Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Aktuelle Erstauflage, zu Hintergründen und möglichen Entwicklungen.
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Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Klaus N. Frick » 15. März 2017, 18:33

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Klaus N. Frick
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Ich habe einen Artikel geschrieben, der erst einmal nur für den Newsletter der PERRY RHODAN-FanZentrale gedacht war, der jetzt aber auch als Logbuch veröffentlicht wurde. Es geht um die Zeitenwenden in der PERRY RHODAN-Serie. Hier ist er:

http://www.perry-rhodan.net/newsreader- ... hodan.html

Wie ist denn eure Meinung dazu?

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon cold25 » 15. März 2017, 19:07

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cold25
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Schöner Bericht aber ich konnte leider nicht alles so genau lesen, da ich mich sonst zu sehr gespoilert hätte.
Dennoch Hintergründe zur PR Serie sind IMMER interessant!
Ich hoffe, dass es mir auch irgendwann vergönnt sein wird bei Band 2900 anzukommen. Gekauft wird er dennoch. :st:
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908 William Voltz - Aura des Friedens

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Laurin » 15. März 2017, 19:20

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Laurin
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Ich denke das hängt auch immer davon ab, wie diese Zeitenwenden ausfallen.

Als die frühen Zeitsprünge passierten, gab es noch kein Forum wo man sich gemeinsam aufregen konnte - als Leser nahm man das mit gemischten Gefühlen hin, und schaute was sich daraus ergab. Als Volz dann aber das Solare Imperium untergehen ließ, und als spätestens ab Band 1000 klar war dass es davon kein Zurück mehr gab, war der Bruch für mich (und ich glaube auch für viele andere Leser) zu stark - ich habe hingeschmissen und nicht mehr weiter gelesen (Wiedereinstieg erst um Band 1800).

Inzwischen sind ca. 3000 Serienjahre vergangen - der Abstand zur Jetztzeit ist riesig geworden. Umso mehr sich die Serie aber vom heutigen Leser entfernt, umso geringer wird die Identifikation sein, SF hin oder her. Von weiteren großen Zeitsprüngen rate ich ab.

Die letzte "heimliche Zeitenwende" ab Band 2700 finde ich persönlich nicht sehr gelungen - das liegt aber auch an der Art der Herleitung, die ich nicht immer wirklich nachvollziehbar fand. Nun ist das aber (leider) so und man wird damit wohl leben müssen. Von weiteren Experimenten dieser Art rate ich ab. Veränderungen ja - aber immer nachvollziehbar, und bitte nicht mit der Abbruchbirne durch die Serie. Ganz andere kosmologische Zusammenhänge kann man ja durch Raum- Zeit- oder universale Reisen beschreiben (oder in die Miniserien auslagern).

Ich würde mir ein mehr geerdetes PR-Universum wünschen, wo es eben nicht für alles irgendeine Wundertüte gibt, oder alles immer fantastischer und abgehobener wird und mit einem Fingerschnippen und ein bisschen PSI oder Nanomaterie quasi alles möglich ist (und damit beliebiger wird). Vielleicht wagt man ja ab Band 3000 mal den Sprung zurück - in ein mehr realistischeres SF-Universum - statt immer nur vorwärts und fantastischer, was irgendwann sowieso nicht mehr zu toppen ist (in diesem Zusammenhang könnte man ja vielleicht auch mal den Expo-Führungsstab in Frauenhände legen, das wär doch mal was).
:)

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon cold25 » 15. März 2017, 19:26

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cold25
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Laurin hat geschrieben:Als Volz dann aber das Solare Imperium untergehen ließ,


ich muss sagen, dass mich diese Düsternis und Hoffnungslosigkeit im Aphilie Zyklus wahnsinnig fasziniert hat.
Die Erde weit weg in einer fernen Galaxis und als ob das nicht genug wäre, dazu noch die Auswirkungen der Aphilie, sowie die Unterdrückung der gesamten Menschheit in der Milchstrasse...
Ich habe den Zyklus erst vor ein paar Jahren gelesen und nach den ewigen Happy End's im Buch- und Filmbusiness der letzten Jahre war ich sehr davon angetan, auch wenn es in vielen Romanen an der Umsetzung (der damaligen Zeit sicher geschuldet) haperte.
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Laurin » 15. März 2017, 19:32

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Laurin
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Ja, der Aphilie-Zyklus war sehr faszinierend - aber der Wunsch vieler Leser damals wäre wohl irgendwann ein zurück in alte vertraute Verhältnisse gewesen - LFT und Kosmische Hanse waren damals für viele kein gleichwertiger Ersatz.
Zuletzt geändert von Laurin am 15. März 2017, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon cold25 » 15. März 2017, 19:36

