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Baptist Ziergiebel
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Yeah, die Spannung steigt!

Spoiler:
Dem kleinen Clip aus deinem Link zufolge, trifft Bran ja anscheinend auf den König der White Walker. Mal sehen, was daraus gebacken wurde/wird, nun da man sich von der Buchvorlage entfernt.

Gruß.
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Matthias Rose
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dee
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Matthias Rose hat geschrieben:
Folge 1 der 6. Staffel wird den Namen "The Red Woman" tragen - Untertitel: Jon Snow is dead. Daenerys meets a strong man. Cersei sees her daughter again.

Hut ab vor dem, der diesen Header geschrieben hat! :D
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Das Leben ist jetzt
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Matthias Rose
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Folge 2 - "Home"
Spoiler:
Bran trains with the Three-Eyed Raven. Tommen meets with Cersei. Tyrion makes a bold move. Theon leaves while at Pyke new issues arise. Ramsay's brother is born. Davos asks Melisandre for a miracle.


Folge 3 - "Oathbreaker"
Spoiler:
Daenerys arrives at Vaes Dothrak. Sam and Gilly sail for Horn Hill. Arya trains as No One. Varys finds information on the Sons of the Harpy. Ramsay receives a gift. Tommen meets with the High Sparrow. At Castle Black, a miracle occurs.


Folge 4 - "Book of the Stranger"
Spoiler:
Sansa arrives at Castle Black. Tyrion makes a deal with the Slave Masters. Jorah and Daario sneak into Vaes Dothrak. Ramsay sends a letter to Jon. Theon arrives at Pyke. Cersei and Olenna Tyrell plot against the High Sparrow.


Folge 5 - "The Door"
Spoiler:
Sansa and Jon make plans. Arya is given another chance to prove herself. Jorah confesses a secret to Daenerys. Tyrion meets with a Red Priestess. Yara finds her rule tested. Bran discovers the origin of the White Walkers.


Folge 6 - "Blood of My Blood"
Spoiler:
An old foe comes back into the picture. Gilly meets Sam's family. Arya faces a difficult choice. Jaime faces off against the High Sparrow.


Folge 7 - "The Broken Man"
Spoiler:
The High Sparrow eyes another target. Jaime confronts a hero. Arya makes a plan. The North is reminded.
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Matthias Rose
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Folge 5 - "Hold the Door" ist, glaube ich, die bisher meist diskutierte überhaupt. Es war fast nicht möglich diese Folge nicht gespoilert zu bekommen. :( Und ich bin immer noch etwas schockiert.... Irgendwo in mir drin schlagen derzeit zwei Herzen was GoT angeht. Das eine sagt "..ach GRRM hat denen schon bischen was zugesteckt.. die Wissen genau was sie dürfen.." das andere sagt "..oooh ;( die Entferenen sich sooo weit von den Büchern, das wird Langsam eine ganz eigenständige Serie.."
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Baptist Ziergiebel
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So, mein Eindruck der aktuellen Staffel bisher:

Spoiler:
Allem Anschein nach haben die Macher sich zu einem Großreinemachen entschlossen. Zwar trifft es (bisher) keinen der Hauptdarsteller, jedoch wird die zweite bis dritte Reihe mächtig ausgedünnt. Ob das immer Sinn macht, bin ich nicht wirklich in der Lage, zu beurteilen. Dass Osha etwa sterben mußte, war unnötig. Wahrscheinlich sollte nochmal die Ruchlosigkeit Ramsays unterstrichen werden, nötig war das allerdings nicht, alle wissen, was das für eine Ausgeburt des Teufels ist. Roose Boltons Abtreten hingegen war in Ordnung. Der hatte seine Zeit in früheren Staffeln, als er Robb aufgeschlitzt hat und stand eh schon lange im Schatten Ramsays. Die Folgen des Putsches in Dorne lassen sich bisher noch nicht abschätzen, außer zu Beginn der Staffel kam von da bis jetzt nichts mehr. Dazu werden die Wölfe abgemurkst. Zu teuer im Unterhalt, oder keine Ideen dazu?

