Spoiler 2979, Das Despina-Mysterium, von Uwe Anton

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Alexandra
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Atlan ist Held und Ich-Erzähler dieser Geschichte, in der es um halutische Hilferufe aus den Gasschwaden Neptuns geht, den die Scheibenwelt Wanderer anstelle des verschwundenen Mondes Despina umkreist. Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Himmelskörpern, deren einer aktuell in Mathan badet. Auch Lotho Keraetes schöne Familie ist in bezaubernd wirbelnden Methanschwaden unterwegs, und je schöner die Angehörigen, desto weniger Schutzanzug kann man betrachten.

Die Expedition im SERUN zeigt das Titelbild, das wohl an die Innenillu von 2973 anknüpft. Schade, dass der Haluter in Tirolerhut es nichts aufs Cover schaffte … sondern das Aggregat Etain. Icho Tolot kam, um zu helfen, er trennt sich ungern von seinem Leben – womit er Shinae meint und andere nicht Shinae meinen. Doch da sei der Arkonide vor!

Der herbeigerufene Haluter trauert um seinen arkonidischen Artgenossen, mit dem er sein Kind zum zweiten Mal verlor, iirrst durch die Trümmer halutischer Spielplätze, begegnet einer halutischen Reisebekanntschaft, die zum richtigen Zeitpunkt durch Wände geht, trifft die von der CREST III beschossene Vergangenheit in riesiger Kugelform und trauert um Lemurer, all dies in vollendeter Höflichkeit.

Dribbel gibt es nicht in diesem Roman, da sei der Anton vor, nur das Schneewittchen mit den acht Zwergen und dazu winzigkleine Lebewesen, die sich stärker verbreiten als erwartet, sobald man sie erst mal im Warmen hat. Kein Wort von Schafen. Aber erneut träumen künstliche Intelligenzen von einer Zukunft, in der Organische Geschichte sind.

Atlan - tja, jünger wird er nicht. »Wollt ihr noch lange hier herumstehen und euch die alten Hintern knackigfrieren?,« erkundigt sich seine liebste Pedotransfererin. Schon für diesen Satz lohnt sich der Roman.

Zu mysterisch ist das? Ach was!
Hier geht es zur Langform:
Spoiler:
Am 9. Mai 1552 NGZ befindet sich Atlan so nah wir möglich an Wanderer: knapp 100.000 Kilometerum den Kunstplaneten verläuft die unüberschreitbare Grenze. Seine Sonde explodiert, und er lässt Revue passieren, wie Wanderer war vor einem knappen halben Jahr im Solsystem aufgetaucht ist, wobei der Neptunmond Despina verschwand. Dann sank die halbkugelförmige Welt der Superintelligenz ES in die Neptunatmosphäre.
Despina hatte in den Tagen vor dem Austausch bereits einige Male geflackert., war dann in einer Art hyperenergetischer Blitzentladung verschwunden. Keiner weiß, wie das ablief, und durch den Weltenbrand sind alle aufs Äußerste gereizt,sogar die Zellaktivatorträger. Man giftet sich an, bemerkt Atlan mit altersmilder Selbstkritik.

Der Arkonide befindet sich an Bord der MALCOLM SCOTT DAELLIAN, eines hochmodernen Forschungsraumers, dessen vollständig humorloser Kommandant viel Stoff für Wortgefechte bietet. Sie schwebt über dem in einem unnatürlich kräftigen, hellen Blau leuchtenden Neptun, wirkt winzig im Vergleich zu dem in jeder hinsich kalt wirkenden äußersten Planeten des Solsystems. Nur Eiskriecher, eine Art riesige Rochen, leben dort. Dann empfängt die Hyperfunkabteilung einen ultrakurzgerafften Hyperfunkimpuls anscheinend halutischen Ursprungs.
Ein verschlüsselter Funkspruch geht an Reginald Bulls Haus am Kleinen Goshunsee, denn dort befindet sich Icho Tolot auf und versucht, die Haluter-Pest, das Stasis-Syndrom, zu erforschen, und umsorgt die kleine Shinae. Atlan bittet ihn, so schnell wie möglich an Bord zu kommen.

