Rabatt-Aktionstricks der Elektro-Märkte

Computer und Zubehör, Konsolen, Tablets, Handys, Software, Games und Unterhaltungselektronik...
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Han Solo
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Elektro-Märkte und ihre Rabatt-Aktionen


Wie mir scheint, sind sogar mache sogenannten Experten nicht informiert, obwohl die "Rabatt-Aktionen" und deren Zustandekommen nichts Neues sind und seit vielen Jahren immer gleich funktionieren.

Riskante Lockangebote: Mega-Rabatt bei Media Markt: Wie können sich 19 Prozent Nachlass rechnen? http://www.focus.de/finanzen/news/unter ... 23276.html


Ich helfe mal auf die Sprünge (Insider-News; Quelle nicht genannt):


Aktuelles Beispiel, die sogenannte "Sparen sie die Mehrwertsteuer mit 19%" -Aktion ...


Zunächst sollte man wissen, dass der Ausgangspreis der reguläre Verkaufspreis ist. Beispiel: Gab es vor Wochen beispielsweise ein Smartphone zum "normalen Werbepreis" für 139,- Euro, so ist er
derzeit und zur "Aktion ohne sog. MwSt" wieder auf dem regulären Preis mit, sagen wir, 169,- Euro.

Wissen sollte man, dass Märkte mit den Herstellern auch Aktionen aushandeln. Es werden z.B. Werbekostenzuschüsse mit Mindestabnahmemengen vereinbart. Schließt sich hierbei ein Markt gar mit dem Markt in benachbarten Städten zusammen, dann kann evtl. noch mehr Rabatt auf den Einkaufspreis ausgehandelt werden. Unabhängig davon sind die sogenannten UVPs (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers) sowieso nur "Mondpreise".
Somit können also auch Werbeaktionen und deren Preise noch mit (geringerem) Gewinn ausgehandelt werden. Von "ruinösen Preisen" also keine Rede. Zudem bleiben Aktionspreise immer auch auf einem engen Zeitraum beschränkt.

Obiges Preisbeispiel trifft aktuell auf ein Smartphone von Samsung zu. Hierbei liegt der Verkaufspreis minus Mehrwertsteuer (sogenannt) am Ende gar noch über dem alten Werbepreis und bringt dann gar noch mehr
Marge als mit "normaler Werbung". Clever! ... doch es geht noch cleverer!!


Die beste Aktion nennt sich "Alt gegen Neu"...

Kaufen sie neu und geben sie ihr Altgerät zurück und erhalten noch Geld dafür ... bis zu 30 Euro auf ihr
altes Gerät!
Klingt toll. Dumm nur, das der Kunde am Ende eigentlich noch weniger Rabatt erhält. Wie geht das?

Ganz einfach: Nehmen wir obiges Beispiel erneut. Sie wollen ein altes Mobiltelefon zurückgeben und ein neues Kaufen. Auch hier wieder ist zum Aktionszeitraum der "normale Verkaufspreis" aktuell.

Doch jetzt kommt der doppelte Clou. Der Verkäufer kann selbst aushandeln und bestimmen was ihm das Altgerät wert ist, dabei weiß er ja ... max. 30,- Euro. Doch, clever wie er ist, wird er das nie ausreizen, denn so ein altes Modell ist doch beispielsweise höchstens 15,- Euro wert. Bingo, der ehemalige Werbepreis wurde nie erreicht, er hat stolze 50 % Marge zusätzlich erzielt, doch der Kunde fühlt sich trotzdem glücklich, weil er sein Altgerät nicht auf den Müll geschmissen hat, sondern (angeblich) noch was dafür bekommen hat.

Warum gar doppelter Gewinn für den Markt? Simpel: Für die eingesammelten Altgeräte erhält der Markt am Ende noch vom Elektroschrotthändler Geld.


Also: Nicht auf jede Werbeaussage hereinfallen und die Preise vergleichen und langfristig beobachten!
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Han Solo
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INFO-Zubehör: Unabhängig davon generieren solche PR-Aktionen Kundenfrequenz. Dabei wird natürlich auch intelligenterweise ausgenützt, dass man mit einem Angebotsprodukt vielleicht noch ein oder zwei Zubehörteile kaufen möchte. Wie wäre es mit einer Handyschutzhülle? Wie wäre es mit mehr Arbeitsspeicher in Form von MiniSD-Card usw.
Hier wird man schnell geneigt sein zuzugreifen und nicht zu überlegen ob es das irgendwo noch billiger gibt. Dieses Zubehörgeschäft ist sehr lukrativ! Manche Handyhüllen sind anderswo oder online am Ende gar zum halben Preis zu haben. Uppps, ... so funktioniert verkaufen!!
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ganerc
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Solche Verkaufsaktionen sind doch nicht neu. Die gibts schon ewig. Ich selbst habe das schon vor über 35 Jahren mitgemacht. Und auch mit beobachtet. Und damals gab es noch keinen MM oder Saturn oder wie sie auch heißen.

