Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Clark Flipper » 14. April 2017, 11:02

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Clark Flipper
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wepe hat geschrieben:Es mag auch ein wenig altmodisch klingen, aber an einen gut erkämpften Erfolg oder ein positiv ausstrahlendes Resultat oder eine tolle Erfindung / Entdeckung für Terraner oder die Milchstraße erinnere ich mich nicht mehr. Würde ich aber gerne lesen! :rolleyes:

Für mich ist das eher eine Schreib- als eine Zeitenwende.

:st:
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 12. Juni 2017, 22:03

Trevor Casalle 839
OK, habe den thread lange nur konsumiert, hatte ihn aber genauso lange auf der Antwortliste.

Im Prinzip hatte Klaus Frick folgende Zeitenwenden angegeben (wenn ich die Argumentation dazu in Kurzform zusammenfassen darf):
    - Band 1 - Menschheit auf dem Weg nach vorne
    - Band 400 - großer Zeitsprung, vollständig umgekrempelte Szenerie in der Milchstraße
    - Band 700 - ein vollständig anderes Auftreten der Erde und der Menschheit
    - Band 1000 - größerer Zeitsprung, das Duzen wurde eingeführt, ansonsten irgendwie keine große Änderung
    - Band 1400 - großer Zeitsprung, komplette Änderung des Serienbezugs mit einem Perry Rhodan im Abseits, düstere Anklänge an die Realwelt
    - Band 1800 - Einstieg in einen großen kosmischen Bogen, darin bis Band 2699 eine erhebliche Kontinuität
    - band 2700 - grundsätzliche Erweiterung und Änderung der Serienkosmologie

Die Zeitenwenden in der obigen Auflistung sind entweder charakterisiert durch große Zeitsprünge oder durch grundlgende Wechsel in der Exposé-Arbeit (was mehrfach zu einer komplett anderen Ausrichtung der Serie führte), wobei aber die Änderungen jeweils nicht unmittelbar erfolgten (bei WV, EV/KM und RF war es schleichend, es dauerte jeweils 50-100 Romane, bis Änderungen voll zum Tragen kamen). Gut, das kann man halbwegs akzeptieren.

Ganz anders sieht es bei den Zeitsprüngen aus. Band 1000? War ein Zeitsprung, klar. Gab auch eine neue Zeitrechnung, klar, kapiert hat den Sinn aber unmittelbar niemand. Band 1000 stellte ganz einfach eine Selbstvergewisserung dar, den von Willi Voltz eingeschlagenen Weg weiterzuführen und zu einem guten Serienabschluss zu führen. Serienabschluss, richtig. Band 1000 sollte das Humane im Menschen zeigen, für den es einen Begriff gab: "Der Terraner". Der Zeitsprung zwischen Band 1000 und 1001 hatte vor allem einen Sinn: Willi Voltz wollte eine Menschehit schildern, die durch Umerziehungsprogramme, die Zeit brauchten, uneingeschränkt gut geworden war (also gut erzogen), wobei da besonders eine Personalie Auskunft über das Denken von Willi Voltz gab: der letzte Kriminelle, Robert Gruener. Die Zeit nach Band 1000 war vor allem eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, mit der Menschheit auf der guten Seite. Diese Zweiwegepolariserung verband sich vor allem mit dem Begriff Ritter der Tiefe. Ja, die Menschen waren ritterlich geworden und allzeit auf der Seite des Guten. Um aber zu Band 1000 und zu den Rittern der Tiefe zu kommen, musste das alte System, dieses völlig überholte und verkrustete Solare Imperium fallen, das jede Weiterentwicklung erstickte. Um dahin zu kommen, führte Willi Voltz gleich zu Beginn seiner alleinverantwortlichen Expokratentätigkeit (die mit Band 600 begann und nicht mit 650 oder 700) sowohl die Superwesen als auch die Zweiwegepolarisierung ein (ES und Anti-ES sowie Rhodan I und Rhodan II). Das war in Band 600. Es gab das Solare Imperium, dieses Hindernis, noch eine Weile, bis das auch erledigt war und in Band 700 eine Menschheit ohne Humanität und ohne Liebe übernahm. Die negative Seite hatte gewonnen, scheinbar. Es folgte der Aufbruch zum Licht über Superwesen wie die Kaiserin von Therm bis wieder hin zu Superwesen wie ES und den Kosmokraten, noch höheren und besonders reinen Superwesen. Band 1000 war dann so etwas wie ein "Mission Accomplished". Ab dem Zeitpunkt sollte die Menschheit für das Gute stehen - und die Ritter der Tiefe waren das Symbl dafür.

Klappte nicht, wie wir wissen, denn Geschichten leben von den Menschen darin und ihren Gegensätzen - und das entspricht nicht einem reinen Gut-Böse oder Schwarz-Weiß-Schema, so dass nach dem Ausbooten von Thomas Ziegler als dem Erben von Willi Voltz ein Umschwenken in Richtung "Dritter Weg" begann. Hin zu mehr Zwischentönen und dem damit verbundenen Dritten Weg. Das war noch vor Band 1300, allerdings kam erst mit Band 1400 der ganz große Schnitt. Würde man von den Intentionen her argumentieren, dann waren die Bände 600 und 1251 (spätestens aber 1272) Epochenwechsel. In 1251 wollten die Menschen die Richtung ihres Lebens ändern und gingen nach Estartu - und in 1272 kam es zur Verweigerung der Ritter der Tiefe und deren Verbannung. Das reichte am Ende nicht, so kam es dann zur totalen Wende von Band 1400.

Die vor Band 1400 liegende Zeitenwende bei Band 600 war auch deshalb so besonders, weil sie erstmals die Superwesen wie ES nach vorne stellte als die Wesen, auf die es sehr ankam, bis hin zu den Kosmokraten. Erst ab Band 600 kam das Konzept der Mächtigkeitsballungen, in der Superwesen ihre "Schützlinge" sind, überhaupt erst auf - bis Band 599 war das völlig undenkbar. ES war zwar auch vor band 600 schon bekannt, allerdings eben als Superwesen, das trotz enormer Mächtigkeit irgendwie neben den Menschen stand, aber eben nicht darüber. (Anmerkung: das ist auch deshalb so interessant als Zeitenwende, da wir gerade in Band 2912 den Gäonen haben, der fragt, warum ES die Schwarmkrise nicht verhinderte und die Menschen warnte. Nun, die Schwarmkrise lag vor der Zeitenwende von Band 600, mit der ES eine ganz neue Rolle erhielt, insofern Kompliment an die derzeitige Expo-Factory, hier genau die unterschiedlichen Rezeptionen vor/nach Band 600 zu thematisieren).

Entsprechend müsste man die Zeitenwenden eigentlich auf Band 600 und auf Band 1251 oder Band 1272 legen. Wirklich in jeder Hinsicht sichtbar wurden die beiden Zeitenwenden aber erst mit Band 700 und mit Band 1400, der ursprünglich gleitend begonnene Beginn der beiden Zeitenwenden wurde in Band 700 und 1400 extrem und für jedermann sichtbar. Interessanterweise stimmen die jeweiligen Zeitenwenden nicht mit den Grenzen der Großzyklen überein. Die Zeitenwende, die mit Band 600 begann, lag mitten im Großzyklus "Der Untergang des Solaren Imperiums", der mit "Menschheit im Zwielicht" in Band 400 begann. Erst mit Band 700 war diese Zerstörung des Alten soweit abgeschlossen, dass man sich uneingeschränkt dem Neuen zuwenden konnte. Es kam der Großzyklus "Superintelligenzen" bis Band 867. Damit aber war das Thema Superintelligenzen (das außerhalb des Großzyklus eigentlich bereits mit der Zeitenwende in Band 600 begann), aber auch schon abgeschlossen. Anschließend begann der Großzyklus "Ritter der Tiefe", der mit Band 868 begann, mit dem Orbiter Zorg in Band 885 erstmals erkennbar wurde und uns bis Band 1399 beschäftigte, also über die eigentliche Zeitenwende in Band 1251/1272 hinaus. Das waren dann sozusagen "Nacharbeiten" bis Band 1399. Ab Band 1400 begann dann auch - ganz klar - ein neuer Großzyklus. Die Änderungen mit band 1400 waren derart dramatisch, dass das auf jeden fall so ist. Die eigentliche Zeitenwende begann aber mit Band 1251 (zwei Romane von Ernst Vlcek, gefolgt bis Band 1254 durch zwei Romane von Kurt Mahr (also dem späteren Expokratenduo...).

