Das Affenpfotenspiel

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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Hideo » 4. August 2015, 22:17

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Hideo
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Du hast es geschafft! Du HAST! ES! GE!SCHAFFT!
Der Dschinn weiß weder ein noch aus, weiß so gar nicht, was du dir wünschst und greift zur Improvisation...
Performant.... Performant... hört sich ja an wie perforiert. Wahrscheinlich nicht das Gleiche, vom Selben ganz zu schweigen, aber einige der Buchstaben stimmen schon mal.
Und ein Sharepoint... was zum teilen als....
Höhö, denkt sich der Dschinn in bester Flachwitzlaune. Sollste haben, den Sharepoint.
Du blinzelst irritiert, als du nach dem perforierten Hygieneartikel greifst. Wo kommt den die zweite Hand her? Und so lack schwarz....? Dazu noch so ein seltsamer Geruch... Der Onryone blickt dich freundlich an. Sein Blick und Lächeln erheben dezenten Anspruch auf das Danke-Toilettenpapier. Die anderen Klobesucher grinsen wartend. Der mit dem größten Fetzen hats besser, denkst du dir noch, doch zu spät! Der illustre Sanitärokupierer hält neun Zehntel in der Hand. Dir bleiben noch der Rest... und mehr ist nicht auf der Rolle... den Sharepoint hattest du dir aber anders vorgestelllt.




Ich wünsche mir, jede Nacht von Montag-Freitags ein schönes Wärmegewitter mit allem Pipapo!
Alles hier gepostete ist meine eigene Meinung und auch als solche zusehen. Sollte sich jemand davon angegriffen fühlen, so kann er es gerne sagen.
Noch besser wäre es dann aber, in sich hinein zu horchen, um festzustellen, wieso...


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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 5. August 2015, 01:06

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Alexandra
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Das Gewitter beginnt mit sachtem Grollen. Der Himmel bedeckt sich, es wird schwül. Du lechzt nach Regen. Mit allem Pipapo. Es beginnt zu tröpfeln. "Pa", denkst du dir, unbeeindruckt, bis aus dem flockigen Grau der Po der Wolkenfee sich abzeichnet, immer größer wird und deinen Horizont rund begrenzt.
Ich wünsch dir nur, dass es da oben keinen Kohl gab.



Ich wünsche mir einen Gutschein, mit dem ich ein Jahr umsonst in einem Supermarkt meiner Wahl einkaufen kann.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 5. August 2015, 15:49

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Kjeldahl
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Ich wünsche mir einen Gutschein, mit dem ich ein Jahr umsonst in einem Supermarkt meiner Wahl einkaufen kann.


Jaja... das Kleingedruckte.
Du bekommst den Gutschein und löst ihn im Geschäft Deiner Wahl ein.
Rennst herum und packst Dir Waren ohne Ende auf die Schulter - und beim Versuch, den Laden durch den Ausgang wirst Du freundlich aber bestimmt aufgehalten:

Mit der Abgabe des personalisierten Gutscheins hast Du Dich gleichzeitig dazu verpflichtet, von nun an ein Jahr lang im Schaufenster zu leben.
Es ist schön eingerichtet... aber ein Jahr lang diese gaffenden Gesichter...


Ich möchte endlich gut Schmetterling schwimmen können.
Sechs mal Vier ist Drei mal Acht. - Null ist Null mal Hundert. Wunder werden nur vollbracht - von dem, der sich nicht wundert! (Erich Kästner).
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Hofnarr » 30. August 2015, 00:14

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Hofnarr
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Du wirst wie ein Schmetterling schwimmen, aufs Wasser fallen und ertrinken.

Ich möchte PR-Autor werden
Meanwhile in Manchester:
Rost-Jogoretten mit Fell-Kartoffeln in Senf-Terrine.

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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 30. August 2015, 02:37

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Alexandra
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Dein erstes Heft ist das letzte der Serie.




