Spoiler 2970 - Der Gondu und die Neue Gilde, Oliver Fröhlich

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
Forumsregeln
Link

Wie gefällt

die Story des Romans? - Note 1
8
8%
Note 2
16
15%
Note 3
4
4%
Note 4
1
1%
Note 5
0
Keine Stimmen
Note 6
6
6%
Keine Bewertung
0
Keine Stimmen
der Schreibstil des Autors? - Note 1
9
8%
Note 2
19
18%
Note 3
1
1%
Note 4
0
Keine Stimmen
Note 5
2
2%
Note 6
4
4%
Keine Bewertung
0
Keine Stimmen
die aktuelle Entwicklung des Zyklus? - Note 1
4
4%
Note 2
15
14%
Note 3
7
7%
Note 4
2
2%
Note 5
0
Keine Stimmen
Note 6
7
7%
Keine Bewertung
1
1%
 
Abstimmungen insgesamt : 106

Re: Spoiler 2970 - Der Gondu und die Neue Gilde, Oliver Fröh

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 24. Juli 2018, 05:51

Frank Chmorl Pamo
cdroescher hat geschrieben:
Oliverius Einauge hat geschrieben:Ich glaube der Geschichte der Ghonda, nur so macht die Nova im Nachhinein Sinn. Wenn der Ghondu von vorneherein falsches Spiel betrieben hätte, hätte er tunlichst drauf geachtet, Perry nicht misstrauisch zu machen. Andersherum, wenn er es ehrlich gemeint hat, macht Massenmord auch wenig Sinn.

Volle Zustimmung. Und nun wissen wir auch, warum Perry damals nicht nachgefragt hat (was haben wir uns darüber den Kopf zerbrochen): Weil sonst das böse Spiel der Gilde viel zu früh rausgekommen wäre.
(Und wie vorausschauend, dass die Gilde sich so auf Perrys "Höflichkeit" verlassen hat und konnte.)


Dann passt aber etwas im Zyklusaufbau und in der Zyklusgestaltung nicht, wenn man eine Person partout nicht die naheliegendste Frage stellen lässt, weil ansonsten das Kartenhaus zusammenbricht.
Genausogut kann man annehmen, dass ein Kind sein Geschenk vorzeitig entdeckt und NICHT öffnet, nur weil es sich für Weihnachten nicht die Überraschung verderben will ;)
Offline
lichtman
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1800
Registriert: 31. Juli 2012, 14:37
Wohnort: München
Raktajino hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:Mal ganz was anderes: Warum wird ein Ghondu ohne männliche Geschlechtsmerkmale eigentlich Ghonda genannt? Müssten dann nicht auch weibliche Thoogondae existieren?
Das ist einfach verklärt. :D
Gondus - Gonda. :P


Das "ohne männliche Geschlechtsmerkmale" in seiner Verkennung des Wesentlichen lässt tief schliessen.

Thoogondu - weil im Deutschen das generische Maskulinum verwendet wird, wenn man eine Menge von weiblichen und männlichen "Entitäten" bezeichnet werden soll.

Ist doch eine klare grammatikalische Regelung. Wer würde da Missverständnisse erwarten.

Aber die Gonda ist Singular und hat anstelle "männliche Geschlechtsmerkmale" ...

manfred
Benutzeravatar
Offline
Mr Frost
Superintelligenz
Beiträge: 2585
Registriert: 29. Juni 2012, 14:15
Ein staubtrockenes Thema. Thoogondu-Innenpolitik, Thronfolger, Verschwörung einer neuen Gilde. So staubtrocken, dass ich mich eigentlich hätte langweilen müssen.

Der Roman gewinnt aber aus meiner Sicht sehr durch den Autor, die gewählte Sprache, die ausgefeilten Dialoge und vor allem die Differenzierung. Es bleibt immer wieder unklar, was die echte Wahrheit sein könnte und wohin die Reise geht.
Mir hat sehr gefallen, dass man diesen Erzählstrang logisch weiterentwickelt hat (Warum die Einladung nach Sevcooris?, Weshalb die Sonnenfeuer und Kollateralschäden? etc.). Dies hat mir dann doch sehr gefallen. Aber schon ein bisserl spät, nicht wahr?
Die Anmerkung anderer Foristen, dass Perry die entscheidenden Fragen eigentlich schon sehr viel früher hätte stellen müssen, bleibt dennoch korrekt. Umso mehr haben mir die detaillierten Verzweigungen der Gedankengänge der Hauptprotagonistin im vorliegenden Roman zugesagt. Hier hat sich der Autor sehr viel Mühe zum Detail gemacht bzw. das Expose war gut geschrieben.

Der Countdown zum Zyklusende (?) tickt. Man darf nur hoffen, dass man nun auch die vielen restlichen Erzählstränge befriedigend zusammenbringt.

