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Günther Drach
Superintelligenz
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idaho hat geschrieben:es sind nur eineinhalb Frauen vertreten

Judith Merril (That only a mother) ist eine -- wer ist die halbe?
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

"Well, there's only one way to end a story, really."
"Don't tell me: Happily ever after?"
"That's the one"

-- Hob Gadling to Gwen (from Neil Gaiman's Sandman)
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idaho
Oxtorner
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Die ist in Lewis Padgett versteckt. Lewis Padgett ist das gemeinsame Pseudonym des Ehepaars Henry Kuttner und C.L. Moore, wobei Lewis und Padgett die Mädchennamen ihrer Mütter waren.
Ich lese gerade: Marcus Hammerschmitt: Kabeiroi - Erzählungen
Ich höre derzeit: Silber Edition 105: Orkan im Hyperraum, gesprochen von Andreas Laurenz Maier
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Alexandra
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Mit einem Grundkurs Acht habe ich den ???-Roman "Höllenfahrt" von Christoph Dittert gelesen.

Der spielt in einem LARP-Camp, und die Detektive müssen durch die verschiedenen Welten hindurch jemanden verfolgen. In der Science-Fiction-Welt läuft eine lange Gestalt mit Tellerkopf rum und ein Kind in einem Kostüm mit Nagezahn und Biberschwanz.

In der Arbeit kamen Fragen zum Genre Kriminalroman, Fragen zum Textabschnitt in eben jener Science-Fiction-Welt, und dann war angekündigt, dass sie eine eigene kleine Geschichte in einer der vier Welten schreiben müssen. Das konnten sie vorbereiten, den genauen Schwerpunkt erfuhren sie aber erst in der Arbeit.

Mit der Lerngruppe habe ich aktuell den Deal, dass sie ihre Rechtschreibübungen machen und ich die Arbeiten der Schüler zuerst korrigiere, die am leisesten sind. Das hilft beiden Seiten.

Und wie ich eine dieser Tellerkopfmausezahnstellen in den "Fragen zum Text" korrigierte und dabei die diversen Aktivitäten im Klassenzimmer verfolgte, erlebte ich überraschenderweise so einen richtigen echten "Sense of Wonder", wie vielleicht zuletzt in meiner eigenen Schulzeit.
DORGON http://www.dorgon.net/

Meine PERRY RHODAN-Besprechungen und Miniserien-Interviews auf dem Geisterspiegel.
http://www.geisterspiegel.de/?author=197
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Andreas Möhn
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Ich frage mich, ob die Exposeeredaktion heute eigentlich bedauert, dass ihre Vorgängerin in PR 499 den armen Pluto weggesprengt hat. Welch feine Geschichten könnte man heute sonst schreiben über Guckys Schlittschuhlauf auf dem Sputnik Planum und den Tauchgang im unterirdischen Meer Charons? Die großformatigen Bilder im meiner Ansicht nach ersten auf deutsch erschienenen Bildband "Pluto & Charon - Die Sonde New Horizons in den fernsten Weltenweiten" sehen doch aus wie von einer Science-Fiction-Welt.

Einer hat jedoch diese Vision offenbar schon vor Jahrzehnten gehabt: aber nicht Karl-Herbert Scheer, sondern Edmond Hamilton, der Erfinder von Captain Future. Laut diesem Bildband beschrieb er schon in den 1940ern einen Pluto, der dem tatsächlich beobachteten bemerkenswert ähnlich sieht. Sogar drei seiner fünf Monde sagte Hamilton voraus - und benannte sie korrekt!

Ich ahne, was da los war. Hamilton hat kurz zuvor einmal Besuch vom Einsamen der Zeit bekommen ... :unschuldig:
Festplattenbackup? Wozu? Für mich erledigt das die NSA.
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Nisel
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Andreas Möhn hat geschrieben:Ich ahne, was da los war. Hamilton hat kurz zuvor einmal Besuch vom Einsamen der Zeit bekommen ... :unschuldig:

Vermutlich war Sailor Pluto bei ihm, die Wächterin der Zeit ;)
BildBildBildBildBild
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Andreas Möhn
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Neeeein - jetzt weiß ich: Ed Hamilton war ein Tarnname von Razamon! :st:
Festplattenbackup? Wozu? Für mich erledigt das die NSA.
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Casaloki
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Wers noch nicht kennt, kann ja die alten "Ausgaben" problemlos nachlesen, dass ist das schöne am Internet. Ach so, ja, es geht um die SF Rezensionen des Herrn Josefson auf der SF-Unterseite des österreichischen Internetauftritts von "Der Standard". Also hier. Ich bin ihm bei einigen Empfehlungen schon gefolgt, so der Southern Reach Triologie oder den ersten Expanse Romanen. Ich hab auch mal daneben gelegen, geb ich gerne zu, da hat er mich nicht gut beraten. Aber schwamm drüber. Ich mag seine Art, die Romane zu rezensieren, sehr gerne, und ich mag auch seinen Humor, manchmal auch seinen Sarkasmus, wenn er wie im folgenden Fall einem Autor sagt, was nicht stimmt mit seinem Werk. Dieses mal hats den uns allen sicher gut bekannten Hermann Ritter getroffen, der in einem Werk aus dem Haus p.machinery zum Thema SF und Rechter Rand der Gesellschaft einen wohl etwas größeren Beitrag liefert.

