die "Normalos" bei Perry Rhodan

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die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Zim » 21. Januar 2018, 22:43

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Zim
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so einige Romane hab ich ja schon gelesen in meinem Leben, aber wenn ich Perry lese - fällt mir immer wieder auf, das es nur über bestimmte Arten von Personen erzählt wird, während eine Bestimmte komplett ausgeklammert wird : die Normalos, der Ottonormalbürger.
In den Romanen wird neben den Hauptpersonen nur über Politiker, Wissenschaftler, Forscher, Ärzte, Mutanten, Soldaten erwähnt.
"Normale" Leute werden nur bei Fremdrassen beschrieben und gelegentlich mal ein ziviler Mensch, welcher dann aber reich ist und eine Raumjacht hat (oder sonst wie aus der Masse heraus sticht)

Wo ist der normale Elektriker? der Tankwart, Kassierer, Versicherungskaufmann, Kindergärtnerin, Lehrer etc pp
Die Menschheit ist heute in ihren Tätigkeiten und Berufen so vielfältig, dass es schlecht damit zu erklären ist, das alles (oder das meiste) robotisiert/mechanisiert wurde.
Denn wenn es so wäre, wäre der überwiegende Teil der Bevölkerung arbeitslos und hätte Langeweile.
OK, wenn es denn wie in StarTrek wäre, eine Geld lose Gesellschaft wo jeder für seine eigenen Interessen und Fähigkeiten leben würde, hätte Perry Rhodan ebenfalls ein Problem, denn wer würde dann sich freiwillig als einfacher Soldat und Kanonenfutter bewerben?
Denn letztlich basiert das System in den Roman ja stark auf Verteidigung und Überwindung von Waffenkonflikten.

Ist der Ottonormalbürger es nicht wert, erwähnt zu werden, oder geht die Gesellschaft komplett in der Raumfahrt, Forschung und deren Industrie auf?
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 22. Januar 2018, 09:27

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Arthur Dent
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Die Normalos werden schon erwähnt und sind zum Teil sogar über mehrere Romane ein wichtiger Bestandteil der Geschichten. Im aktuellen Zyklus sind das besipielsweise Yeto Carell und seine Eltern.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 22. Januar 2018, 18:00

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Saedelaere
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Es gibt durchaus "Normalos" nur werden sie zu Besonderen - oder sind eben sehr vorübergehende Erscheinungen.
Ich fand die "Normalgalaktiker" in Gestalt der "Hüter der Sprosse" incl. Bullys Heimkehr als angenehme Abwechslung.
Natürlich gibt es "Normalos", auch Soldaten sind ja Normalmenschen wenn man so will.
Mir persönlich ist auch vieles (noch immer) zu sehr militärisch/ geheimdienstlich konnotiert. Kommandounternehmen beschreiben sich halt schön. (Messe ich dergleichen an alten Atlan Bänden, könnte ich mir allerdings noch anderes vorstellen.)
Mir persönlich geht derzeit das ständige militaristische Exempel leicht gegen den Strich - wer mag und kann sich schon all die ständig, ob passend oder unpassend rekapitulierten Dienstgrade merken oder will das.
Seltsam in diesem Zusammenhang, wenn es wie im vorliegenden Band "Taxifahrer" gibt - eine untergeordnete Tätigkeit, die doch simpel automatisiert erfüllt werden sollte (desgleichen lässt sich von anderen formalisierbaren Tätigkeiten erwarten)(die Anfänge erleben wir ja grade).

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 22. Januar 2018, 20:55

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Arthur Dent
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Saedelaere hat geschrieben:Es gibt durchaus "Normalos" nur werden sie zu Besonderen -...

Na ja, schon das Eingansgposting listete neben den Hauptdarstellern (wohl die ZA-Träger, ihre jeweiligen "Anhänge" und ein paar Protagonisten, die schon mal zyklusübergreifend auftreten dürfen) "nur" noch Politiker, Wissenschaftler, Forscher, Ärzte, Mutanten und Soldaten auf.

Abgesehen von Mutanten, die schon aufgrund ihrer Fähigkeiten aus dem Rahmen fallen, sind doch eigentlich alle in der Liste "Normalos". Werden sie dann länger beschrieben und wachsen gar an ihren Aufgabe oder über sich hinaus, dann werden sie zu was? Etwas Besonderen? Also keine "Normalos" mehr?

Nur mal eben zu Band 2900 gegriffen:
Der Archäologe Dezio Gattai, der die HaLem-Armee präsentierte. Eigentlich normal.
Die Kosmolinguistin Uma Lee, die auf Mandaam tätig ist. Eigentlich normal.
Der Kosmopsychologe Myrrdin Hawk, der auf Mandaam die Einheimischen studiert. Eigentlich normal.
Der 10-jährige Täller. Eigentlich normal.

