Niveau der Erstauflage

Aktuelle Erstauflage, zu Hintergründen und möglichen Entwicklungen.
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Niveau der Erstauflage

Beitragvon tomfried » 4. Juli 2012, 23:19

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tomfried
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Ich würde gerne eine Diskussion über die Erstauflage starten, in der alle ihre Meinung zum aktuellen Niveau der Serie schildern.
Das gilt sowohl für den Inhalt (Thematik des laufenden und der letzten Zyklen), deren Umsetzung, als auch für die Schriftstellerische Gestaltung der Romane.

Kurz zu mir: Als gereifter Herr, der die 50 kürzlich übersprungen hat *grins* und gleichzeitig seit ca. 40! Jahren wöchentlich seinen Perry liest, kann ich mich wohl getrost als Altleser bezeichnen, der so ziemlich alle Höhen und Tiefen der Serie miterlebt hat.

Zum letzten und aktuellen Zyklus fällt mir leider nicht viel positives ein. Mit Band 2500 war mir klar, das nach dem aus meiner Sicht grandiosen Traitor-Zyklus eine kleine Delle kommen würde. Schliesslich hat auch jeder Höhenflug an der Börse mal ein Ende.

Was aber seitdem geboten wurde, gehört meiner Meinung nach zum schwächsten, was in der Geschichte der Serie fabriziert wurde.
Der Vatrox-Zyklus: Man nehme ein bisschen Stargate (Polyport), ein bisschen Battlestar Galactica (Vamu -Download bei den Zylonen), übergiesse das gamze dick mit Zuckerguss aus Psi-Materie -und fertig ist der Zyklus.
Um den berüchtigten "Sense of Wonder" am Leben zu erhalten, wurden für eine billige Effekthascherei praktisch sämtliche Altmutanten endgültig über den Jordan geschickt, womit das Tafelsilber der Serie geradezu verramscht wurde.
Einzige positive Erinnerungen an diesen Zyklus sind der Jahrmillionen-Marsch von Julian Tifflor (bester Roman des Zyklus) und das überraschende Finale mit der Teilung von Mama "ES".

Aktueller Neuroversum-Zyklus: Ich hoffte auf eine Besserung und wurde bis jetzt sehr enttäuscht!
Wir sind mittlerweile in der zweiten Hälfte des Zyklus angelangt und ich weiss immer noch nicht genau, um was es eigentlich geht.
Das QIN-SHI sein eigenes Universum basteln will habe ich mittlerweile verstanden, aber was ist das ominöse Botnetz?
Der ganze Zyklus ist heillos zerrissen, nach einer Rückkehr zu einem Handlungsstrang muss ich erst mal lange überlegen, wie der Stand der Dinge war und dazwischen gibt es viel zu viele Füllromane, die für die Handlung völig bedeutungslos sind.
Selbst in Romanen, in denen die Handlung spürbar "weitergestrickt" wird, ist das Heft aufgeteilt in aktives Geschehen und bedeutungslose Schilderungen von Nebendarstellern oder Völkern/Kulturen, die kurz darauf auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden.
Ich habe mich niemals zuvor dabei ertappt, wie ich ganze Kapitel einfach übersprungen habe und vereinzelt sogar ganze Romane nach 20 minuten lesen abgebrochen, d.h. nur noch den Epilog gelesen habe, um zu wissen wie es nächste Woche wohl weitergeht. Ein Beispiel sind die letzten Romane mit der Schilderung des Werdegangs eines jungen Arkoniden. Dafür werden 3 ganze Romane aufgebracht!!! Entweder wird aus dem Burschen in Zukunft eine ganz grosse Nummer -oder es waren doch nur wieder Füllromane, die die Handlung nur sehr wenig voranbringen.
Ein ähnliches Tief hatte die Serie nur in den 1300er Bänden, was mit einem radikalen (und erfolgreichem) Schnitt mit Band 1400 endete.

Was ich schreibe klingt ziemlich hart, aber ich schreibe es aus tiefster Sorge um den Fortbestand der Serie. Ich werde wohl noch bis zum Ende des laufenden Zyklus durchhalten. Sollte der nächste Zyklus nach gleichen Schema laufen wie der aktuelle, werde ich mich wohl von einem liebgewordenen wöchentlichen Ritual verabschieden müssen.