Gleich beim Eintreffen spürt Atlan die Trauer des alten Freundes. Sie sprechen über Bostichs Tod und den endgültigen Verlust des Erbguts von Tolots Kind. Dann gehen sie ans Werk: Der Hilferuf soll anscheinend nur von einem Haluter verstanden werden. Deshalb vermutet Tolot einen Zusammenhang mit der abgestürzten GOS’TUSSAN II. Die beiden Unsterblichen beschließen, dem Hyperfunkimpuls nachzugehen. Auf in den Neptun! Zu zweit sind sie am flexibelsten. Ihr Fluggerät ist ein Atmosphärentaucher, zwölf bis 15 Meter im Durchmesser, mit starkem Prallfeldschirm.

Die dichte Atmosphäre wird zum Akteur. In ihr kann man mit maximal können sie maximal 20 Kilometern pro Sekundenquadrat beschleunigen, und die beiden tragen SERUN und Kampfanzug, um im Notfall laufen oder schwimmen zu können. Zähe, heiße Splitter des Methaneises knallen gegen das Fluggefährt, Böen schütteln es durch. Doch sie folgen den Ortungsimpulsen zum Wrack der GOS’TUSSAN II. Während ein irrwitzig rotierender Eisbrockensich nähert, misst man kleines Schiff an, technologisch überlegen, genauere Ortung nicht möglich. Einige Minuten später setzen sie auf.
Das Wrack ist riesig, ohne Hilfe haben sie keine Chance. Tolot hat eine Ortung in unmittelbarer Nähe. Atlan versucht, die hellblauen Schwaden der aufgepeitscht wirbelnden Eiskristalle, mit Blicken zu durchdringen. Und tatsächlich, aus ihnen schält sich die Gestalt einer wunderschöne Frau, die keinen Raumanzug trägt.
Das Aggregat Etain, in Lotho Keraetes schöner Familie offensichtlich die Kommandantin unterhalb von Keraete, wirkt wie eine ätherisch schöne Menschenfrau. Ihre Anmut verursacht selbst dem Arkonnidenfürsten Beklemmung. Acht männliche Humanoide, die Lukaparn und die Muirden. begleiten sie. Ungeschützt bewegen sie sich in der tödlichen Neptun-Atmosphäre. Was sie hier wollen? Das erzählen sie natürlich nicht. Aber sie machen auch keine Anstalten, Atlan und Tolot zu stoppen, und darüber sind sie froh.

Dann tauchen vier TARAS auf und warteten auf ihre Befehle. Atlan lässt sie auschwärmen und nach dem halutischen Hypersender suchen. Angesichts der abzusuchenden Fläche ist das immer noch wenig. Sie trennen sich, wollten sich zehn Stundenspäter wieder treffen.
Atlan fliegt zum nächsten Trümmerteil der GOS’TUSSAN II. Schroffe Eisberge von über hundert Metern Höhe ragen auf, der Sturm wirbelt Schnee- und Eisbrocken auf, das Gestöber, durch das er sich von Wrackteil zu Wrackteil kämpft, spottet jeder Beschreibung. Ein TARA bahnt ihm den Weg ins Innere der GOS’TUSSAN-Reste. Schließlich findet er einen halutischen Hypersender, der ist laut Extrasinn fünfzigtausend, wenn nicht sechzigtausend Jahre alt. Wo kommt das Gerät her, was hat es mit ihm auf sich? Icho Tolot rennt herbei. Er will das Rätsel lösen und jede Chance nutzen, um einem anderen Haluter zu Hilfe kommen.

Die Impulse sind ein Datensatz mit Koordinaten. Sie verweisen auf einen Ort, der etliche Kilometer entfernt und tiefer liegt.Per Atmosphärentaucher geht es dorthin. Dann müssen sie den Taucher zurücklassen. Zugleich wird Atlan doppelt belastet - sein Extrasinn und die neuerdings in ihm lebende Tamareil leben ihren mal unterschwelligen, mal offenen Zwist aus. Unerträglich ist das, er glaubt Anfänge von Schizophrenie an sich festzustellen. Noch dazu setzt der Weltenbrand dem Logiksektor zu. Aber Tamareil kann auch nett sein, sie kann helfen.