Tja, und Hodor... die Art und Weise , wie er abserviert wurde, habe ich noch nicht ganz verstanden. Erinnerte mich irgendwie an die Richterin, die mit ihrer eigenen Mutter schwanger war... das war ähnlich hirnverknotend. Bran wargt in Hodor, er (oder Hodor?) fängt an zu träumen, versetzt sich in die Vergangenheit, wargt dort nochmal (!) in den jungen Hodor, zerrüttet dessen Verstand, damit der sein Leben lang Hold the Door --> Hodor ruft... Ich habe keine Ahnung, was sich die Macher da gedacht haben. Ausser, dass sie Bran einem unsympathisch machen wollen, weil er seinen treuen Lebensgefährten nicht nur opfert, sondern auch sinnlos gefoltert hat.

Daenerys Storyline hat mich bisher nicht überzeugt. Da wird zu viel wiederholt. Zum zweiten Mal tritt sie an die Spitze der Nomaden, zum zweiten Mal steht sie nackig im Feuer und alles fällt auf die Knie, zum zweiten Mal hält sie eine Motivationsrede mit Drachenunterstützung - auch wenns immer toll aussieht, die Effekte nutzen sich halt ab. Zusätzlich ist dieser Strang auch recht vorhersehbar. Daenerys ist nicht für das Thronsitzen geschaffen, sie ist eine Eroberin. Da ist sie in Mereen fehl am Platz und mit der Sklaven-Master Angelegenheit dort kommt sie dem Eisernen Thron keinen Schritt näher. Mit den Dothraki siehts halt anders aus. Nur braucht sie Schiffe... angesichts der Ereignisse bei den Greyjoys und den Ironborn weiß man aber jetzt schon, woher sie diese bekommt.

Die hochgelobte Folge 5 sehe ich sehr zwiespältig. Nicht nur wegen dem unverständlichen Ende von Hodor. Was mir mächtig quer im Magen lag, war die mal so nebenbei enthüllte Herkunft der White Walker. Keine Kreaturen des Great Other, keine Manifestationen des Ewigen Winters - nein, die Children of the Forest hatten die mit etwas Magie aus normalen Menschen gezaubert. Abgehandelt in ein, zwei Minuten. Das war schwach, hier wurde mächtig Potential verschenkt.

War die Staffel bisher nicht so überzeugend, hat Folge 6 mir aber den Glauben wieder etwas zurückgegeben. Denn hier geschah endlich mal wieder was, vor allem gab es überraschende und vor allem überzeugende Wendungen und es gab soviel Charakterentwicklung, wie in der ganzen Staffel bisher nicht. Hervorheben möchte ich die Storyline um den High Sparrow und König Tommen. Große Klasse! Im Gegensatz zur Einführung der Sparrows in der letzten Staffel wurde hier die Geschichte sauber durchgearbeitet und dass der High Sparrow den König auf seine Seite und ihn in der Konfrontation mit den Hochadligen als Ass aus dem Ärmel ziehen konnte, war sowohl eine Überraschung, wie es danach (!) auch offensichtlich war. Super gemacht!

Auch bei Arya geht es voran. Die langatmige Ausbildung im Assasinentempel scheint vorbei zu sein. Zum Glück! Recht abgenommen habe ich ihr es sowieso nie, dass sie ernsthaft dort mitmachen will. Recht logisch erschien mir diese Ausbildung auch nicht. Ihre Blendung zum Beispiel war für mich sinnlos. Jetzt besinnt sie sich wieder auf wesentliche Sachen. Gut so.

The Spoilers are dark and full of terrors.

Gruß.
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Baptist Ziergiebel
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So, die sechste Staffel ist beendet.

All men must die!