Und noch eine bitte an die Redaktion: Ich habe nichts gegen die NEO-Serie und auch nichts dagegen, das ihr Werbung dafür auf der LKS macht.
Aber übertreibt es bitte nicht zu sehr. Ich habe schon fast den Eindruck, das die aktuelle Heftserie nur noch ein Anhängsel von NEO ist.
Vielleicht verpasst ihr den Taschenbüchern eine eigene LKS ?

Wie steht ihr zum Geschehen der letzen 2,5 Real-Jahre ? Bin ich wirklich der einzige, der was zu meckern hat oder sollten in der PR-Redaktion die Alarmglocken schrillen? Oder bin ich nur ein Relikt, das für das aktuelle Verständnis für gelungene Science-Fiction einfach zu alt ist?

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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Honor_Harrington » 5. Juli 2012, 00:10

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Honor_Harrington
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Also ich lese seit fast 20 Jahren nicht mehr die PR classic.
Dennoch, deine Ausführungen - insbesondere

wurden für eine billige Effekthascherei praktisch sämtliche Altmutanten endgültig über den Jordan geschickt, womit das Tafelsilber der Serie geradezu verramscht wurde.
Einzige positive Erinnerungen an diesen Zyklus sind der Jahrmillionen-Marsch von Julian Tifflor (bester Roman des Zyklus) und das überraschende Finale mit der Teilung von Mama "ES".


finde ich ja richtig interessant.
Da würde mich eine kleine Nacherzählung schon interessieren, ohne dafür 100 bis 200 Hefte lesen zu müssen.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon christianf » 5. Juli 2012, 00:11

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christianf
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tomfried hat geschrieben:Ein ähnliches Tief hatte die Serie nur in den 1300er Bänden

So unterscheiden sich die Geschmäcker. Ich fand den Hangay-Zyklus sogar einen der brauchbareren ...

Was den jetzigen Zyklus angeht, finde ich ihn auch so schlecht nicht. Einziger Kritikpunkt vielleicht, dass die Pausen zwischen den einzelnen Viererblocks eines Stranges zu lang sind. Da würde ein weniger starres Raster und/oder weniger Handlungsstränge helfen. Andererseits habe ich den Eindruck, dass der Gesamtentwurf des jetzigen Zyklus sehr ambitioniert ist und alle diese Teile benötigt werden, um am Ende ein großartiges Gesamtbild zu ergeben.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Pangalaktiker » 5. Juli 2012, 00:21

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Here we go again ... brace for 500+ postings.

Ich lese Perry Rhodan seit 1893 und meine Hobbies sind Posts verfassen und darin mit meinem Alter zu kokettieren.

Mir gefällt der laufende Zyklus, insbesondere gefällt er mir besser als der letzte. Ich kann der Handlung folgen und habe kein Problem damit, dass zur Mitte des Zyklus noch nicht jedes Detail ausbuchstabiert wurde. Ich beurteile die Hefte danach, ob sie mich unterhalten und nicht McKinseyhaft nach ihrem Wert für die Zyklusentwicklung. Die Komplexität der Zyklushandlung empfinde ich als beeindruckend und möchte Uwe dafür ein Lob aussprechen.

Ich könnte mir viele Verbesserungen im Expo-Kurs vorstellen, bezweifle aber stark, dass sie uneingeschränkt den Segen der Leser finden würden [*]. Umgekehrt habe ich hier schon viele Forderungen gelesen, die ich persönlich furchtbar finde. So ist es nun mal. Oh, und Band 1400ff hat seinerseit meinen Ausstieg aus der Serie eingeleitet.

[*] Z.B. hat mir der Arkon-Vierer bisher gefallen bis auf Susan Schwartz' gnadenlose Witzischkeit bei der Beschreibung der Unither. Ich hätte das als Verlagsdiktator nicht durchgehen lassen, und hätte mir damit sicher den Zorn der Schenkelklopferfraktion zugezogen.
Wer unter Euch ohne Sünde ist, werfe das erste Heft aufs Garagendach ...

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Mi.Go » 5. Juli 2012, 07:47

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Mi.Go
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Pangalaktiker hat geschrieben:...
Ich lese Perry Rhodan seit 1893 und meine Hobbies sind Posts verfassen
und darin mit meinem Alter zu kokettieren.
....

