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Robert Corvus
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Monostos hat geschrieben:Wenn das wirklich wahr wäre, dann würde man in Vietnam jetzt Englisch reden.

... oder Chinesisch, Russisch, Französisch (wenn man etwas weiter in der Geschichte Südostasiens zurückgeht). Ich glaube, das wäre auch so, wenn das Militär nicht jeweils durch eine Regierung kontrolliert werden würde. Es waren ja nicht die Militärs, die gesagt haben: "Wir müssen raus aus Vietnam", sondern die Politiker, die letztlich von ihrem Volk abhängig sind, das nur zu einem kleinen Teil aus Militärs besteht.
Der Einsatztrupp auf Porass hat aber einen klaren Befehl seiner Regierung in Gestalt des Thronfolgers. Wie mal in einer Babylon-5-Folge gesagt wurde: "Soldaten befolgen Befehle." ;)
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Hopfi
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ParaMag hat geschrieben:Guter Roman, guter Spoiler. :st:

So wie sich die Geschichte im Perry Teil momentan ausbreitet kann eigentlich alles sein.
Der Teil der Geschichte mit der Techno-Kaverne kann Teil des Lügen Netzes sein.
Perry samt Team bilden den Lockvogel für die letzten Gegner des Gondunats. Wobei ich mich frage mit welchen Machtmitteln das Gondunat ausgestattet sein muss um ein Volk das mit Para-Kräften ausgestattet ist und Para-Technik nutzt in die Knie und ins Vergessen zu zwingen.
Auf den Folgeroman mit der Geschichte des wandelnden Kartoffelsacks freue ich mich schon, vllt. gibt es auch mal wieder etwas Techno gebabbel. :unschuldig:
Perry ist quasi durch "Zufall" auf den Planeten "gelenkt" worden.
Es können noch einige Drehungen und Wendungen hinzu kommen. Wobei für mich die Möglichkeit des Lockvogels die wahrscheinlichste ist.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass nichts, was was die RT-Besatzung in Gonduu-Land erlebt, auch nur ansatzweise zufällig ist. Der "Erbe des Wanderers" soll instrumentalisiert und missbraucht werden und zu diesem Zweck wird er weichgeklopft. Ein von langer Hand geplanter, weit ausholend vorbereiteter, sämtliche Eventualiäten berücksichtigender Psychofeldzug ist im Gange.
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Mr Frost
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Ingesamt gefällt mir Herrn Corvus Schreibe. Keine Frage. Auch wenn ich ein paar seiner Metaphern nicht ganz so naheliegend fand (z.B."...wie Blasen, die man zwischen den Fingern in die Breite zog, wenn man badete"/ Seite 38). Aber auch im Vergleich zum Vorgängerband wurde sich hier sprachlich wieder mehr Mühe gegeben.

Längen gab´s dennoch (das Marschieren und Larvieren durch das Gewölle). Die Actioneinlagen waren zum Romanende hin auch etwas verwöllend, äh, verwirrend beschrieben.

So richtig interessant fand ich die Story um Shuuli zudem ebenfalls nicht. Aber möglicherweisen waren diese Passagen allein dem Doppelband-Konzept geschuldet.

Nein, ohne Zweifel ist es schön, dass Herr Corvus nun Hauptautor ist. Nur vom Hocker gerissen hat mich sein vorlliegender Roman nicht. Vielleicht lag dies auch am so langsam in die Länge gezogenen Thema um die Thoogondu ("Lügen sie nun oder lügen sie nicht- Klaaar lügen sie...").

Meine Gesamtwertung: 3/2/3 (mit positiver Wertung auf den Autor).
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Mr Frost
Superintelligenz
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Mr Frost hat geschrieben:(...) "Längen gab´s dennoch (das Marschieren und Larvieren (...)".

Ich meinte "Lavieren"...
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AARN MUNRO
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nanograinger hat geschrieben:Andere Sache: Nach Lutoo im vorigen Zyklus haben wir nun mit Gi Barr, dem Gäonen eine weitere Soldatenfigur von Robert Corvus, der sicher im nächsten Roman noch mehr zur Geltung kommen wird. RoCo scheint ein Faible für solche Figuren zu haben.

