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Re: Technische Fragen

Beitragvon Langschläfer » 2. Februar 2015, 12:20

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Langschläfer
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@ Kapaun:
Zumindest Kuiper-Objekte (auch kleinere) lassen sich mit genug Teleskopzeit finden - Hubble hat gerade 2 oder so für die New-Horizon-Mission geschossen, dafür haben sie aber auch ein paar hundert Stunden Zeit "verbrannt".
Mit dem JWST sollte noch wesentlich mehr drin sein, und ein Teleskop das genau danach sucht und nichts anderes macht, sich lange genug auf ein Gebiet konzentrieren kann... na ja.
In der Oort-Wolke ist dann wohl mit direkter Detektion nicht mehr viel zu machen. Was ginge wäre nach Sternbedeckungen suchen, oder man konzentriert sich auf Gebiete mit helleren Gasnebeln im Hintergrund. Dann kriegt man Veränderungen beim Nebel zu sehen (und könnte dann rückwärts rechnen).
Man könnte auch Teleskope durch die Wolke schießen und so eine größere Abdeckung erreichen.
Ist aber so oder so ein Langzeitprojekt.

Bezüglich künstlicher Gravitation... da scheint sich etwas getan zu haben. Ich habe bei PubMed ein paar neuere (2000, 2003) Studien gesehen, die sich damit beschäftigen. Man ging auf Grund alter Experimente immer davon aus, dass spätestens bei 2-3 Umdrehungen pro Minute Schluss sei. Was dabei aber anscheinend fehlte war eine Eingewöhnungszeit, man ist gleich auf volle Drehzahl gegangen. Die neuen Studien gingen da anders vor, mit konstanten Drehzahlen als Pausen und vor allem mit Übungen in dieser Zeit. Die sind bis ca. 7 Umdrehungen hoch gegangen, ohne größere Probleme, und rechnen so bis zu 10 hoch gehen zu können - vielleicht auch mehr.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11020210
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14501105
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15096675
Damit wären auch wesentlich kleinere Konstrukte geeignet.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

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Re: Technische Fragen

Beitragvon Kapaun » 2. Februar 2015, 13:52

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Die Sache mit der Lokalisierung von Objekten wird also tatsächlich ein Problem, dem man allenfalls behelfsmäßig beikommen kann.

Wie wäre es mit einer Art "Blitzlicht"? Ein Teleskop, das weit draußen steht und ähnlich wie ein Fotoapparat extrem helle Lichtblitze verschießt? Sollte man auf diese Weise nicht Aufschluss über die nähere Umgebung bekommen können? Nicht, dass man jetzt direkt was sieht, aber der Lichtbeschuss sollte doch für eine wahrnehmbare Veränderung durch das reflektierte Licht sorgen. Wenn man das nach einem gewissen Zeitabstand und in einer etwas anderen Position zweimal wiederholt, erhält man auch Daten über Kurs und Geschwindigkeit von Objekten. ...

Und danke für die Links bezüglich Rotationsschwerkraft.

P.S.: Interessant wären ja auch Spekulationen über richtig fette, planetengroße Körper weit draußen in der Wolke.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Langschläfer » 2. Februar 2015, 14:31

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Die Blitzlicht-Idee hat was - ein ähnliches Konzept gab es im zweiten der Clarke-Romane um Rama. Das war allerdings kein einfacher Blitz, sondern ein per "nuclear pulse generator" (sprich: emissionsmodulierte Atombombe) erzeugter extrem heftiger EM-Puls im Radio-/Radarbereich, dessen Reflektionen man dann über Monate hinweg mit Radioteleskopanlagen maß. Mit dem Ding ("Excalibur") wurde RAMA II ganze 21 Jahre vor seinem Eintreffen im Solsystem geortet.
Und die Kiste war ja nicht gerade langsam unterwegs.
Aber mit 40 km natürlich auch nicht gerade klein. ;)


(Ähnliches macht man ja heute schon - man vermisst mit Radar Asteroiden, die nah an die Erde rankommen. Letztens haben sie so einen mit Mond "gefilmt". Das hier ist halt nur ein paar Größenordnungen heftiger.)
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 2. Februar 2015, 19:18

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Heute Abend ZDF: Oliver Stones "Savages" Drogen-Gangster-Action-Rache-Drama als Free-TV-Premiere
http://de.wikipedia.org/wiki/Savages_(2012)
Hoffentlich taucht es. :unsure:

Re: Technische Fragen

Beitragvon Kardec » 2. Februar 2015, 20:49

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Kapaun hat geschrieben:Also, ich stelle jetzt mal ein Modell der Ausbreitung der Menschheit in den Raum vor, und vielleicht gibt es Leute, die dazu unter Machbarkeitsgesichtspunkten was sagen können:..........................................................


