Umfrage: Eure Meinung zum Thema Hohe Mächte usw.

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Wie groß soll die Rolle kosmischer Wesen (Superintelligenzen, Hohe Mächte THEZ usw.) in Zukunft sein

Die Umfrage läuft bis 23. August 2019, 07:15.

Das Thema Überwesen sollte eine noch größere Rolle spielen als bisher.
1
3%
So wie das Thema derzeit in der Serie behandelt wird finde ich es genau richtig.
13
33%
Das Thema sollte auch weiterhin eine Rolle spielen, aber eine etwas kleinere als bisher.
6
15%
Stark kosmisch geprägte Zyklen und solche in denen diese Wesen keine Rolle spielen sollten sich abwechseln.
8
21%
Überwesen sollten bleiben aber nur noch eine ganz kleine Rolle spielen (quasi als mythologischer Background).
9
23%
ES sollte als einzigstes dieser Wesen eine Rolle spielen (wie zu Anfang der Serie).
2
5%
Am besten wäre es wenn keine Überwesen mehr in der Serie auftauchen.
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 39
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zephydia
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Wie im Spoilerthread von Forist Grauleben vorgeschlagen, stelle ich mal eine kleine Umfrage hier rein zum Thema Hohe Mächte, Superintelligenzen, THEZ usw. Vielleicht hat ja der eine oder andere von Euch Spaß dran mitzumachen.
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Thoromir
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Da ich den Spoilerbereich kaum lese, weiß ich nicht, aus welcher Diskussion heraus diese Umfrage entstanden ist, aber das wird wohl auch nicht so wichtig sein, vielleicht sogar besser :-)

Ich war und bin immer ein Freund von großen Zusammenhängen und den Hohen Mächten. Mir gefiel der Gedanke, das die Evolution nicht aufhört, und das die Entwicklung der Intelligenz immer weiter geht. Mir gefallen auch die hin und wieder stattfindenden Konflikte zwischen Kosmokraten und Chaotarchen (davon vielleicht sogar noch etwas mehr bitte).
Was mir am Zwiebelschalenmodell aber nie gefallen hat, waren die Materiequellen und Materiesenken und die Art, wie sie entstanden. Für mich stellt sich das immer so dar, das aus einer Superintelligenz in der nächsten Evolutionsstufe ein nichtbelebtes Objekt wird, aus dem dann wider belebte Kosmokraten werden. Das passt da irgendwie nicht rein. Ganz abgesehen davon, das mir der Gedanke nicht gefällt, das zur Entstehung einer MQ/MS ganze Galaxiencluster und deren Bewohner vernichtet werden. Da sehe ich nichts Gutes undt Erstebenswertes drin.


Dann kamen die Atopen, die Perry wegen etwas vor Gericht stellten, das er in der Zukunft begehen würde. Außer dem Betroffenen selbst schien sich niemand an der Absurdität dieses Prozesses zu stören. Und genau so emfand ich diese Handlungsidee: Einfach nur absurd.
Ich bin um Band 2825 ausgestiegen, weil mir die Entwicklung der Handlung nicht mehr so lag. Jenzeitige Lande, Ringplaneten, die außerhalb der Zeit liegen, ein Zeitriss, aus dem mordende Horden aus der Vergangenheit die Gegenwart bedrohen... Damit konnte ich nichts mehr anfangen.

Nun, zumindest brauchte ich eine längere Pause, und vor einigen Wochen fing ich an, an der gleichen Stelle, wo ich damals abgebrochen hatte weiterzumachen. Mittlerweile nähere ich mich der 2850 und die Aufholjagd geht weiter :-)
Mir gefällt es immer noch nicht, was da über Jenzeitige Lande und Atopen erzählt wird, ich vermisse ES und ich hätte gern mal wieder was von TAUREC gehört. Aber Atopen und Jenzeitige Lande, das ist nicht mein Ding :-)
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Laurin
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Thoromir hat geschrieben:Da ich den Spoilerbereich kaum lese, weiß ich nicht, aus welcher Diskussion heraus diese Umfrage entstanden ist, aber das wird wohl auch nicht so wichtig sein, vielleicht sogar besser :-)

