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Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Kapaun » 9. November 2013, 13:55

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Kapaun
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Also, das mit der Geschwindigkeit, das ist so ein richtiger Mist! Geschwindigkeit ergibt ja erst dann einen Sinn, wenn es einen festen Bezugspunkt gibt, an dem sie gemessen wird. Auf der Erde ist das einfach: Von Hamburg nach München sind es x Kilometer, und das teilt man durch die Zeit. Das ist zwar auch nicht ganz korrekt, aber gut genug für alle praktischen Belange.

Aber im Weltraum? Wo ist da der fixe Bezugspunkt? Messen wir die Geschwindigkeit in Bezug auf die Erde, auf die Sonne, auf den Mars oder gar in Bezug auf das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße? Alles Blödsinn. Es ist sogar sinnlos, die Geschwindigkeit auf Null zu reduzieren, eine Sonde auszusetzen und dann die Entfernung zur Sonde zu messen. Denn: Was ist Geschwindigkeit = null? Null in Bezug auf was?

Und ganz arg wird es ja dann, wenn wir von der Lichtgeschwindigkeit reden. Aua, aua, meine Zähne tun weh! Also reden wir davon vielleicht lieber nicht? Oder doch? Oder was?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 9. November 2013, 16:58

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wl01
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Aber im Weltraum? Wo ist da der fixe Bezugspunkt? Messen wir die Geschwindigkeit in Bezug auf die Erde, auf die Sonne, auf den Mars oder gar in Bezug auf das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße? Alles Blödsinn. Es ist sogar sinnlos, die Geschwindigkeit auf Null zu reduzieren, eine Sonde auszusetzen und dann die Entfernung zur Sonde zu messen. Denn: Was ist Geschwindigkeit = null? Null in Bezug auf was?

Das ist tatsächlich ein Problem.
Denn die Satelliten bewegen sich im Vergleich zur Erde, die Erde bewegt sich im Vergleich zur Sonne, die Sonne im Vergleich zur Galaxie, die Galaxie im Vergleich zu Galaxiencluster,....

Natürlich ist Geschwindigkeit Strecke in der Zeit. Und der Bezugspunkt ist tatsächlich heutzutage die Erde und die Entfernung dazu. Und die Entfernung dazu kann mit einer EM-Strahlung (z.B. einem Laser/Radar) und ihre Reflektionszeit gemessen werden. Tatsächlich wird die Position eines Raumschiffes aber nicht nur mit der (angelblich) fixen Lichtgeschwindigkeit gemessen, sondern wird primär aufgrund von Trägheitssensoren und Rechenprogrammen hochgerechnet.

Aber Du hast natürlich recht, jeder Gegenstand, der mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durchs All fliegt, wird mit steigender Geschwindigkeit ein Problem bekommen, denn dann kommt es zu relativistischen Problemen (Längenkontraktion und Zeitdilatation).
Deshalb wurde in der Physik der Begriff des Inertialsystems (Bezugssystems) eingeführt. Es bezeichnet maximal verschiedene Umrechnungen (Transformationen) zu einem anderen Inertialsystem, das man eben beliebig festlegen kann. Einfacher wäre es, wenn es einen fixen Bezugspunkt gäbe, der unabhängig von den verschiedenen definierten Bezugssystemen wäre. Nur gibt es eben keinen. Höchstens man postuliert einen Äther, der jedoch (bis heute) widerlegt wurde.

LG

Mj
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Early Bird » 9. November 2013, 19:02

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wl01 hat geschrieben:Einfacher wäre es, wenn es einen fixen Bezugspunkt gäbe, der unabhängig von den verschiedenen definierten Bezugssystemen wäre. Nur gibt es eben keinen. Höchstens man postuliert einen Äther, der jedoch (bis heute) widerlegt wurde.

LG

Mj

In wenigstem einen Thread wurde dazu bereits eine recht deutliche Aussage getroffen.
Zur Ermittlung der Eigengeschwindigkeit gegen V_Null braucht es keinen Ähter, sondern die kosmische Hintergrundstrahlung. Diese in alle Richtungen gemessen zeigt eine vorhandene Frequenzverschiebuns-Maxima in zwei gegenüber liegende Richtungen nach Herrn Doppler die Eigenbewegung gegenüber dem Universum = V_Null an.
Nach mehrfachem hin und her zwischen Floristen mit hoher Sachkenntnis blieb diese Aussage über ... so habe es meinem Verstehen nach auch andere Floristen verstanden.
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden, ist oft genug und aus allen möglichen Gründen gering.
Deshalb bin ich zwar für meine Texte verantwortlich, nicht jedoch für vermutete Absichten und Ansichten.
Kursiv soll meist auf irgend etwas mit Hümör hinweisen. Doppeltkursive Schrift gäbe noch mehr Möglichkeiten.

Lebe, als würde die Welt morgen untergehen. Lerne, als wenn du ewig lebst.