Ich möchte zur Arbeitszeit Regenwetter statt in den Ferien.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Cäsar » 30. August 2015, 08:59

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Du und deine Klasse werdet bei einem Schulausflug völlig durchnäßt.

Ich möchte, dass der KSC dieses Jahr in die 1. Liga aufsteigt.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 31. August 2015, 12:28

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Der KSC steigt in die erste Liga auf.
Und bekommt am ersten Spietag dank finanzieller Probleme die Lizenz entzogen.

Ich wünsche mir 7 Tage Regenwetter - das ganze Jahr über.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Cäsar » 31. August 2015, 17:30

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Die anderen 358 Tage schneit es.

Ich wünsche mir einen richtig tollen Garching-Con :)
:aa:, Cäsar

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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Hofnarr » 31. August 2015, 21:20

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Der Con wird toll - weil du nicht dort bist.

Ich wünsche mir ein Autogramm von Leo Lukas
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 2. September 2015, 21:17

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Er schreibt es betrunken und unterschreibt als Johannes Mario Simmel.


Ich wünsche mir einen App, der meine Arbeitsblätter nach Notizen tippt und überarbeitet.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Hideo » 4. Oktober 2015, 11:38

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Hideo
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Oh je! Oh nein!
Wie kann das sein?
Gerade noch in Reih und Glied,
Es weiß die Katze nicht wie ihr geschieht,
Stapfen alle Wörter drein,
Und bilden krude Sätzelein.
Der Deus Ex Machina dichtet,
Nach Wunsch der Bunten er sich richtet,
Aus den Notizen volle Texte,
Nur sinnfrei sind die blöden Sätze.
Doch Einhalt wird ihm nicht geboten,
So kriegt die faule Katze was auf die Pfoten.


Ich wünsche mir einen angenehmen Herbststurm.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Richard » 4. Oktober 2015, 18:11

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Richard
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Du bekommst 2 Flaschen Sturm geschenkt. Neugierig kostest Du gleich davon und weil er Dir so gut schmeckt trinkst Du gleich eine Flasche aus. Allerdings hast war Dir eine Nebenwirkung von Sturm nicht bekannt und so ists unvermeidlich, dass Du für die nächsten 24 h durchfallsaehnlichen Stuhlgang bekommst .....

Ich wünsche mir, dass die Leute auf der Baustelle gegenüber morgen erst um 07:00 zu werkeln beginnen .....

Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon MAH » 4. Oktober 2015, 18:36

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MAH
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Richard hat geschrieben:Ich wünsche mir, dass die Leute auf der Baustelle gegenüber morgen erst um 07:00 zu werkeln beginnen .....


Das tun sie auch - nachdem die vordere Schicht um 06:00 zu Ende ging.

Ich wünsche mir eine Rückkehr von Ronald Tekener.

Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 4. Oktober 2015, 20:50

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Alexandra
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MAH hat geschrieben: Ich wünsche mir eine Rückkehr von Ronald Tekener.

Ein Schweizer Schriftsteller hat eine Ausgabe der Geschichte „The Monkey's Paw“ geschenkt bekommen. Er legt sie aufs Regal. Um später darin zu lesen, denn er erwartet den Besuch eines alten Freundes aus dem Ausland, der mit dem Auto anreist.
Der verspätet sich aber, und leider ist genau an diesem Wochenende das Telefon tot. Stattdessen kommt ein Unerwarteter: Ein alternder Fan, gezeichnet von allen Spuren des Alkoholgenusses, steht an der Gartenpforte. Er sieht ziemlich fertig aus. Der Schriftsteller lässt ihn ein.

Der Fan zieht eine vertrocknete Pfote aus der Jackentasche. Eine Affenpfote sei das, und sie könne drei Wünsche erfüllen, aber dieser Ausbruch aus dem natürlichen Schicksal habe einen schrecklichen Preis. Entsetzlich sei der Preis dafür, er habe ihn gezahlt, und ob er irgendwo noch eine Buddel Whiskey habe.