Ich war und bin immer ein Freund von großen Zusammenhängen und den Hohen Mächten. Mir gefiel der Gedanke, das die Evolution nicht aufhört, und das die Entwicklung der Intelligenz immer weiter geht. Mir gefallen auch die hin und wieder stattfindenden Konflikte zwischen Kosmokraten und Chaotarchen (davon vielleicht sogar noch etwas mehr bitte).
Was mir am Zwiebelschalenmodell aber nie gefallen hat, waren die Materiequellen und Materiesenken und die Art, wie sie entstanden. Für mich stellt sich das immer so dar, das aus einer Superintelligenz in der nächsten Evolutionsstufe ein nichtbelebtes Objekt wird, aus dem dann wider belebte Kosmokraten werden. Das passt da irgendwie nicht rein. Ganz abgesehen davon, das mir der Gedanke nicht gefällt, das zur Entstehung einer MQ/MS ganze Galaxiencluster und deren Bewohner vernichtet werden. Da sehe ich nichts Gutes undt Erstebenswertes drin. ...

Dem schließe ich mich an.

Wie so vieles ist es auch eine Frage der Dosierung, und was man daraus macht. Z.B. als UA das Exposé übernommen hatte, waren mir zu viele SIs im Spiel und die Galaktiker zu sehr in der Zuschauerrolle.

Mit ES hatte die Autoren anscheinend ja schon länger ihre Schwierigkeiten, das schlafende frierende oder irgendwie kranke ES war nicht so der Bringer, jetzt aber ES durch die 'Scherung' ganz rauszuschreiben, finde ich noch schlechter - es sei denn dass dies nur als Übergangsphase gedacht ist.


In der Umfrage finde ich mich nicht wieder, kann da also nichts ankreuzen.
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Soulprayer
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Ich weiß selber nicht genau, wo ich mich in der Umfrage finde.
Ich lese die Serie seit knapp 3 Jahren, zwei davon parallel mit der aktuellen Handlung, und mich interessiert sie gerade wegen dem kosmischen Überbau (also den SI, KK, usw)
Mich würde an der Stelle eher interessieren, warum so mancher von den Hohen Mächten die Nase voll hat.
Klar, sie sollten irgendwie "ungreifbar" sein und ihre Ziele "undurchschaubar", aber das als Negativpunkt von "Überwesen" aufzufassen ist irgendwie seltsam, weil: sobald man sie versteht sind sie entmystifiziert.
VG
Soulprayer

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Kritikaster
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Soulprayer hat geschrieben:Mich würde an der Stelle eher interessieren, warum so mancher von den Hohen Mächten die Nase voll hat.