5) Dabei entstehen einige Probleme:
- Je weiter draußen eine Siedlung liegt, desto autarker müsste sie sein. Hat jemand einen educated guess über die Möglichkeiten der Rohstoffversorgung vor Ort?
Schwierig, da sich "draußen" vor allem leichte Elemente befinden.

- Da in diesen Regionen mit klassischer Lichtastronomie wenig anzufangen sein wird: Könnte man die relativ kleinen Oort-Objekte überhaupt lokalisieren? Wenn ja, wie und von wo aus?
Ab einer bestimmten Mindestgröße ganz banal mit Radar. Banal ist das nur unter Technikaspekten - die der Kosten lass ich mal aussen vor :D

- Wie sähe es mit Kontakten und Reisemöglichkeiten aus
Ich gehe wg. der Quantenforschung davon aus, dass in nicht allzu ferner Zukunft zeitverlustfreie Nachrichtenübermittlung möglich sein könnte.
Zum Reisen fällt mir auch nix anderes ein, als das was du selbst schon geschrieben hast.

..........................................
..........................................

Re: Technische Fragen

Beitragvon Kapaun » 2. Februar 2015, 22:58

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Zum Problem der hauptsächlich leichten Elemente: Gilt das auch für eventuellen Bergbau auf den Planetoiden/Zwergplaneten? Pluto beispielsweise hat ja eine vergleichsweise geringe Dichte, aber doch wohl einen nicht gerade kleinen Gesteinskern, der sicherlich auch (wenn auch nicht in großen Mengen) schwere Elemente enthält. Oder doch nicht? Was könnte man tun, um dieses Problem zu lösen oder zu umgehen?

Re: Technische Fragen

Beitragvon Early Bird » 2. Februar 2015, 23:11

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Slartibartfast hat geschrieben:Heute Abend ZDF: Oliver Stones "Savages" Drogen-Gangster-Action-Rache-Drama als Free-TV-Premiere
http://de.wikipedia.org/wiki/Savages_(2012)
Hoffentlich taucht es. :unsure:

Auf oder unter? :o
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden, ist oft genug und aus allen möglichen Gründen gering.
Deshalb bin ich zwar für meine Texte verantwortlich, nicht jedoch für vermutete Absichten und Ansichten.
Kursiv soll meist auf irgend etwas mit Hümör hinweisen. Doppeltkursive Schrift gäbe noch mehr Möglichkeiten.

Lebe, als würde die Welt morgen untergehen. Lerne, als wenn du ewig lebst.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Early Bird » 2. Februar 2015, 23:15

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Kapaun hat geschrieben:2) Aber die Struktur des Sonnensystems ist ja interessant. Es bietet eine Reihe von Himmelskörpern, die in vielerlei Hinsicht für die Besiedlung bzw. die Errichtung ständiger Stationen interessant sind. Innerhalb des Sonnensystems kann man auch eventuelle Versorgungsprobleme notfalls noch durch Nachschublieferungen lösen.

