die "Normalos" bei Perry Rhodan

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Re: die

Beitragvon Wim Vandemaan » 28. Januar 2018, 15:22

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Wim Vandemaan
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"Natürlich ist mir deine Sicht auch klar, aber liegt der Reiz bei solchen Abenteuern nicht vielleicht auch darin, das es am Ende doch noch "realistisch" genug ist, sich das zu Fragen? :unsure:"

Das sehe ich eigentlich genauso. Ich denke nur nicht, dass wir diesen Alltag allzu sehr auf breiter Leinwand plakatieren sollten. Ich traue mir auch nicht zu, ein wirklich funktionales, sozioökonomisches Modell für eine so ferne Zukunft auszudenken. Deswegen lassen wir es oft bei Tendenzen, Andeutungen.
Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn ein Kollege oder eine Kollegin zum Beispiel einen Taxifahrer einführt, und denke mir: Der gute Mann (Taxifahrer) wird schon seine Gründe haben, weswegen er Taxi fährt; aber diese Gründe muss ich für diese Geschichte nicht unbedingt kennen.

"Ich bezweifel, das es mir gelingt mich verständlich auszudrücken"

naja, diese Sorge habe ich für mich bei jedem Roman auch. :rolleyes:

, aber es ist immer wieder angenehm deine Sicht zu lesen.[/quote]
Danke, dito. :st:

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Zim » 28. Januar 2018, 23:01

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Zim
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also ich kann mir die Menschheit so wie sie ist, nicht in einem "Paradies" vorstellen (die Kirche auch nicht, sonst würde sie nicht aussortieren, indem sie die Hölle erfindet)
Ok, mit Paradies ist hier nicht der Gottesgarten gemeint, sondern eine Gesellschaft mit paradiesischen Voraussetzungen.
Jeder wird sozial abgefangen, jeder kann machen was er möchte, um seine Erfüllung zu finden etc pp.

Gibt es in keine Reichen, oder Superreichen mehr?
Reichtum basiert auf der Armut anderer - wenn aber jeder alles hat, worin liegt der Reichtum bestimmter Personen/Familien begründet?
warum können sich die einen Privatjachten leisten, die anderen nicht?
Wie soll man an Reichtum kommen, wenn man niemanden anderen ausbeuten kann?

wenn wir von einer Utopie reden, wo technischen Möglichkeiten der Gesellschaft ausgeschöpft werden, wo keiner Hunger leiden muss - wären ALLE gleich - doch immer sind einige "gleicher"
Leute die in Palästen wohnen und nicht in ausreichend ausgestatteten "Sozialwohnungen"
Zu einem Palast gehört Reichtum (ok, den kann man auch auf anderen Planeten erwerben - Schmuggel, Handel, Ressourcenausbeute), aber um einen Palast auf der Erde zu bauen, brauch man das Privileg genügend Platz erwerben zu können.
Zumindest die Regierung müsste dann ja für diese Finanzen empfänglich sein, um bestimmte Personen (mit Geld) zu bevorzugen.
Auch Fremdrassen, die sich auf der Erde niederlassen (Botschafter, Repräsentanten....? )- die nicht den hohen ethischen Stand wie die Terraner haben - werden mit entsprechenden Geldmitteln ihre Paläste irgendwo hinbauen und sich von der Menge (dem gemeinen Volk) abheben wollen.

Zeitsprung: in der Aphilie wurde der soziale Background der Menschen sehr gut beschrieben - aber auch nur, weil es der Handlung zur Erklärung weiter half. Die Probleme und Nöte der Gesellschaft bis ins Detail beleuchtet - heute liest man nur noch sehr wenig über die Gesellschaft und deren Funktion.

wie dem auch sei....
Ich (und das ist nur mein eigener Wunsch) würde gerne mehr über das normale Leben erfahren.
Das heißt jetzt nicht, das da ganze Geschichten drum herum gesponnen werden sollen, sondern einfach in den Verlauf der aktuellen Geschichte "eingestreut". Damit der verschwommene Hintergrund des Kopfkinos ein wenig deutlicher wird.
Vielleicht lässt sich abseits der Romane eine Abhandlung über das Leben an sich verfassen.
Es würde mich auf jeden Fall freuen, wenn sich die Schreiber sich darüber mal Gedanken machen würden.

Warum? Wenn man mal die größten SF- Serien mal anschaut (StarTrek, StarWars) kann sich jeder Vorstellen wie das Leben abläuft - weil es in Bild und Ton passiert - Ok, ist jetzt ein wenig unfair von Movies zu schreiben - aber sie haben eben den unschätzbaren Vorteil das Gesamte Bild darzustellen und zu verfeinern, indem in kurzen Sequenzen die Nebenschauplätze gezeigt werden, oder bestimmte Handlungen im Hintergrund ablaufen, die mit der eigentlichen Handlung des Films nichts zu tun haben.
Sowas könnte man auch schriftlich aufbauen (in unserem Fall bei Perry Rhodan) - eine diffizile Aufgabe, aber lösbar....
Bild

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Kardec » 29. Januar 2018, 02:08

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Kardec
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Zim hat geschrieben:.........
Gibt es in keine Reichen, oder Superreichen mehr?
Reichtum basiert auf der Armut anderer - wenn aber jeder alles hat, worin liegt der Reichtum bestimmter Personen/Familien begründet?
warum können sich die einen Privatjachten leisten, die anderen nicht?
Wie soll man an Reichtum kommen, wenn man niemanden anderen ausbeuten kann?....

