Neues PR-Extra, MMT: Die Phantome von Epsal

Aktuelle Erstauflage, zu Hintergründen und möglichen Entwicklungen.
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AARN MUNRO
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Und wieder ein "Sf-Autor", der nicht rechnen kann. Magnetschwebebahn, Andruckabsorber: Bei 1g an Beschleunigung auf einer Strecke von 50 km wird die benötigte Endgeschwindigkeit von 3600 km/ h jedenfalls in 100 Sekunden Zeit erreicht, ganz ohne Andruckabsorber. Auf diese Weise hätten die Epsaler noch mehr an Material gespart, an alten Hyperkristallen usw. Das wäre effizienter. Selbst wenn sie mit 2 g Akzeleration beschleunigen, schließlich herrscht auf Epsal 2,1 g an Normalbeschleunigung an der planetaren Oberfläche, würden sie in 50 s auf 12,5 km Strecke auch auf die geforderte Endgeschwindigkeit kommen. Wie gesagt, keine Andruckabsorber nötig und Rechnung ist elementar (auch in Wien).
Ein anderer Wiener hat neulich im INTRA des ACD gefordert: Liebe SF-Autoren, die ihr Euch so nennt, erst denken, dann rechnen, dann schreiben! Noch soll es ja SCIENCE-Fiction sein. :D
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
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Del Hayer
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Ja Rechnen ist so eine Sache...

Eigentlich gehoert eine technische Qualitaetskontrolle zu den Autoren...
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Richard
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Nun .. MMT ist jetzt nicht unbedingt ein Autor mit "technischem" Hintergrund.
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AARN MUNRO
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Den Roman selbst finde ich übrigens gut. Spannend erzählt und mit einigen Überraschungen. Was mir besonders gefällt, ist nicht nur die sorgfältige Auaarbeitung der Umgebung, Natur, Gesellschaft der Epsaler etc. sondern auch MMTs Faible für kleinste Einzelheiten und unwichtige Rand- Zusatzelemente, die den allgemeinen Rahmen der Handlungen und Geschehnisse ambiental sehr gut abrunden. Deshalb schätze ich ihn normalerweise in seiner Schreibe und auch diesmal. Verflixt, ich kam kaum zum Posten in letzter Zeit, zuviel zu tun. Ich wollte auf diesen Extraband noch intensiver eingehen.
Wer ihn gelesen hat: Kritik:
Zum Schluss (etwa die letzten fünf bis zehn Seiten) wurde doch etwas viel ad hoc beschrieben und sehr viel herumlaviert und die militärische Machtergreifung relativiert.
Für einen ausführlichen Spoiler (falls den nicht schon jeman Anderes hier hergestellt hat), bin ich jetzt zeitmäßig nicht in der Lage.
Aber Fazit: von Kleinigkeiten (wie oben erwähnt abgesehen), ein sehr guter spannend erzählter Band.
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Christian Montillon
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AARN MUNRO hat geschrieben:Und wieder ein "Sf-Autor", der nicht rechnen kann. Magnetschwebebahn, Andruckabsorber: Bei 1g an Beschleunigung auf einer Strecke von 50 km wird die benötigte Endgeschwindigkeit von 3600 km/ h jedenfalls in 100 Sekunden Zeit erreicht, ganz ohne Andruckabsorber. Auf diese Weise hätten die Epsaler noch mehr an Material gespart, an alten Hyperkristallen usw. Das wäre effizienter. Selbst wenn sie mit 2 g Akzeleration beschleunigen, schließlich herrscht auf Epsal 2,1 g an Normalbeschleunigung an der planetaren Oberfläche, würden sie in 50 s auf 12,5 km Strecke auch auf die geforderte Endgeschwindigkeit kommen. Wie gesagt, keine Andruckabsorber nötig und Rechnung ist elementar (auch in Wien).
Ein anderer Wiener hat neulich im INTRA des ACD gefordert: Liebe SF-Autoren, die ihr Euch so nennt, erst denken, dann rechnen, dann schreiben! Noch soll es ja SCIENCE-Fiction sein. :D



