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Haywood Floyd
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Folge 4 gefiel mir schon etwas besser, als die Folgen 1 bis 3. So langsam kommt die Sache doch in Schwung und die ersten erkennbaren Interaktionen zwischen den Protagonisten und deren individuellen Charakteren beginnen sich zu entwickeln. Was - zumindest mich - wirklich nervt sind die (auch im U.S.-Original) untertitelten Klingonen-Szenen. Vielleicht hätte man dieses krude Geknurre und Gegrunze doch besser synchronsieren sollen - so viele Hobby-Linguisten dürfte es doch wohl auch in den U.S. unter den Trekkies nicht geben - oder? :o

Auch der Titel der Folge war originell und vielversprechend.
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Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Michel Van » 12. Oktober 2017, 23:20

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Michel Van
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Haywood Floyd hat geschrieben:Folge 4 gefiel mir schon etwas besser, als die Folgen 1 bis 3. So langsam kommt die Sache doch in Schwung und die ersten erkennbaren Interaktionen zwischen den Protagonisten und deren individuellen Charakteren beginnen sich zu entwickeln. Was - zumindest mich - wirklich nervt sind die (auch im U.S.-Original) untertitelten Klingonen-Szenen. Vielleicht hätte man dieses krude Geknurre und Gegrunze doch besser synchronsieren sollen - so viele Hobby-Linguisten dürfte es doch wohl auch in den U.S. unter den Trekkies nicht geben - oder? :o

Auch der Titel der Folge war originell und vielversprechend.


zu Klingonen-Linguisten in USA
die beschwerten sich über schlechte ausspräche der Schauspieler in episode 1&2
die mit Falschen Zahnen Dialoge sprachen und Waffel, Brabble, Gaffle von sich gaben
das war in englische Original ziemlich peinlich Szene
warum erst bei Episode vier erst eine ADR Synchronisierung erfolgte ist mir unklar
aber man konnte endlich die Klingonen klar verstehen und nicht dieses Gebabbel.
obwohl für nicht Klingonen-Linguisten ist ein anstrengen krude Geknurre und Gegrunze...

Zu ST:D
nach Fiasko der Episode 1&2 begann langsam mit episode 2&4 langsam fahrt in Serie zu kommen
Obwohl in episode 3 jede menge Anspielungen zu "Sektion 31" kann wird die restliche Episode zeigen was da vorgeht.
Episode 4 hatte das "Sense of Wonders" der Alten ST Serien
und den Tardigrade eine interessantes Wesen des ST Kosmos seit lange.

Ich bin neugierig wie sich die nächsten 11 Episoden entwicklen werden.
Obwohl "The Orville" sich als schwere Konkurrent erwies in USA
die Seth Macfarlane homage /Persiflage von ST: Next Generation ist originell
und viele bekannte Gaststars wie Liam Neeson, Patrick Steward, Jonathan Frakes (er dreht auch einige Episoden ), Michael Dorn

bei Rotten Tomatoes ST:D hat nur 60% Zuschauer, Beliebtheit wahren "The Orville" bei satten 91% liegt.

Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Faktor10 » 13. Oktober 2017, 19:15

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Faktor10
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Ich kenne mich im Star Trek Universum nur wenig aus. Habe viele der ganz alten Folgen mit Spock gesehen dann so ca. 20 Folgen mit Picard. Und ein paar mit Seven of Nine. Und ein paar alte Spielfilme. Bin also kein richtiger Kenner dieses Universums.
Was ich bei den vier Folgen feststelle, ist das der Faktor Gewalt/ Aktion mehr betont wird als früher. Trotzdem gefällt es mir bisher. Auch muss man bedenken das es Neueinsteiger gibt die gefesselt werden müssen. Nur auf die alte Klientel achten macht den Kohl nicht fett.
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Clark Flipper
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Zumal die Oberste Derektive zu diesen recht frühen Zeitpunkt der Sternenflotte durchaus etwas weniger konservative angewendet werden darf. In meinen Augen macht man jetzt die Fehler welche später der festen Umgang damit erklären. :gruebel: Oder?
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Tennessee » 13. Oktober 2017, 21:03

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Tennessee
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Clark Flipper hat geschrieben:Zumal die Oberste Derektive zu diesen recht frühen Zeitpunkt der Sternenflotte durchaus etwas weniger konservative angewendet werden darf. In meinen Augen macht man jetzt die Fehler welche später der festen Umgang damit erklären. :gruebel: Oder?