Da haben wir doch gleich vier Figuren, vier Normalos aus dem ersten Band des Zyklus. Und die blieben so, wie sie waren.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Tennessee » 22. Januar 2018, 22:26

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Tennessee
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Salut,

so wie ich dieses Posting verstanden habe, geht es nicht um "Normalos" im Sinne von "normalen Fähigkeiten", sondern um LehrerInnen, Tankwarte, Verkäufer, KindergärtnerInnen ... also um - Alltag.

Und auf der einen Seite stimmt es schon, dass in PR wenig vom alltäglichen Leben erzählt wird. Da gibt es durchaus weiße Flecken: Rente, Arbeitslosigkeit, welche Spiele spielen die Kinder im Kindergarten?, gibt es noch Lehrer oder ist alles volldigitalisiert in der Schule (I-Pad-Klassen??) etc. Es fehlt also irgendwie eine erzählte "soziale Zukunft".

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch die Frage, ob PR dies erschöpfend erzählen will oder kann. (Letzteres hat nichts mit dem Vermögen der Macher zu tun...) Auch wenn PR sich selbst als "Geschichte der Menschheit in die Zukunft erzählt" versteht, so ist sie doch primär eine SF-Abenteuerserie. Ob da Hefte wie "PR 2981: Das atopische Spiel - Alarm im Baya Gheröl Kindergarten. Die Erzieher verstehen die Kinderspiele nicht mehr!" oder "PR 3000: Panik in Terrania - Energiemangel an den Energiestationen - Ein Tankwart erzählt von seinem Lebenstrauma!" wirklich so ergiebig sind? (Ich habe zugegebenermaßen etwas überspitzt formuliert...)

Ich denke, dass "Alltag" vor dem Hintergrund des Charakters der PR-Serie nur in Andeutungen oder Nebenhandlungen Erwähnung finden kann.

Wobei ich meine, dass es mal einen Beitrag in einem PR Fan-Buch gab (liegt aber schon etwas zurück), welcher ein wenig Alltagsleben beleuchtete. *kopfkratz*

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Zim » 22. Januar 2018, 22:36

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Zim
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damit hast du auch schon wieder Forscher und Arzt aufgezählt
Archäologe
Psychologe und auch Lingusitin
Das sind doch keine "normalen" Berufe
Es wird ein Studium bzw ein entsprechender schulischer Werdegang vorausgesetzt, meist (bis auf Einzelfälle) zumindest gehobene Mittelschicht.
Es sind auch keine Berufe die es häufig gibt und einen Großteil der Bevölkerung ausmachen.

Leute wie Stahlarbeiter, Angestellte auf dem Schrottplatz, Sanitärinstallateur, Fleischer, Gemüsebauer, Krabbenfischer
naja, Normalos eben - 80% der Gesellschaft

bei Perry Rhodan sind meist alle Berufe die erwähnt werden.... spezialisiert
So funktioniert die Gesellschaft allerdings nicht. Spezialisten und "höherwertige Berufe" machen nur einen Bruchteil der Bevölkerung aus.
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Ce Rhioton » 22. Januar 2018, 23:11

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Alltag habe ich im Alltag genug.
In einer SF-Serie möchte ich dem Alltag entfliehen - nicht von ihm eingeholt werden.

Der Alltag killt die Liebe. -_-

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Clark Flipper » 23. Januar 2018, 00:28

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Clark Flipper
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Ich denke Alltag ist in der Zukunft anders.

Wenn ich zum Beispiel an die Ratten von der Jersey denke, in meinen Augen waren das Alltägliche Zukunftspersonen.

Davon gab es, finde ich, doch viele.

Aktuell Varianten wurden bereits erwähnt.

In meiner Vorstellung gibt es in der
Zukunft einen anderen Alltag.
Die Ultimativen Antworten des SF:
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Soulprayer » 23. Januar 2018, 04:47

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Was ihr nicht bedenkt, ist die höhere Bildung der Bevölkerung. Die ganzen “Farmen“ brauchen in der Zukunft eher Wissenschaftler als Bauern.
Was war die Mutter und der Vater von dem todkranken Yeto? Ich glaube sie war Gendesignerin für Pflanzen und er irgendwas mit Innendesign-Architekt oder so. Irgendwie was “total normales“, finde ich für SF.