Tja, warum? Mal so meine Geschichte mit den höheren Mächten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Anfänglich gab es nur ES und das dosiert. Er diente dazu, dem Aufbruch der Menschheit ins All einen höheren Sinn zu verleihen. Dieser Aufbruch, die Expansion, das Solare Imperium waren aber irgendwie immer terranische Ideen und Handlungen.
Irgendwann begannen dann die Zyklen, in denen es vordringlich um die Bedürfnisse höherer Mächte ging. Keine Ahnung, wann das genau war, es gab ES Familiengeschichten um ANTI-ES und ESTARTU, die Kosmokraten um das Virenimperium, Kleinwüchsige Möchtegern-SIs, die auf dem Nacken von iregndwem ritten, Horden von SIen die ihr THOREGON anstrebten, benachbarte feindliche SIen wie SETH-APOPHIS, Chaotarchen mit Kolonnen und SIs, gejagte und jagende SIen wie QUIN-SHI und wenn man dachte mit Anthuresta sei mal wieder so was wie menschliche Handlungsfähigkeit gefragt, dann ging es letztlich mit TALIN auch wieder nur um eine neue SI.
Warum heißt diese Serie eigentlich "Perry Rhodan", wenn es doch immer nur um die Geschichten von irgendwas Abgehobenem geht, in die er irgendwie reingerissen wird?
Das Solsystem als ARCHETIMs Grab oder in TAFALLAs Nebelfeld? Das soll Science Fiction sein und die Beschreibung eines möglichen Wegs der Menschheit in der Zukunft? Was immer die Serie in den letzten Jahrzehnten war: Das jedenfalls nicht.
Spätestens seit der SI-Inflation um QUIN SHI habe ich davon die Nase voll und stelle mich gerne als Schlussstein für die nächste SI zur Verfügung, damit sie so schnell wie möglich und für immer aus dem Perryversum verschwindet. Lasst GESHOD in Ruhe schlafen und von da übergangslos ins Koma versinken.
Von mir aus kann hin und wieder noch mal ein Supermann auftauchen, der in der Universität der Kosmo- und Chaotarchen ausgebildet wurde. Das mag ja Handlungspep erzeugen. Aber den sogenannten Sinn der Serienhandlung immer nur in den Interessen der HM zu verankern, das habe ich längst mehr als satt. 8-)
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Soulprayer
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Ah!
Also bspw wenn Perry & Atlan einen Hilferuf der SOL bekämen, und sie mit der RT abdampfen und ein paar Abenteuer dabei erleben und sie für'n Appel und n Ei zu reparieren?
Aber bald ist fast 3000 da, kütt mer üvver de Hungk, kütt mer üvver de Stätz - den letzten Rest schaffen wir auch noch.
VG
Soulprayer

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Thoromir
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Ich denke, oft genug ist es gar nicht unbedingt ein "Zuviel" an Hohen Mächten, sondern einfach die Art und Weise wie sie in die Handlung eingebunden werden. Die Hohen Mächte erhöhen die Hyperimpedanz. Und in der Folge hat man das Gefühl, die jeweiligen Expokraten suchen umgehen sie ständig und schaffen Ausnahmen oder finden andere Möglichkeiten, die Auswirkungen der HI auf die Handlung der Serie runterzufahren. Warum wurde sie dann überhaupt erst eingeführt? Dann kommt das Atopische Tribunal und Kosmokraten und Chaotarchen rühren sich nicht? Mir scheint das einfach nur etwas unausgewogen zu sein. Da wohl es ein Zuviel an Einfluss durch die Hohen Mächte gibt (Hyperimpedanz) gibt es an anderer Stelle ein Zuwenig, oder zumndest wirkt es unlogisch, wenn man gerade da nichts von ihnen hört.

Mehrfach gab es Versuche, einen "Dritten Weg" einzubauen, warum wurde das nicht konsequent fortgeführt? Wenn die Völker zu den Hohen Mächten sagen: Wir wollen Euren Einfluss nicht, wir wollen unsere eigenen Herren sein (Ich bin Babylon 5 Fan :-) ) Das hätte ich schöner gefunden als eine "Spaltung des Universum"? (Soweit bin ich noch nicht, aber das hört sich ja schon wieder nach so einer komischen Idee an.)
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Faktor10
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ES sollte als einzigstes dieser Wesen eine Rolle spielen (wie zu Anfang der Serie).
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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PointOF
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Den Status der Zeit bis Bd 1000 wieder herstellen. HM sind da, haben keinen direkten Zugriff auf das Universum. Chaotender, Festungen + Blaue Walzen in die Mülltonne. Wenn die etwas wollen, dan dürfen sie bitte bitte sagen, das wars. ( ok bischen bestechung mag auch gehen)
SIs ES oder Kaiserin + Bardioc als zufallsbegegnung ... why not, mehr aber nicht.
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Verkutzon
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Hohe Mächte die im Hintergrund agieren wie Cadabb oder jetzt Geshod passen zur Serie. Auch ES war am Anfang die geheimnisvolle, unerklärliche Macht. Sobald ein Autor/Autorin versucht, solch eine Entität zu beschreiben, wird dieses Wesen in ein Schema gezwängt; einfach dadurch, weil unsere Sprache eine SI oder einen Chaotarchen nicht beschreiben kann! Es kann in unsere Sprache keine Worte dafür geben. So wie jetzt die Serie mit den HM umgeht ist gerade richtig.
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
William Voltz - Das Ende der Wächter
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Clark Flipper
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Noch nie war es Sinnvoll die Zeit zurückdrehen zu wollen.