Spoiler:
Eine interessante Wandlung hat die Figurenkonstellation genommen. Vor allem zahlreiche männliche Protagonisten mussten das Zeitliche segnen, immer mehr wird das Geschehen von Frauen bestimmt. Daenerys hat sich mit Frauenpower umgeben, in Dorne schwingen ebenfalls die Sandfurien das Zepter, assestiert von der rachedurstigen alten Olenna und in Kings Landing hat nun die Person den Eisernen Thron besetzt, die ja schon eh sowas wie die treibende Kraft hinter den Königen war: Cersei Lannister. Auf männlicher Seite bleibt da nur der neue King in the North, Jon Snow. Allerdings war der auch schon mal tot. :D Und da ist ja immer noch Samsa, der ich irgendwann zutraue, ihren ehemaligen Halbbruder, nach den Erkenntnissen der 10. Folge nun Cousin, irgendwann vom Thron zu stoßen.

Es bleibt vor allem der Eindruck eines Großreinemachens in dieser Staffel, welches in der zweiten Hälfte, vor allem in den letzten beiden Folgen, seinen krönenden Abschluß fand. Dass Cersei die vollbesetzte Great Sept mittels Wildfire in die Luft jagde und sich so mit einem dröhnenden Paukenschlag von den Sparrows und zahlreichen KonkurrentInnen befreite, war eine äußerst überraschende Wendung, womit die Karten komplett neu gemischt wurden.

Alles in allem kann man das von der gesamten Situation in der Serie behaupten. Betrachtet man noch das Ende der letzten Staffel, gar noch die Staffel bis zur Mitte, sind die Verhältnisse völlig neu geordnet. Daenerys etabliert sich als Eroberin und hat eine gewaltige Macht unter sich versammelt: das Heer der Unsullied, ein (oder gar mehrere?) komplettes Khalasar, eine große Flotte der Ironborn und als nicht ganz unwesentliches Element, drei ausgewachsene Drachen. Im Norden nach der Eliminierung der Boltons ein neuer King in the North, im Süden die rachsüchtigen Tyrells und Dorne. Düstere Zeiten brechen für die neue Despotin Cersei an. Allerdings traue ich der noch so manche Gemeinheit zu. Mal sehen, welche Rolle ihr Hofalchimist und seine Zombiekreation spielen wird. Es bahnt sich also ein neues Game of Thrones an, das alles vor dem düsteren Hintergrund der erstarkenden White Walker... Das verspricht interessante Geschichten.

Es gab aber auch einiges, was mir nicht gefallen hat. Manches aus der Orgie der rollenden Köpfe war unnötig. Hodors Ende etwa war so unnötig, wie krude und unverständlich. Daenerys Werdegang war, auch wenn vom Ende her überzeugend, vom Ablauf her unoriginell und repetitiv. Aryas Aufenthalt und Bürden bei den Faceless Men waren langatmig und wirkte teils unmotiviert. Gerade bei solchen Momenten zeigt sich wieder, dass zehn Folgen pro Staffel zu wenig sind, um alles angemessen ausleuchten zu können. Zumal die Macher wohl angekündigt haben, dass die nächsten beiden Staffeln noch weniger Folgen haben werden.

Meine Lieblingsstoryline war die um den High Sparrow und meine Lieblingsfigur daraus der König Tommen. Hier wurde mit den Figuren gearbeitet, gerade bei Tommen gab es starke und unerwartete Entwicklungen. Eine tragische Figur! Noch ein Junge, eigentlich viel zu lieb und gut für die Welt,das absolute Gegenstück zu seinem Teufel von Bruder Joffrey, manipuliert von allen Seiten und zum Ende beraubt all dessen, was ihm wichtig war. Sein Freitod war, in aller Stille und ohne Pathos, ein bedrückender Moment, dessen Schwere und Bedeutung sich erst im Nachhall ergibt. Großartig!

Auch wenn zwischenzeitlich mal etwas die Luft rausging, als Ganzes präsentiert sich die Staffel nach ihrem Abschluß als durchaus gelungen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.