Aber wer will nun lesen, wie die gekaufte oder designte Einrichtung gebaut, eingepackt, versendet und aufgebaut wird? Unspannend. Man findet hier und da mal einen Süßwarenverkäufer oder einen Taxifahrer in den Heften, aber für alles andere muss man sich auch erst mal fragen: Was sucht ein Protagonist nun in einem Restaurant, auf einem Schrottplatz (das gibt's noch?) oder in einer Stahlfabrik? Warum ist das rufen, warten und einlassen eines Sanitärinstallateurs in der Geschichte wichtig? Irgendwie muss es ja noch mit der Story zu tun haben, damit es auch einen Grund gibt, darüber zu schreiben...
Ich meine, gibt es irgend einen Film oder Serie, in der es den Protagonisten nur wegen dem natürlichen Drang in das WC führt, ohne dass der Aufenthalt dort der Handlung zutragend war? Kein Mörder? Keine Zufallsbegegnung? Er oder sie findet auch nichts dort? Und die Person macht auch nichts weiter als nach dem Tribut sich die Hände zu waschen und raus zu gehen? Ganz ehrlich, warum sollte man sowas dann einfügen, wenn es nicht wichtig war?
Genau so kann man auch hier bei Perry Rhodan argumentieren.

Klar, Bully hat sich als Elektriker oder so beschäftigt, aber das Leben auf kleinen Kolonialplaneten ist immer noch anders als in Terrania und anderen Großstädten.
“SF“ ist überall, aber “normal“ ist es nirgendwo, wo es große Städte gibt.
Ich würde als Beispiel Flugtaxen mit Menschen nehmen, sie werden im Tourismus und Luxus Bereich eingesetzt.
Und Flugtaxen mit Robots bei der Massenabfertigung von Menschen, also bspw bei Flug- oder Raumhäfen.
Robots werden imho dort eingesetzt, wo es schnell oder es um präzise Arbeit gehen muss.

Und ich sage es mal so: Perry Rhodan ist eine Geschichte über Personen, die irgendwie mit den ZAC-Trägern oder sonstigen wichtigen Personen zu tun haben.
Egal wie, jede Figur lässt sich über maximal drei Ecken mit einer ZAC-Person verknüpfen.
Und das sind halt vornehmlich Leute, die spezialisiert sind, weil sie von denen gebraucht werden.
Die einzige Ausnahme, die mir gerade einfällt bei der es sich ein wenig anders verhält, ist Lian Taupin. Eine Trivid-Künstlerin btw.

Aber bereichert hier ruhig mein Wissen, falls ihr mehr wisst... ;-)
VG
Soulprayer

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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 23. Januar 2018, 20:18

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Saedelaere
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Ich las gerade anderswo einen Beitrag (ARD ) "die Digitalisierung überfordert uns...." das kann aber aus bestimmten gründen kaum anders werden - die Technik wird ihre Tendenz uns mit ihren Möglichkeiten zu überwuchern und zu überfordern nicht einhalten. M. a. W. Bildung allein hilft nicht, weil das segmentierte Expertenwissen uns zunehmend immer weiter überfordern wird - Wissenschaft hin oder her. Das droht lustig zu werden und wird im SF vielleicht eher noch zu wenig problematisiert.
Was in der Tat der Fall ist, sich aber im "Abenteuerroman" schlecht darstellen lässt, ist die "normal Welt" die kann aus naheliegenden Gründen nur als "Bildhintergrund" escheinen.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Zim » 23. Januar 2018, 22:09

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nunja, genau dieser Hintergrund ist es, welcher "mal Erwähnung" finden sollte.
Es geht jetzt nicht darum aus einem kleinen Dorfgehilfen einen Protagonisten zu machen (was ja durchaus möglich wäre), sondern einfach "nebenbei" zu erzählen wie das Leben der Leute abläuft - einfach um das Gesamtbild der Perry Rhodan-Welt abzurunden.

Ist mir klar, dass wenn die Geschichte aktuell von einem Raumschiff handelt, welches in den Tiefen des Alls unterwegs ist, dass hier nebenbei von Normalos berichtet werden kann.
Sowas passt eben besser in eine Planetenumgebung
Es werden Städte beschrieben, einzelne Architektonische bauten, Landschaften, Pflanzen und auch ganze Planetenstrukturen, um unsere Phantasie und Kopfkino anzuregen.... warum also nicht auch die Gesellschaft ? (insbesondere auch die Entwicklung der Menschen über die Jahrtausende).
Jeder von uns weiß wie ein Haluter aussieht, was man sich unter Howalgonium vorzustellen hat, und was ein Prospektor ist.
Das normale Leben ist aber in der Vorstellung wie ein Blick durch eine Milchglasscheibe; man weiß das es da ist und vermutet einzelne Gegebenheiten, aber eine klare Sicht der Dinge gibt es nicht.
Es kann ja nebenbei Erwähnung finden, aber so, das man eine Vorstellung bekommt.
....Es würde das Bild einfach vervollständigen/abrunden.
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Wim Vandemaan » 24. Januar 2018, 18:28