Salut Clark,

ein interessanter Gedanke. Habe ich so noch gar nicht betrachtet. Gefällt mir als Überlegung gut.

Da ich ja DS9 für die beste ST-Serie halte und diese ja ohnehin düsterer und konfliktgeladener war (und dem Himmel - oder wem auch immer - sei gedankt für die Sektion 31 oder Charakteren wie Kai Wynn), stört mich die aktionreichere Geschichte bei ST-D eigentlich gar nicht. Allerdings finde ich sowohl das Äußere als auch die Sprechweise der Klingonen arg gewöhnungsbedürftig. Ich glaube, hier hat man zuviel gewollt und die Fremdheit der Klingonen und ihre Kodexgläubigkeit etwas überbetont.
[Edit: Auf der anderen Seite: Wenn wir uns als Zuschauer an der befremdlichen Darstellung der Klingonen reiben, hat sie doch ihren Zweck erfüllt - die Fremdheit wird uns verdeutlicht.]
Begeistert bin ich aber von der Hauptfigur "Nummer Eins", die ich sowohl von ihrer Geschichte als auch von ihrer schauspielerischen Gestaltung außergewöhnlich gut finde. Dass die technische Gestaltung/Ausstattung, die ja eigentlich ein paar Jahrzehnte vor Kirk spielt, eher nach ein paar Jahrhunderten nach der nächsten Generation aussieht, kann ich gut verschmerzen. Ich glaube, da muss man als Zuschauer einfach das visuelle Zugeständnis einer späteren Produktionszeit eingehen. Wir würden ja heute "Raumschiff Orion - die frühen Jahre" auch nicht mit einem Waschzuber und einem Faustkeil präparieren, damit die Technik älter aussieht. Obwohl... wäre doch mal was für die Kreativen in der Filmbranche... ;-)

Erzählerisch ist Discovery auf jeden Fall um einiges moderner als die anderen Star Trek Serien (DS9 und ENT sind hier mal in Phasen ausgenommen), die ja ihre Abenteuer fast ausschließlich im 45 Minutentakt lösten. Hier zeigt sich das gegenwärtige, breitere Erzählen, das Babylon 5 einmal vorgemacht hat und mittlerweile Standard in den SF-Serien geworden zu sein scheint. Die Geschichte scheint es darauf anzulegen, etwas langsamer erzählt werden zu wollen und die parallel laufenden "Heldengeschichten" von Michael Burnham und dem Albinoklingonen Voq entwickeln sich langsam und nehmen auch erst langsam Konturen an. Ich muss selbst manchmal die Star Trek-Gewohnte 45-Min-Ungeduld wegreden und mir sagen: Wir erzählen nicht mehr wie ST der 80er und 90er Jahre.
Ich glaube, dass diese ST-Serie stärker eine Serie ist, die ihre Charaktere erzählt bzw. die Geschichte durch die Charaktere und nicht die Charaktere zu den Reißzwecken einer Geschichte macht. Das mag ich schon gerne. Vor allem ist es auffällig, dass die Hauptfiguren noch gar nicht alle da sind, sondern erst dann auftauchen, wenn sie dann als Figuren notwendig sind. Wir erinnern uns z.B. dass TNG-Beauty Deanna Troi in manchen Folgen bloß auf ihrem Sitz saß oder mal ein Sätzlein sprach - und eigentlich völlig überflüssig für die Folge war.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit ST-D weiter geht.

lg
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Tomislav » 15. Oktober 2017, 16:00

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Tomislav
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Bitte die Serie nicht mit ST-D abkürzen, dass gibt so unangenehme Assoziationen. :D

Die Debatte um die Darstellung der Klingonen erreicht ja im Netz momentan seinen Höhepunkt. Viele beschweren sich darüber, dass diese mal überhaupt nicht dem bisherigen Kanon folgen und das Worf diese als ehrlos im Kampf bezeichnen würde. Dabei galt schon immer, dass ehrbares Verhalten nur unter Klingonen sittsam ist, und auf andere Völker und deren "faire" Behandlung im Kampf gepfiffen wurde. Ich fonde die Darstellunf der Klingonen in Discovery erfrischend, der Fokus liegt auf ihrer spirituellen Wahrnehmungsweise von Krieg und Frieden, und wie sie auf fremde kulturelle Einflüsse mit Hass, Furcht und Gewalt reagieren. Da haben, meiner Meinung nach, die Autoren den momentanen Zeitgeist, der in vielen Schichten in den USA und auch in Europa vorherrscht, clever in die Geschichte eingebaut.
Was meint ihr?
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Matthias Rose
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Folge 5 nun auch beendet, meines Erachtens aber die bisher schwächste der Staffel.