Du liest zuviel "Kommunistisches Manifest" :D und bist deswegen evtl. ideoloisch fixiert.

Stell dir doch vor: 5 Jhtsd. - alle Grundbedürfnisse und vieles mehr werden von der LFG befriedigt. Es bleiben aber unendlich Nischen. Dir ist aber langweilig. Du produzierst aus Leidenschaft erstklassige Weine. "Man" reisst sich danach.........und schüttet dich mit Galax voll.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Soulprayer » 29. Januar 2018, 02:52

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Zim hat geschrieben:Gibt es in keine Reichen, oder Superreichen mehr?
Reichtum basiert auf der Armut anderer - wenn aber jeder alles hat, worin liegt der Reichtum bestimmter Personen/Familien begründet?
warum können sich die einen Privatjachten leisten, die anderen nicht?
Wie soll man an Reichtum kommen, wenn man niemanden anderen ausbeuten kann?


So wie ich Hartmut verstehe, geht es ja nicht unbedingt um "alles ist gleich" sondern darum, dass die täglichen Bedürfnisse gedeckt sind.
Eine akzeptable Wohnung, Essen und Trinken, saubere Luft, Treffpunkte in der Nähe zu haben und die Möglichkeit, sich fortzubilden.

Und dann gibt es noch den Galax...
Ich zitiere ein paar Beispiele:
circa 3 Galax - ein alkoholischer Drink (424 NGZ)
15 Galax - Preis eines Fernrohrs mit Bildaufzeichnungsfunktion (1312 NGZ) (PR 2149)
28 Galax - Preis einer Video-Kamera im Sonderangebot 1282 NGZ (PR-Space Thriller 1)

mehrere Milliarden Galax - Preis eines Omniträgerschiffs der SATURN-Klasse in der Liga-Flotte (1469 NGZ). (PR 2672)

2500 Galax pro Monat verdiente Boral Zolito als Chef des Handelskontors der Kosmischen Hanse auf Gevonia, für fünf Stunden Arbeit pro Tag. (425 NGZ) (PR 1082)

Also so ganz weg ist die "Wirtschaft" in Perry Rhodan nicht, die Diskussion empfinde ich daher mehr philosophisch und hypothetisch.

Ich habe mich bspw gefreut, über Lian Taupin zu lesen, dass sie Trivid-Künstlerin ist und ihre "Abonnenten" hat. Das ist ein gutes Beispiel, dass sie tatsächlich für ihre "Arbeit" Galax erhält.


@Hartmut
Wollt ihr vllt die Galax-Liste in der Perrypedia nicht noch um ein Beispiel ergänzen? ;)
Was denkst du, wie viel ist ein schöner, entspannter Urlaub auf einem Urlaubsplaneten wert?
VG
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Wim Vandemaan » 29. Januar 2018, 16:25

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Wim Vandemaan
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"Wollt ihr vllt die Galax-Liste in der Perrypedia nicht noch um ein Beispiel ergänzen? ;)
Was denkst du, wie viel ist ein schöner, entspannter Urlaub auf einem Urlaubsplaneten wert?[/quote]"

Nein, das will ich durchaus nicht. Solche Angaben sind frei gegriffene Zahlen, absolut beliebig, für mich ohne jeden Aussagewert.
Wenn ein Kollege oder eine Kollegin meint, für seine Geschichte sei es unerlässlich, eine Galax-Summe zu nennen, soll er oder sie das gerne tun.
Für die Geschichte, die wir mit unseren Zyklen erzählen wollen, spielen solche Zahlen keine Rolle und sind nach meinem Dafürhalten schlicht überflüssig.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 29. Januar 2018, 17:01

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Arthur Dent
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Nach allem, was ich hier gelesen habe, kann ich beruhigt sein. Auch Multimilliardär Viccor Bughassidow ist ein Normalo. :D
Mein Gleiter, mein Haus, mein Fragmentraumer!

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Soulprayer » 29. Januar 2018, 18:43

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Wim Vandemaan hat geschrieben:Nein, das will ich durchaus nicht. Solche Angaben sind frei gegriffene Zahlen, absolut beliebig, für mich ohne jeden Aussagewert.
Wenn ein Kollege oder eine Kollegin meint, für seine Geschichte sei es unerlässlich, eine Galax-Summe zu nennen, soll er oder sie das gerne tun.

Natürlich ist das beliebig. Das bestreite ich ja nicht ;)
Aber ein (nicht überflüssiges) Gespräch zwischen zwei oder mehr Personen darf ja auch durchaus mal beim Einkaufen oder auf einer Promenade mit Malern am Wegesrand passieren.

Wim Vandemaan hat geschrieben:Für die Geschichte, die wir mit unseren Zyklen erzählen wollen, spielen solche Zahlen keine Rolle und sind nach meinem Dafürhalten schlicht überflüssig.