Das Wrack des Haluterschiffs hebt sich vielleicht 500 Meter aus dem Eis. Es ist weit über 50.000 Jahre alt, und wurde zweifellos von der in die Lemurerzeit versetzte CREST III abgeschossen. Tamareil. spürt die Anwesenheit eines fremden Bewusstseins. Sie lotst ihn hin. Durch einen vom Eis befreiten Gang, der ins Innere des Schiffes führtführt zu einem Haluter. Icho Tolot erkennt ihn sofort: Es ist Sawru Maudh, der ehemalige, meist stumme Begeiter Bostichs. Er leidet am Stasis-Syndrom und liegt ihm Sterben.

Maudh und Tolot erinnern sich lebhaft und ausgiebig an gemeinsame Reiseerlebnisse auf Zirkon. Schließlich gehen Haluter auch Wandern und genießen touristische Erlebnisse. Als Freunde sehen die beiden einander trotzdem nicht. Doch im Abenteuerurlaub auf Zirkon erkennt Tolot einen Vorläufer der Haluter-Pest, die nun mein gesamtes Volk auszulöschen droht. Erstens aus komplizierten biologischen Erwägungen, und zweitens, weil dort alles inszeniert war und er immer mejr den Eindruck gewinnt, dass auch die aktuellen Ereignisse inszeniert sind. Doch zu welchem Zweck?

Sawru Maudh als enger Vertrauter von Gaumarol da Bostich hat sich meist in dessen Nähe aufgehalten. Seine Verbindung zu Lotho Keraete und Adam von Aures sieht er als entscheidenden Fehler, er ist misstrauisch. Nun, in der Folge kommt es zu Auseinandersetzungen mit dem Aggregat Etain, bei denen der Sterbende sie rettet. Es gibt ausgiebige Diskussionen über Bostichs Ermordung und anderer mehr.

Atlan erfährt Neues: Bostich hat seinen Zellaktivator zu einer bestimmten Bedingung erhalten, die Lotho Keraete dnun eingefordert hat. Der Wortlaut war: »Es wird die Zeit kommen, da du mir eine große Hilfe sein wirst! Doch du wirst auch einen hohen Preis zu zahlen haben, denn nicht alle Träume lassen sich realisieren – und manche von ihnen entspringen nur der Hybris.« Tamareil kann Etain beeinflussen, das Aggregat wird redselig. Und so erfährt der Unsterbliche von den Träumen einer künstlichen Intelligenz, von einer neuen Evolutionstheorie, in der er in der Klasse der Dinosaurier läuft und Tolot überflüssig ist.

Atlan und Tolot wollen, dass diese schrecklich schöne Familie verschwindet.Die Energiezellen ihrer SERUNS sind fast erschöpft. Trotzdem wollen sie herausfinden, was die Diener Keraetes wirklich suchen, und sie finden den verschwundenen Mond Despina. Er zehrt ähnlich an ihnen wie der Weltenbrand. Seltsamerweise finden sie an dieser Stelle Leben, winzige dunkle Punkte auf dem Eis. Atlan hebt eine Handvoll verharschten Schnees auf; erkennt im Analysefeld seines Multikoms winzige, maximal einen Millimeter große Geschöpfe, bizarr und fremdartig.

Die beiden verlassen den Planeten, kehren zum Atmosphäretaucher und dann zur DAELLIAN zurück. Dort ist immer noch alles gereizt, und die Diskussion mit Hekéner Sharoun.macht die Stimmung nicht besser. Sofort stürzen sich die Wisenschaftler auf die winzigen Lebewesen. Von der FLORENCE LAMAR gibt es immer noch keine Spur.