Dagegen bringt er mit Shuuli hier eine weibliche "Golddigger" Figur ein, deren Lebensziel es zu sein scheint, sich bei Hofe nach oben zu schlafen. :rolleyes:
Als Physiker nehme ich übrigens persönlich Anstoß an der Beschreibung, dass sie als beste Thermodynamikerin ihres Jahrgangs (seltsame Bezeichnung) nicht in der Forschung bleiben möchte. B-)




Ja, das wundert mich auch. Relativistische ThermoDyn ist doch lustig ... oder auch andere Untergebiete
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Robert Corvus
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Hopfi hat geschrieben:Ein von langer Hand geplanter, weit ausholend vorbereiteter, sämtliche Eventualiäten berücksichtigender Psychofeldzug ist im Gange.

Uiuiui, dann muss sich Perry aber warm anziehen. :o
Aber, ja: Dass hier wenig zufällig passiert, dürfte klar sein. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass es eine Macht im Hintergrund gibt, die alles lenkt ...

Mr Frost hat geschrieben:Ingesamt gefällt mir Herrn Corvus Schreibe. Keine Frage.

Das freut mich. :)

Mr Frost hat geschrieben:So richtig interessant fand ich die Story um Shuuli zudem ebenfalls nicht. Aber möglicherweisen waren diese Passagen allein dem Doppelband-Konzept geschuldet.

In diesem Fall nicht. Shuulis Vater steht im Exposé, Shuuli nicht. Ihre Sicht der Dinge habe ich also unabhängig von den Vorgaben eingebracht.

Mr Frost hat geschrieben:Nein, ohne Zweifel ist es schön, dass Herr Corvus nun Hauptautor ist.

Ich bin weder Gast- noch Teamautor, sondern - um es mit den Worten des Chefredakteurs zu sagen - ein Wundertierchen. :lol:
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AARN MUNRO
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Eines scheint auf, wurde auch schon hier erwähnt von diversen Foristen: wie kann ein Volk, das so fortgeschritten schien, von den Thoogondu so untergebuttert werden ... besaßen sie denn keine Waffen? Gehört das auch zum Lügennetz? Wer sieht da durch? B-)
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jemo
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Das höfische Leben der Thoogondu erinnerte mich etwas an Schilderungen des französischen Hofes kurz vor "Kopf ab", zumindest die absolutistischen Strukturen sind hier klar erkennbar.
Es scheint ja immer mehr so, als ob die Thoogondu die Bösen in diesem Spiel sind, ganz sicher ist das aber noch nicht. Vielleicht haben sie mit der Enttechnisierung der Soprassiden ja auch so eine Art "Morgenthau-Plan" verfolgt und vielleicht hatten sie dafür ja auch gute Gründe.
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R.B.
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jemo hat geschrieben:Die absolutistischen Strukturen sind hier klar erkennbar.


Ja, sind sie. Man muss sich mal vor Augen halten: Absolutisten gab es auf der Erde schon mit normaler Lebenserwartung, die ja vor einigen 100 Jahren deutlich unter der heutigen lag. Und hier gibt es einen Obermotz, der alleine über 1200 Jahre herrscht, weil er so lange lebt. Damit hätten wir hier auf der Erde knapp Karl den Großen als Kaiser verpasst. Und in einer solch langen Zeit nicht einen mittleren Sockenschuss zu kriegen, ist doch ziemlich schwer. Zumal hier das "Regulativ" der weiteren Langlebigen bzw. Unsterblichen fehlt, die sich vielleicht noch gegenseitig kontrollieren könnten, falls einer mal aus dem Rahmen fällt.

jemo hat geschrieben:Es scheint ja immer mehr so, als ob die Thoogondu die Bösen in diesem Spiel sind, ganz sicher ist das aber noch nicht. Vielleicht haben sie mit der Enttechnisierung der Soprassiden ja auch so eine Art "Morgenthau-Plan" verfolgt und vielleicht hatten sie dafür ja auch gute Gründe.