Überflüssig, ja, kann ich Dir sogar zustimmen - aber worauf ich hinaus wollte: solche "Details" empfinde ich halt als immersiv.
Und ich bin halt auch Rollenspieler, und so Kleinigkeiten wie viel bspw das Modell gekostet hat, was die Reporterin Täller geschenkt hat, sind für mich interessante Eckpunkte... ;)
VG
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Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 2. Februar 2018, 19:53

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Wir haben doch die Diskussion um das, worauf es ankommt (Arbeit-smarkt 4.0) etc. heute und sie wird Morgen nur einen anderen Namen haben.
Wenn die Mittel da sind, kann der Staat natürlich genug abschöpfen kann ... das bleibt fraglich im Zeitalter der Superschlachtraumer ... Wenn wir keine Klempner mehr brauchen, können eben ein paar mehr Leute Wissenschaftler oder Soldaten werden (die Diskussion um Personalknappheit bei Polizei, in der Pflege, bei der Feuerwehr) deutet das an - es bleibt aber die Frage nach den "Überschüssen" (Mehrwert Produktion ohne Menschen?) Aber das sind Probleme, die im "technischen SciFi wohl weniger Platz haben.
Ich gehe aber davon aus, das es nach wie vor (auch im 2, 3, 5 tausensten Jahrhundert, zumindest wenn es so läuft, das es so ähnlich weiter geht wie hier skizziert, Platz für die Trumps, Buffetts und dergleichen geben wird. Irgend wer muss die Ökonomie einer Galaxis am laufen halten (es sei denn der Robotregent macht alles selbst).
Irgendwo her müssen die Überschüsse kommen, von denen alle versorgt werden.
Und es wird nicht überall so sonnig-sorgenfrei wie auf Terra (in der LFG) sein.
Es muss Leute geben, die mit Fett an den Händen alte Raumfähren in Systemen warten, wo Rohstoffe und Arbeitskräfte zu transportieren sind. Es muss Barkeeper geben die Leuten wie Atlan oder Ronald den Vurguzz einschütten.
Irgendwo müsste es Studenten geben, die unter irgendwelchen Hauben oder in Seminaren hocken. Schließlich können wir sicher sein, das es in den Privatkliniken namhafter Aras nicht nur Robot Personal gibt etc.
Wenn es anders wäre wozu gäbe es dann noch Menschen. Natürlich wird es auch die üblichen Manager geben, die Minen, Frachtflotten oder Banken managen.
In den windigen Ecken des Universums wird es schlimmeres geben, Schuldsklaven, Minenarbeiter, Huren ... Die Welt wird nicht einfacher geworden sein, bloß weil sie maßloser geworden ist.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 15. Februar 2018, 09:44

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Ach wenn hier Stille herrscht, will ich noch einen versuchen.

Normalterraner - sind Normalmenschen (oder eben andere Galaktiker) - aber eigentlich ZU normal. Nach den Geschehnissen auf dem Weg ins Heute (also in die 1. Auflage Normalzeit) und den sich im Hier und Heute (also unser aller Normalzeit) abzeichnenden Tendenzen, ist der "Normalterraner" vermutlich eher und angemessener ein "Grundmensch" gepinpt, mit technischen Utensilien (gab es nicht so Mischwesen zur Zeit der Cantaro) und biologischen Komponenten (ähnlich den Epsalern, die sich durch Symbionten unterstützen ließen, im ULB Zyklus).
Da sich die Technik weiter entwickelt haben dürfte, ergäben sich da Möglichkeiten für "bunte Mischungen" aus dutzenden unterschiedlicher Symbionten und Millionen von Kombinationen modernster Mikrotechnik in Form von Möglichkeiten erweiternden Einbauten.
Auch dabei können sich wunderbar "soziale Unterschiede" abbilden.
Das wirklich Problem wäre, das weitgehend unveränderte Aktivatorträger, vor solchem Hintergrund immer mehr zu Anachronismen würden.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Raktajino » 6. März 2018, 13:12

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Unterstellt man, dass zumindest für Terra gilt, dass die Menschen hoch- und höchstausgebildet sind - und das geschähe mal so nebenbei en passent - (bis auf den Werkbankkurs Feilen), die Sortierung nach Hand- und Kopfarbeit, billig und teuer, ein Schmankerl der Vergangenheit ist, so stellt sich die Frage, wie kriegen wir die Flotte voll, wie in den Heften geschildert.
Hatte ich schon einmal moniert, dass sagenhafte 30 000 die RT bevölkern sollen. Das passt einfach nicht zu den Möglichkeiten des PR-Universums. Sämtliche Tätigkeiten werden vom Schiffcomputer übernommen, was das Zusammenspiel diverser Komponenten betrifft. Natürlich wird der menschliche Faktor nicht verschwinden. Er wird aber auf der Fernortung nicht plötzlich ein Schiff entdecken; das wird ihm der Computer mitteilen; er wird damit umzugehen haben.
Und Heizer wird es wohl auch nicht geben, sehr wohl aber Ingenieure. Bliebe noch das Kanonenfutter, das ja wohl den Kern der Mannschaft bilden soll. Viel Spaß beim Suchen von Freiwilligen. Der Kern der Bodentruppen werden Taras, Taras, Taras sein. Anderes wäre kaum zu vermitteln.
Eine Gesellschaft wie die Terras wird alles daran setzen, hochintelligente, kompakte und schlagkräftige Raumschiffe aufzubauen, weitgehend robotisiert und die mit einer hochqualifizierten reduzierten Mannschaft auskommen. Es dürfte wohl in Richtung akonische Energiekommandos gehen.
Dies erfordert ein ständiges Forschen in Hochtechnologie, um dieses Konzept umzusetzen. Terranische Schiffe sollten von daher einen steten Vorsprung gegenüber den anderen galaktischen Schiffen besitzen, auch wenn diese weniger gewaltig in den Dimensionen sind. Dass das geht, zeigen ja die Einmannraumer der Haluter.
Das wiederum täte ermöglichen, dass aufgrund der diversen Erfahrungen (Geschichte Terras) Menschen bereit sind, sich auf das Abenteuer Raumflotte einzulassen.
Wie man dann die Ordnung im Schiff allerdings organisiert kriegt (die Hierachie), das ist eine spannende Frage, denn letztlich interagieren freie Menschen miteinander, die auf der Basis der Freiwilligkeit einer solchen Ordnung zustimmen und sich unterwerfen (oder auch nicht). :D