Der Schriftsteller ist gespannt wie ein Flitzebogen. Er will die Pfote haben, auch wenn der Altfan jetzt zögert und meint, er bräuchte dann noch vier Buddeln, um sein Gewissen zu betäuben, wenn er sie ihm gebe. Der Schriftsteller fährt zur Tankstelle, liefert die Buddeln aus und bekommt die Pfote.
Vom Fenster aus sieht er dem Trinker nach, wie er, die klinkernde Einkaufstasche in der Hand, kopfschüttelnd von dannen trabt.

Der erste Wunsch kommt von Herzen: Ein unbezahlbar teures Kollier für seine Frau. Er nimmt die Pfote zwischen beide Hände und schon geht es los, schon quietschen Reifen. Ein Auto fährt den Gartenzaun um, ein Vermummter springt heraus, Polizei hinterher, Schüsse knallen, ein flaches Kästchen schlittert unter den Hecken durch in die offen stehende Werkzeugkiste und bleibt dort. Der Verbrecher wird izwischen den Stiefmütterchen überwältigt und abtransportiert, sein Komplize flieht. Das Kästchen bleibt wie durch ein Wunder liegen. Ihm klopft das Herz bis zum Halse, als alle weg sind und er es reinholt. Das Kollier ist wunderschön, und seine Frau ist hin und weg. Sie hat ebensoviel Angst wie er, aber die beiden beschließen, dass sie es einfach nur nachts trägt. Solange sie sich treu sind, fliegt das nicht auf.

Nun sind die beiden beschäftigt mit Überlegungen: Was soll das nächste ein? Der Schriftsteller zögert eine Weile, dann räuspert er sich und spricht den Wunsch aus, seine Lieblingsfigur im Perryversum möge leibhaftig werden. Ronald Tekener. Einen echten Körper bekommen und da sein.
"Aber", meint seine Frau und unterbricht sich.
„Ich weiß, Schatz, es ist egoistisch, fällt er ihr ins Wort.
„Das ist es nicht, ich denke nur... ich habe nur so eine doofe Idee. Natürlich, du hast mir ein wunderbares Geschenk gemacht, nun bist du dran, aber...“
Das Telefon klingelt. Ihre Freundin ist dran, und bald hört er, dass das Gespräch der lachenden Frauen sehr lange dauern kann.
Nur Tekener, denkt er und dreht die Pfote. Es geschieht - nichts.

Zwei Stunden später betritt sie das Zimmer, während er schweigend auf dem Sofa sitzt und mit der Pfote spielt. Die Tochter schläft, es ist Nacht.
„Du hast es dir gewünscht, ja?“, fragt sie.
Er nickt.
„Und was ist geschehen?“, erkundigt sie sich.
„Nichts“, erwidert er beklommen.
Seine Frau schüttelt den Kopf.
„Wundert dich das?“, fragt sie. „Das mit dem Schmuck war ein Zufall, nichts weiter, und wenn die Polizei herausfindet, dass wir ihn haben, kannst du im Knast weiterschreiben.“
Der Schriftsteller presst sich die Fäuste an die Schläfen.
„Es hat sich so - gut angefühlt. So richtig. Ich habe wirklich geglaubt, das es geht. Aber klar, du hast Recht. Ein Zufall war das und nichts, das der eine Wunsch in Erfüllung ging.“

Er lacht gepresst auf und wirft die Affenpfote in die Höhe, fängt sie auf.
„Ein Quatsch ist das. Und weißt du was, jetzt spiele ich diesen Quatsch gerade noch mal weiter. Tekener soll herkommen. Jetzt sofort.“
Sobald die Silben gesprochen sind, ergreift ihn ein ganz, ganz übles Gefühl. Er sieht in das schreckensbleiche Gesicht seiner Frau.
„Tekener ist tot“, sagt sie. „Seit Monaten. Und wenn er körperlich da wäre, dann stell' dir mal seinen Zustand vor.“
In diesem Moment beginnt es an der Haustür zu klopfen, erst langsam, dann mit kräftiger werdenden, dumpfen Schlägen.
Die Affenpfote entfällt seiner taub gewordenen Hand, schrumpelig und klein, als sei ein Fluidum von ihr gewichen.
Und das Klopfen geht weiter.
Viel Glück!