Damit übertreibst du's aber, das Kokettieren. :lol:
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon galorne » 5. Juli 2012, 08:51

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Ich hab auch so meine Probleme mit dem aktuellen Zyklus. Für meinen Geschmack ist hier zuviel Übernatürliches verwurschtelt.
Ich kann mit unter solchen Dingen wie Anomalien, kalter Raum, usw. einfach nichts vorstellen, für mich leidet da die Glaubwürdigkeit. Mir scheint, als wäre PSI und Konsorten gerade das Allheilmittel.
Von daher geniesse ich die Arkonbände - zumal ich Lebensgeschichten mag. :D
"Gute Science Fiction gründet auf guter Science, also guter Wissenschaft" (so oder so ähnlich aus "Illuminati" von Dan Brown)
"Die Begeisterung der anderen war enden wollend." (Leo Lukas in PR2657)

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Myzzelhinn » 5. Juli 2012, 09:21

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Der aktuelle Zyklus ist - bei allen Versatzstücken, die bekannt scheinen und/oder sind - etwas extrem Neues für PR, und zwar von der Konzeption her, wie ich finde. Das macht ihn aber auch ungewohnt und daher schwierig zu lesen. Durch die inhaltlich massiven Handlungsebenen, die jede ihr eigenes Gewicht bringen und die zudem vom Romanerscheinen her weit auseinanderliegen, wirkt alles etwas sperrig (etwa: Ja, was weiß denn ich, was vor 16 Lesewochen genau passiere und das jetzt wieder ansetzt?). Da sind wir durch die Viererblöcke und durch die abgeschlossenen Inhaltsebenen anders "erzogen" worden (die mich damals aber auch manchmal sehr geärgert haben, ich sage nur: Sonnensystemhopping mit irgendwelchen isolierten, aber an sich einander arg ähnelnden "Bergvölkern" während der Reise nach ... öh ... wohin noch gleich?) Ändert für mich aber insoweit nichts an meiner positiven Einschätzung der Exposé-Arbeit. Sie dirigiert eben nur "anders" als früher.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Pangalaktiker » 5. Juli 2012, 11:24

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Mi.Go hat geschrieben:
Pangalaktiker hat geschrieben:...
Ich lese Perry Rhodan seit 1893 und meine Hobbies sind Posts verfassen
und darin mit meinem Alter zu kokettieren.
....

Damit übertreibst du's aber, das Kokettieren. :lol:


Es war zumindest Absicht das zu schreiben und kein Fipptehler. :)

Uwe macht das schon richtig mit der Zykluskonzeption. Über die Viererblöcke kann man sicher noch mal sprechen und insbesondere, wie man die Handlung auf Nebenschauplätzen auf diese verteilt. Das ist aber kein Thema, worüber ich mich jede Nacht in den Schlaf weine. Und lieber eine Nebenhandlung von 2 Bänden auf zwei Viererblöcke verteilt als sie erbarmungslos auf vier Bände zu strecken!

Ansonsten: Füller, ja gerne. Was mir unlieb sind, sind "Strecker" über tote Laren oder Methanwelten etc. Lieber einen Füller über ein verschollenes Basis-Beiboot, das ein spannendes Abenteuer mit dem Volk X vom Planeten Y erlebt und uns von mir aus keine neuen Geheimnisse Qin Shis enthüllt. Das nach 60 Seiten ein tragisches Ende oder wieder Anschluss findet und jedenfalls in der Folge für Haupt-Handlung garantiert überhaupt keine Rolle spielt.
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon ernie » 5. Juli 2012, 11:33

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Mir gefällt der aktuelle Zyklus bislang sehr gut. Wie schon desöfteren hier erwähnt,
stören nur die lange Pausen aufgrund der 4-Block- Problematik
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Vishna » 5. Juli 2012, 11:46

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- weniger handlungsebenen
- weg mit den 4er blöcken
- ein planender, zielstrebiger Perry, der nicht von dritten getrieben und manipuliert wird
- mehr roter faden mit zwischenergebnissen als ein wildes puzzle mit auflösung in xx99
- bodenständigere SciFi (mal ne weile ohne SI / HM / Psi und andere supertechnologien)
- wenn es der sache dient auch 50er zyklen oder noch flexibler
- ...

das wäre mal ein anfang.

für den laufenden zyklus habe ich jede hoffnung aufgegeben. ich bin aber seit über 40 jahren kummer gewohnt; ohne jetzt kokettieren zu wollen B-)

und nein, ich werde nicht aufgeben. ich habe schon mehr als einen expose-autor kommen und gehen sehen. aber andere ziehen sicher ihre konsequenzen und so mache ich mir in der tat ernsthafte sorgen um die serie.
Zuletzt geändert von Vishna am 5. Juli 2012, 11:52, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Mi.Go » 5. Juli 2012, 11:51