In diesem Sinne,

valar morghulis.
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DelorianRhodan
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Ich hoffe mal, dass Thyrion noch lebt! :sauf: :knuddel:
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erzkoenig
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Heute GOT Staffel 6 Folge 1 20:15 auf TNT Serie :)
Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass "jemanden anführen" im Deutschen auch heißen kann jemanden zu betrügen
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DelorianRhodan
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Die 6. Staffel ist inzwischen auch als DVD bzw. Blue Ray Disc erhältlich.
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DelorianRhodan
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Ich habe sie jetzt auch gesehen.
Besonders genial fand ich die beiden letzten Folgen der Staffeln, insbesondere Folge 10. :st:
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DelorianRhodan
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Zur Zeit läuft die 4. Staffel im Free-TV auf RTL II (Samstagsabend).
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dee
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auch in der 6. Staffel gefallen mir wieder die ambivalenten Charaktere. Die Staffel läuft ja gerade samstagabends auf RTL2, auf englisch habe ich sie noch nicht gesehen.
Der Hohe Spatz ist so ein Chara. Durchweg glaubwürdig, aber nur bedingt sympathisch :rolleyes:
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Matthias Rose
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Für mich immer noch unverständlich warum GRRM so lange braucht. Ist ja nun immerhin auch schon wieder 6 Jahre her seit dem letzten Band und jünger wird er ja auch nicht mehr :unschuldig:

Band 1: A Game of Thrones, 1996
Band 2: A Clash of Kings, 1999
Band 3: A Storm of Swords, 2000
Band 4: A Feast for Crows, 2005
Band 5: A Dance with Dragons, 2011
Band 6: The Winds of Winter, ??
Band 7: A Dream of Spring, ??

Die TV-Serie ist super, aber die Romane halt auch.. und ich würde schon gerne mal wissen wie es weitergeht. :wub:
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DelorianRhodan
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Er braucht halt keine Kohle mehr........ :(
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Baptist Ziergiebel
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So, Game of Thrones geht weiter und die erste Folge der siebenten Staffel ist durch. Hat mir gut gefallen.

Winter is coming...

Spoiler:
... vor allem für Haus Frey, denn da gehen jetzt die Lichter aus, nach Aryas Rachefeldzug. Nachdem der alte Walder in der letzten Folge der sechsten Staffel schon das Zeitliche segnen mußte, radiert die junge Assassine jetzt auch den kompletten Rest der Familie in einem Abwasch aus. Einerseits ist es nicht schade um diese betrügerische Meuchelmörderbande. Andererseits ist das doch, da man nun keine Auftritte von Walder Frey hat. Der war wirklich herrlich falsch und böse, herrvoragend dargestellt von David Bradley. Wird mir fehlen!

Vor allem anderen freut es mich, dass der Hound wieder da ist. Und bei ihm wird bisher alles richtig gemacht, ein Paradebeispiel für Charakterentwicklung. Seine Wandlung vom ergebenen Killer, dem alles egal ist, hin zu jemanden, der seine früheren Taten erkennbar bereut, ist glaubwürdig und einnehmend. Man sollte jedoch nicht annehmen, dass er jetzt weichgespült sei. Ganz im Gegenteil, allein seine verbalen Ausfälle gegen Thoros of Mhyr und Beric Dondarion, denen er sich angeschlossen hat, sprechen schon für sich. Kann die hier gar nicht wiedergeben, nicht mal mit Spoilertag. Wer weiß, wieviele "Mistkerl" und ähnliches die deutsche Synchro daraus macht... :D

Ansonsten eine ordentliche Einführungsfolge. Wieso Dragonstone so verlassen, aber ordentlich ist, als Daenerys dort landet, versteh ich zwar nicht, aber egal. Gelungen auch Samwell Tarlys Einstand in der Zitadelle der Maester. Nix mit Büffeln, Pauken und die letzten Geheimnisse der Welt erfahren, Scheisse wegschippen und Handlangerdienste sind angesagt. Tjo, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. :D


Gruß.
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Frank Chmorl Pamo
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:So, Game of Thrones geht weiter und die erste Folge der siebenten Staffel ist durch. Hat mir gut gefallen.

Winter is coming...

Spoiler:
... vor allem für Haus Frey, denn da gehen jetzt die Lichter aus, nach Aryas Rachefeldzug. Nachdem der alte Walder in der letzten Folge der sechsten Staffel schon das Zeitliche segnen mußte, radiert die junge Assassine jetzt auch den kompletten Rest der Familie in einem Abwasch aus. Einerseits ist es nicht schade um diese betrügerische Meuchelmörderbande. Andererseits ist das doch, da man nun keine Auftritte von Walder Frey hat. Der war wirklich herrlich falsch und böse, herrvoragend dargestellt von David Bradley. Wird mir fehlen!