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Raktajino » 6. März 2018, 13:31

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Nachtrag:
Und könnte man bitte die Serviceroboter im Schiff allesamt deaktivieren! :D
Wie viele wuseln eigentlich in der Zentrale rum! 10, 20 oder 30? Darf nur der Kommandant darauf zurückgreifen oder der Reiseleiter? :D
Ernsthaft. Es gehört zum Standard auch im 56. Jahrhundert, dass Schiffe geschüttelt werden. Viel Spaß mit dem Service-Personal dann.
Und warum der Chefsessel eine Konsole haben muss, um Tee zu trinken, sorry da hörts auf. Sind wir in der Kommandozentrale oder in ner Bar?
:lol:
Ob das was mit Fortschritt zu tun hat?! :rolleyes:

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 6. März 2018, 13:37

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Die Möglichkeiten des Perry Rhodan-Universums müssen eigentlich zwangsläufig ein wenig der Dramaturgie nachgeordnet werden. Wir wollen Menschen an den Brennpunkten im Einsatz sehen und keine Heerscharen von Computern und Robotern die aus Lichtjahren Entfernung gesteuert werden. Von einem anderen Roboter natürlich. :D
Ich denke auch, dass es in einer so weit fortentwickelten Gesellschaft, wie der terranischen des Jahres 1551 NGZ, es Zyklen geben wird, in denen die Menschen mal weniger arbeiten. Gefolgt von Phasen in denen sie aus einer gesellschaftlichen Notwendigkeit heraus die Dinge selbst anpacken wollen, als sie Robotern zu überlassen.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Raktajino » 6. März 2018, 13:47

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Logischer wäre, es ginge in Richtung Energiekommandos. Der Mensch verschwindet nicht. Gleichzeitig wiederum das Problem einer reduzierten Mannschaft - sprich Diversifikation. Aber Einmannbesatzung wird es nicht geben; dann eher vollrobotisiert und Schiffe mit einer möglichen Minimalbesatzung.
Mal mehr, mal weniger Arbeit?! Zweifel.
Immerhin - die Tankstellen gingen nicht ohne massenhafte Unterstützung - wenn das in die Kategorie Mehr Arbeit fallen sollte. Da zeigt sich die Überlegenheit einer solchen Gesellschaft. Eine Privatwirtschaft wäre zusammengebrochen, Börsen kollabiert - und ein Notstandsregime hätte ausgerufen werden müssen mit der Ausschaltung aller Bürgerrechte usw. usf.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 6. März 2018, 14:04

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Mit mal mehr, mal weniger Arbeit meine ich, um das zu präzisieren, dass sich die Gesellschaft in ihrem Denken selbst, in ihren Ansprüchen ändert. Siehe die arkonidische Gesellschaft. Die hat sich, als wir ihr das erste Mal begegneten, den Arsch nachtragen lassen. Inzwischen ist sie wieder aktiver. Nicht, weil es mehr Arbeit gibt. Und auch nicht, weil die Computer dümmer geworden sind. Nein, die Arkoniden wollten es so. Vielleicht wollen die Terraner es momentan auch so. Sie betätigen sich gerne selbst, statt Robotern die Arbeit zu überlassen. Es mag andere Phasen geben, in denen es anders aussieht. Die Techno-Mahdi sind ja eine Bewegung, die die Möglichkeiten der Technologie stärker nutzen will.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Raktajino » 7. März 2018, 11:21

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Arthur Dent hat geschrieben:Mit mal mehr, mal weniger Arbeit meine ich, um das zu präzisieren, dass sich die Gesellschaft in ihrem Denken selbst, in ihren Ansprüchen ändert. Siehe die arkonidische Gesellschaft. Die hat sich, als wir ihr das erste Mal begegneten, den Arsch nachtragen lassen. Inzwischen ist sie wieder aktiver. Nicht, weil es mehr Arbeit gibt. Und auch nicht, weil die Computer dümmer geworden sind. Nein, die Arkoniden wollten es so. Vielleicht wollen die Terraner es momentan auch so. Sie betätigen sich gerne selbst, statt Robotern die Arbeit zu überlassen. Es mag andere Phasen geben, in denen es anders aussieht. Die Techno-Mahdi sind ja eine Bewegung, die die Möglichkeiten der Technologie stärker nutzen will.