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Pangalaktiker hat geschrieben:...
Ansonsten: Füller, ja gerne. Was mir unlieb sind, sind "Strecker" über tote Laren oder Methanwelten etc. Lieber einen Füller über ein verschollenes Basis-Beiboot, das ein spannendes Abenteuer mit dem Volk X vom Planeten Y erlebt und uns von mir aus keine neuen Geheimnisse Qin Shis enthüllt. Das nach 60 Seiten ein tragisches Ende oder wieder Anschluss findet und jedenfalls in der Folge für Haupt-Handlung garantiert überhaupt keine Rolle spielt.

:st:
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Laurin » 5. Juli 2012, 12:21

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Vishna hat geschrieben:- weniger handlungsebenen
- weg mit den 4er blöcken
- ein planender, zielstrebiger Perry, der nicht von dritten getrieben und manipuliert wird
- mehr roter faden mit zwischenergebnissen als ein wildes puzzle mit auflösung in xx99
- bodenständigere SciFi (mal ne weile ohne SI / HM / Psi und andere supertechnologien)
- wenn es der sache dient auch 50er zyklen oder noch flexibler
- ...

das wäre mal ein anfang.

für den laufenden zyklus habe ich jede hoffnung aufgegeben. ich bin aber seit über 40 jahren kummer gewohnt; ohne jetzt kokettieren zu wollen B-)

und nein, ich werde nicht aufgeben. ich habe schon mehr als einen expose-autor kommen und gehen sehen. aber andere ziehen sicher ihre konsequenzen und so mache ich mir in der tat ernsthafte sorgen um die serie.

Zustimmung.

Der Zyklus ähnelt im Moment einem grossem statischem Gemälde was sich uns in unzähligen Puzzeln präsentiert, die nun nach und nach eingefügt werden. Frühere Zyklen hatten dagegen eine packende vorwärtsdrängende Storyline, wo man mit den "Helden" mitreisen und mitfiebern konnte. Das fehlt mir total - durch die Aufspitterung in immer mehr Erzählebenen, die bis in die Romane selbst hineinreicht, geht viel Drive verloren. Dazu kommt die strategische Planlosigkeit der Hauptfiguren; und auch dass mehr und mehr auf deren Erzählperspektive verzichtet wird zugunsten von mehr oder weniger belanglosen und oft lagweiligen Nebenfiguren (z.B. Roust oder wie er hiess).

SoW wird versucht mit viel PSI oder SI's oder Ähnlichem zu erreichen. Die terranische Technologie ist zugunsten von Silberkugeln und anderen Wundertüten aus dem Focus geraten; gereist wird mit einer Art Stargates statt mit terranischen Raumschiffen, was dann aber im Ergebnis eigentlich nur noch ein Ebenenwechsel ist und kein eigentliches "Reisen" mehr.


Dagegen haben wir eigentlich ein Autorenteam was gut schreiben kann. Auch die grundsätzlichen Ideen des Zyklus halte ich nicht für schlecht. Aber es ist zuviel von allem und zuwenig stringent "zusammengerührt" ... "back to the basics" wäre deshalb meiner Meinung nach mal wieder dringend nötig.
Zuletzt geändert von Laurin am 5. Juli 2012, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 5. Juli 2012, 12:31

Frank Chmorl Pamo
Honor_Harrington hat geschrieben:Also ich lese seit fast 20 Jahren nicht mehr die PR classic.
Dennoch, deine Ausführungen - insbesondere

wurden für eine billige Effekthascherei praktisch sämtliche Altmutanten endgültig über den Jordan geschickt, womit das Tafelsilber der Serie geradezu verramscht wurde.
Einzige positive Erinnerungen an diesen Zyklus sind der Jahrmillionen-Marsch von Julian Tifflor (bester Roman des Zyklus) und das überraschende Finale mit der Teilung von Mama "ES".


finde ich ja richtig interessant.
Da würde mich eine kleine Nacherzählung schon interessieren, ohne dafür 100 bis 200 Hefte lesen zu müssen.

