Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

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Thoromir
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Thoromir » 9. April 2019, 10:26

Ich hatte das Buch 5 Tage nach Erscheinen durch. Ich hörte die Hörbuchversion und habe die 30 Stunden also zu je 6 Stunden pro Tag gehört.
Mir hat der Sprecher Uve Teschner sehr gut gefallen, und ich würde mir wünschen, von ihm noch mehr aus dem Perryversum hören zu können.
Dringender Apell an Eins A Medien: Engagiert den Sprecher oder lasst ihn wenigsten als Gastsprecher einen besonderen Roman lesen :-)

Der Teil um Ernst Ellert hat mir auch nicht so gut gefallen. Ich mag Zeitschleifen nicht, und absichtlich eine Zeitschleife einzubauen dann erst recht nicht. Ellert macht Rhodan klar, dass die Gefahr aus dem All (die IVs) in jedem Fall kommen, aber nur wenn er der erste Mensch auf dem Mond ist, kann man der Gefahr begegnen. (So habe ich die Prophezeiung verstanden). Das bedeutet im Umkehrschluss: In unserer Welt, wo Rhodan nicht der erste Mensch auf dem Mond war, sind die IVs auch gekommen und haben... was? Ich vermute, Eschbach wollte hier auf so was hinaus wie: Wir werden alle von einer Macht im Hintergrund beherrscht, von Menschen, die durch IVs übernommen wurden. Das ist mir dann doch zu weit hergeholt :-) Aber wenn er das nicht damit sagen wollte, dann macht die Prophezeiung von Ellert eigentlich keinen Sinn.

Eines noch: Ich bin in der aktuellen Handlung runde 3 Jahre zurück.
Ich überlegte, wann Homer G. Adams das Buch wohl geschrieben haben mag. Es gibt einige Referenzen dazu. So werden alle Ehefrauen von Perry genannt, einschließlich Sichu Dorksteiger. Adams muss das Buch also recht nahe zur derzeitigen Handlungszeit geschrieben haben.
An anderer Stelle meint Adams zu den Hintergründen eines Ereignissen, das man genaueres dazu über NATHAN abrufen könne.
Nun frage ich mich als jemand, der etwas zurück hängt: Zu welchem Zeitpunkt ist Rhodan mit Sichu verheiratet und ist NATHAN gleichzeitig für jeden Terraner zugänglich?

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Ce Rhioton
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Ce Rhioton » 9. April 2019, 10:37

Thoromir hat geschrieben: [...]Ich vermute, Eschbach wollte hier auf so was hinaus wie: Wir werden alle von einer Macht im Hintergrund beherrscht, von Menschen, die durch IVs übernommen wurden.
Ja, aber das wussten wir seit Mulder, Scully und Bazinga doch bereits. :unsure:
Ich hätte gerne meinen Style zurück. :unsure:

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Verkutzon » 9. April 2019, 11:09

nanograinger hat geschrieben:Aber da du die Stelle von Band 1000 offenbar vor dir hast, wird dir auch ein Unterschied zu Band 1000 aufgefallen sein. In Band 1000 ist die "Entführung" Perrys durch ES nämlich nicht ohne Zeitverlust.
Ja, das ist mir aufgefallen, und das war auch der Moment, wo ich mich an die Szene im 1000er erinnerte: Da war doch was...da passierte doch was mit Perry, so in der Art...
Ich finde es nur konsequent von Andreas Eschbach, dass er diese Szene abgeändert hat. Was sollte ein „Neuleser“ auch mit der Info anfangen, dass Karl den Jungen plötzlich nicht mehr sah und mit einem Mal wieder? Eine Erklärung könnte der fiktive Erzähler von Perry Rhodans Lebensgeschichte ja nicht liefern, er weiss schlicht nichts davon!
Vermisst habe ich diese Szene auch, auch wenn mir bewusst ist, dass sie nicht ins Buch gehören kann. Aber dafür haben wir ja PR Heft 1000, Der Terraner, von William Voltz.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von astroGK » 9. April 2019, 17:03