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Wim Vandemaan
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Wir haben ja durchaus schon darauf hingewiesen, wie ein "normaler" Tag in Terrania abläuft. Und auch darauf, dass es gewisse Dinge nicht mehr oder nur in sehr eingeschränktem Umfang gibt, beispielsweise eine Geldwirtschaft. Ich glaube auch nicht, dass es 3000 Jahre in der Zukunft und in der Liga noch Versicherungskaufleute gibt - da es auch keine Versicherungen mehr gibt: Probleme der Lebensvorsorge sollte eine fortschrittliche Gesellschaft anders lösen.
Auch Schrotthändler sehe ich nicht mehr am Start, da in der Liga kein Schrott mehr anfällt; und Krabbenfischer - eher nicht.
Kassierer - schon heute gibt es doch Läden ohne Kassierer. Sollen wir ausgerechnet in der SF Nostalgie propagieren?
Stell dir einmal vor, der Leser einer SF-Reihe im Jahr 1 hätte sich über einen Roman, der im Jahr 2018 spielt, gewundert: Wo sind eigentlich die Normalos, all die Jupiter-Priester und Galeeren-Ruderer, die Gladiatorentrainer, Rad- und Sattelmacher, die Auguren, Viaduktbauer und die Sklaven??? Denn: irgendwer muss ja die Arbeit machen (SKlaven), die Viadukte bauen (sonst kein Wasser), die Wetterorakel deuten etc.
Na ja - es gibt sie eben nicht mehr, oder es gibt von ihnen nur wenige. Es gibt neue Berufe, und diejenigen, von denen wir erzählen, üben diese Berufe aus. Ohne Zwang, übrigens: Niemand in der Liga muss noch arbeiten. Wenn er arbeitet, dann nicht aus Not, sondern aus Interesse. Oder aus Leidenschaft.
Ich denke, die Bürger der Liga sind auch nicht von Langeweile geplagt: Die Zivilisation bietet ihnen fast endlos viele Möglichkeiten sinnvoiler Beschäftigung. Und als Kanonenfutter lassen sie sich schon gar nicht verheizen.
Andernfalls sich ja die Frage stellen würde: wer verheizt sie denn? Wer entmenschlicht sie, indem er aus ihnen Futter für Maschinen macht? Rhodan etwa? Bull?
Ich stelle mir eher vor: unsere Herren & Damen Rhodan, Sichu, Quint, Zindher, Yeto, Patoman etc, das sind die "Normalos" dieser Welt.
Sie gehen respektvoll miteinander um und ermöglichen allen ein von überflüssigen Sorgen befreites, keinen ökonomischen Zwängen ausgeliefertes, selbstbestimmtes Leben.
Und wen doch einmal die Langeweile ankommt - der geht halt zur Flotte! :rolleyes:

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 26. Januar 2018, 20:36

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Saedelaere
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Zim hat geschrieben:nunja, genau dieser Hintergrund ist es, welcher "mal Erwähnung" finden sollte.
Es geht jetzt nicht darum aus einem kleinen Dorfgehilfen einen Protagonisten zu machen (was ja durchaus möglich wäre), sondern einfach "nebenbei" zu erzählen wie das Leben der Leute abläuft - einfach um das Gesamtbild der Perry Rhodan-Welt abzurunden.

Ist mir klar, dass wenn die Geschichte aktuell von einem Raumschiff handelt, welches in den Tiefen des Alls unterwegs ist, dass hier nebenbei von Normalos berichtet werden kann.
Sowas passt eben besser in eine Planetenumgebung
Es werden Städte beschrieben, einzelne Architektonische bauten, Landschaften, Pflanzen und auch ganze Planetenstrukturen, um unsere Phantasie und Kopfkino anzuregen.... warum also nicht auch die Gesellschaft ? (insbesondere auch die Entwicklung der Menschen über die Jahrtausende).
Jeder von uns weiß wie ein Haluter aussieht, was man sich unter Howalgonium vorzustellen hat, und was ein Prospektor ist.
Das normale Leben ist aber in der Vorstellung wie ein Blick durch eine Milchglasscheibe; man weiß das es da ist und vermutet einzelne Gegebenheiten, aber eine klare Sicht der Dinge gibt es nicht.
Es kann ja nebenbei Erwähnung finden, aber so, das man eine Vorstellung bekommt.
....Es würde das Bild einfach vervollständigen/abrunden.