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cold25
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sicher verständlich wenn man die Serie von Anfang an verfolgt hat, nach den Auswirkungen der Besetzung durch das Konzil wäre das allerdings alles andere als plausibel gewesen. So wie es letztendlich kam, wirkte das auf mich "realistischer" :)
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Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Faktor10 » 15. März 2017, 19:50

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Faktor10
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Zeitenwenden.
Für mich war die erste große Zeitenwende Band 500. Ich fand dies war der letzte klassische Roman im Sinne der Romane wie sie KHS konzipierte und auch so dann schreib massig von den Autoren umgesetzt wurde. Danach wurde der Einfluss von Voltz eindeutig erkennbar. Hier beziehe ich mich auf die Art wie geschrieben wurde und auch auf die Handlung. Spätestens mit Band 700 waren dann die Terraner nur noch im Abwehrkampf und waren oft lange auf verlorenem Posten. Eine zweite große Wende war als erkennbar wurde, dass ES sein alleinstellungmerkmal verlor. Ich fand es damals wie heute sehr schade dass das SI nicht wieder erstand. Die Liga war für mich meist nur mit Weicheiern bestückt. Ab der NGZ wurde dies dann noch schlimmer. Ein weiterer Wendepunkt fand ich dann die Romane ab Band 2300. 2300 bis 2499 fand ich sehr gelungen.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Kardec » 15. März 2017, 20:04

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Ich hatte mit den "Zeitenwenden" immer so meine Probleme.
Habe dem SI nie nachgetrauert. Absurd fand ich den 1000-Jahre-Zeitsprung im Jubiband 400. Das SI zerfallen - sonst war nicht viel passiert.
Sollte die Vereisung in Orpleyd zeitweise übergegriffen haben? :P

Wenn ich bedenke, meine österr. Großmutter ist 1885 geboren. Die hat die Hotelgäste noch am Bahnhof (ja es gab schon Eisenbahn in der Steiermark :D ) mit der Kalesche abholen lassen - als Ruheständlerin hat sie eine 1-motorige Cessna gechartert und ist zu uns nach Nordbayern geflogen. Das war progressiv :D - war sogar im Lokalblatt Thema.

Oder die komische Hanse. Eine neue Zeitrechnung nach einer einer Handelsorganisation. Man stelle sich vor wir wären im Jahr 119 EDEKA :D

Von den resets will ich gar nicht anfangen.

Stimme Laurin schon weitgehend zu.
Ist aber schwierig für die Serienmacher. Ein wirklich schwerer konzeptioneller Mißgriff........
Um dem ausufernden Gigantismus einzugrenzen - die SoaF (Society of absent Friends), Rhodatlan & Co. als kleine mit JZL-HiTec unterstützen wen auch immer. Klein aber fein.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Axo » 16. März 2017, 00:42

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Axo
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Ich habe keine Probleme mit Veränderungen. Dem Solaren Imperium habe ich damals nicht nachgeweint, weil Willi Voltz eine wirklich interessante Nachfolgehandlung geschaffen hat. Mit der Kosmischen Hanse hatte ich da schon mehr Schwierigkeiten.
Auch mit dem Bruch ab 2700 habe ich prinzipiell keinen Händel, da kenne ich keine Denkverbote. Was mich in den letzten Zyklen gestört hat, war nicht die Basisidee, sondern die unlogische und (für mich bis heute) undurchdachte Umsetzung. Zeitenwenden gibt es immer wieder (auch in der realen Welt) - keine Berührungsängste damit.
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Kardec » 16. März 2017, 02:01

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Ich hab 2700+ gar nicht als Zeitenwende wahrgenommen. O.K. die Motivation der Invasoren war neu - aber für die Besetzten ist der Unterschied nur graduell. Die Szenerie war tw. superexotisch Synchronie/JZL-aber das waren andere Schauplätze vorher auch.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon jemo » 16. März 2017, 10:40

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Ich denke, gelegentlich braucht die Serie einen Bruch um eine neue Geschichte zu erzählen. Eine nur kontinuierliche Weiterführung wäre zum einen zu eintönig und zudem würde ein völliger Szenarienwechsel schwierig darzustellen sein.
Dieser Bruch kann nun ein Zeitsprung sein um eine völlig neue Situation darzustellen, oder eben auch so ein Kunstgriff wie in den Bänden ab Nummer 700.