Spoiler:
Leider wurde der Tardigrads sogleich wieder entsorgt, auch wenn es abzusehen war, hatte ich doch mit einem etwas längeren verbleib gerechnet/gehofft gehabt. Interessant und toll, dass der Schiffsarzt und der "Engineer" als schwules Päärchen geoutet werden. Das fand ich gut und überraschend, war es in den vorangehenden Folgen nicht abzusehen.

Schlecht war leider die Darstellung von Captain Lorca, nicht die Schauspielerische, sondern wie der Charakter weiterentwickelt wird. Leider viel verschenktes Potential.


Alles in allem gefällt mir ST - Discovery, immer noch sehr gut. ST wurde endlich Erwachsen.
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Clark Flipper
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Leider wirkte die Folge durch den Zeitsprung etwas aus dem Kontext gerissen,
was auch bei mir erst einen schwächeren Eindruck hinterließ.

Die Kritik zur Persönlichkeitsentwicklung des Captains verstehe ich nicht,
ich habe Ihn von Anfang an als gespaltene Person gesehen. Von daher
bleibt für mich alles im Bild.

Aber das Finale ließ mich überrascht zurück. Habe es mir sogar dreimal angeschaut.

Eine Verdoppelung oder eine Zeitproblematik? :wacko: Bitte keine Scherung ... :lol:
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Faktor10 » 17. Oktober 2017, 19:40

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Faktor10
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Was ist eine Scherung? :saus:
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Matthias Rose
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@Faktor10: Clark meint die PerryRhodan-Disynchrone-Scherung aus dem letzten Zyklus die Atlan eingeleitet hat.

@ClarkFlipper: Ja das Ende war.. überraschend!
Spoiler:
ich hoffe auch, dass wir es nicht mit einer Zeitreise oder Multiverse-Problematik zu tun bekommen.
:o(
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Günther Drach
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Matthias Rose hat geschrieben:@Faktor10: Clark meint die PerryRhodan-Disynchrone-Scherung aus dem letzten Zyklus die Atlan eingeleitet hat.

@ClarkFlipper: Ja das Ende war.. überraschend!
Spoiler:
ich hoffe auch, dass wir es nicht mit einer Zeitreise oder Multiverse-Problematik zu tun bekommen.
:o(

Spoiler:
vielleicht ja ein Spiegeluniversum
:)
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Clark Flipper
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:D Ich hoffe es ist nicht so kompliziert...

Spoiler:
Ich vermute es ist so etwas wie ein Zeitschatten, also wie eine Mauszeigerspur.
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Tennessee » 19. Oktober 2017, 19:24

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Tennessee
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Tomislav hat geschrieben:Bitte die Serie nicht mit ST-D abkürzen, dass gibt so unangenehme Assoziationen. :D [...]


Hm... ich bin ja kein detailreicher Star Trek Kenner, aber welche unangenehmen Assoziationen erweckt denn das ST-D?

Clark Flipper hat geschrieben:Leider wirkte die Folge durch den Zeitsprung etwas aus dem Kontext gerissen,
was auch bei mir erst einen schwächeren Eindruck hinterließ.

Die Kritik zur Persönlichkeitsentwicklung des Captains verstehe ich nicht,
ich habe Ihn von Anfang an als gespaltene Person gesehen. Von daher
bleibt für mich alles im Bild.

Aber das Finale ließ mich überrascht zurück. Habe es mir sogar dreimal angeschaut.