NATHAN schickt ihnen seine Tochter. YLA wirkt fast so bizarr wie die gefundenen kleinen Lebensformen: Sie scheint wie aus den Scherben eines Spiegels zusammengesetzt, in dem sich eine schöne, dunkelhaarige Frau spiegelt. Sie besteht aus mikroskopisch kleinen Bauteilen, die sich zu einem Holoprojektor mit einem Konnektor zusammensetzen können.

Icho Tolot hat sich ins Observatorium zurückgezogen, um seiner Trauer Raum zu geben. Atlan spricht mit ihm. Sie werden unterbrochen, weil sich hochqualifizierte Wissenschaftler unter Einfluss des Weltenbrands Fehler machen. Warum schalten sie keine nur einseitig nutzbare Strukturlücke in ihre Schirme? Die winzigen Lebewesen haben sich stark vermehrt. Dann beginnen sie zu wachsen … und sie brechen aus.

Mit YLA diskutiert Atlan derweil, ob der anwesende Kunstplanet der wahre Wanderer ist. Eine müßige Frage für sie: Wenn eine Mutter eineiige Drillinge bekommt, ist die Frage nicht sinnvoll, welches der drei Kinder das wahre Kind ist. Alle drei sind es. Aber Atlan erkennt im anwesenden Wanderer nicht die Kunstwelt, auf der er ES nach dessen Trennung von TALIN jahrelang unterstützt und viele Bewusstseine auf spezifische Art und Weise therapiert hat. Ist Despina so etwas wie dieser Wanderer, nämlich eine Stütze, eine Fassung, der Teil eines Sicherheitskonzeptes. Der Kunstplanet hat die Eiris-Kehre nicht verhindert. Ist es möglich, dass die Kunstwelt missbraucht wurde?

Zum Ende des Romans summt das Multikom. Die Roboter haben die eingeschleppten Kreaturen, die sich vermehrten und dann auf Hundegröße wuchsen, in den Wartungsschächten gefunden, die Sektion wurde abgeschottet. Das Schiff wird durchsucht. Und eine gute Nachricht trifft ein: Reginald Bulls Team hat den TERRANOVA-Schirm geöffnet. In vierzehn Stunden wird das Licht der Sterne erneut die Erde erreichen.

To be continued ...
DORGON http://www.dorgon.net/

Meine PERRY RHODAN-Besprechungen und Miniserien-Interviews auf dem Geisterspiegel.
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Elena
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Wohnort: Ein kuscheliges Körbchen
Danke für den interessanten Spoilerl. Hoffen wir mal das Beste!
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham


Ich bin wie ich bin - Wise Guys

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ParaMag
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Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
Dank für den Spoiler. :st:

Ein absolut lesenswertes Teil! Es geht weiter, endlich! Sehr viel Platz um zu spekulieren.
Es könnte ein Startpunkt für die weitere Entwicklung des Lebens gesetzt sein. Wobei mir Selektion, Art und Weise des WIE doch sehr suspekt vorkommen. Schätze mal das Trio Infernale in Atlan wirds' in CETUS richten.
Das entstandene Gewürm sehe ich mal als Nebenwirkung der eingesetzten Biophoren an.
Aures ist endlich Auffindbar, ob es jetzt oder erst ab 3000 Thema wird?
So kann es weitergehen!
Was auch immer Du gerade denkst - schon ist es wieder vorbei.
Kodo Sawaki (Zen Meister)
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Macca
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Prima Spoiler :st:
Vielen Dank!!
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Kritikaster
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Was bedeutet es, wenn ich die Zeit, die ich dafür geplant hatte, den neuen Roman zu lesen, lieber erst mit Gartenarbeit und dann auch noch mit fernsehen unterbreche?
Bin ich reif für eine Perry-Pause?
Oder war der Roman wirklich so langweilig und uninspiriert geschrieben?
Er hat mich jedenfalls an keiner Stelle gepackt oder auch nur berührt. Ich hatte stattdessen immer wieder das Gefühl, dass ich das doch kenne. Bis hin zu dem Punkt, dass ich dachte, das ist doch nur von irgendwo abgeschrieben. Wie immer, wenn mir solch ein Roman begegnet, denke ich dann, dass der Autor wohl unter enormem Zeitdruck stand und alle Mittel ausgeschöpft hat, die erforderliche Seitenzahl schnelllstmöglich zusammenzukratzen. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Wenn es anders war – um so schlimmer.
Oder liegt es doch an meiner Stimmung und ich kann momentan einfach mit der Serie nicht viel anfangen? Mal nächste Woche drauf achten. 8-)
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Yman
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Kritikaster hat geschrieben:Was bedeutet es, wenn ich die Zeit, die ich dafür geplant hatte, den neuen Roman zu lesen, lieber erst mit Gartenarbeit und dann auch noch mit fernsehen unterbreche?
Bin ich reif für eine Perry-Pause?
Oder war der Roman wirklich so langweilig und uninspiriert geschrieben?
Er hat mich jedenfalls an keiner Stelle gepackt oder auch nur berührt.