Aber schon damals gab es Einkaufsgenossenschaften oder Gemeinschaften von Händlern, die zusammen eingekauft haben. Die "Expert"-Geschäfte sind aus so einer Einkaufsgemeinschaft hervor gegangen. Da gab es dann auch Schnäppchen, die die Händler zu tollen Preisen bekommen haben. Entweder haben die den Preisvorteil gar nicht weiter gegeben, um damit andere Aktionen zu kompensieren, oder man hat mit tollen Preisen geworben, hat aber trotzdem noch mehr verdient als zuvor. Und selbst das "schenken" der Mehrwertsteuer war damals schon im Gespräch. Wurde aber soweit ich weiß richterlich unterbunden. Auch Alt gegen Neu ist kein Problem. Oft werden die Altgeräte nicht sofort verschrottet, sondern von cleveren Aufkäufern en gros gekauft, zum Kilo- oder Stückpreis, um dann aufbereitet zu werden und für den ausländischen Markt aufgehübscht zu werden. Damals gingen viele SW-Fernseher in die Türkei. Davon konnte man gar nicht genug haben. Also hat man die alten Dinger in Zahlung genommen, wie der Autohändler die alten Autos seiner Kunden. Und da war noch genug verdient.

Man darf halt nie außer Acht lassen, dass der Verkäufer auch gerne seinen Sonntagsbraten auf dem Tisch haben will. Ergo braucht er auch die Kohle dafür.

Heute ist doch eine wunderbare Zeit. Man kann im Internet nachsehen ob es den gewünschten und momentan scheinbar saugünstigen Artikel nicht doch noch woanders billiger gibt. Ganz ohne Steuergedöns und Altgeräteprämie. Und oh Wunder, man wird meistens fündig.

Edit meint, dass man diesen Vergleich ja per Smartphone direkt beim jeweiligen Händler machen kann, wenn man da ein super tolles Angebot sieht. Und dann, wenn man den Artikel woanders noch billiger findet, kann man handeln. Selbst beim Media Markt kann man das. Wenn der Verkäufer nicht mit macht, den Filialleiter verlangen. Dem das bessere Angebot zeigen, und der wird drauf eingehen. Haben nicht sogar die Media Märkte so eine Preisgarantie, dass sie quasi jeden Preis mit gehen?
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Han Solo
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Preisgarantie?! Können sie, müssen sie nicht. Grundsätzlich müssen sie gar nix verkaufen, wenn ihnen der vorgelegte Preis nicht rechenbar ist. Ein Angebot ist ein Angebot und muss somit auch nicht vom Verkäufer angenommen werden, wenn er nicht will. Meist tun sie es natürlich trotzdem, aus naheliegenden Werbegründen. Dazu nicht das oben erwähnte Zubehörgeschäft vergessen.


Man könnte nun meinen: Kauf doch lieber gleich alles bei AMAZON und Co.

Nachteil von (Online-)Versendern ist, dass man keine Beratung und keinen Service hat. Ausser: Zurücksenden.

Also, einen neuen LCD-Fernseher hole ich lieber vom Fachhändler um die Ecke, der ihn mir aufstellt und einrichtet. Dazu beim Ausfall kostenlos ein Ersatzgerät zu Verfügung stellt.

Dabei ist der nicht teurer als die Elektro-Kette, denn die "kleinen Händler" haben sich längst zu einem Verbund zusammen geschlossen und erhalten so auch günstigere Einkaufskonditionen. Zudem: Wenn ich gut, ehrlich und fair beraten wurde, dann ist mir das Gehalt des Verkäufers auch mal ein paar Euro mehr Wert. "Was nix kostet taugt nix, ... und geiz ist nicht geil, ... weil nur noch "made in China" usw.

