Andere Erklärung für zurückgegangene Verkaufszahlen

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Re: Andere Erklärung für zurückgegangene Verkaufszahlen

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 2. März 2018, 11:04

Frank Chmorl Pamo
Meine Vermutung fußt auf der Aussage eines befreundeten Amis. Laut ihm merkten die US-Verlage einen Absatzrückgang mit den Truppenreduzierungen, auch in Europa, mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem (vorläufigen, mit zuviel Erwartungen überhäuften) Ende des Ost-West-Konflikts. Es gab weniger GIs, die ihre Zeit totschlagen mussten, u.A. mit Lesen.
Bis zum 11.9.2001 wurden ja immermehr Standorte geschlossen, Gammeldienst war angesagt, und ich kenne US-Stützpunkte, in die man einfach so reinlaufen konnte (nein, die wurden entweder aufgelassen oder sind ab dem WTC-Attentat streng bewacht ;) ).

Re: Andere Erklärung für zurückgegangene Verkaufszahlen

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 2. März 2018, 11:07

Frank Chmorl Pamo
Klaus N. Frick hat geschrieben:(Bei uns auf der Stube war ich überhaupt der einzige, der las. Und auf der Wache lagen vor allem die anderen Publikationen unseres Verlages. Nein, nicht die »Fix & Foxi«-Hefte ...)

Offenbar hats ausgereicht um Dich für eine Stelle bei ebendiesem Verlag anzufixen ;)
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Oceanlover
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Tatsächlich haben mir die Perryhefte als Wehrpflichtiger beim Bund manchen Abend gerettet, wenn die ganzen Heimschläfer nachhause gefahren sind und ich in der Kaserne bleiben musste. Und die gelesenen Hefte hat mir dann meistens der Refü abgeluchst. Und tatsächlich, die anderen Publikationen hat es auch gegeben. :D Ich hab Perry dann aber auch nach den 15 Monaten weitergelesen, wenigstens einige Zeit. Meine viele Jahre spätere Rückkehr müsste dann aber wieder für eine minikleine Steigerung gesorgt haben und das ganz ohne BW. ;)

Pessimismus verdirbt die Laune. Deshalb bin ich lieber optimistisch. Wie bei der Rückkehr der Plattenspieler (mein 20-jähriger Sohn hat sich jetzt so ein Teil angeschafft) wird es auch eine Renaissance des Lesens geben. Ich gehe davon aus, dass die Serie eine gute, überlebensfähige Basis hat, die weiter ausgebaut werden kann. Und wer die Serie mag, kann ja selber etwas dazu beitragen. Die prima geschriebene, neue kostenlos herunterladbare Kurzgeschichte "Hinter dem Energievorhang" (Link siehe unten) ist zum Beispiel etwas für Leute, die Perry bisher noch nicht kennen. Hab die heruntergeladene Datei deshalb per eMail an meinen Sohn, einen seiner Freunde und an meine Freunde geschickt. Vielleicht funkt es bei dem einen oder anderen. :st: Ich denke, dass uns die Serie noch lange begleiten wird. :)

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/exklusive-perry-rhodan-kurzgeschichte-zu-band-2950
Nette Grüße
Oceanlover
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Siganese
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Oceanlover hat geschrieben:Pessimismus verdirbt die Laune. Deshalb bin ich lieber optimistisch. Wie bei der Rückkehr der Plattenspieler (mein 20-jähriger Sohn hat sich jetzt so ein Teil angeschafft) wird es auch eine Renaissance des Lesens geben. Ich gehe davon aus, dass die Serie eine gute, überlebensfähige Basis hat, die weiter ausgebaut werden kann.


Das unterschreibe ich sofort! :st:
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kingfisher
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Oceanlover hat geschrieben:.... Wie bei der Rückkehr der Plattenspieler (mein 20-jähriger Sohn hat sich jetzt so ein Teil angeschafft) wird es auch eine Renaissance des Lesens geben....