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Langschläfer » 9. November 2013, 19:21

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Early Bird hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Einfacher wäre es, wenn es einen fixen Bezugspunkt gäbe, der unabhängig von den verschiedenen definierten Bezugssystemen wäre. Nur gibt es eben keinen. Höchstens man postuliert einen Äther, der jedoch (bis heute) widerlegt wurde.

LG

Mj

In wenigstem einen Thread wurde dazu bereits eine recht deutliche Aussage getroffen.
Zur Ermittlung der Eigengeschwindigkeit gegen V_Null braucht es keinen Ähter, sondern die kosmische Hintergrundstrahlung. Diese in alle Richtungen gemessen zeigt eine vorhandene Frequenzverschiebuns-Maxima in zwei gegenüber liegende Richtungen nach Herrn Doppler die Eigenbewegung gegenüber dem Universum = V_Null an.
Nach mehrfachem hin und her zwischen Floristen mit hoher Sachkenntnis blieb diese Aussage über ... so habe es meinem Verstehen nach auch andere Floristen verstanden.

Ja, macht man auch.
Ergibt ca. 369 km/s für die Lokale Gruppe.
http://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_mic ... anisotropy
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Kapaun » 9. November 2013, 22:00

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Langschläfer hat geschrieben:
Early Bird hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Einfacher wäre es, wenn es einen fixen Bezugspunkt gäbe, der unabhängig von den verschiedenen definierten Bezugssystemen wäre. Nur gibt es eben keinen. Höchstens man postuliert einen Äther, der jedoch (bis heute) widerlegt wurde.

LG

Mj

In wenigstem einen Thread wurde dazu bereits eine recht deutliche Aussage getroffen.
Zur Ermittlung der Eigengeschwindigkeit gegen V_Null braucht es keinen Ähter, sondern die kosmische Hintergrundstrahlung. Diese in alle Richtungen gemessen zeigt eine vorhandene Frequenzverschiebuns-Maxima in zwei gegenüber liegende Richtungen nach Herrn Doppler die Eigenbewegung gegenüber dem Universum = V_Null an.
Nach mehrfachem hin und her zwischen Floristen mit hoher Sachkenntnis blieb diese Aussage über ... so habe es meinem Verstehen nach auch andere Floristen verstanden.

Ja, macht man auch.
Ergibt ca. 369 km/s für die Lokale Gruppe.
http://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_mic ... anisotropy


Die lokale Gruppe als solche hat eine identische Geschwindigkeit und vor allem Richtung? Das finde ich bemerkenswert, wo doch die Milchstraße und Andromeda auf Kollisionskurs sind.

Aber dass man den Mittelpunkt des Universums per Rotverschiebung ermitteln kann, ist ein interessanter Gedanke, auf den ich noch nicht gekommen bin. Werde mich wohl diesbezüglich schlau machen müssen. Wäre eine solche Messung genau genug, um als Fixpunkt für Geschwindigkeiten dienen zu können? Oder wäre das unpraktisch?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Langschläfer » 9. November 2013, 22:27

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Kapaun hat geschrieben:
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Early Bird hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Einfacher wäre es, wenn es einen fixen Bezugspunkt gäbe, der unabhängig von den verschiedenen definierten Bezugssystemen wäre. Nur gibt es eben keinen. Höchstens man postuliert einen Äther, der jedoch (bis heute) widerlegt wurde.

LG

Mj

In wenigstem einen Thread wurde dazu bereits eine recht deutliche Aussage getroffen.
Zur Ermittlung der Eigengeschwindigkeit gegen V_Null braucht es keinen Ähter, sondern die kosmische Hintergrundstrahlung. Diese in alle Richtungen gemessen zeigt eine vorhandene Frequenzverschiebuns-Maxima in zwei gegenüber liegende Richtungen nach Herrn Doppler die Eigenbewegung gegenüber dem Universum = V_Null an.
Nach mehrfachem hin und her zwischen Floristen mit hoher Sachkenntnis blieb diese Aussage über ... so habe es meinem Verstehen nach auch andere Floristen verstanden.

Ja, macht man auch.
Ergibt ca. 369 km/s für die Lokale Gruppe.
http://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_mic ... anisotropy


Die lokale Gruppe als solche hat eine identische Geschwindigkeit und vor allem Richtung? Das finde ich bemerkenswert, wo doch die Milchstraße und Andromeda auf Kollisionskurs sind.

Aber dass man den Mittelpunkt des Universums per Rotverschiebung ermitteln kann, ist ein interessanter Gedanke, auf den ich noch nicht gekommen bin. Werde mich wohl diesbezüglich schlau machen müssen. Wäre eine solche Messung genau genug, um als Fixpunkt für Geschwindigkeiten dienen zu können? Oder wäre das unpraktisch?

Es handelt sich um eine Gruppengeschwindigkeit - für das ganze gravitativ gebundene System "Lokale Gruppe". Die relativen Bewegungen innerhalb der Gruppe werden dabei integriert. Und auch die Richtung ist eine Gruppenrichtung, wie vor. (Irgendwo so in Richtung "Großer Attraktor" oder so. Schon länger her, dass ich das mal nachgeschaut hab.)

