Spoiler 2983: Kants letztes Kunstwerk, von CM

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Alexandra
Kosmokrat
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Wohnort: Donnersbergkreis
Senator heißt der krabbenfüßige Roboter von Asherman Kant, der als Kunsthändler auf Lepso lebt, gerade so weit im Zwielicht, wie es in der dortigen Gesellschaft vertretbar ist. Aber er lebt zwei Leben, und so ist er zugleich er Auftragskiller, der seine Morde als Kunstwerke versteht und sich perfektionieren möchte.
Deshalb interessiert ihn das Angebot von John C. Sheldon, offensichtlich Träger eines falschen Namens, denn wer heißt schon nach einem führenden Besatzungsmitglied der CREST III? Sein Angebot einer Mikropole, einer durch irrwitzig starke Lupen en detail betrachbare Mini-Stadt, ist für Kant interessant, und vollends zum Anliegen wird ihm der perfekte Mord nach der Bekanntschaft mit der Lady, die dem Bettler ein Almosen gibt, denn nun möchte er selbst die für sie perfekte Todesart finden.

Kants Weg führt uns durch das Lepso des Weltenbrands, in dem die unerträgliche Überreizung aller Sinne den Alltag prägt, und bringt uns in Kontakt mit vielen seiner Bewohner. Die Prominenz taucht erst ganz spät auf, und wird sein vom Streben nach dem Tod geprägtes Leben beenden.

Passend zur Anlage der Hauptperson ist hinter dem Expokraten der Krimiautor Montillon zum Vorschein gekommen. Deshalb rät die Spoilerantin sehr dringend von der Lektüre des Spoilers ab, weil Vorkenntnisse bei klassischem Thrilleraufbau halt nicht so wirklich zur Förderung der Lesefreude beitragen.

Hier also der Ablauf:
Spoiler:
Wie gesagt: Kant, Senator, Lepso, einige Wochen nach dem Ausbruch des Weltenbrands.
In Orbana, Lepsos Hauptstadt, ist man darauf versessen, so weiterzumachen wie zuvor: Orgiengleiter fliegen an Kants in 600 Metern Höhe liegender Wohnung vorbei, man feiert, obwohl all das furchtbar schmerzen muss, weil sämtliche Sinne hypersensibel geworden sind.

Am ersten Tag des Weltenbrands hat Kant eine Mikropole erworben. Beim Hindurchschauen sieht er ein Mädchen auf der Schulter eines Haluters, und das erinnert ihn an die Präkaralon-Klinik für Orphane Krankheiten, zu der er sich begibt, um die kleine, sterbende Yiilüsh zu besuchen. Er ist lieb zu der kleinen Gataserin, füttert sie, fragt sich, was sie vor sich sieht. Chefmediker Boulter schätzt ihn nicht jedoch vor allem wegen der üppigen finanziellen Zuwendungen, die er sich unter anderem eine Körperkopieprothese kosten lässt, einen Klonkörper ohne Gehirn, der in einem Tank lebt. Was man als reicher Kunsthändler halt so tut.

Der potenzielle Auftraggeber, der ihn kontaktiert hat, trifft erst sein Roboter. Beim Marsch durch einen Bambuswald gewinnt der per Holoprojektion zuschauende Kant den Eindruck, Sheldon sei ein hochrangiger Militär. Das Angebot einer Mikropole der Stadt der Käferpiraten von Lashat lässt ihn den Atem anhalten.

Das zweite Treffen des Roboters mit Sheldon findet in einer Antigrav-Bar statt, deren Einrichtung 60 Meter über Bodenniveau schwebt. Wegen des neuen Runs auf die Reizarmut ist die Bar »in«, und das teuerste Getränk, der Ekpy, ist gefärbtes, lauwarmes Wasser. Der Kunde spricht über Kants Ehrenkodex – kein Diebstahl, keine Kinder – hat die Mikropole dabei, und sie ist echt. So gibt sich der in Sichtweite anwesende Kant zu erkennen. Er wittert die Chance, sein Meisterwerk zu erschaffen. Und die Jagd geht los.