Okay, dann noch kurz auf die Epochen des Solaren Imperiums eingehend: Band 1 war natürlich der Auftakt einer Utopie, eines "immer höher, immer schneller, immer weiter", der begeisterte. Der den Erfolg der frühen Serie begründete. Als das "immer höher, immer schneller, immer weiter" nicht mehr zündete, versuchte man, die Vielfalt der Menschen in den Vordergrund zu stellen (in Ermangelung einer positiven Vision). Das reichte dann immerhin von Band 400 bis Band 849: von einer Menschheit in Vielfalt und im Zwielicht bis hin zum Untergang der Menschheit im Schlund des Planes der Vollendung in Band 849. Im engeren Sinne haben wir da den Großzyklus "Der Untergang des Solaren Imperiums" zwischen Band 400 und Band 699 (und die beiden Zeitenwenden in den Bänden 400 und 600). Trotz des ziemlichen Zahlensalats soweit klar?

Großzyklen gab es daher bis Band 1400 folgende:
    1 (Solares Imperium),
    400 (Untergang des Solaren Imperiums),
    700 (Superintelligenzen),
    868 (Ritter der Tiefe),
    1400 (Zeittafeln von Amringhar)

Zeitenwenden gab es bis Band 1400 folgende:
    1 (Aufbruch in eine Utopie der Menschheit)
    400 (Menschheit "ohne Plan")
    600 (Superwesen und Polarisation in Gut und Böse)
    1251 (Perry Rhodan im Abseits)

Band 1000 ist hierin weder eine Zeitenwende noch die Schwelle zwischen zwei Großzyklen.

Trotz des Wechsels der Großzyklen in Band 1400 gab es noch eine "Restebewältigung" des Themas "Ritter der Tiefe", das reichte vom Verbannungsstatus der Ritter, des "Sohnes" Monos bis hin zum Kyberklon Voltago als dem "Orbiter" des Ritters der Tiefe Perry Rhodan. Es war aufgrund der Dominanz des Themas Ritter der Tiefe seit Band 868 und über viele Hundert Romane auch nicht anders zu erwarten. Erst in Band 1799 wird Perry Rhodan aus dem Dienst der Kosmokraten entlassen, spielt sein Ritterstatus eigentlich keine Rolle mehr. In der Zwischenzeit sind die Unsterblichen Spielball (ähnlich wie ES), der Kosmokraten und der Zeitläufte. Und obwohl die Unsterblichen nichts mehr mit den Kosmokraten zu tun haben wollen, müssen sie unfreiwillig doch immer wieder als "bestrafte Ritter der Tiefe" agieren und ihren Arsch und den der Menschheit retten. Das geht hin bis zum Stoppen der Abruse, es geht hin bis zur endgültigen Vollendung des Planes der Vollendung durch die Besiedlung des Arresums - sowie des Verhinderns einer Materiequelle durch die ES-Verwirrung.

Es gibt aber einen großen Unterschied zu vorher. Während es in den Romanen bis 1250 fast immer um die Menschheit geht, wird es nach 1250 sehr viel persönlicher, vieles ist auf Perry Rhodan selber zugeschnitten. Das war es, was die Zeitenwende mit Band 1251 bewirkte. Jemand, der sich auch seiner Menschheit entfremdet hatte, die wiederum so richtig und wirklich nichts mehr mit der "Clique der Unsterblichen" zu tun haben wollte. Ein Mensch ohne echte Verankerung, der in düsteren Zeiten Gutes tut und dem man nicht unbedingt dankt.

Mit Band 1800 als der nächsten Zeitenwende war die Entfremdung von Perry Rhodan und der Menscheit zunächst nicht passé. Es entwickelte sich aber eine weitere Utopie, die mit dem Begriff »Thoregon« zusammen hing. Plötzlich zogen wieder alle an einem Strang und Perry Rhodan wurde von seiner Menschheit wieder aufgenommen. Die "Große Zeitschleife" vollendete sich, alle Seiten spielten falsch - und am Ende wandelte sich die scheinbare Utopie zur Dystopie. Es standen alle mit leeren Händen da, auch die Leser, Band 2199 als der Abschluss der Thoregon-Thematik war einer der dystopischen Tiefpunkte der Serie. Robert Feldhoff als Expokrat stellte wunderbar bunte Szenarien auf - und am Ende ging alles wieder zurück auf "Los". Rasender Stillstand, sozusagen - und gleichzeitig ein permanenter Konflikt, ein permanenter Überlebenskampf, von einer dystopischen Gefahr zur nächsten. Und alles - im Gegensatz zum dystopischen Überbau wunderbar bunt, teils schrill. So mancher war entzückt, als sich mit den Fernen Stätten nach einiger Zeit mal wieder eine Utopie anzukündigen schien, einmal die "Wunder von Anthuresta" sehen und sterben. Und doch war auch das nichts Ganzes. Das ging so bis Band 2699, wobei das in Band 2699 erreichte Ziel erstmals kein Gang zurück auf Los war.

Mit Band 2700 kam es dann zu einer weiteren Zeitenwende, die man mit "Selbstbestimmung" titulieren könnte. Erstmals wieder selbstbestimmt agieren. Erstmals wieder etwas Eigenes bewegen, erstmals wieder eine Utopie. Auch und gerade ohne Thez, auch und gerade ohne ES. Die Art, wie Atlan bei Thez die Selbstbestimmung durchsetzen konnte, das Symbol des Erwachsenwerdens der Menschheit, war eine Sternstunde der Serie.

Damit haben wir ab Band 1400 die folgenden Zeitenwenden:
    1251 (Perry Rhodan im Abseits)
    1800 (Menschheit im dystopischen Existenzkampf)
    2700 (Selbstbestimmung)


Mehrere Großzyklen spielten nach der Zeitenwende von Band 1251:
    868 (Ritter der Tiefe)
    1400 (Zeittafeln von Amringhar)
    1600 (Das große Kosmische Rätsel)
    1800 (Thoregon)
    2200 (Psionisches Netz)
    2700 (Das Projekt von SAN)
Während der Großzyklus Thoregon als solcher unbestritten ist, gab es einen weiteren Großzyklus danach, der aber nicht als Zeitenwende gelten kann. Es ist dies der Großzyklus ab Band 2200, der unter anderem und gleich zu Anfang die Hyperimpedanzerhöhung mit sich brachte. In der Folge wurde alles, was mit dem Psionischen Netz zu tun hatte, wichtiger als vorher. Dahinter verbergen sich auch UHF-Effekte, die Eiris von Superintelligenzen, das Polyport-Netz etc., sowie natürlich Negasphären mit dem Nega-PSI...

Als Vorschau: Band 3000 wird vermutlich, wie schon die Bände 1000 und 2000, mitten in einem Großzyklus liegen und ohne Zeitenwende kommen.

Meine Auflistung der Zeitenwenden ist - neben existierenden Übereinstimmungen - etwas anders als die von Klaus Frick und ich unterscheide eben auch zwischen Großzyklen und Zeitenwenden....

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Ahnungslos » 12. Juni 2017, 23:41

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Richard hat geschrieben:Also zum Zeitpunkt, als die EA bei Band 1400 kam gab es zumindest noch keine Perrypedia bw. andere Onlinezykluszusammenfassungen, da das Internet zu dem Zeitpunkt noch eine Art "Schattendasein" auf einer Handvoll Rechnern in den USA führte.