Vor allem anderen freut es mich, dass der Hound wieder da ist. Und bei ihm wird bisher alles richtig gemacht, ein Paradebeispiel für Charakterentwicklung. Seine Wandlung vom ergebenen Killer, dem alles egal ist, hin zu jemanden, der seine früheren Taten erkennbar bereut, ist glaubwürdig und einnehmend. Man sollte jedoch nicht annehmen, dass er jetzt weichgespült sei. Ganz im Gegenteil, allein seine verbalen Ausfälle gegen Thoros of Mhyr und Beric Dondarion, denen er sich angeschlossen hat, sprechen schon für sich. Kann die hier gar nicht wiedergeben, nicht mal mit Spoilertag. Wer weiß, wieviele "Mistkerl" und ähnliches die deutsche Synchro daraus macht... :D

Ansonsten eine ordentliche Einführungsfolge. Wieso Dragonstone so verlassen, aber ordentlich ist, als Daenerys dort landet, versteh ich zwar nicht, aber egal. Gelungen auch Samwell Tarlys Einstand in der Zitadelle der Maester. Nix mit Büffeln, Pauken und die letzten Geheimnisse der Welt erfahren, Scheisse wegschippen und Handlangerdienste sind angesagt. Tjo, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. :D


Gruß.


[comicmodus]
*lechz*
*sabber*
*gulp*
[/comicmodus]

Ja, bin wirklich spitz wie es weitergeht!
Ich liebe diese Mischung aus "dunkelgrauen" Charaktären, grauen Charaktären, Prinzipientreuen, Prinzipienlosen, Opportunisten, solchen die auf eigene Rechnung arbeiten, Helden, Antihelden, aus Überzeugung handelnden, usw.
Die Motivationen sind klar und schlüssig, wenn auch nicht immer unserer Moral entsprechend.
Ich liebe es, wenn auch mal Personen zu ihren Überzeugungen stehen und hieraus den Grund für ihr Handeln beziehen, z.B. Dawos.

Bald am meißten Spaß macht mir die von Dir genannte Nebenperson (zusammen mit Dawos). Ihre Persönlichkeitsentwicklung ist überaus spannend.

Sollten die gemeuchelt werden, werde ich wohl ein paar schlechte Tage haben.
(Wer sagts denn, dass man nicht auch als Mitt-50er sich für etwas voll begeistern kann?)
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Frank Chmorl Pamo
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Ser Davos mag zwar eine antiquierter Figur sein, ich mag ihn deshalb umso mehr.
Er hat klare Vorstellungen, Ziele und Ideale und vertritt sie auch.
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Baptist Ziergiebel
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Hm, antiqiuert... gewisse Rollenformate bedürfen nur des richtigen Charakters oder hier Darstellers und werden nie alt. Liam Cunningham macht hierbei einen tollen Job, seine Expressionen in Mimik und Gestik in den jeweiligen Situationen könnte ich mir kaum von jemand anderes angemessen vorstellen, etwa als er Zeuge der Geburt des Schattendämons wurde oder zusah, wie das Wildfire in Blackwater entzündet wurde.

Was die Rolle von Ser Davos so interessant macht, ist halt auch sein Potential zu einer Identifikationsfigur. Er ist ein Mann von ganz unten, der sich nach oben arbeitet und dabei, wie etwa auch Forrest Gump oder Pullo und Vorenus aus der fantastischen Rom-Serie, überall mitmischt und die Dinge entscheident beeinflußt. Ohne ihn und sein Verhandlungsgeschick wären so manche Noblen aufgeschmissen gewesen, siehe Stannis vor der Iron Bank oder Sansa und Jon Snow bei Lady Mormont.

So, Folge zwei ist durch...