Also, für mich sind die Thoogondu derzeit die Unholde im Spiel, die Bösartigkeit vielleicht letztlich von einem Alleinherrscher ausgelöst. Vielleicht steckt aber noch jemand ganz anderer dahinter. Aber wenn die Thoogondu "normal" gestrickt wären, hätten sie den Kontakt zu den Terranern auf anderem Wege gesucht und keinesfalls ohne Rücksicht auf Verluste diverse Sonnen in Brand gesteckt. Zudem scheinen sie sich ja ihre eigene Realität zu schaffen, die sie weiteren Personen /Völkern problemlos überstülpen können. Auf die weitergehende Geschichte der Soprassiden bin ich schwer neugierig. Zumindest dieser Vanteneuer scheint nicht so ganz koscher....
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jemo
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R.B. hat geschrieben:
Ja, sind sie. Man muss sich mal vor Augen halten: Absolutisten gab es auf der Erde schon mit normaler Lebenserwartung, die ja vor einigen 100 Jahren deutlich unter der heutigen lag. Und hier gibt es einen Obermotz, der alleine über 1200 Jahre herrscht, weil er so lange lebt. Damit hätten wir hier auf der Erde knapp Karl den Großen als Kaiser verpasst. Und in einer solch langen Zeit nicht einen mittleren Sockenschuss zu kriegen, ist doch ziemlich schwer. Zumal hier das "Regulativ" der weiteren Langlebigen bzw. Unsterblichen fehlt, die sich vielleicht noch gegenseitig kontrollieren könnten, falls einer mal aus dem Rahmen fällt.


Ist grundsätzlich richtig, in der Serie sind solche Strukturen aber nicht ungewöhnlich. Perry war ja auch lange genug "Großadministrator", was ja quasi auch eine Alleinherrschaft war. Oder die Arkoniden, ebenfalls feudale Strukturen. So etwas weist innerhalb der Serie nicht zwangsläufig auf etwas Negatives hin.
Bis vor einer Woche war ich auch noch davon überzeugt, die Thoogondu wären die "Bösen" in diesem Spiel, mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Das wäre jetzt einfach zu gradlinig, insbesondere, weil der Zyklus noch jung ist.

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Juni 2017, 10:43

Trevor Casalle 839
Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Nein, ohne Zweifel ist es schön, dass Herr Corvus nun Hauptautor ist.

Ich bin weder Gast- noch Teamautor, sondern - um es mit den Worten des Chefredakteurs zu sagen - ein Wundertierchen. :lol:

Da musste ich dann gleich an ein »Glühwürmchen« denken :P Übrigens ein sehr helles Glühwürmchen, wenn ich den Roman als Maßstab nehme - sehr guter Roman! :st:

Ne, der Roman hat mir hervorragend gefallen - auch das Spielchen mit den jeweiligen Wirklichkeiten der vier Seiten (vier Seiten, nicht zwei: Gäone, Thoogondu, Rebellen, Terraner) ist gut herausgekommen. Jeder hat andere moralische Wertmaßstäbe, die Rebellen verhalten sich tatsächlich wie Terroristen und argumentieren auch so (ideologisch verbohrt). Die Geschichte um Shuuli hat letztendlich den Eindruck vermittelt (oder besser: verstärkt), als wären die Thoogondu absolutistisch-intrigante Spieler und Deppen, die irgendwie nicht wissen, was sie tun.

Und Perry Rhodan steckte in der Rolle des Odysseus, der sich entscheiden musste, ob er lieber Scylla bevorzugt oder die Charybdis.

Und letztlich die Gäonen. Falls der Roman auf diese fokussieren wollte, so hat es funktioniert. Es hat den Eindruck massiv verstärkt, dass eigentlich die Gäonen diejenigen sind, auf die man achten sollte. Sind die Gäonen die eigentlichen Herrscher im Hintergrund?
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AARN MUNRO
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Nein, ohne Zweifel ist es schön, dass Herr Corvus nun Hauptautor ist.

