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Wintermute
Plophoser
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Habs nun auch geschafft, mir Arrival anzusehen. Alles in allem war ich angetan. Bei den ganzen Acton-, Katastrophen-, Apocalypsen- und Horrorschinken, die vermehrt laufen, ist so ein eher utopisch als dystopisch gestalteter Film zwischendurch mal ganz wohltuend. Dass das Augenmerk verstärkt auf die linguistische Problematik eines Erstkontakts gelegt wurde, hat mir gefallen. Ich meine, Kommunikation ist ja schon zwischenmenschlich eine komplizierte Angelegenheit, wieviel mehr dann mit ganz anders gearteten Wesen. Das ist die wirkliche Herausforderung, sollten wir mal auf Ausserirdische stoßen! Auch handwerklich war der Film gut gemacht, die Aliens sahen auch schön fremd aus, ohne unrealistisch zu sein.

Bei den doch vorhandenen Kritikpunkten schließe ich mich Frank C. Pamo oben weitgehend an. Mit Renner kann man nichts falsch machen, die Hauptdarstellerin fand ich aber etwas blass. Die Zeitschleife als Auflösung war ziemlich billig. Auch hätte es gerne etwas weniger melodram sein dürfen. Abgesehen von der verd... Herzschmerzgeschichte, die anscheinend nie fehlen darf, mag ich immer Filme, in denen mit Hintergrundmusik gespart wird. Hier war vor allem der Schluß mal wieder mit "mitfühlenden", dabei voll aufgedrehten Geigenklängen überfrachtet, sowas finde ich jedesmal aufdringlich. Insgesamt aber ein sehenswerter Film. Zumal nicht unnötig auf 3D gepusht. :)

Gruß.


Hmm, eine Zeitschleife hatte ich da jetzt nicht reininterpretiert. Wobei ich auch durch die Kurzgeschichte vorbelastet bin.

Ich hatte das ganze so verstanden, das die Aliens, keinen direkten Zeitbegriff haben sondern alles auf einmal erleben:

Ted Chiang hat geschrieben:When the ancestors of humans and heptapods first acquired the spark of consciousness, they both perceived the same physical world, but they parsed their perceptions differently; the worldviews that ultimately arose were the end result of that divergence. Humans had developed a sequential mode of awareness, while heptapods had developed a simultaneous mode of awareness. We experienced events in an order, and perceived their relationship as cause and effect. They experienced all events at once, and perceived a purpose underlying them all. A minimizing, maximizing purpose.


Und dadurch, das Louise die Sprache der Aliens gelernt hat, sieht sie die Welt jetzt ähnlich.

Ted Chiang hat geschrieben:Even though I’m proficient with Heptapod B, I know I don’t experience reality the way a heptapod does. My mind was cast in the mold of human, sequential languages, and no amount of immersion in an alien language can completely reshape it. My worldview is an amalgam of human and heptapod.
Before I learned how to think in Heptapod B, my memories grew like a column of cigarette ash, laid down by the infinitesimal sliver of combustion that was my consciousness, marking the sequential present. After I learned Heptapod B, new memories fell into place like gigantic blocks, each one measuring years in duration, and though they didn’t arrive in order or land contiguously, they soon composed a period of five decades. It is the period during which I know Heptapod B well enough to think in it, starting during my interviews with Flapper and Raspberry and ending with my death.
Usually, Heptapod B affects just my memory: my consciousness crawls along as it did before, a glowing sliver crawling forward in time, the difference being that the ash of memory lies ahead as well as behind: there is no real combustion. But occasionally I have glimpses when Heptapod B truly reigns, and I experience past and future all at once; my consciousness becomes a half-century-long ember burning outside time. I perceive – during those glimpses – that entire epoch as a simultaneity. It’s a period encompassing the rest of my life, and the entirety of yours.
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Langschläfer
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Hab mir heute Suicide Squad angesehen... vorgewarnt, den Extended Cut.