Spoiler:
... und ich habe einen neuen Helden: Euron Greyjoy. Ein fieser, dreckiger Typ, Mörder und Pirat - aber er hat "uns" von dem Problemfall Dorne erlöst. Das war dieser völlig missratene Handlungsstrang in der 6. Staffel, der mit der unlogischen Handlung (zwei, davon einer ein Krüppel, latschen problemlos bis in den martellschen Königshof und versuchen Cerseis Tochter zu entführen) und dem schlechten Schauspiel (die Sandsnakes...*grusel*). Dank Euron ist das Kapitel jetzt vorbei. Um Asha finde ich es aber schade, die hatte noch Potential. Theons Wechsel, angesichts des Blutbads ringsum, in die Reek-Rolle war aber ganz gut gemacht, optisch bot die Seeschlacht auch einiges.

Und wie es scheint, steht Daenerys Übermacht doch nicht auf so sicheren Füßen. Dank Euron hat Cersei jetzt gleich zwei Feinde, vorläufig, weniger, nämlich die Martells und die Tyrells, gegen die Drachen tüftelt der sinistre Qyburn was aus... und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Dothrakiarmee sich im winterlichen Westeros sonderlich wohlfühlen wird.

Gruß.

PS: Hab jetzt mal einige Folgen auf Deutsch geschaut.... arrgh. Immer wieder krass, wie sehr ein Film oder eine Serienfolge durch 08/15 Synchros an Eindruck verlieren. Allein schon, wie Stulle sich Tyrion im Deutschen anhört, oder Sansa... Geht nichts über das englische Original!
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Frank Chmorl Pamo
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Hm, antiqiuert... gewisse Rollenformate bedürfen nur des richtigen Charakters oder hier Darstellers und werden nie alt. Liam Cunningham macht hierbei einen tollen Job, seine Expressionen in Mimik und Gestik in den jeweiligen Situationen könnte ich mir kaum von jemand anderes angemessen vorstellen, etwa als er Zeuge der Geburt des Schattendämons wurde oder zusah, wie das Wildfire in Blackwater entzündet wurde.

Was die Rolle von Ser Davos so interessant macht, ist halt auch sein Potential zu einer Identifikationsfigur. Er ist ein Mann von ganz unten, der sich nach oben arbeitet und dabei, wie etwa auch Forrest Gump oder Pullo und Vorenus aus der fantastischen Rom-Serie, überall mitmischt und die Dinge entscheident beeinflußt. Ohne ihn und sein Verhandlungsgeschick wären so manche Noblen aufgeschmissen gewesen, siehe Stannis vor der Iron Bank oder Sansa und Jon Snow bei Lady Mormont.


Stimmt!
Zur Eisernen Bank. Die Herren dort haben mit einem Return On Investment gerechnet. Ob sie sich schadlos halten werden? Stanis ist zwar Vergangenheit, doch Blut verbindet, sei es auch durch entfernte Verwandtschaft etwas verdünnt. Sensa und Jon könnten irgendwann eine etwas nachdrückliche Schuldeinforderung erhalten. ;)

Zu Deinem Spoiler: was ist eine "Reek-Rolle"? Reek bedeutet Gestank oder stinken. "Stinker" wurde er ja durch seinen Peiniger genannt.
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Frank Chmorl Pamo
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:PS: Hab jetzt mal einige Folgen auf Deutsch geschaut.... arrgh. Immer wieder krass, wie sehr ein Film oder eine Serienfolge durch 08/15 Synchros an Eindruck verlieren. Allein schon, wie Stulle sich Tyrion im Deutschen anhört, oder Sansa... Geht nichts über das englische Original!


Man merkt eben, dass viele angelsächsische Schauspieler durch eine klassische, shakespeare-geprägte Schule gingen: Stimmschulung, Intonation und Gestik. Das gibt es bei uns nicht, ebensowenig das Method-Acting. Pathos ist verpönt.
"Nett" ists auch, wenn synchronisierte Games im Introtext von einer blassen, ausdruckslosen Mäusestimme eingeführt werden, und keine Dramatik rüberkommt.
Der Einsatz von Dialekten ist bei uns aber auch problematisch, jedenfalls im dramatischen Fach. Der schwäbelnde oder sächselnde oder bajuwarisiernde kaltblütige Massenmörder garantiert wohl eher Heiterkeit im Publikum.
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Baptist Ziergiebel
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Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Stimmt!
Zur Eisernen Bank. Die Herren dort haben mit einem Return On Investment gerechnet. Ob sie sich schadlos halten werden? Stanis ist zwar Vergangenheit, doch Blut verbindet, sei es auch durch entfernte Verwandtschaft etwas verdünnt. Sensa und Jon könnten irgendwann eine etwas nachdrückliche Schuldeinforderung erhalten. ;)

