Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr?

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Alexandra
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Alexandra » 13. März 2013, 00:24

Um mal zum Thema zurückzukommen.

Walty Klackton war ein Individualist, ein Lachen auslösender Scheiterer, von der Art von Komik her mit dem ungleich berühmteren Enterich vergleichbar.
1) Warum gibt es das aktuell nicht (oder doch??)
2) Was müsste gestaltet werden, um so was wieder zu bekommen (denn anscheinend herrscht Interesse)
3) Welche Protagonisten könnten entsprechend ausgestaltet werden?


Zum Thema ein wenig Theorie :devil: :devil: :devil: .
(Ich habe anno dazumal meine Zulassungsarbeit über Hamlet-Parodien des 19. Jahrhunderts gemacht und dies letzthin ein wenig aufgefrischt. :unschuldig: )
Sigmund Freuds "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten" basiert auf der Annahme, dass durch die Übersprungreaktion von einem emotional belasteten Gegenstand auf einen unbelasteten Energie frei wird, die der Rezipient durch Lachen abführt. Witze sind so grundsätzlich ein Diskrepanzphänomen. Die Situation ist ernst und gefährlich, doch der Protagonist macht etwas Unangemessenes - und kommt durch damit. Den ersparten Aufwand erlebt der Rezipient als Überfluss, er lacht. Hierunter fällt bei Freud natürlich vor allem Verdrängtes, wenn etwa ein Unsichtbarer dem grausamen Protektor etwas ins Gesicht malt, was im zivilisatorisch konventionalisierten Gesprächsmodus höchstens in wissenschaftlichlicher Fachsprache genannt werden darf.
Wortwitze fallen gänzlich in diese Kategorie, vgl. die englische "Comedy of Wit", eine heute gänzlich unpopuläre Phase der englischen Literatur, in der es nur darum geht, welcher Protagonist sich am gewitztesten - indem er nämlich elegant divergierende Ebenen kombiniert - behaupten kann, eine Art der Gesellschaftskomödie.
Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen versöhnlichem, gemütlichen Humor und der intellektuelleren Komik. Humor ist emotional. Er ist auch an die Gestaltung von Persönlichkeiten gebunden, denn die vier humores waren gemäß der antiken Viersäftelehre, die vom griechischen Arzt Galenos in seinem auf Latein geschriebenen Hauptwerk Methodi medendi zusammenfassend dargestellt wurde. Neben der Lehre von vier Elementen sprach er von den vier Grundstoffen Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle, denen jeweils betimmte Organe und die die vier Qualitäten warm und feucht, kalt und feucht, warm und trocken und kalt und trocken entsprachen. Er verknüpfte diese mit Geschmacksqualitäten und Lebensphasen, und er sah Krankheit als eine fehlerhafte Mischung dieser Säfte. Aus dem Übergewicht eines Saftes entstand jeweils das cholerische, melancholische, phlegmatische oder sanguinische Temperament, wodurch die Säftelehre zu einer Systematik der Charaktertypen wurde. Im elisabethanischen England wurden diese Charaktertypen auf der Bühne jederzeit erkannt, so Hamlet als pessimistischer, aber überaus scharfsinniger Melancholiker, und im 18. Jahrhundert entwickelte sich daraus eine Komödienform, durch die sich Humor als Wort für „Lustiges“ etablierte. Humorvoll ist denn auch menschlich, gemütvoll und versöhnlich.
Humor ist eng verbunden mit Wohl befinden und Wohlwollen, im Witz kann sich jemand auch blamieren. Der Unterschied zwischen Mitlachen und Auslachen ist jedem bekannt, ebenso wie der zwischen Wohlgefühl und Unbehagen, Überlegenheit und dem Gefühl, nicht mithalten zu können. In diesem Spannungsfeld bewegen sich lustige Texte.
Vereinfachung finden wir bei Wortwiederholungen und Parallelismen, weil wir uns ja keinen neuen Begriff erschließen müssen und somit Energie sparen. Wortspiele hingegen, die bei dergleichen Wiederholungen anfallen, kommen eher in den Bereich des „wit“, da die Bedeutung in der neuen Kombination überraschend umklappt, was unseren Spieltrieb befriedigt. Sie können sich im Spielerischen erschöpfen oder aber durch das plötzliche Offenlegen verborgener Inhalte entlarvend und kritisch wirken, so dass wir vom Vorhandensein einer Struktur nicht direkt auf die Zielsetzung schließen können, mit der sie verwendet wird.
Es handelt sich beim Witz, wie gesagt, stets um ein Diskrepanzphänomen, und dabei gibt es eine reiche Auswahl an Ansatzpunkten: Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung, der einen Wortbedeutung und der anderen, Arglosigkeit und Übelwollen, Herausforderung und vereinfachter Lösung, angesehener und verachteter sozialer Gruppe, und so weiter. Diese Diskrepanzen können je nachdem mit unterhaltender, satirischer oder kritischer Zielsetzung verwendet werden. Entscheidend für den Erfolg beim Leser – dass dieser nämlich mitlacht, auslacht, mitdenkt oder einen Sachverhalt als lächerlich erlebt - sind erstens die Erkennbarkeit der geschilderten Struktur und zweitens seine emotionale Beteiligung, ohne die eben keine echte Reaktion erfolgt. Witz hingegen – engl. „wit“ als Gewitzheit, geistige Beweglichkeit, Kombinierfähigkeit – ist intellektuell. Gegenpole bei den PR-Autoren sind Arndt Ellmer und Leo Lukas.