Gleichwohl bleiben große Zeitsprünge immer problematisch, weil sich die Technik nicht entsprechend weiterentwickelt hat. Man muß sich nur mal vorstellen, welch ein Unterschied in der realen Welt von vor tausend Jahren zur Jetztzeit herrscht, in der Serie findet eine ähnlich große Weiterentwicklung nicht statt.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Durial » 16. März 2017, 20:30

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Zeitenwenden und damit Brüche oder besser Sprünge in der Entwicklung sind auch notwendig, um ein passendes Umfeld zum Start eines neuen Zyklus zu bieten.
Allerdings habe ich mein Problem mit dem, was jetzt gerade passiert.
Die bisherigen Sprünge waren immer im Rahmen der Historie der Serie eingebettet und taugten zur Weiterführung der Enzyklopädie "Terra's Geschichte im Universum".
Der letzte Sprung ist aber ein gewaltiger Bruch, den ich ablehne. Mit der Eiriskehre befinden wir uns genau genommen in einem Paralleluniversum.
Im angestammten Universum ist die Milchstrasse Teil der Mächtigkeitsballung von ES. Nun sind wir in einem Universum ohne Mächtigkeitsballung.
Hier endet die eigentliche Geschichte der Menschheit - zumindest vorerst. Das was wir jetzt haben, ist ein Ableger der Menschheit änhlich der Exilterraner in den fernen Stätten. Schon in den vergangenen Zyklus nach Traitor wurde unnötigerweise viel Porzellan zerschlagen und Brücken in die Vergangenheit abgerissen. Gerade diese Verbindungen von der Vergangenheit in die Gegenwart/Zukunft waren doch ein Alleinstellungsmerkmal der Perry Rhodan-Serie. PR ohne ES (er muss ja nicht in jedem Zyklus eine Rolle spielen) ist für mich genauso undenkbar wie die Serie ohne Perry, Atlan und einige wenige andere. Das sind Stützpfeiler der Serie, die man nicht einfach einreißt ohne zu riskieren, das das Haus zusammenfällt.

Wenn's gut ankommt, wünsche ich der Serie weiterhin viel Erfolg und beobachte das nur noch aus der Ferne.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Harzzach » 17. März 2017, 14:44

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jemo hat geschrieben:Gleichwohl bleiben große Zeitsprünge immer problematisch, weil sich die Technik nicht entsprechend weiterentwickelt hat.

Für 1400 hatte man ja den Kunstgriff "Dunkle Jahrhunderte" angewandt, wo zwar ca. 700 Jahre vergangen ware, die Milchstrassenvölker aber geknechtet und jeglicher Fortschritt unterbunden wurde. Kann man aber auch nicht jedes Mal machen, so dass ... ja, große Zeitsprünge müssen wohl überlegt sein.

Von daher war es schon erstaunlich, dass sich von 399 zu 400 im Grunde verdammt wenig geändert hatte. Was, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, sogar in 2700 aufgegriffen wurde, als sich PR in einem Streitgespräch mit einem Historiker befand, der Perry als Hauptverantwortlichen für die Jahrhunderte lange Stagnation im Solaren Imperium verantwortlich gemacht hatte.

Finde es immer schön, wenn Autoren frühe Widersprüche aufgreifen und pseudo-historische Interpretationen anbieten, die sich so gänzlich vom traditionellen Blickwinkel lösen :)

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Richard » 18. März 2017, 06:47

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Kardec hat geschrieben:Oder die komische Hanse. Eine neue Zeitrechnung nach einer einer Handelsorganisation. Man stelle sich vor wir wären im Jahr 119 EDEKA :D


Die NGZ wurde auf Veranlassung von ES eingefuehrt und zwar weil die Galaktiker sich anschickten intergalaktisch zu agieren. - Die Kosmische Hanse war nur das "Vehikel" mit dem diese Verbindungen geknuepft wurden.
Davon abgesehen war die Kosmische Hanse zu Beginn v.a. auch eine Art Under Cover Agentenorganisation, so aehnlich als waeren in den USA FBI, NSA und CIA beispielsweise als Gross- und Einzelhandelsunternehmen bekannt und agieren nur heimlich als Nachrichtendienste .....

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Kardec » 18. März 2017, 15:45

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:D Danke für die Mühe, hab alle Romane gelesen.

Bist du sicher, dass der amerikanisch Sicherheitsapparat und amerikanische Großkonzerne nicht kooperieren?