Die Arkoniden. Das große Geheimnis. :D Really. Jüngst war gerade von arkonidischen Bodentruppen die Rede. Ich glaube, ich rieb mir ungläubig die Augen. Mit Arkon verbindet man, Edles, Ganzedles und Oberoberedles, und krautjunkerisches Unteredles. Mit Arkon verbinde ich also Alles ist Adel. Und da fällt dann die Vorstellung von Bodentruppen sehr schwer; dass sich ein Edler im Schlamm robbend direkt an die Front bewegt.
Natürlich hat sich für Arkon die Ausgangslage geändert. Sie werden schwerlich Naats oder andere Völker zum Boden robben an die Front schicken können. Solche glorreichen Tage sind erst einmal vorbei. Aber die Meister der Roboter und Robottechnik sollten sich jetzt selber ins Getümmel bewegen (wollen), klingt irgendwie sehr unarkonidisch. Ich denke, mein Ungläubig-Augen-reiben ist berechtigt.

Was sich eine „Gesellschaft“ leisten kann, hängt von verschiedenen Dingen ab. Die Höhe der Leistungsfähigkeit und der gesellschaftliche Konsens auf der einen Seite, die Anforderungen der Wirklichkeit wie die Wünsche und Vorstellungen der „Gesellschaft“.

Die Leistungsfähigkeit ist schier ungeheuer hoch, da die Knochenarbeit quasi abgeschafft ist und durch Maschinerie ersetzt ist. Die Kopfarbeit dagegen ein wichtiger zentraler Faktor. Auch wenn sie keine Schwielen macht, bleibt sie Arbeit und kein Spiel.

Mit gesellschaftlichem Konsens meine ich, dass sich alle (in ganz übergroßen Mehrheit) daran beteiligen (und müssen). Sonst kann dieses Modell nicht funktionieren. Einen Schlüssel von 90:10 fände ich noch hoch und somit gesellschaftlich trägfähig. Obwohl das beinahe an heutige Verhältnisse erinnert. :D Aber durch den gesellschaftlichen Konsens, der auf der freien Einsicht beruht, gäbe es dementsprechend keine Lohnarbeit mehr = Arbeiten gegen Lohn/für Erwerb der notwendigen Lebensmittel im weitesten Sinn (Lebensmittel, Wohnung, Bildung, Reisen und und und.)

Auf der anderen Seite wäre dieses notwendige Engagement überschaubar. So wäre es vorstellbar und ich stelle erst einmal eine fiktive Zahl in den Raum, dass der Einzelne 10, 20 Lebensjahre dafür zur Verfügung stellt. Meinetwegen für 4 Stunden pro Einsatz. Das soll als fiktiv gesetzt sein, um das Konzept zu darzulegen. Danach begänne die freie Zeit, die Zeit des Spiels, der kreativen Betätigung , das Reich der Freiheit – der wahre Reichtum (der Angler, der Literaturkritiker, der Maler, der Forscher – je nach Tageszeit; morgens, mittags, abends :D ).

Dieses Konzept kommt nicht vom Himmel, sondern setzt eine ungeheure Produktivität einer Gesellschaft voraus, die derartige Vorstellungen möglich machen.

Die Anforderungen der „Wirklichkeit“ – das wären im Perry-Rhodan-Universum die schlimmen Nachbarn, die sich diese Insel (im weitesten Sinn :D ) greifen wollen, wobei eigentlich sehr sehr oft dunkel geblieben, was sie damit eigentlich überhaupt wollen. Am Prägnantesten waren die Traitorpläne als Ressourcengalaxis. Was die Laren antrieb, ist eher mystisch verbrämt unklar; bei den MdI haben sich durch Zufall zwei Streithähne getroffen, die dann nichts Besseres zu tun hatten, als sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
Dass man mit Thez überkreuz kam, ist sogar letztlich unklar, warum. Zurzeit überwiegt wohl das Eigeninteresse von Thez, die sich ihre Zukunft absichern wollten.

Wie auch immer, die Erfahrungen der Menschen sind im PR-Universum geprägt von wilden Eroberern mit finsteren schlimmen Plänen, weswegen, und das ist der Punkt, man sich eine Raumflotte hält. Eine Notwendigkeit, der Rechnung getragen werden muss.

Man geht aber nicht zur Raumflotte, weil man sonst keine Arbeit, kein Auskommen hätte, sondern um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Aber auch hier hat sich die Technik so unvorstellbar weit entwickelt, dass dieser Dienst entsprechend ausgestattet ist.
Es wird Bodentruppen geben, aber die Hauptlast werden Taras (als Synonym für künstliche Intelligenz) tragen, auch wenn uns in den Heften nur die Ausprägung als Taras begegnet.

Wie ich mir die Raumschiffe und die Technik vorstelle, habe ich ja weiter oben ausführlicher dargelegt.