Und Grüße an @Harno!
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Vishna
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Vishna » 14. März 2013, 00:52

Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Ich war damals 11 Jahre alt, und ich habe sie gehasst! Die anderen hier genannten Chefkomiker fand ich auch nicht lustig. Rorvic war dabei wenigstens noch interessant, a Hainu nur nervig.
Das leuchtende Gegenbeispiel für gelungenen Humor ist für mich die Story mit dem Blues und dem Muurt-Wurm. So gefallen sogar mir Superintelligenzen.

Ich denke, auch die heutige Jugend ist besser als ihr Ruf. Und auch sehe ich, daß Humor heute besser eingebracht wird von den Autoren als damals. Ein Leo Lukas macht das manchmal echt gut. Manchmal gleitet er aber leider schwer in Slapstick ab. Was sich allerdings gebessert hat. Seis drum: ut desint vires, tamen est laudanda voluntas. . Auch die 3 Affen von Wim Vandemaan (?) fand ich zum kugeln. Aber so einen Hanswurst wie Quolfahrt brauch ich echt nimmer. Den brauchte ich schon damals nicht.

Ich hätte überhaupt nix dagegen, wenn sich einer der Autoren als deutscher Terry Prattchet entpuppen würde. Was jetzt kein Plädoyer für mehr Fantasy sein soll. Aug keinen Fall!

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Langschläfer
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Langschläfer » 14. März 2013, 08:48

Vishna hat geschrieben:Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Aua, ja.

»Quäle einen Robot nie zum Scherz, denn er hat wie du ein Herz.«

Gleich auf der ersten Romanseite.

Und so ging das weiter... wobei die Antwort die er Roi Danton gab wenigstens noch einigermaßen schlagfertig war, angesichts der saublöden Läusefrage...



(Wobei ich mich immer noch frage, wie miserabel die terranische Robotik damals gewesen sein muss, wenn die Roboter aufgrund eines fehlerhaften Befehls detonatives Seppuku begehen konnten... aber okay, auf der Enterprise hatten sie ja auch noch nie von Sicherungen gehört und betrieben mangels Transformatoren ihre Konsolen mit 280 kV...)
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.
"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin
Polls sind doof. ;)

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Alexandra » 16. März 2013, 03:47

Womit wir zwar insofern bei den Emotionen wären, als wir sentimental in uraltem Ärger schwelgen - mich hat das damals auch so genervt, es war so peinlich und doof, ach, das waren noch Zeiten - aber nicht beantwortet, wen man so richtig mögen könnte, wenn. :wub:
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Alexandra » 19. März 2013, 09:19

Falls das Rosa irgendjemandem Angst gemacht hat - ich hatte die auf Samuel Colerige fußende romantische Komiktheorie im Sinn, nach der eine emotionale Aufladung der Protagonisten nötig ist, damit der Text witzig wird.