Ich bin nicht sicher, ob es wirklich am Roman liegt. Das Sterben der Haluter z.B. finde ich nicht langweilig oder nicht berührend.

Wann gab es zuletzt zwei Romane hintereinander, die dir gut gefallen haben?
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RolfK
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Was sich Wanderer bis auf 100.000 km nähert, wird zerstört oder verschwindet. Wanderer schwebt in der Neptun-Athmosphäre. Neptun hat einen Durchmesser von 50.000 km. Der Athmosphärentaucher mit Atlan und Tolot navigiert in der Neptun-Athmosphäre.
Ergo: Atlan und Tolot werden vernichtet oder verschwinden. Aber nein!

Muss man das verstehen?
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AARN MUNRO
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Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Danke für den schönen Spoiler. Bin jetzt auch fertig mit dem Band. Vom Erzählfluss und der Hanlung, der Umgebung und dem Ambiente hat er mir gut gefallen
Allerdings sind sieben logische oder gegen den Kanon verstoßende Fehler drin. Die liste ich mal am Mo, falls sie nicht von anderen Foristen bemerkt und kommentiert wurden. Bin jetzt, am Sa um 15.00 Uhr, zu fertig und müde nach der Arbeit dazu.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
Gute SF-Schreibe ist außenbetont: behaviouristisch
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Grauleben
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Wow, sogar mit Ultimatum Deadline, du machst es aber spannend *g*.

Ich muss erst noch los und ihn überhaupt kaufen.
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Grauleben
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Au weia, jetzt hat sogar schon der Herr Kreis die Geduld verloren. Schrecklich.
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Troll Incorporation
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Der Einschub mit dem "Haluter-Urlaub" hab mich total aus dem Lesefluss gebracht ...
Vielleicht habe ich auch nur den versteckten Sinn dahinter nicht verstanden.
http://www.dieterbohn.eu - bohn to be wild
Die 2. Storysammlung: sefer chajim - und andere böse Geschichten (als Buch & eBook) von Dieter Bohn
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wepe
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Früher hat "das Monster der Woche" :D die Zeilen gefüllt, heute sind es Erinnerungsgeschichten aus dem Urlaub. Nett daran fand ich, dass es mal nicht Atlan war, sondern Tolot sein Döneken erzählen durfte. Ich denke, es sollte uns nur die Figur des Haluter-Redshirts näherbringen.
(m)ein schönes Hobby: https://www.mercatorsnachbarn.de
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Kardec
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Kritikaster hat geschrieben:.........Oder war der Roman wirklich so langweilig und uninspiriert geschrieben?

.........hatte stattdessen immer wieder das Gefühl, dass ich das doch kenne. Bis hin zu dem Punkt, dass ich dachte, das ist doch nur von irgendwo abgeschrieben. Wie immer, wenn mir solch ein Roman begegnet, denke ich dann, dass der Autor wohl unter enormem Zeitdruck stand und alle Mittel ausgeschöpft hat, die erforderliche Seitenzahl schnelllstmöglich zusammenzukratzen..................

Hatte auch einen vergleichbaren Eindruck. Denke UA hat sich beim Neptuntieftauchen ein wenig verzettelt und dann die Vorgaben "abgearbeitet".
Angesichts der in den Vorromanen beschriebenen Situaton im Solsystem fand ich YLAs Auftauchen, samt ein paar hingeschmissenen Sätzen, unmotiviert.