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Richard » 18. März 2017, 17:53

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Kooperieren? Ja, vermutlich mehr oder minder (un-)freiwillig. Aber ich glaube jetzt nicht, dass zb Amazon eigenlich ein Geheimdienst der USA ist der zu Tarnungszwecken auch Onlinehandel betreibt.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Kardec » 18. März 2017, 20:16

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Dass mit dem Jahr 119 Edeka war nicht sooooooooooooo bierenst gemeint. Ich hoffe zuversichtlich, du siehst mir meine gelegentliche Unernsthaftigkeit nach.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Richard » 18. März 2017, 20:19

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Kein Problem, zumal Edeka erst 110 Jahre (lt. Wikipedia) alt ist ;).

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Kardec » 18. März 2017, 20:24

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auch dies steht in Wikipedia - wenn unbedingt Erbsen gezählt und Korinthen gekackt werden sollen. :D
Die erste Edeka-Genossenschaft entstand 1898, als sich 21 Kaufleute aus dem Deutschen Reich im Halleschen Torbezirk in Berlin zur Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin – kurz E. d. K. – zusammenschlossen.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Rodiak65 » 21. März 2017, 00:13

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Ich finde den Zeitsprung von 29 Jahren gar nicht so groß. Er bietet viele neue Möglichkeiten, für Geschichten die nicht vorhersehbar sind. Ich habe Heft 2900 gelesen, im allgemeinen ist es nicht schlecht, für einen Jubiläumsband hätte ich mir mehr erwartet, ich hoffe es steigert sich noch. Heft 2800 war da um einiges besser auch spannender. Was ich mir wünsche ist das Reginald Bull und Atlan wieder auftauchen, das gibt dem ganzen gleich mehr würze. Ich fände es auch nicht schlecht wenn Delorian oder Mondra Diamond wieder auftauchen. Mal sehen wie es weitergeht....

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Julian » 23. März 2017, 14:28

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Julian
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Schöne Zusammenfassung.

Nur welcher Schritt wäre für den Band 3000 angebracht?

NEO gibt es schon.


Eine Serie die ohne den unsterblichen Rhodan in der jetzigen Form existiert?


Wie gut das ich nur die Romane lesen muss und entscheiden kann dann ob ich das gut fand. Mir also keine wirklichen Gedanken darüber machen muss wie meine Vorstellungen auf die Allgemeinheit der Leser wirkt bei der Kaufentscheidung.
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
Rüdiger Schäfer-zu Neo125:
Zuvor gilt es jedoch Abschied zu nehmen. Ihr müsst jetzt stark sein, denn die dramatischen Ereignisse auf der Erde und im Sonnensystem fordern ihren Tribut - auch unter den bekannteren Figuren.
Uns ist klar, dass das nicht jedem gefallen wird, aber der Weg zu den Sternen ist nun einmal steinig und kostet Opfer.
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Baptist Ziergiebel
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Klaus N. Frick hat geschrieben:Ernst Vlcek als Exposéautor und Dr. Florian F. Marzin als Chefredakteur, auf dessen Ideen der Zyklus fußte, stellten Perry Rhodan geradezu ins Abseits. Das war Absicht: Beide wollten mit dem Drang abschließen, in immer höhere kosmologische Sphären vorzustoßen. Spätestens mit Si Kitu, der Mutter der Entropie, hatte die Serie in den Augen des Redakteurs und des Exposéautors zu sehr an Bodenhaftung verloren.

Für die Zeit dieser beiden muß ich mal eine Lanze brechen. Sowohl Linguiden- als auch der Ennoxzyklus stechen für mich aus dem "Serieneinerlei" heraus. Von den Grundideen und den einzelnen Handlungen her waren beide einfallsreicher, origineller und prägender als die Esoterikzyklen zuvor und die Schema-F Invasionen später. An der Umsetzung mag es zum Teil gehapert haben, gerade im Ennoxzyklus gab es spürbare Schwierigkeiten. Dennoch lesen sich die Zyklen dieser Zeit erfrischend anders und abwechslungsreicher als die anderer Epochen.
Man kann durchaus sagen, dass die Phase zwischen Band 1800 und Band 2699 eine Zeit war, in der nur wenige Umbrüche auf die Leser zukamen.

Zeitenwenden müßen ja nicht unbedingt mit Zeitsprüngen verbunden sein. Ich denke, die Einführung der Hyperimpendanz war ein größerer Einschnitt, als die meisten Zyklenübergänge zuvor. Zwei Herzen schlagen da in meiner Brust. Zum einen mochte ich die Verhältnisse davor. Der Metagrav, die Syntronik haben auch heute noch einen modernen Klang, in welchem immer noch Fortschritt mitschwingt. Ich fand nicht, dass sie zu mächtig waren. Dennoch gestehe ich ein, dass es schwierig sein mochte, das technische Niveau weiter in glaubhaften Dosen und nachvollziehbar/erklärbar zu steigern.