Ich wünsche mir drei voll bezahlte Urlaubsjahre.
Zuletzt geändert von Rainer Nagel am 4. Oktober 2015, 22:32, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Geändert auf Wunsch der Beiträgerin
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 11. November 2015, 17:36

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Komisch, dass zu dieser Einladung zum Bösen keiner zuschlägt...

Alexandra hat geschrieben:Ich wünsche mir drei voll bezahlte Urlaubsjahre.


Schon morgen darfst Du Deine vollbezahlten Urlaubsjahre antreten. Betroffene Blicke begleiten Dich zu Deinem Urlaubsantritt.
In spätestens drei Jahren wird Dich eine amyotrophe Lateralsklerose (ALS) voll betroffen haben...


Ich wünsche mir, dass Schwindler unter Drehschwindel leiden.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 12. November 2015, 21:02

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Kjeldahl hat geschrieben:Ich wünsche mir, dass Schwindler unter Drehschwindel leiden.

Die selbstgefälligen Wünsche der Gerechten.
Bitterlich wünscht du den Schwindlern den Drehschwindel an den Hals, den bösesten und hartnäckigsten aller Drehschwindel.
Gerade als du so richtig in Schwunge bist mit Drehschwindelwünschen, erblickst du in einer zuschwingenden Glastür einen ganz üblen Schwindler, und du erkennst dich selbst.
Schon reißt es dich hinfort, die Beine zucken, die Fäuste ballen sich, mit wippenden Ellenbogen reckst du die geballte Rechte und die zittrige Linke dem Mond entgegen, in den sich der Leuchtkörper an der Ecke verwandelt hat.
Und wieder reißt sich ein Dreher hinfort, und noch einer, und ein dritter, und du drehst dich und drehst wie ein Kreisel, weiter und weiter, bis der Schwung dich zur Anlegestelle trägt, wo du über den Steg rotierst und in den aufspritzenden Wogen untergehst.
Nur das unbeirrrbare Wissen um deine Gerechtigkeit hält dich aufrecht am Kreiseln, und weiter kreiselst du und drehst, und schwindelig ist dir schon lange. Aber der Schwung trägt dich weiter und weiter.
Wie schön es ist, gerecht zu sein und sich nie und nimmer beim Drehen beirren zu lassen.



Ich wünsche mir einen neuen Liegestuhl.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 13. November 2015, 13:59

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Man, man, man.... dieser Drehschwindel ist echt lästig....

Alexandressa hat geschrieben:Ich wünsche mir einen neuen Liegestuhl.


"Ding-Dong!!!!" Es klingelt an der Tür. Ächzend stehst Du aus Deinem bequemen Ohrensessel auf, und schlurfst gemessenen Schrittes (leicht vor Dich her schimpfend und murrend) zum Eingang und öffnest dem Störenfried.
Ein junger Mann steht dort mit einem breiten, erfrischenden Lächeln und ruft: "Ihr Liegestuhl! Sie erinnern sich, Sie hatten bestellt... Leider hatten wir ein paar Lieferschwierigkeiten. Wo darf ich ihn hinstellen?".

Verwirrt von so viel Dynamik murmelst Du in Gedanken ... (was für eine Bestellung.... ein Liegestuhl?.... Ich?....) "ähmmm... ins Wohnzimmer".
Der junge Mann eilt voraus, und baut diesen sehr bequemen, seehr flachen und breiten Liegestuhl auf (Du denkst bei Dir... der ist aber tief durchhängend... hm.), während Du langsam hinter ihm her schlurfst.