Nicht dass es mich etwas angeht, aber ich wüsste nicht, dass Michael ein "SF-Autor" in Anführungszeichen ist. Ebenfalls unbekannt ist mir, dass er nicht rechnen kann.
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AARN MUNRO
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Lieber Herr Montillon: es ging mir hier um die innere Logik der Handlungsbeschreibung. Sie müssen MMT nicht verteidigen. Ich mag seine Hefte, wie oben beschrieben, sehr.
Aber er schreibt einerseits von Sparmaßnahmen der Epsaler im technischen Bereich (wiederaufbereitete Hy-Kristalle etc.) Deshalb wollte ich einmal auf die Stringenz hinweisen. Ohne Andruckabsorber hätte man eben noch mehr gespart. Und die Anführungszeichen kommen eben auch daher: der Science-Anteil in der Fiction darf auch bei Herrn Thurner ruhig etwas höher sein ... bei aller herrlichen Phantasie, die er verwendet. Es gibt da einen Satz von Heinlein ...
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Christian Montillon
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AARN MUNRO hat geschrieben:Lieber Herr Montillon: es ging mir hier um die innere Logik der Handlungsbeschreibung. Sie müssen MMT nicht verteidigen. Ich mag seine Hefte, wie oben beschrieben, sehr.
Aber er schreibt einerseits von Sparmaßnahmen der Epsaler im technischen Bereich (wiederaufbereitete Hy-Kristalle etc.) Deshalb wollte ich einmal auf die Stringenz hinweisen. Ohne Andruckabsorber hätte man eben noch mehr gespart. Und die Anführungszeichen kommen eben auch daher: der Science-Anteil in der Fiction darf auch bei Herrn Thurner ruhig etwas höher sein ... bei aller herrlichen Phantasie, die er verwendet. Es gibt da einen Satz von Heinlein ...



Hallo, du musst mich nicht duzen (ist hier im Forum nicht üblich), wenn du aber gesiezt werden möchtest, akzeptiere ich das selbstverständlich.

Ich wunderte mich nur, dass Michael kein echter, kein richtiger SF-Autor sein soll, wo er doch schon so viele SF-Romane veröffentlicht hat. Ob seine Romane dir/Ihnen da gefallen oder nicht, steht ja auf einem ganz anderen Blatt. Allerdings beim Bäcker zu sagen, was er da verkauft, ist kein Brötchen, oder ein sogenanntes Brötchen in Anführungszeichen, nur weil es mehr oder weniger Vollkornanteil enthält als man selbst gerne mag, erscheint mir eben seltsam.
Michael verteidigen wollte ich gar nicht; das kann er selbst gut genug, wenn er möchte oder es für nötig erachtet. Ich wollte nur mein Verwundern zum Ausdruck bringen, was ich dann auch getan habe.
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AARN MUNRO
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Nun: was ist denn die Definition eines "Brötchens" (Da sind die Anführungsstriche wieder :D )? Falls das, was der Bäcker vorgibt, nicht den Vorlieben/Ansprüchen des Käufers/Kunden an gewisse Grundbegriffe genügt ... dann nennt dieser das eben nicht ein "Brötchen"!
Auch in der SF gibt es ja Dutzende verschiedene Festlegungen des Begriffs das gebe ich ja zu. Aber wenn eine Serie den Begriff SCIENCE Fiction im Munde führt ("der Welt größte ..."), dann erwarte ich (persönlich) als Leser einfach mehr Kompetenz auf diesem Gebiete. Dass die Romane gut sind (auch dieser), ist ja unumstritten. Ich mag ja auch Jack Vance, der gute Stories erzählt, die nicht wirklich Science enthalten ... wo die fremden Planeten nur den Hintergrund der Story bilden. Der Durdane-Zyklus könnte auch in Byzanz spielen ... es ging eben nur um elementare, klare und eindeutige (Rechen-)-Tatsachen.
Ohne Zweifel ist MMT ein sehr guter Phantastik-Autor!
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Christian Montillon
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AARN MUNRO hat geschrieben:Nun: was ist denn die Definition eines "Brötchens" (Da sind die Anführungsstriche wieder :D )? Falls das, was der Bäcker vorgibt, nicht den Vorlieben/Ansprüchen des Käufers/Kunden an gewisse Grundbegriffe genügt ... dann nennt dieser das eben nicht ein "Brötchen"!