Das ursprüngliche Thema waren ja die Normalos.
Ich denke, die werden hart zu knabbern haben an der unvorstellbar hoch entwickelten Technologie des 56. Jahrhunderts und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten des 56. Jahrhunderts. Woraus ich versucht habe, die Möglichkeiten, die einer solchen Gesellschaft zur Verfügung stehen darzulegen. Und deren materiellen Möglichkeiten machen es eben auch fiktiv möglich, dass es möglich ist. An die Stelle der Konkurrenz rückt die Kooperation und dieses Modell der Kooperation ist es ja, was die eigentliche besondere Fähigkeit der zukünftigen Menschheit auszeichnet.
:D

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 7. März 2018, 12:38

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@Raktajino
Wie Wim weiter oben schon anmerkte, ist es nicht die Absicht, weil auch schwierig, ein wirklich funktionales, sozioökonomisches Modell für eine so ferne Zukunft auszudenken. Alleine das Engagement des Einzelnen zu beziffern, zu bewerten, das für das Funktionieren einer solchen Gesellschaft der Zunkunft notwendig wäre, stellt uns, weil auch die Einflussfaktoren ebenso vage beschrieben werden vor unüberwindbare Hindernisse. Deine fiktiven Annahmen finde ich dennoch interessant. Ich frage mich nur, wieweit das gehen kann. Bei konsequenter Weiterentwicklung der Technik ist irgendwann der Punkt erreicht, wo ein Engagement des Einzelnen wirklich nicht mehr nötig ist. Wenn dieser Zustand erreicht ist, droht dann Stillstand? Und danach Rückschritt? Hat jede Gesellschaft eine Deadline?
Selbst die bildenden Künste werden nicht mehr vorangetrieben. Jedes Bild wurde gemalt, jedes Buch geschrieben (und gelesen). Ich habe da das Bild des Q-Kontinuums in einer STVoyager Folge vor Augen. Eine Ödnis, in der alle Qs nur rumhängen, sich nicht mal mehr unterhalten, denn alles wurde bereits gesagt.

Noch ein Wort zu den Arkoniden. Nur die wenigsten dürften dort Edle sein. Wäre es nicht so, dann täte den Edlen ihr Stand ja keine Freude bereiten. Schließlich macht es am meisten Spaß, auf den Pöbel zu blicken. Oder, um beim Thema zu bleiben, auf den Normalo.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Raktajino » 7. März 2018, 14:56

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Die Not der Notwendigkeit - wird nicht schwinden; auch wenn das "Du sollst im Angesicht des Schweißes dein Leben fristen" sich ändern wird.

Ich möchte zuvor noch einmal die Gegenrechnung aufmachen.

Ich unterstelle - gemäß meinem Konzept - eine arbeitsfähige Bevölkerung von 15 Milliarden im Solsystem. Die sollen 4 Std am Tag arbeiten und zwischen 10 und 20 Jahren zur Verfügung stellen; nehmen wir 15 Jahre. Dehnte man die Lebensarbeitszeit auf 75 Jahre aus, täte die arbeitsfähige Bevölkerung auf vielleicht auf 30 Milliarden ansteigen. Dazu dann die Rentner und Kinder und Auszubildenden NICHT mitgezählt.

Ob man jetzt von der notwendigen Arbeit spricht oder vom Bruttosozialprodukt, macht keinen Unterschied. Höchstens wie es entsteht.
Verdoppelte man die Arbeitszeit auf 8 Stunden, wäre sofort die Hälfte der Arbeit überflüssig oder arbeitslos. Bezöge man in die Rechnung noch ein, dass bis 75 gearbeitet wird, kämen zusätzlich noch einmal 15 Milliarden in den Arbeitsmarkt.

Kurzum - diese ungeheure Produktivität wie im PR-Universum dargestellt, zöge den sofortigen Zusammenbruch aller Sozialsysteme nach sich, da die Wertschöpfung sich maximal auf ein Viertel der Bevölkerung, auf eher sehr viel weniger reduzierte. Es käme auch sofort "das Verlangen" auf, nach noch billigerer außerirdischer Arbeitskraft oder eines entsprechenden Kapitalexports auf, das zu düstersten Szenarien im solaren Raum führen würde.

Es erscheint vernünftig, die Arbeit auf Glieder der Gesellschaft zu verteilen. Natürlich gibt es in jeder Familie das eine oder andere schwarze Schaf. Aber in den Familien gibt es auch die Möglichkeit damit umzugehen und das handzuhaben.

Faulheit sollte kein Thema sein. Das Forschen in allen Himmelsrichtungen, im ganz Großen und ganz Kleinen, im Nahen und Fernen sollte doch äußerst inspirierend sein, ebenso die eigene freie Entfaltung.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 7. März 2018, 17:42

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Da gab es doch den Kamashiten Shengelaia beim Bau der RAS TSCHUBAI. Bei einer Lebenserwartung von 300 Jahren war er im Roman 2745 bereits 250 Jahre alt. Jetzt halt Dich fest Raktajino: "Er würde deshalb bald aus dem aktiven Dienst ausscheiden", stand dort zu lesen.