Es gab zu der Zeit schon das einbändige und IIRC auch noch ein dreibändiges Lexikon mit den notwendigsten Hintergründen in kompakter Umschreibung.... und bis zum fünfbändigen Lexikon (dem letzten Printwerk dieser Art) dauerte es nicht mehr lange, afair war das so um Band 1550 herum verfügbar... und es hat mir vor Band 1800 sehr geholfen zu meinem ersten Band (1600) aufzuholen ohne alle Zyklen nachlesen zu müssen.



Zu Klaus Frage... Ich denke schon, dass Zeitenwenden in diesem Sinn notwendig sind, alle 5-10 Jahre wechselt nicht nur die Zusammensetzung des Teams oder meist auch die Namen jener die in der Expofactory die Zügel in der Hand halten, sondern auch der Zeitgeist, der zumindest für die große Mehrheit der Gelegenheitsleser bestimmen dürfte, was man denn von einer Scifi Serie wie Perry Rhodan erwartet und wodurch man an die Serie gebunden werden könnte.

Nicht jeder Wechsel ist dabei aber gleichermaßen gelungen, zB beim ganzen Thoregon Bogen ist für mich immer noch ein säuerlicher Nachgeschmack mit der Frage verbunden "und wofür war das jetzt gut?" Gestartet ist das ganze im Nachfeld von ES "großem Befreiungsschlag" als man für die Ordnungsmächte das Aressum in Ordnung brachte - oder zumindest das Saatkorn dafür gesetzt hat, dass das Leben sich dort wieder ausbreiten konnte ohne von der Abruse gefressen zu werden... Thoregon wurde zögerlich eingeführt aber mit dem Versprechen verbunden dasshier eine Allianz winken würde, die Terra aus dem ewigen kampf der Hohen Mächte heraushalten könnte/würde... Nicht nur KAM dann der Kampf gleich mehrfach so schlimm wieder zurück ("Jahrtausend der Kriege") es stellte sich im nachhinein auch noch heraus, dass all diese Opfer und Schicksalsschläge nur die TARNUNG von ES waren, der als Doppelagent der Kosmischen Mächte nie daran interessiert war, diesen Freiheitsweg zu gehen, sondern alles nur vorgetäuscht hat, um sich jetzt DAMIT freizukaufen.
War aber auch nichts. Erst kam Traitor/Die Negasphäre als "Dank" für die riskante Geheimmission (bzw als nachträglicher Tiefschlag der die Rettung Hangays in ein Kuckucksei verwandelt hat), dann das Atopische Tribunal... Je mehr man sich sehnte, die Hohen Mächte endlich loszuwerden, umso tiefer sank die Serie in diesen ganzen Morast hinein und umso mehr Blut wurde im Namen eben jener "braucht man nicht mehr" Mächte vergossen.

SOLCHE Zeitenwenden hätte ich nicht wirklich gebraucht, auch wenn mir klar ist, dass eine Entwicklung nicht unentwegt / rückschlagsfrei vor sich hin gehen kann, weil dann irgendwann Kaffee im Restaurant am Ende des Universums auf dem wöchentlichen Speiseplan stehen muss... Muss denn JEDE Zeitenwende gleich ALLES kaputt machen, was davor nicht nur langwierig herbeigeführt wurde, sondern auch das vorgebliche Ziel der ganzen Aktion gewesen sein sollte? Ich hab keine Ahnung wie sich die Urleser nach dem Kosmischen Schachspiel gefühlt haben, als die Belohnung for das gewonnene Duell in einer Invasion, einer kosmischen Odyssee und der Aphilie mit dem scheinbaren "Tod" fast der gesamten irdischen Menschheit gewesen ist... Aber ich denke es war mit den zwei Tiefschlägen an den "Buchdeckeln" von Thoregon durchaus zu vergleichen.

Ein bisschen ist es hier im Thread ja schon angeklungen... es wäre evtl ganz nett, wenn die nächste Zeitenwende mehr in Richtung auf "gesellschaftlicher Wandel" gehen würde, anstatt nur das Spielfeld für NOCH einen Jahrmillionen / Milliarden Plan (Wirklich? Die Atopie hat die Serienchronologie auf 150 Mrd Jahre aufgebläht?) aufzubauen, der zerstört was zuvor etabliert war (Tabula Rasa) anstelle es organisch auf eine neue Ebene zu bringen. Oder zumindest könnte die Gefahr "von innen" kommen, in Form von Nachwirkungen des Rückzugs von ES, des Verlusts des 6D Juwels oder durch Schäden die weit über 20 millionen Jahre Superintelligenz Spielereien an der physikalischen Struktur der Milchstraße angerichtet haben (zB in Form der Hyperraumkokons, wechselnder Einflüsse wie dem des Schwarms, netter Spielzeuge wie den lemurischen Sonnentransmittern oder dem Arcoana Gerät das die Toten Zonen verursacht hat...) Die Galaxis hat eine MENGE Kilometer hinter sich wenn man das alles mal zusammenfasst... Braucht es wirklich einen unsympathischen, blutrünstigen Gegner der für Zwiebelschale 19B die Terraner auslöschen möchte?

Außerdem sollte bei allem Machtvakuum so langsam das Universum auch Probleme bekommen neuen Superintelligenz Nachschub in die Lokale Gruppe zu schaufeln... SI-Leichen pflastern Rhodan's Weg... Das MUSS irgendwann doch mal einen Sicherheitsgürtel um die Milchstraße zu Folge haben ... oder zumindest dem nächsten eroberungsgeilen vergeistigten Volk zu denken geben... Klar, nominell ist die Hyperimpedanz und das Abschalten des Lebensschaffungsprogramms aus Sporenschiffen und Schwärmen dazu gedacht einen solchen Effekt hervorzubringen, aber mit den typischen Lebensspannen von Superintelligenzen und den Fast-SI-Vorstufen zu solchen, kann das unmöglich schon Auswirkungen haben... und 10 Mio Jahre Wartezeit klingt nicht nach etwas das Platz in Perry Rhodan hätte :D

Aber egal wie das verlaufen wird, es muss nicht jede Zeitenwende dazu führen, dass zunächst das Ende der Hohen Mächte als direkter Einfluss auf die Handlung angekündigt wird, nur um dann am Ende sehen zu dürfen, dass sie doppelt so furchtbar und zehnmal so mächtig wieder zurückgekommen sind. Wenn man schon mit dem radikalen Kahlschlag anfängt, kann der Endpunkt ruhig auch mal etwas gewöhnlicher ausfallen als der bombastischste jemals gezeigte PR Moment. Hauptsache es passt alles Handlungs- und Handlungsbogenmässig zusammen und macht Spaß zu lesen. Da kann man dann ruhig auch auf die Erkenntnis verzichten was über den Kosmokraten steht ;)

Das waren dann mal meine 5 Eurocent dazu. Wechsel ist nicht schlecht und eine Frischzellenkur tut der Serie ab und zu wirklich gut. Aber es sollte wirklich auch Wechsel sein und nicht nur wieder das gleiche alte Schnittmuster sein, das schon mehrfach in Zeitenwenden eingeleitet wurde... die eigentlich das Ende der Schnittmuster-Verwendung versprochen hatten.
"Those who don't believe in magic will never find it." — Roald Dahl

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon nanograinger » 15. Juni 2017, 00:38

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Ahnungslos hat geschrieben:....
Aber egal wie das verlaufen wird, es muss nicht jede Zeitenwende dazu führen, dass zunächst das Ende der Hohen Mächte als direkter Einfluss auf die Handlung angekündigt wird, nur um dann am Ende sehen zu dürfen, dass sie doppelt so furchtbar und zehnmal so mächtig wieder zurückgekommen sind.
...