Die Zielperson, die er alsbald die Lady nennt, trägt einen in sie eingeschmuggelten Hyperimpulsgeber mit einer Reichweite von 40 Metern, der alle 13,7 Sekunden einen Hyperimpuls ständig wechselnder Frequenz ausstrahlt, die Frequenzen der Folgewochen werden ihm ausgehändigt. Seine Falle baut Kant an einem zentralen Ausgang des Raumhafens auf, liest beim Warten den Romanklassiker vom Schakal und durchstöbert seine Tarnidentitäten. Gerade hat er sich für Ewarn Thirock, einen terranischen Händler mit Sitz auf Lepso, entschieden, und plant das Vorsprechen bei der Falga-Kooperation, wo die Zielperson als unliebsame Konkurrenz zugange sein soll, da löst sein System von Hyperfunkempfängern den Alarm aus.

Die Lady ist nicht allein. Sie hat robotische oder oxtornische Leibwächter dabei. Eine Terranerin mit ständig wechselnder Erscheinungsformen soll sie sein, ihr attraktives Gesicht ist nicht echt. Als sie einem bettelnden Twonoser eine milde Gabe nicht unerheblichen Werts zukommen lässt, erwacht Kants persönliches Interesse. Er kauft dem Bettler das Bruchstück eines Hyperkristalls für 10.000 Galax ab und geht heim, pennen. Senator berichtet vom Versagen des Demaskierungsprogramms, die echte Gestalt der Zielperson bleibt verborgen. So träumt Kant vom Tomopathen, seinem bisher am schwersten zu tötenden Opfer.

Am Morgen geht Kant, als Ewarn Thirock maskiert, zur Falga-Kooperation, genauer. Zur BERWINUS GRIN. Man weist ihn ab, und er lässt sich wegschicken, nicht ohne in Nanobestandteile aufgelöste Splitterkäfer zu hinterlassen. Die sind recht effizient. Als auch nach langem Warten kein Signal kommt, weiß Kant, dass seine Gegner keine Händler sind.

Erneut geht er in die Klinik, denn er möchte ein extrem gefährliches Medikament kaufen, da eine extreme Form der Muskelschwächung zu heilen versteht und ansonsten als begehrte, binnen weniger Wochen tödliche Droge dient. Sein Schützling, das Gatasermädchen, ist tot.

Kant begibt sich mit der Droge zu einer Gatasersiedlung, der Insel Ürüiyj, woher der Großteil der Hochtechnologie in seinem Kummerbund stammt. Er erhält einen ungetesteten Hochleistungsdeflektor und kehrt zur BERWINUS GRIN zurück. Dort gibt es richtig Ärger.

Diese zweite Hälfte des Romans sei im Spoiler zügig abgehandelt. Sie läuft sehr konzise ab, so dass man sich mit einigen Hinweisen eigentlich alles zusammenreimen kann.
Spoiler:
1) Kant suchte den Tod, und der Einsatz seiner Körperkopieprothese lässt ihn das Leben suchen. Das ist eine brenzlige und explosive Angelegenheit.
2) Der Auftraggeber ist sehr ernsthaft bei der Sache, den Namen hat er sich nicht zufällig gewählt.
3) Die Lady stammt aus heimischen Gefilden. Das ist ein sehr weiter Begriff. Aber: eine Lady ist sie ganz sicher. Ein ganz bunter Vogel.
4) Im Traum vom Tomopathen droht dieser ihn mit seinen Augen zu verschlingen. Die Leibwächter der Lady gehen ganz anders vor.
5) Nicht nur Kant hatte eine Schwester.
6) Verdammt viel in dieser Geschichte wird durch Träume, Holos und Kameras vermittelt.
7) Und am Ende gibt es eine Gutenachtgeschichte, die neue Wege aufzeigt.

