würden vermutlich zum Großteil jene Geschichten ungern lesen, die diesem Leser gefallen."
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Hydors Golem
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Leider kommt für mich 2885 nicht an 2884 heran.

http://www.hydorgol.de/?p=6221

Die Kampfszenen sind mir persönlich etwas zu distanziert, da hätte Robert Corvus meiner Meinung mit einer nährern Perspektive zumindest bei mir mehr Mitfiebern ausgelösst.

Es wirkte etwas zu entspannt ...
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kingfisher
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Robert Corvus hat geschrieben:Ich hatte mal eine ähnliche Rückmeldung zu den Romanen, die ich in der Welt von Das schwarze Auge geschrieben habe. Da schrieb ein Leser, dass er die Vorstellung, dass Menschen sterben, generell nicht unterhaltsam finden kann. Er neigt daher dazu, die Lektüre abzubrechen, sobald jemand stirbt..."

Es ist nicht so, dass mich ab und an eine "Leiche zum Dessert" stört. Für mich ist der wiederholte Vorgang
des Ent-Lebens keine wirkliche Handlung. Eher schon das, was darum geschieht.

Einfaches Beispiel: Ein Standardkrimi kann mit einem einzigen Mord auskommen; kurz und schmerzlos.
(zumindest für den Leser ;-) Darum herum entsteht dann die tatsächliche Handlung, Aufklärung, wie
es dazu kam etc. Der Mord ist hier eher Mittel zum Zweck; nicht überwiegender Selbstzweck.

Ihr Autoren habt das Problem Spannung zu erzeugen. Action, Abmurksen & Co. langweilen mich eher,
so paradox das klingen mag. Aber ich bin nicht das Maß aller Dinge.

Vor kurzem hatten wir hier in irgendeinem Thread das Thema, wie (Achtung, böses Wort:) früher Spannung
in SF erzeugt wurde. Wir kamen dann doch auf einige Geschichten, die entweder leichenfrei blieben oder eben
nur die für die Handlung erforderlichen Kollateralleichen aufwiesen. Z. B. gab es von Philip K. Dick einiges und
natürlich viele andere Autoren.
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Robert Corvus
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Hydors Golem hat geschrieben:Leider kommt für mich 2885 nicht an 2884 heran.

http://www.hydorgol.de/?p=6221


Vielen Dank für die ausführliche Besprechung.

Ich hoffe, es ist statthaft, wenn ich eine Passage aus der verlinkten Rezension in diesem Forum zitiere:
Wirklich aufgestoßen ist mir der vollkommen unnötige Tod von Oma Jurukao. An dieser Stelle fällt Perry Rhodan aus seiner Figur. Es macht gerade seinen Charakter aus, dass er keine Wegbegleiter für das höhere Ziel opfert. An dieser Stelle hätte das eine bewusste Entscheidung der Zweitmechanikerin sein müssen.