Finde abe deine Bermerkung zum "Abschreiben" ein wenig unfair.
PR ist Auftragsliteratur. Selbstverfreilicht haben wir vieles schon in abgeändeter Form gelesen.
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Oceanlover
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Troll Incorporation hat geschrieben:Der Einschub mit dem "Haluter-Urlaub" hab mich total aus dem Lesefluss gebracht ...


Mich nicht. Wahrscheinlich ahnte ich schon sowas. Ich hab deshalb das Kapitel sofort überblättert und ohne das Gefühl zu haben, dass mir was Wichtiges entgangen ist, weitergelesen. :)

Im letzten Roman von Michelle Stern gab es auch so ein Kapitel, Nr. 5, die Logo-Oase Vergangenheit. Hab ich auch nur quergelesen, weil handlungstechnisch nicht relevant. Die Geschmäcker sind sicher unterschiedlich, aber für mich sind solche Einschübe Spannungskiller. Ausnahme, die Handlung ist von Figuren, die wichtig sind und uns noch länger begleiten.
Nette Grüße
Oceanlover
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Kritikaster
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Kardec hat geschrieben:Finde abe deine Bermerkung zum "Abschreiben" ein wenig unfair.
PR ist Auftragsliteratur. Selbstverfreilicht haben wir vieles schon in abgeändeter Form gelesen.

Dabei meine ich das nicht wirklich negativ. Es dient nur dazu, den Eindruck zu illustrieren, den ich hatte.
Ich bin sicher, dass viele Autoren schon abgeschrieben haben. Schon allein, um keine Fehler reinzubauen. Dann findet man die Exposevorgaben zu einzelnen Figuren oder Phänomenen immer wieder wortgleich in den Texten. War früher übrigens sehr viel verbreiteter. Und kann tatsächlich auch sehr sinnvoll sein. Dann hat Etain eben weiße Haut und Haare und keiner kommt auf die Idee, ihm noch eine Schönheitswarze am Kinn anzudichten, nach der die Leser dann spätestens beim übernächsten Mal fragen würden, wenn ein Autor schreibt, der diese Variation gar nicht gelesen hat.
Soweit alles gut. Aber Atlans Ritt auf Tolot kann man wie beabsichtigt zwar als Erinnerungsgemengelage durch den Weltenbrand betrachten oder eben auch als altbekannt und langweilig. Und so wirkte es eben auf mich. 8-)
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Kritikaster
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Yman hat geschrieben:Wann gab es zuletzt zwei Romane hintereinander, die dir gut gefallen haben?

Wäre das ein Indikator für irgendwas? Und warum? 8-)
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Yman
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Kritikaster hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Wann gab es zuletzt zwei Romane hintereinander, die dir gut gefallen haben?

Wäre das ein Indikator für irgendwas? Und warum? 8-)


Ich dachte, du kennst dich aus mit Küchenpsychologie und wüsstest, was ich meine. ;) Wenn es lange her ist, dass dir mal zwei Romane hintereinander gefallen haben, könnte es sein, dass dir die Serie ganz allgemein nicht mehr so gut gefällt wie früher. Und vielleicht würde eine kleine Pause helfen. Ich denke, dass du vieles sehr schnell durchschaust, z.B. wenn ein Autor in seinem Roman mehr Routine (im Abarbeiten eines Exposés) als Kreativität an den Tag legt.
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heppen shemir
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Alexandra hat geschrieben:Maudh und Tolot erinnern sich lebhaft und ausgiebig an gemeinsame Reiseerlebnisse auf Zirkon. Schließlich gehen Haluter auch Wandern und genießen touristische Erlebnisse. Als Freunde sehen die beiden einander trotzdem nicht. Doch im Abenteuerurlaub auf Zirkon erkennt Tolot einen Vorläufer der Haluter-Pest, die nun mein gesamtes Volk auszulöschen droht. Erstens aus komplizierten biologischen Erwägungen, und zweitens, weil dort alles inszeniert war und er immer mejr den Eindruck gewinnt, dass auch die aktuellen Ereignisse inszeniert sind. Doch zu welchem Zweck?


