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Gekürzte Autorenbeiträge als Extra-Download?

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 24. Mai 2016, 21:51

Trevor Casalle 839
Es kommt immer wieder vor, dass bei der Erstauflage (in den Spoiler-Fäden) der Eindruck vermittelt wird, die Romane wären ja eigentlich gekürzt - lange tolle Handlung und am Ende geht es dann sehr schnell - zu schnell.

Meine Frage - und unabhängig vom Eindruck meiner Mitforistas - ist es ab und zu möglich, gekürzte Stellen als Download anzubieten? Mit der »Rede des Maghan« von Verena Themsen habt ihr das ja gemacht, siehe PR2744 - Die Rede des Maghan. Von Uwe Anton wiederum erschien im Conbuch des Garching-Cons eine Kurzgeschichte, bei der man den Eindruck hatte, sie hätte in seinem Manuskript zu Band 2792 gestanden, wäre aber dort entfernt worden, siehe Kurzgeschichte Verschlusszustand.

Könntet ihr solche "entfernten Stellen" nicht öfter mal zum Download bereitstellen? Als ePub, das ist besonders einfach und unkompliziert machbar? Die Autoren hätten vermutlich gar nichts dagegen, schließlich liefern die ja immer ein »Gesamtkunstwerk« ab...
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Klaus N. Frick
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:Es kommt immer wieder vor, dass bei der Erstauflage (in den Spoiler-Fäden) der Eindruck vermittelt wird, die Romane wären ja eigentlich gekürzt - lange tolle Handlung und am Ende geht es dann sehr schnell - zu schnell.

Meine Frage - und unabhängig vom Eindruck meiner Mitforistas - ist es ab und zu möglich, gekürzte Stellen als Download anzubieten? Mit der »Rede des Maghan« von Verena Themsen habt ihr das ja gemacht, siehe PR2744 - Die Rede des Maghan. Von Uwe Anton wiederum erschien im Conbuch des Garching-Cons eine Kurzgeschichte, bei der man den Eindruck hatte, sie hätte in seinem Manuskript zu Band 2792 gestanden, wäre aber dort entfernt worden, siehe Kurzgeschichte Verschlusszustand.

Könntet ihr solche "entfernten Stellen" nicht öfter mal zum Download bereitstellen? Als ePub, das ist besonders einfach und unkompliziert machbar? Die Autoren hätten vermutlich gar nichts dagegen, schließlich liefern die ja immer ein »Gesamtkunstwerk« ab...


Diese Frage hier ging völlig unter, ich bitte um Verständnis. Meine Antwort ist auch ein wenig schwammig, ich weiß ... Also:

Immer wieder kommt es vor, dass ein Manuskript zu lang für den eigentlichen Heftroman ist. Das passiert gelegentlich, wenn eine Autorin oder ein Autor schlichtweg zu viel schreiben – da wir bei den Romanen eine festgelegte Seitenzahl haben, die wir nicht so einfach übertreten können, muss in einem solchen Fall gekürzt werden. Das ist keine einfache Aufgabe: weder für die Person, die geschrieben hat und deren Werk jetzt eingekürzt werden muss, noch für die Person, die solche Kürzungen vornehmen muss.

Meist wird »kosmetisch« gekürzt: einzelne Wörter, Halbsätze oder Dialoge. Das ist zwar sehr mühsam, fällt aber unterm Strich dann gar nicht auf, wenn der Leser den fertigen Roman in den Händen hat. Manchmal aber können auch Szenen gekürzt werden – weil sie eine Nebenhandlung erzählen oder weil sie ein Thema behandeln, das nicht so wichtig für den Fortschritt der Handlung ist. Das sind leider häufig die schönen Szenen, aber die müssen dann raus. Das fühlt sich wie eine Amputation an, das mögen weder die Redaktion noch der Autor oder die Autorin.

Ich halte es tatsächlich nicht für sinnvoll, solche Szenen quasi als »deleted scenes« den Lesern zu präsentieren. Ausnahmen wie unlängst die »Rede des Maghan« sollen eine Ausnahme bleiben. Der Roman als solcher ist ein Gesamtwerk, und als solches soll er meiner Ansicht nach präsentiert werden. Auszüge, Leseproben oder entnommene Szenen können da immer nur ein Stückwerk bleiben.

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