Und einen "Mittelpunkt" des Universums kann man aus dieser Berechnung nicht ermitteln. Auch aus keiner anderen. Das ist ein Trugschluss.
Das Universum (nach lambdaCDM-Modell - das beste das wir im Moment haben) hat nämlich schlicht und einfach keinen Mittelpunkt/Ausgangspunkt/Ort des Urknalls/Point Zero/wasauchimmer. Weil es nicht "in etwas hinein explodiert" ist, sondern sich "in seinem Gesamt" ausdehnt (und das ist ein bisschen komplzierter als die Veranschaulichung mit dem aufpusten eines Ballons...).

Was man bei dieser Messung und Berechnung ermittelt, ist die Bewegung gegenüber dem hiesigen lokalen Bezugssystem/Inertialsystem.
Und das wäre auch so, führte man diese Messung und Berechnung in 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung durch - dort würde man dann nur die Bewegung gegenüber dem dortigen lokalen Bezugssystem/Inertialsystem messen (und würde ähnlichste Werte ergeben, wenn man nicht gerade im lokalen Äquivalent einer HCG sitzt... dann sinds eben ein paar hundert km/s mehr).

Es gibt im Universum keinen Absolutpunkt, an dem man irgendeine Geschwindigkeit festmachen kann - nur jeweils eben diese lokalen Bezugssysteme/Inertialsysteme.


Gibt ein paar nette Grundlagenbücher für Amateurastronomen übrigens zu dem Thema. Etwa von Lesch.
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Kapaun » 9. November 2013, 23:22

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Langschläfer hat geschrieben:
Es handelt sich um eine Gruppengeschwindigkeit - für das ganze gravitativ gebundene System "Lokale Gruppe". Die relativen Bewegungen innerhalb der Gruppe werden dabei integriert. Und auch die Richtung ist eine Gruppenrichtung, wie vor. (Irgendwo so in Richtung "Großer Attraktor" oder so. Schon länger her, dass ich das mal nachgeschaut hab.)

Und einen "Mittelpunkt" des Universums kann man aus dieser Berechnung nicht ermitteln. Auch aus keiner anderen. Das ist ein Trugschluss.
Das Universum (nach lambdaCDM-Modell - das beste das wir im Moment haben) hat nämlich schlicht und einfach keinen Mittelpunkt/Ausgangspunkt/Ort des Urknalls/Point Zero/wasauchimmer. Weil es nicht "in etwas hinein explodiert" ist, sondern sich "in seinem Gesamt" ausdehnt (und das ist ein bisschen komplzierter als die Veranschaulichung mit dem aufpusten eines Ballons...).

Was man bei dieser Messung und Berechnung ermittelt, ist die Bewegung gegenüber dem hiesigen lokalen Bezugssystem/Inertialsystem.
Und das wäre auch so, führte man diese Messung und Berechnung in 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung durch - dort würde man dann nur die Bewegung gegenüber dem dortigen lokalen Bezugssystem/Inertialsystem messen (und würde ähnlichste Werte ergeben, wenn man nicht gerade im lokalen Äquivalent einer HCG sitzt... dann sinds eben ein paar hundert km/s mehr).

Es gibt im Universum keinen Absolutpunkt, an dem man irgendeine Geschwindigkeit festmachen kann - nur jeweils eben diese lokalen Bezugssysteme/Inertialsysteme.


Gibt ein paar nette Grundlagenbücher für Amateurastronomen übrigens zu dem Thema. Etwa von Lesch.


Das kapier ich dann schon wieder nicht. Ich meine, okay, dann ist die lokale Gruppe meinetwegen ein gravitativ gebundenes Ganzes, das trotz unterschiedlicher Individualbewegungen einen gemeinsamen Vektor hat. So wie ein aufgeblasener Luftballon mit einer Handvoll Steine drin, den jemand in die Luft wirft. Gut, das ist dann der eine Bezug zur Ermittlung von Geschwindigkeit. Aber welcher ist der zweite, wenn es doch keinen zweiten gibt? Mein altes Problem ...

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 09:02

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Das kapier ich dann schon wieder nicht. Ich meine, okay, dann ist die lokale Gruppe meinetwegen ein gravitativ gebundenes Ganzes, das trotz unterschiedlicher Individualbewegungen einen gemeinsamen Vektor hat. So wie ein aufgeblasener Luftballon mit einer Handvoll Steine drin, den jemand in die Luft wirft. Gut, das ist dann der eine Bezug zur Ermittlung von Geschwindigkeit. Aber welcher ist der zweite, wenn es doch keinen zweiten gibt? Mein altes Problem ...

Wo liegt das Problem?
Wie bereits mehrfach festgestellt, ist alles nur die Frage einer Umrechnung (Transformation) von einem Inertialsystem zu einem anderen. Also die Position des ersten Messpunktes zu einem Inertialsystems und dann nach einiger Zeit die Position des zweiten Messpunktes zum selben Inertialsystem. Daraus kann man die Geschwindigkeit ermitteln. Es ist immer die Frage zu welchem Inertialsystem Du die Umrechnung vornimmst! Was zum Teil eben unterschiedliche Ergebnisse erbringt!