Armer Kerl. Ist irgendwie durchs Raster gerutscht. Es sei denn, er hat erst mit 230 oder 240 angefangen zu arbeiten. Oder die Kamashiten sind die erwähnten billigen Arbeitskräfte. :devil: "Lass das den Kamashiten machen" ist ein häufiger Ausdruck im Jahre 1551 NGZ.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Pisanelli » 9. März 2018, 10:40

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Hat schonmal jemand die Zyklen von Hamilton gelesen? Das ist SF mit sozioökonomischen Einschlägen en passant. Mir gefallen die Romane deshalb so gut, weil tatsächlich über die Folgen von Robotisierung, Digitalisierung, Geldwirtschaft in kosmopolitischem Stil nachgedacht wird - und wie sich die Gesellschaft aufteilt in Superreiche und "Normalos", die niemals die Möglichkeit haben, einen Planeten auch nur zu verlassen. Es gibt Menschen, die sich künstliche Sinneserweiterungen leisten können - und andere nicht. Es gibt politische Bestrebungen, durch totale digitale Überwachung die Kontrolle zu behalten und Verbrechen zu bekämpfen, aber es wird auch deutlich, dass man technisch und aus wirtschaftlichen Gründen immer wieder an seine Grenzen stösst - und natürlich gibt es Widerstandsgruppen, die Terrorakte verüben oder für größere politische und wirtschaftliche Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen.
Zwei Dinge gibt es nämlich nicht: eine total gerechte soziale Ordnung (der Mensch ist darauf nicht ausgerichtet, es gibt immer Menschen, die besser, reicher oder mächtiger sein wollen als andere) und den "Übermenschen" per se (der kommt nur ausnahmsweise vor). Die Menschen sind immer noch verletzlich, dumm, schlecht oder nur mässig ausgebildet (und sie müssen noch alles mit ihrem eigenen Gehirn lernen), egoistisch oder doch sehr desinteressiert an größeren Zusammenhängen, arm, oder zumindest müssen sie für ihren Lebensunterhalt hart arbeiten, Kolonisiereung von Planeten ist total schwierig und dauert nicht nur ein paar Jahres, sondern Generationen. Das erscheint mir alles viel realistischer als das, was bei PR geschildert wird (oder eben gar nicht geschildert wird, sondern einfach unter den Tisch fällt). Und spannender ist es allemal, weil die Menschen eben noch um Fortschritt und Überleben kämpfen müssen oder sich zumindest jeden Tag anstrengen müssen - wie wir auch. Das ist viel lebensnaher.
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Pisanelli hat geschrieben:Hat schonmal jemand die Zyklen von Hamilton gelesen? Das ist SF mit sozioökonomischen Einschlägen en passant. .... Das erscheint mir alles viel realistischer als das, was bei PR geschildert wird (oder eben gar nicht geschildert wird, sondern einfach unter den Tisch fällt). Und spannender ist es allemal, weil die Menschen eben noch um Fortschritt und Überleben kämpfen müssen oder sich zumindest jeden Tag anstrengen müssen - wie wir auch. Das ist viel lebensnaher.

Du wolltest vermutlich schreiben "Mir erscheint es spannender...". B-)

SF mit "sozioökonomischen Einschlägen" gibt es reichhaltig, spätestens ab den 60er Jahren. Die entsprechenden Aspekte bei P.F. Hamilton (den du vermutlich meinst) sind wohl eher Nebensache, soweit ich es überblicke. In der PR-Serie gibt es meines Erachtens ebenfalls im Laufe der Serie durchaus ähnliche Dinge, allerdings meist in den Taschenbüchern.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Saedelaere » 31. März 2018, 18:57

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Saedelaere
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Immer noch auf der Suche nach den "Normalos", was immer das ist.
Gerade jetzt, Heft 2954 Haben wir eine Weile das Vergnügen gehabt, in Gestalt zweier Raumfahrer gewöhnlicher Ränge - manchmal hat man das Gefühl, Anregungen werden schneller verarbeitet, als man sie machen kann.
Früher gab es "Normalos", aber vieleicht erinnere ich mich da an Stoff aus Taschenbüchern, wenn Atlan oder Tekener sich in Kaschemmen auf Lepso rum trieben. Ansonsten ist "Normal" vermulich eben nicht gleich "Normalo". Ein Normal-Arkone (sofern es noch welche davon gibt die nicht Geheimdienstler sind), dürfte immerhin etwas anderes sein oder als Normal empfinden, als ein Gurrad, der als Plantagenarbeiter auf der Farm eines übellaunigen Topsiders sein Auskommen verdient, oder als eine Epsalerin, die sich als Vorzimmerdame eines Olympischen Großindustriellen verdungen hat.
Vielleicht fallen uns die "Normalos" nur nicht auf, weil die Welt des PR immer noch von "Geheimdienstlern", "Geheimniskrämern" und Militärs dominiert wird - die aber ja auch ganz normale Geheimnisträger sein sollen.
Wo bei PR zum Beispiel die Gegenstücke zu unseren Rockerbanden sind, zu Versicherungsvertretern etc., etc., erfährt man weniger. Oft trifft man dafür auf "Menschen", wo man Roboter erwarten würde, es muss also genug davon geben.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Arthur Dent » 7. April 2018, 14:51