Ich bin mir nicht mal sicher, ob es eine ABkehr vom lesen gibt/gab. Bücher und eBooks mögen
Einbrüche haben, aber ich sehe da eine Verlagerung zum Online-Lesen; allerdings eher Newszeugs,
Hobby, Foren, Anleitungen/Hilfen etc.

Derzeit wende ich mich von den eBooks eher wieder ab - aber nicht komplett - hin, zu "echten"
Büchern, auch wenn es immer wieder Platzprobleme gibt :o(

Eine Renaissance des Lesens kann ich mir gut vorstellen...wird dann vielleicht als eine besondere
Wellness-Form verkauft.
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homo sapiens
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Arthur Dent hat geschrieben:In diesem Artikel vom November 2017 wird die Druckauflage mit 60.000 angegeben. Ohne ebooks und ohne Neo wohlgemerkt. Wieviele von der Druckauflage verkauft werden, ist natürlich eine andere Zahl.

https://www.pressreader.com/germany/neu ... 0113556675


Vor nicht allzulanger Zeit war noch von 80.000 die Rede. Haben wir einen Rückgang um 25%? Nicht unbedingt katastrophal, aber spürbar!
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kingfisher
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homo sapiens hat geschrieben:...Vor nicht allzulanger Zeit war noch von 80.000 die Rede. Haben wir einen Rückgang um 25%? Nicht unbedingt katastrophal, aber spürbar!

Bei den Auflagenhöhen sollte man nicht nur die Perry Rhodan-Insel betrachten.
Auflagenrückgänge gibt's auch in ganz anderen Branchen zu verzeichnen.
(mir fällt da spontan eine Musik- und eine Tierzeitschrift ein...)
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Klaus N. Frick
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kingfisher hat geschrieben:
homo sapiens hat geschrieben:...Vor nicht allzulanger Zeit war noch von 80.000 die Rede. Haben wir einen Rückgang um 25%? Nicht unbedingt katastrophal, aber spürbar!

Bei den Auflagenhöhen sollte man nicht nur die Perry Rhodan-Insel betrachten.
Auflagenrückgänge gibt's auch in ganz anderen Branchen zu verzeichnen.
(mir fällt da spontan eine Musik- und eine Tierzeitschrift ein...)


Exakt. Aber mir glaubt ja niemand ...
:D
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Arthur Dent
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homo sapiens hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:In diesem Artikel vom November 2017 wird die Druckauflage mit 60.000 angegeben. Ohne ebooks und ohne Neo wohlgemerkt. Wieviele von der Druckauflage verkauft werden, ist natürlich eine andere Zahl.

https://www.pressreader.com/germany/neu ... 0113556675


Vor nicht allzulanger Zeit war noch von 80.000 die Rede. Haben wir einen Rückgang um 25%? Nicht unbedingt katastrophal, aber spürbar!

Na ja, Einwürfe der Art "war nicht mal die Rede von" sind schnell gemacht. Und wie man sieht auch schnell bewertet und kommentiert. Die Frage ist, ob es dazu eine Quelle gibt und von welchem Zeitraum wir sprechen, wenn Aussagen wie "vor nicht allzulanger Zeit" getätigt werden?
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, inwieweit der angenommene Rückgang der Druckauflage durch elektronische Ausgaben aufgefangen wird.
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Haywood Floyd
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Das ist der Knackpunkt! Man muss, für aussagekräftig belastbare Zahlen, verkaufte Print plus verkaufte Digital addieren, denn das Gewicht wird sich - allen wertkonservativen Beteuerungen zum Trotz - immer mehr zugunsten der digitalen Medien verschieben.

Also EA Print plus Digital = x.