Ach so, du nimmst dir die Deutungs- und Definitionshoheit einfach selbst heraus. Das ist zwar ein Weg, den ich persönlich nicht sinnvoll finde, aber das erklärt die Sache, wieso du zu deinem anfänglichen Urteil kommst. Danke für die Erklärung!
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Haywood Floyd
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Die Grundlagen der newtonschen Physik auf Niveau der gymnasialen Mittelstufe (hier v = at bzw. s = 1/2 at^2) sollten aber schon zum Handwerkszeug eines SF-Autors gehören, wenn er eine SF-Handlung überzeugend schildern will, bei der inhaltlich offenbar eigentlich simple Dinge wie Beschleunigung usw. eine Rolle für den Handlungsablauf spielen - da muss ich AARN MUNRO schon Recht geben: das würde ich schon auch erwarten.

Es muss ja nicht gleich eine Ableitung mit Differentialgleichungen im Stil von a(t) = dv/dt sein - das ist schließlich schon Oberstufen-Physik (also oft 'abgewählt'...)

Ansonsten: vielleicht von jemand, der's kann, nachrechnen lassen oder einfach Dinge schildern, die nicht auf elementarer, für viele im Kopf näherungsweise und größenklassenmäßig nachrechenbarer Physik, beruhen: z.B. Hyper-Sextadingens-Randspur-Gedöns... :devil:

Aber wenn beim Lesen der Handlung der zumindest größenklassenmäßig selbständig mitrechnende Hinterkopf Alarm schlägt, weil die Ereignisse elementar-physikalisch irgendwie unstimmig sind, schlägt das schon auf die Leselust - das kenne ich und da muss ich zustimmen.

Ist aber schon den besten SF-Autoren passiert, ohne dass sie deshalb in "Anführungszeichen" gesetzt werden mussten... :P
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Pucky
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Haywood Floyd hat geschrieben:Aber wenn beim Lesen der Handlung der zumindest größenklassenmäßig selbständig mitrechnende Hinterkopf Alarm schlägt, weil die Ereignisse elementar-physikalisch irgendwie unstimmig sind, schlägt das schon auf die Leselust - das kenne ich und da muss ich zustimmen.


Es gab, verständlicherweise, im Laufe der Jahrzehnte in der Serie etiche "Knaller dieser Art, und wer jetzt eint, "früher war alles besser", der irrt gewaltig :)
Ich entsine mich an ein Heft im MdI-Zyklus. Frei aus der Erinerung:
Die Crest ist in der Vergangenheit. Will ein Kommando auf Lemur absetzen und will dabei vermeiden, dass die Festung auf dem Mond das Raumschiff in Schrott verwndelt. Der Plan: Linearetape so knapp wie möglich an Lemur 'ran, bremsen, Kommando absetzen, zurück in den Linearraum.
Also legt Perry in Zusamenarbeit mit Cart Rudo, dem Kommandanten, fest, wie weit entfernt die Linearetappe von Lemur enden soll/muss ...
Gespräch sinngemäß (die erwähnten Daten/Zahlen jedoch wurden im Heft erwähnt):
"Rudo, sie Sie wissen, wollen wir mit der Etappe möglichst weit and Lemur heran. Wir kommen mit ca. 50% LG aus dem Linearraum - wie viel Entfernung von Lemur brauchen sie, um abbremsen zu können?"
Rduo überschlug doe Werte in Gedanken.
"Nun, 300.000 KM sollten reichen"

Fragt sich nur, wofür :) Nicht einmal 'ne (danals noch unbekannte) Kosmische Fabrik oder Blaue Walze hätte es geschafft ...
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AARN MUNRO
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Christian Montillon hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:Nun: was ist denn die Definition eines "Brötchens" (Da sind die Anführungsstriche wieder :D )? Falls das, was der Bäcker vorgibt, nicht den Vorlieben/Ansprüchen des Käufers/Kunden an gewisse Grundbegriffe genügt ... dann nennt dieser das eben nicht ein "Brötchen"!