Da mir die Weiterführung des Thogoondu-Erzählstranges in der vorliegenden Form sehr zugesagt hat, ausnahmsweise eine sehr gute Gesamtwertung des Romans (auf allen Ebenen): 2/2/2.

Aber: Die Thematik ist trocken und könnte von manchen auch als eher langweilig eingeschätzt werden. Auch hierfür gäbe es Argumente. Allerdings war ich so vom Stil Oliver Fröhlichs angetan, dass mir der Romans zugesagt hat.
Benutzeravatar
Offline
Raktajino
Kosmokrat
Beiträge: 6707
Registriert: 17. Januar 2013, 17:05
Hm, hm, hm!
Nachdem der Roman und die Handlung so allgemein Gefallen finden, wäre dann noch eine Wendung ins Gegenteil möglich? So viel Täuschung fiele dann auf die Füße der Expokraten zurück und würde schwerlich verziehen werden. Unter diesen Umständen muss man sich mit der aktuellen Handlung wohl anfreunden. Vielleicht noch den 72er abwarten mit dem Riesenensembleauftritt beinahe aller Größen.
Offline
Kritikaster
Superintelligenz
Beiträge: 2258
Registriert: 26. Juni 2012, 08:34
Allexx hat geschrieben: Ich hatte auch schwere Probleme mit diesem Roman. Irgendwie kam ich bei der Reihenfolge der Geschehnisse und den handelnden bzw. erzählenden oder miteinander sprechenden Handlungsträgern mehrfach derbe ins Stolpern

Danke dir, Alexx. Ich hatte nicht erwartet, dass nach Arthurs Vorgeschmack auf die Reaktionen von Kritikerkritikern noch ein sinnvoller Beitrag zu dem Thema kommen würde. Um so mehr habe ich mich über deinen post gefreut. Nur wenn solche Beiträge hier geschrieben werden, kann ein Schriftsteller darüber nachdenken, ob da Anregungen für eine Verbesserung seines Tuns enthalten sind. 8-)
Cetero censeo: Ys'Terra Tos'syrn
Offline
Kritikaster
Superintelligenz
Beiträge: 2258
Registriert: 26. Juni 2012, 08:34
lichtman hat geschrieben:Das "ohne männliche Geschlechtsmerkmale" in seiner Verkennung des Wesentlichen lässt tief schliessen.
Thoogondu - weil im Deutschen das generische Maskulinum verwendet wird, wenn man eine Menge von weiblichen und männlichen "Entitäten" bezeichnet werden soll.
manfred

Au ja, lass uns doch an deinen tiefen Schlussfolgerungen teilhaben.
Habe ich deine Argumentation jetzt richtig verstanden, dass ein weiblicher Thoogondu demnach als Thoogonda zu bezeichnen wäre?
8-)
Cetero censeo: Ys'Terra Tos'syrn

Re: Spoiler 2970 - Der Gondu und die Neue Gilde, Oliver Fröh

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 24. Juli 2018, 14:24

Frank Chmorl Pamo
Mr Frost hat geschrieben:Die Anmerkung anderer Foristen, dass Perry die entscheidenden Fragen eigentlich schon sehr viel früher hätte stellen müssen, bleibt dennoch korrekt.


Perry hätte durchaus fragen können, worauf der Gondu mit Pokerface geanwortet hätte "Nope, daweißichnichtsdavon!"
Rhodan hätte ja auch die Unwahrheit sagen können.
Seine darauf stattfindenden Ermittlungen hätte ihn auch zur selben Erkenntnis führen können. Leider zu spät um Perry dies mitzuteilen, weil der dann schon verschwunden war.
Benutzeravatar
Offline
Clark Flipper
Superintelligenz
Beiträge: 2620
Registriert: 29. Juni 2012, 23:34
Wohnort: Nordlicht
Nun ob man erwarten kann das jemand eine 6 ohne Begründung als konstruktive Kritik annimmt, daran habe ich meine Zweifel.

Ich denke die extrem Wertungen, egal in welcher Richtung, taugen nur zur Selbstbefriedigung.

Konstruktive Kritik, ebenfalls egal aus welcher Richtung, enthält nachvollziehbare Argumente.

Nachvollziehbar bedeutet nicht das jeder dieser Meinung ist, aber das man versteht wie diese Meinung begründet ist.

Ich denke hier kommt keine Meinung zu kurz und Kritiker und ihre Kritikerkritiker
scheinen zumindest einen Meinungsaustausch hinzu bekommen.

Arthurs Frage, so finde ich, ist genauso OK wie das vergeben einer 6 oder 1 ohne Begründung. Das eine führt zum anderen.
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
Bild
Bild
Offline
cdroescher
Siganese
Beiträge: 20
Registriert: 5. September 2015, 01:12
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Die Anmerkung anderer Foristen, dass Perry die entscheidenden Fragen eigentlich schon sehr viel früher hätte stellen müssen, bleibt dennoch korrekt.