Dass die lokale Gruppe offensichtlich eine Eigenbewegung zur angeblich unbewegten Hintergrundstrahlung besitzt ist zwar interessant, aber ebenso nur eine Theorie. Genauso wie die Theorie des Dunklen Flusses!

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Early Bird » 10. November 2013, 12:29

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wl01 hat geschrieben:
Das kapier ich dann schon wieder nicht. Ich meine, okay, dann ist die lokale Gruppe meinetwegen ein gravitativ gebundenes Ganzes, das trotz unterschiedlicher Individualbewegungen einen gemeinsamen Vektor hat. So wie ein aufgeblasener Luftballon mit einer Handvoll Steine drin, den jemand in die Luft wirft. Gut, das ist dann der eine Bezug zur Ermittlung von Geschwindigkeit. Aber welcher ist der zweite, wenn es doch keinen zweiten gibt? Mein altes Problem ...

Wo liegt das Problem?
Wie bereits mehrfach festgestellt, ist alles nur die Frage einer Umrechnung (Transformation) von einem Inertialsystem zu einem anderen. Also die Position des ersten Messpunktes zu einem Inertialsystems und dann nach einiger Zeit die Position des zweiten Messpunktes zum selben Inertialsystem. Daraus kann man die Geschwindigkeit ermitteln. Es ist immer die Frage zu welchem Inertialsystem Du die Umrechnung vornimmst! Was zum Teil eben unterschiedliche Ergebnisse erbringt!

Dass die lokale Gruppe offensichtlich eine Eigenbewegung zur angeblich unbewegten Hintergrundstrahlung besitzt ist zwar interessant, aber ebenso nur eine Theorie. Genauso wie die Theorie des Dunklen Flusses!

LG

MJ

Die Theorie zur warum angeblich unbewegten Hintergrundstrahlung ist jedenfalls deutlich erhärteter, als die zum Dunklen Fluss.
Als Dark Flow (Dunkler Fluss) wird ein mögliches Muster in der Eigenbewegung von Galaxienhaufen bezeichnet.
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden, ist oft genug und aus allen möglichen Gründen gering.
Deshalb bin ich zwar für meine Texte verantwortlich, nicht jedoch für vermutete Absichten und Ansichten.
Kursiv soll meist auf irgend etwas mit Hümör hinweisen. Doppeltkursive Schrift gäbe noch mehr Möglichkeiten.

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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 12:47

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Die Theorie zur warum angeblich unbewegten Hintergrundstrahlung ist jedenfalls deutlich erhärteter, als die zum Dunklen Fluss.

Natürlich, sie ist schließlich "Führende Lehre"!

Aber es gibt trotzdem eine Abweichung von der "unbewegten Hintergrundstrahlung"! Und nun rätselt man was dies sei.
Eine lokale Bewegung der "Lokalen Gruppe", eine grundsätzliche Anisotropie der kosmischen Hintergrundstrahlung, eine Inkontinenz :D der Feinstrukturkonstante Alpha, oder aber ein Dunklen Fluss!

Und bevor Wissenschaftler beginnen würden umzudenken, müssten sie vorher natürlich alle ihre mühsamen Doktorarbeiten als Nonsense beim Fenster hinausschießen! Und Hand aufs Herz, wer macht das schon!

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Early Bird » 10. November 2013, 13:06

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wl01 hat geschrieben:
Die Theorie zur warum angeblich unbewegten Hintergrundstrahlung ist jedenfalls deutlich erhärteter, als die zum Dunklen Fluss.

Natürlich, sie ist schließlich "Führende Lehre"!
Und bevor Wissenschaftler beginnen würden umzudenken, müssten sie vorher natürlich alle ihre mühsamen Doktorarbeiten als Nonsense beim Fenster hinausschießen! Und Hand aufs Herz, wer macht das schon!

LG

MJ

Hand aufs Herz:
Gibt es eine bessere und auch zumindest ansatzweise bewiesene andere Theorie, die wenigstens ablehnende Beachtung in Fachkreise findet?
Noch mal Hand aufs Herz:
Und wo ist wenigstens einigermaßen verbreitet / gelesen vom Nonsens bezüglich der unbewegten Hintergrundstrahlung geschrieben worden?

Versteh mich nicht falsch:
Das, was du in deinen Theorien schreibst, finde ich schon deutlich lesenswert und interessant ... für mich als Nicht-Wissenschaftler.
Und ich gehe davon aus, dass deine Kritik an der unbewegten Hintergrundstrahlung daher ihre Basis hat.
Aber wo sich gerade die Gelegenheit bietet - ich wollte eigentlich schon lange mal nachfragen:
Wo sind deine Theorien noch anders publiziert als auf deine Inet-Seite?
Gibt es dazu Diskussionen oder Kritiken gleich welcher Richtung?
Hast du bereits bezüglich deiner Theorien von fachkundiger Seite Anerkennung erhalten?