Der Liegestuhl ist aufgebaut, der junge Mann zufrieden - er wirkt jedoch schon sehr in Eile.
"So junge Frau", sagt er, "nun wollen wir das doch ausprobieren. Bedinung des Auftrags... Qualitätskontrolle!".
Er schubst Dich auf den Liegestuhl und Du sinkst in die Mitte der Liege. Vor Überraschung weißt Du nichts zu sagen, der junge Mann betrachtet Dich, nimmt es als Zustimmung und auf die Uhr schauend meint er noch, zur Tür eilend... "Na das ist doch prima! Ich muss jetzt aber wirklich weiter. Ich bin schon wieder zu spät!"
Und bevor Du noch einen Ton sagen kannst ist er weg.
Jetzt liegst Du da.... gute Güte... ja, damals, vor 40 Jahren. Da schriebst Du doch diesen Wunsch in das PR-Forum. Aber nach 40 Jahren...?
Nun bist schon so alt. Und Dein Lebenspartner schon lange gestorben... so alt... und Du so schwach und alleine... In Deinem großen Haus abseits aller Verkehrswege.
Du versuchst, Dich aus der Mitte des Liegestuhls herauszuwälzen, doch der Bezug ist so glatt, Du bist so ermattet von der Schwere des Alters, Du rutscht immer wieder zurück.
....
Tage später, Du liegst immer noch in der Liege, wird Dir bewußt, dass Du in diesem Liegestuhl sterben wirst, ihn niemals wieder verlassen kannst. Warum nur hattest Du nur so einen Wunsch... und warum so unpräzise in Ort, Gestalt und Zeit?
Ach ja, damit dieser drehschwindelnde Typ eine Chance hatte, eine banale Geschichte mit üblem Ausgang daraus zu binden ;)

Ich wünsche mir, dass Java nur eine Insel ist....
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 19. November 2015, 01:23

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Alexandra
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Das durchdringende Gefühl, im Dunstkreis des bizarren Humors eines Herrn Drehschwindels eine ganz großen Fehler zu machen, indem ich den Faden weiterspinne, umhäkelt mich vom ersten Buchstaben an und zappelt und flirrt in jener der Welt mit ihren auf Kausalität ausgerichteten Sinnen unzugänglichen Schattenspielen...
… doch was tut man nicht alles fürs Affenpfoten.
Java also.
Java ist eine Programmiersprache, ja?
Jene einfache Programmiersprache, die mit allen möglichen komplexeren Systemen kompatibel ist?
Wenn es doch nur so wäre!
Denn es kam der Tag, an welchem Herr Drehschwindel grienend und sabbernd vor seinem Computer saß und sich nicht träumen ließ, dass der geniale Verbrecher Prof. Dr. Brain die Kompatibilität seines Spielzeugs für immer verstümmeln würde.
Grell durchschnitt sein irres Kreischen den Saal – doch was wusste Drehschwindel davon, der in diesem Moment an seinem Java tippte und sich in Sicherheit wähnte. Er hörte ihn ja nicht. Er sollte ihn nicht hören und er würde ihn nicht hören.
Verwirrt hielt Drehschwindel inne, als seine Buchstabenreihen in Zacken zerflossen, sich konsolidierten, erneut zerflossen, um dann auf dem Bildschirm ein Kreuzchenmuster zu formen, in dem er eine einsame Insel mit einer Palme erkannte.
Mit dem ersten F1 hüpfte die Insel, mit dem nächsten F1 sprang sein Stuhl und katapultierte ihn mitten hinein.
Sein Hintern plumpste in den warmen Sand, und er japste nach Luft. Diese war lau und roch salzig. Lichtblauer Himmel überspannte die Welt gleich der Abdeckung einer extrahübschen Käseglocke, deren Boden die wellenbewegte Oberfläche des Meeres bildete. Darin ein winziger Knubbel: die Insel.
Drehschwindel kam stolpernd auf die Füße, klopfte Sand aus der Hose und sah sich um. Nichts störte die Aussicht bis zum Horizont, und das irritierte ihn ganz erheblich. Er trat zur Palme, um mit einer Hand an den Stamm zu klopfen und sich dann anzulehnen, um den Schock zu verdauen.
Ein lauwarmer Klacks landete auf seiner Nase, und als er die weißgraue Masse auf seiner Hand überprüfte, stieg ihm beißender, ätzender Geruch in die Nase. Die Augen beschirmend blickte er hoch und sah einen Papagei.
Das Tier trippelte hin und her und sträubte die Federn. Unwillkürlich spürte Drehschwindel doch Erleichterung, nicht allein zu sein.
„Lora!“, rief er nach oben. „Was ist los? Sag's mir!“
Der Papagei ließ sich Zeit. Ein weiterer Klacks folgte, der diesmal den Sand traf.
„Dummkopf!“, krächzte das Tier. „Java ist eine Insel!“
„Das weiß ich auch“, erwiderte Drehschwindel und suchte einen Stein, den er nicht fand. „Sonst noch was?“
Der Vogel drehte den Kopf, die klugen Knopfaugen blitzten. „Java ist eine Insel“, krächzte er. „Java ist eine Insel!“
Und Drehschwindel verstand, dass dies alles war, was er bis zum Ende seines Lebens zu hören bekommen würde.