Perry hätte durchaus fragen können, worauf der Gondu mit Pokerface geanwortet hätte "Nope, daweißichnichtsdavon!"
Rhodan hätte ja auch die Unwahrheit sagen können.

Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das damals schon so gedacht war. Sonst hätte man Perrys Abwägungen/Gedankengänge/Gründe, diese wesentliche Problematik anzusprechen oder nicht, doch sicherlich dargestellt.
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Postingquelle
Beiträge: 4096
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Die Anmerkung anderer Foristen, dass Perry die entscheidenden Fragen eigentlich schon sehr viel früher hätte stellen müssen, bleibt dennoch korrekt.


Perry hätte durchaus fragen können, worauf der Gondu mit Pokerface geanwortet hätte "Nope, daweißichnichtsdavon!"
Rhodan hätte ja auch die Unwahrheit sagen können.
Seine darauf stattfindenden Ermittlungen hätte ihn auch zur selben Erkenntnis führen können. Leider zu spät um Perry dies mitzuteilen, weil der dann schon verschwunden war.

Hätte, hätte, Fahradkette. Diese Sache wurde bereits vor über einem Jahr diskutiert, und dann wieder im Zusammhang mit PR 2945 "Der Herr der Schutzgeister". Damals schrieb ich unter anderem:

nanograinger hat geschrieben:Um kurz meine Sicht zu dieser Sache zu wiederholen: Die Thoogondu hatten durch ihr Auftreten sehr klar gemacht, dass sie sich bspw. um Kleinigkeiten wie Hinterwäldlerplaneten nur kümmern, wenn sie ihre "großzügige Hilfsbereitschaft" demonstrieren wollen. Die Vorstellung, solchen Personen mit Fragen wie "Warum habt ihr eure Botschaft auf diese Art und Weise übermittelt?" wäre äußerst naiv gewesen und hätte genau null Informationen bewirkt. So schien es damals eine bessere Idee zu sein, sich die Informationen über die Thoogondu und ihre Pläne/Motivation aus anderen, nichtoffiziellen Quellen zu holen, und das hat sich im Wesentlichen auch bewährt, ganz abgesehen davon, dass man das ZSI, wenn schon nicht auf die eigene Seite gebracht, doch zumindest "neutralisiert" hat.
...
Die Kuriosität, die ich weiter oben schon bemerkt hatte. liegt darin, dass WENN (ein großes wenn) tatsächlich der Gondu selbst gar nicht die Zügel bei den Aktionen der Thoogondu in der MS in der Hand hält, dann hätte das naive Nachfragen in diesem Fall tatsächlich geholfen (rein theoretisch, denn praktisch haben die Expokraten offenbar eine andere Handlungsführung geplant). Ein Parzifal, ein "tumper" (weltfremder) Tor, hätte in genau dieser Situation vielleicht besser gepasst, als der im Umgang mit allen möglichen Wesen gewiefte und welterfahrene Perry.

Auch im vorliegenden Roman klingt das zugrunde liegende Problem an: Narashim weiß nicht, was Perry über die Vergangenheit der Thoogondu weiß, und interpretiert alles unter dem Gesichtspunkt, dass Perry möglicherweise sehr viel darüber weiß, Perry geht es genauso: Wie der Leser kann er nicht glauben, dass Narashim nichts über die Details des Leuchtfeuers weiß und verhält sich entsprechend. Die Saat der Gilde, das potentielle Vertrauen zwischen Narashim und Perry zu untergraben, ist voll aufgegangen. Nur weil Puoshoors Versuche, Perry auszuschalten, schiefgegangen sind, gibt es noch Hoffnung, dass die ganze Sache ohne größeres Blutvergießen ausgeht.
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Postingquelle
Beiträge: 4096
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Kritikaster hat geschrieben:
Allexx hat geschrieben: Ich hatte auch schwere Probleme mit diesem Roman. Irgendwie kam ich bei der Reihenfolge der Geschehnisse und den handelnden bzw. erzählenden oder miteinander sprechenden Handlungsträgern mehrfach derbe ins Stolpern

Danke dir, Alexx. Ich hatte nicht erwartet, dass nach Arthurs Vorgeschmack auf die Reaktionen von Kritikerkritikern noch ein sinnvoller Beitrag zu dem Thema kommen würde. Um so mehr habe ich mich über deinen post gefreut. Nur wenn solche Beiträge hier geschrieben werden, kann ein Schriftsteller darüber nachdenken, ob da Anregungen für eine Verbesserung seines Tuns enthalten sind. 8-)

Das hast du sehr schön und sehr diplomatisch ausgedrückt. :st:
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Postingquelle
Beiträge: 4096
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Mr Frost hat geschrieben:Ein staubtrockenes Thema. Thoogondu-Innenpolitik, Thronfolger, Verschwörung einer neuen Gilde. ...