Noch ein mal versteh mich nicht falsch:
Meine Fragen sind ehrlich gemeint, ohne Hintergedanken und ohne Hinterhalt. :)
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden, ist oft genug und aus allen möglichen Gründen gering.
Deshalb bin ich zwar für meine Texte verantwortlich, nicht jedoch für vermutete Absichten und Ansichten.
Kursiv soll meist auf irgend etwas mit Hümör hinweisen. Doppeltkursive Schrift gäbe noch mehr Möglichkeiten.

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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Kapaun » 10. November 2013, 13:06

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wl01 hat geschrieben:
Das kapier ich dann schon wieder nicht. Ich meine, okay, dann ist die lokale Gruppe meinetwegen ein gravitativ gebundenes Ganzes, das trotz unterschiedlicher Individualbewegungen einen gemeinsamen Vektor hat. So wie ein aufgeblasener Luftballon mit einer Handvoll Steine drin, den jemand in die Luft wirft. Gut, das ist dann der eine Bezug zur Ermittlung von Geschwindigkeit. Aber welcher ist der zweite, wenn es doch keinen zweiten gibt? Mein altes Problem ...

Wo liegt das Problem?
Wie bereits mehrfach festgestellt, ist alles nur die Frage einer Umrechnung (Transformation) von einem Inertialsystem zu einem anderen. Also die Position des ersten Messpunktes zu einem Inertialsystems und dann nach einiger Zeit die Position des zweiten Messpunktes zum selben Inertialsystem. Daraus kann man die Geschwindigkeit ermitteln. Es ist immer die Frage zu welchem Inertialsystem Du die Umrechnung vornimmst! Was zum Teil eben unterschiedliche Ergebnisse erbringt!


Nun ja, aber dann gibt es keine objektiv feststellbare Geschwindigkeit. Was spätestens dann ein Problem wird, wenn wir uns der Lichtgeschwindigkeit annähern. Oder nicht?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Ein Terraner » 10. November 2013, 14:13

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Was ist so Falsch daran die Lichtgeschwindigkeit als Bezugspunkt zu wählen ?
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 15:13

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Early Bird hat geschrieben:Hand aufs Herz:
Gibt es eine bessere und auch zumindest ansatzweise bewiesene andere Theorie, die wenigstens ablehnende Beachtung in Fachkreise findet?
Noch mal Hand aufs Herz:
Und wo ist wenigstens einigermaßen verbreitet / gelesen vom Nonsens bezüglich der unbewegten Hintergrundstrahlung geschrieben worden?

Geht es Dir jetzt um die Tatsache, dass es eine Hintergrundstrahlung gibt, oder dass es eine Abweichung von der unbewegten Hintergrundstrahlung gibt?
Erstere ist unbestritten, jedoch nicht ihre Ursache.
Zweiteres ist bereits widerlegt worden, zumindestens in Bezug auf das Inertialsystem Lokale Gruppe. Es stellt sich nur die Frage woher die Abweichung kommt. Die Möglichkeiten habe ich bereits aufgezählt.

Early Bird hat geschrieben:Versteh mich nicht falsch:
Das, was du in deinen Theorien schreibst, finde ich schon deutlich lesenswert und interessant ... für mich als Nicht-Wissenschaftler.
Und ich gehe davon aus, dass deine Kritik an der unbewegten Hintergrundstrahlung daher ihre Basis hat.
Aber wo sich gerade die Gelegenheit bietet - ich wollte eigentlich schon lange mal nachfragen:
Wo sind deine Theorien noch anders publiziert als auf deine Inet-Seite?
Gibt es dazu Diskussionen oder Kritiken gleich welcher Richtung?

Natürlich gibt es die: z.B.:
http://viaveto.yooco.de/forum/redshift__doppler_effekt_oder_lichtermuedung_oder_gibt_es_da_noch_etwas-6398783-t.html#6398783
http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=15048&highlight=Tachyonen+Druck+Theorie
Außerdem in meinen Büchern:
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Mader+Justin

Early Bird hat geschrieben:Hast du bereits bezüglich deiner Theorien von fachkundiger Seite Anerkennung erhalten?

Das wird schwierig, denn es gibt hier zwei Typen von Wissenschaftlern wie ich in fachspezifischen Threads in Erfahrung bringen konnte:
Entweder sie huldigen der Führenden Lehre, dann sind sie von jeder alternativen Idee abhold. (Teils weil ihre eigenen Dipl-Arbeiten alle falsch wären, teils weil meine Theorien nur rudimentäre mathematische Ableitungen beinhalten - und in der Physik gelten nun mal NUR Theorien wenn sie mathematisch errechenbar sind, egal ob sie auch nachvollziehbar sind oder nicht. Und das mit der Mathematik ist so eine Sache, man kann mit ihren Formeln maximal "gute Näherungswerte" erzielen, sie sind folglich nie ganz richtig. Und sollten die Abweichungen zu groß werden, dann werden von der Wissenschaft eben so lange "Zusatzannahmen" mit Konstanten oder Variablen eingeführt [Stichwort Inflationstheorie], bis die Berechnung wieder stimmt!)
Oder es sind alternative Wissenschaftler, dann huldigen sie maximal ihrer eigenen alternativen Lehre und blicken nicht links oder rechts! (siehe oben)

Early Bird hat geschrieben:Noch ein mal versteh mich nicht falsch:
Meine Fragen sind ehrlich gemeint, ohne Hintergedanken und ohne Hinterhalt. :)

Gut, dann hoffe ich, dass ich Dir hiermit eine ebenso ehrliche Antwort aus meiner Sichtweise geben konnte!