Ich wünsche mr, endlich den Übergang zu finden, an dem Hohlbeins Geschichten ins Gruselige wechseln.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 19. November 2015, 12:01

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Alexandra hat geschrieben:Ich wünsche mr, endlich den Übergang zu finden, an dem Hohlbeins Geschichten ins Gruselige wechseln.


Hm. Ohne den Hintergrund des Wunsches zu verstehen kann ich Dir aber Folgendes anbieten:

Nachdem Du offenbar jahrelang den Grusel-Wendepunkt der Hohlbein´schen Machwerke verpasst hast.... nicht einmal ausgiebige mathematische, geometrische und esoterische Analysen lieferten einen Anhaltspunkt (gute Güte!!!...)... erwischt es Dich plötzlich wie eine Erleuchtung. Vor lauter Überraschung ob dieser unerwarteten Wendung, nach all der verzweifelten Suche scheint es in Dir einen Knacks zu geben... es schwindelt Dich.... und ein irres Kichern entringt sich Deinen Lippen... Als man Dich mit einen von Hohlbeins zerfledderten Werken findet, Du darauf herumkauend und keckerndem "Ich hab´s!" ... darfst Du Dich auf einen längeren Aufenthalt in der Rheinhessen-Fachklinik Mainz freuen.
Wird schon wieder!


Ich wünsch mir einen Napoleonshut! Vive la France!
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Alexandra » 14. Januar 2016, 22:47

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Der erste Versuch, diesen Wunsch umzudrehen, endete zu ernst und landete hier: https://blaetterfluggedankenschnuppendo ... poleonhut/


Neuer Anlauf: Du bekommst den Napoleonhut geschenkt, kletterst auf den Eiffelturm, und denkst, du bist seist das größte Genie des Universums und könntest fliegen. Die Straßenarbeiter, die die breiigen Reste zusammenkratzen müssen, denken anders darüber.



Ich wünsche mir einen großen Hut mit einer Pfauenfeder.
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Kjeldahl » 22. Januar 2016, 12:21

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Alexandra hat geschrieben:Ich wünsche mir einen großen Hut mit einer Pfauenfeder.


Eh voila: da sitzt er schon auf Deinem Kopf. Schön mit breiter Krempe, stylisch und total hip. :st:
Und natürlich mit einer r i e s i g e n Pfauenfeder, die in allen Farben schillert.
Du also los, ab in den Park, Dich ein wenig dem Pöbel präsentieren.
Auf einer Bank sitzend genießt Du demzufolge die bewundernden Blicke der Passanten. Obwohl... sind sie denn so bewundernd? Blicke ja, aber...
die Leute sehen so besorgt aus.. komisch...
Es raschelt.... lautes Scharren irgendwo hinter Dir.... mit mulmigen Gefühl drehst Du Dich um... Und da stehen sie: hunderte von Pfauendamen - und just in diesem Moment stürzen sie sich laut gackernd auf Dich - auf diesen super sexy, super attraktiven Riesenpfau. Stunden später findest Du Dich ziemlich zerrupft im Krankenhaus wieder.