Um den Schutzschirm ums Sonnensystem beim Angriff Vatrox zu stabilisieren, löste ES die in ihn aufgegangenen Mutanten. Sie sollten den Schirm mit ihren Parakräften stabilisiern und kamen dabei allesamt endgültig um. Tabula Rasa.
Julian Tifflor lief 10 Millionen Jahre durch einen Tunnel Richtung Vergangenheit, manche Streckenabschnitte mehrmals. In dieser Zeit schlief er nicht, und auch sonst zeigte er und seine Ausrüstung (Schuhe, Kleidung) keine Abnutzungerscheinungen. Er dürstete nicht, hatte keinen Hunger. Er musste dies im Auftrag von ES tun, damit das Paralox-Arsenal gefunden werden konnte.
ES wurde immer schwächer. Es stellte sich heraus, dass ES eigentlich zwei Mächtigkeitsballungen beherrschte. Von der zweiten hörte man bis dato nichts. Diese Aufteilung seiner Kräfte drohte ihn zu töten. Die einzige Lösung war, dass ES sich aufspaltet und so zum Einen sich beide Teile alleine um je eine Mächtigkeitsballung kümmern können, und dass zum Anderen ES' "kritische Masse", ab der es zur Materiequelle wird halbiert wird, was von ihm gewünscht ist.
Mutantensterben und Jahrmillionenmarsch finde ich sehr schlecht.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Heiko Langhans » 5. Juli 2012, 12:40

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Es waren nicht alle Mutanten ...

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Honor_Harrington » 5. Juli 2012, 12:45

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@ Frank Chmorl Pamo - danke für die Kurzzusammenfassung. :st:

Also dieser millionenmarsch ist ja wohl (vom lesen jetz) wirklich absurd und vom Ar...
Mit Es finde ich indess wirklich interessant.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 5. Juli 2012, 12:55

Frank Chmorl Pamo
Heiko Langhans hat geschrieben:Es waren nicht alle Mutanten ...

Ja, ok, das Konzept Tschubai/Lloyd nicht. Ob noch mehr, weiß ich nichtmehr. Aber zum allergrößten Teil doch.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Laurin » 5. Juli 2012, 13:02

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Honor_Harrington hat geschrieben:@ Frank Chmorl Pamo - danke für die Kurzzusammenfassung. :st:

Also dieser millionenmarsch ist ja wohl (vom lesen jetz) wirklich absurd und vom Ar...
...

Das Dumme ist, dass Tiff damit quasi aus dem Verkehr gezogen ist. Zum Schluss hat man ihn glaube ich auf weisse Wände starrend in seiner Kabine gesehen ...

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Sokrat » 5. Juli 2012, 13:22

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Mist :motz: :motz: :motz: verdammt, jetzt ist doch glatt ein ganzer Beitrag im Nirwana verschwunden.
Also auf ein neues.
Auch ich habe die 50 dieses Jahr geknackt :) und Perry Rhodan begleitet mich mehr oder wenige :rolleyes: r intensiv ebenfalls die letzten 40 Jahre. Aber ich kann die Kritik nicht unbedingt nachvollziehen :susp: . Zugegeben, Perry Rhodan ist keine Weltliteratur (oder doch?), :D zumindest glaube ich nicht, dass in absehbarer Zukunft ein Einzelroman für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen wird. Muss er aber auch nicht. Ich finde die Sprache in den Romanen sehr angenehm und schön zu lesen und alles andere als niveaulos. Natürlich haben die einzelnen Autoren verschiedene Stärken und Schwächen, :) aber auch das mach für mich zum Teil den Reiz der Serie aus. :st: Das sich die Handlung oft mehr in die Breite anstatt nach vorne entwickelt begrüße ich sehr :) . Im Gegenteil, hätte ich eher Angst, dass wenn die Handlung zu schnell voranschreitet, dass sie sich irgendwann totläuft. :( Deswegen finde ich gibt es keine sogenannten Füller-Romane, oder besser es gibt nicht genug. Denn gerade die Breitschichtigkeit der Serie ist das imposante und tolle. Und schließlich will ich noch mindesten die nächsten 40 Jahre weiterlesen. :D Ich bewerte die einzelnen Romane nicht daran, inwiefern sie die Handlung weiterentwickeln sondern danach wieviel Spass sie mir beim lesen machen. :) Und kann ich nur sagen, für mich haben die Autoren und auch die Expose´Redaktion alles richtig gemacht und hervoragende Arbeit geleistet. :st: Dafür viele, vielen Dank.
LG
Thomas
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Freu Dich wenns regnet, denn regnen tut es sowieso, da kannst Du dich auch darüber freuen
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Sokrat » 5. Juli 2012, 13:26

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Sokrat hat geschrieben:Mist :motz: :motz: :motz: verdammt, jetzt ist doch glatt ein ganzer Beitrag im Nirwana verschwunden.
Also auf ein neues.