5) Dabei entstehen einige Probleme:
- Je weiter draußen eine Siedlung liegt, desto autarker müsste sie sein. Hat jemand einen educated guess über die Möglichkeiten der Rohstoffversorgung vor Ort?
- Da in diesen Regionen mit klassischer Lichtastronomie wenig anzufangen sein wird: Könnte man die relativ kleinen Oort-Objekte überhaupt lokalisieren? Wenn ja, wie und von wo aus?
- Wie sähe es mit Kontakten und Reisemöglichkeiten aus - anders gefragt wie groß wären die Entfernungen zwischen den "Bahnhöfen"? Wären sie zu groß, um mit, sagen wir mal, fünf oder zehn Prozent LG eine vertretbare Reisedauer zu erreichen (vertretbar wären allenfalls einige Monate, das wäre mit der Situation der Seeleute in früheren Jahrhunderten vergleichbar), dann würden wir eine ganz neue Art von Gesellschaft sehen, die praktisch nur via Funk in Kontakt steht. Würden sich dann also zersplitterte Zivilisationen entwickeln, die sich sehr unterscheiden?
- Wären Stationen auf bzw. in den Planetoiden besser (Schutz vor Strahlung?) oder komplett künstliche Siedlungen in der Nähe von interessanten Objekten? Wenn man große rad- oder walzenähnliche Gebilde konstruiert, könnte man Pseudoschwerkraft erzeugen, was wichtig ist, da der Mensch offenbar Schwerkraft benötigt. Groß müssten sie sein, da Pseudoschwerkraft Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit erzeugt, wenn der Rotationsradius zu klein ist.

Das Szenario entspricht in etwa dem Film Interstellar ohne dem Wurmlochzeug. :)
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Early Bird » 2. Februar 2015, 23:21

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Langschläfer hat geschrieben:Bezüglich künstlicher Gravitation... da scheint sich etwas getan zu haben. Ich habe bei PubMed ein paar neuere (2000, 2003) Studien gesehen, die sich damit beschäftigen. Man ging auf Grund alter Experimente immer davon aus, dass spätestens bei 2-3 Umdrehungen pro Minute Schluss sei. Was dabei aber anscheinend fehlte war eine Eingewöhnungszeit, man ist gleich auf volle Drehzahl gegangen. Die neuen Studien gingen da anders vor, mit konstanten Drehzahlen als Pausen und vor allem mit Übungen in dieser Zeit. Die sind bis ca. 7 Umdrehungen hoch gegangen, ohne größere Probleme, und rechnen so bis zu 10 hoch gehen zu können - vielleicht auch mehr.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11020210
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14501105
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15096675
Damit wären auch wesentlich kleinere Konstrukte geeignet.

Sind denn kleinere Konstruktionen und hohe Drehzahl notwendig?
OK, bei Raumschiffen sicher.
Aber bei "stationäre" Anlagen als Wohn- und Lebenshabitate? Wäre da nicht ein großer Radius sinnvoller?
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Kapaun » 2. Februar 2015, 23:35

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Early Bird hat geschrieben:Das Szenario entspricht in etwa dem Film Interstellar ohne dem Wurmlochzeug. :)

Tatsächlich? Dann muss ich mir den ja wohl doch mal angucken.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Kapaun » 2. Februar 2015, 23:41

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Early Bird hat geschrieben:Sind denn kleinere Konstruktionen und hohe Drehzahl notwendig?
OK, bei Raumschiffen sicher.
Aber bei "stationäre" Anlagen als Wohn- und Lebenshabitate? Wäre da nicht ein großer Radius sinnvoller?

Ja, für Habitate sind ohnehin größere Anlagen sinnvoll. Aber Schiffe müssten wohl eher so klein wie möglich sein. So klein, dass sie gerade noch ihren Zweck erfüllen. Aber jeder Meter mehr wäre eigentlich Verschwendung. Da wäre es dann interessant, wenn man auch kleine Rotations-Zellen bauen könnte. Weil man ansonsten für die Besatzung gewisse Beschränkungen in Bezug auf die Aufenthaltsdauer in der Schwerelosigkeit haben muss ...

Übrigens wird man wohl ohnehin eine sehr strikte Rohstoff-Ökonomie bemühen müssen. Nix mit wegwerfen und so. Bzw. nur mit anschließender Wiederverwertung.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Early Bird » 2. Februar 2015, 23:44

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Effektiv 15 min Szenario, der Rest Emo- oder Wurmloch-Geschwubbel.
Mal hie ein par sec, da Minuten, auch mal mehrere Minuten am Stück. Meist hintergründig.
Nicht, dass du enttäuscht bist und von mir das Eintrittsgeld zurück haben willst. :unschuldig:
Mir hat der Film jedoch gut gefallen. :)
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Kardec » 3. Februar 2015, 01:47

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Kapaun hat geschrieben:Zum Problem der hauptsächlich leichten Elemente: Gilt das auch für eventuellen Bergbau auf den Planetoiden/Zwergplaneten? Pluto beispielsweise hat ja eine vergleichsweise geringe Dichte, aber doch wohl einen nicht gerade kleinen Gesteinskern, der sicherlich auch (wenn auch nicht in großen Mengen) schwere Elemente enthält. Oder doch nicht? Was könnte man tun, um dieses Problem zu lösen oder zu umgehen?