Ach so, du nimmst dir die Deutungs- und Definitionshoheit einfach selbst heraus. Das ist zwar ein Weg, den ich persönlich nicht sinnvoll finde, aber das erklärt die Sache, wieso du zu deinem anfänglichen Urteil kommst. Danke für die Erklärung!



Genau das tust Du ja auch. ( Dein Text schwarz unterlegt). Wenn SF drauf steht, (zumindest unsichtbar das Etikett hat, welche sein zu wollen), erwarte ich auch, dass welche drin ist. Das ist wie der Teig beim Brötchen. Hat nicht jeder seine "eigenen" Deutungs/Definitions- oder Erklärungsbegriffe von SF? Du doch sicher auch? Was es sein sollte ... und was nicht? Dass die Konsistenz beim Lesen stimmt?
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AARN MUNRO
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Haywood Floyd hat geschrieben:Die Grundlagen der newtonschen Physik auf Niveau der gymnasialen Mittelstufe (hier v = at bzw. s = 1/2 at^2) sollten aber schon zum Handwerkszeug eines SF-Autors gehören, wenn er eine SF-Handlung überzeugend schildern will, bei der inhaltlich offenbar eigentlich simple Dinge wie Beschleunigung usw. eine Rolle für den Handlungsablauf spielen - da muss ich AARN MUNRO schon Recht geben: das würde ich schon auch erwarten.

Es muss ja nicht gleich eine Ableitung mit Differentialgleichungen im Stil von a(t) = dv/dt sein - das ist schließlich schon Oberstufen-Physik (also oft 'abgewählt'...)

Ansonsten: vielleicht von jemand, der's kann, nachrechnen lassen oder einfach Dinge schildern, die nicht auf elementarer, für viele im Kopf näherungsweise und größenklassenmäßig nachrechenbarer Physik, beruhen: z.B. Hyper-Sextadingens-Randspur-Gedöns... :devil:

Aber wenn beim Lesen der Handlung der zumindest größenklassenmäßig selbständig mitrechnende Hinterkopf Alarm schlägt, weil die Ereignisse elementar-physikalisch irgendwie unstimmig sind, schlägt das schon auf die Leselust - das kenne ich und da muss ich zustimmen.

Ist aber schon den besten SF-Autoren passiert, ohne dass sie deshalb in "Anführungszeichen" gesetzt werden mussten... :P



So sehe ich das auch. Ganz ruhig und sachlich. Ich sagte ja bereits, da gab es diesen Satz von Heinlein ...
Von der Physik abgesehen, ist MMT sicher ein sehr guter Phantastikautor, den ich gerne lese.
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Christian Montillon
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AARN MUNRO hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:Nun: was ist denn die Definition eines "Brötchens" (Da sind die Anführungsstriche wieder :D )? Falls das, was der Bäcker vorgibt, nicht den Vorlieben/Ansprüchen des Käufers/Kunden an gewisse Grundbegriffe genügt ... dann nennt dieser das eben nicht ein "Brötchen"!



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Genau das tust Du ja auch. ( Dein Text schwarz unterlegt). Wenn SF drauf steht, (zumindest unsichtbar das Etikett hat, welche sein zu wollen), erwarte ich auch, dass welche drin ist. Das ist wie der Teig beim Brötchen. Hat nicht jeder seine "eigenen" Deutungs/Definitions- oder Erklärungsbegriffe von SF? Du doch sicher auch? Was es sein sollte ... und was nicht? Dass die Konsistenz beim Lesen stimmt?