Vorbei ist vorbei.

Wer das lesen möchte muss es noch einmal lesen.

Ich weiß wovon ich rede.

Ich sage mir immer, ich kann genug finden für mein Lesevergnügen.

Warum anderen die Möglichkeit nehmen ihren Perry zu finden. ;-)
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Sardonyx1
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Habe für das Thema sollte auch weiterhin eine Rolle spielen aber eine etwas kleinere als bisher gestimmt. Superintelligenzen gibt es schon so lange bei PR wären sie plötzlich alle weg würde was fehlen. Aber so wie es jetzt ist wird es mir zu viel. Es ergibt doch keinen Sinn daß alle diese mächtigen Wesen ständig um Terra rumschwirren wie die Motten ums Licht. Etwas mehr Platz für andere Themen wäre schön.
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Laurin
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Kritikaster hat geschrieben: ... Warum heißt diese Serie eigentlich "Perry Rhodan", wenn es doch immer nur um die Geschichten von irgendwas Abgehobenem geht, in die er irgendwie reingerissen wird? ...

Das ist genau der springende Punkt. :st:
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Kardec
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Da war mal was mit erben und so :D
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Raktajino
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Ich hab mal für dich recherchiert. 57 h oder 2 1/2 Tag wäre der Fußmarsch. Keiner verlangt von dir, dass du barfuß gehen musst. Vergiss aber die Stullen nicht.
:devil:
Das kurze Glück von der Donnerstag-Lieferung schon wieder hin.
Dann halt Freitag ff, um den würdevollen Abgang würdigen zu können. B-)
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Tennessee
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Salut,

ich mag die "Überwesen" ja gerne leiden. Aber ..

... wurden m.E. die Superintelligenzen und der "kosmische Überbau" in den letzten Zyklen sehr extrem bzw. inflationär genutzt. Man hat das Gefühl einer "SI des Jahres", die, auch wenn sie nicht aktiv in der Handlung auftaucht, eine Art Neuerfindung des Paten darstellt: "Ich mache dir ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst!", und selbst als Leiche noch so wirkt, als hätte sie testamentarisch verfügt, dass ihr letzter Wille handlungsinitiierend für die PR-Serie zu sein hat. Perrys Next SI-Model - bloß dass wir keine Fotos zu vergeben haben.

In der gaZ gab es ES, dann BARDIOC und die Kaiserin, eine fern-intrigierende Seth-Apophis und die schweigsame ESTARTU. Mit jeder SI wurde, jedenfalls las/lese ich das so, den Protagonisten auch ein neuer oder zusätzlicher Aspekt ihres "kosmischen Bewusstseins" angeboten: ES sicherte die Unsterblichkeit und initiierte den kosmischen Aufbruch der Menschheit. BARDIOC und die Kaiserin repräsentierten zum ersten Mal die Pluralität der kosmischen Wesen, während Seth-Apophis das chaotarkische Gegenstück zur kosmokratischen Orientierung der Protagonisten darstellte. ESTARTU schließlich zeigte einen (zugegeben sehr vage ausformulierten) Dritten Weg zwischen den bipolaren Mächten auf.