Nun ja - wieso "hätte es eine bewusste Entscheidung der Zweitmechanikerin sein müssen"?
Wie Jurukao sich entscheidet, liegt ja bei ihr. Ich habe die Figur so angelegt, dass sie nicht sterben möchte - das halte ich für nachvollziehbar.
Nehmen wir das einmal als gegeben an: In einem Kampf kann es zu Verletzungen kommen, diese Verletzungen können schwerwiegend sein, sie können auch zum Tod führen, und die Verletzten können an ihrem Leben hängen und gegen den Tod aufbegehren.
Dann wäre Rhodan in der beschriebenen Situation, und nun ist die Frage: Wie verhält er sich?
Du schlägst vor, er sollte auf Pey-Ceyans Vorschlag eingehen und dafür sorgen, dass Jurukao aus dem Kampfgebiet gebracht und auf der ODYSSEUS versorgt wird. In Ordnung - das kann man machen, sicher gibt Rhodans psychologische Grunddisposition das her. Auch für die von mir geschilderte Handlungsweise hat er gute Gründe, denke ich, die sind ja auch im Roman ausgeführt. Sagen wir also: Beide Handlungsweisen wären erzählerisch möglich.
Als Geschichtenerzähler versehe ich Entscheidungen der Hauptfiguren gern mit einem Preis - sie sollen nicht zu billig davonkommen. In DER LEIDBRINGER besteht dieser Preis darin, dass Jurukao stirbt und sich Pey-Ceyan von Rhodan entfremdet. Er wird für die Tiuphoren zum Leidbringer und ansonsten zu einem einsamen Anführer, der die Bürde seiner Entscheidungen schultern muss.
In der von Dir vorgeschlagenen Variante wäre der Preis ein anderer, das könnte beispielsweise so aussehen: Rhodan zieht eine der Antigravplattformen vom Kampf gegen die Landefähre ab, diese Plattform nimmt Jurukao auf und fliegt mit ihr Richtung Odysseus. Damit hätte Rhodan - nach Deiner Argumentation, wenn ich sie richtig verstehe - in character gehandelt. Ich hätte das dann vermutlich so weitererzählen wollen, dass Lutoo bemerkt, dass mit dieser Antigravplattform etwas nicht stimmt, diese mit den Sensoren der SHADRUUS verfolgt, dadurch entdeckt, dass sie in einem getarnten Schiff (nämlich der ODYSSEUS) verschwindet und diesen Standort dann per Orbitalbeschuss - wie K. H. Scheer sich ausgedrückt hätte - "vernichtet". Damit wäre die ODYSSEUS zerstört, Jurukao wäre tot, ein zusätzlicher Wuutuloxo wäre tot, Leccore vermutlich auch. Wenn man diesen für die weitere Handlung noch braucht, hätte man ihn mit einem Kniff vorher aus dem Gefahrenbereich bringen müssen - vielleicht wäre er dann von Anfang an in Begleitung Rhodans und Pey-Ceyans unterwegs gewesen.
Denkbar wäre dieser Handlungsverlauf ebenso. Der wesentliche Unterschied läge darin, dass Rhodan sich für (den Versuch von) Jurukaos Rettung entschlossen hätte.
Nun die Gretchenfrage: Wäre das besser gewesen?
Wenn nein: Wieso nicht? Oder anders gefragt: Liegt es wirklich an Rhodans Entscheidung - oder liegt es an der Konsequenz, dass das Gute - anders als in der Erzählform des Märchens - eben nicht immer auf ganzer Linie siegt und auch der Weg zum Sieg nicht ausschließlich mit guten Taten gepflastert ist?

Re: Spoiler 2885: Der Leidbringer, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 3. Dezember 2016, 16:14

Trevor Casalle 839
Kritikaster hat geschrieben:
Rodrigo hat geschrieben:. Eine Riesengalaxis und PR und RT erscheinen zu gleichen Zeit am gleichen Ort....was ist da "plotdriven"?
Wo sonst

Nicht das Wo war entscheidend - das Wann war es. Statt um Jahrtausende zu früh oder zu spät zu kommen, kommt die RT in genau jenem "Bingo"-Moment an, "fünf nach halb vier" (oder so) - und das auch noch am richtigen Tag.
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AARN MUNRO
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...irgendwie ist ein Post von mir verschwunden...oder ich hatte ihn im Thread zum anderen Band...wollte nur sagen, dass die letzten zehn Seiten zu rasch waren, und einige Logikfehler enthielten, meines Erachtens nach...Montag mehr...
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Robert Corvus
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Rodrigo hat geschrieben:. Eine Riesengalaxis und PR und RT erscheinen zu gleichen Zeit am gleichen Ort....was ist da "plotdriven"?
Wo sonst

Nicht das Wo war entscheidend - das Wann war es. Statt um Jahrtausende zu früh oder zu spät zu kommen, kommt die RT in genau jenem "Bingo"-Moment an, "fünf nach halb vier" (oder so) - und das auch noch am richtigen Tag.