Die Liste ist ja nicht abschließend, was die Thematik des Romans angeht.

Aber meine Frage an dich ist: Wenn die Thematik dieses Romans für dich "staubtrocken" ist, welche Thematik wäre dann für dich "saftig" oder "erfrischend"? Und die Frage bezieht sich auf die Thematik eines einzelnen Romans, nicht eines Zyklus.
Benutzeravatar
Offline
Arthur Dent
Terraner
Beiträge: 1223
Registriert: 27. Juni 2012, 14:52
OT – Die Moderatoren mögen mir verzeihen. Aber ich verspreche im folgenden Beitrag doch hin- und wieder auf das eigentliche Thema dieses Threads zurückzukommen. Nämlich über den Roman zu schreiben.

Ich erkenne in der Umfrage zum Roman eine Attestierung nach Schulnoten. Es kommt der Begriff „Note“ vor und es wird eine Unterteilung in den Kriterien 1 bis 6 vorgenommen. Im Forum konnte ich an keiner Stelle ein anderes als das Schulnotensystem in der Bedeutung für die Befragung finden. Es gab und gibt Versuche, das zu ändern. Aber hier steht nun mal diese Umfrage mit dieser Einteilung. Und ein Ungenügend wird vergeben, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können. Wobei der Begriff „Anforderungen“ sich auf den Umfang sowie auf die selbständige und richtige Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie auf die Art der Darstellung bezieht.

Nun betrachte ich mir den Roman und lese die vielfältigen Meinungen hier:
Mr Frost hat geschrieben:
Der Roman gewinnt aber aus meiner Sicht sehr durch den Autor, die gewählte Sprache, die ausgefeilten Dialoge und vor allem die Differenzierung. Es bleibt immer wieder unklar, was die echte Wahrheit sein könnte und wohin die Reise geht…

Troh.Klaus hat geschrieben:Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, Stil, Story, Inhalt.

Was die Ghonda erzählt, klingt plausibel. Aber bei den Thoos muss man immer auf der Hut sein. Die sind einfach zu manipulati…

Verkutzon hat geschrieben:Ein hervorragend komponierter Roman, der neue Offenbarungen mit sich bringt! Er ist etwas Gesprächslastig, aber die Spannung wird durch die Erzählung und die Enthüllungen von Puorengir erzeugt. Ich könnte mir vorstellen, dass Oliver Fröhlich recht lange am Manuskript mit dieser komplexen Struktur gefeilt hat, bis es für ihn stimmte...

Meinungen, die dem Autor attestieren, eine Geschichte geschrieben zu haben, mit der man was anfangen kann. Die Dialoge enthält, die Figuren enthält, deren Handlungen nachvollzogen werden können. Eine Geschichte in der das Repertoire der Serie selbst offensichtlich ohne große Fehler ausgeführt wurde.

Und ich sehe eine Bewertung in Form einer 6, die dem Autor attestiert, das ihm wirklich alles an Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt und er diese Mängel auch in absehbarer Zeit nicht beheben kann.

Sorry, lieber @Allexx, diese Bewertung oder vielmehr diese „Haltung“ ist für mich weiter armselig und beschränkt.

PS: Ich störe mich nicht daran, wenn Du meine Äußerungen dazu ebenfalls armselig und beschränkt nennst.

Re: Spoiler 2970 - Der Gondu und die Neue Gilde, Oliver Fröh

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 24. Juli 2018, 17:30

Frank Chmorl Pamo
nanograinger hat geschrieben:
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Die Anmerkung anderer Foristen, dass Perry die entscheidenden Fragen eigentlich schon sehr viel früher hätte stellen müssen, bleibt dennoch korrekt.


Perry hätte durchaus fragen können, worauf der Gondu mit Pokerface geanwortet hätte "Nope, daweißichnichtsdavon!"
Rhodan hätte ja auch die Unwahrheit sagen können.
Seine darauf stattfindenden Ermittlungen hätte ihn auch zur selben Erkenntnis führen können. Leider zu spät um Perry dies mitzuteilen, weil der dann schon verschwunden war.

Hätte, hätte, Fahradkette. Diese Sache wurde bereits vor über einem Jahr diskutiert, und dann wieder im Zusammhang mit PR 2945 "Der Herr der Schutzgeister". Damals schrieb ich unter anderem:

nanograinger hat geschrieben:Um kurz meine Sicht zu dieser Sache zu wiederholen: Die Thoogondu hatten durch ihr Auftreten sehr klar gemacht, dass sie sich bspw. um Kleinigkeiten wie Hinterwäldlerplaneten nur kümmern, wenn sie ihre "großzügige Hilfsbereitschaft" demonstrieren wollen. Die Vorstellung, solchen Personen mit Fragen wie "Warum habt ihr eure Botschaft auf diese Art und Weise übermittelt?" wäre äußerst naiv gewesen und hätte genau null Informationen bewirkt. So schien es damals eine bessere Idee zu sein, sich die Informationen über die Thoogondu und ihre Pläne/Motivation aus anderen, nichtoffiziellen Quellen zu holen, und das hat sich im Wesentlichen auch bewährt, ganz abgesehen davon, dass man das ZSI, wenn schon nicht auf die eigene Seite gebracht, doch zumindest "neutralisiert" hat.
...
Die Kuriosität, die ich weiter oben schon bemerkt hatte. liegt darin, dass WENN (ein großes wenn) tatsächlich der Gondu selbst gar nicht die Zügel bei den Aktionen der Thoogondu in der MS in der Hand hält, dann hätte das naive Nachfragen in diesem Fall tatsächlich geholfen (rein theoretisch, denn praktisch haben die Expokraten offenbar eine andere Handlungsführung geplant). Ein Parzifal, ein "tumper" (weltfremder) Tor, hätte in genau dieser Situation vielleicht besser gepasst, als der im Umgang mit allen möglichen Wesen gewiefte und welterfahrene Perry.

Auch im vorliegenden Roman klingt das zugrunde liegende Problem an: Narashim weiß nicht, was Perry über die Vergangenheit der Thoogondu weiß, und interpretiert alles unter dem Gesichtspunkt, dass Perry möglicherweise sehr viel darüber weiß, Perry geht es genauso: Wie der Leser kann er nicht glauben, dass Narashim nichts über die Details des Leuchtfeuers weiß und verhält sich entsprechend. Die Saat der Gilde, das potentielle Vertrauen zwischen Narashim und Perry zu untergraben, ist voll aufgegangen. Nur weil Puoshoors Versuche, Perry auszuschalten, schiefgegangen sind, gibt es noch Hoffnung, dass die ganze Sache ohne größeres Blutvergießen ausgeht.


Und ich habe damals (sinngemäß) geschrieben, dass man sich bevor man eine Einladung zu einem Bündnis mit annimmt, erstmal die Form der Einladung kritisiert.
Oder wie siehst Du es, wenn jemand Dir die Freundschaft anträgt dieser zuerst Deine Gartenlaube abfackelt (um den Autovergleich zu vermeiden)? Denkst Du Dir "Naja, es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, die will ich nicht durch dummes Fragen gefährden!"?
Perry hat schon Superintelligenzen die Stirn geboten, aber beim Gondu wird er kleinlaut.
Man hätte die Frage einbauen können, ja müssen, ohne dass sich das Zyklusexpose groß hätte unterscheiden müssen. So war Perry total unglaubwürdig.
Beschönige es wenn es Dir ein inneres Bedürfnis ist.
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Ertruser
Beiträge: 1044
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
Ist es möglich, dass Menschen aneinander vorbei reden? :unsure:
Die Fragestellung bei den Abstimmungen lautet ja: "Wie gefällt...?
Womöglich gibt es Leser, die zum Stil eines Autoren keinen Zugang finden - das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Autor sein Handwerk nicht beherrschen würde, sondern, dass ich als Leser diesen Stil nicht mag, nicht mit ihm klarkomme, er mir subjektiv nicht gefällt.
In den Titelbildumfragen steht die 6 für "grausig". Wenn ich persönlich an etwas keinen Gefallen finden kann, steht es mir dann nicht frei, dies zum Ausdruck zu bringen?

OnTopic: Mich hat der Roman gut unterhalten - vor allen Dingen ist die Neugier auf das nächste Heft (und den Zyklusausgang) geweckt. Passt!

2/2/3
Zuletzt geändert von Ce Rhioton am 24. Juli 2018, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Postingquelle
Beiträge: 4096
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Um kurz meine Sicht zu dieser Sache zu wiederholen: Die Thoogondu hatten durch ihr Auftreten sehr klar gemacht, dass sie sich bspw. um Kleinigkeiten wie Hinterwäldlerplaneten nur kümmern, wenn sie ihre "großzügige Hilfsbereitschaft" demonstrieren wollen. Die Vorstellung, solchen Personen mit Fragen wie "Warum habt ihr eure Botschaft auf diese Art und Weise übermittelt?" wäre äußerst naiv gewesen und hätte genau null Informationen bewirkt. So schien es damals eine bessere Idee zu sein, sich die Informationen über die Thoogondu und ihre Pläne/Motivation aus anderen, nichtoffiziellen Quellen zu holen, und das hat sich im Wesentlichen auch bewährt, ganz abgesehen davon, dass man das ZSI, wenn schon nicht auf die eigene Seite gebracht, doch zumindest "neutralisiert" hat.
....


Und ich habe damals (sinngemäß) geschrieben, dass man sich bevor man eine Einladung zu einem Bündnis mit annimmt, erstmal die Form der Einladung kritisiert.
Oder wie siehst Du es, wenn jemand Dir die Freundschaft anträgt dieser zuerst Deine Gartenlaube abfackelt (um den Autovergleich zu vermeiden)? Denkst Du Dir "Naja, es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, die will ich nicht durch dummes Fragen gefährden!"?

