Spoiler 2982: Die Vernichtungsvariable, von Kai Hirdt

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Moonbiker
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Dunkle Geburt hat geschrieben:
R.B. hat geschrieben:Dihydrogenmonoxid.


Ohne jetzt allzusehr spoilern zu wollen, aber so richtig neu ist der Scherz nun auch nicht mehr:


Stimmt.
Erstmals 1989........

https://de.wikipedia.org/wiki/Dihydrogenmonoxid

Günther
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jogo
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Hach... das hatten wir schon im LK Chemie 79 zum Besten gegeben.
Ist und bleibt aber richtig gut!
Denken ist wie googeln - nur krasser.
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2008
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Also mir hat das Heftl extrem gut gefallen.
Vor allem diverseste Personen in ihrer leichten Uberforderung.
Und ja, ich leb jetzt wieder. :devil:
Noch 1627 Heftln um die EA Lücken zu schließen.
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Verkutzon
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So sehr ich die Idee mit der Algorithmischen Republik skurril und witzig finde, das Heft hat mir nicht gefallen. Vielleicht war es auch ein „Silo-Heft“ zu viel des Guten. Nicht überzeugend auch die Szene, als Sichu das Schiff von Taraval abschiesst. Der Satz: Ausgerechnet Dorksteiger? Sie hatte mitten während laufender Verhandlungen geschossen? (Seite 51) negiert den Sinn der Verfolgungsjagd; nämlich Taraval an der Zündung der Minen zu hindern. Atlan und Florence sind überrascht und Sichu muss sich eine halbe Seite lang rechtfertigen (rechte Spalte). Diese Szene ist vollkommen absurd, da Atlan und Hornigold mit eben diesem Ziel (Taraval an der Vernichtung des Mondes zu hindern) die Verfolgung aufgenommen haben...
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
William Voltz - Das Ende der Wächter
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Kai Hirdt
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Verkutzon hat geschrieben:Diese Szene ist vollkommen absurd, da Atlan und Hornigold mit eben diesem Ziel (Taraval an der Vernichtung des Mondes zu hindern) die Verfolgung aufgenommen haben...


??? Noch nie in einer Situation gewesen, wo du noch zu verhandeln versuchst und feststellen musst, dass jemand anders währenddessen Fakten schafft? Zumal sich gleich darauf herausstellt, dass Atlans und Hornigolds Ansatz sowieso gescheitert wäre?
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Verkutzon
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Kai Hirdt hat geschrieben:??? Noch nie in einer Situation gewesen, wo du noch zu verhandeln versuchst und feststellen musst, dass jemand anders währenddessen Fakten schafft?


Lass meine Frau aus dem Spiel! :lol:
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
William Voltz - Das Ende der Wächter
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lichtman
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Macca hat geschrieben:...
Jetzt in Band 2982: Die Reisegruppe Atlan hat den Standort des vierten Eiris-Silos lokalisiert:

Die MOMMY BONNY war in den Hangar der RAS TSCHUBAI zurückgekehrt und hatte dort die ANNE wieder ausgeschleust, ... Für die Korvette war also alles wieder beim Alten, ...
Fitz Klem war der sehnsüchtige Blick nicht entgangen, den Florence Hornigold der Korvette beim Abschied zugeworfen hatte.


Korvetten sind eine Weiterentwicklung der Kaulquappen - mit 60 m Durchmesser.

Erstaunlich dass die 60 m durchmessende Korvette MOMMY BONNY eine Laurin-Jet - 34 m Durchmesser und wg Paratron-Konverter 30 m hoch - einschleusen kann.
Florence Hornigold bringt noch einige Toshruden nach Hause. Dass sie danach mit der ANNE BONNY einfach verduftet, hat Atlan in seine Gleichungen einberechnet. [/spoiler]

Eine Laurin-Jet ist ein ziemlich unpraktisches "Geschenk" - hochspezialisiert für getarnte geheime Kommandoaktionen mit einem PAROS-Wandler der Hyperkristalle verbrennt.

Mit der Korvette MOMMY BONNY - aber da stört die Besatzung - oder einer normalen Space-Jet der ROMULUS-Klasse oder der VENUS-Klasse mit einem Durchmesser von 54 m wäre Florence Hornigold besser bedient gewesen.

manfred
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Raktajino
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Bei PS = Power setzt halt die Vernunft aus. Da macht es keinen Unterschied mehr ob Mann oder Frau. :D
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RolfK
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Insgesamt hat mir das Heft gut gefallen; insbesondere die Schilderung der Toshruden-Zivilisation fand ich sehr gelungen.Einen Wermutstropfen hatte das Heft für mich: Die Schilderung des Geschehens im All ist mit den Gegebenheiten des Perryversums nicht in Einklang zu bringen.
Weder können Schiffe der Toshruden Tarvavals Schiff stellen und zur Landung zwingen, noch kann Tarvavals Schiff vor den Kanonen der RAS minen legen.
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halut
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Kai Hirdt hat geschrieben:
Verkutzon hat geschrieben:Diese Szene ist vollkommen absurd, da Atlan und Hornigold mit eben diesem Ziel (Taraval an der Vernichtung des Mondes zu hindern) die Verfolgung aufgenommen haben...