Die RAS TSCHUBAI muss etwa gleichzeitig mit der ODYSSEUS angekommen sein, hat sich dann im Ortungsschatten einer der beiden Sonnen verborgen gehalten, und als der "Retter des Universums" (von anderen als "fiese Weltraumratte" tituliert) dann Rhodan espert, wird sie aktiv.
Über den Tag kann man streiten - aber dass die RAS TSCHUBAI zu keinem wesentlich anderen Zeitpunkt ankommt, ist ja klar, weil sie der dem Ruf gehorchenden Tiuphorenflotte folgt. Dass dieser Ruf ein Ereignis ist, das mit anderen Aktionen innerhalb Orpleyds und damit der Kohäsion synchronisiert ist, dürfte auch klar sein. Und dass die Beschlüsse der Kohäsion wiederum zur militärischen Aktion im Lichfahne-System führen, sollte eigentlich auch nicht überraschen.
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Elena
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Hydors Golem hat geschrieben:Leider kommt für mich 2885 nicht an 2884 heran.

http://www.hydorgol.de/?p=6221

Die Kampfszenen sind mir persönlich etwas zu distanziert, da hätte Robert Corvus meiner Meinung mit einer nährern Perspektive zumindest bei mir mehr Mitfiebern ausgelösst.

Es wirkte etwas zu entspannt ...


Zitat aus Hydorgol:

Wirklich aufgestoßen ist mir der vollkommen unnötige Tod von Oma Jurukao. An dieser Stelle fällt Perry Rhodan aus seiner Figur. Es macht gerade seinen Charakter aus, dass er keine Wegbegleiter für das höhere Ziel opfert. An dieser Stelle hätte das eine bewusste Entscheidung der Zweitmechanikerin sein müssen.


Wenn Perry immer gemäß seines Charakters handelt, dann ist er statisch, dann gibt es keine Entwicklung. Und wie logisch ist es denn, dass sich ein Mensch im Laufe seines Lebens nie ändert? Oder auch mal Entscheidungen trifft, weil sie eben getroffen werden müssen und nicht, weil er diese Entscheidung mag. Es muss einem natürlich nicht gefallen, aber lebensnah ist das schon, dass es auch mal zu Abweichungen kommt.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham


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Wanderer777
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Schön zu lesen, wie der Hyperphysiker Payne Hamiller, mit seinen niedergeschriebenen Überlegungen zum Zwiebelschalenmodell hier auch Metaphysik einbringt:
:wub:


... Wie die Unterscheidung zwischen Materie und Energie letzlich eine Illusion ist, so ist auch die Trennung zwischen Physis und Psyche lediglich eine nützliche Modellierung der Realität zum Zwecke eines Lebewesens, für das das Pflücken eines Apfels eine sinnstiftende Tätigkeit darstellt. Eine Superintelligenz, die ihr Potenzial auf eine neue Ebene heben will, muss die Materie in ihr Dasein einbeziehen. Jedoch auf andere Weise als eine körpergebundene Zivilisation, sehr grundsätzlich und schrecklich.
Payne Hamiller
[PR 2885 . Robert Corvus . Der Leidbringer . Dezember 2016]


Die für Lebewesen der Niederungen nicht so einfach zu erfassenden sinnvollen Tätigkeiten von Superintelligenzen können eine Grundsätzlichkeit aufweisen die ob ihrer Nichtnachvollziehbarkeit beispielsweise als schrecklich empfunden werden können.

Wie schaut dass nun mit den nächsthöheren Stufen der Entwicklung (= Evolution) des LEBENS AN SICH aus?

Befindet sich die Physis von Materiequellen/Materiesenken und Kosmokraten/Chaotarchen nun im höherdimensionierten Raum des Hyperraums? Und dort wird die Materie der Raumzeit (=Niederung) wohl kaum mehr so eng verbunden sein (Physis [4D-Raumzeit=einfache Illusion] und Psyche [4D-Raumzeitbrille für die 6D-Seele] sind da wohl getrennt) ...

Im Hyperraum (Physis [5D-Kleid = Analogie zur Raumzeitmaterie = übergeordnete Illusion]) wird die einzelne und auch die kollektive Psyche [5D-Brille für die 6D-Seele] wohl auch keinen solchen Bezug wie in der Raumzeit haben können, da sie ja im höhergeordneten Raum all die Einschränkunen der Naturgesetzlichkeit etc. der Niederung enthoben ist.

Daher ist es die große Frage, ob wir durch diese hier entstehende Materiesenke nur eben die raumzeitliche Auswirkung und Bezugsebene erleben werden, oder ob man einen Blick in höhergeordnete Räumlichkeiten machen kann - die ja tatsächlich ein Niemandsland für die Lebewesen der Zwiebelschalen unterhalb von Superintelligenzen sind -

und dadurch durch indirekte Bezüge und Schlußfolgerungen wieder etwas mehr Einblick nehmen kann
in gar "unfassbare Gefilde" ...