Ich habe meine Meinung dazu schon oben wiederholt. Inhaltlich möchte ich dazu nichts Weiteres sagen.
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:...
Beschönige es wenn es Dir ein inneres Bedürfnis ist.

Ich bedanke mich für deine freundliche Ansprache. Immerhin hast du mir dein inneres Bedürfnis damit deutlich gemacht..
Offline
Kritikaster
Superintelligenz
Beiträge: 2258
Registriert: 26. Juni 2012, 08:34
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Perry hat schon Superintelligenzen die Stirn geboten, aber beim Gondu wird er kleinlaut.
Man hätte die Frage einbauen können, ja müssen, ohne dass sich das Zyklusexpose groß hätte unterscheiden müssen. So war Perry total unglaubwürdig.
Beschönige es wenn es Dir ein inneres Bedürfnis ist.

Irgendwie habe ich das Gefühl, hier einer Geisterdiskussion beizuwohnen. Perry hat immer wieder überlegt, dass er die Frage keinen Subalternen stellen kann, da die möglicherweise nicht eingeweiht sind. Er hat sie sich für sein Treffen mit dem Ghondu aufbewahrt. Dies Treffen hat er zügig angestrebt, es fand statt und bevor er auf das Thema eingehen konnte, wurde ein Attentat verübt, das das Gespräch beendete. So what? Hätte (hätte, hätte) er sofort auf einem weiteren Gespräch bestehen sollen oder überhaupt können? So weit ich mich dunkel erinnere, kam da zu viel dazwischen. 8-)
Cetero censeo: Ys'Terra Tos'syrn
Offline
Kritikaster
Superintelligenz
Beiträge: 2258
Registriert: 26. Juni 2012, 08:34
Arthur Dent hat geschrieben:Und ich sehe eine Bewertung in Form einer 6, die dem Autor attestiert, das ihm wirklich alles an Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt und er diese Mängel auch in absehbarer Zeit nicht beheben kann.

Das genau ist ein Trugschluss, den du erst ziehst, um dann drauf rumzureiten und dich über Mitforisten aufzuregen.Sieh's mal so (sorry noch mal - kurz - OT)
1= begeistert
2=sehr zufrieden
3=zufrieden
4= nicht zufrieden
5=enttäuscht
6= genervt
Dann hast du die subjektive Komponente klarer und kommst nicht in Versuchung, Lehrerbenotungen zu unterstellen.
Hoffe, geholfen zu haben. 8-)
Cetero censeo: Ys'Terra Tos'syrn
Benutzeravatar
Offline
Arthur Dent
Terraner
Beiträge: 1223
Registriert: 27. Juni 2012, 14:52
Kritikaster hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:Und ich sehe eine Bewertung in Form einer 6, die dem Autor attestiert, das ihm wirklich alles an Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt und er diese Mängel auch in absehbarer Zeit nicht beheben kann.

Das genau ist ein Trugschluss, den du erst ziehst, um dann drauf rumzureiten und dich über Mitforisten aufzuregen.Sieh's mal so (sorry noch mal - kurz - OT)
1= begeistert
2=sehr zufrieden
3=zufrieden
4= nicht zufrieden
5=enttäuscht
6= genervt
Dann hast du die subjektive Komponente klarer und kommst nicht in Versuchung, Lehrerbenotungen zu unterstellen.
Hoffe, geholfen zu haben. 8-)

Nö, du hast nicht geholfen. Ich habe ausgeführt, dass das Bewertungssystem, das so offensichtlich dem Schulnotensystem angelehnt ist, eine Bewertung der sechs für den Autor eigentlich verbietet. Ich erkenne allerdings, dass Du eigene Vorstellungen des Bewertungssystems entwickelst. Sollte der Unbekannte Sechsergeber Dir folgen, ist ja alles gut. Aber die unverhohlen verwendeten Begriffe "Note" und die Einteilung 1-6 lassen m.E. eben den Schluss zu, dass das Schulnotensystem hier Pate stand. Und in Deinem ursprünglichen Posting meinte ich die Neugierde gespürt zu haben, warum jemand eine sechs gibt. Wenn das Berwertungssystem von jedem anders gesehen wird, dann hat der Unbekannte vielleicht sogar "volle" Punktzahl gegeben. Oder war schwer beeindruckt. Dann allerdings, und das schlussfolgere ich aus Deinem eigenen Bewertungssystem, macht eine Unfrage erst recht keinen Sinn.
Benutzeravatar
Offline
Dunkle Geburt
Marsianer
Beiträge: 140
Registriert: 29. Oktober 2013, 23:17
Rein interessehalber... Die wievielte Benotungsdiskussion ist das nun eigentlich? Hat jemand mitgezählt?
Benutzeravatar
Offline
Allexx
Marsianer
Beiträge: 231
Registriert: 30. Juni 2012, 10:00
Wohnort: Lüdinghausen
Arthur Dent hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:Und ich sehe eine Bewertung in Form einer 6, die dem Autor attestiert, das ihm wirklich alles an Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt und er diese Mängel auch in absehbarer Zeit nicht beheben kann.