Pluto hat viel Steinanteil. Mir fehlt ein wenig die Phantasie wie man bei vertretbaren Kosten schwerstes Bergbaugerät (Steinkern wohl einige hundert Km von Eis bedeckt)
a) ins äußere Sonnensystem bringt und
b) vor allem wie man es landet.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Kapaun » 3. Februar 2015, 02:30

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Ich würde meinen, man bringt es gar nicht dorthin - man baut es da. Was den Eismantel angeht: Pluto war ja nur ein Beispiel - sicher hat nicht jeder Himmelskörper da draußen einen Eismantel.

Re: Technische Fragen

Beitragvon Langschläfer » 3. Februar 2015, 09:57

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Zumindest früher entstandene Siedlungen/Stationen könnten das Equipment schon mitbringen und dann in Einzelteilen runterbringen.
Sonst könnte man aber auch ein kleineres System landen, das dann mit vor Ort geförderten Rohstoffen die entsprechenden Maschinen und Anlagen baut, und dann die Ausbeutung des Himmelskörpers übernimmt. Ein (adaptiertes) "von-Neumann"-System eben.

Das Konzept ist nicht auf Roboter beschränkt. Ein kleines Dokument dazu, dass die Schwierigkeiten ein wenig verdeutlicht, an Hand des Baus einer Interstellarsonde, gibt es hier:
http://www.rfreitas.com/Astro/ReproJBISJuly1980.htm

Wer sich für diese Technologien interessiert, kann sich auf der dazu gehörenden Homepage jede Menge Lesestoff suchen (teilweise schwieriger Stoff, Forschungsarbeiten und Fachartikel):
http://www.rfreitas.com/index.htm

Hier zum Beispiel (ausgelagert) zu selbstreplizierenden Fabriken auf Luna:
http://www.islandone.org/MMSG/aasm/


Viel Spaß.


Und zu bedenken - das sind Studien teilweise aus den 1980er Jahren. Mit damaligen Technologien im Kopf. Besonders in den Computertechniken (aber auch in der Raumfahrttechnik und auch im Maschinenbau) hat sich seitdem einiges getan...
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 3. Februar 2015, 11:44

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Early Bird hat geschrieben:Auf oder unter? :o

So ein Mist! Das kommt davon wenn man zuviele Tabs offenhat. Es sollte in den TV-Tipps-Faden. Naja, besonders gut ist der Film eh nicht geschwommen. :rolleyes: :D

Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 24. Februar 2015, 23:11

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Wikipedia sagt zu Lunochod-2
http://de.wikipedia.org/wiki/Lunochod_2
Am 8. Januar 1973 wurde Luna 21 mit einer Proton-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn gebracht und startete von dort mit der D-Stufe zum Mond. Am 12. Januar 1973 erreichte Luna 21 eine Mondumlaufbahn in einer Höhe von 90–100 km. Einen Tag später wurde die Bahn auf 16 km abgesenkt, am 15. Januar 1973 wurde das Landemanöver eingeleitet.


Wie hoch sind ungefähr die Bahngeschwindigkeiten im Mondorbit bei 100 und 16 km Höhe?

Re: Technische Fragen

Beitragvon Langschläfer » 25. Februar 2015, 08:02

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Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 25. Februar 2015, 13:20

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Oha, ich hätte auf über 3km/s getippt. Firma dankt!

Re: Technische Fragen

Beitragvon Hofnarr » 28. Februar 2015, 13:45

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Ein Kollege von mir hat irgendwo gelesen, das bei einer partiellen Sonnenfinsternis die Schwankungen bei Solarzellen so gross, dass der plötzliche Anstieg der Energiezufuhr zu ernsthaften Schwierigkeiten führen würde,

Ich denk mir, es ist Kappes, aber wie sieht die Begründung aus ? der Unterschied ist zu klein ?
Meanwhile in Manchester:
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Langschläfer » 28. Februar 2015, 14:11