Zudem gibt es oft sog. exclusive Händlergeräte. So manch ein Hersteller produziert nämlich gar abgespeckte Modelle für die großen Ketten, sodass der vermeintlich günstige Preis mit einem Makel eingekauft ist. Beispielsweise ... weniger Arbeitsspeicher oder schlechteres Features, weniger Anschlüsse ... als das "normal Produkt" (Das gibt es vom PC, Laptop, TV bis zur Waschmaschine!)
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ganerc
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Das gilt schon seit es Supermärkte gibt, die mehr verkaufen als nur Lebensmittel.

Der Fachhändler um die Ecke macht meist auch den Preis mit, den der scheinbar supergünstige Großmarkt macht. Vielleicht nicht ganz. Aber gute Beratung und guter Service sollten einem schon was wert sein.

Allerdings sollte man beachten, dass viele kleine Händler auch nicht mehr selbst reparieren. Sondern auch nur noch einsenden. Aber da gibts wenigstens ein Ersatzgerät.
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Slartibartfast
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Vor gefühlten 10 Jahren kam in MDR-Umschau glaube ich ein Bericht, wie manche Möbelhäuser bei ihren vermeintlich "irrsinnigen Rabattaktionen" tricksen. Mit versteckter Kamera und Insider-Interviews wurde das belegt.

Da kein normaler Mensch bei einem größeren Möbelstück den wahren Wert ermitteln kann, ändern die Märkte einfach das Preisschild für eine Ledercouch am Wochenende vor dem Rabattstart z.B. von 999,- Euro auf 1.699,- Euro - und bewerben dann diese Couch mit "Sensationeller 60% Sommerrabatt!! Statt 1699,- jetzt nur noch 1099,- Euro!!!"

Je teurer die Möbel / Küchen, desto einfacher kann man die Schnäppchen jagenden Kunden über den Tisch ziehen. :rolleyes:

Umgehen kann man das nur, wenn man tagelang ausgesuchte Garnituren regelmäßig abklappert, evtl. mit dem Handy fotografiert und genau die Preisentwicklungen vor/nach Rabattaktionen verfolgt. Leider extrem aufwändig.


Ha! :D
http://www.youtube.com/watch?v=RvLIG9z9z-M
Zuletzt geändert von Slartibartfast am 30. Juli 2014, 03:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ergänzt
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Elena-Gucky
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Jupp... neu ist das nicht :D

Und meine Eltern haben diese Erfahrung wie Slarti sie beschreibt selbst gemacht. Gesucht war ein Wohnzimmerschrank... wurde gefunden zu einem akzeptablen Preis... (naja, was dann so akzeptabel ist). Zwei Wochen später hatte dieses Möbelgeschäft gaaaaanz groß 50% Rabatt... nur kam dann der gleiche Schrank 300€ teuerer... und mein Dad hatte die Preisliste von vor zwei Wochen dabei :devil: Da musste der Verkäufer aber ganz schnell jemanden was fragen und wurde nicht mehr wieder gesehen :D :rolleyes:
"Kinder und Mausbiber dürfen teleportieren"

"Wenn Sie nicht wissen, wie sie Gucky danken wollen, dann schicken Sie ihm einfach bei Gelegenheit eine große Mohrrübe. Das freut ihn mehr als alles andere."

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ganerc
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Möbelhäuser, ihre Kalkulationen und ihre Rabatte, das ist eine Geschichte für sich.

Küchen werden zum Beispiel ungefähr so kalkuliert: Einkaufspreis x mindestens 10 = Endverkaufspreis.
Wohnzimmer Einkaufspreis x mindestens 5 = Endverkaufspreis

Das hört sich hart an, ist aber durchaus gerechtfertigt. Man überlege sich nur welche Aufwendungen die Möbelhäuser haben. Die riesige Ausstellungsfläche will ja schließlich beheizt und ausgeleuchtet werden. Viel Personal. Und viele Möbel stehen da rum. Einige sicher in Kommission vom Hersteller, aber nicht alle. Dann braucht man genug Fahrzeuge um all das auszuliefern und Monteure, die es aufstellen können.

Trotzdem empfiehlt es sich, sich erst einmal bei allen Möbelhäusern, die noch nah genug zum eigenen Wohnort sind, umzusehen, die gewünschten Möbel zu fotografieren, wobei man auch erkennen sollte wer das Ding herstellt, und dann zum Möbelhändler seines Vertrauens zu gehen. Der macht meistens dann den gleichen Preis wie der Möbelriese auf der grünen Wiese.
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Schnurzel
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Ich bin mal darauf reingefallen, vor ca. 10 Jahren beim Media Markt.