Die Zeitenwende bestand dann in der Hinwendung zur Linearraumerforschung und dem Gesellschaftsaufbau auf deren Ergebnissen. Dazu die Überwindung der Nachmonoszeit mit dem Erstarken des Galaktikums. Den Höhepunkt dieser Entwicklung sah man sehr schön dargestellt dann in 2514.

Bedauerlicherweise scheint man momentan davon abgerückt zu sein, Entwicklungen wie diese, zugunsten von Konflikt- und Abenteuerszenarien, weiter auszuleuchten. Diese haben auch ihre Berechtigung, ganz klar. Aber etwas mehr "Worldbuilding" würde ich mir schon wieder wünschen. Die Darstellung der galaktischen Beziehungen, insbesondere das Galktikum sind zur Zeit ein Trauerspiel.

Auch wenn man noch nichts von weiß, verspreche ich mir etwas vom "Techno-Mahdi". In letzter Zeit spielen künstliche Intelligenzen ja vermehrt wieder eine Rolle in den Romanen. Vielleicht gibt es ja da Verbindungen? Und mit einem eventuellen Erstarken der KI´s vielleicht die nächste Zeitenwende?

Gruß.
Das ist ... TERRA!

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon iilt_gucky » 8. April 2017, 01:01

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iilt_gucky
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Ich bin bei Band 1400 eingestiegen also zu einem Zeitpunkt als man einsteigen konnte ohne großes Vorwissen und das war der perfekte Zeitpunkt. Solche Zeitenwenden sind auch ein Chance in dieses Universum einzutauchen.
Der Grund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten.

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon Richard » 9. April 2017, 01:38

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Richard
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Also zum Zeitpunkt, als die EA bei Band 1400 kam gab es zumindest noch keine Perrypedia bw. andere Onlinezykluszusammenfassungen, da das Internet zu dem Zeitpunkt noch eine Art "Schattendasein" auf einer Handvoll Rechnern in den USA führte.

Klar, nach ca. 55 Jahre PR Geschichte hat man ganz schoen viel Stoff bzw. "PR Fakten" zum Nachlesen.
Allerdings hat man es heuzutage deutlich einfacher sich zumindest einen groben Überblick zu verschaffen, da man eben Online Zykluszusammenfassungen lesen kann, die einen ersten groben Handlungsüberblick geben.
Dann gibts ja auch noch die Einzelheftzusammenfassungen, die dann schon etwas detaillierter Überblick geben .

Re: Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Beitragvon wepe » 14. April 2017, 00:39

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Als Uralt-Komplettleser :o) habe ich ja sämtliche Zeitenwenden mitgemacht - und da haben mich schon einige Brüche geschmerzt! Das war ja nicht immer leicht zu verdauen, aber immerhin: Es war jedes Mal in einer begrenzten Zeitspanne das "Einleben" in eine neue Szenerie innerhalb des Perryversums möglich. Und oftmals merkte man bald, dass etwas Neues aufgebaut wurde, entwickelt aus dem früheren Kanon.

Dieses Mal habe ich den Eindruck, dass es nicht um ein Weiterdenken innerhalb des PR-Kanons gegangen ist.
Die neuen Handlungsplanungen für die Erstauflage scheinen mir eher von einem ziemlich bekannten social-media-Riesen adaptiert worden zu sein:
'Move fast and break things'
Das Motto wurde bei der Firma längst wieder aufgegeben, nicht jedoch bei PR.
"Done is better than perfect."
Noch so eine typische Internetregel aus demselben Stall, die ich in der EA mittlerweile ständig umgesetzt sehe.
Für meine Weise, Perry Rhodan zu lesen, sind diese sicherlich zeitgemäßeren und moderneren Produktionsphilosophien leider nicht passend, ich erfreue mich nicht am "Überall-zugleich-Zerstören" und halte gut gemeint nicht automatisch für gut gemacht. Es mag auch ein wenig altmodisch klingen, aber an einen gut erkämpften Erfolg oder ein positiv ausstrahlendes Resultat oder eine tolle Erfindung / Entdeckung für Terraner oder die Milchstraße erinnere ich mich nicht mehr. Würde ich aber gerne lesen! :rolleyes:

Für mich ist das eher eine Schreib- als eine Zeitenwende.
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