Ich wünsche mir mehr Erfahrung bei der Wartung von Motorrädern
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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Hideo » 6. Februar 2016, 02:05

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"Schrauben", brummt der Mann in die trockene Mittagshitze hinein. Hätte er etwas weniger Bart, hättest du auch sein Mund erkennen können, aber tatsächlich könnte er einem Zwerg Konkurenz machen. Du willst protestieren, das du nur zufällig vor der Kneipe stehst, aber die Leder Kutte, die Stiefel und die zwei Meter große Erscheinung, die so gar nicht zu dem Zwergenbart passt, lassen dich nur nicken. Der Fremde zieht noch demonstrativ warnend die Nase hoch, dann lässt er dich mit seiner Maschine alleine. Weg rennen, das wär's jetzt, denkst du, aber noch bevor du deinen Gedankengang in die Tat umsetzen kannst, fährt unter viel Getöse schon der nächste Biker vor. Staub schlägt dir in dein Gesicht. Du musst husten und dir tränen die Augen, doch du hörst das knarzen von Leder und Schritte, die näher kommen. Ein ziemlich durchtrainierter, ziemlich humorlos wirkender Mann steht vor dir in der Staubwolke und spielt betont beiläufig mit seinem Klappmesser.
"Bist der Ölaffe, hn?", stellt er mehr fest als zu fragen. "Dann leg mal los. Und wehe..."
Er grinst. Dir vergeht es.
Der Kerl geht auch in die Kneipe und du beschließt, das Flucht ganz in Ordnung erscheint, als ein regelrechtes Motorgetöse die Straße herauf zieht. Das halbe örtliche Chapter fährt vor, bildet eine Art Arena um dich. Sehr unbewegte Mienen starren dich abwartend an.
Hier wirst du sie sammeln, deine Erfahrung.
Und du lernst besser schnell...


Ich wünsche mir wieder mehr Lust aufs Bücher lesen.
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Noch besser wäre es dann aber, in sich hinein zu horchen, um festzustellen, wieso...


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Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Elena » 3. April 2016, 00:13

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Elena
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Du bekommst auf einmal eine Riesenlust, Bücher zu lesen und liest und liest und liest und vergisst das Essen und Trinken und Schlafen ... tja, was steht da immer am ENDE einer Geschichte? Tut mir leid!

Ich wünsche mir Frieden auf der Welt!
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham

Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 27. April 2016, 10:15

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Frank Chmorl Pamo
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Elena hat geschrieben:Ich wünsche mir Frieden auf der Welt!


Eine Pandemie hat alle dahingerafft. Du bist "Last man on earth"
(Hmmm ... irgendwie wiederholen sich nach 4 Jahren alle wünsche. Seid ihr wirklich so anspruchlos? ;) )

Ich will, dass meine Katze für mich Arbeiten geht.

Re: Das Affenpfotenspiel

Beitragvon Elena » 27. April 2016, 23:19

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Elena
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Dein Wunsch geht in Erfüllung. Deine Katze geht für Dich arbeiten. Leider kann sie ihre Anweisungen nur miauen und keiner versteht sie. Dadurch läuft alles schief und Du wirst zusammen mit Deiner Katze gefeuert. Keiner von Euch kriegt mehr Arbeit und somit habt Ihr auch kein Geld. Ohne Geld kein Essen, ohne Essen großer Hunger und die Katze wird zum Tiger ... Oh oh!!!

Ich wünsche mir, dass alle meine Wünsche in Erfüllung gehen! ^_^
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham
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