Mein alter Drucker war zufällig kaputt, ich hatte zudem Urlaub, also bin ich nach Frankfurt gefahren und hatte zunächst Probleme, überhaupt einen Parkplatz zu finden. Eine Menschenmenge strömte zum MM, als gäbe es nicht die MWSt zurück, sondern alles umsonst. Ich hatte eigentlich schon genug, aber ich dachte, wenn ich schon mal hier bin....

Im Innern des MM erwartete mich der nächste Schock. Alle Kassen waren geöffnet und die Schlangen dahinter waren verdammt lang! Selbst eine zusätzliche Notkasse gab es. Nun ja, da ich es hasse, völlig umsonst 1 € Parkgebühr zu bezahlen, habe ich mich darauf eingelassen. Drucker geschnappt, noch eine James Bond-DVD (immer wenn ich die zuhause im Regal sehe, muss ich an diesen Tag denken) und an irgendeine Schlange angestellt.

Ich habe auf die Uhr geschaut. Geschlagene 55 Minuten habe ich in der Schlange gestanden. Vor mir eine Junge, vielleicht 12, 13 mit einer CD in der Hand, für die er vielleicht 2 € gespart hat. Hinter mir jemand, mir dem ich dann irgendwann Witzchen riss ("An Kasse 3 gibt es was umsonst" etc.), um irgendwie die Zeit zu vertreiben.

Beim Bezahlen wird beim MM immer der Park-Chip entwertet, d.h. man kommt kostenlos vom Parkplatz weg. Ich also mittlerweile vollkommen entnervt zum Auto und hin zur Schranke. Die wollte allerdings nicht aufgehen! Mir dämmerte, dass der MM nur die Gebühren für 1 Stunde bezahlt und besagte Stunde war gerade vorüber. Also habe ich mich mit vor Wut und Scham hochroten Kopf irgendwo hingestellt (die Parkplatzsituation hatte sich in der Zwischenzeit noch verschärft), schnell zum Automaten gehastet, doch noch meine 1 € bezahlt :-= und konnte dann das Gelände verlassen.

Den Drucker hätte ich wahrscheinlich anderswo ebenfalls so günstig oder noch günstiger bekommen, aber ich habe nicht nachgeforscht, denn es hätte sicher einen weiteren Wutausfall ausgelöst.

Es gab noch eine ähnliche Situation und zwar bei der Eröffnung des Saturn in MyZeil auf der Frankfurter Zeil. Da ging es wirklich um viel Kohle, einen Receiver für über 300 € unter Normalpreis (da habe ich vorher im Internet nachgeforscht und Saturn war wirklich konkurrenzlos günstig). Offizielle Eröffnung war um 6 Uhr morgens und ich bin so von zuhause weg, dass ich etwa 6:30 Uhr hätte da sein sollen. Hat nicht funktioniert, da mir bei der Parkplatzsuche jemand mit einem Mietwagen hintenrein gefahren ist (war gottseidank nicht meine Schuld, aber der ganze Aufwand mit Versicherung, Werkstatt, Mietwagen etc., aber was erzähle ich, einige von euch werden das kennen). Kam also eine halbe Stunde später zum Saturn und fing an zu stöhnen: die gleichen Menschenmassen wie damals im MM, vielleicht sogar noch mehr. Aber wie gesagt, 300 € sind schon eine Hausnummer. Ich suchte also nach dem Gerät, fand es aber nicht. Ich fragte einen Mitarbeiter und der sagte mir, dass sie um 6 Uhr noch 150 (!) Geräte hatten und die binnen einer halben Stunde ausverkauft waren! Mein Ärger war groß. Ich hatte zwar noch günstige Leer-DVDs und USB-Sticks im Auge, hatte aber die Schnauze so voll, dass ich unverrichteter Dinge wieder aus dem Saturn raus und mit einer dicken Beule im Auto nachhause gefahren bin. Der wahrscheinlich sinnloseste Vormittag meines Lebens.

Seitdem bin ich geläutert und mich bringen keine 10 Pferde mehr zu solchen Aktionen.
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davidcl0nel
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Schnurzel hat geschrieben:Seitdem bin ich geläutert und mich bringen keine 10 Pferde mehr zu solchen Aktionen.