Vielleicht ahne ich was Dich umtreibt - ich hatte, als ich mit Heft 2000 aufhörte PR zu lesen das ganze nicht gänzlich beiseite gelegt, sondern mir meine eigene Fortsetzung erdacht - was immer Stückwerk bleibt, wenn man nicht mit dem Notizbuch unterm Arm siniert.
Grundgedanke war die übliche Ebenentechnik, die hier immer Anwendung findet / Und ES war weg.
In der Fortsezung schwebten mir große Wanderungebewegungen zwischen der Milchstraße (der Mächtigkeitsballung ES) und Estartu vor und damit eine Handlungsebene, die zyklusübergreifend Geschichten aus der "Zivilgesellschaft" erzählt. Eine weitere (parallele) schwebte mir vor, in der sich eine Art Anti-USO herausbildet, vornehmlich aus jungen begabten Leuten, Galaktiker, aber auch Wesen aus der ganzen Mächtigkeitsballung ES/Estardu. Eine weit weniger militärische und zentral organisierte Struktur als die USO, die gleichwohl Schlagkraft über die Aktivierung bewaffneter(auch privater oder an sich ziviler) Verbände der großen Völker erzielen könnte, nach innen aber auch sozialen Widerstand erzeugen konnte. (Auch hier weitgehend Geschichten aus dem Milchstraßen Alltag, wenn auch mit Agenten, Polizei und kleineren Scharmützeln).
(Ziel wäre gewesen an Ende mehrerer Zyklen, bei denen die "Großen Helden" immer wieder tragende Rollen hätten (die großen Auseinandersetzungen mit fremden Aktivatorträgern, SI und u. U. garstigen Kosmokraten), den Nukleus einer neuen SI zu erzeugen und in den folgenden Zyklen, gegen Übergriffe zu Schützen, mit allen Triks die möglich sind. )

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Zim » 27. Januar 2018, 20:35

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Zim
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Wim Vandemaan hat geschrieben:Sie gehen respektvoll miteinander um und ermöglichen allen ein von überflüssigen Sorgen befreites, keinen ökonomischen Zwängen ausgeliefertes, selbstbestimmtes Leben.
Und wen doch einmal die Langeweile ankommt - der geht halt zur Flotte! :rolleyes:


Danke Wim
eine "Abrundung" der Romane könnte sich ja jeder Schreiber mal überlegen, in dem er mal "nebenbei" ein paar Sätze über die Normalo-Nebenfiguren fallen lässt.
Der Leser kann das Gesamtbild der Perry-Rhodan Welt für sich komplettieren.

Natürlich ist mir klar, dass in diese Zukunft keine Tankwarte, Krabbenfischer etc mehr passen - aber es gibt sicherlich gleichwertige Tätigkeiten, welche die Normalos ausführen können - und wenn sie es zum Spass, aus Schrulligkeit, oder Geschichtsliebe ausführen.
Und es wird doch bestimmt noch Tätigkeiten geben, die ein Mensch immer noch besser ausführen kann, als ein Roboter.

Schrotthändler kann ich mir sehr wohl vorstellen - auf einem Raumschiffsfriedhof, wo alte Jachten ausgeschlachtet werden.....
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Farron » 27. Januar 2018, 23:15

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Hallo,

zu den "Normalos" ... die gibt es einfach nicht mehr.

Tennessee hat geschrieben:so wie ich dieses Posting verstanden habe, geht es nicht um "Normalos" im Sinne von "normalen Fähigkeiten", sondern um LehrerInnen, Tankwarte, Verkäufer, KindergärtnerInnen ... also um - Alltag.


Menschen haben eine Lebenserwartung von 200 Jahren, machen eine ca. 50jährige Schulung/Ausbildung und haben dann 80-100 Jahre Berufsleben vor sich.
Wirklich alle sind Spezialisten oder eben Nexialisten, mit heutigen Berufsfeldern absolut nicht zu vergleichen.
Niedere Arbeiten werden von Maschinen und Robotern erledigt, die machen das effizienter und wahrscheinlich auch billiger.
Gruß Farron
Wie gut kennst du dich in Geschichte aus? Naja, ich weiss noch was ich zum Frühstück hatte. Alles davor wird schwierig

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Clark Flipper » 27. Januar 2018, 23:33

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Das ist ja wie im Paradies! :pfeif:
Na, ein Glück das wenigstens die Hohen
Mächte dafür sorgen das die Terraner die Bedeutung von Wörter wie, Ungerecht, Pech, Unglück und Arm noch kennen. :rolleyes:
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Cybermancer » 27. Januar 2018, 23:35

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Farron hat geschrieben:Niedere Arbeiten werden von Maschinen und Robotern erledigt, die machen das effizienter und wahrscheinlich auch billiger.


Meiner Meinung nach nicht nur die niederen Arbeiten, Menschen die sich zur Erfüllung ihrer Nische nicht extrem augmentiert und modifiziert haben, sind wohl nicht mehr konkurrenzfähig und fallen ins üppigst ausgestattete soziale Netz (das ist quasi die spätrömische Dekadenz, aber nicht jeder wird zu einem Einstein oder Mozart).

Auch, wenn ich dieses Pferd schon zu Tode geritten habe, möchte ich hier mal den Begriff Post Scarcity in die Runde werfen.

http://www.sueddeutsche.de/digital/kuen ... -1.3713570
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 42209.html
http://science.sciencemag.org/content/e ... o1733.full

Projizieren wir diese Trends mal ein paar tausend Jahre in die Zukunft ......