Ich wüsste nicht, dass jemals für einen Zyklus das Ende der Hohen Mächte angekündigt wurde. Auch die Eiris-Kehre ist alles andere als das.
Ahnungslos hat geschrieben:..
Das waren dann mal meine 5 Eurocent dazu. Wechsel ist nicht schlecht und eine Frischzellenkur tut der Serie ab und zu wirklich gut. Aber es sollte wirklich auch Wechsel sein und nicht nur wieder das gleiche alte Schnittmuster sein, das schon mehrfach in Zeitenwenden eingeleitet wurde... die eigentlich das Ende der Schnittmuster-Verwendung versprochen hatten.

Wenn du nochmals die von KNF angesprochenen "Zeitenwenden" anschaust, dann denke ich schon, dass die Worte "Frischzellenkur" und Wechsel in mehr als einer Art und Weise (dem Expokratenwechsel) zutreffen. Dass die Serie trotzdem kontinuierlich fortgesetzt wird (teilweise auch in nicht so dollen Aspekten) stimmt aber (leider) auch.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 15. Juni 2017, 19:01

Trevor Casalle 839
nanograinger hat geschrieben:
Ahnungslos hat geschrieben:Wechsel ist nicht schlecht und eine Frischzellenkur tut der Serie ab und zu wirklich gut. Aber es sollte wirklich auch Wechsel sein und nicht nur wieder das gleiche alte Schnittmuster sein, das schon mehrfach in Zeitenwenden eingeleitet wurde... die eigentlich das Ende der Schnittmuster-Verwendung versprochen hatten.

Wenn du nochmals die von KNF angesprochenen "Zeitenwenden" anschaust, dann denke ich schon, dass die Worte "Frischzellenkur" und Wechsel in mehr als einer Art und Weise (dem Expokratenwechsel) zutreffen. Dass die Serie trotzdem kontinuierlich fortgesetzt wird (teilweise auch in nicht so dollen Aspekten) stimmt aber (leider) auch.

Ich gehe mal davon aus, dass Klaus seine Ausführungen zu Zeitenwenden deswegen vorstellte, um in gewissem Sinne Material für zukünftige Miniserien zu haben (sozusagen ein "anfühlen", wo für Leser interessante Zeitenwenden liegen und wo eine Miniserie lieber nicht hineingehen sollte).

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich mir das Handlungspotenzial einiger Zeitenwenden angeschaut.

  1. [+] Die Miniserie Terminus thematisiert genau einen dieser Brüche, rund um Band 400 - mit den darauf folgenden Konsequenzen, die bis ca. Band 600 sichtbar und greifbar wurden. Mit Band 400 begann der letzte Zeitabschnitt der Serie, der nicht in irgendeiner Form von Superwesen mitdominiert wurde. Insofern ist eine Betrachtung von Zeitenwenden sinnvoll - und was die Leser davon denken.
  2. [+] Ideal ist natürlich die Anfangszeit der Serie, die eine Utopie beschreibt. Ideal für einen Einstieg in diese Epoche wären die vier Jahre Zeitverlust zwischen dem Besuch bei ES in Band 19 und der Rückkehr zur Erde in Band 20. Da könnte man einiges einbauen, was "Im Auftrag von ES" passierte. Inklusive Zeitreisen. Inklusive der Nutzung der Transmitter (und Zeittransmitter) des Kosmischen Rätsels, die noch ganz woanders hin führen. Mit einem verspielten Wesen an seiner Seite, das soeben erst vom Planeten Tramp (in Band 18) gerettet wurde.
  3. [-] Willi Voltz war geradezu radikal. Anhand seiner Ideen würde man ihn heute vielleicht sektiererisch nennen. Der Mann vernichtete das Solare Imperium, ließ die terranische Menschheit zunächst die Gefühle verlieren und anschließend ganz aussterben (der Plan der Vollendung war eher ein Plan der Vernichtung, erst Ernst Vlcek machte aus dem Plan der Vernichtung wieder einen Plan der Vollendung, da die originalen Terraner im Arresum weiterleben durften). Mit Band 1000 begann dann eine lange Phase der Stagnation, eine Sackgasse. Kein guter Zeitpunkt für eine Serie, dort hineinzugehen (die Atlan-Serie tat es - und was passierte mit Atlan Band 850?). Nein, der Zeitraum ab Band 1000 wäre sehr schlecht gewählt.
  4. [+] Eigentlich ideal ist der Mahlstrom der Sterne - und zwar im Handlungszeitraum zwischen 3460-3520 - also zwischen Band 699 und 700. Das war damals zwar auch Willi Voltz, allerdings platzierte er die Menschheit in einer völlig neuen Umgebung, die nie wirklich in der Serie thematisiert wurde. Die Perrypedia listet von 3461 - 3520 genau vier Einträge für Terra auf - und zwar im Jahr 3492 mit der Geburt von Timmersson Gender und 3500 mit einer initiierten Kolonisierung im Mahlstrom. Im Jahr 3503 entwickelte der Siganese Dadno Welms einen Materieprojektor, mit dem er Geld verdiente. 3512 verschwand Orana Sestore mit einer Space-jet im Mahlstrom. Das sind insgesamt 4 Einträge. Nanu? Das ist ja nachgerade lächerlich, wenn man sich anschaut, dass sich die Menschheit während des Aufenthaltes der Erde im Mahlstrom nicht nur im Machtbereich der Ploohns aufhielt, sondern auch im Kernbereich des Ersten Thoregons. Damit wäre es dann möglich, gleich zwei Zeitenwenden auf einmal zu thematisieren, nämlich die ab Band 1800 als auch die ab Band 700. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite des Mahlstroms war die Ploohn-Galaxis zu finden, auf der anderen Seite Mahagoul, das Zentrum des Ersten Thoregons. So ganz ohne Besuche zwischen 3460-3520 kann doch Mahagoul nicht geblieben sein, oder? Ideal wäre u.a. das Jahr 3512 mit dem Verschwinden von Orana Sestore... (obwohl im Jahr 3540 die Stimme von Orana Sestore auf der Erde mit Perry Rhodan spricht, siehe Band 700 (S. 51), kann das nicht Orana Sestore persönlich gewesen sein, möglicherweise ein Computerprogramm mit ihrer Stimme (sie wird in 700 nicht gesehen, nur ihre Stimme ist zu hören)...).
  5. [-] Die Zeitenwende um Band 1400 ist nicht wirklich so, dass Perry Rhodan dort auftauchen könnte. Eher unmöglich. Außerdem wurden Lücken der Historie bereits in einem PR-Extra beschrieben.
  6. [-] Zeitenwende rund um Band 1800. Oben war die Zeitenwende rund um Band 700 schon mal Thema, kombiniert mit der Zeitenwende rund um Band 1800. Eigentlich bräuchte man dann ein separates Thema nur mit der Zeitenwende rund um band 1800 nicht mehr. Falls aber doch, dann würde sich direkt nur Alashan anbieten. Aber: wie will man Alashan in den Kontext der restlichen Serie stellen?
  7. [-] Zeitenwende rund um Band 2700. Hatten wir im Prinzip mit der Miniserie Stardust bereits. Mehr Potenzial sehe ich da nicht...

Damit bliebe für neue Miniserien im Bereich von Zeitenwenden die Lücke von 19-20 und die Lücke von 699-700.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Ahnungslos » 16. Juni 2017, 01:27

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nanograinger hat geschrieben:
Ahnungslos hat geschrieben:....
Aber egal wie das verlaufen wird, es muss nicht jede Zeitenwende dazu führen, dass zunächst das Ende der Hohen Mächte als direkter Einfluss auf die Handlung angekündigt wird, nur um dann am Ende sehen zu dürfen, dass sie doppelt so furchtbar und zehnmal so mächtig wieder zurückgekommen sind.
...

Ich wüsste nicht, dass jemals für einen Zyklus das Ende der Hohen Mächte angekündigt wurde. Auch die Eiris-Kehre ist alles andere als das.