Eine Verdoppelung oder eine Zeitproblematik? :wacko: Bitte keine Scherung ... :lol:


Den Captain finde ich immer besser. So wie ich grundsätzlich die Charaktere immer besser, weil zwiespältiger finde. Ich weiß wohl, dass für Trekkies die Orientierung an Idealen, der humanistische Ansatz und das Gute im Menschen und in der Föderation das ist, was für die Inder die Kühe oder für die Rhodanisten der Voltz ist. (*grinst wie eine satt Katze*) Mir gefällt aber gerade das Düstere, Zwiespältige und eben auch Nicht-Ideale in den Protagonisten: Burnham begeht aus Überzeugung eine Meuterei (und es scheint ja so, dass sie mit ihrer Überzeugung recht gehabt hätte) und wankt immer zwischen menschlichen und vulkanischen Verhaltensweisen , Saru stellt persönliche Animositäten über seine Fachlichkeit/Sachlichkeit als Captain und ist bereit den Zweck die Mittel heiligen zu lassen, Staments ist eitel, selbstverliebt, jedoch auch bereit sich selbst zu gefährden um andere zu retten, der Captain ist hart, kämpferisch, kompromisslos und tötete sogar seine eigene Besatzung (könnten wir uns sowas bei Perry Rhodan vorstellen, ob bei Serie oder Mann, ist egal?!), um sie vor der klingonischen Folter zu bewahren, Kadett Tilly hatte die zweifelhafte Ehre, die erste Person zu sein, die in einer Star Trek Serie das Wort "fuck" sagte - also, ich stelle mir tolle Geschichten mit dieser Crew vor.
Bloß Dr. Culber ist so rein, dass selbst ein Clerasil getränkter Wattebausch neidisch wird. A propos Wattebausch (damit wir alle Assoziationen direkt da haben... *grins*): Dass Culber und Staments ein Paar sind, wurde ja früh genug eifrig und glorreich propagiert. Damit hat ST im Jahr 2017 auch endlich das erreicht, was der Denver Clan 1981 schon zeigte. Mich wunderte nur, dass die Begegnung der beiden zuvor so sachlich und beinahe feindselig (zickig?) war. Zeigt sich da doch wieder der alte ST-Geist, dass Pflicht vor Menschsein geht? Ich meine, ich habe mich früher immer gewundert, dass Besucher auf der Enterprise oder DS9 immer sofort zur Pflicht und Arbeit wollten und sich nicht einmal Zeit zum Auspacken ihrer Plörren nahmen. Als ich dann aber vorherige Discovery Folgen in Bezug auf Culber/Staments noch mal anschaute, wurde ich unsicher: Ist das Distanz oder die fatalistische Ironie mit der sich die Leute verhalten, die man immer entnervt fragt: "Wie lange seid ihr schon verheiratet?"

Discovery erzählt tatsächlich anders als die traditionellen ST Serien, meine ich. Und ich finde, dass sich viel von der Art der neuen ST-Filme in ST-D (ich wage es!!) wiederfindet. Ich finde das gut. Aber ich glaube, dass eben genau dieses "Reiben" an klassischen und moderneren Erzählweisen und Geschichten das ist, was die ST-Community gerade so spaltet. Erinnert mich auch an eine andere SF-Serie. *grinst wie eine satte Katze*

lg
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Tennessee hat geschrieben:
Tomislav hat geschrieben:Bitte die Serie nicht mit ST-D abkürzen, dass gibt so unangenehme Assoziationen. :D [...]


Hm... ich bin ja kein detailreicher Star Trek Kenner, aber welche unangenehmen Assoziationen erweckt denn das ST-D?

Dazu musst du kein Star Trek-Kenner sein.
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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Tennessee » 19. Oktober 2017, 21:00

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Tennessee
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Günther Drach hat geschrieben:
Tennessee hat geschrieben:
Tomislav hat geschrieben:Bitte die Serie nicht mit ST-D abkürzen, dass gibt so unangenehme Assoziationen. :D [...]


Hm... ich bin ja kein detailreicher Star Trek Kenner, aber welche unangenehmen Assoziationen erweckt denn das ST-D?

Dazu musst du kein Star Trek-Kenner sein.
STD: sexually transmitted disease.