Also, nun ja, ich möchte euch die Seite sehr ans Herz legen, wie ihr merkt, nicht um den Blutdruck von Hermann zu pushen (Ich zitier mal: "Keine Fragen. Setzen." :D ), sondern weils in Sachen SF-Neuerscheinungen für mich einfach eines Kompasses bedarf und ich hier sehr gut bedient werde. Und das möchte ich auch Euch zu Gute kommen lassen. Viel Spass dabei. :st:
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner
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Andreas Möhn
Ertruser
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Registriert: 16. Februar 2013, 15:35
Zu diesem Buch läuft heute eine Gratisaktion: Die kindle-Ausgabe ist zum Reinschnuppern kostenlos verfügbar. https://www.amazon.de/Pluto-Charon-Hori ... 1534633529

Andreas Möhn hat geschrieben:Ich frage mich, ob die Exposeeredaktion heute eigentlich bedauert, dass ihre Vorgängerin in PR 499 den armen Pluto weggesprengt hat. Welch feine Geschichten könnte man heute sonst schreiben über Guckys Schlittschuhlauf auf dem Sputnik Planum und den Tauchgang im unterirdischen Meer Charons? Die großformatigen Bilder im meiner Ansicht nach ersten auf deutsch erschienenen Bildband "Pluto & Charon - Die Sonde New Horizons in den fernsten Weltenweiten" sehen doch aus wie von einer Science-Fiction-Welt.

Einer hat jedoch diese Vision offenbar schon vor Jahrzehnten gehabt: aber nicht Karl-Herbert Scheer, sondern Edmond Hamilton, der Erfinder von Captain Future. Laut diesem Bildband beschrieb er schon in den 1940ern einen Pluto, der dem tatsächlich beobachteten bemerkenswert ähnlich sieht. Sogar drei seiner fünf Monde sagte Hamilton voraus - und benannte sie korrekt!

Ich ahne, was da los war. Hamilton hat kurz zuvor einmal Besuch vom Einsamen der Zeit bekommen ... :unschuldig:
Festplattenbackup? Wozu? Für mich erledigt das die NSA.
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Anne Sloane
Marsianer
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Wohnort: Auf Entdeckungsreise in der Galaxis
Darf ich den Thread mal wieder ein wenig aufwecken?

Meine Buchempfehlung

Indianer gestern und heute
Genre: Belletristik

Autorin: Lieselotte Welskopf-Henrich

Die Söhne der Großen Bärin
Eine klassische Indianer-Saga aus der Zeit der Indianer-Kriege des 19. Jahrhunderts
6 Bände

Harka, später genannt Stein mit Hörnern oder Tokei-ihto, folgt seinem Vater Mattotaupa in die Verbannung, nachdem dieser von der Ratsversammlung seines Stammes auf Lebenszeit verbannt wird. Er glaubt an die Unschuld seines Vaters, einem weißen Banditen nicht das reiche Goldlager des Stammes verraten zu haben.
Nach zehn Jahren in der Verbannung muss er erkennen, dass sein Vater doch schuldig ist. Mattotaupa wird von dem Weißen ermordet und der Sohn kehrt zu seinem Stamm zurück, obwohl inzwischen Blutrachte zwischen ihnen steht.
Als Kriegshäuptling Tokei-ihto wird er von seinem großen Feind verraten. Nach der Niederlage der Dakota führt er die Bärenbande über den Missouri nach Kanada in die Freiheit.
Dort kann er endlich seinen Vater rächen.