:wacko: :wacko:

P.S.: Befürchte etwas, dass all die Autoren und die Expokraten die Dinge die sie beschreiben als bewusst in den Niederungen haltend darstellen ... aber was weiss man schon genaues ...
:(
siehe auch "hier zu dieser Fragestellung"

All die Eigenschaften und die Metaphysik ist in diesen übergeordneten ... ist dergestalt nicht nachvollziehbar, so dass Chaos und Ordnung nur in einfachster Weise für diese Leben dort eine Rolle spielen wird ...
30 Jahre Projekt RHODANITIS! [1988 - 2018]
Bin seit einiger Zeit im Ruhestand ...
Seit 4. Juli 2019 bin ich einer Auszeit mit dem Projekt RHODANITIS!
Bis dahin kann man via PN (Private Nachrichten) jederzeit mit mir in Kontakt treten!

Er ist ein echter Nirgendsmann,
sitzt in seinem Nirgendsland,
macht so manchen Nirgendsplan für niemanden.
Hat keinen Standpunkt,
weiß auch nicht , wohin er geht.
Ist er nicht ein wenig wie du und ich ? - John Lennon 1965
[Nowhere Man >> Rubber Soul]
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Skörld
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Wie beim Vorgänger schon fand ich die Figuren wirklich toll gezeichnet, besonders Lutoo als nachvollziehbare Gegnerin.

Was mir weniger schmeckt: leider ist es jetzt amtlich, die tiuphorische Seelensammelei wurde von einer Superintelligenz angeleiert und die Tius selbst manipuliert/programmiert.
KOSH dem Lot reicht nicht, was er in Griffweite hat und war gleichzeitig zu dösig seine MB zu vergrößern, also schickt er eine Horde gehirngewaschener Psychos aus, die ewig unterwegs sind und gewaltige Kollateralschäden anrichten, nur um vielleicht ein paar Milliarden Seelen pro Galaxie zu ernten. Und damit das zeitmäßig irgendwie sinnvoll zusammenpassen kann wird halt ganz Orpleyd eingefroren.
Genialer Plan, sehr effizient...

Im Spoiler vom letzten Heft wurde "das Lot" von KOSH dem Lot als Senkblei interpretiert, also als richtungsweisendes Element. Ich denke eher es ist Schmelzlot gemeint, also ein verbindendes Element. Die SI will die gesammelten Seelen "verlöten", zu etwas Größeren verbinden.

Ich bin wirklich neugierig, wie es mit Attilar weiter geht. So richtig interessiert hat er mich als Figur bisher nicht, weil er viel zu oft nur die mächtige Geheimwaffe/Deus ex machina war (Ausnahme: die Episode als intriganter Orakel Page. Da hat er mir gefallen). Mal sehen, was die Begegnung mit Pushaitis (könnte auch der Name einer Krankheit sein :devil:) so alles bewirkt hat.
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Robert Corvus
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Skörld hat geschrieben:KOSH dem Lot reicht nicht, was er in Griffweite hat und war gleichzeitig zu dösig seine MB zu vergrößern, also schickt er eine Horde gehirngewaschener Psychos aus, die ewig unterwegs sind und gewaltige Kollateralschäden anrichten, nur um vielleicht ein paar Milliarden Seelen pro Galaxie zu ernten.

Ob diese Vorgehensweise im Vergleich zur Vergrößerung der Mächtigkeitsballung vielleicht sogar schonender sein mag ...?
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Skörld
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Robert Corvus hat geschrieben:
Skörld hat geschrieben:KOSH dem Lot reicht nicht, was er in Griffweite hat und war gleichzeitig zu dösig seine MB zu vergrößern, also schickt er eine Horde gehirngewaschener Psychos aus, die ewig unterwegs sind und gewaltige Kollateralschäden anrichten, nur um vielleicht ein paar Milliarden Seelen pro Galaxie zu ernten.

Ob diese Vorgehensweise im Vergleich zur Vergrößerung der Mächtigkeitsballung vielleicht sogar schonender sein mag ...?


Hmmm...
In Anbetracht der Verwüstungen, die die Tius in der Milchstraße der Vergangenheit angerichtet haben, möchte ich das verneinen.