Meine Schätzung: x liegt messbar unter 100.000 mit gut 1/3 E-Book (zunehmend) und knapp 2/3 Print (abnehmend) - aber wissen tu ich's natürlich net. :mellow:

Und die wenigen, die's wissen, müssen schweigen... :nixweis:
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Arthur Dent
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Arthur Dent hat geschrieben:In diesem Artikel vom November 2017 wird die Druckauflage mit 60.000 angegeben. Ohne ebooks und ohne Neo wohlgemerkt. Wieviele von der Druckauflage verkauft werden, ist natürlich eine andere Zahl.

https://www.pressreader.com/germany/neu ... 0113556675

Der Forist NobbyR hat diesen aktuellen Zeitungsbericht gepostet: Auch da wird die Druckauflage mit 60.000 angegeben. viewtopic.php?f=10&t=92&start=375#p586262
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Pisanelli
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Also, ich kann nur für mich sprechen und da ist es einfach so, dass mich die inhaltliche Qualität der Hefte nicht mehr überzeugt. Da gibt es inzwischen einfach zuviele Seiteneinsteiger. Echter Sprachwitz, brillante Idee und ein wahrhaft professioneller Umgang mit Sprache fällt einfach zu oft unter den Tisch. Man kann ja schon froh sein, wenn man einen einfachen Relativsatz bekommt. Wie man aber mit sprachlichen Mittel Spannung und Atmosphäre erzeugt, das ist bei Hefteschreibern leider eher unbekanntes Terrain. Stattdessen beschränkt man sich auf endlose Situationsbeschreibungen; Innenleben und Gefühlstiefe der Charaktere, die sich auch sprachlich niederschlagen, ist Mangelware. Und das ist einfach zuwenig Anspruch an meine Intelligenz. Wenn ich außerdem pro Heft 2 Euro und ein paar Zerquetsche bezahle (früher waren es ja nur 20 Groschen), will ich auch was für mein Geld haben, denn ein echter Roman kostet mich vielleicht 7,50 oder 10,00 Euro und das ist im Verhältnis dann die bessere Wahl.

Und ja, es gibt soviele andere schöne Freizeitbeschäftigungen, lesen kriegt da nur noch ein kleines Stück vom Zeitkuchen und deswegen muss das, was ich lese, dann auch echt lohnenswert sein, sonst ärgere ich mich über die Zeitverschwendung.
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Garko der Starke
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Pisanelli hat geschrieben:Und das ist einfach zuwenig Anspruch an meine Intelligenz.

Im Umkehrschluss heisst das also, das Leute denen die Serie gefällt weniger intelligent sind als du? :rolleyes:
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“


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Sardonyx1
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@Pisanelli: Bei mir ist es umgekehrt. Ich lese im Moment die Traversan Miniserie die mir viel besser gefällt als die neuen EA Romane. Habe überlegt warum. Die Antwort ist weil ich beim Lesen von Traversan das Gefühl habe daß die Autoren mich mit auf ein Abenteuer nehmen. Ich glaube die neuen Autoren sind geschickter mit Worten als es ihre Vorgänger waren. Aber sie haben auch nur 64 Seiten zur Verfügung, und die füllen sie oft mit Atmosphäre und dem Innenleben der Figuren. So oft daß ich bei manchen Heften mich wie beim Gucken einer Soap fühlte, besonders wenn es um Familiengeschichten geht. Wie bei Bully oder den Sprosshütern. Und auch wenn es gut geschrieben ist wird es mir zuviel. Manchmal habe ich den Eindruck daß die neuen Romane aus langen stimmungsvollen Einleitungen und hektischen Finalen bestehen, der eigentliche Roman, die Situationsbeschreibungen aber fehlen.
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Pisanelli hat geschrieben:Also, ich kann nur für mich sprechen und da ist es einfach so, dass mich die inhaltliche Qualität der Hefte nicht mehr überzeugt. Da gibt es inzwischen einfach zuviele Seiteneinsteiger. Echter Sprachwitz, brillante Idee und ein wahrhaft professioneller Umgang mit Sprache fällt einfach zu oft unter den Tisch. Man kann ja schon froh sein, wenn man einen einfachen Relativsatz bekommt. Wie man aber mit sprachlichen Mittel Spannung und Atmosphäre erzeugt, das ist bei Hefteschreibern leider eher unbekanntes Terrain. Stattdessen beschränkt man sich auf endlose Situationsbeschreibungen; Innenleben und Gefühlstiefe der Charaktere, die sich auch sprachlich niederschlagen, ist Mangelware. Und das ist einfach zuwenig Anspruch an meine Intelligenz. Wenn ich außerdem pro Heft 2 Euro und ein paar Zerquetsche bezahle (früher waren es ja nur 20 Groschen), will ich auch was für mein Geld haben, denn ein echter Roman kostet mich vielleicht 7,50 oder 10,00 Euro und das ist im Verhältnis dann die bessere Wahl.