Es wurde mindestens zweimal konkret versprochen... als Wirkung der Rettung der Minusseite, die als Auftrag von ES für die KK verkauft wurde, als "letzter job"... und dann in der Mitte von Thoregon, um Band 2000 herum als der kessel bevölkert wurde um ihn zu stabilisieren und den Dritten Weg zu starten... daneben natürlich noch ESTARTU's grundlegende aber nicht wirklich so doll erfolgreiche Philosophie, die es auch schon angekündigt hat... .und in Gängern des Netzes und Friedensfahrern ihr Echo fand...

Die Eiris Kehre an sich ist nicht mit der "Abkehr oder Befreiung von den Kosmokraten" verbunden, wohl aber mit dem xten versprechen "ES wird jetzt nicht mehr auftauchen"... Siehe Ferne Stätten, Nachwehen der Teilung von TALIN, indirekt auch nach 1599 und der "Heilung" damals... Fast genauso enttäuschend wenn man es als lesender Fan wirklich ernst genommen hatte wann immer es gesagt/geschrieben wurde

@Trevor
Okay... Ich seh zwar nicht direkt die Notwendigkeit sowas an eine "zeitenwende" zu binden, Lücken hat es auch ohne Wende genug, in die man das Platzieren könnte... aber die Idee des spekulierens wann so eine Miniserie ganz lustig anzusetzen wäre, find ich spannend.

Anfangszeit der Serie
ich denke das größte Potential hat hier der Sprung von 149 auf 150.... Das Große Imperium, Atlan hat seinen Job aufgegeben und die USO gegründet, die Terraner sind in Aufbruchstimmung und kolonisieren links und Rechts, während sie die überwiegend nutzlosen Arkoniden und die nicht wirklich willigen Akonen mitschleppen... Alles was früher spielt ist fast schon zu primitiv von der Technik und politischen Lage her... zwischen Band 49 und 50 zB würde ich glaube ich wenig Gefallen finden an einer mit heutigen Erzähltechniken konstruierten Serie im "Stillen" / versteckten SI rund um das Jahr 2000 rum. Zumal das unangenehme Nebeneffekte des "Was? Die haben nichtmal Wifi????" haben könnte, wenn man irgendwas um unsere Realzeit herum ansiedeln würde :D Oder man müsste die Seriengeschichte zum Teufel jagen und alles hoffnungslos modernisieren... auch nicht gerade die beste Option.

Relativ attraktiv könnte auch 299-300 sein... Andromeda befriedet, Perry frisch verheiratet mit zwei kleinen Kindern... Teenagern, schliesslich jungen Erwachsenen die unter der Bürde des großen Namens ächzen... Eine reagiert darauf mit einer zum glück harmonisch endenden Trotzhochzeit, der andere verschwindet und spielt Piratenkönig... Terra hat zB noch das Monopol auf dei Transformkanone (man war ganz überrascht als Roi Danton's Schiff diese auch verwenden konnte... natürlich Waringer zum Dank) die ganze Galaxis ist noch unbekannnt und dem SI offen... und Andromeda gehört jetzt zwar den vorher von den MdI/ Tefrodern unterdrückten Twonosern und Maahks aber Handel und Forschung wären möglichkeiten.

399/400 Ach komm, das sind 1000 Jahre. Und SEHR ereignisreiche... selbst wenn niemand wirklich den Panitheraufstand, die Second Genesis Krise oder die ersten Schritte des 500 Jahre Planes sehen möchte, hier liegt u.a. PEAK Terra, die maximale Ausbreitung des Kolonialreichs. Ist denn zB die Experimentelle Geschichte des Paratrons jemals wirklich in worte gefasst worden? Der sollte in 2434 bekannt gewesen sein, aber erst über 300 Jahre später "gemeistert" werden, oder?

Mahlstrom der Sterne... gute Idee. Ist nicht zB immer noch unbekannt was jetzt genau mit der MARCO POLO geschehen ist? Ich glaub da war nur das Datum wann sie "aufgegeben werden musste" bekannt, aber keine Details, korrekt? Ein anderes Datum das funktionieren könnte wäre 3500 ... wenn Perry diese Kolonie gründet die später die SOL bevölkern soll...und die dann einfach mal 40 Jahre "vergisst"... (gut gemacht, Moses!) und in seiner Geheimidentität war Bull ja schon seit 3480 oder so aufgetreten... die Aphilie sollte also schon spürbar gewesen sein, sich aber noch nicht zum Problem entwickelt haben.

999/1000 Ich seh das nicht so bitter mit der Stagnation, rein auf dem Papier war die Kosmische Hanse ein großartiges Konzept... allein schon die Vokabeln.. Hansesprecher, Kontor Stalhof, Hanse-Spezialist... Kogge, Kraweel ...
Ein Abenteuer am Rande des menschlichen Einflussraumes, zB wie das Kontor Ofen gegründet wurde oder eine Gefahr von so einem Ort abzuwehren... oder Abenteuer in einem der Basaare (also Sporenschiffe), das könnte schon reizvoll werden. Und SETH APOPHIS könnte ein bisschen Hilfe beim gefährlich wirken gut gebrauchen :D das ganze "auf Leben und Tod" kämpfen, der Limbus und so weiter war doch relativ gemächtlich und lahmarschig aufgestellt...

1399/1400 Ja, Perry geht hier gar nicht, schon das Zyklusmitte Abenteuer in der Vergangenheit war irgendwie fehl am Platze.... ABER es gibt hier eine Menge spannende Abenteuer die zu erleben Spaß machen könnte... Mehr um Romulus / Homer Adams zB oder die Details der Odyssee von Danton, Thyron und Tekener, bzw den Tod von Demeter nach dem 700 mio Lichtjahre sprung während des Doriferschocks...
Auch ein gutes Stück mehr von den Vorbereitungen zu sehen, die letztlich zu einem so schnellen und "problemlosen" Sieg über Monos führten könnte seinen Reiz haben...

1499/1500 Der Wiederaufbau NACH Monos, auch wenn nicht so viel Zeit vergeht (1147-69?) sollte genug Stoff für einen Minizyklus hergeben...

Die Lücken vor 1600 und 1800 finde ich persönlich nicht sonderlich attraktiv für mehr in die Tiefe gehende Romane, die sind relativ "gut" erzählt mit Perry's und Bully's Reisen, bzw der relativ lückenlosen LFT Entwicklung in eine Militärdiktatur... (den Terra/Arkon Konflikt mag ich auch nicht wirklich, er gibt zwar ebenso viel Stoff her wie die anderen Lücken, aber die Atmosphäre ist echt nicht zu vergleichen... und später wird es noch schlimmer, Tradom und so)


Danach sieht es wirklich nicht so rosig aus... Klar könnte man da fast überall einen Ausflug Perrys nach Werweisswo einfügen, das kann man aber auch "im" aktuellen Zyklus machen, dazu braucht man nicht dringend in eine Spezifische Zeit zurückgehen... Thematisch wäre das Polyportnetz und Perry's Job es betreffend zwar noch ein guter Aufhänger, aber ich hab keinen Schimmer wie es da mit "unbekannten Zeiträumen" aussieht...

Allerdings hoffe ich, dass das bis auf weiteres erstmal die letzte Zeitreise als Aufhänger so eines Erzählstranges bleiben wird :D Gibt sicher auch andere Instrumente um hier Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen...
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. Juni 2017, 02:58

Trevor Casalle 839
Ahnungslos hat geschrieben:Mahlstrom der Sterne... gute Idee. Ist nicht zB immer noch unbekannt was jetzt genau mit der MARCO POLO geschehen ist? Ich glaub da war nur das Datum wann sie "aufgegeben werden musste" bekannt, aber keine Details, korrekt? Ein anderes Datum das funktionieren könnte wäre 3500 ... wenn Perry diese Kolonie gründet die später die SOL bevölkern soll...und die dann einfach mal 40 Jahre "vergisst"... (gut gemacht, Moses!) und in seiner Geheimidentität war Bull ja schon seit 3480 oder so aufgetreten... die Aphilie sollte also schon spürbar gewesen sein, sich aber noch nicht zum Problem entwickelt haben.