Und wirkt der Film auch am Anfang eher wie eine Aneinanderreihung von Trailern und kürzestmöglichen Charakter-Vorstellungen, wird dann doch noch ein ganz ordentlicher Streifen draus, der auch seine komischen Momente hat - wenn man Harley mag.
(Quinn, nicht Davidson...)

Okay, auf den Bumerangschmeißer und die maulfaul(ig)e Krokotasche hätte man definitiv gut verzichten können, aber sonst...

3+ mit Tendenz zur 2--
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

Polls sind doof. ;)

Re: SF Filme: Alte, Neue und in der mache

Beitragvon Kjeldahl » 16. Januar 2017, 15:00

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Kjeldahl
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Langschläfer hat geschrieben:Hab mir heute Suicide Squad angesehen... vorgewarnt, den Extended Cut.

Und wirkt der Film auch am Anfang eher wie eine Aneinanderreihung von Trailern und kürzestmöglichen Charakter-Vorstellungen, wird dann doch noch ein ganz ordentlicher Streifen draus, der auch seine komischen Momente hat - wenn man Harley mag.
(Quinn, nicht Davidson...)

Okay, auf den Bumerangschmeißer und die maulfaul(ig)e Krokotasche hätte man definitiv gut verzichten können, aber sonst...

3+ mit Tendenz zur 2--


Und damit hast Du mich verführt, mir das am WE auch anzusehen. Leider empfinde ich nun Deine Bewertung als zu gut.
Ich fand den Film grottig schlecht. Der Anfang... mit der Vorstellung der Figuren ging ja gerade noch.
Der Rest der Story waren einfach nur wild zusammengeklebte Filmschnipsel, in denen aus meiner Sicht völlig unmotiviert rumgeballert wurde.
Auch die aufgebaute Bedrohung.... da hätte man mehr draus machen können. Das war fast wie bei den Manga-Comics: bekomme ich mal eins in die Finger, frage ich mich stets, warum die sich eigentlich kloppen, was ist deren Motiv, warum sind die Bösen überhaupt böser als die Guten? Usw., usw.... Ich weiß...böse/gut/böse/gut das ist bei DC sowieso schon immer schwammig gewesen... Trotzdem zu viele Fragezeichen. Für mich ne 4-
Sechs mal Vier ist Drei mal Acht. - Null ist Null mal Hundert. Wunder werden nur vollbracht - von dem, der sich nicht wundert! (Erich Kästner).
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Re: SF Filme: Alte, Neue und in der mache

Beitragvon Michel Van » 23. Februar 2017, 23:58

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Michel Van
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Hat jemand von euch von Russischen Sci-FI film ATTRACTION gehört ?!

es geht um Alien Raumschiff, dass eine Notlandung macht in Armen Wohnviertel von Moskau
die Regierung setz Militär ein
die Einwohner wollen Rache für die toten
die Aliens wollen ihr Fahrzeug ungestört Reparieren, Notfall mit Gewalt

Bild

Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=1IqVTuRzlxA

Re: SF Filme: Alte, Neue und in der mache

Beitragvon TCai » 1. April 2017, 10:44

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TCai
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Ich habe mir »Ghost in the Shell« angesehen. Eine Cyperpunk Dystopie mit viel Action und Gewalt. Optisch überwältigend, moralisch fragwürdig.
http://www.christina-hacker.de/2017/03/duesterer-blick-in-die-zukunft/
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
Sascha Mamczak

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Baptist Ziergiebel
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Ghost in the Shell habe ich neulich auch gesehen. Ich muß sagen, ich war angetan. In Sachen Stil hielt man sich erfreulich nahe am Original von 1995, die Grundhandlung war jedoch etwas abgeändert. Orientierte man sich im Anime an Neuromancer, war hier eher Robocop das Vorbild, dort die Werdung einer sich selbst bewußten KI das Thema, hier, hollywoodtypisch emotionalisiert, die Probleme eines Mensch-Maschine Hybriden. Beide Herangehensweisen sind aber ok, beide nähern sich dem Problem dieses Konfliktes auf ihre eigene Weise und die Neuverfilmung steht dabei kaum zurück.