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Das E-Gesamtnetz muss sowieso permanent wegen verschiedenen Schwankungen in der Energieproduktion "ausbalanciert" werden. Kraftwerke müssen mal eine Turbine/Generator unangekündigt vom Netz nehmen, es werden unplanmäßig Reparaturen durchgeführt, oder ein Umspannwerk verliert einen Transformator... solche Sachen.
Gab mal einen netten Bericht drüber. Mittlerweile macht man das im europäischen Verbund. (Wenn man etwa liest das man in D Atomstrom aus dem Ausland "zukauft", muss man das ja auch ausbalancieren... oder wenn mal D-weit Windstille herrscht und kein Strom von den Mühlen kommt. Oder wenn diese mehr als sonst produzieren.)
Im SoFi-Fall könnte man auch ganz leicht die Verlaufskurve des Lichteinfalls vorher berechnen und Strom von anderswo zukaufen oder zuführen. Etwa indem man die eigenen Kraftwerke hochfährt oder auch Pumpspeicherkraftwerke für ein paar Minuten laufen lässt, bis die SoFi durch ist. Dann wieder angepasst runterfahren, fettig.
Wenn das Netz so irre empfindlich wäre, das ein paar zehntel Prozent Schwankung nicht abgefangen werden können, dann wäre ja schon ein deutschlandweiter Wolkendurchzug eine Gefahr.
Oder ungeplanter Nebel. :P


http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Stromnetz
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 28. März 2015, 23:17

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Was ist eine "US-Leuchtspurgranate aus dem 2. WK"?

http://www.welt.de/regionales/bayern/ar ... krieg.html
Ein 15-Jähriger hat im oberfränkischen Memmelsdorf (Landkreis Bamberg) durch Zufall eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das Geschoss lag am Freitagabend auf einem Acker, wie die Polizei mitteilte. Es handelte sich um eine amerikanische Leuchtspurgranate. [...]

Ich kenne bzw. habe gehört von Leuchtspurgeschossen in MGs und Maschinenkanonen, und Artillerie-Leuchtgranaten mit Phosphor/Magnesium zur nächtlichen Gefechtsfeldbeleuchtung. Aber Leuchtspurgranate? :gruebel:

Re: Technische Fragen

Beitragvon Early Bird » 28. März 2015, 23:22

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Leuchtspurgranate ist jedenfalls keine Worterfindung.
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Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 28. März 2015, 23:30

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Habe vorhin im Videotext geguckt was morgen in der Maus kommt - unter anderem ein Saugbagger. Was ist das wieder für modernes Teufelszeug?

Bild
Bild:Wikipedia
Bild
Bild:Wikipedia

http://h-t-bau.info/uebergreifende-anwe ... agger.html
Bei einer max. Leistungsaufnahme von 165 kW am Nebenantrieb erzeugt das Aggregat ein Luftvolumen von max. 25.000 m³/h bei 20.000 Pa Unterdruck.

http://de.wikipedia.org/wiki/Saugbagger
Ein Gebläse erzeugt einen Luftstrom von bis zu 44.000 m³/h und einen max. Unterdruck von 55.000 Pa.

http://krumpholz-saugbagger.de/Krumphol ... agger.html
Das Herzstück des Saugbaggers sind die Doppelventilatoren, die einen Unterdruck von bis zu 8 bar erzeugen können. Pro Stunde werden 36.000m³ Luft eingesaugt. Im Saugschlauch herrschen dabei Luftgeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h, wodurch das Sauggut mitgerissen wird.


- 20.000 Pa Unterdruck
- Unterdruck von 55.000 Pa
- Unterdruck von bis zu 8 bar

Weiß jemand, wieviel Prozent das jeweils vom normalen Umgebungsluftdruck 1 bar sind?

Wenn wir normal 1 bar Luftdruck haben, wie kann ein Vakuum von "8 bar Unterdruck" erzeugt werden?

Verdammte neue Maßeinheiten. :sad:

Re: Technische Fragen

Beitragvon Slartibartfast » 28. März 2015, 23:32

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Early Bird hat geschrieben:Leuchtspurgranate ist jedenfalls keine Worterfindung.

Hm, ok, danke! Also quasi ein mittelkalibriges Richtgeschoss das wo dann explodieren tut. (im Gegensatz zu normaler MG-Munition und indirekt gefeuerter Artillerie-/Mörsergranaten)
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