3480 bereits? Die Aphilie trat erst nach 3520 auf, rund um 3525 wohl erstmals, um genau zu sein. Ich habe mir 700 nochmals durchgelesen, ein selten katastrophaler Roman aus der Rückschau für einen Jubi-Band, völlig unlesbar, da steht nix von 3480....

Insgesamt gesehen wurde die Aphilie furchtbar schludrig vorbereitet - hat man so das Gefühl - da gab es mehrere Ungereimtheiten. Orana Sestore, das Phänomen der Aphilie insgesamt, die MARCO POLO, die "vergessene" Kolonie... Als die SOL in Band 2165 für einen halben Roman in den Mahlstrom zurückkehrte, wurde auch nicht viel geschrieben...
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Günther Drach
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Nur weil Horst Hoffmann Jahre später die Erwähnung von Orana Sestore in Band 700 übersehen hat, sollte man die kurze Szene mit ihr nicht dermassen uminterpretieren -- nichts deutet darauf hin, dass sich PR da mit einem Computerprogramm unterhält (u.a. über die Folgen der Aphilie bzgl der Beziehungen zwischen Mutter und Kind). Und "Spur der Feuerkugel" ist nun wirklich kein dermassen beeindruckender Planetenroman, den man unbedingt Kanon machen müsste. Für mich lebten Orana und Perry 3540 noch zusammen, 700 belegt dies, gingen auch zusammen an Bord der SOL. Wo sie sich dann entfremdeten, Orana sich zurück zog und schließlich Selbstmord beging (wie in PR 999 im Gespräch zwischen Danton und Rhodan erwähnt -- "vom Erdboden verschwinden" sehe ich als normale Redewendung, das Sich-auf-der-Erde-befinden sehe ich nicht als Notwendigkeit an)).
Und dass 700 unleserlich sei, ist deine Meinung. Mir persönlich ist der Roman gut und positiv in Erinnerung. Vater Ironside, das Aufkommen der Aphilie, die Vertreibung Rhodans, der zweifache Zeitsprung, das Buch der Liebe -- in meinen Augen gelungen und tatsächlich ein unerwarteter Bruch. Dass später nicht mehr aus der Aphiliethematik gemacht wurde, bedauere ich.
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

"Well, there's only one way to end a story, really."
"Don't tell me: Happily ever after?"
"That's the one"

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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon nanograinger » 16. Juni 2017, 12:33

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Ahnungslos hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Ahnungslos hat geschrieben:....
Aber egal wie das verlaufen wird, es muss nicht jede Zeitenwende dazu führen, dass zunächst das Ende der Hohen Mächte als direkter Einfluss auf die Handlung angekündigt wird, nur um dann am Ende sehen zu dürfen, dass sie doppelt so furchtbar und zehnmal so mächtig wieder zurückgekommen sind.
...

Ich wüsste nicht, dass jemals für einen Zyklus das Ende der Hohen Mächte angekündigt wurde. Auch die Eiris-Kehre ist alles andere als das.


Es wurde mindestens zweimal konkret versprochen... als Wirkung der Rettung der Minusseite, die als Auftrag von ES für die KK verkauft wurde, als "letzter job"... und dann in der Mitte von Thoregon, um Band 2000 herum als der kessel bevölkert wurde um ihn zu stabilisieren und den Dritten Weg zu starten... daneben natürlich noch ESTARTU's grundlegende aber nicht wirklich so doll erfolgreiche Philosophie, die es auch schon angekündigt hat... .und in Gängern des Netzes und Friedensfahrern ihr Echo fand...

Die Eiris Kehre an sich ist nicht mit der "Abkehr oder Befreiung von den Kosmokraten" verbunden, wohl aber mit dem xten versprechen "ES wird jetzt nicht mehr auftauchen"... Siehe Ferne Stätten, Nachwehen der Teilung von TALIN, indirekt auch nach 1599 und der "Heilung" damals... Fast genauso enttäuschend wenn man es als lesender Fan wirklich ernst genommen hatte wann immer es gesagt/geschrieben wurde

Die beiden von dir genannten Stellen sind/waren keine "Versprechen" der Expokraten oder der Redaktion, sondern "Versprechen" von Akteuren in der Serie selbst. Inwiefern man solchen Versprechen als Leser Vertrauen schenken sollte... naja, sagen wir mal so: Tarnen und Täuschen ist ein durchgehendes Element der Serie seit Band 1. B-)

Was nun diese "Versprechen" angeht:

1) An ein solches Versprechen in Zuge des Arresums kann ich mich echt nicht erinnern. In welchem Roman soll das getätigt worden sein? Ganz abgesehen davon ist die Bekämpfung der Abruse im Arresum ureigenes Interesse der Galaktiker, da sich ansonsten die Abruse/Sinta eher früher als später ins Parresum ausgebreitet hätte. Und so war es übrigens mit eigentlich allen "Aufträgen" die Perry und Co speziell in der Zeit als RdT hatten.

2) Du beziehst dich vermutlich auf den "Vertrag von DaGlausch", den Hismoom mit Perry in PR 1999 abschließt.
Spoiler:
Dort bieten die Superintelligenzen den Verzicht an, Thoregon zu erweitern, wenn die Kosmokraten ihren Einfluss aus den Thoregon-Galaxien zurückziehen. Auch die Chaotarchen würden sich lt. Hismoom an diese Vereinbarung halten. Hismoom prophezeit Perry jedoch, dass das "Jahrtausend der Kriege" über die Thoregon-Galaxien kommen wird.


Es wird also keineswegs das Ende der Hohen Mächte angekündigt, sie sind weiter da und ziehen lediglich (angeblich) ihren Einfluss zurück. Aber, wie du ja weißt,
Spoiler:
war das Ganze ja ein Doppelspiel, siehe oben bzgl. Tarnen und Täuschen. (Interessant wäre zu wissen, ob Stand PR1999 überhaupt schon feststand, dass THOREGON so enden würde, wie es dann in PR 2199 geschah).


Aktuell (GENESIS-Zyklus) ist wiederum keine Ende der HM angekündigt. Dass sich Thez aus dem gescherten Universum zurückgezogen hat, glaube ich durchaus, aber das ändert nichts an der Existenz der anderen HM. Und dass die Eiris-Kehre es nicht verhindert, dass die Hilfsvölker von SIs sich in der ehemaligen MB von ES breit machen können, war von Anfang klar.

Ein Versprechen, dass ES überhaupt nicht mehr auftauchen wiürde, sehe ich auch in keinem deiner Beispiele. ES hatte ausgiebige "Ruhephasen" (was hier im Forum immer wieder bemängelt wird), in klarer Konsistenz mit den entsprechenden Ankündigungen bspw. nach PR 1599 und PR 2599. Aktuell (nach der Ankündung der Eiris-Kehre und PR 2874) wurde in den Romanen sogar explizit geschrieben, dass man ES eben nicht auf Dauer abschreiben sollte. Das ist das genaue Gegenteil eines "xten versprechen "ES wird jetzt nicht mehr auftauchen"."