??? Noch nie in einer Situation gewesen, wo du noch zu verhandeln versuchst und feststellen musst, dass jemand anders währenddessen Fakten schafft? Zumal sich gleich darauf herausstellt, dass Atlans und Hornigolds Ansatz sowieso gescheitert wäre?


Nein, nicht wenn mir jemand schaden will.

Wie mir ein Feldwebel erzählte: „Ich warte nicht auf ‚Feuern’, ich schieße schon bei ‚F’, damit ich schneller bin als der andere.”
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Laurin
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RolfK hat geschrieben:... Weder können Schiffe der Toshruden Tarvavals Schiff stellen und zur Landung zwingen, noch kann Tarvavals Schiff vor den Kanonen der RAS minen legen.

Die Verfolgung von Taravals Schiff mittels Laurin-Jet fand ich auch etwas seltsam, da die RT gerade 12km über der ganzen Szenerie schwebte, so weit ich mich erinnere - und eigentlich nur hätte abdrücken brauchen. Es sei denn, das Schiff der Karrhae wäre schon auf der anderen Mondseite angelangt ... aber however, fand ich jetzt nicht so tragisch.

Der Roman hat mir gut gefallen, und auch die Rechenrepublik war doch mal ein toller Einfall. :)
Hier meine Summary.
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AARN MUNRO
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R.B. xchreibt: Dihydrogenmonoxid. Auf so eine Idee muss man auch erst mal kommen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich nicht zum Schriftsteller tauge. Was für ein Wort,

Ich muss Sich leider enttäuschen. Leo Lukas hat das schon einmal verwendet ... und ich selbst des Öfteren in Fanstories.Gerade erst jüngst (s. Fan-Story-Thread).Das ist ein alter Hut als Gag-Begriff ... mit Bart. Aber dennoch immer wieder nett zu lesen. :D
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
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R.B.
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AARN MUNRO hat geschrieben:Ich muss Sich leider enttäuschen. Leo Lukas hat das schon einmal verwendet ... und ich selbst des Öfteren in Fanstories.Gerade erst jüngst (s. Fan-Story-Thread).Das ist ein alter Hut als Gag-Begriff ... mit Bart. Aber dennoch immer wieder nett zu lesen. :D



Na ja, da ich ab und zu auch mal was anderes als Perry Rhodan lese und sowieso nicht alles behalten kann, kommt mir so Manches eben neu vor. Aber inzwischen habe ich kapiert, dass es ein alter Hut ist. Von mir aus auch mit Bart. Es gefällt mir aber trotzdem. Und so oft ist nun auch noch nicht vorgekommen..............
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.
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Oceanlover
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Humor, eine kleine Brise Satire (britisches Erbe und so... :D ), Spannung, Drama und dazu das interessante Konzept der Großen Gleichung - was will man mehr? Der Roman von Kai Hirth lag voll auf meiner Wellenlänge und hat Spaß gemacht. Somit Lob für die Silo - Dreierreihe in ihrer Diversität. Ist bei mir gut angekommen. Jetzt freue ich mich auf Kant. :)
Nette Grüße
Oceanlover
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jogo
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@R.B.: die Länge eines Bartes ist völlig egal. Hauptsache man kann lachen. Ich kann zum Beispiel immer wieder über die uralten Gags der Feuerzangenbowle lachen. Und nicht nur weil mein Schwiegervater auf das Gymnasium ging, in dem damals gedreht wurde.
Der Wasserspaß ist einfach toll.
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R.B.
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jogo hat geschrieben: Ich kann zum Beispiel immer wieder über die uralten Gags der Feuerzangenbowle lachen.
Genau. "Wat is en Dampfmaschin?" - wobei wir ja eigentlich schon beim Thema wären. Aber da stellen mer uns mal janz dumm....
:D :D :D


Ob eigentlich die von den Gemeni verteilten ZA's bei der eingesammelten Proto-Eiris noch eine Rolle spielen? Und wenn ja (oder auch, wenn nein), was passiert mit den Trägern?
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Raktajino
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Ein lieber Roman. :rolleyes:
So dass ein Zusatz wie Ähnlichkeiten mit wirklichen Verhältnissen und lebendigen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt, nicht nötig ist.
:unschuldig:
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AARN MUNRO
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Raktajino hat geschrieben:Ein lieber Roman. :rolleyes:
So dass ein Zusatz wie Ähnlichkeiten mit wirklichen Verhältnissen und lebendigen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt, nicht nötig ist.
:unschuldig:



Der ja ohnehin meist nur bei Krimis benötigt wird ...in der SF eher selten.*

* Es sei denn, man heißt Leo Lukas ... :D
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Raktajino
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In diese Richtung gingen auch meine Gedanken. :D
Die neuen Leiden der geknechteten Beamtenseele. :rolleyes:
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Goedda
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Dieser Roman schildert die Ereignisse um das letzte Eiris-Silo aus Klems Perspektive. Das ist mal eine Alternative zu den Atlan-Romanen, die üblicherweise aus Atlans Perspektive geschildert werden. Allerdings ich bin auch mit diesem Roman nicht so ganz warm geworden. Wie schon beim vorigen Roman hat mir etwas für Klem Typisches bei seinen Aktionen und Dialogen gefehlt. Es hätte mMn im Prinzip jede beliebige Person sein können, welche die Ereignisse schilderte, und ich hätte den Unterschied vermutlich nicht bemerkt. Und wenn ich beim Stichwort Dialoge bleibe, Klem hatte davon viel zu wenige im Roman. Ist Klem der eher stille Typ oder was?

Die Beschreibung der monotheistischen monomathematischen Kultur der Toshruden hingegen hat mir gefallen. Eine fast schon an Irrsinn grenzende Obsession mit der grossen Gleichung und die konsequente Anwendung dieser auf die Gesellschaft der Toshruden. Die Regeln sind zumindest klar, der Frieden und Wohlstand (für die meisten…) konnte während Jahrhunderten aufrechterhalten werden. Ob Fortschritt damit verhindert wurde, weiss, ich nicht, das lasse ich mal aussen vor. Und Andersdenke bzw. Probleme wurden kurzerhand auf die eine oder andere Weise entsorgt. Das sind sicher die Schattenseiten einer solchen Kultur. Auch gefallen hat mir die plausible Erklärung der Entstehung der algorithmischen Republik (traumatische, die Toshruden mehrmals beinahe an den Abgrund bringende Kriege) sowie das Scheitern dieser Kultur (die Gleichung in einem labilen und nicht stabilen Gleichgewicht in einem Universum, welches nur so von Leben [Störfaktor] wimmelt).

Weiterhin gefallen hat mir der Wächter dieses Silos, so kurz sein eigentlicher Auftritt auch war. Wieder ein Wächter mit einer ganz eigenen Persönlichkeit und einer eigenen Sichtweise der Dinge. Atlan und co. können sich bei keinem Wächter im Voraus sicher sein, dass sie die Eiris erhalten werden. Und das, obwohl sie sich als legitimierte Personen ausweisen können. Atlan wäre aber nicht Atlan, wenn er sich von so kleinen Hindernissen von seinem Ziel abbringen lassen würde. Was ich mich allerdings gefragt habe, ist, warum hat Atlan nicht den Wàchter um Hilfe gebeten, als die Zerstörung des Mondes und in Folge der Eiris drohte? Dieser hatte ja eingewilligt, die Eiris herauszugeben und konnte auch keine Interesse daran haben, dass sie einfach so zerstört würde. Und was noch interessant zu lesen gewesen wäre, was denn aus dem Silo und dem Wächter nach der Vernichtung des Mondes geschehen ist. Wird vielleicht noch in einem Nebensatz in einem der folgenden Roman erwähnt werden, ist aber auch nicht so wichtig. Der Wächter hat es ja selber gesagt: Er hat ausgedient. Das Silo und sein Wächter sind für den weiteren Verlauf nicht mehr relevant.

Fazit: Ein solider, gut geschriebener Roman von Kai Hirdt. Wie bei den meisten Romanen in letzter Zeit gibt es viele Details und Informationen zu interessanten Orten und Kulturen zu entdecken. Die Handlung macht Fortschritte, ein Gegenmittel gegen den Weltenbrand ist in Aussicht. Was eine Topwertung verhindert, ist halt die Tatsache, dass die Suche nach den Silos und die Bergung der Eiris eine repetitive Handlung war und dass mir persönlich die Ich-Erzählperspektive schon zusagt, die jeweiligen Ich-Charaktere mMn aber nicht wirklich scheinen konnten. Für das Erstere kann Kai nichts dafür, für das Letztere hingegen schon. Eine verpasste Chance, Klem mehr Profil zu geben...
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Mr Frost
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Der beste der "Silo"-Romane. Kai Hirdt schreibt schon klasse!
Es gelingt ihm entgegengesetzt zu den Autorinnen der Vorgängerbände Klem eben nicht als Statisten darzustellen. Im Gegenteil: alle Nebenfiguren werden ausreichend und fair in die Handlung eingebracht und bleiben eigenständig und interessant! Und Herr Hirdt läßt sie wirklich ""lebendig" sein. So geht das!