das ist für mich die zentrale frage des romans.

immerhin macht tolot eine eingrenzung, welche der aktuellen ereignisse er für inszeniert hält. zumindest den anfang betreffend:

"Es (gemeint ist die Pauschalreise) war ein spannendes Schauspiel. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass auch das, was wir grade erleben, inszeniert ist, vom Absturz der GOS'TUSSAN bis hin zu ..." Tolot verstummte. Aber nun wusste ich, worauf er hinauswollte.

der abgang von bostichs flaggschiff wäre dann schon teil der inszenierung gewesen.
angelockt wurden atlan und tolot vom "notruf" sawru maudhs, dem vemutlich engsten vertrauten bostichs.
maudh hat aber gar kein interesse an einer "rettung", er weiss, dass er sowieso sterben wird.
seine aussage "Ich hatte gehofft, Sie würden allein kommen." legt auch nahe, dass er tatsächlich gezielt tolot herbeilocken wollte.

schienbar zufällige "neben"ergebnisse des ausflugs nach neptun waren:

die begegnung mit der schönen familie, und darüber schliesslich die entdeckung des despina phänomens...

wer käme da in frage, als inszenierer ?

wegen GOS'TUSSAN und maudh wäre mein erster verdacht hier bostich.
dem hatte ich ja im nebenthread schon posthum einen (kleinen) heiligenschein verpasst.
hat er hier nochmal "unserer seite" unter die arme greifen wollen?
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Yman
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Oceanlover hat geschrieben:Im letzten Roman von Michelle Stern gab es auch so ein Kapitel, Nr. 5, die Logo-Oase Vergangenheit. Hab ich auch nur quergelesen, weil handlungstechnisch nicht relevant. Die Geschmäcker sind sicher unterschiedlich, aber für mich sind solche Einschübe Spannungskiller.


Für mich normalerweise auch, aber zwei Haluter im Urlaub finde ich dann doch interessant genug.

heppen shemir hat geschrieben:
Alexandra hat geschrieben:Maudh und Tolot erinnern sich lebhaft und ausgiebig an gemeinsame Reiseerlebnisse auf Zirkon. Schließlich gehen Haluter auch Wandern und genießen touristische Erlebnisse. Als Freunde sehen die beiden einander trotzdem nicht. Doch im Abenteuerurlaub auf Zirkon erkennt Tolot einen Vorläufer der Haluter-Pest, die nun mein gesamtes Volk auszulöschen droht. Erstens aus komplizierten biologischen Erwägungen, und zweitens, weil dort alles inszeniert war und er immer mejr den Eindruck gewinnt, dass auch die aktuellen Ereignisse inszeniert sind. Doch zu welchem Zweck?


das ist für mich die zentrale frage des romans.


Ich bin nicht sicher, dass es etwas zu bedeuten hat, es könnte auch einfach nur ein roter Hering für die Leser sein. Ansonsten denke ich, geht es wirklich vorrangig um die Haluter und ihr rätselhaftes Sterben, das schon lange vor dem Weltenbrand begann.

Es mag sein, dass ES noch für einiges verantwortlich ist, aber im Vordergrund stehen ganz klar AvA und Lotho mit seiner schönen Familie. Meine ganz einfache erste Idee war, dass es darum ging, diese gefährliche Lebensform an Bord der MS DAELLIAN einzuschleusen.

Was die schöne Familie mit Tolot vorhatte, der vielleicht in eine Falle gelockt werden sollte, ist nicht klar. Wenn es stimmt, was das Aggregat andeutete, sollte Tolot auf Neptun sterben.

Klar ist nur, dass AvA, Lotho und die Familie offenbar das Leben in der Lokalen Gruppe durch postbiologisches Leben ersetzen wollen. Dass passt, denn sowohl AvA, Lotho und das Aggregat sind keine normalen Lebenwesen. AvA scheint aus Nanogenten zu bestehen, von Lotho ist nur noch das Gehirn übrig, und das Aggregat scheint auch künstlich zu sein, sehr kalt jedenfalls.