Bei einer dauerhaften Eroberung wird man wohl die (meisten) Planeten nicht komplett zerstören, die Bewohner nicht alle auslöschen.
Außerdem geht es offenbar vor allem um die Seelen besonderer Wesen. Tja, Lebewesen sind ein nachwachsender Rohstoff; Völker die man nicht ausrottet bringen vielleicht wieder erntewürdige Seelen hervor.
Die Ausweitung und Bewirtschaftung der eigenen MB könnte IMHO durchaus "nachhaltiger" sein als Raubzüge in der Nachbarschaft - abgesehen davon, dass es durchaus eine dort ansässige SI geben könnte, die das gar nicht lustig findet.
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Robert Corvus
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Skörld hat geschrieben:Bei einer dauerhaften Eroberung wird man wohl die (meisten) Planeten nicht komplett zerstören, die Bewohner nicht alle auslöschen.

Wenn die Superinteligenz die Galaxien in die Mächtigkeitsballung einbezieht und dann zur Materiesenke wird, darf man durchaus in Erwägung ziehen, dass zunächst die Naturkonstanten kippen (was an sich schon lebensgefährlich ist) und später eventuell sogar die gesamte Mächtigkeitsballung komplett zu einem Klumpen zusammenschnurrt oder verschwindet. So genau weiß das natürlich niemand - aber in 2884/ 2885 geben dieser Entwicklung zumindest Hamiller (nach seinen Zitaten) und Rhodan (nach seinen Handlungen) eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit. Rhodan befürchtet ja sogar, dass die Milchstraße in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn Orpleyd seine Entwicklung erfolgreich abschließt, obwohl die Milchstraße nicht zu KOSHs Mächtigkeitsballung zählt.
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Skörld
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Robert Corvus hat geschrieben:
Skörld hat geschrieben:Bei einer dauerhaften Eroberung wird man wohl die (meisten) Planeten nicht komplett zerstören, die Bewohner nicht alle auslöschen.

Wenn die Superinteligenz die Galaxien in die Mächtigkeitsballung einbezieht und dann zur Materiesenke wird, ...

Die Bildung der Materiesenke würde ich nicht mit einrechnen, nur das Abernten der Seelen.

Wie du schreibst: die Effekte sind mehr oder weniger spekulativ und offenbar nicht auf die Mächtigkeitsballung beschränkt. Sollten selbst die gut 130 Millionen Lichtjahre "Sicherheitsabstand" nicht ausreichen ist es einfach nur eine einzige riesige Mega-Katastrophe.
Die Frage ob man da "nur so" zum Handkuss kommt, oder vorher noch ein bisschen geknechtet wurde stellt sich nachher nicht mehr.
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Robert Corvus
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Skörld hat geschrieben:Die Frage ob man da "nur so" zum Handkuss kommt, oder vorher noch ein bisschen geknechtet wurde stellt sich nachher nicht mehr.

Das ist schön formuliert. :lol:
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Roland_W
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Ist in der Serie eigentlich schon mal auf die Sichtweise von Individuen eingegangen worden, wie sich so eine überaus grausige "Umwandlung" vollzogen hat? Waren damit alle mit einverstanden oder wurden sie schon gar nicht gefragt?
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Hydors Golem
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Robert Corvus hat geschrieben:
Hydors Golem hat geschrieben:Leider kommt für mich 2885 nicht an 2884 heran.

http://www.hydorgol.de/?p=6221


Vielen Dank für die ausführliche Besprechung.

Ich hoffe, es ist statthaft, wenn ich eine Passage aus der verlinkten Rezension in diesem Forum zitiere:
Wirklich aufgestoßen ist mir der vollkommen unnötige Tod von Oma Jurukao. An dieser Stelle fällt Perry Rhodan aus seiner Figur. Es macht gerade seinen Charakter aus, dass er keine Wegbegleiter für das höhere Ziel opfert. An dieser Stelle hätte das eine bewusste Entscheidung der Zweitmechanikerin sein müssen.