Das mochte mir gut gefallen. Heute habe ich nun doch den Eindruck, dass die SIen bloß Vehikel für ein nicht mehr ganz so frisches Staunen der Leserschaft sind, das Sträußchen Garniturpetersilie auf dem Teller, weil's ja da so hingehört und ohne Sträußchen ja doch ein bisschen was fehlt. Und zu häufig bleibt dieses Kraut unverzehrt auf dem Teller zurück.
Mir fehlt es, dass die Superintelligenzen Teil des Rezeptes sind, ein zusätzliches Gewürz, dass das Gericht oder den Genuss auf eine zusätzliche Geschmacksebene hebt. Ich kann auf SIen verzichten, wenn sie letztendlich nicht mehr darstellen als eine gestaltlose Form des "Monsters des Monats", dem man schriftstellerisch und rezeptionsästhetisch nicht auf seine Existenzebene folgen kann.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“
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Clark Flipper
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Gibt es eigentlich noch Völker, welche aus sich selbstheraus einen "Führungsanspruch" entwickeln?

Einen ohne dabei irgendeiner Entität zu dienen, einfach daraus das sie die Möglichkeit dazu haben.
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Durial
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Tennessee hat geschrieben:Salut,

ich mag die "Überwesen" ja gerne leiden. Aber ..

... wurden m.E. die Superintelligenzen und der "kosmische Überbau" in den letzten Zyklen sehr extrem bzw. inflationär genutzt. Man hat das Gefühl einer "SI des Jahres", die, auch wenn sie nicht aktiv in der Handlung auftaucht, eine Art Neuerfindung des Paten darstellt: "Ich mache dir ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst!", und selbst als Leiche noch so wirkt, als hätte sie testamentarisch verfügt, dass ihr letzter Wille handlungsinitiierend für die PR-Serie zu sein hat. Perrys Next SI-Model - bloß dass wir keine Fotos zu vergeben haben.
.......

Das mochte mir gut gefallen. Heute habe ich nun doch den Eindruck, dass die SIen bloß Vehikel für ein nicht mehr ganz so frisches Staunen der Leserschaft sind, das Sträußchen Garniturpetersilie auf dem Teller, weil's ja da so hingehört und ohne Sträußchen ja doch ein bisschen was fehlt. Und zu häufig bleibt dieses Kraut unverzehrt auf dem Teller zurück.
Mir fehlt es, dass die Superintelligenzen Teil des Rezeptes sind, ein zusätzliches Gewürz, dass das Gericht oder den Genuss auf eine zusätzliche Geschmacksebene hebt. Ich kann auf SIen verzichten, wenn sie letztendlich nicht mehr darstellen als eine gestaltlose Form des "Monsters des Monats", dem man schriftstellerisch und rezeptionsästhetisch nicht auf seine Existenzebene folgen kann.

lg
Ten.


Das kann ich voll unterschreiben.
Für Effekthaschereien seitens der Expokraten wird zunehmend das Tafelsilber verscherbelt. Der Kosmische Überbau wird geplündert statt ihn da zu lassen wo er hingehört - als je nach Thematik drohender oder helfender, geheimnisvoller Strippenzieher im Hintergrund, der punktuell in die Handlung eingreift, oder unseren Serienhelden einen Brocken vor die Füße wirft, um den sie sich doch bitteschön kümmern sollen. Stattdessen füllt die Ahnengalerie der SI's
mittlerweile ein ganzes Fotoalbum und sind nur noch Wegwerfware.
Genauso wie die Altmutanten für einen billigen Effekt endgültig über den Jordan geschickt wurden, um ES bei seiner Teilung zu helfen.
Oder der völlig sinnlose Tod des einzigen ZA-Trägers, der auch mal außerhalb der "political correctness" in ein Abenteuer ziehen konnte (Tekener),
das ausbooten des geheimnisvollsten Mitglieds der Unsterblichen ( Alaska). Aktuell geht es dem Volk der Haluter an den Kragen - die Liste lässt sich beliebig ergänzen.

Es ist bald nicht mehr viel übrig von der Geschichte der Terraner in den Bänden 1 bis 2600.
Vielleicht heißt die Serie ab Band 3000 dann "Perry Rhodan NEO - die Heftserie".