Zu Deinem Spoiler: was ist eine "Reek-Rolle"? Reek bedeutet Gestank oder stinken. "Stinker" wurde er ja durch seinen Peiniger genannt.

Ich glaube, die Eiserne Bank sollte sich besser aus Westeros rausziehen, ist ein einziges Verlustgeschäft. Die Lannisters waren, nach Tywins Aussage quasi pleite, ihre Goldminen erschöpft. Tjo, und was Stannis angeht... glaube, kann man als Totalverlust verbuchen. Wobei, da fällt mir ein, Mace Tyrell, Gott habe ihn selig :unschuldig: , hatte in der sechsten Staffel ja als master of coin einen Besuch in Bravos. Weis gar nicht, was dabei heraus kam. Aber nachdem Cersei
weitere Gespräche abgewürgt hat, wohl für die Geldsäcke nicht mehr viel. :gruebel:

Mit Reek-Rolle meine ich Theons Gebaren, welches er als Ramsays "Spielzeug" an den Tag legte. Im Original nannte der ihn Reek. Also, das ängstlich zurückscheuen, sich verstecken und verkriechen,
Spoiler:
welches angesichts des Blutbads während der Seeschlacht wohl wieder in Erinnerung trat.

Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Man merkt eben, dass viele angelsächsische Schauspieler durch eine klassische, shakespeare-geprägte Schule gingen: Stimmschulung, Intonation und Gestik. Das gibt es bei uns nicht, ebensowenig das Method-Acting. Pathos ist verpönt.
"Nett" ists auch, wenn synchronisierte Games im Introtext von einer blassen, ausdruckslosen Mäusestimme eingeführt werden, und keine Dramatik rüberkommt.
Der Einsatz von Dialekten ist bei uns aber auch problematisch, jedenfalls im dramatischen Fach. Der schwäbelnde oder sächselnde oder bajuwarisiernde kaltblütige Massenmörder garantiert wohl eher Heiterkeit im Publikum.

Das mit den Dialekten kann schon funktionieren, wenns halt auch geographisch korrekt verortet ist, siehe diverse Tatorte, Polizeiruf 110 usw. Als Synchro hingegen gebe ich dir recht, da würde man sich wie im falschen Film fühlen.

Erstaunlicherweise scheint das aber im Original zu klappen. Die Nordmänner treten alle mit irischen oder schottischem Zungenschlag auf, die Charakterisierung gewinnt dadurch einiges an Glaubwürdigkeit. In der deutschen Synchro reden hingegen alle in astreinem hannoveranischem Hochdeutsch... wodurch keinerlei Unterscheidbarkeit mehr gewährleistet ist. Ob nun einer aus Kings Landing oder Winterfell, alle sabbeln gleich. Aber wie du schon sagst, wie anders machen? Wenn die Ironborn jetzt wie Ostfriesen schnacken und die Tyrells wie Schwaben schwätzen würden, gäbs nur Gelächter. :lol:

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Frank Chmorl Pamo
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Erstaunlicherweise scheint das aber im Original zu klappen. Die Nordmänner treten alle mit irischen oder schottischem Zungenschlag auf, die Charakterisierung gewinnt dadurch einiges an Glaubwürdigkeit. In der deutschen Synchro reden hingegen alle in astreinem hannoveranischem Hochdeutsch... wodurch keinerlei Unterscheidbarkeit mehr gewährleistet ist. Ob nun einer aus Kings Landing oder Winterfell, alle sabbeln gleich. Aber wie du schon sagst, wie anders machen? Wenn die Ironborn jetzt wie Ostfriesen schnacken und die Tyrells wie Schwaben schwätzen würden, gäbs nur Gelächter. :lol:

Gruß.