Ich bin weder Gast- noch Teamautor, sondern - um es mit den Worten des Chefredakteurs zu sagen - ein Wundertierchen. :lol:

Da musste ich dann gleich an ein »Glühwürmchen« denken :P Übrigens ein sehr helles Glühwürmchen, wenn ich den Roman als Maßstab nehme - sehr guter Roman! :st:

Ne, der Roman hat mir hervorragend gefallen - auch das Spielchen mit den jeweiligen Wirklichkeiten der vier Seiten (vier Seiten, nicht zwei: Gäone, Thoogondu, Rebellen, Terraner) ist gut herausgekommen. Jeder hat andere moralische Wertmaßstäbe, die Rebellen verhalten sich tatsächlich wie Terroristen und argumentieren auch so (ideologisch verbohrt). Die Geschichte um Shuuli hat letztendlich den Eindruck vermittelt (oder besser: verstärkt), als wären die Thoogondu absolutistisch-intrigante Spieler und Deppen, die irgendwie nicht wissen, was sie tun.

Und Perry Rhodan steckte in der Rolle des Odysseus, der sich entscheiden musste, ob er lieber Scylla bevorzugt oder die Charybdis.

Und letztlich die Gäonen. Falls der Roman auf diese fokussieren wollte, so hat es funktioniert. Es hat den Eindruck massiv verstärkt, dass eigentlich die Gäonen diejenigen sind, auf die man achten sollte. Sind die Gäonen die eigentlichen Herrscher im Hintergrund?




Jedenfalls wissen die Gäonen mehr als der thoogondische Einsatzkommandant. Sie haben eindeutig mehr Hintergrundwissen.
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nanograinger
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AARN MUNRO hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Und letztlich die Gäonen. Falls der Roman auf diese fokussieren wollte, so hat es funktioniert. Es hat den Eindruck massiv verstärkt, dass eigentlich die Gäonen diejenigen sind, auf die man achten sollte. Sind die Gäonen die eigentlichen Herrscher im Hintergrund?

Jedenfalls wissen die Gäonen mehr als der thoogondische Einsatzkommandant. Sie haben eindeutig mehr Hintergrundwissen.

Bi Garr wurde vom Ghuogondo speziell instruiert. Ob er oder andere Gäonen mehr Hintergrundwissen haben, als sie für ihre konkreten Aufgaben benötigen, wage ich zu bezweifeln.

Andere Sache: Mit den Nachtherolden und ihren Gewöllen ist nun ein weiteres Volk aufgenommen worden, das in PR 2901 S. 31 erwähnt wurde. Gemäß dem Tschechov'schem "Pistolendogma" erwartete ich nun noch die "Sag-Sag" und vor allem den Maraliq.
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Goedda
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Zwei Handlungsebenen, die am Ende zusammenführen. Die erste Handlungsebene um Shuuli soll wohl dazu dienen, uns die Thoogondu trotz ihren (moralisch) verwerflichen Taten näher zu bringen bzw. sie menschlicher erscheinen zu lassen. Die Thoogondu - am Beispiel von Shuuli schön gezeigt - haben auch Träume. Und genauso wie bei uns / den Terranern gibt es Konkurrenten und Neider, die versuchen, diese Träume zu zerstören. Die Thoogondu haben Eltern, die um ihre Kinder besorgt sind usw. Das hat mir alles eigentlich ganz gut gefallen, wobei ich persönlich eine Vermenschlichung der Thoogondu nicht mal benötigt hätte. Die Szenen im Krankenhaus der Thoogondu (Heftnummer vergessen) als die
Unterschiede aufgrund der unterschiedlichen Evolution und Kultur zum Tragen gekommen sind, haben mir ehrlich gesagt besser gefallen.

Die zweite Handlungsebene um PR, die Semixenophobikerin und die Soprassiden bzw. restlichen Rebellenvölker war meiner Meinung nach etwas spannender. Das kann natürlich daran liegen, dass mir persönlich eben die Vermenschlichung der Thoogondu nicht so sehr zusagt. Besonders gefallen haben mir die Reflexionen von PR bezüglich den vergangenen Wochen/Monaten und den verwerflichen Taten der Thoogondu. Die Vernichtung der Sonnensysteme in der Milchstrasse ist nicht vergessen gegangen! Das sollte einige Foristen beruhigen, sofern sie den Roman gelesen haben und nicht nur den Spoiler…
Erschreckend die Erkenntnis, dass die Soprassiden-Rebellen selbst die Nuklearraketen gestartet haben. Noch erschreckender, dass PR trotz diesem "planetenweiten Terrorakt" (S.41) mit den Rebellen weiterhin paktiert. Natürlich will ich als Leser, dass PR mit Ea-Eaveud auf den letzten Galakt-Transferer geht und die Geheimnisse um die Thoogondu lüftet, aber irgendwie ist das den Teufel (Thoogondu, vernichten mehrere Sonnensysteme) mit dem Beelzebub (Rebellen, vernichten Landmassen und töten dabei geschätzte Tausende von Lebewesen) austreiben. Ich beneide PR nicht darum, in diese Situation geraten zu sein und nun nur "schlechte" Entscheidungen treffen zu können.