Dann aber bitte ohne mich.
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Yman
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Durial hat geschrieben:Für Effekthaschereien seitens der Expokraten wird zunehmend das Tafelsilber verscherbelt. Der Kosmische Überbau wird geplündert statt ihn da zu lassen wo er hingehört - als je nach Thematik drohender oder helfender, geheimnisvoller Strippenzieher im Hintergrund, der punktuell in die Handlung eingreift, oder unseren Serienhelden einen Brocken vor die Füße wirft, um den sie sich doch bitteschön kümmern sollen. Stattdessen füllt die Ahnengalerie der SI's
mittlerweile ein ganzes Fotoalbum und sind nur noch Wegwerfware.
Genauso wie die Altmutanten für einen billigen Effekt endgültig über den Jordan geschickt wurden, um ES bei seiner Teilung zu helfen.
Oder der völlig sinnlose Tod des einzigen ZA-Trägers, der auch mal außerhalb der "political correctness" in ein Abenteuer ziehen konnte (Tekener),
das ausbooten des geheimnisvollsten Mitglieds der Unsterblichen ( Alaska). Aktuell geht es dem Volk der Haluter an den Kragen - die Liste lässt sich beliebig ergänzen.


Stammt nicht von Bismarck das Zitat:
Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.


Das trifft vielleicht auch auf die Expokraten der Serie zu. KHS und WiVo (den ich ebenfalls zur ersten Generation zähle) haben das Vermögen aufgebaut, die danach (Vlcek, Feldhoff und Anton) haben es nur noch verwaltet, und ich denke, wir sind jetzt mitten (voll) in der Kunstgeschichte. :lol:
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zephydia
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Thoromir hat geschrieben:Da ich den Spoilerbereich kaum lese, weiß ich nicht, aus welcher Diskussion heraus diese Umfrage entstanden ist, aber das wird wohl auch nicht so wichtig sein, vielleicht sogar besser :-)


Ich hatte eigentlich den allgemeinen Spoilerthread zum aktuellen Zyklus gemeint, habe mich leider etwas ungenau ausgedrückt, sorry.

Ich bin an sich sehr neugierig auf manche der kosmischen Themen. Ich würde gerne wissen was es mit der ominösen Stadt Aures auf sich hat, mit den Siegeln und den Zeitgefährten.
Ich würde gerne erfahren was hinter den Hieroglyphen in Perrys und Atlans Bewustsein steckt und was es mit ERSTIE auf sich hat. Und auch manch andere von den kosmischen Themen interessieren mich.
Aber am Ende ging es in den letzten Jahren leider doch immer nur um die nächste Superintelligenz oder Hohe Macht die ihre Truppen zwecks Eroberung/Vernichtung der Milchstraße ausschickt.

Thoromir hat geschrieben:
Was mir am Zwiebelschalenmodell aber nie gefallen hat, waren die Materiequellen und Materiesenken und die Art, wie sie entstanden. Für mich stellt sich das immer so dar, das aus einer Superintelligenz in der nächsten Evolutionsstufe ein nichtbelebtes Objekt wird, aus dem dann wider belebte Kosmokraten werden. Das passt da irgendwie nicht rein. Ganz abgesehen davon, das mir der Gedanke nicht gefällt, das zur Entstehung einer MQ/MS ganze Galaxiencluster und deren Bewohner vernichtet werden. Da sehe ich nichts Gutes undt Erstebenswertes drin. :rolleyes:

Sehe ich auch so. Wesen die bei ihrer "Verpuppung" gleich eine oder oft auch mehrere Galaxien in eine Todeszone verwandeln müssen sind mir alles andere als sympathisch. Und ich frage mich ob so etwas überhaupt natürlich entstehen kann.
Und seit dem letzten Zyklus wissen wir das der Prozess tatsächlich so scheußlich ist wie er klingt...

Tennessee hat geschrieben:Salut,

ich mag die "Überwesen" ja gerne leiden. Aber ..

... wurden m.E. die Superintelligenzen und der "kosmische Überbau" in den letzten Zyklen sehr extrem bzw. inflationär genutzt. Man hat das Gefühl einer "SI des Jahres", die, auch wenn sie nicht aktiv in der Handlung auftaucht, eine Art Neuerfindung des Paten darstellt: "Ich mache dir ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst!", und selbst als Leiche noch so wirkt, als hätte sie testamentarisch verfügt, dass ihr letzter Wille handlungsinitiierend für die PR-Serie zu sein hat. Perrys Next SI-Model - bloß dass wir keine Fotos zu vergeben haben.