Und ja, es gibt soviele andere schöne Freizeitbeschäftigungen, lesen kriegt da nur noch ein kleines Stück vom Zeitkuchen und deswegen muss das, was ich lese, dann auch echt lohnenswert sein, sonst ärgere ich mich über die Zeitverschwendung.


Harter Stoff. Ob "Hefteschreiber" deinem Anspruch an Intelligenz nun gerecht werden können oder nicht - so manch "echter Roman" wird dies wohl mit Sicherheit auch nicht tun...

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crastro
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Interessante Beiträge. Lese hier nur gelegentlich, weil viel mit Lesen beschäftigt, allerdings fast nur noch elektronisch. Die Serie hat, gottseidank, diesen Umstieg nicht verpasst.Damit verringert sich auch das Platzproblem und der Leser kann seinen Stoff überallhin mitnehmen. Heute wird eher mehr gelesen, allerdings ist dies häufig auf vergleichsweise kurze Meldungen beschränkt. Nur bei sehr interessanten Themen gehts dann auch mal in die Tiefe.Die Generation Smartphone wird da eher keine Bücher lesen, dazu ist der Bildschirm zu klein.Schon eher die Menschen mit Tablet.Als "Kindle"-Leser der ersten Stunde (das Gerät funktioniert nach vielen Jahren noch einwandfrei) bin ich inzwischen auf 10-Zoll Farbbildschirme umgestiegen. Etwas grösser, etwas schwerer, aber Akku reicht inzwischen auch für längere Sessions.
Die Serie selber ist immer noch sehr gut und einfallsreich.
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Unheard
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Saedelaere hat geschrieben:Leider hat PR es nicht bis in die Kinos geschafft, das ist ein bleibendes Manko, weil der Serienstart zuweit zurück liegt und man den ersten Mondflug schlecht ins hier und jetzt verorten kann.

Es gibt natürlich einen zeitgenössischen, kommerziellen Film (Schrott), aber man kann Retro-SF immer gut bringen (siehe z.B. Sky Captain). Ebensogut kann man aktuellere Handlung hernehmen. Ich glaube, Investoren trauen PR keine Zugkraft zu :unsure:.
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Unheard
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Sardonyx1 hat geschrieben:Ich glaube die neuen Autoren sind geschickter mit Worten als es ihre Vorgänger waren.

Finde ich auch. Wenn's dennoch holprig wird, kann man das getrost auf den Zeitdruck beim Schreiben schieben.
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Richard
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Ich habe immer wieder das Gefuehl, wenn ich die original Hefte (in eBook Form) lese, dass speziell bei den frühen Heften klar rüber kommt, dass die eben wirklich schon einige Jahrzehnte alt sind und - aus meiner Sicht - in einer Sprache geschrieben wurden, die ich als bereits leicht "veraltet" emfinde. Das mag auch der Grund sein, dass man die alten Autoren vielleicht als etwas "nicht ganz so geschickt mit den Worten" einschätzt. Es sind beleibe nicht antiquierte Werke (ich erinnere mich daran wie ich zb. "Die Räuber" oder "Götz von Berlichingen" in der Schulzeit gelesen habe (in einer nicht modernisierten Form) ... *das* empfand ich tatsächlich als antiquiert und aus der Erfahrung heraus wundert es mich,dass scheinbar im PR Kosmos die Sprachen bzw. die Schreibweise sich nur sehr spärlich weiterentwickelt.
Als beispielsweise Perry & Co im Cantarozyklus nach 695 Jahren im Statisfeld wieder Kontakt mit Galaktikern bekamen, die diese Zeit bewusst erlebt haben (zb Homer, Roi, Tek) oder eben Leuten aus dieser Generation hat es scheinbar überhaupt keine derartigen Sprachprobleme gegeben.
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Unheard
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Ist schwer vermittelbar, oder? Darum schreckt man auch vor grundsätzlichen Umwälzungen zurück, was die Lebensweise angeht. Die Schilderungen müssen nachvollziehbar sein. In der Zukunft werden andere Themen spannend sein als heute, und um das so zu empfinden, muss man da hineingewachsen sein.