LG

MJ
Zuletzt geändert von wl01 am 10. November 2013, 15:20, insgesamt 3-mal geändert.
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 15:18

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wl01
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Ein Terraner hat geschrieben:Was ist so Falsch daran die Lichtgeschwindigkeit als Bezugspunkt zu wählen ?

Das ist der heutzutage praktizierte Ansatz!
Noch dazu wo diese Vakuumlichtgeschwindigkeit nie gemessen, sondern von einer Kommission festgelegt wurde!
Noch dazu wo sich das Meter aus der Lichtgeschwindigkeit errechnet und die Lichtgeschwindigkeit sich aus der Festlegung des Meters ergibt und das Verhältnis somit immer und überall gleich ist, egal welches Bezugssystem gewählt wird! :devil:

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Ein Terraner » 10. November 2013, 15:35

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Ein Terraner
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wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:Was ist so Falsch daran die Lichtgeschwindigkeit als Bezugspunkt zu wählen ?

Das ist der heutzutage praktizierte Ansatz!
Noch dazu wo diese Vakuumlichtgeschwindigkeit nie gemessen, sondern von einer Kommission festgelegt wurde!
Noch dazu wo sich das Meter aus der Lichtgeschwindigkeit errechnet und die Lichtgeschwindigkeit sich aus der Festlegung des Meters ergibt und das Verhältnis somit immer und überall gleich ist, egal welches Bezugssystem gewählt wird! :devil:


ja, das Problem mit unseren Imaginären Werten werden wir nicht los bekommen, sei es der Meter, die Sekunde oder der Euro. Aber zum Rechnen brauchen wir nun mal ein Zahl die sich auf etwas bezieht. Uns soweit ich weis wird ja schon daran gearbeitet den Meter in einer genauen Anzahl hintereinander aufgereihten Atomen zu definieren, das natürlich auch noch bei 0 K damit die blöden Zwischenräume wegfallen. ;)

Was mich zu einem anderen Bezugspunkt bringt, die Eigenschwingung von Atomen. Bei Atomuhren funktioniert das doch schon mal recht gut, jetzt müssten nur noch ein Stecke aus der Schwingung abgeleitet werden und schon hätte man alle Zutaten für die Formel. Und die Temperatur sollte noch berücksichtigt werden, bei 0 Kelvin schwingt ja nichts mehr soweit ich weis.
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Early Bird » 10. November 2013, 16:02

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wl01 hat geschrieben:
Early Bird hat geschrieben:Hand aufs Herz:
Gibt es eine bessere und auch zumindest ansatzweise bewiesene andere Theorie, die wenigstens ablehnende Beachtung in Fachkreise findet?
Noch mal Hand aufs Herz:
Und wo ist wenigstens einigermaßen verbreitet / gelesen vom Nonsens bezüglich der unbewegten Hintergrundstrahlung geschrieben worden?

Geht es Dir jetzt um die Tatsache, dass es eine Hintergrundstrahlung gibt, oder dass es eine Abweichung von der unbewegten Hintergrundstrahlung gibt?
Erstere ist unbestritten, jedoch nicht ihre Ursache.
Zweiteres ist bereits widerlegt worden, zumindestens in Bezug auf das Inertialsystem Lokale Gruppe. Es stellt sich nur die Frage woher die Abweichung kommt. Die Möglichkeiten habe ich bereits aufgezählt.

Dann erwähne die Möglichkeiten bitte noch ein mal.
Und ja, es geht mir um die "unbewegte" Hintergrundstrahlung.

wl01 hat geschrieben:
Early Bird hat geschrieben:Noch ein mal versteh mich nicht falsch:
Meine Fragen sind ehrlich gemeint, ohne Hintergedanken und ohne Hinterhalt. :)

Gut, dann hoffe ich, dass ich Dir hiermit eine ebenso ehrliche Antwort aus meiner Sichtweise geben konnte!

Doch, ja, konntest du. :)
Bitte trotzdem: Wenn es dir nichts aus macht bitte die oben genannte Frage beantworten. :)
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden, ist oft genug und aus allen möglichen Gründen gering.
Deshalb bin ich zwar für meine Texte verantwortlich, nicht jedoch für vermutete Absichten und Ansichten.
Kursiv soll meist auf irgend etwas mit Hümör hinweisen. Doppeltkursive Schrift gäbe noch mehr Möglichkeiten.