+1


Und Sonntags-Sonder-Öffnungszeiten im November/Dezember mach ich auch nicht mehr mit - bzw. generell Wochenenden in der Zeit. Überall stehen nur Leute herum, tatschen alles an, nirgendwo kommt man richtig hin - was einen selber interessiert ist meist eh nicht da und wenn dann zum zweifelhaften Preis, der vor Wochen noch günstiger war... Und die meisten Leute stehen auch nur rum und kaufen selber auch nichts...

Ich shoppe fast nur noch online - bis auf Lebensmittel/Supermarktware natürlich. Packstation sei dank muß man dafür ja auch nicht täglich die Nachbarn belästigen/ausnutzen. Das kommt auch oft genug noch vor, aber 2x die Woche wäre bestimmt jedem zuviel. ;)
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Han Solo
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davidcl0nel hat geschrieben:
Schnurzel hat geschrieben:Seitdem bin ich geläutert und mich bringen keine 10 Pferde mehr zu solchen Aktionen.


+1


Und Sonntags-Sonder-Öffnungszeiten im November/Dezember mach ich auch nicht mehr mit - bzw. generell Wochenenden in der Zeit. Überall stehen nur Leute herum, tatschen alles an, nirgendwo kommt man richtig hin - was einen selber interessiert ist meist eh nicht da und wenn dann zum zweifelhaften Preis, der vor Wochen noch günstiger war... Und die meisten Leute stehen auch nur rum und kaufen selber auch nichts...

Ich shoppe fast nur noch online - bis auf Lebensmittel/Supermarktware natürlich. Packstation sei dank muß man dafür ja auch nicht täglich die Nachbarn belästigen/ausnutzen. Das kommt auch oft genug noch vor, aber 2x die Woche wäre bestimmt jedem zuviel. ;)


Ich mache an Verkaufsoffenen Sonntagen generell nicht mit, da ich nicht unterstütze, dass die Mitarbeiter auch noch an Wochenenden ausgebeutet werden.
Unabhängig davon wird da zwar viel Frequenz sein, doch die schauen meist nur. Sollte das Wetter gut sein, dann ist mir ein Spaziergang im Park oder Wald lieber als der Trubel in Fußgängerzonen oder Outlet's.

Wer es nicht schafft, seine Einkäufe zu "humanen Öffnungszeiten" zu tätigen, dem ist leider nicht mehr zu helfen!!

Wenn ich z.B. bei einem Elektro-Markt nach einem neuen TV schauen will, dann sollte es mir gelingen das auch an einem freien Tag unter der Woche auch vor 20 Uhr zu schaffen. So ein Teil kauft man ja nicht alle paar Wochen, sondern einmal alle paar Jahre. Das Geld kann man nur einmal ausgeben, darum darf es auch dann sein, wenn man die Verkäufer(innen) nicht zur Nachtzeit belastet.

Die Folge der längeren Öffnungszeiten war eben nicht, dass damals mehr Personal eingestellt wurde (wie es verkauft wurde), sondern das man das vorhandene Personal in Schichten aufgeteilt hat. Darum darf man sich nicht wundern, wenn abends ... zur teueren Stunde noch weniger Personal zu gegen ist.

Übrigens: Die Erweiterung der Ladenöffnungszeiten hatte man uns damals mit dem Vergleich zu den europäischen Südländern "verkauft". Dabei aber bewusst "vergessen", dass es dort eine Siesta gibt und es somit aufgrund der dortigen Hitze eben ab mittags die Läden geschlossen sind. Ein weiteres Argument war der Vergleich mit USA, wo (angeblich) alle rund-um-die-Uhr aufhaben.

No Sir! Und auch die großen Ketten wie WalMart ... haben ab abends nur noch geringstes Personal, wie eine Kasse auf, wie Wursttheke geschlossen und man bedient sich selbst am abgepackten ... doch die Deutschen waren mal wieder "ober-doof". ;-)
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davidcl0nel
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Han Solo hat geschrieben:Die Folge der längeren Öffnungszeiten war eben nicht, dass damals mehr Personal eingestellt wurde (wie es verkauft wurde), sondern das man das vorhandene Personal in Schichten aufgeteilt hat. Darum darf man sich nicht wundern, wenn abends ... zur teueren Stunde noch weniger Personal zu gegen ist.