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Pisanelli » 16. Juni 2017, 14:37

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Ich weiß nicht, ob man mit den Begriffen Zeitenwende so operieren sollte. Das Perryversum hat eine Geschichte und das Schreiben der Serie hat eine Geschichte und beides hat sich immer beeinflusst, was ich für völlig normal für eine Serie finde. Eine Serie lebt einfach von guten Ideen, guten Figuren, guten Konflikten. Letztlich ist es ein aber immer wieder gleicher Ablauf von zumeist dramatischen Ereignissen, die sich erst auf den Konflikt zuspitzen und dann in einer guten oder nicht so positiven Lösung einmünden (will sagen, fast jede Idee hat auch eine Konsequenz). Letztlich finde ich jede Idee geil, die mutig ist und mal was Neues wagt, die Dinge mal auf den Kopf stellt oder konsequenter weiterdenkt, als das vielleicht in der Vergangenheit geschehen ist. Die Serie lebt von diesen Ideen - würde immer alles gleich bleiben, würde man vermutlich beständig, wenn auch schleichend Fans verlieren und wohl nur wenige gewinnen. PR probiert sich da manchmal aus - sei es aus Absatzgründen oder weil die Autoren mal was Neues machen wollen und jede Generation von Autoren geht ja auch anders an den Stoff dran. Da kommen die Veränderungen ganz von allein, würde ich behaupten. Ich finde die Miniserien in der Hinsicht eine schöne Idee - überschaubar und trotzdem etwas, wo Autoren sich ohne großes Risiko für den Verlag austoben können. PR NEO finde ich sogar noch interessanter in der Hinsicht - ganz toll, die Serie von Neuem zu starten mit dem Wissen von heute - super Experiment und wo gibt's denn sowas??? Dafür müsste PR glatt einen Literaturpreis gewinnen - nur für die Idee und den Mut, sie tatsächlich umzusetzen!
Mir ist es eigentlich egal, ob PR jetzt eher im kleinen Rahmen agiert (also vielleicht mal nur in einem Dutzend Sonnensystemen oder im riesigen kosmologischen Maßstab - mich interessieren vor allem die Figuren und ihr Umgang mit dem, was ihnen so begegnet, mit dem Universum, mit fremden Kulturen, mit dramatischen Ereignissen, mit Geheimnissen etc. Halt das ganze Feld, was menschliche Geschichte so ausmacht. Die Kosmische Hanse fand ich z.B. echt eine schöne Idee - nur der Name war oh, Himmel hilf! Überhaupt immer diese terranischen Bezeichnungen für so Machtkonstruktionen. Obwohl das im Moment eher in die andere Richtung geht - jetzt gibt es manchmal Namen, die so unaussprechlich und leider schlecht zu merken sind für Normalsterbliche, dass man sich fragt, ob die Namen einfach nur einem Zufallsgenerator entnommen werden.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Ahnungslos » 16. Juni 2017, 14:50

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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:3480 bereits? Die Aphilie trat erst nach 3520 auf, rund um 3525 wohl erstmals, um genau zu sein. Ich habe mir 700 nochmals durchgelesen, ein selten katastrophaler Roman aus der Rückschau für einen Jubi-Band, völlig unlesbar, da steht nix von 3480....


Ich bin vor ein paar Tagen beim Nachlesen über die 10000 Mann SOL Besatzung und ihre Kolonie auf das hier im Perrypedia Artikel über PR 700 gestolpert:

Am Abend des 4. Juli 3460 wandte sich Reginald Bull als Licht der Vernunft erstmals an die Öffentlichkeit (S. 61). Am Vortag gegen 18 Uhr startete der Umsturz der Aphiliker (S. 56–60). Somit wurde der Anschlag auf Vater Ironside am Abend des 2. Juli verübt (S. 54). Zwei Tage zuvor, am 30. Juni, wurde Ironside von Silas Pranther aufgesucht (S. 53).
https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Aphilie_(Roman)

Hab es aber zugegebenermaßen nicht mit dem Heft verglichen, zumal ich den Aphilie Zyklus nur in vierter oder fünfter Auflage habe und er irgendwo vergraben hinter anderen Kartons steht...
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon nanograinger » 16. Juni 2017, 16:05

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Ahnungslos hat geschrieben:Ich bin vor ein paar Tagen beim Nachlesen über die 10000 Mann SOL Besatzung und ihre Kolonie auf das hier im Perrypedia Artikel über PR 700 gestolpert:

Am Abend des 4. Juli 3460 wandte sich Reginald Bull als Licht der Vernunft erstmals an die Öffentlichkeit (S. 61). Am Vortag gegen 18 Uhr startete der Umsturz der Aphiliker (S. 56–60). Somit wurde der Anschlag auf Vater Ironside am Abend des 2. Juli verübt (S. 54). Zwei Tage zuvor, am 30. Juni, wurde Ironside von Silas Pranther aufgesucht (S. 53).
https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Aphilie_(Roman)

Hab es aber zugegebenermaßen nicht mit dem Heft verglichen, zumal ich den Aphilie Zyklus nur in vierter oder fünfter Auflage habe und er irgendwo vergraben hinter anderen Kartons steht...

Das ist definitiv ein Tippfehler, womöglich auch im Originaltext von PR 700. Die Übernahme der Macht durch die Aphiliker kam etwa 80 Jahre nachdem Erde-Mond das Medaillon-System errreicht hatte. Ganz genau fand sie am 4. Juli 3540 statt, siehe auch im gleichen PP-Artikel zu PR 700:

"Am 1. Juli 3540 kommt Silas Pranther zu Vater Ironside von der »Mission des Heiligen Franziskus von Assisi« in Terrania. Pranther berichtet, dass er trotz seiner Immunität zu den Söhnen der reinen Vernunft gehöre. Er tut es aus reinen Machtgelüsten heraus. Er weiß von einer Revolte gegen Perry Rhodan, der gestürzt werden soll.

Vater Ironside warnt den Exekutivrat Terras, der aus Exec-1 Perry Rhodan, Exec-2 Reginald Bull, Exec-3 Roi Danton und Exec-4 Galbraith Deighton besteht. Doch es ist zu spät. Am 4. Juli wird Rhodan abgesetzt, und der bisherige aus dem Verborgenen handelnde Bruder-eins der Söhne der reinen Vernunft wird als Licht der Vernunft neuer Chef der terranischen Exekutive. Es ist Bull, dessen Zellaktivator aus irgendeinem unbekannten Grund die aphil-machende Strahlung von Medaillon nicht absorbiert."

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. Juni 2017, 16:05

Trevor Casalle 839
Ahnungslos hat geschrieben:Am Abend des 4. Juli 3460 wandte sich Reginald Bull als Licht der Vernunft erstmals an die Öffentlichkeit (S. 61).

4. Juli 3540. Zu dem Zeitpunkt war knapp die Hälfte der Terraner aphilisch und es war ausgesagt worden, dass etwa noch zwei Monate vergehen würden, bis nahezu sämtliche Terraner aphilisch wären. Die vollständige Umpolung der Terraner hatte ca. 10 Jahre vorher mit Einzelfällen begonnen und dann wohl exponentiell an Geschwindigkeit gewonnen. Im Juli 3540 lief die Umpolung sehr schnell ab.

Ob die Terraner auch schon vor 3530 derart beeinflusst waren, dass sich Verhaltensauffälligkeiten häuften (auch ohne dass die Aphilie durchbrach), das weiss ich nicht. Es wurde aber gesagt, dass nach den ersten Jahrzehnten im Mahlstrom die Kriminalität gegen Null sackte und dass alle Menschen an einem Strang zogen. Das war im Prinzip Altruismus. Auch sehr ungewöhnlich. Ob das auch auf Medaillon und die 5/6D-Strahlung zurückzuführen war? Zudem wurde ausgesagt, dass mentalstabilisierte Menschen durch die Strahlung von Medaillon erheblich älter wurden als vorher, bis zu 250 Jahre...

Dass Medaillon eine Wirkung auf die Menschen hatte, war also sehr wohl bekannt. Möglicherweise deshalb hatte Perry Rhodan bereits im Jahre 3500 - wie bei einer Vorahnung des Kommenden - das Malibu-System besiedeln lassen, wobei er dazu ausschließlich Soldaten und Soldatinnen hinschickte, die im Auftrag der Raumflotte seit 3460 fast ausschließlich im Weltraum gewesen waren - und nicht auf der Erde unter den Strahlen von Medaillon gelebt hatten. Als hätte er was geahnt... Diese Kolonie war geheim geblieben, aus demselben Grund...

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Ahnungslos » 19. Juni 2017, 04:20

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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Ahnungslos hat geschrieben:Am Abend des 4. Juli 3460 wandte sich Reginald Bull als Licht der Vernunft erstmals an die Öffentlichkeit (S. 61).