Was ist los? Auch diesen Beitrag musste ich mehrmals absenden bevor er angekommen ist :blink: :blink: :blink:



Ist er denn soo schlecht??? :blink: :)
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Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Laurin » 5. Juli 2012, 13:34

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Laurin
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Sokrat hat geschrieben:
Sokrat hat geschrieben:Mist :motz: :motz: :motz: verdammt, jetzt ist doch glatt ein ganzer Beitrag im Nirwana verschwunden.
Also auf ein neues.

Was ist los? Auch diesen Beitrag musste ich mehrmals absenden bevor er angekommen ist :blink: :blink: :blink:



Ist er denn soo schlecht??? :blink: :)

Nein :D

Man muss auch fairerweise sagen - egal wie man einen Zyklus entwickeln würde - ein Teil von uns würde immer meckern. Insofern ist es auch gut zu hören, daß der Zyklus bei einem Teil der Leser gut ankommt.

Immerhin ist er noch so spannend, daß ich meinen Leserückstand derzeit wieder aufgeholt habe.
;)

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Dr Neru » 5. Juli 2012, 13:51

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Sokrat hat geschrieben:
Sokrat hat geschrieben:Mist :motz: :motz: :motz: verdammt, jetzt ist doch glatt ein ganzer Beitrag im Nirwana verschwunden.
Also auf ein neues.

Was ist los? Auch diesen Beitrag musste ich mehrmals absenden bevor er angekommen ist :blink: :blink: :blink:



Ist er denn soo schlecht??? :blink: :)


Du musst einen Beitrag nur 2 mal absenden, wenn in der Zeit wieder ein neuer Beitrag geschrieben worden ist, auf den du dann Bezug nehmen könntest. Deswegen musst du manchmal 2 mal auf abesenden klicken. Oder was ich auch schon erlebt habe, das du zuviele Zitate hattest, den es dürfen nur max. 3 Zitate sein, was viele nicht als beste Lösung finden.


Den Marsch von Tifflor fand ich interessant. Wahrscheinlich wollte man aus der Firgur einen 2 Alaska machen, was bei einigen wohl nicht so gut ankam. Jetzt hat die Firgur Potenzial, was auch bitte genutzt werden sollte! :st:
Wir alle haben unsere Sparren, doch sagen tun es nur die Narren. Der Weise schweigt. (Wilhelm Busch)

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 5. Juli 2012, 14:48

Frank Chmorl Pamo
Dr Neru hat geschrieben:Den Marsch von Tifflor fand ich interessant. Wahrscheinlich wollte man aus der Firgur einen 2 Alaska machen, was bei einigen wohl nicht so gut ankam. Jetzt hat die Firgur Potenzial, was auch bitte genutzt werden sollte! :st:

Ich wüsste nicht, welche Potential Tifflor den Autoren bieten würde.
Tifflor verbrachte Jahrmillionen in Isolation, unterbrochen von Tagen oder vielleicht einmal ein Jahr in einer der "Inseln".
Was sollte er in dieser Zeit an Erfahrung hinzugewonnen haben?

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Axo » 5. Juli 2012, 15:10

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Meine Zykluskritik (mit einem Rückblick auf Stardust):
Stardust
- Zerfaserte in der zweiten Hälfte (Problem der dicht gedrängten Handlungszeit im Vergleich zum Erscheinen der Hefte)
- Das PSI-Thema war eher "märchen"haft, ich persönlich mag aber bodenständige SF
- Die Auflösung wählte - bei mehreren plausiblen Möglichkeiten - die von mir am wenigsten favorisierte Variante
Neuroversum
- Die Zerfaserung setzt sich fort (erneut eine dicht gedrängte Handlungszeit und die von mir gehassten Viererblöcke)
- Die "Undurchsichtigkeit" des Zyklus finde ich gut (erinnert ein wenig an Willi Voltz, wobei dieser mehr Hinweise gab)
- Die Qualität der Romane ist besser geworden (im Vergleich zum Vorläuferzyklus), ich denke Uwe findet mehr und mehr das richtige Maß zwischen Vorgaben und Freiheiten für die Autoren
- Seeehr viele Rätsel aus dem Vorläuferzyklus (z.B. warum Tryonische Allianz und was machen die vier Völker in Anthuresta? Oder die ungelöste Problematik der beiden Zellaktivatoren) sind liegengeblieben und es werden im neuen Zyklus neue Rätsel draufgepackt. Das vermittelt mir den Eindruck der Überfrachtung
- Das Arkoniden-Thema halte ich für ausgelutscht und nicht mehr interessant
- Zu viele Superintelligenzen und kosmische Verschwörungen (beide hängen mir inzwischen zum Halse raus), eine näher an Realpersonen angesiedelte Handlung wäre wünschenswert