Fazit: Gutes, absolut lesenswertes Heft, welches ziemlich rasch zwischen den Handlungsebenen hin und herwechselt und so Tempo und Spannung erzeugt.
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R.B.
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jemo hat geschrieben:Ist grundsätzlich richtig, in der Serie sind solche Strukturen aber nicht ungewöhnlich. Perry war ja auch lange genug "Großadministrator", was ja quasi auch eine Alleinherrschaft war. Oder die Arkoniden, ebenfalls feudale Strukturen. So etwas weist innerhalb der Serie nicht zwangsläufig auf etwas Negatives hin.
Bis vor einer Woche war ich auch noch davon überzeugt, die Thoogondu wären die "Bösen" in diesem Spiel, mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Das wäre jetzt einfach zu gradlinig, insbesondere, weil der Zyklus noch jung ist.


Ich gebe dir völlig recht. Der arkonidische Imperator ist der klassische feudale Herrscher. Was er sagt, wird gemacht. Und da waren ja ein paar durchaus extreme Figuren drunter, wenn ich das richtig auf die Reihe kriege. Aber der Unterschied ist trotz eines ziemlich fest- und eingefahrenen Systems, dass diese Kerle keine 1200 Jahre und länger gelebt haben. Und da hat man die Chance, nach einem durchgeknallten Typ mal einen normalen auf den Thron zu kriegen.

Wir werden sehen, wie sich das mit den neuen Unsterblichen entwickelt: Namentlich sind das Bostich bei den Arkoniden und Freund VM bei den Tefrodern. Zu PR: Sicherlich war Perry Rhodan ewig und drei Tage lang Großadministrator, der Unterschied zu den Thoogondu war einfach der, dass er demokratisch gewählt war (amerikanisches System mit entsprechender Machtausstattung hin oder her). Ob es nun logisch ist, dass man über eine solch lange Zeit immer wieder den gleichen Kandidaten aufstellt und wählt, lasse ich mal hingestellt sein. PR's Herrschaft war im Zweifelsfall bis zur nächsten Wahl befristet, dann wäre er weg gewesen. Sicherlich hätte er mit Unterstützung seiner unsterblichen Freunde und/oder der Mutanten die Alleinherrschaft übernehmen können, aber auch das lasse ich mal außen vor. Für sowas ist "unser" Perry nicht der Typ. Jemand formulierte hier im Forum mal den Begriff eines "positiven Diktators".

Und der Obermotz der Thoogondu lebt nun mal 1200 Jahre und herrscht bis zu seinem zeitlich bedingten Ableben. Da man ihn aber durchaus auch erschießen kann, um seinem Thronfolger den Weg zu ebnen, wird er sich entsprechend einigeln. Für Otto - Normal Thoogondu ist es somit unmöglich, einfach so an ihn heran zu kommen. Er hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine oder kaum soziale Kontakte mit der normalen Bevölkerung und läuft in Gefahr, abstruse Ideen zu entwickeln - wie zum Beispiel das Abfackeln von drei Sonnen, um auf ihm aufmerksam zu machen. Oder er formuliert einfach einige alternative Fakten, die er anderen Wesen überstülpt oder überstülpen lässt.

Ich formuliere es für mich mal so um: Dem Obermufti der Thoogondu traue ich derzeit absolut nicht über den Weg. Gleichzeitig gebe ich dir recht: Die Thoogondu als die alleinigen "Bösen" abzustempeln, geht auch nicht. Dafür wissen wir zu wenig und der Zyklus ist noch zu jung. Wie dem auch sei: Bis jetzt gefällt mir das alles ausnehmend gut.