Also um das noch mal zu präzisieren: Welche Protagonisten können so sympathisch gestaltet werden, dass man ein echtes Interesse an ihren Taten, Gedanken, Erlebnissen hat, um mitlachen zu können. Diese Art Komik nennt man gemeinhin humorvoll. Ohne echte Sympathie, echte emotionale Beteiligung hat sie keinen Brennstoff.
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Kurpfälzer » 19. März 2013, 11:35

Ich hätte mir gewünscht, dass mal Victor von Bülow ein PR-Roman geschrieben hätte. Oder von Heinz Erhard, was dann aber wohl eher noch 'n Gedicht geworden wäre. ;)

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von overhead » 19. März 2013, 11:54

@ Kurpfälzer

Bei den Beiden als PR-Schriftsteller gäbe es uns "Altleser" aber schon nicht mehr.................... :devil:

Wir hätten uns damals schon "totgelacht"................... :D

Gruß overhead

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Kurpfälzer » 19. März 2013, 11:58

overhead hat geschrieben:@ Kurpfälzer

Bei den Beiden als PR-Schriftsteller gäbe es uns "Altleser" aber schon nicht mehr.................... :devil:

Wir hätten uns damals schon "totgelacht"................... :D

Gruß overhead
Wie wahr! :lol:

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von thinman » 19. März 2013, 13:48

Langschläfer hat geschrieben:


(Wobei ich mich immer noch frage, wie miserabel die terranische Robotik damals gewesen sein muss, wenn die Roboter aufgrund eines fehlerhaften Befehls detonatives Seppuku begehen konnten... aber okay, auf der Enterprise hatten sie ja auch noch nie von Sicherungen gehört und betrieben mangels Transformatoren ihre Konsolen mit 280 kV...)
Ich hätte eine Antwort - prophylaktische Selbstvernichtung, auf daß man keine Erkenntnisse aus ihm gewinnen kann.

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 17. Mai 2013, 02:44

Tanuki hat geschrieben:
TC2012 hat geschrieben: Wo sind die Typen, mit denen man richtig mitfiebern? Wo ist der Walty Klackton der Serie?
W.K. ist zu kindisch. Die Leser sind erwachsener geworden und moegen sowas nicht mehr.
Widerspruch. siehe: viewtopic.php?f=9&t=2996&p=128682#p128682

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Tanuki » 17. Mai 2013, 02:46

atlanundelvira hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:
TC2012 hat geschrieben: Wo sind die Typen, mit denen man richtig mitfiebern? Wo ist der Walty Klackton der Serie?
W.K. ist zu kindisch. Die Leser sind erwachsener geworden und moegen sowas nicht mehr.
Widerspruch. siehe: viewtopic.php?f=9&t=2996&p=128682#p128682
Kannst widersprechen soviel du willst. Sobald es hier wieder einen Klackton gibt, laufen die Hassbeitraege auf Hochtouren. Vermutlich werden dann einige wieder PR zum 99. Mal endgueltig aufgeben.

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 17. Mai 2013, 02:54

Regulus hat geschrieben:Die Zeiten ändern sich eben. Das mit Gucky sehe ich genauso. Der war wohl eher dem (damals) jugendlichen Publikum geschuldet
ich würde wirklich mal gern wissen, wie hoch der prozentuale anteil der jugendlichen leser (unter30) heute ist.