Lebe, als würde die Welt morgen untergehen. Lerne, als wenn du ewig lebst.

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 16:50

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Early Bird hat geschrieben:Dann erwähne die Möglichkeiten bitte noch ein mal.
Und ja, es geht mir um die "unbewegte" Hintergrundstrahlung.

Ich zitiere einmal WIKI:
Trotz der generell ausgezeichneten Übereinstimmung der gemessenen Eigenschaften des kosmischen Mikrowellenhintergrunds mit den theoretischen Vorhersagen gibt es einige Aspekte in den Daten, die nicht vollständig verstanden sind und zu anhaltenden Diskussionen führten. So sind einige der niedrigsten Momente in der Winkelverteilung der Temperatur niedriger als vorhergesagt.
Die gemessenen Extremwerte der Hintergrundstrahlung verlaufen fast senkrecht zur Ekliptik des Sonnensystems, wobei die Abweichung von der Senkrechten sich im Rahmen der Messungenauigkeiten bewegt. Darüber hinaus gibt es eine deutliche Nord-Süd-Asymmetrie mit einem Maximum im Norden. Dies ist überraschend, denn eigentlich sollte die kosmische Hintergrundstrahlung unabhängig von einer Galaxie sein, die ja keine bevorzugte Stellung im Kosmos einnimmt.
Es bleibt zu untersuchen, ob diese Unstimmigkeiten messtechnischer Art sind oder ob es bisher unbekannte Einflüsse gibt, welche nicht mit dem aktuellen Modell erklärt werden können.

Eine Theorie für diese deutliche Nord-Süd-Asymmetrie ist die des Dunklen Flusses, eine andere die grundsätzliche Anisotropie der kosmischen Hintergrundstrahlung (z.B. Sachs-Wolfe-Effekt), eine Veränderung der Feinstrukturkonstante (siehe Diskussion dazu bei WIKI und diesen Artikel), Dopplereffekt durch Bewegung der Lokalen Gruppe (Stichwort Virgo Infall) und natürlich meine Theorie nicht zu vergessen!

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 10. November 2013, 16:55

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Ein Terraner hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:Was ist so Falsch daran die Lichtgeschwindigkeit als Bezugspunkt zu wählen ?

Das ist der heutzutage praktizierte Ansatz!
Noch dazu wo diese Vakuumlichtgeschwindigkeit nie gemessen, sondern von einer Kommission festgelegt wurde!
Noch dazu wo sich das Meter aus der Lichtgeschwindigkeit errechnet und die Lichtgeschwindigkeit sich aus der Festlegung des Meters ergibt und das Verhältnis somit immer und überall gleich ist, egal welches Bezugssystem gewählt wird! :devil:


Was mich zu einem anderen Bezugspunkt bringt, die Eigenschwingung von Atomen. Bei Atomuhren funktioniert das doch schon mal recht gut, jetzt müssten nur noch ein Stecke aus der Schwingung abgeleitet werden und schon hätte man alle Zutaten für die Formel. Und die Temperatur sollte noch berücksichtigt werden, bei 0 Kelvin schwingt ja nichts mehr soweit ich weis.

Das Problem bei Atomuhren ist, dass diese Uhren je nach Geschwindigkeit/Abstand von Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Bereits bei 40 cm Höhenunterschied kann man unterschiedliche Zeiten messen!

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Ein Terraner » 10. November 2013, 17:07

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Ein Terraner
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wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:Was ist so Falsch daran die Lichtgeschwindigkeit als Bezugspunkt zu wählen ?

Das ist der heutzutage praktizierte Ansatz!
Noch dazu wo diese Vakuumlichtgeschwindigkeit nie gemessen, sondern von einer Kommission festgelegt wurde!
Noch dazu wo sich das Meter aus der Lichtgeschwindigkeit errechnet und die Lichtgeschwindigkeit sich aus der Festlegung des Meters ergibt und das Verhältnis somit immer und überall gleich ist, egal welches Bezugssystem gewählt wird! :devil:


Was mich zu einem anderen Bezugspunkt bringt, die Eigenschwingung von Atomen. Bei Atomuhren funktioniert das doch schon mal recht gut, jetzt müssten nur noch ein Stecke aus der Schwingung abgeleitet werden und schon hätte man alle Zutaten für die Formel. Und die Temperatur sollte noch berücksichtigt werden, bei 0 Kelvin schwingt ja nichts mehr soweit ich weis.

Das Problem bei Atomuhren ist, dass diese Uhren je nach Geschwindigkeit/Abstand von Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Bereits bei 40 cm Höhenunterschied kann man unterschiedliche Zeiten messen!

LG

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Das wusste ich nicht, kannst du sagen wodurch das beeinflusst wird?
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 11. November 2013, 08:04

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Ein Terraner hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Das Problem bei Atomuhren ist, dass diese Uhren je nach Geschwindigkeit/Abstand von Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Bereits bei 40 cm Höhenunterschied kann man unterschiedliche Zeiten messen!