Hi, wir reden völlig aneinander vorbei, das bringt nix.

Trotzdem ein Erklärungsversuch: Ich erlaube mir, ganz einfach zu denken: PERRY RHODAN ist eine SF-Serie. Punkt. MMT schreibt Romane dafür. Punkt. MMT ist also SF-Autor. Punkt. Das sind Fakten, an denen nix zu rütteln ist und die mit "Deutungshoheit rausnehmen" nix zu tun haben. Vielleicht schreibt er nicht die SF, die du persönlich gerne magst, aber das macht sein Produkt nicht zu Nicht-SF.

Dasselbe gilt z.B. für mich; da ich auch Romane für die "???" schreibe, bin ich auch Kinderbuchautor. Punkt. Nun kann jeder sagen, ich wäre ein schlechter SF-Autor, ein schlechter Kinderbuchautor ... das ist Geschmackssache. Aber ich bin es trotzdem.

Du hast auch einen Beruf, nehme ich an - ich weiß nichts über dich privat. Nehmen wir an, du bist Gärtner. Nun pflanzt du einen Baum schlecht ein, so dass er nicht die Lichtverhältnisse hat, die er braucht. Der Baum geht ein. Du bist trotzdem noch Gärtner. Punkt. Ein schlechter Gärtner? Ja, vielleicht. Trotzdem wäre es herablassend zu sagen: Guck mal da vorne, der "Gärtner", der kann nicht pflanzen. Finde ich. Ich habe in meinem Beruf schon Fehler gemacht. Ist normal.

Viele Grüße!
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AARN MUNRO
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Natürlich ist es normal Fehler zu machen. Ich mache jeden Tag Fehler. Zum Glück bemerke ich die meisten.
Einige der Sätze sind aber nicht unbedingt unanfechtbare Tatsachen: PR ist eine SF-Serie! ??? Das ist der Anspruch, ja ... aber nicht immer die Ausführung.Perryautoren sind SF-Autoren? Darüber muss ich noch mal nachgrübeln. :D Aber lassen wir diese Etikettendiskussion. Das bringt wirklich Niemanden weiter.
Ich wünsche ebenfalls: viele Grüße
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Re: Neues PR-Extra, MMT: Die Phantome von Epsal

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 5. Dezember 2017, 12:40

Trevor Casalle 839
Christian Montillon hat geschrieben:Hi, wir reden völlig aneinander vorbei, das bringt nix.

Stimmt.
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Arthur Dent
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:Hi, wir reden völlig aneinander vorbei, das bringt nix.

Stimmt.

Ich bin selten einer Meinung mit Dir, Trevor, aber hier stimme ich nachdrücklich zu und somit auch dem, was Christian ausgeführt hat.
PS: Schön, dass Du noch schreibst, Trevor.
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AARN MUNRO
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Arthur Dent hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:Hi, wir reden völlig aneinander vorbei, das bringt nix.

Stimmt.

Ich bin selten einer Meinung mit Dir, Trevor, aber hier stimme ich nachdrücklich zu und somit auch dem, was Christian ausgeführt hat.
PS: Schön, dass Du noch schreibst, Trevor.



Ihr seid alle gegen mich! :(
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Arthur Dent
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AARN MUNRO hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:Hi, wir reden völlig aneinander vorbei, das bringt nix.

Stimmt.

Ich bin selten einer Meinung mit Dir, Trevor, aber hier stimme ich nachdrücklich zu und somit auch dem, was Christian ausgeführt hat.
PS: Schön, dass Du noch schreibst, Trevor.