Das Blut des Adlers
Das Leben der Nachkommen der Dakota aus dem vorigen Jahrhundert auf einer Reservation in den USA in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts
5 Bände

Joe King, mit seinem indianischen Namen Inya-he-yukan, wird durch eine falsche Anschuldigung schon in seiner Jugendzeit aus der Reservation vertrieben und schließt sich weißen Gangsterbanden an.
Mit 23 Jahren sagt er sich von diesen los und kehrt auf die Reservation zurück. Dort hat er einen schweren Kampf gegen die Vorurteile, die ihm entgegengebracht werden, obwohl er sich für das erste Fehlurteil rehabilistieren kann. Sein Kampf gilt nicht nur sich selbst, sondern vor allen Dingen dem Schicksal seiner Stammesgenossen. Gegen viele Widerstände ist er erfolgreich als Rancher und wird zum heimlichen Häuptling auf der Reservation.
Unterstützt wird er von einem alten Mann aus Kanada: Harry Okute, der ebenfalls den Namen Inya-he-yukan trägt.
Es ist Tokei-ihto, der inzwischen 112 Jahre alt ist und Joe King, der sein Urenkel ist, als seinen Sohn anerkennt.

Beide Bücher fallen aus dem Rahmen der "üblichen" Indianerbücher. Sie schildern das Leben und den Kampf der Indianer, wie sie wirklich waren.

Wer Unterhaltung im Stil von "Cowboy und Indianern" sucht, ist mit diesen Büchern falsch beraten.
Wer allerdings spannende Unterhaltung und dabei wahrheitsgemäße Information sucht, wird sich von den Büchern kaum losreißen können und versuchen, sie in einem Rutsch durchzulesen.
Der Stil ist leicht lesbar und verständlich.
Manchmal sind Menschen nicht erwünscht. Dann sollte ein unerwünschter Mensch gehen.
Wir werden uns wieder sehen, da bin ich mir sicher - aber nicht in diesesm Forum.
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dandelion
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Anne Sloane hat geschrieben:Der Stil ist leicht lesbar und verständlich.


Wenn würdest Du denn als Zielgruppe für diese Bücher sehen. Sind sie für ein breites Lesepublikum aller Altersschichten geschrieben oder doch eher für Jugendliche.

Auch von meiner Seite ein Hinweis. Vor kurzem habe ich auf Empfehlung einer Bekannten ein Buch der mir bis dahin unbekannten Autorin Anna-Müller Tannewitz gelesen, Titel "Marys neue Schwestern", erschienen 1964. Der Roman behandelt das Schicksal eines von Indianern entführten weißen Mädchens so um die Mitte des 18. Jahrhunderts, Schauplatz ist die Gegend südlich des Eriesees. Das Buch wurde wohl in erster Linie für weibliche Teenager geschrieben, ist aber auch für Erwachsene gut lesbar.

Ein bekannterer Roman der Autorin, veröfffentlicht unter dem Pseudonym Anna Jürgen, ist anscheinend "Blauvogel", der in ähnlichem Umfeld spielt. Den kenne ich allerdings noch nicht.
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idaho
Oxtorner
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Registriert: 19. August 2012, 19:37
Günther Drach hat geschrieben:idaho hat das Buch hier viewtopic.php?f=29&t=8047&p=513877&hilit=doorway#p513877 angesprochen und empfohlen. Gestern ist es in meinem Briefkasten eingetrudelt und ich hab's um 23 Uhr gelesen zur Seite gelegt (nun, es ist mit 170 Seiten recht kurz, aber ich freue mich immer ungemein, dass es noch Bücher gibt, die ich einfach in einem Zug lesen muss/will).
Every Heart a Doorway von Seanan McGuire
Eleanor West's Home for Wayward Children ist eine Art Sanatorium / Privatschule für ganz spezielle Kinder. Kinder, die durch den Spiegel gingen, ins Kaninchenloch fielen, sich im Wandschrank verliefen oder von der Kinoleinwand verschluckt wurden. Kinder, die eine Zeitlang eine andere, fantastische, schöne, bizarre, schreckliche, grausame, dunkle Welt ihr Zuhause nannten ... und dann aus welchen Gründen auch immer zurück kamen. Und die sich nichts mehr wünschen, als in diese andere, nun unzugängliche Welt zurückkehren zu können.

Okay, das Buch hat ein paar Mängel, kann für manche manchmal etwas zu düster sein (meine Lieblingsfigur wird als erste ermordet). Aber wie gesagt/geschrieben: gestern bekommen, gestern gelesen. Das ist eine Empfehlung.

OT: Es gibt noch Zeichen und Wunder: Das Buch kriegt 'ne deutsche Übersetzung. Und ich würd' dem Verlag sehr wünschen, dass sich die verkauft, auch wenn 20 Flocken für so ein schmales Buch 'ne ziemliche Hausnummer ist. Also: Am 23. Januar 2019 bitte den Buchhändler seines Vertrauens aufsuchen und "Seanan McGuire: Der Atem einer anderen Welt" kaufen/bestellen :D
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Ach ja, Günter: Was deine Lieblingsfigur angeht: Im dritten Teil ...
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Günther Drach
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idaho hat geschrieben:Ach ja, Günter: Was deine Lieblingsfigur angeht: Im dritten Teil ...