Heute spricht man in eine kleine Plastikdose, um das Licht anzuschalten. Erkläre jemandem mit Kerzenlicht, Sorge um die Ernte und Bibel auf dem Nachttisch, wie das diesen ganzen Krams rechtfertigt, der überall herumsteht und Zeit und Nerven kostet. Der wird sich spontan denken, dass wir vollkommen pervertiert sind.
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Sardonyx1
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Unheard hat geschrieben:Finde ich auch. Wenn's dennoch holprig wird, kann man das getrost auf den Zeitdruck beim Schreiben schieben.


Denke daß Du damit recht hast. Heftautoren haben nicht nur weniger Platz sondern auch viel weniger Zeit zur Verfügung als Leute die für Romanverlage schreiben.
Ist eigentlich je ein PR Heft zu spät erschienen weil das Manuskript nicht rechtzeitig fertig wurde?

Richard hat geschrieben:Ich habe immer wieder das Gefuehl, wenn ich die original Hefte (in eBook Form) lese, dass speziell bei den frühen Heften klar rüber kommt, dass die eben wirklich schon einige Jahrzehnte alt sind und - aus meiner Sicht - in einer Sprache geschrieben wurden, die ich als bereits leicht "veraltet" emfinde. Das mag auch der Grund sein, dass man die alten Autoren vielleicht als etwas "nicht ganz so geschickt mit den Worten" einschätzt. Es sind beleibe nicht antiquierte Werke (ich erinnere mich daran wie ich zb. "Die Räuber" oder "Götz von Berlichingen" in der Schulzeit gelesen habe (in einer nicht modernisierten Form) ... *das* empfand ich tatsächlich als antiquiert und aus der Erfahrung heraus wundert es mich,dass scheinbar im PR Kosmos die Sprachen bzw. die Schreibweise sich nur sehr spärlich weiterentwickelt.
Als beispielsweise Perry & Co im Cantarozyklus nach 695 Jahren im Statisfeld wieder Kontakt mit Galaktikern bekamen, die diese Zeit bewusst erlebt haben (zb Homer, Roi, Tek) oder eben Leuten aus dieser Generation hat es scheinbar überhaupt keine derartigen Sprachprobleme gegeben.


Ich wollte jetzt nicht sagen daß die Autoren früher schlechter waren als die heutigen. Ich meinte eigentlich das die heutigen schon sehr viel mehr auf @Pisanellis Forderungen nach "professionelleren Umgang mit Sprache" und "Gefühlstiefe" eingehen als ihre Vorgänger. Und zwar so sehr daß sie auf den 64 Seiten Platz gelegentlich Probleme kriegen ihre Storys zu erzählen. Manchmal habe ich beim Lesen der EA das Gefühl das oft 100 Seiten oder so fehlen. :D Wie man noch mehr davon reinbringen könnte weiß ich nicht. Die alten Autoren legten mehr Wert auf die Story als darauf sie auszuschmücken. Aber daß würden die Leser heute nicht mehr akzeptieren. Und daß man vor 20, 30, oder gar 50 Jahren anders schrieb hast Du natürlich recht.