*schallend lacht*

Ich kannte das nicht. Echt nicht. Aber meine Fantasie schlägt gerade Purzelbäume.
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Auch mir gefällt die neue Serie bis jetzt ziemlich gut. Wobei ich alle bisherigen Serien und Filme kenne... man muss so eine Serie natürlich auch im Zusammenhang mit der Zeit sehen, in der diese entstanden ist. Heute wäre es einfach nicht mehr möglich ST mit Kirk, Spock und McCoy so zu erzählen, wie es in den 60-er Jahren war.

Und das mit der ersten Direktive hatte ich mir auch schon gedacht. Weil man jetzt einfach macht, werden später Regeln aufgestellt, wie man diese Fehler vermeiden kann.

Und: ich mag Nr. 1 :D (also die, die gemeutert hat...) wobei... der andere hat auch was.

Edit: irgendwo (dunkle Ecke im Hinterkopf) hatte ich auch gelesen, dass STD durchaus mal mit dem ST-Spiegeluniversum zu tun bekommen soll.
"Kinder und Mausbiber dürfen teleportieren"

"Wenn Sie nicht wissen, wie sie Gucky danken wollen, dann schicken Sie ihm einfach bei Gelegenheit eine große Mohrrübe. Das freut ihn mehr als alles andere."

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Clark Flipper
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@Ten
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Gab es bei Voyager auch eine Spiegeluniversum Folge? :o

Lässt mein Gedächtnis so stark nach??? :rolleyes:
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Frank Chmorl Pamo
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So, Folge 5 jetzt auch konsumiert.
Discovery zündet bei mir nicht - selbst wenn ich das ST-untypische Fehlen des humanitären Ansatzes übergehe.
Der Eins-O trägt immernoch schwer daran, dass er einst von der Frau Captain übergangen wurde ...
Eine Zimmerkameradin, die ich am Liebsten zur nächsten Luftschleuse heinausbefördern würde ...
Der Obermykologe an Bord, der sich garnicht mehr einkriegt ...

Die Effekte beim Pilzsprung: x-mal um die eigene Achse rotieren und dann nach unten wegsacken ...
Es ist schon klar, dass der Pilzdrive wegen der Folgen für die Navigatoren irgendwann entsorgt wird, doch warum musste überhaupt eine Antriebstechnologie gebracht werden, von der man in späteren Jahrhunderten (TOS, TNG, DS9, Voy) nichts mehr hören wird. Irgendein Volk in der langen Historie der ST-Universums sollte doch soweit geistig stabil sein, um den Pilzdrive einsetzen zu können. Da wären erste Versuche mit dem Trans-Warp doch viel naheliegender. Antwort auf die implizierte Frage: wegen des Bling-Bling ...

Usw., usf.

Es gibt auch keine Person bis zu Folge 5, über deren Ableben ich traurig wäre. Da fehlt mir durchweg die Tiefe der Persönlichkeit.
Zuletzt geändert von Elena-Gucky am 20. Oktober 2017, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unnötiges Zitat gelöscht.
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Frank Chmorl Pamo
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Auch der Titel der Folge war originell und vielversprechend.


Dieses Geknurre und Geknarze soll wohl die Fremdartigkeit und Gefährlichkeit der "neuen" Klingonen betonen. Wenn man aber die Aufmerksamkeit teilen muss zwischen Handlung der Personen und dem Untertitel, geht vieles Unter. Bisher fand ich nichts besonders Dunkles an den Klingonen. Die kommen mir inzwischen wie Na'vi, "nur" hässlich und gewalttätig vor. Besser wärs, die würden verständlich reden, so wie in #5 die eine Klingonin mit dem Captain. Das war effektiver.
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Frank Chmorl Pamo
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Michel Van hat geschrieben:zu Klingonen-Linguisten in USA
die beschwerten sich über schlechte ausspräche der Schauspieler in episode 1&2
die mit Falschen Zahnen Dialoge sprachen und Waffel, Brabble, Gaffle von sich gaben
das war in englische Original ziemlich peinlich Szene
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Ich verstehe nicht, warum man einerseits mit fast Allem der bisherigen Serienhistorie bricht, und vor allem das Aussehen der Klingonen völlig ändert, und dann wieder solchen Wert auf Klingonisch legt.
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Clark Flipper
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Elena-Gucky hat geschrieben:Gab es bei Voyager auch eine Spiegeluniversum Folge? :o

Lässt mein Gedächtnis so stark nach??? :rolleyes:


:nein: Genau genommen gab es weder bei NG noch bei Voyager eine Spiegeluniversum Folge.