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 17. Mai 2013, 12:09

George hat geschrieben:
Langschläfer hat geschrieben:Wie letztens schon irgendwo geschrieben - WK, TaH+DR... und Galto Quälfort... und noch ein paar dieser Art...Nein Danke..
Tja. Das sehe ich genau entgegengesetzt. B-)
Das gefällt mir, es gibt eben die untershiedlichsten fa-/lesermeinungen und damit hat jede -figur, jeder schreibstil +jede sonstige ausprägung bei PR ihre berechtigung. Howgh! :D

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Schnurzel » 17. Mai 2013, 12:18

Tanuki hat geschrieben:
atlanundelvira hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:
TC2012 hat geschrieben: Wo sind die Typen, mit denen man richtig mitfiebern? Wo ist der Walty Klackton der Serie?
W.K. ist zu kindisch. Die Leser sind erwachsener geworden und moegen sowas nicht mehr.
Widerspruch. siehe: viewtopic.php?f=9&t=2996&p=128682#p128682
Kannst widersprechen soviel du willst. Sobald es hier wieder einen Klackton gibt, laufen die Hassbeitraege auf Hochtouren. Vermutlich werden dann einige wieder PR zum 99. Mal endgueltig aufgeben.
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 17. Mai 2013, 12:24

Vishna hat geschrieben:Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Ich war damals 11 Jahre alt, und ich habe sie gehasst! Die anderen hier genannten Chefkomiker fand ich auch nicht lustig. Rorvic war dabei wenigstens noch interessant, a Hainu nur nervig.
Das leuchtende Gegenbeispiel für gelungenen Humor ist für mich die Story mit dem Blues und dem Muurt-Wurm. So gefallen sogar mir Superintelligenzen.
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Mi.Go » 17. Mai 2013, 12:34

Dieser Typ erscheint mir wirklich realistisch gewesen zu sein. :o(
Todeskandidat: "Ich glaube nicht an die abschreckende Wirkung der Todesstrafe"
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Alexandra » 17. Mai 2013, 20:56

atlanundelvira hat geschrieben:
Vishna hat geschrieben:Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Ich war damals 11 Jahre alt, und ich habe sie gehasst! Die anderen hier genannten Chefkomiker fand ich auch nicht lustig. Rorvic war dabei wenigstens noch interessant, a Hainu nur nervig.
Das leuchtende Gegenbeispiel für gelungenen Humor ist für mich die Story mit dem Blues und dem Muurt-Wurm. So gefallen sogar mir Superintelligenzen.
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 18. Mai 2013, 15:48

Alexandra hat geschrieben:
atlanundelvira hat geschrieben:
Vishna hat geschrieben:Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Ich war damals 11 Jahre alt, und ich habe sie gehasst! Die anderen hier genannten Chefkomiker fand ich auch nicht lustig. Rorvic war dabei wenigstens noch interessant, a Hainu nur nervig.
Das leuchtende Gegenbeispiel für gelungenen Humor ist für mich die Story mit dem Blues und dem Muurt-Wurm. So gefallen sogar mir Superintelligenzen.
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von atlanundelvira » 18. Mai 2013, 15:51

Mi.Go hat geschrieben:Dieser Typ erscheint mir wirklich realistisch gewesen zu sein. :o(
seine charakterisierung gefällt mir schon mal. *die alten hefte suchen geht*

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MHR
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von MHR » 20. Mai 2013, 15:34

atlanundelvira hat geschrieben:
Vishna hat geschrieben:Kann sich noch jemand an die Kalauer von Mentro Kosum, dem Piloten der MARCO POLO erinnern?
Ich war damals 11 Jahre alt, und ich habe sie gehasst! Die anderen hier genannten Chefkomiker fand ich auch nicht lustig. Rorvic war dabei wenigstens noch interessant, a Hainu nur nervig.
Das leuchtende Gegenbeispiel für gelungenen Humor ist für mich die Story mit dem Blues und dem Muurt-Wurm. So gefallen sogar mir Superintelligenzen.
o bitte quellen nennen!
Die Antwort von Kosum an Danton stand in Band 450, »Aufbruch der MARCO POLO, von K.H. Scheer«:

Danton begutachtete den Rothaarigen durch eine Stielbrille.
»Äh - Seine Haare sind lang. Hat Er auch keine Läuse?«
»Faustgroße«, konterte Mentro. »Linksseitig amputiert und rotgepunktet.«
»Wieso rotgepunktet?«
»Linksseitig amputierte Läuse sind immer rotgepunktet.«
Roi Danton runzelte die Stirn. Dezent hüstelnd, umrollte er den hageren Neuankömmling.
»Mir scheint, Er ist flink mit dem Maule nach des Pöbels Art. Warum macht Er keinen Kratzfuß? Sieht Er nicht, daß Er mit einem General aus vornehmsten Geblüte spricht?«
»Da mußt du dir aber ein Informationsschild um den Hals hängen. Ich bin kein Hellseher.«


___________________________________________________________________________

Der Muurt-Wurm taucht in Band 1185 auf, »Feind der Kosmokraten«, von Thomas Ziegler. Kleiner Auszug aus dem Gespräch:

Der Wurm! durchfuhr es Si'it. Der Muurt-Wurm!
»Der absolut giftige Wurm«, fügte die Stimme hinzu. Sie klang gedämpft. »Behalte das im Auge. Ich habe dir bereits gesagt, welches Schicksal dir droht, wenn du mich verspeist. Außerdem bin ich deine einzige Rettung. Wir könnten ein Abkommen schließen.«
Si'it lachte hohl.
»Ein Abkommen?« zwitscherte er. »Kein halbwegs vernünftiger Blue schließt ein Abkommen mit einem Wurm. Mit einem Muurt-Wurm schon gar nicht.«
Der Wurm lachte ebenfalls. Es klang noch hohler als Si'its Gelächter.
»Kein halbwegs vernünftiger Blue«, stimmte der Muurt zu, »würde ein Abkommen mit einem Wurm schließen, aber da du weder ganz noch halb vernünftig bist, erübrigt sich der Einwand von selbst. Außerdem - auch dir müßte klar sein, daß du ohne mich verloren bist. Wer, glaubst du, schirmt dich denn von dem Einfluß des Elements ab?«

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Ce Rhioton » 25. Februar 2019, 20:06

Genau, warum gibt es keine Typen mehr? Weil die Autoren keinen Humor haben? Würde ich bestreiten - Leo Lukas hat definitiv Humor.
Und Christian Montillon auch.
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zephydia
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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von zephydia » 26. Februar 2019, 13:43

-Weil früher die Serie zwar auch für Erwachsene geschrieben wurde aber eben auch für jüngere Leser?
-Weil die Macher sich heute unbedingt an den Netflix - und HBO Serien als Vorbild orientieren wollen (auch wenn das nicht unbedingt zu einer Serie die sich lange Zeit die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf die Fahnen geschrieben hatte passt)?
-Weil es genug Leser gibt die die Serie extrem ernst zu nehmen scheinen?

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Re: Warum gibt es solche Typen wie Walty Klackton nicht mehr

Beitrag von Ce Rhioton » 26. Februar 2019, 14:14

zephydia hat geschrieben:-Weil früher die Serie zwar auch für Erwachsene geschrieben wurde aber eben auch für jüngere Leser?
Oder weil jüngere Leser heute schneller erwachsen werden und die Naivität der Kindheit hinter sich lassen (müssen).
-Weil die Macher sich heute unbedingt an den Netflix - und HBO Serien als Vorbild orientieren wollen (auch wenn das nicht unbedingt zu einer Serie die sich lange Zeit die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf die Fahnen geschrieben hatte passt)?
Im Grunde wird unsere Gegenwart in die Zukunft versetzt erzählt. Weil alle Autoren in der Gegenwart leben und schreiben.
-Weil es genug Leser gibt die die Serie extrem ernst zu nehmen scheinen?
No comment. :unschuldig:
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