Auch wenn das Szenario nunmehr im Ablauf zu erwarten war, so gelingt es dem Autor dennoch, eine wirklich interessante Welt und Gesellschaft darzustellen.
Schön fand ich auch die wirklich unerwarteten Wendungen: Sichu (!) schießt Taraval ab. Erste Überraschung. Genau dies nützt aber nichts mehr. Zweite Überraschung. Der Sproß opfert sich, um die Eiris zu retten. Dritte Überraschung.

Ich habe einfach große Freude an diesem Roman gehabt und würde gerne mehr von Herrn Hirdt lesen (auch gerne mal außerhalb des PR-Universum). Als Teamautor ist er weiterhin einer sehr große Bereicherung!

Meine Wertung: 2/2/2.

P.S.: Unnötig war für mich die Zauberwirkung der Eiris auf die RAS TSCHUBAI. Wie praktisch...
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Goedda
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Mr Frost hat geschrieben:P.S.: Unnötig war für mich die Zauberwirkung der Eiris auf die RAS TSCHUBAI. Wie praktisch...

Ich denke einfach, dass die Expokraten/Autoren nicht mehr unbedingt Alkoven-Flüge beschreiben wollen.

Es "erhebt" die RAS auch irgendwie. Ein bisschen so wie damals die SOL mit ihrer Carit-Beschichtung, die eine Rolle bei der Entstehung des Wanderers spielte und deren Hülle sich dabei in Solonium umwandelte, so haben wir nun die RAS mit einer mit Salkrit dotierten Hülle, die sich mit Hilfe der Eiris in etwas Anderes umwandelte und vielleicht noch eine Rolle spielen wird bei der Löschung des Weltenbrandes...?
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nanograinger
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Goedda hat geschrieben:...
Es "erhebt" die RAS auch irgendwie. Ein bisschen so wie damals die SOL mit ihrer Carit-Beschichtung, die eine Rolle bei der Entstehung des Wanderers spielte und deren Hülle sich dabei in Solonium umwandelte, so haben wir nun die RAS mit einer mit Salkrit dotierten Hülle, die sich mit Hilfe der Eiris in etwas Anderes umwandelte und vielleicht noch eine Rolle spielen wird bei der Löschung des Weltenbrandes...?

Der Vergleich mit dem Carit/Solonium der SOL ist sehr treffend. :st:
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Mr Frost
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Goedda hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:P.S.: Unnötig war für mich die Zauberwirkung der Eiris auf die RAS TSCHUBAI. Wie praktisch...

Ich denke einfach, dass die Expokraten/Autoren nicht mehr unbedingt Alkoven-Flüge beschreiben wollen.
(...)

Das denke ich auch. Und hab nix gegen diese Absicht. Denn ich habe die Alkoven nie gemocht. Sehr klaustrophobisches Reiseerlebnis vermutlich.

Mir hätte es alternativ besser gefallen, wenn man vor 10-20 (oder mehr) Bänden gesagt hätte, "unsere Wissenschaftler arbeiten dran". Und dann nach einer angemessenen Entwicklungszeit wird auch was gefunden. Gerne auch durch Frau Dorksteiger. Wenn das zu bergende Gut gleich noch einen sehr passenden Effekt am Transportraumschiff verursacht, finde ich es ein bisschen "zufällig". Im wahrsten Sinne des Wortes. Es fällt den Terranern einfach zu. Sie erarbeiten es sich nicht selbst und blieben passiv oder erfolglos. Und letzteres ist irgendwie weniger befriedigend...(für mich)...auch wenn es nicht unrealistisch wäre...
Und ja. Der Vergleich mit dem Solonium/ Carit ist selbstverständlich passend...
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Goedda
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Ich konnte ja die Idee der Expokraten/Autoren durchaus verstehen, Fernreisen einzuschränken. Aber dazu hätte es nicht unbedingt der tödlichen Strahlung und der Suspensionstechnologie bedurft mMn. Die Menge an Salkrit*, die für die Dotierung der Hülle und den Antrieb benötigt wird, hätte mMn völlig als Begründung für die Einzigartigkeit der RAS gereicht.
Wie dem auch sei, nun können wir uns auf Fernreisen freuen, ohne dass die Besatzung die ganze Reise verpennt oder dass sich die unwahrscheinlichsten Zufälle bei den geplanten Stopps ereignen (müssen). :st:

*OT: Wann hören wir endlich wieder was von der Charon-Wolke?
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