Welcome your obsolescence!
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
https://pgp.mit.edu/pks/lookup?op=get&s ... CC04F151DE
https://www.youtube.com/watch?v=WiMwVlpD-GU

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Grauleben » 28. Januar 2018, 00:04

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Endlich verstehe ich wozu die Messinghauben erfunden wurden. Das ist sowas wie Super-RTL für die Abgehängten 1551 NGZ.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Richard » 28. Januar 2018, 02:44

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Richard
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Ich kann mir schon vorstellen, dass es zb bei Dienstleistungen noch einen Markt für "persoenlicher Bedienung" gibt.
Zb ein Restaurant in dem Menschen noch bedienen bzw. auch noch kochen und nicht Roboter diese Jobs erledigen.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Wim Vandemaan » 28. Januar 2018, 11:45

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Ich denke, dass es anno 1500 NGZ tatsächlich noch Menschen geben wird, die als Bäcker, Schneider, Tischler, Kellner, Hufschmied, Radmacher und so weiter tätig sind - und deswegen ein sozial hohes Ansehen genießen, nicht weniger als zum Beispiel Raumschiffkommandanten.
Aber keiner muss arbeiten - so, wie Kinder nicht spielen müssen (weil sie sonst nichts zu essen bekämen), sondern spielen wollen.
Überhaupt denke ich, dass Kollege Schiller mit seinen Utopien sehr vorausschauend war: Wenn eine Gesellschaft sich und ihre Mitglieder von wirtschaftlichen Zwängen befreit, können die Menschen das tun, was sie eigentlich wollen. Gesetze treten in den Hintergrund; Regeln, denen man sich freiwillig unterwirft, treten in den Vordergrund.
Dieses Verhalten nach selbstbestimmen Regeln nennt Schiller "Spiel", und er meint, nur dort, wo Menschen in diesem Sinne spielen, sind sie im vollsten Wortsinn Mensch.
Infolgedessen sind eigentlich alle unsere Figuren die "Normalos" ihrer Zeit.
In der Wirtschaft der Liga gibt es sogar noch Inseln, auf denen Geldwirtschaft eine Rolle spielt (spielt - weil die Menschen es so wollen). Diese Geldwirtschaft herrscht aber nicht mehr, sie übt keine Zwänge aus. Ich stelle mir das etwa so vor wie das Geld beim Monopoly-Spiel: "Wert" hat es nur in diesem Spiel; außerhalb eher nicht.
Weswegen unsere Menschen mal Geld haben mögen, mal nicht, aber niemals unter Geld"sorgen" leiden.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Clark Flipper » 28. Januar 2018, 12:05

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:gruebel: Nun ist das Geld ja auch nur Mittel zum Zweck und diese Paradiesischen Zustände find ich ja auch interessant, aber am Ende geht es um Macht und Einfluss, immer.

Und da sehe ich nur, das die Menschheit schon immer bereit war dafür alles zu Opfern. Auch im Perryversum.

Das muss nicht immer negativ sein, aber ich glaube das es auch in Zukunft Gewinner und Verlierer, Ausbeuter und Ausgebeutete im System gibt.

Und da kommt das "Paradies" an seinen Grenzen und die Theorie muss erkennen, das jeder Mensch alle Facetten in sich trägt.

Außerdem, um mal mit Schulwissen aus den 80zigern zu glänzen, schon die Lehre des Marxismus enthielt den Fehler das der Mensch nicht gleich sein will, er braucht der Unterschied um sich besser zu fühlen.

Aber vielleicht hilft uns ja die Evolution ...
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Re: die

Beitragvon Wim Vandemaan » 28. Januar 2018, 12:41

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"Nun ist das Geld ja auch nur Mittel zum Zweck und diese Paradiesischen Zustände find ich ja auch interessant, aber am Ende geht es um Macht und Einfluss, immer."

Bei uns nicht. Da sehe ich PR eher als positive Utopie. Allerdings würde ich nicht von "Paradiesischen", sondern von humanen Zuständen reden. Paradiese errichten will PR nicht, und er wäre auch nicht besonders paradieskompetent. :devil:
Solche "immers" reizen mich immer zu Widerspruch: schon, weil es bekanntlich schwer fällt, Dinge zu prophezeien, die in der Zukunft liegen.

"Und da sehe ich nur, das die Menschheit schon immer bereit war dafür alles zu Opfern. Auch im Perryversum."
Ach ja, die Menschheit. Sehe ich komplett anders: "Macht" wollen im mehr nur wenige. Und wenn sie es wollen, wollen sie dafür so wenig wie möglich "opfern".