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Arthur Dent
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Leute, lest Olymp. Die Miniserie hält so viele Normalos bereit, dass mein persönlicher Bedarf für die nächsten tausend Romane gedeckt ist.
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Das nicht in jedem Zyklus der Normal Terraner durch gekaut wird ist ja Logisch. Aber da wo die Normalen Menschen Normal bleiben und Handlungsrelevant sind ( im Neuroversumzyklus ein Vater der nach seiner Tochter sucht. Da sind viele Normale Menschen bei gewesen. Wenn auch er selbst mit Puck ein wenig aus der Norm gewesen ist. Was man aber auch anders hätte Lösen können als ein Einmaliges Illegales Sondergerät)
Normale Menschen werden eben gern gevolzt das sich die Balken biegen.
Mal davon abgesehen das es Heute doch schon kaum mehr Normale Berufe gibt. Menschen werden immer mehr zu Überwachungsorganen.
Daher werden in einer Technokratischen Welt wie in der EA Menschliche Arbeitskräfte. Hochspezialisierte Überwachungsfunktionen haben oder eben Luxus darstellen.
Da wird ein Kellner sicher gleich zur richtig gut bezahlten Luxusfachkraft. Der Koch eher zum Dirigenten der Küchenorgel. Auch Lehrer oder Kindergärtner sind wohl Hochqualifizierte Sozialpädagogen. Die Sozialkompetenzen vermitteln. Wissen bekommt man individualisiert über eine Positronik bzw Biopositronik deutlich besser.
Wozu braucht man also ein Kassierer der nichts anderes ist als ein Roboter der Waren scannt und Regale reinräumt ?
Tankwart gibts heute schon kaum noch und wenn der Gleiter nicht betankt wird dann braucht man das schon mal garnicht ^^
Ich finde es eher bezeichnet für eine Gesellschaft das es offensichtlich keine Sozialfälle gibt. Ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt es ja in PR schon seit der Kosmischen Hanse. Wer mehr will als das Normale verdient sich sein Zusatz eben mit dem was er kann oder Glücklich macht.
Das Menschen dabei offensichtlich alle auf einem sehr hohen Niveau an Qualität und Wertschätzung erhalten ist doch ein guter Schritt.

Wie viele Leute haben Ideen Für Romane oder Filme und können sie nicht umsetzen aus mangel an Zeit. Eine Positronik die bei der Ausformulierung hilft würde ich sofort in beschlag nehmen :D
Daher ^^ wir sind alle besonders warum sollten es dann die Leute in den Romanen nicht sein ?
Alle Beiträge spiegel lediglich die Persönliche Meinung des Verzapfers wieder und sollen weder als Meinung der Allgemeinheit gelten noch tun sie es für gewöhnlich.

Rechtschreibfehler zum einen und Geistige Sackgassen zum anderen sind Eigentum des Verzapfers und stehen unter Künstlerischer Freiheit.

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Soulprayer » 9. April 2018, 12:22

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Soulprayer
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Also in PR-Olymp gibt's einige "Normalos".
Von den Archäologen bis zu den Reportern auf Olymp (bspw Piri Harper)
Und die Stadt ist ja auch voll mit Schaulustigen, Urlaubern und Geschäftsleuten.

Wenn man die Romane aus der EA auch aufmerksam liest, gibt es immer wieder Kleinigkeiten über die "Normalos".
Sei es nun eine Gauche wie Touchad, die ihre eigenen Sorgen hat, bis zu der Shari Myre, die Reporterin der Zweiten Solaren Menschheit.
Ich fand die Szene schön, als Täller sie gebeten hat, ein Modellraumschiff des ZSI zu kaufen. :st:

Es ist alles eine lebendige Geschichte, und einen Unterschied zwischen Berufen zu machen ist irgendwie nicht zielführend, da es Welten gibt, die spezialisiert sind ( Landwirtschaftliche Planet Krynn, auf dem Bully und Toio gelebt haben ) und dementsprechend ein relativ "einfaches" Leben versprechen, oder ein wirtschaftliches Zentrum sind ( Olymp, Terra, usw ).

Erst mit "bedeutungslosen" Planeten, die im Laufe der Serie an Wichtigkeit zunehmen, kann man einen Blick in das Leben von "Normalos" erhaschen.
Ich meine Achatratz und Cessairs Welt waren lange Zeit "bedeutungslos", einfach weil wir erst mit den neuesten Romanen einen Einblick in die Lebensumstände bekommen. Und erst Atlan - als Außenestehender - erkennt die größere Bedeutung dieser zwei Völker.

Man kann einfach nicht sagen "Das sind keine Normalos".
Das unterminiert die humanistische Sichtweise auf das Leben innerhalb des Perryversums.
Auch wenn die Ekpyrosis ein Thema ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Phönix aus der Asche entstehen wird - um es ein wenig bildlich auszudrücken.
VG
Soulprayer

Neuer PR-Leser seit 2. Sept. 2015 - Durchgelesen: 532/2874 (<19 %) - seit Bd 2875 parallel am Lesen

Re: die "Normalos" bei Perry Rhodan

Beitragvon Richard » 9. April 2018, 21:25

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Richard
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Als in der ersten Hälfte des Thoregonzyklusses - als dann die Handlung in Alashan spielte - waren auch mal ein oder zwei Baende lang "Normalos" die Haupthandlungstraeger. Da wurde dann meiner Erinnerung nach schnell der Ruf laut, dieses Experiment zu sehr zu strapazieren.
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