Danke! Ich hatte die Wayward Children ggw gar nicht auf meinem Radar, obwohl mir die ersten beiden Bände (Every Heart A Doorway und Down Among the Sticks and Stones) sehr gut gefallen haben. Beneath the Sugar Sky ist auf dem Kindle und sobald ich mit dem letzten Jennifer Strange-Band (Das Auge des Zoltars, ist zwar ein Jugendbuch, aber ich mag Ffordes Schreibe, seine Welten einfach) fertig bin, werde ich sehen, ob und wie es mit Sumi weiter geht. Bin gespannt.

(Und die für Januar in Aussicht gestellten vierte Novelle In an Absent Dream habe ich mir schon mal vorgemerkt.)
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Klaus N. Frick
Kosmokrat
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Registriert: 25. Juni 2012, 22:49
In meinem Blog habe ich mal wieder einen Roman von Robert B. Parker rezensiert; er gehört zur Jesse-Stone-Serie, und ich fand ihn ziemlich großartig.

Hier:
http://enpunkt.blogspot.de/2018/05/sex- ... -frau.html
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idaho
Oxtorner
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Registriert: 19. August 2012, 19:37
Frisch in der deutschen Übersetzung erschienen: Kim Stanley Robinson: New York 2140

Bild

Gut 120 Jahre in der Zukunft ist New York ziemlich abgesoffen. Der Verkehr findet auf Kanälen zwischen den Hochhäusern statt, aber die New Yorker wären nicht New Yorker, wenn sie sich davon unterkriegen oder abhalten lassen würden, weiter in ihrer Stadt zu leben. Der technologische Fortschritt macht es möglich, Häuser gegen das Wasser zu versiegeln und die oberen Stockwerke zu bewohnen. So ist ein "Hauptdarsteller" des Buchs auch ein Gebäude, dessen knapp 4000 Bewohner sich in Form einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben und das Gebäude gemeinsam besitzen. Robinson verfolgt den Weg verschiedener dieser Bewohner, zu denen eine Polizistin ebenso gehört wie eine gern mal freizügig auftretende Aktionskünstlerin, die mit ihrem Luftschiff die Welt bereist und gefährdete Tierpopulationen dokumentiert oder auch mal umsiedelt (Eisbären auf einem Luftschiff sind keine gute Idee :D ), Börsenmakler (yupp, die gibt es nach wie vor), zwei jugendliche, elternlose Wasserratten, die von den Bewohnern des Hauses quasi adoptiert wurden und andere. Dabei ist kaum eine dieser Personen das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint, im Verlauf des Buchs lernt man sie von ganz anderen Seiten kennen, sie gewinnen Profil.

NY2140 ist gleichzeitig eine Art Liebeserklärung von Robinson an die Bewohner der besten Stadt der Welt und eine Bestandsaufnahme, was in unserer Gegenwart schief läuft, ein sehr politisches und engagiertes Buch mit starker Kapitalismuskritik. Es ist aber auch ein sehr positives Buch, dessen Botschaft letztenendes lautet, dass wir es schaffen können, die aktuellen Probleme in den Griff zu bekommen. Das ganze ist - zumindest für meinen Geschmack - auch noch sehr vergnüglich verpackt. Ich hab' mit KSR ja so meine Probleme, weil ich seine unvermeidlichen seitenlangen Infodumps normalerweise wenig anfangen kann. Aber hier ist es ihm gelungen, diese richtig gut zu vermitteln. Oft liest man ja Romane und fragt sich, was der Autor mit seinem Text eigentlich bezwecken wollte, außer, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Frage stellt sich hier nicht. NY2140 kann ich jedem Leser nur empfehlen.

Abschließend noch: Wer hörbuchaffin und der englisch/amerikanischen Sprache mächtig ist, sollte sich unbedingt das Hörbuch zu Gemüte führen. Das ist sehr aufwendig produziert und führt nicht weniger als 9 verschiedene SprecherInnen ins Feld, die den verschiedenen Charakteren des Buchs im Sinne des Wortes ihre eigene Stimme geben. Außerordentlich hörenswert.
Ich lese gerade: Marcus Hammerschmitt: Kabeiroi - Erzählungen
Ich höre derzeit: Silber Edition 105: Orkan im Hyperraum, gesprochen von Andreas Laurenz Maier
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Klaus N. Frick
Kosmokrat
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Registriert: 25. Juni 2012, 22:49
In meinem Blog schrieb ich über den Roman »Die böse Stunde« von Gabriel Garcia Marquez – ich kam mit dem Ding nicht sonderlich zurecht. Aber lest einfach selbst, wie ich die Lektüre empfunden habe.

Hier:
http://enpunkt.blogspot.com/2018/06/pan ... regen.html
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