"Das muss nicht immer negativ sein, aber ich glaube das es auch in Zukunft Gewinner und Verlierer, Ausbeuter und Ausgebeutete im System gibt."
Glaube ich nicht. Und ich will mir die Liga auch nicht als System von Ausbeutern vorstellen. :st:


"Und da kommt das "Paradies" an seinen Grenzen und die Theorie muss erkennen, das jeder Mensch alle Facetten in sich trägt."
Ein Paradies mit Grenzen? Theologisch witzige, aber wohl abwegige Vorstellung. Müsste man lange drüber diskutieren, aber, wie gesagt, wir konstruieren kein Paradies, sondern überlegen, wie eine energiegesättigte, maschinell hoch kompetente Gesellschaft aussehen könnte - nicht das Paradies. Das eine hat für mich mit dem anderen null zu tun. Eine Gesellschaft, die keinen Mangel an Energie und Ressourcen leidet, muss Energieleistung (Arbeit) nicht erzwingen und schöpft aus dem Vollen. Wer soll da bitte wen ausbeuten? Sehe ich nicht.


"Außerdem, um mal mit Schulwissen aus den 80zigern zu glänzen, schon die Lehre des Marxismus enthielt den Fehler das der Mensch nicht gleich sein will, er braucht der Unterschied um sich besser zu fühlen."

Ach, wie gerne wir doch Fehler bei anderen attestieren. Und dass es "die" eine "Lehre des Marxismus" gegeben habe, ist mir neu. Habe ich anders gelernt, will damit aber nicht "glänzen". Wie auch immer. Die Liga eröffnet ihren Mitglieder immer reichhaltigere Möglichkeiten, selbständig zu sein und eigenen Interessen zu folgen. Vom Zang zur Gleichheit und Normierung also: keine Rede, im Gegenteil. :D




Aber vielleicht hilft uns ja die Evolution ...[/quote]

Re: die

Beitragvon Clark Flipper » 28. Januar 2018, 13:55

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Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Nun ist das Geld ja auch nur Mittel zum Zweck und diese Paradiesischen Zustände find ich ja auch interessant, aber am Ende geht es um Macht und Einfluss, immer.
Bei uns nicht. Da sehe ich PR eher als positive Utopie. Allerdings würde ich nicht von "Paradiesischen", sondern von humanen Zuständen reden. Paradiese errichten will PR nicht, und er wäre auch nicht besonders paradieskompetent. :devil:
Solche "immers" reizen mich immer zu Widerspruch: schon, weil es bekanntlich schwer fällt, Dinge zu prophezeien, die in der Zukunft liegen.
:unschuldig: Das ist ja bei mir genauso. Und wenn ich dann deinen Schiller Ansatz lese, dann muss ich Widersprechen, denn die Realität ist einfach eine andere. Aber wir reden ja über die Zukunft. :rolleyes:
Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Und da sehe ich nur, das die Menschheit schon immer bereit war dafür alles zu Opfern. Auch im Perryversum.
Ach ja, die Menschheit. Sehe ich komplett anders: "Macht" wollen im mehr nur wenige. Und wenn sie es wollen, wollen sie dafür so wenig wie möglich "opfern".
Das sehe ich eben anders und wenn ich mir die Geschichte anschaue, war die Menschen immer bereit für den eigenen Vorteil (Macht) den anderen zu unterdrücken oder sogar zu töten.
Dazu braucht es auch heute nicht viel. :mellow:
Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Das muss nicht immer negativ sein, aber ich glaube das es auch in Zukunft Gewinner und Verlierer, Ausbeuter und Ausgebeutete im System gibt.
Glaube ich nicht. Und ich will mir die Liga auch nicht als System von Ausbeutern vorstellen. :st:
:D Das will ich auch nicht, aber auch gute Taten haben manchmal Opfer. Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Nicht immer aber ... :o(
Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Und da kommt das "Paradies" an seinen Grenzen und die Theorie muss erkennen, das jeder Mensch alle Facetten in sich trägt.
Ein Paradies mit Grenzen? Theologisch witzige, aber wohl abwegige Vorstellung. Müsste man lange drüber diskutieren, aber, wie gesagt, wir konstruieren kein Paradies, sondern überlegen, wie eine energiegesättigte, maschinell hoch kompetente Gesellschaft aussehen könnte - nicht das Paradies. Das eine hat für mich mit dem anderen null zu tun. Eine Gesellschaft, die keinen Mangel an Energie und Ressourcen leidet, muss Energieleistung (Arbeit) nicht erzwingen und schöpft aus dem Vollen. Wer soll da bitte wen ausbeuten? Sehe ich nicht.
Ich schon, das gibt es doch schon heute und wurde auch in PR schon beschrieben.
Aktuelle Beispiele:
Mensch die nichts mit Technik anfangen können.
Menschen die mit Holz heizen wollen und sich nicht einmal um ihre eigene Umwelt kümmern wollen.
Menschen die andere hassen, weil sie anders sind.
usw. -_-
Das mit dem Paradies solltest du jetzt auch nicht zu wörtlich nehmen, ich empfinde deine Aussage eben als Paradiesisch und würde mir persönlich auch gerne eine solche Zukunft wünschen, aber ich kann es mir einfach so nicht vorstellen
Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Außerdem, um mal mit Schulwissen aus den 80zigern zu glänzen, schon die Lehre des Marxismus enthielt den Fehler das der Mensch nicht gleich sein will, er braucht der Unterschied um sich besser zu fühlen.
Ach, wie gerne wir doch Fehler bei anderen attestieren. Und dass es "die" eine "Lehre des Marxismus" gegeben habe, ist mir neu. Habe ich anders gelernt, will damit aber nicht "glänzen". Wie auch immer. Die Liga eröffnet ihren Mitglieder immer reichhaltigere Möglichkeiten, selbständig zu sein und eigenen Interessen zu folgen. Vom Zang zur Gleichheit und Normierung also: keine Rede, im Gegenteil. :D
8-) Oh, da habe ich mich wohl etwas ungenau ausgedrückt, zu mal ich weder von Zwängen und schon gar nicht von einen Vergleich der Systeme sprechen wollte.
Ich wollte nur deutlich machen, das ich nicht glaube das es solch edle Wesen wie in deiner Utopie gibt. daher schrieb ich ...
Wim Vandemaan hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Aber vielleicht hilft uns ja die Evolution ...