Eine Frage, die sich mir noch aufdrängt, ist, welchen Platz AvA, Lotho und das Aggregat in der postbiologischen Zukunft für sich sehen. Ich glaube, dass die auf eigene Faust arbeiten und nicht einen Plan von ES oder sonst jemandem ausführen. Und eine andere Frage ist, ob AvA, Lotho und das Aggregat gegen den Weltenbrand immun sind.

Ist irgendjemandem aufgefallen, wie Haluter auf den Weltenbrand reagieren und ob sie vielleicht immun sein könnten? Steht ihre Krankheit in irgendeinem Zusammenhang mit dem Weltenbrand oder dem Handeln von AvA?
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Ce Rhioton
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AARN MUNRO hat geschrieben:Allerdings sind sieben logische oder gegen den Kanon verstoßende Fehler drin.


Sieben? Ich zähle lediglich fünf. :unsure:
Davon abgesehen ist Kanon, wie wir wissen, was in den Heften steht.

Früher war mehr Kanon

Routinierter Roman. 4/3/3
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Yman
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Ce Rhioton hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:Allerdings sind sieben logische oder gegen den Kanon verstoßende Fehler drin.


Sieben? Ich zähle lediglich fünf. :unsure:
Davon abgesehen ist Kanon, wie wir wissen, was in den Heften steht.

Früher war mehr Kanon

Routinierter Roman. 4/3/3


Mir sind keine Kanon-Fehler aufgefallen, abgesehen von den zu kurzen Laufärmchen auf dem Titelbild.
Welche sind es denn?
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Alexandra
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Wohnort: Donnersbergkreis
@Heppen Shemir @Yman @Oceanlover
Bei diesem Ferienkapitel fühlte ich mich wie in einem Vandemaan-Roman, und von denen schreibe ich ungern die Spoiler, weil ihre fiktionale Wirklichkeit immer poröser wird, je tiefer man kommt, alles hat Verweischarakter.
Diese Dopplung, dass auch Michelle ein eingeschobenes Kapitel mit Remineszenzen hat, könnte natürlich damit gekoppelt sein, könnte aber auch nur ähnlich aufgebaute Folgeromane eingängiger rüberkommen lassen.
DORGON http://www.dorgon.net/

Meine PERRY RHODAN-Besprechungen und Miniserien-Interviews auf dem Geisterspiegel.
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Alexandra
Kosmokrat
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Yman hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben: Kanon-Fehler

Der Kanon wurde seit 2700 in großem Umfang umgeschrieben. Der neue ist nicht der alte, sozusagen.
DORGON http://www.dorgon.net/

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Elena
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RolfK hat geschrieben:Was sich Wanderer bis auf 100.000 km nähert, wird zerstört oder verschwindet. Wanderer schwebt in der Neptun-Athmosphäre. Neptun hat einen Durchmesser von 50.000 km. Der Athmosphärentaucher mit Atlan und Tolot navigiert in der Neptun-Athmosphäre.
Ergo: Atlan und Tolot werden vernichtet oder verschwinden. Aber nein!

Muss man das verstehen?


Da gibts ja eigentlich - nach meiner Meinung - nur zwei Möglichkeiten. Entweder hat da jemand nicht aufgepasst oder das hat eine ganz bestimmte Bedeutung, dass die beiden es eben doch können.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
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Elena
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wepe hat geschrieben:Früher hat "das Monster der Woche" :D die Zeilen gefüllt, heute sind es Erinnerungsgeschichten aus dem Urlaub. Nett daran fand ich, dass es mal nicht Atlan war, sondern Tolot sein Döneken erzählen durfte. Ich denke, es sollte uns nur die Figur des Haluter-Redshirts näherbringen.


Und ich glaube, dass es darum ging, dass Tolot aufgrund dieser Erzählungen etwas auffiel, was möglicherweise zur Aufklärung und vielleicht sogar Heilung der Haluterpest dienen könnte.
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