In Sachen optischer Gestaltung schlägt die Neuauflage das Original, was bei einem Anime umso erstaunlicher ist. Heute schon präsente Dinge wie VR und AR (Augmented Reality), sowie die Holotechnik werden stark betont, was natürlich für Schauwerte sorgt. Der Stadtmoloch als Ballungsraum der Zukunft wird auf teils schauerliche Weise gut greifbar.

Auch die Schauspieler waren gut. Sowohl Scarlet Johannson wie auch Pilou Asbaek als Batou machen ihre Sache ordentlich. Wilde Emotionsgrimassen darf man bei der Thematik selbstverständlich nicht erwarten, die Rollen als Cyborg bzw. "verbesserter" Mensch tief drinnen aber noch mit normalen menschlichen Regungen versehen waren glaubhaft dargestellt.

Den von Christina monierten Gewaltgehalt habe ich jetzt nicht als störend gefunden. Schon das Original war (verleichweise) zahm, hier wurden sogar noch die Bluteffekte beiseitegelassen. Alles in allem mal eine erfreulicherweise gelungene Wiederauflage, was nicht so oft vorkommt. Ich sage, empfehlenswert.

Gruß.
Das ist ... TERRA!
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Moonbiker
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Wohnort: Meinerzhagen
Star Wars: Die letzten Jedi - Teaser Trailer (Deutsch | German)
https://youtu.be/VumquS6C3EI

Günther
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Klaus N. Frick
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Ghost in the Shell habe ich neulich auch gesehen. Ich muß sagen, ich war angetan. In Sachen Stil hielt man sich erfreulich nahe am Original von 1995, die Grundhandlung war jedoch etwas abgeändert. Orientierte man sich im Anime an Neuromancer, war hier eher Robocop das Vorbild, dort die Werdung einer sich selbst bewußten KI das Thema, hier, hollywoodtypisch emotionalisiert, die Probleme eines Mensch-Maschine Hybriden. Beide Herangehensweisen sind aber ok, beide nähern sich dem Problem dieses Konfliktes auf ihre eigene Weise und die Neuverfilmung steht dabei kaum zurück.

In Sachen optischer Gestaltung schlägt die Neuauflage das Original, was bei einem Anime umso erstaunlicher ist. Heute schon präsente Dinge wie VR und AR (Augmented Reality), sowie die Holotechnik werden stark betont, was natürlich für Schauwerte sorgt. Der Stadtmoloch als Ballungsraum der Zukunft wird auf teils schauerliche Weise gut greifbar.

Auch die Schauspieler waren gut. Sowohl Scarlet Johannson wie auch Pilou Asbaek als Batou machen ihre Sache ordentlich. Wilde Emotionsgrimassen darf man bei der Thematik selbstverständlich nicht erwarten, die Rollen als Cyborg bzw. "verbesserter" Mensch tief drinnen aber noch mit normalen menschlichen Regungen versehen waren glaubhaft dargestellt.

Den von Christina monierten Gewaltgehalt habe ich jetzt nicht als störend gefunden. Schon das Original war (verleichweise) zahm, hier wurden sogar noch die Bluteffekte beiseitegelassen. Alles in allem mal eine erfreulicherweise gelungene Wiederauflage, was nicht so oft vorkommt. Ich sage, empfehlenswert.

Gruß.


Wie es sich gehört, habe ich »Ghost In The Shell« im Kino angeschaut – und schrieb was in meinem Blog darüber ...
http://enpunkt.blogspot.de/2017/04/ein- ... shell.html

Guardians of the Galaxy 2

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 27. April 2017, 17:13

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Frank Chmorl Pamo
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Ein Film sicher nach dem Geschmack etlicher Rhodanfans, denn
Spoiler:
Quills Erzeuger ist eine über Jahrmillionen entstandene negative Superintelligenz.


Auf dem Planeten gab es auch den einen oder anderen ST:TOS-Moment.
Die Welt ist einfach phantastisch. Zuerst ging ich etwas ernüchtert raus, aber jetzt nachdem der Film etwas sackt gefällt er mir immer besser.
FCP - derzeit voran- und nicht zurückblickend!
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