Aber im Roman ist alles möglich und ich persönlich mag es auch lieber positiv Utopisch. :rolleyes:
Nur wenn ich das Gefühl habe es ist zu viel "Zuckerguss" dann weckt das meinen Widerspruch, welcher sich aber nur auf deinen Beitrag bezog, nicht unbedingt auf die Serie.
Die Ultimativen Antworten des SF:
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Wim Vandemaan » 28. Januar 2018, 14:51

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Wim Vandemaan
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Lieber Clark Flipper, wenn wir genau sind, reden wir ja nicht einmal über "die Zukunft", sondern über eine Utopie, und zwar - was die Sozialverhältnisse angeht, die die technischen Möglichkeiten dieser Gesellschaft ausschöpfen - über eine positive Utopie.
Und zu dieser positiven Utopie gehört für mich nicht, elende Verhältnisse der Gegenwart unbegründet in eine Zeit, 3000 Jahre von hier, zu verlängern. :rolleyes:
Denn für mich bedeutet SF, Verhältnisse der Gegenwart eben nicht für schicksalsgegeben und deswegen unabänderlich zu halten.
Ein Perry Rhodan, der es schafft, nach Andromeda zu fliegen, aber nicht schafft, Menschen aus erniedrigenden ökonomischen Verhältnissen zu befreien, ist für mich ein undenkbarer Widerspruch.
Dass wir nicht lang und breit von der Sozialgesetzgebung der Liga, über Sozialverpflichtung von Eigentum und so weiter erzählen, versteht sich aus der Anlage unserer Serie: Wir schreiben Abenteuerromane.
Andererseits finde ich solche Fragen immer spannend, überall dort, wo SF geschrieben wird: Haben die Jedi eigentlich Beiträge für ihre Rente bezahlt, oder nur gelegentlich die Altersbezüge mit einem Wedeln mit der Macht ins finanzielle Gleichgewicht gebracht? Konnte sich Indiana Jones diese langen Abwesenheiten von seiner Uni erlauben? Oder musste er Anträge ausfüllen zur Bewilligung unbezahlten Urlaubs? Ist Ripley je vor´s Zivilgericht zitiert worden, wg. Sprengung der NOSTROMO?
Fragen über Fragen.
Vielleicht machen wir ja mal eine Kurzserie "PERRY RHODAN ALLTAG"- ohne Gegner, ohne Gefahr, ohne jeden Konfikt.
Heft 1: "Ein Sommerabend in Terrania - Führung durch die schönsten gatasischen Restaurants". :yummy:

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Clark Flipper » 28. Januar 2018, 15:13

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Clark Flipper
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Also Ripley hat in den Jahren hoffentlich genug Gehalt beim Arbeitgeber offen, das ihr vielleicht am Ende dieser sogar gehört... :gruebel: :D

Natürlich ist mir deine Sicht auch klar, aber liegt der Reiz bei solchen Abenteuern nicht vielleicht auch darin, das es am Ende doch noch "realistisch" genug ist, sich das zu Fragen? :unsure:

Ich bezweifel, das es mir gelingt mich verständlich auszudrücken, aber es ist immer wieder angenehm deine Sicht zu lesen.
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