Nun ja - wieso "hätte es eine bewusste Entscheidung der Zweitmechanikerin sein müssen"?
Wie Jurukao sich entscheidet, liegt ja bei ihr. Ich habe die Figur so angelegt, dass sie nicht sterben möchte - das halte ich für nachvollziehbar.
Nehmen wir das einmal als gegeben an: In einem Kampf kann es zu Verletzungen kommen, diese Verletzungen können schwerwiegend sein, sie können auch zum Tod führen, und die Verletzten können an ihrem Leben hängen und gegen den Tod aufbegehren.
Dann wäre Rhodan in der beschriebenen Situation, und nun ist die Frage: Wie verhält er sich?
Du schlägst vor, er sollte auf Pey-Ceyans Vorschlag eingehen und dafür sorgen, dass Jurukao aus dem Kampfgebiet gebracht und auf der ODYSSEUS versorgt wird. In Ordnung - das kann man machen, sicher gibt Rhodans psychologische Grunddisposition das her. Auch für die von mir geschilderte Handlungsweise hat er gute Gründe, denke ich, die sind ja auch im Roman ausgeführt. Sagen wir also: Beide Handlungsweisen wären erzählerisch möglich.
Als Geschichtenerzähler versehe ich Entscheidungen der Hauptfiguren gern mit einem Preis - sie sollen nicht zu billig davonkommen. In DER LEIDBRINGER besteht dieser Preis darin, dass Jurukao stirbt und sich Pey-Ceyan von Rhodan entfremdet. Er wird für die Tiuphoren zum Leidbringer und ansonsten zu einem einsamen Anführer, der die Bürde seiner Entscheidungen schultern muss.
In der von Dir vorgeschlagenen Variante wäre der Preis ein anderer, das könnte beispielsweise so aussehen: Rhodan zieht eine der Antigravplattformen vom Kampf gegen die Landefähre ab, diese Plattform nimmt Jurukao auf und fliegt mit ihr Richtung Odysseus. Damit hätte Rhodan - nach Deiner Argumentation, wenn ich sie richtig verstehe - in character gehandelt. Ich hätte das dann vermutlich so weitererzählen wollen, dass Lutoo bemerkt, dass mit dieser Antigravplattform etwas nicht stimmt, diese mit den Sensoren der SHADRUUS verfolgt, dadurch entdeckt, dass sie in einem getarnten Schiff (nämlich der ODYSSEUS) verschwindet und diesen Standort dann per Orbitalbeschuss - wie K. H. Scheer sich ausgedrückt hätte - "vernichtet". Damit wäre die ODYSSEUS zerstört, Jurukao wäre tot, ein zusätzlicher Wuutuloxo wäre tot, Leccore vermutlich auch. Wenn man diesen für die weitere Handlung noch braucht, hätte man ihn mit einem Kniff vorher aus dem Gefahrenbereich bringen müssen - vielleicht wäre er dann von Anfang an in Begleitung Rhodans und Pey-Ceyans unterwegs gewesen.
Denkbar wäre dieser Handlungsverlauf ebenso. Der wesentliche Unterschied läge darin, dass Rhodan sich für (den Versuch von) Jurukaos Rettung entschlossen hätte.
Nun die Gretchenfrage: Wäre das besser gewesen?
Wenn nein: Wieso nicht? Oder anders gefragt: Liegt es wirklich an Rhodans Entscheidung - oder liegt es an der Konsequenz, dass das Gute - anders als in der Erzählform des Märchens - eben nicht immer auf ganzer Linie siegt und auch der Weg zum Sieg nicht ausschließlich mit guten Taten gepflastert ist?


Hallo Robert,

vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich hoffe ich bin dir da nicht zu nahe tretten. Natürlich ist es legitim das die Figur Jurukao sterben muss, wenn es denn unbedingt sein muss. Mir erschließt sich nur nicht ganz warum. Damit ist eine sehr sympatische Figure geopfert worden, die m.M. überhaupt nicht mit in das Gefecht gemusst hätte. Es wirkte so, als ob die Zweitmechanikerin um jeden Preis sterben sollte.

Warum musste unbedingt Jurukao mit in das Gefecht? Das war der erste Punkt der mich etwas stutzig gemacht hat, schließlich werden die anderen Plattformen von Tiuphoren geflogen, falls mich dort meine Erinnerung nicht täuscht. Das Perry und Pey-Ceyan in die Schlacht fliegen ist normal, das haben sie ja schon mal gemacht, während sich die Zweitmechanikerin da ja im Vorgängerroman dezent zurück gehalten hat.