In der gaZ gab es ES, dann BARDIOC und die Kaiserin, eine fern-intrigierende Seth-Apophis und die schweigsame ESTARTU. Mit jeder SI wurde, jedenfalls las/lese ich das so, den Protagonisten auch ein neuer oder zusätzlicher Aspekt ihres "kosmischen Bewusstseins" angeboten: ES sicherte die Unsterblichkeit und initiierte den kosmischen Aufbruch der Menschheit. BARDIOC und die Kaiserin repräsentierten zum ersten Mal die Pluralität der kosmischen Wesen, während Seth-Apophis das chaotarkische Gegenstück zur kosmokratischen Orientierung der Protagonisten darstellte. ESTARTU schließlich zeigte einen (zugegeben sehr vage ausformulierten) Dritten Weg zwischen den bipolaren Mächten auf.

Das mochte mir gut gefallen. Heute habe ich nun doch den Eindruck, dass die SIen bloß Vehikel für ein nicht mehr ganz so frisches Staunen der Leserschaft sind, das Sträußchen Garniturpetersilie auf dem Teller, weil's ja da so hingehört und ohne Sträußchen ja doch ein bisschen was fehlt. Und zu häufig bleibt dieses Kraut unverzehrt auf dem Teller zurück.
Mir fehlt es, dass die Superintelligenzen Teil des Rezeptes sind, ein zusätzliches Gewürz, dass das Gericht oder den Genuss auf eine zusätzliche Geschmacksebene hebt. Ich kann auf SIen verzichten, wenn sie letztendlich nicht mehr darstellen als eine gestaltlose Form des "Monsters des Monats", dem man schriftstellerisch und rezeptionsästhetisch nicht auf seine Existenzebene folgen kann.

lg
Ten.


:st: Ich glaube dass ist genau dass warum ich so ein Problem mit dem Thema habe. Die Superintelligenzen wirken auf mich nicht geheimnisvoll oder überlegen, die sind eigentlich ganz einfach gestrickt. Sie haben Hunger auf Macht und auf Seelen und dann setzten sie halt ihre Weltengeiseln und Schnitter oder was sie sonst in ihrem Arsenal haben, in Marsch. "Monster des Monats" trifft es gut. Nur kann man nun nicht einmal mehr (anders als zur Zeit von Qin Shi) versuchen sich gegen sie zu wehren...
ES früher oder auch Bardioc, die Kaiserin von Therm, sogar Seth-Apophis wirkten da interessanter auf mich.

Mein Ding ist das alles nicht. Darum fände ich es schön wenn ab Band 3000 das Thema "Höhrere Wesen" mal für eine Weile in den Hintergrund tritt. Es gäbe noch so viele andere Themen... Ich fürchte aber die Chance dafür ist nicht sehr groß.
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Yman
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Kritikaster hat geschrieben:
Soulprayer hat geschrieben:Mich würde an der Stelle eher interessieren, warum so mancher von den Hohen Mächten die Nase voll hat.