:st:
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John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Juni 2017, 19:36

Trevor Casalle 839
AARN MUNRO hat geschrieben:Jedenfalls wissen die Gäonen mehr als der thoogondische Einsatzkommandant. Sie haben eindeutig mehr Hintergrundwissen.

Spoiler aus der Vorankündigung zu Band 2913 :
Spoiler:
Gäonen sind Menschen und herrschen in NGC4622 über "Das Neue Imperium".
(bitte alle Antworten darauf in Spoiler-Tags setzen und / oder am besten im Titel 2913 thread posten...)
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Richard
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boes formuliert: die Thoogondu hatten halt auch eine schlimme Kindheit (-> ES hat sie aus der gelobten MB vertrieben) und jetzt rächen sie sich dafür.

Ich denke, dass zumindest deren Herrscherkaste eingen Dreck am stecken hat.

Dann denke ich, dass es durchaus moeglich ware, dass ein raumfahrendes Volk jetzt nicht unbedingt so viel Aufwand in die Erschaffung von Waffensysteme steckt. Das liesse sich schon mit entsprechender Mentalitaet begruenden.
Da die Soprassiden eher mal ein Psionikervolk waren kann es sein, dass sie aufgrund dessen weniger technische Waffer erschaffen haben und sich lieber auf ihre Geistesgaben verliessen.
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Herr Siebentag
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Spoiler aus der Vorankündigung zu Band 2913 :
Spoiler:
Gäonen sind Menschen und herrschen in NGC4622 über "Das Neue Imperium".


Cool
Spoiler:
Haben sie auch einen Großadministrator?

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Juni 2017, 20:15

Trevor Casalle 839
Herr Siebentag hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Spoiler aus der Vorankündigung zu Band 2913 :
Spoiler:
Gäonen sind Menschen und herrschen in NGC4622 über "Das Neue Imperium".

Cool
Spoiler:
Haben sie auch einen Großadministrator?

Das wäre natürlich der Hammer. Oder das weibliche Pendant dazu.

Lass Dir die Idee patentieren...
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Herr Siebentag
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Geht leider nicht, das Galaktische Patentamt ist noch mit deinem Multiuniversellen Überall und Jederzeit Zugleich Antrieb voll ausgelastet ^_^

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Juni 2017, 21:07

Trevor Casalle 839
Herr Siebentag hat geschrieben:Geht leider nicht, das Galaktische Patentamt ist noch mit deinem Multiuniversellen Überall und Jederzeit Zugleich Antrieb voll ausgelastet ^_^

Das stimmt! :D
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Robert Corvus
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jemo hat geschrieben:Das höfische Leben der Thoogondu erinnerte mich etwas an Schilderungen des französischen Hofes kurz vor "Kopf ab", ...

Michelle Stern, die das Manuskript gelesen hat, meinte, es erinnere sie an Versailles ... Da scheint also etwas dran zu sein. :)

R.B. hat geschrieben:Und hier gibt es einen Obermotz, der alleine über 1200 Jahre herrscht, weil er so lange lebt.

Ja, das hat Konsequenzen für Aufstiegsmöglichkeiten ...
Allerdings in diesem Fall tatsächlich nur für die alleroberste Ebene, darunter kann sich ja viel verschieben. Auch ein sehr alter und lebenserfahrener Herrscher kann nicht alles im Alleingang regeln, in so manchen Bereichen des Gondunats wird es Unterherrscher geben, die beinahe schalten und walten können, wie sie mögen.

R.B. hat geschrieben:Aber wenn die Thoogondu "normal" gestrickt wären, hätten sie den Kontakt zu den Terranern auf anderem Wege gesucht und keinesfalls ohne Rücksicht auf Verluste diverse Sonnen in Brand gesteckt.

Hm ... Haben sie das, oder ist da ein Automatismus abgelaufen? :gruebel:

nanograinger hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Und letztlich die Gäonen. Falls der Roman auf diese fokussieren wollte, so hat es funktioniert. Es hat den Eindruck massiv verstärkt, dass eigentlich die Gäonen diejenigen sind, auf die man achten sollte. Sind die Gäonen die eigentlichen Herrscher im Hintergrund?

Jedenfalls wissen die Gäonen mehr als der thoogondische Einsatzkommandant. Sie haben eindeutig mehr Hintergrundwissen.