Gut, das jemand bei einem Feuergefecht stirbt liegt in der Natur der Sache. Das hätte theoretisch aber auch ein Redshirt-Tiuphore sein können. Von der Ausrüstung her hätte ich die Zweitmechnanikerin für besser geschützt als Perry und Pey-Ceyan gehalten. Durch den angeschlagenen Anzug wurde dann klar, dass Jurukao definitiv ein gewaltiges Problem bekommen wird. Für mich persönlich war an der Stelle schon die Luft raus.

Perry hätte die Agrav-Plattform aufgeben können oder zumindest Pey-Ceyan einen Rettungsversuch unternehmen lassen können und selbst die Plattform übernehmen können. An dieser Stelle fällt er, m.M. nach, aus dem Charakter. Er ist nur auf den Angriff fixiert, wohl wissend, das dieser auch schiefgehen kann - was er schlussendlich auch tut. Den Orbitalangriff fand ich übrigens super! Als Unsterblicher hat er solche Aktionen schon unzählige Male durchgeführt um zu wissen, das diese Situation keine sichere Chance war und das es andere Möglichkeiten gibt, die er dann ja später auch genutzt hat.

Jurukao hätte problemlos auch auf dem Rückweg sterben können, schließlich heißt Rückweg ja nicht, das man es bis zur Medostation schafft oder nicht noch etwas passiert. Das hätte Perry etwas besser darstehen lassen. Emotional wäre das vielleicht sogar viel stärker gewesen. Auch wenn es nur Pey-Ceyan und Jurukao alleine gewesen wären. Perry hätte die Zweitmechanikerin mit der Dakkarspanne retten können, schließlich geht es hier um seine wertvollsten Verbündeten. (Die "Ersatz" Wuutuloxo hatte ich nicht mehr auf dem Schirm).

In der Vergangenheit hat sich Perry immer als "Weichei" herausgestellt, der eine Chance nutzt, wenn er eine sieht, aber nicht um jeden Preis, was eher zu Atlan oder gar Monkey passen würde. Niemals hat er seine ethischen Grundsätze über Board geworfen, genau das macht den Terraner aus. Er ist der Typ, der sich seine Uniformabzeichen abzieht, um die dritte Macht zu gründen und sich damit gegen seine "alte Truppe" wendet. Ich fand das war ein unglaublich starkes Bild. Gerade das hat ihn zu einer Figur gemacht, der weiter denkt und damit genau das Gegenteil von einem engstirnigen "Auftragausführer" ist.

Ja auch er hat Raumschlachten und Kommandounternehmen geführt und wird das wohl auch weiterhin tun, wenn er muss. Ich fände es nur schade, wenn Perry dabei genau das verliehren würde, was ihn als Figur ausmacht. Ich habe nichts gegen wilde Schießereien in Romanen, aber die müssen für mich einen für mich nachvoll ziehbaren Hintergrund haben. Und wenn jemand stirb darf es nicht konstruiert aussehen, sondern sollte sich organisch aus der Situation entwicklen.

Du merkst ich mochte Jurukao ...
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Richard
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Zum Roman selber: mir hat (wie auch einigen anderen Leuten hier) der Roman von letzter Woche besser gefallen.
Ich fand den aktuellen Band auch etwas zu sprunghaft.

Die Sicht von Lutoo - auch in der Beurteilung von Lebewesen anderer Voelker - ist mir zu einseitig erschienen. Alle Lebewesen nur in Bezug auf "ist ein guter Soldat" bzw. "ist kein guter Soldat" zu beurteilen ist viel zu einseitig und das sollte gerade auch einer Soldatin im Offiziersrang klar sein - gerade auch weil sich die Gynali als das fuehrende Volk in Orpleyd sehen sollte es den Gynali klar sein, dass man andere Voelker vielschichtiger beurteilen sollte.
Wenn ein Soldat nur in solchen Bahnen denkt .. erinnnert mich das an die Fruehzeit der PR Serie, als die CREST IV in M87 auf die streng in Kasten eingeteilten Voelker in M87 traf und es dort zuerst mal auf den Sokarto und seine Skoars traf bzw. spaeter mit den Dumfries auf die "neue" Soldatenkaste in M87 ...).
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