Thoromir hat geschrieben: Ich überlegte, wann Homer G. Adams das Buch wohl geschrieben haben mag. Es gibt einige Referenzen dazu. So werden alle Ehefrauen von Perry genannt, einschließlich Sichu Dorksteiger. Adams muss das Buch also recht nahe zur derzeitigen Handlungszeit geschrieben haben.
An anderer Stelle meint Adams zu den Hintergründen eines Ereignissen, das man genaueres dazu über NATHAN abrufen könne.
Nun frage ich mich als jemand, der etwas zurück hängt: Zu welchem Zeitpunkt ist Rhodan mit Sichu verheiratet und ist NATHAN gleichzeitig für jeden Terraner zugänglich?
1541 NGZ wird sie seine Frau. 1552 NGZ ist Zeitbruch und danach 2045 NGZ ist nix mehr mit NATHAN, weil weg. Also muss er die Biographie in der Zeit von Genesis verfasst haben.

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Thoromir
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Thoromir » 9. April 2019, 17:08

Ah, danke :-)

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von astroGK » 9. April 2019, 18:55

Thoromir hat geschrieben:Ah, danke :-)
Aber natürlich ist es auch möglich, dass Homer dies in einer weiter entfernten Serien-Zukunft verfasst hat, in der Terra wieder da ist und Sichu noch immer die Ehefrau von Perry ist. :gruebel: :-Q

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Ce Rhioton » 9. April 2019, 19:20

astroGK hat geschrieben: Aber natürlich ist es auch möglich, dass Homer dies in einer weiter entfernten Serien-Zukunft verfasst hat, in der ... Sichu noch immer die Ehefrau von Perry ist. :gruebel: :-Q
Na na na, wir wollen die Dystopie mal nicht auf die Spitze treiben. :unsure:
Ich hätte gerne meinen Style zurück. :unsure:

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Plondfair » 20. April 2019, 20:01

Bin durch :D bin halt nicht so schnell wie Ihr alle :unschuldig:

Beeindruckender Roman- war bestimmt viel Ermittlungsarbeit und Querlesen alter historischen Fakten und Perryversum-Quellen.

Was ich besonderst gut fand war die "Scheerung" ins Perryversum bei Apollo 8 :st:

Ob dieser Roman nun als Kanon PR 0 zu bewerten ist oder nicht, eine literarische Freiheit hat mich gewundert

auf S. 690 - 692 wurde General Pounder mit der Fake-Info zitiert, dass Perry Rhodan als erster den Mond umrundet hätte
um so die Journalisten von "fähig" zur Zusammenarbeit und "unfähig" zu separieren.

Unabhängig davon, dass aus meiner Erfahrung die Informationspolitik beim Militär ( BW III.Korps ) ehr "unfähige-kritiklose" Journalisten bevorzugt, steht die Aussage, dass Perry den Mond höchstens nur im Simulator umkreist hat

machte die Aussage im PR I 1.Auflage S.4 "PR dürfte hinreichend bekannt sein. Er ist der Mann, der als erster Pilot der Space-Force den Mond umkreiste.." auf Seite 15 ..diese Unternehmen galt nicht einer realtiv harmlosen Mondumkreisung, sondern einer unerhört schwierigen Mondlandung. 3.Kapitel Diesmal war Perry Rhodan vorsichtig geworden.... ( also gab es ein vorher, eine harmlose]Mondumkreisung , die Apollo 8 kann es ja nicht sein, die ging ja schief B-) )

in der Neufassung PR Silberband 1 S.26 war es in der Neufassung von WV noch deutlicher ausgedrückt" ..diesmal sollten Sie den Mond nicht umkreisen, sondern auf Ihm landen."

zum Schluss noch RC im Band ATLAN HC 13 S. 380 .."Perry Rhodan hatte als erster Pilot der Space-Force 1970 auf einer Pol-zu-Pol-Bahn den Mond umflogen..." :rolleyes:

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von WesY2K » 23. April 2019, 15:44

Bei mir kam das so rüber, dass er die Umkreisung bereits getan hatte, es aber eigentlich geheim war (vor der Schließung des Experiments) und Pounder sich keine Blöße geben wollte vor seinem Untergebenen als ihm das rausgerutscht war.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von M13 » 25. April 2019, 15:02

His_Shadow hat geschrieben:…Bis zu Apollo 8 spielen beide Bücher im gleichen Universum, dann kommt es wohl zur ersten dys-chronen Scherung :D
Nicht ganz. Es wurde bereits erwähnt: In unserem Universum starteten die SpiderMan-Comics erst 1961. Im Buch bereits davor.
Und: Eine scherzhafte Bemerkung von Bully scheint darauf hinzudeuten, dass Elvis bereits vor den 70ern starb. In unserem Universum 1977.

Gruß,
Uwe

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Verkutzon » 26. April 2019, 18:32

Ein wirklich toll geschriebenes Buch von Andreas Eschbach!
Hat nicht Andreas Brandhorst den Wunsch geäußert, einen dicken PR-Band zu schreiben? Ich hätte da einen Vorschlag für ihn: Atlan!
Seine Jugend und seine Abenteuer im arkonidischen Imperium...
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Eric Manoli » 12. Mai 2019, 14:56

Ok, ich bin begeistert von Buch.
Ich habe es als Hörbuch fast durch, es fehlen nur noch die letzten Kapitel, da ich es vorzugsweise im Auto höre.
Die Art wie hier die Geschichte vor der Geschichte erzählt wird, ist für mich eine Hommage an Darlton und Scheer.
Der Still ist einem Groschenroman würdig und das Raketenheftfeeling ist durchaus vorhanden.
Manchmal ist es ein wenig Geschichtsunterricht aber zum Glück nie zuviel. Die Story wurde gut zusammengestellt und mit vielen Kleinigkeiten bereichert. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, das Eschbach viel Spaß dabei hatte, so wie ich.
Nun wurde ja die Ellert Passage schon angesprochen, aber wenn man sich vor Augen führt, dass Rhodan damals Ellert befahl Betty in die Zukunft zu folgen, als die IVs angriffen, was spricht dagegen das Ellert die Vergangenheit besuchte um sicherstellen das seine Gegenwart auch wirklich Eintritt?
Ich bin mir da noch nicht ganz sicher, da ich das Buch wie gesagt noch nicht ganz und gar durchgehört habe, aber vielleicht bin ich ja nicht der einzige der sich darüber Gedanken gemacht hat.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von astroGK » 12. Mai 2019, 17:16

M13 hat geschrieben: Nicht ganz. Es wurde bereits erwähnt: In unserem Universum starteten die SpiderMan-Comics erst 1961. Im Buch bereits davor.
Und: Eine scherzhafte Bemerkung von Bully scheint darauf hinzudeuten, dass Elvis bereits vor den 70ern starb. In unserem Universum 1977.

Gruß,
Uwe
Du meinst diese im Jahr 1969?:
»Und ansonsten? Hast du irgendwas mitgekriegt, was man uns
Normalbürgern verschweigt?«
Bull grinste schief. »Ob Elvis noch lebt, meinst du? Ob sie Aliens in
Area 51 festhalten?

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Thoromir » 13. Mai 2019, 09:39

WesY2K hat geschrieben:Bei mir kam das so rüber, dass er die Umkreisung bereits getan hatte, es aber eigentlich geheim war (vor der Schließung des Experiments) und Pounder sich keine Blöße geben wollte vor seinem Untergebenen als ihm das rausgerutscht war.
Ne, das hasst du dann sicher falsch verstanden :-) Bei Andreas Eschbach hatte Perry nicht den Mond umkreist, und Pounder wollte die Journalisten nur "testen". An welchen Hinweis hast du denn Deinen Eindruck festgemacht?
Plondfair hat geschrieben:Bin durch :D bin halt nicht so schnell wie Ihr alle :unschuldig:

Was ich besonderst gut fand war die "Scheerung" ins Perryversum bei Apollo 8 :st:
...
in der Neufassung PR Silberband 1 S.26 war es in der Neufassung von WV noch deutlicher ausgedrückt" ..diesmal sollten Sie den Mond nicht umkreisen, sondern auf Ihm landen."

zum Schluss noch RC im Band ATLAN HC 13 S. 380 .."Perry Rhodan hatte als erster Pilot der Space-Force 1970 auf einer Pol-zu-Pol-Bahn den Mond umflogen..." :rolleyes:
Naja, ich denke, dieser Widerspruch ist zu verschmerzen. Gerade bei Prequels ist es wohl fast unvermeidlich, dass es zu Unebenheiten kommt. Und wenn man bedenkt, wieviele Widersprüche es gerade in der Anfangszeit der Serie innerhalb der laufenden Handlung gegeben hat, die heute auch keiner nachträglich korrigiert, ist das jetzt eben nur ein widersprüchiches Detail mehr.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Eric Manoli » 13. Mai 2019, 09:48

Thoromir hat geschrieben:
WesY2K hat geschrieben:Bei mir kam das so rüber, dass er die Umkreisung bereits getan hatte, es aber eigentlich geheim war (vor der Schließung des Experiments) und Pounder sich keine Blöße geben wollte vor seinem Untergebenen als ihm das rausgerutscht war.
Ne, das hasst du dann sicher falsch verstanden :-) Bei Andreas Eschbach hatte Perry nicht den Mond umkreist, und Pounder wollte die Journalisten nur "testen". An welchen Hinweis hast du denn Deinen Eindruck festgemacht?
So habe ich es auch verstanden, denn so sagt er es ja auch Oberst Maurice. :st:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von M13 » 13. Mai 2019, 17:58

astroGK hat geschrieben:…Du meinst diese im Jahr 1969?:
»Und ansonsten? Hast du irgendwas mitgekriegt, was man uns
Normalbürgern verschweigt?«
Bull grinste schief. »Ob Elvis noch lebt, meinst du? Ob sie Aliens in
Area 51 festhalten?
Genau.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Laurin » 14. Mai 2019, 03:08

Ich habe das Buch gerade durch, fand es richtig gut und habe es hier mal besprochen: Buchbesprechung: 'Perry Rhodan - das grösste Abemteuer' von Andreas Eschbach
:st:

(Aber Achtung - ich spoilere dort auch ein wenig)

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Omar Hawk » 14. Mai 2019, 08:14

Laurin hat geschrieben:Ich habe das Buch gerade durch, fand es richtig gut und habe es hier mal besprochen: Buchbesprechung: 'Perry Rhodan - das grösste Abemteuer' von Andreas Eschbach
Ich kann mich deinem Resümee weitgehend anschliessen. Eschbach ist es wirklich gut gelungen, Fiktion und tatsächliche historische Ereignisse glaubhaft zu verknüpfen. Und auch das Wissen um die tatsächlichen Abläufe Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre stört bei der Lektüre nicht. Auch die Anfänge der PR Serie hat Eschbach geschickt eingebaut und auch ihre aus heutiger Sicht etwas schlichte und zum Teil eher unglaubwürdige Abfolge der Ereignisse nachvollziehbarer gestaltet. Die Figur Perry Rhodan wird für mich in Eschbachs Buch viel anschaulicher und realistischer, als sie es in der PR Serie damals war. Als 12/13-Jährigen hat mich das damals nicht gestört, als ich die ersten 50 PR Hefte in der 3. Auflage erstmals las. Doch Jahrzehnte später fielen mir dann doch etliche Logikfehler und Ungereimtheiten auf, ganz zu schweigen von der doch eher holzschnittartigen Charakter Darstellung der Hauptpersonen, die natürlich dem Zeitgeist und dem Genre geschuldet war. Das alles hat Eschbach in seinem Buch viel besser hinbekommen und damit mein Perry Rhodan Bild zum positiven verändert, zumindest das des damaligen Perry Rhodan.
Als Leser von PR NEO weiß ich ja, dass es auch anders geht.