Bi Garr wurde vom Ghuogondo speziell instruiert. Ob er oder andere Gäonen mehr Hintergrundwissen haben, als sie für ihre konkreten Aufgaben benötigen, wage ich zu bezweifeln.

Ja, ich glaube, das ist derzeit sehr schwierig zu beurteilen, weil man ja nur das Wissen eines Individuums beurteilen kann (und das auch nur aus der Außensicht), und zwar in einer bestimmten Situation. Aber da verspreche ich, dass der Schleier auf dem letzten Galakt-Transferer ein gutes Stück weit gehoben wird. ;)

Goedda hat geschrieben:..., wobei ich persönlich eine Vermenschlichung der Thoogondu nicht mal benötigt hätte.

Das hast Du mit dem Chefredakteur himself gemeinsam, der genau diese Anmerkung zum Manuskript gemacht hat. ;)

Goedda hat geschrieben:Noch erschreckender, dass PR trotz diesem "planetenweiten Terrorakt" (S.41) mit den Rebellen weiterhin paktiert.

"Paktiert" ist vielleicht zu viel. Er unterstützt sie ja nicht, sondern versucht, sie zu nutzen, um an Informationen zu kommen.

Goedda hat geschrieben:Fazit: Gutes, absolut lesenswertes Heft, welches ziemlich rasch zwischen den Handlungsebenen hin und herwechselt und so Tempo und Spannung erzeugt.

Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Übrigens ein sehr helles Glühwürmchen, wenn ich den Roman als Maßstab nehme - sehr guter Roman! :st:

Vielen Dank. :)

Richard hat geschrieben:Da die Soprassiden eher mal ein Psionikervolk waren kann es sein, dass sie aufgrund dessen weniger technische Waffer erschaffen haben und sich lieber auf ihre Geistesgaben verliessen.

Eine interessante These, die durch den Transmitter gestützt wird. Woher kommt in diesem Fall der Technoschrott im Abgrund der Altvorderen?

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Juni 2017, 21:53

Trevor Casalle 839
Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:So richtig interessant fand ich die Story um Shuuli zudem ebenfalls nicht. Aber möglicherweisen waren diese Passagen allein dem Doppelband-Konzept geschuldet.

In diesem Fall nicht. Shuulis Vater steht im Exposé, Shuuli nicht. Ihre Sicht der Dinge habe ich also unabhängig von den Vorgaben eingebracht.
jemo hat geschrieben:Das höfische Leben der Thoogondu erinnerte mich etwas an Schilderungen des französischen Hofes kurz vor "Kopf ab", ...

Michelle Stern, die das Manuskript gelesen hat, meinte, es erinnere sie an Versailles ... Da scheint also etwas dran zu sein. :)

Anscheinend hat Michelle Stern nicht nur dein Manuskript gelesen, sondern in ihrem Band 2914
Spoiler:
die Geschichte rund um Shuuli aufgegriffen und in ihrer Version von »Versailles« mächtig ausgebaut ;) (siehe Leseprobe zu Band 2914). So wird aus einer Person, die nicht im Exposé steht, ein Selbstläufer! ;)
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Alexandra
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Shuuli solltet ihr durchaus behalten, die hat eine interessanten Konflikt.
DORGON http://www.dorgon.net/

Meine PERRY RHODAN-Besprechungen und Miniserien-Interviews auf dem Geisterspiegel.
http://www.geisterspiegel.de/?author=197

Re: Spoiler 2911: Riss im Lügennetz, von Robert Corvus

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 7. Juni 2017, 07:46

Frank Chmorl Pamo
Goedda hat geschrieben:Besonders gefallen haben mir die Reflexionen von PR bezüglich den vergangenen Wochen/Monaten und den verwerflichen Taten der Thoogondu. Die Vernichtung der Sonnensysteme in der Milchstrasse ist nicht vergessen gegangen! Das sollte einige Foristen beruhigen, sofern sie den Roman gelesen haben und nicht nur den Spoiler…


Es geht mir nicht ums "vergessen" (hat Perry wohl nicht), es geht mir ums Stellen der Frage und dem zyklusexposebedingten Hinauszögern derselben - man könnte es auch "Aussitzen der Frage" nennen.
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