Das ist in dürren Worten derzeit mein Fazit. :P
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Kylearan » 5. Juli 2012, 15:32

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Kylearan
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Hallo,

kurz etwas zu den Massen an SIen und kosmischen Verwicklungen: da sind nunmal viele Punkte aus den letzten Jahren noch offen (Alaska/Samburi, Polyport, ARCHETIM, ES/TALIN), die nicht so einfach zu kappen sind. Sprich, eine einfache Reduzierung auf klassische, bodenständige SF geht nicht so schnell vonstatten, es muss erst einmal ein wenig Ruhe rein. Die Ankündigung, dass ab 2700 wieder die heimische Milchstraße eine stärkere Rolle spielt, kann in Richtung dieser Reduktion gehen. Die zwei Zellaktivatoren in den Fernen Stätten sollten auch noch mindestens so lange brach liegen, noch eine losgelöste Handlungsebene fände ich zu viel. Ich habe aber Hoffnung, dass die Handlung ab 2700 "kleiner" wird. Andererseits habe ich keine Lust auf einen Zyklus voller Arkon/Agenten/Blues/Akonen/Mafia/Mehandor-Krams; mir passt die derzeitige Handlungskonstruktion sehr gut.

Und von der Qualität der Romane sowie ihrem Unterhaltungswert halte ich seit Jahren sehr viel und sehe das damit wohl anders als der werte Themeneröffner. Ich vermute, dass hier auch eine nicht unerhebliche Verklärung der alten Hefte mit in die Wertung spielt, das geht mir auch häufig so. Für mich zählen die End-1200er und dann der Zyklus bis 1350 den Höhepunkt. Aber nicht, wenn ich mir die Zusammenfassung der Handlung anschaue. Das war dann doch teilweise gruselig.

Kylearan
"Es gab eine Zeit, da war Intelligenz jedenfalls kein Wesensmerkmal der Dinge", sagte der Mann - "Finstere Zeiten", bemerkte die Scheibe. (W. Vandemaan, PR 2795)
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When the going gets tough, the bard goes drinking.

Re: Niveau der Erstauflage

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 5. Juli 2012, 15:56

Frank Chmorl Pamo
Laurin hat geschrieben:
Honor_Harrington hat geschrieben:@ Frank Chmorl Pamo - danke für die Kurzzusammenfassung. :st:

Also dieser millionenmarsch ist ja wohl (vom lesen jetz) wirklich absurd und vom Ar...
...

Das Dumme ist, dass Tiff damit quasi aus dem Verkehr gezogen ist. Zum Schluss hat man ihn glaube ich auf weisse Wände starrend in seiner Kabine gesehen ...

Ja, er kam mit von Kritallstaub überzogener, glitzernder Haut wieder zum Vorschein - und tat erstmal nichts. Mir ist die Schwierigkeit dieser Lage schon bewusst. In ein, zwei Heften wandert er durch die Jahrmillionen als lebender Schlüssel oder Schloss. Und dann verschwindet er in seiner Kabine. Ihn jetzt nach dieser langen Zeit gleich wieder eifrig agieren zu lassen, wäre unglaubwürdig gewesen. Und ich bin auch froh, dass es nicht wieder Perry war, der das auchnoch gemacht hat. Was bleibt, ist eine Figur die zumindest mir "geparkt" vorkommt. Dieser Zeitspeer und vor allem der Tunnel und die Wanderung war eine unausgegorene Idee. Wenn man Julian einige Zeit aus dem Spiel nehmen wollte, dann wäre das auch anders gegangen. Früher mussten auchnicht alle ZA-Träger gleichermaßen erwähnt werden.
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