Eines noch: die erste Mondlandung war nach meiner Erinnerung 1969 im Juli.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Eric Manoli » 14. Mai 2019, 08:30

@Laurin
Ich bedanke mich für den gelungenen Abriss, der zum Glück nicht zuviel Spoilert.
@Omar
Ich denke das Perry damals so wenig Background hatte, lag vielleicht daran den Leser mehr binden zu wollen?
Gleich in den ersten Bänden den Helden zuviel zu erklären entzaubert eventuell zuviel in einer Groschenromanserie.
So kann man nur bedingt seinen nächsten Schritt vorhersagen und hat später einen Aha-Effekt wenn wiedermal eine Information kommt.
Allerdings denke ich das es eher so war, daß man damals einfach mit einem Knall in die Geschichte/Action starten wollte und weniger an die eigene Zukunft gedacht hat.
Es ist ja ein Fakt, das man selbst davon überrascht wurde als man bemerkte das die Nummer 50 plötzlich erreicht war und ein Ende nicht absehbarer war.
Nun musste man sich andere Gedanken machen... :D
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von LaLe » 14. Mai 2019, 08:41

Eric Manoli hat geschrieben:@LaurinAllerdings denke ich das es eher so war, daß man damals einfach mit einem Knall in die Geschichte/Action starten wollte und weniger an die eigene Zukunft gedacht hat.
Es ist ja ein Fakt, das man selbst davon überrascht wurde als man bemerkte das die Nummer 50 plötzlich erreicht war und ein Ende nicht absehbarer war.
Nun musste man sich andere Gedanken machen... :D
So dürfte es gewesen sein.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Laurin » 14. Mai 2019, 12:03

Omar Hawk hat geschrieben:... Eines noch: die erste Mondlandung war nach meiner Erinnerung 1969 im Juli.
Ja öh danke - hab's korrigiert. :rolleyes:

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Omar Hawk » 14. Mai 2019, 13:12

@Eric Manoli

Mir ist schon klar, dass eine Groschenromanserie Anfang der 1960er Jahre anderen Gesetzmäßigkeiten und Ansprüchen unterworfen war, als etwa gehobenere SF- und Unterhaltungsliteratur. Der Hintergrund der Titelfigur musste nur grob umrissen werden, mehr war nicht nötig.

Gerade deshalb ist ja Andreas Eschbachs Buch nun eine wunderbare Ergänzung.

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Eric Manoli » 14. Mai 2019, 15:28

:st: Da ich heute schon in einem anderen Bereich missverstanden wurde, möchte ich hier nur zur Sicherheit darauf hinweisen, daß ich nicht den Besserwisser geben wollte. Eigentlich wollte ich nur meinen Teil zu deinen interessanten Beitrag beitragen.

;)
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Soulprayer » 16. Mai 2019, 15:20

Hm, ein Nicht-Perry-Leser fragte mich kürzlich:
Es hat aber auch ein Ende mit dem ich mich zufrieden zurücklehnen kann ohne dass ich dicke, fette Cliffhanger habe und die drölfzigtausend Hefte lesen muss?
Ich persönlich würd sagen, der Roman ist durchaus abgeschlossen, ein paar leichte Cliffhanger sind drin (bspw Abzug ins Wega-System mit offenem Ausgang oder Ernst Ellerts Rolle...) aber grundsätzlich kann man das Buch (unabhängig von der Schreibweise) relativ zufrieden zurücklegen, oder?
VG
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Ce Rhioton » 16. Mai 2019, 15:28

Sehe ich auch so. Man muss die Serie nicht kennen, um Eschbachs Roman genießen zu können.
Sofern man auf den Geschmack kommt, lässt sich die Serie (u.a. dank der Silberbände) jederzeit von vorne beginnen.
Ich hätte gerne meinen Style zurück. :unsure:

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