Das genau ist ein Trugschluss, den du erst ziehst, um dann drauf rumzureiten und dich über Mitforisten aufzuregen.Sieh's mal so (sorry noch mal - kurz - OT)
1= begeistert
2=sehr zufrieden
3=zufrieden
4= nicht zufrieden
5=enttäuscht
6= genervt
Dann hast du die subjektive Komponente klarer und kommst nicht in Versuchung, Lehrerbenotungen zu unterstellen.
Hoffe, geholfen zu haben. 8-)

Nö, du hast nicht geholfen. Ich habe ausgeführt, dass das Bewertungssystem, das so offensichtlich dem Schulnotensystem angelehnt ist, eine Bewertung der sechs für den Autor eigentlich verbietet. Ich erkenne allerdings, dass Du eigene Vorstellungen des Bewertungssystems entwickelst. Sollte der Unbekannte Sechsergeber Dir folgen, ist ja alles gut. Aber die unverhohlen verwendeten Begriffe "Note" und die Einteilung 1-6 lassen m.E. eben den Schluss zu, dass das Schulnotensystem hier Pate stand. Und in Deinem ursprünglichen Posting meinte ich die Neugierde gespürt zu haben, warum jemand eine sechs gibt. Wenn das Berwertungssystem von jedem anders gesehen wird, dann hat der Unbekannte vielleicht sogar "volle" Punktzahl gegeben. Oder war schwer beeindruckt. Dann allerdings, und das schlussfolgere ich aus Deinem eigenen Bewertungssystem, macht eine Unfrage erst recht keinen Sinn.


Noch eine letzte Randbemerkung, bevor ich mich zum Thema Noten in diesem Thread nicht mehr äußere:

Ich bin ja nicht von der pädagogischen, sondern von der digitalen Fakultät und deshalb nicht unbedingt Fachmann für Noten. Für Logik aber schon. Und was Du da so zum Thema schreibst, kommt bei mir so an:

"Wenn die anderen den Poll nicht so betrachten, wie ich es vordenke und sich erdreisten, beim Schreibstil eine Sechs zu vergeben, sind sie entweder armselig und beschränkt oder aber die ganze Umfrage macht keinen Sinn."

Da hättest Du ruhig mal drüber nachdenken können und nicht umgehend lospoltern, bevor jemand sich auf die durchaus produktive Nachfrage von Kritikaster dazu äußern konnte.

Ich finde, Du schüttest mit dieser Taktik das Kind mit dem Bade aus, obwohl es noch gar nicht in die Wanne geklettert ist - und das vermutlich nach Deinem "netten" Post auch wohl nicht mehr tun wird...

Re: Spoiler 2970 - Der Gondu und die Neue Gilde, Oliver Fröh

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 25. Juli 2018, 09:28

Frank Chmorl Pamo
nanograinger hat geschrieben:
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Um kurz meine Sicht zu dieser Sache zu wiederholen: Die Thoogondu hatten durch ihr Auftreten sehr klar gemacht, dass sie sich bspw. um Kleinigkeiten wie Hinterwäldlerplaneten nur kümmern, wenn sie ihre "großzügige Hilfsbereitschaft" demonstrieren wollen. Die Vorstellung, solchen Personen mit Fragen wie "Warum habt ihr eure Botschaft auf diese Art und Weise übermittelt?" wäre äußerst naiv gewesen und hätte genau null Informationen bewirkt. So schien es damals eine bessere Idee zu sein, sich die Informationen über die Thoogondu und ihre Pläne/Motivation aus anderen, nichtoffiziellen Quellen zu holen, und das hat sich im Wesentlichen auch bewährt, ganz abgesehen davon, dass man das ZSI, wenn schon nicht auf die eigene Seite gebracht, doch zumindest "neutralisiert" hat.
....


Und ich habe damals (sinngemäß) geschrieben, dass man sich bevor man eine Einladung zu einem Bündnis mit annimmt, erstmal die Form der Einladung kritisiert.
Oder wie siehst Du es, wenn jemand Dir die Freundschaft anträgt dieser zuerst Deine Gartenlaube abfackelt (um den Autovergleich zu vermeiden)? Denkst Du Dir "Naja, es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, die will ich nicht durch dummes Fragen gefährden!"?

Ich habe meine Meinung dazu schon oben wiederholt. Inhaltlich möchte ich dazu nichts Weiteres sagen.
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:...
Beschönige es wenn es Dir ein inneres Bedürfnis ist.