Mir fiels mal wie Schuppen aus den Ohren, als ich Stirb Langsam/Die Hard mit O-Ton sah. Die Gangster im Tower redeten deutsch mit Berliner Schnauze.
Im Deutschen - nichts mehr. Selbst das Deutsch wurde synchronisiert.
Sollte ich da darüber lachen oder weinen?

Da ein Sprecher für viele Schauspieler eingesetzt wird, fehlt mir leider zu oft eine Präsenz der Stimme, die auch zur Rolle/Originalstimme passt.
Jedenfalls ist für Leute, die einigermaßen gut Englisch verstehen der O-Ton bei GoT ein Erlebnis.
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Matthias Rose
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Mal ein paar "Neuigkeiten" von dem verspäteten "Winds of Winter"

http://www.nme.com/blogs/tv-blogs/the-winds-of-winter-release-date-chapters-1942288
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Baptist Ziergiebel
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Nach sechs Folgen der aktuellen Staffel ist der Eindruck doch etwas zwiegespalten. Das ist vor allem der geringen Folgenzahl geschuldet.
Spoiler:
Nicht falsch verstehen: die Schauwerte sind super, es passiert ordentlich was, auch die Schauspieler sind wie gewohnt gut. Problematisch ist der logische Zusammenhalt, der dem Zwang, zu einem Ende zu kommen geopfert wird. Arbeiteten die früheren Staffel auf einen Höhepunkt hin, wartet nun jede Folge mit einem auf, teils so gedrängt, dass manches wie nebenbei serviert wird, etwa der Angriff der Unsullied auf Casterly Rock.

Die sechste Folge ist ein Paradebeispiel für notdürftiges, um das Wort "schlecht" zu vermeiden, Storytelling. So hammermäßig die Folge oberflächlich auch erscheinen mag, funktioneren tut sie nur durch offenkundiges deus ex machina und das außer Acht lassen jeglicher Logik. Die Heldengruppe wird auf einer Insel in einem zugefrorenen See eingesperrt und verhindert durch das Aufbrechen des Eises erstmal, dass die Untoten zu ihnen können. Soweit ok.

Aber dann... Untote und White Walker samt Night King, also die Figuren, in deren Nähe alles in Sekundenschnelle gefriert, stehen dann viele Stunden wie verblödet um die Truppe herum und machen nichts. Derweil haben die den Gendry zurück zur Wall geschickt, damit der von dort Hilfe durch Daenerys organisiert. Nachdem der schneller gerannt sein muß, als Usain Bolt es selbst auf höchster Dopingstufe je geschafft hätte, wird von dort ein Rabe nach dem viele tausend Kilometer entfernten Dragonstone geschickt. Dani reagiert sofort, fliegt mit ihren drei Drachen die vielen tausend Kilometer zurück, kommt natürlich genau dann an, als die Untoten endlich mal angegriffen haben und für Jon und die Seinen schon alles vorbei zu sein scheint. Alles innerhalb von ein paar Stunden. Raben und Drachen fliegen anscheinend mit Überschall in Westeros. Übrigens wie auch Euron Greyjoi, dessen Flotte Transitionstriebwerke haben muß.

Man könnte vielleicht denken, der Night King hat mit dem Angriff so lange gewartet, um einen der Drachen sicher in seine Gewalt zu bekommen, wie er es dann ja auch erreicht. Dann macht es aber keinen Sinn, dass seine Kreaturen trotzdem vorher angriffen. Nee, das macht alles keinen Sinn.

Arya gefällt mir auch nicht mehr. Seit dem Wiedersehen mit Sansa agiert sie grundlos feindselig. Auch dieser Handlungsstrang bedürfte wesentlich mehr Aufbauzeit.

Aber was soll man machen. Die Serie war ja auf ein fulminantes Ende ausgerichtet, vermute ich mal. Wenn man dann die Folgenzahl drastisch reduziert, muß man halt Plothämmer und Plotrüstung aus dem Zeughaus holen.
Das ist ... TERRA!
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