Das wusste ich nicht, kannst du sagen wodurch das beeinflusst wird?

Ja, aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, die Abweichung beträgt maximal einige Nanosekunden.

Es wirken zwei gegensätzliche Kräfte auf diese Uhren.

1. Die Geschwindigkeit
2. Die Gravitation

zu 1.
Durch die Erdrotation bewegt sich jeder Punkt der Erde in eine Richtung. Je höher sich ein Gegenstand (über Meeresniveau) befindet, desto desto länger ist der Weg, den dieser Körper in der Zeiteinheit zurücklegt und nach Weg/Zeit desto größer ist die Tangentialgeschwindigkeit (nicht Winkelgeschwindigkeit, der Winkel ist in beiden Fällen gleich) dieses Körpers. Das heißt eine Uhr, die über der anderen "ruht" bewegt sich schneller als die darunter befindliche. Und man weiß, dass je höher die Geschwindigkeit ist, desto größer ist auch die Zeitdillatation. Und Uhren gehen durch die Zeitdillatation langsamer.

zu 2.
Die Gravitation bremst alle Uhren (Verzerrung der Raumzeit). Somit gehen alle Uhren, die sich weiter von den Gravitationskräften entfernt sind schneller!

Ich habe hier eine Seite, wo dies genau beschrieben wird: Link
Kurz zusammengefasst:
Flugzeug in einem 50-stündiger Flug mit 800 km/h in 9 Km Höhe, entlang des Äquators in östlicher (U3) bzw. westlicher (U4) Richtung gegenüber einer am Boden ruhenden Uhr (U2 - die sich allerdings durch die Rotation auch bewegt) gegenüber einer theoretisch fixen Uhr (U1).

Abweichungen (langsamer) nach 1 zu U1:
U2: 214 ns
U3: 469 ns
U4: 58 ns

Abweichung (schneller) nach 2 zu U1:
je 176 ns

Somit Gesamtabweichung:
U3 (Flugzeug Ostkurs): 214 ns − 469 ns + 176 ns = −79 ns (Die Uhr geht um 79 ns nach)
U4 (Flugzeug Westkurs): 214 ns − 58 ns + 176 ns = +332 ns (Die Uhr geht um 332 ns vor)

LG

MJ
PS:
Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Ein Terraner » 11. November 2013, 10:28

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wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Das Problem bei Atomuhren ist, dass diese Uhren je nach Geschwindigkeit/Abstand von Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Bereits bei 40 cm Höhenunterschied kann man unterschiedliche Zeiten messen!


Das wusste ich nicht, kannst du sagen wodurch das beeinflusst wird?

Ja, aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, die Abweichung beträgt maximal einige Nanosekunden.

Ah jetzt, du beziehst dich auf die normale Zeitverzerrung. :gruebel: Jetzt brauchen wir nicht nur ein v Null sondern auch noch ein t Standard. B-)
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon wl01 » 11. November 2013, 13:59

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wl01 hat geschrieben:
Ein Terraner hat geschrieben:
wl01 hat geschrieben:Das Problem bei Atomuhren ist, dass diese Uhren je nach Geschwindigkeit/Abstand von Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Bereits bei 40 cm Höhenunterschied kann man unterschiedliche Zeiten messen!


Das wusste ich nicht, kannst du sagen wodurch das beeinflusst wird?

Ja, aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, die Abweichung beträgt maximal einige Nanosekunden.

Ah jetzt, du beziehst dich auf die normale Zeitverzerrung. :gruebel: Jetzt brauchen wir nicht nur ein v Null sondern auch noch ein t Standard. B-)

Normal ist gut!
Selbstverständlich, nach Führender Lehre benötigen wir nicht nur eine Umrechnung von den Koordinaten x, y und z sondern auch von t.
Sprich, wie schon des öfteren erwähnt eine Umrechnung von einem Inertialsystem in ein anderes.
Und natürlich gibt es das bereits, man nennt es Lorentz-Transformation:
Bild
Alles unter der Voraussetzung dass c immer gleich ist und Einstein recht hatte. In meiner Theorie wären diese Dinge alle unnötig.

LG

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Habe ich schon geschrieben, dass Licht und somit jede EM-Strahlung für mich lediglich eine rotierende Turbulenz im Tachyonenäther ist?

Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon Ein Terraner » 11. November 2013, 14:14

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wl01 hat geschrieben:Normal ist gut!

Ich dachte erst du meinst ein spezielles Problem das Atomuhren betrifft.
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Re: Die Crux mit der Geschwindigkeit

Beitragvon 2008 » 11. November 2013, 16:38

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Mein Problem ist eher, bezogen auf das PR-Universum, zu verstehen, ob man beim Austritt aus dem Linearraum oder eben nach der Transition seinen vorher vorhanden gewesenen Geschwindigkeitsvektor mitnimmt oder nicht. Mir SCHEINT es ja ein manchmalschonmanchmalnicht zu sein.
Ganz arg, wenn die Raumschiffe nur 10.000km überm Planeten aus dem Linearraum fallen und dann bremsen ?!?!?
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