Ich bedanke mich für deine freundliche Ansprache. Immerhin hast du mir dein inneres Bedürfnis damit deutlich gemacht..


Zitat aus dem Kreis-Archiv zu Heft #2905:
Am 17. Oktober 1551 NGZ begegnet Perry Rhodan im Pentasphärenraumer POTOOLEM endlich dem echten Gondu Narashim. Der Terraner ist beeindruckt von der Persönlichkeit des Alleinherrschers. Er muss passen, als der Gondu das von ihm angestrebte Bündnis zwischen Goldenem Reich und Terranern zur Sprache bringt. Rhodan hat diesbezüglich keine Entscheidungsbefugnis und benötigt mehr Informationen. Der Gondu ist bereit, seine Erinnerungen im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Terraner zu teilen. Dies ist mit einer Vorrichtung möglich, die sich in der POTOOLEM befindet. Da jeder Gondu das gesamte Gedächtnis all seiner Vorgänger in sich trägt, kann Rhodan somit quasi miterleben, wie es vor Jahrzehntausenden zur Vertreibung der Thoogondu aus der Milchstraße gekommen ist. Er sieht die Geschehnisse dieser Zeit durch die Augen Tothoolars, des Sohnes und designierten Nachfolgers des amtierenden Gondu Baphoor.

Also, Perry steckt also seinen Kopf in eine Apparatur eines Herrschers, über dessen Absichten völlige Unklarheit besteht.
Zuvor gabs ja schon Ärger an Bord mit den Schutzgeistern und der Ortung.
Frei nach dem Motto "Im Roman 3000 leben wir noch. Was kann schon schiefgehen!"
Du siehst es anders, doch Perrys Handlung ist nicht schlüssig, jedenfalls für mich.

PS: Für das "Beschönige" bitte ich um Entschuldigung. Ich habe nur den Eindruck, dass Du die Argumente Anderer nicht zur Kenntnis nimmst.
Benutzeravatar
Offline
Harzzach
Terraner
Beiträge: 1376
Registriert: 19. Juli 2013, 15:59
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Also, Perry steckt also seinen Kopf in eine Apparatur eines Herrschers, über dessen Absichten völlige Unklarheit besteht.
Zuvor gabs ja schon Ärger an Bord mit den Schutzgeistern und der Ortung.
Frei nach dem Motto "Im Roman 3000 leben wir noch. Was kann schon schiefgehen!"
Du siehst es anders, doch Perrys Handlung ist nicht schlüssig, jedenfalls für mich.

Für den Charakter Perry Rhodan ist das seeeehr schlüssig. Einerseits vertraut er seiner eigenen Mentalstabilisierung, andererseits geht er nicht davon aus, dass man ihm ausgerechnet jetzt schaden will. Er ist sich der Gedächtnismanipulationen durchaus bewusst und lässt sich die Grundlagen der Maschinen erklären, mit deren Hilfe er Einblick in die Erinnerungen des Thoogondu nehmen soll. Er trifft dann eine Entscheidung. Rhodan vertraut dem Gondu, weil er Rhodan ist, weil Rhodan schon immer ein zu vertrauensseliger, zu weicher Narr war, wie Atlan ihm immer wieder vorgeworfen hat.

Denn Atlan würde so reagieren, wie Du es Dir von Rhodan wünscht. Weil das seine Art wäre. Aber nicht Atlan steht dem Gondu gegenüber, sondern Rhodan. Der so reagiert, wie wir es von ihm kennen.

Von daher wäre es hilfreich sich immer bewusst zu machen, wer gerade im Mittelpunkt der Handlung steht und dann abzugleichen, ob das geschilderte Verhalten konsistent mit dem ist, was wir von diesem Charakter kennen.
Benutzeravatar
Offline
Raktajino
Kosmokrat
Beiträge: 6707
Registriert: 17. Januar 2013, 17:05
Wie auch immer - nach circa 70 Heften wird eine Erklärung nachgeschoben. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Das ist, was für mich bleibt.
Die Einladung (Das Goldene Reich) hatte ihren Reiz. Der Abflug ließ uns etwas ratlos. Aber die Karawane zog weiter.
So what.
Benutzeravatar
Offline
Raktajino
Kosmokrat
Beiträge: 6707
Registriert: 17. Januar 2013, 17:05
Mr Frost hat geschrieben:Ein staubtrockenes Thema. Thoogondu-Innenpolitik, Thronfolger, Verschwörung einer neuen Gilde.
In der Tat. :st:
Aber ob staubtrocken das Adjektiv der Stunde ist, muss ich mir noch überlegen. Zumindest ein Thema not amusing.
Die Nachfolgehefte scheinen aber derart schwungvoll weiterzugehen, dass man es in Ruhe ablegen kann. :D
VorherigeNächste

Zurück zu Spoiler EA

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 9 Gäste