Auserdem finde ich daß PR sich gut gehalten hat. Die Hefte erscheinen immer noch jede Woche. Es gibt E-Books und Hörbücher. Ich glaube daß es zumindest in den nächsten Jahren PR weiterhin geben wird.
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Hegete_Hegha
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Pisanelli hat geschrieben:... Stattdessen beschränkt man sich auf endlose Situationsbeschreibungen; Innenleben und Gefühlstiefe der Charaktere, die sich auch sprachlich niederschlagen, ist Mangelware. Und das ist einfach zuwenig Anspruch an meine Intelligenz.

Also ich kann hier nur für mich sprechen und da ist es einfach so, dass ich froh bin das Perry Rhodan nicht dem schon im Film zu beobachtenden Trend folgt sich nur noch mit der Beleuchtung des Innenlebens, der Spleens, der Traumata, der Neurosen usw. des Helden und seinem sozialen Umfeld zu beschäftigen. Wenn ich das will schau ich mir einen Tatort neuren Produktionsdatums an. So ein - mit Verlaub - scheiss brauch ich in der Perry Rhodan Serie nicht. Da darf es ruhig mal schlichter und dünnbrettiger zugehen. Solange die Gesamthandlung gut und stimmig ist reicht das meinem schlichten Gemüt.
Was die sprachlichen Feinheiten angeht - da würde ich behaupten, dass die aktuellen Autoren in einer anderen Liga spielen als ein Grossteil der Alt-Autoren. Das mag nicht auf Literatur-Preis Niveau sein - aber für eine Heftserie wohl mehr als aussreichend.
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Haywood Floyd
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Hegete_Hegha hat geschrieben:... ich froh bin das Perry Rhodan nicht dem schon im Film zu beobachtenden Trend folgt sich nur noch mit der Beleuchtung des Innenlebens, der Spleens, der Traumata, der Neurosen usw. des Helden und seinem sozialen Umfeld zu beschäftigen. Wenn ich das will schau ich mir einen Tatort neuren Produktionsdatums an. So ein - mit Verlaub - scheiss brauch ich in der Perry Rhodan Serie nicht. Da darf es ruhig mal schlichter und dünnbrettiger zugehen. Solange die Gesamthandlung gut und stimmig ist reicht das meinem schlichten Gemüt.

Tatort will - unter dem Deckmäntelchen angeblicher Unterhaltung - belehren und moralisieren :( ; PR will tatsächlich nur unterhalten :st: . Auch wenn's, hier wie dort, Zielkonflikte gibt und das jeweilige Ziel net immer erreicht wird, ist die Absicht eine ganz andere.

Eigentlich schalte ich fast jeden Tatort - außer Münster :st: und Österreich :st: - nach ca. 10 bis 15 Minuten Goodwill-Watching frustriert ab; das Reingucken kostet ja nix, weil ich die Haushaltsabgabe sowieso zahle und was ich stattdessen dann anschaue, wird entweder zeitversetzt geschaut oder gleich als Pay-TV.

Bei PR geht das net: die Spoiler sind zu kurz dafür und es gibt weder eine PR-Zwangsgebühr :o noch eine Geld-zurück-bei-Nichtgefallen-Garantie für den Download. :wacko:

TIPP: Gäb's das Geld zurück, wenn z.B. max. 1/4 des Contents binnen 24 Stunden nach Download gelesen wurde (was Amazon sicherlich kontrollieren könnte - die wissen doch alles, was man so macht...), würde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, jeden (nun ja: die meisten...) PR zumindest anzulesen. :st:
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Tiberius
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Haywood Floyd hat geschrieben:TIPP: Gäb's das Geld zurück, wenn z.B. max. 1/4 des Contents binnen 24 Stunden nach Download gelesen wurde (was Amazon sicherlich kontrollieren könnte - die wissen doch alles, was man so macht...), würde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, jeden (nun ja: die meisten...) PR zumindest anzulesen. :st:

Du könntest die Leseproben probieren und dann entscheiden, ob Du Dir das Heft kaufst oder nicht.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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