Nein, den Schuh zieh ich mir nicht an - daß ich schlechtes Gewissen deswegen bekomme.
Ja, es ist richtig, daß es aktuell auf Kosten der Arbeiter geht. Dagegen sollte man auch unbedingt etwas tun, zb durch die Einführung einer _festen_ 5 Tage Woche. Dann bekommt Hans-Jürgen halt immer Mittwoch und Donnerstag frei, das ist dann _sein_ Wochenende. Aber das dann auch jede Woche - und nicht wie es gerade nach Schichtplan passt. Das muß (endlich mal) gesetzlich geregelt werden, daß eben das JustInTime-Modell (am liebsten noch alle auf Abruf, wenn viel los ist, sollen auch gleich noch mehr kommen können - das kommt als nächstes!) bei Personal keine Lösung ist.
Daß das generell funktioniert - und vor allem daß auch generell mehr Persolla vorhanden sein kann in Supermärkten, kann man im Ausland sehen. Was in manchen Ländern für eine Anzahl von Leuten arbeiten, das ist fast "unbegreiflich". Hier werden Aldi/Lidl-Filialien von 3 Leutchen komplett gemanaged - was soll denn das... Ja, es ist bei uns wie nirgendwo in Europa sonst auch im Lebensmittelsektor billiger, aber nicht mal annähernd im Verhältnis zur Personenzahl. So viel macht das nicht aus.
Und ja, ich würde gerne Sonntag nachts um 3 einkaufen können - natürlich nicht in jeder Filiale, das natürlich nicht - aber generell mal hier und da. In Bahnhöfen wird die Sonderregelung eh schon ausgenutzt - und wenn ich Sonntags mal zum Ostbahnhof gehe, sehe ich auch, wie sehr das dort genutzt wird. Da werden teilweise Großeinkäufe gemacht, alle Kassen besetzt, trotzdem ewige Schlangen... ich glaub die Filiale hat 75% des Wochenumsatzes allein am Sonntag. Wenn das etwas mehr verteilt wäre, und eben nicht "halb Berlin" dort hinrennt, wäre das sicher sinnvoller. ;)
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Han Solo
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...
Lohnkosten sind halt eben nicht die geringsten Ausgaben im Einzelhandel. Wer dann sieht welchen Preiskampf Ketten wie Aldi und Lidl anregen, der darf sich nicht wundern wenn ein Markt eben mit ca. 3 Personen gehändelt wird zeitweise. Bitte dann auch nicht mehr Personal erwarten in Zukunft! Das ist nicht passiert und wird es nicht.

Das mit den freien Tagen ist so ne Sache. Meist kommt ja dann irgendwie was dazwischen und man hat ne Werbeaktion und brauch dann wieder Leute. Von einem festen freien Tag kann und wird nie die Rede sein. Wochenende hieße zumindest mal zwei Tage am Stück, doch das haben die Wenigsten.

Wir Deutschen wundern uns nur, wollen aber dann trotzdem Nachts um 23 Uhr noch ein voll besetztes Kaufhaus(?) Nee, das gabs vor Jahren schon im hochgelobten Einkaufswunderland USA nicht. Ein WalMarkt in einer großen Stadt war zu der Zeit mit einer Kasse, einem Manager und einer Putzfrau besetzt. Die Wursttheke geschlossen und nur noch Abgepacktes. Andere Ketten haben um 19 oder 21 Uhr geschlossen. Alles okay und keiner beschwert sich.

Wer z.B. ein LCD-TV kaufen will, der wird das nicht alle paar Wochen neu brauchen und es sich dann durchaus auch mal einrichten lassen können, den zu einer humanen Tageszeit zu besorgen. Für einen vergessenen Imbiss oder Getränke gibt's noch immer andere Möglichkeiten bei uns.

Wer zu solchen nachtschlafenden Zeiten unbedingt dann was will oder meint es zu brauchen, weil der Kühlschrank "unvorbereitet" leer war, der darf weiterhin gerne zu höheren Preisen an die Tankstelle. Das sollte wohl jedem reichen.

(PS: Manchmal fragt man sich wie die Menschen in Deutschland überleben konnten, als noch um 18 Uhr alle Kaufhäuser schlossen? :rolleyes: )
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Mi.Go
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Slartibartfast hat geschrieben:... ändern die Märkte einfach das Preisschild für eine Ledercouch am Wochenende vor dem Rabattstart z.B. von 999,- Euro auf 1.699,- Euro -
und bewerben dann diese Couch mit "Sensationeller 60% Sommerrabatt!! Statt 1699,- jetzt nur noch 1099,- Euro!!!"
...

1700€ x 0,4 = 680 € :devil:

Das müsste eigentlich sogar einem schlechten Kopfrechner auffallen. :unsure:
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