4. Juli 3540.


Autsch. Kann das evtl einer der Perrypedianer bei Gelegenheit korrigieren?

(Im Nachhinein logisch dass "am Vortag startete der Umsturz" nicht gleichtzeitig auch 80 Jahre früher heissen kann... Aber so Dinge bleiben mir leider zu gut im Gedächtnis hängen, die Idee dass Bully im Geheimen schon den Grand Wizard der Emotions-Klanner gegeben haben könnte war auch ZU verführerisch, der leicht tapsige "Dicke" und alle Aktivatorträger ein Jahrhundert lang an der Nase rumgeführt? DAS wäre mal ein Twist der Handlung gewesen. Allerdings wohl auch vergeudet wenn man beides nur in der "Was ihr nicht gelesen habt" Zusammenfassung des Handlungssprunges lesen könnte :D)
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Pisanelli » 19. Juni 2017, 09:18

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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Ahnungslos hat geschrieben:Am Abend des 4. Juli 3460 wandte sich Reginald Bull als Licht der Vernunft erstmals an die Öffentlichkeit (S. 61).

4. Juli 3540.


Danke für den Hinweis. In der Perrypedia wurde der Fehler inzwischen korrigiert.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Julian » 4. Oktober 2017, 22:01

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Julian
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MIT DEM NEUEN INTERNETAUFTRITT IST AUCH DER HINWEIS AM ANFANG DES THREADS NICHT MEHR ZU FINDEN:

Hilft mir vielleicht jemand weiter, worauf die Beiträge sich eigentlich beziehen, denn diese haben es ganz schön in sich.


Schreibwende statt Zeitenwende,als Beitrag, fand ich am gelungensten.

Auch wenn der Verlauf des jetzigen Zyklus einiges verspricht... für mich jedenfalls.
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
Rüdiger Schäfer-zu Neo125:
Zuvor gilt es jedoch Abschied zu nehmen. Ihr müsst jetzt stark sein, denn die dramatischen Ereignisse auf der Erde und im Sonnensystem fordern ihren Tribut - auch unter den bekannteren Figuren.
Uns ist klar, dass das nicht jedem gefallen wird, aber der Weg zu den Sternen ist nun einmal steinig und kostet Opfer.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Saedelaere » 8. Oktober 2017, 19:48

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Saedelaere
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Zeitenwenden - Ich hab mich immer irgendwie daran gestört, aber das ist kein wirkliches ... wirklicher ist immer, dass mich das gestört hat, was mit der jeweiligen "Zeitenwende " unvermittelt auftauchte - das die Herausforderung, wie das Fremde, immer von Außen über die Menschen herfällt. Wenn wir unsere Entwicklung bisher ernst nehmen, dann haben wir Probleme eher selbst erzeugt, als das sie "über uns gekommen sind".
Nun hat es inzwischen viel mehr technischen Fortschritt als erwartet gegeben, (gerade gestern in der Perypedia über die en vogue Antriebstechnik gelesen) früher hatte ich immer das Gefühl, das nur was vorwärts geht, wenn es was zu klauen gab... - neulich las ich in einem Nebensatz, das die Haluter mit der Sextadim Technologie am Anfang stehen - 1000 Jahre nach den Cappins und 30 000 Jahre nachdem sie den Dimetransantrieb (oder wie immer der hieß) serienmäßi in ihren Raumern spazieren geflogen haben ... da hätte doch was gehen müssen.. insofern hab ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Zeit Umbrüche nicht das Problem sind, sondern die ungenutzten Zeiten/Potenziale.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon marafritsch2705 » 12. Oktober 2017, 01:30

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Also...das wort zeitenwende tauchte zuletzt meiner meinung nach im roman "die jenzeitigrn lande" auf....

Hier sinnierte der fauthe Than über die grossen atopen nach-u.a. den "solange verleugneten richter mit seiner wahren zeitenwende"..

Wollen wir mal sehen..welchen plan die expokraten mit ATlan..bzw Veirdandi verfolgen(und das dürfte schon damals festgestanden haben)

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Mr Frost » 17. Oktober 2017, 22:02

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"Seite nicht gefunden". :lol:
Schade.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Clark Flipper » 17. Oktober 2017, 22:12

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Logbuch: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

@Mods
Vielleicht kann das ja mal jemand reperieren.
^_^
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Julian » 17. Oktober 2017, 22:41

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Julian
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Clark Flipper hat geschrieben:Logbuch: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

@Mods
Vielleicht kann das ja mal jemand reperieren.
^_^


Danke dafür.

Der Text hat es aber in sich.

Vor allem ab 3.000 die Speku. Für mich schon fast eine Drohung. :devil: :devil:
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"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
Rüdiger Schäfer-zu Neo125:
Zuvor gilt es jedoch Abschied zu nehmen. Ihr müsst jetzt stark sein, denn die dramatischen Ereignisse auf der Erde und im Sonnensystem fordern ihren Tribut - auch unter den bekannteren Figuren.
Uns ist klar, dass das nicht jedem gefallen wird, aber der Weg zu den Sternen ist nun einmal steinig und kostet Opfer.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Mr Frost » 18. Oktober 2017, 11:59

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Mr Frost
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Clark Flipper hat geschrieben:Logbuch: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

@Mods
Vielleicht kann das ja mal jemand reperieren.
^_^

Danke schön (für den Link). Nun bin ich gespannt...

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 19. Oktober 2017, 13:09

Trevor Casalle 839
Julian hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Logbuch: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Der Text hat es aber in sich.

Vor allem ab 3.000 die Speku. Für mich schon fast eine Drohung. :devil: :devil:

Das setzt sich dann aber nahtlos mit dem neuesten Logbuch fort: Kurs 3000+ in Friedrichsdorf.

Ich hatte in einem anderen thread den Begriff Weltenwende für Band 3000 ins Gespräch gebracht, das wäre mehr als eine Zeitenwende und würde hervorragend zu einem Weltenbrand und zu einer Genesis als Neuschöpfung passen....

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Counterstrike » 8. November 2017, 00:18

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wepe hat geschrieben:Als Uralt-Komplettleser :o) habe ich ja sämtliche Zeitenwenden mitgemacht - und da haben mich schon einige Brüche geschmerzt! Das war ja nicht immer leicht zu verdauen, aber immerhin: Es war jedes Mal in einer begrenzten Zeitspanne das "Einleben" in eine neue Szenerie innerhalb des Perryversums möglich. Und oftmals merkte man bald, dass etwas Neues aufgebaut wurde, entwickelt aus dem früheren Kanon.

Dieses Mal habe ich den Eindruck, dass es nicht um ein Weiterdenken innerhalb des PR-Kanons gegangen ist.
Die neuen Handlungsplanungen für die Erstauflage scheinen mir eher von einem ziemlich bekannten social-media-Riesen adaptiert worden zu sein:
'Move fast and break things'
Das Motto wurde bei der Firma längst wieder aufgegeben, nicht jedoch bei PR.
"Done is better than perfect."
Noch so eine typische Internetregel aus demselben Stall, die ich in der EA mittlerweile ständig umgesetzt sehe.
Für meine Weise, Perry Rhodan zu lesen, sind diese sicherlich zeitgemäßeren und moderneren Produktionsphilosophien leider nicht passend, ich erfreue mich nicht am "Überall-zugleich-Zerstören" und halte gut gemeint nicht automatisch für gut gemacht. Es mag auch ein wenig altmodisch klingen, aber an einen gut erkämpften Erfolg oder ein positiv ausstrahlendes Resultat oder eine tolle Erfindung / Entdeckung für Terraner oder die Milchstraße erinnere ich mich nicht mehr. Würde ich aber gerne lesen! :rolleyes:

Für mich ist das eher eine Schreib- als eine Zeitenwende.


Ich würde dem ganzen eher ein deutsches Zitat hinzufügen:
'Das Expokrat in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf'
Profil inaktiv, bleibt nur bestehen, um den Nickname zu schützen
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