Tja, warum? Mal so meine Geschichte mit den höheren Mächten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Anfänglich gab es nur ES und das dosiert. Er diente dazu, dem Aufbruch der Menschheit ins All einen höheren Sinn zu verleihen. Dieser Aufbruch, die Expansion, das Solare Imperium waren aber irgendwie immer terranische Ideen und Handlungen.
Irgendwann begannen dann die Zyklen, in denen es vordringlich um die Bedürfnisse höherer Mächte ging. Keine Ahnung, wann das genau war, es gab ES Familiengeschichten um ANTI-ES und ESTARTU, die Kosmokraten um das Virenimperium, Kleinwüchsige Möchtegern-SIs, die auf dem Nacken von iregndwem ritten, Horden von SIen die ihr THOREGON anstrebten, benachbarte feindliche SIen wie SETH-APOPHIS, Chaotarchen mit Kolonnen und SIs, gejagte und jagende SIen wie QUIN-SHI und wenn man dachte mit Anthuresta sei mal wieder so was wie menschliche Handlungsfähigkeit gefragt, dann ging es letztlich mit TALIN auch wieder nur um eine neue SI.
Warum heißt diese Serie eigentlich "Perry Rhodan", wenn es doch immer nur um die Geschichten von irgendwas Abgehobenem geht, in die er irgendwie reingerissen wird?
Das Solsystem als ARCHETIMs Grab oder in TAFALLAs Nebelfeld? Das soll Science Fiction sein und die Beschreibung eines möglichen Wegs der Menschheit in der Zukunft? Was immer die Serie in den letzten Jahrzehnten war: Das jedenfalls nicht.
Spätestens seit der SI-Inflation um QUIN SHI habe ich davon die Nase voll und stelle mich gerne als Schlussstein für die nächste SI zur Verfügung, damit sie so schnell wie möglich und für immer aus dem Perryversum verschwindet. Lasst GESHOD in Ruhe schlafen und von da übergangslos ins Koma versinken.
Von mir aus kann hin und wieder noch mal ein Supermann auftauchen, der in der Universität der Kosmo- und Chaotarchen ausgebildet wurde. Das mag ja Handlungspep erzeugen. Aber den sogenannten Sinn der Serienhandlung immer nur in den Interessen der HM zu verankern, das habe ich längst mehr als satt. 8-)


Mir ging es und geht es ähnlich. Irgendwann fing es an mit Anti-ES und dem kosmischen Schachspiel, das im Atlan-Zyklus "Die Abenteuer der SOL", den ich gerade lese, seine Fortsetzung findet, und es ging weiter mit der Auseinandersetzung mit Seth-Apophis. Das finde ich noch in Ordnung und interessant, aber das alles hätte mit der Vernichtung von Seth-Apophis und dem Ende von Anti-ES für längere Zeit ein Ende haben müssen.

Parallel zu "Die Abenteuer der SOL" lese ich noch die Zeitabenteuer von Kneifel, und dort hadert Atlan immer wieder mit seiner Rolle als Sklave von ES. Den Atlan-Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten" möchte ich auch noch lesen, und ich akzeptiere, dass Atlan eine Sonderrolle einnimmt, aber dasselbe dann auch noch in der PR-Serie in noch extremerer Form zu lesen, dazu habe ich keine Lust.

Spätestens mit Band 2000 wurden die Weichen in eine völlig falsche Richtung gestellt, aber das scheint wohl niemand (ein)zu sehen.

Wahrscheinlich denken die Expokraten, Superintelligenzen sind so etwas wie Buben beim Skat: Mit vier (Superintelligenzen), gespielt fünf, ... besser geht es nicht. ;)
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zephydia
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Yman hat geschrieben:
Parallel zu "Die Abenteuer der SOL" lese ich noch die Zeitabenteuer von Kneifel, und dort hadert Atlan immer wieder mit seiner Rolle als Sklave von ES.


Ich habe auch einige von den Zeitabenteuern gelesen und kann mich gut daran erinnern. Deswegen fand ich es so seltsam als er vor kurzem in einem der neuen Romane meinte
Spoiler:
dass man doch mit ES über alles reden könne wenn man in seinen Diensten unzufrieden ist.
Gerade Atlan müsste es doch besser wissen. :D
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Raktajino
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Vielleicht genügte uns auch, dass man angewidert von den Hohen Mächten ebenso deren Aufträge abarbeitet. :unsure:
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Moonbiker
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Soulprayer hat geschrieben:Mich würde an der Stelle eher interessieren, warum so mancher von den Hohen Mächten die Nase voll hat.

Das war der Degrader schlechthin.
Aus Selbstständigen wurden Laufburschen.

Günther
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Richard
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.. bis dann die Revolte der Ritter kam.
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