Ihr seid alle gegen mich! :(

Nö AARN, deinem Eingangsposting stimme ich zu. Nur nicht deinen Ausführungen zu SF-Autor und SF-Serie. Aber Du wolltest ja darüber noch etwas nachgrübeln.
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Haywood Floyd
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Nö, ich bin nicht gegen dich. :troest:

Übrigens: auch ich erlaube mir, ganz einfach zu denken: PERRY RHODAN wird in Rastatt produziert. Punkt. Rastatt liegt in Baden. Punkt. Badener leben in Baden. Punkt. Wer PERRY RHODAN produziert ist Badener. Punkt. Oh, oh... :fieber: Ist das auch ein Fakt, an denen nix zu rütteln ist und das mit "Deutungshoheit rausnehmen" nix zu tun hat?

Vielleicht ist MMT nicht der idealtypische Badener, wie man ihn sich vorstellt*, aber das macht ihn nicht zum Nicht-Badener. Hääääh...? :devil:

Wenn es wahr ist, dass aus A >>> B folgt und dass aus B >>> C folgt und aus C >>> D, dann muss es dennoch nicht unbedingt wahr sein, dass aus A >>> D folgt. Bestimmt gibt's dafür in irgend einer Logik-Theorie einen schlauen Begriff. :unsure:

Donald Trump verwendet auch ab und an Kettensätze, die alle mit 'Period' (also 'Punkt') enden. Ich bekomm' Bauchweh mit Sätzen, die so enden. Und mit denen, die sie verwenden** Und den darin vermittelten 'Fakten' - ganz ehrlich... :help:

----------
* keine Ahnung, wie der ist... - bin bin keiner und der einzige, den ich kenne, ist dieser lustige Trainer vom SC Freiburg und AFAIK der Bundestrainer - sind diese Badener derart fußballaffin??? :unschuldig:

** reimt sich rein zufällig - weder Absicht noch Skandierchor... :unschuldig:
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Volksmund
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Christian Montillon
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Wie ihr meint. :o)

Dennoch bleibt für mich: Wenn ein Autor für eine SF-Serie Romane schreibt, ist er SF-Autor. Da beißt kein Donald Trump den Faden ab.
A propos Faden: Der Faden dieser Diskussion ist für mich beendet, ich ziehe mich zurück. (Und ich bin weder gegen Aarn Munro noch gegen sonst einen Foristen - wieso sollte ich? Wenn, dann bin ich gegen eine bestimmte Meinung.)
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Raktajino
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Auch dazu weiß perrpedia, sorry wikipedia etwas Brötchen - ist das jetzt hilfreich?
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AARN MUNRO
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Also, der Ernst Vlcek, ja, der schrieb jede Menge Romane für den Perry ..., also nach Definition ja SF... dennoch merkte man immer, wie sein Horrorfaible (vom Dämonenkiller etc.) durchschlug. Das machte die Stories mitunter etwas bizarr ... wenn auch sehr phantasievoll. Ich musste so lachen bei Tronko Y Artefo im Schwarmzyklus z.B.
Hier ist übrigens meine (persönliche) Definition eines SF-Autors: Wer nach eigenen Ideen SF-Bücher schreibt, ist ein SF-Autor. Frank Borsch vom Perry-NEO z.B. mit seiner Alien-Earth-Serie.
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Ce Rhioton
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AARN MUNRO hat geschrieben:Hier ist übrigens meine (persönliche) Definition eines SF-Autors: Wer nach eigenen Ideen SF-Bücher schreibt, ist ein SF-Autor. Frank Borsch vom Perry-NEO z.B. mit seiner Alien-Earth-Serie.


Und diese Definition gilt nur für Hardcover? Nicht für Paperbacks? Nicht für Heftromane? :gruebel:

Schubladen are very deutsch :rolleyes:
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Arthur Dent
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AARN MUNRO hat geschrieben:Hier ist übrigens meine (persönliche) Definition eines SF-Autors: Wer nach eigenen Ideen SF-Bücher schreibt, ist ein SF-Autor. Frank Borsch vom Perry-NEO z.B. mit seiner Alien-Earth-Serie.


Und der Bäcker ist auch kein Bäcker, der Koch kein Koch, wenn sie nach Rezepten anderer backen oder kochen. Ja ne ist klar. lol
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