Aber in beiden gab es eine Folge im Paralleluniversum, welches ähnlich Militant wie das Spiegeluniversum war.
VOY-Folge "Der Zeitzeuge", TNG-Folge " Parallelen" & "Die alte Enterprise"
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Seit Folge 5 gefällt mir ST-Dis nun leider deutlich weniger :o : IMHO zu viel sinnfreie Gewaltdarstellungen, Folterorgien, Töten und Blutvergiessen: wenn Gene Roddenberry das noch miterleben müsste, würde er sich im Grabe nicht nur umdrehen, sondern dort wahrscheinlich rotieren! :devil:

Ist "Vergewaltigung und Mißbrauch eines Franchise" denn keine Straftat...? :unschuldig:

Vom ursprünglichen Impetus des Franchise: "to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no man* has gone before" blieb nämlich allerhöchstens noch "boldly" übrig - aber eher im negativen Sinne von 'draufgängerisch' oder 'rücksichtslos', als mit der ursprünglich positiven Konotation von 'kühn' , 'tapfer' oder 'mutig'.

ST-Dis ist, so befürchte ich, dabei langsam aber sicher ins Miitary-Genre abzudriften (ohne es dabei zu schaffen, dies, wie 'The Expanse', episch überhöht und subjektiv-kritisch gespiegelt zu hinterfragen) und Gewalt per se zu verklären und ich vermute (und hoffe!), dass altgediente Trekkies (ich war und bin allerdings keiner davon!) das weniger amüsamt finden werden - aber man will ja (junge) Zuschauer vor die Bildschirme der TV's und Computer locken und rohe Gewalt und Brutalität scheint - leider!!! - immer mehr und gerner gesehen und konsumiert zu werden : eine traurige Metapher für den sich verändernden Zustand unserer Gesellschaft... :(

A propos: die Darstellung der Klingonen ist m.E. einfach lächerlich, weil weder vom gezeigten Phänotyp noch vom Genotyp vorstellbar ist, dass aus diesen krächzend-knurrenden, bösartig-blutrünstig denkenden und primitiv-brutal agierenden Monstrositäten, im Laufe nur weniger (Serien-)Jahrzehnte, die aus später spielenden Serien (z.B. TNG) bekannten Wesen entstehen könnten!

Positiv ist die (viel zu!) langsam erkennbare Herausbildung eines Kerns an Protagonisten mit mow interessanten Eigenschaften, wenn ich auch die Hauptperson (Michael) einfach nicht ernst nehmen oder gar lieb gewinnen kann - sie spielt die Rolle für mich einfach nicht überzeugend...

----------------

* in der später gendermainstreamig zensierten Korrektsprech-Version wurde 'man' dann durch 'one' ersetzt... :unsure:
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Also wenn ich nur daran denke wie Jean-Luc von der Cardassianer gefoltert wird oder an die Voyager in der Zeit wo sie von einen Horror zum nächste Fliegen, dann ist die Kritik unberechtigt. ST war schon immer auch Militärisch. Also ich persönlichen habe bisher bei Discovery nichts gesehen was es nicht in ähnlicher Form auch in den anderen ST Serie zusehen gab. Und der Dominion Krieg in DS9 ist in meinen Augen ein Höhepunkt der Serie. Allerdings ist das Ende dieser Geschichte in meinen Augen zu sehr wie bei PR. [emoji38]

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Re: STAR TREK - Rücksturz ins Fernsehen!

Beitragvon Tennessee » 20. Oktober 2017, 16:43

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Clark Flipper hat geschrieben:Eine Spiegelfolge gehört in jede ST-Serie, was allerdings nicht immer meinen Beifall fand. :rolleyes:

@Ten
Boah Ten, gehts noch?
Was ist dir den alles aus der Feder gelaufen!?
Also da muss ich später was zu schreiben, unglaublich! [emoji38]


Oh je. Hab ich was Schlimmes gesagt? Ich bin gerade völlig verunsichert.
Also, wenn es nichts Schlimmes war, dann bin ich erleichtert. Wenn es schlimm war: Ich möchte als Clark Flipper in Erinnerung bleiben. :D

LG
Ten ... äh. ... Clark?
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