Viel Spaß beim Lesen!
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Troll Incorporation
Oxtorner
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Ein klasse Roman!
Der beste LüFü seit langem. :st:
Vor allen so kleine Schlenker, Nebensätze sind es, die eine tolle Stimmung erzeugen

1/1/k.A.
http://www.dieterbohn.eu - bohn to be wild
Die 2. Storysammlung: sefer chajim - und andere böse Geschichten (als Buch & eBook) von Dieter Bohn
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Alexandra
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Mir gefiel er auch sehr gut. Schöne Nebenperspektive, und sorgsam durchgearbeitet.
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BOX8323
Siganese
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Sehr guter Roman[emoji846]Hat mir Spass gemacht zu lesen[emoji846]

Gesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
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ucdfo
Siganese
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Danke für den Spoiler !
Sehr gut !
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AARN MUNRO
Kosmokrat
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Danke erst einmal für den Spoiler.
Hier einige Bemerkungen.
Grundsätzlich: guter Band, gefällt mir bis jetzt ...bis auf einige Kleinigkeiten.

Sehr lustig: der "Antigravstahl".(S.26.)

2600 Jahre sind eigentlich nicht "fast 3000 Jahre". (S.5).(CREST III)
Was für Mitochondrien haben denn Jülziish, dass die sich spalten und fusionieren? Oder war das Protein gemeint oder die "innere Membran"?Kann hier ein (realer) Biologe helfen? Bitte eine Erläuterung eines biologisch beschlagenen Fans, was menschliche Mitos angeht. (S7).

Leider auch wieder die "Nullzeit".(S.23).Ein bißchen normale Physik darf es dann ruhig doch sein in Anlehnung an die Wirklichkeit. Kleinste physikalische Einheit ist die "Planck-Zeit" von ca. 10^⁻43 Sekunden. Ich nehme an, der Hyperraum hebelt das dann aus ...Fantasyeffekt.(Leider).

Ein Dutzend liegt, zwei Dutzend liegen. Dass der Begriff "Dutzend" zwölf Stück konnotiert, ist hier irrelevant. "Ein" ist Singular, nicht Plural.Grammatik ist explizit, nicht implizit. (S.27)

"Nenn mir die Leistungsdaten des Deflektors."
"Sie arbeiten wirkungsvoller, als alles ..."
Wer, die Leistungsdaten? (S.31).Sie arbeiten?
Die Anspielung auf Tekener, gerade auf Lepso, war gut!
Ich lese noch immer die letzten drei Seiten ... aber ich finde, von oben genannten Kleinigkeiten abgesehen, einer der besten Romane, die ich von CM je gelesen habe.Rasant, fulminant, überlegt. Chapeau!
Erinnert mich sehr an meine Rhyl&Schocc-Detektivstories in Terrania-City.
Zuletzt geändert von AARN MUNRO am 20. Oktober 2018, 08:14, insgesamt 4-mal geändert.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
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ParaMag
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Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
Danke für den Spoiler. :st:
Der Roman ist sehr lesenswert, einer der besten von CM, wie ich finde. Das, obwohl ich eigentlich kein Krimileser bin.
Was auch immer Du gerade denkst - schon ist es wieder vorbei.
Kodo Sawaki (Zen Meister)
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AARN MUNRO
Kosmokrat
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Registriert: 16. September 2013, 11:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Mitochondrien vermehren sich unabhängig von ihrer Wirtszelle (Endosymbiontentheorie). Soviel habe ich jetzt begriffen. War das gemeint mit Spaltung und Fusion? Teilung und Vermehrung? Oder ist das (die Formulierung im Heft), nur eine Phantasie, die Jülziish-Mitochondrien betreffend?Also erfunden?
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jemo
Marsianer
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Wohnort: Monheim am Rhein
Ein sehr guter Roman, den könnte man glatt verfilmen. Bester Lückenfüller seit langem.
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Richard
Kosmokrat
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Wohnort: .at & TDSOTM
Ich fand den Band gut geschrieben und er hatte in der Tat eine überraschende Wendung als unser Hauptprotagonist (also dieses Romans) plötzlich eine Waffe an sich spürte. Damit hat er wohl wirklich nicht gerechnet.

Und ja.. .. dass hier ein Gäone mitmische war fast zu erwarten als es um ein absolut menschlich wirkendes Lebewesen als Auftragsgeber handelte ... welches Volk haette sonst noch Interesse sich in diesem Geschwisterkonflikt rund um den Thron des Goldenen Reiches einzumischen.
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ByOtherMeans
Marsianer
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Registriert: 1. März 2015, 12:15
Sehr guter Roman. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt was die Handlung mit der Ubergeordneten Feschichte zu tun hat nd wurde nicut enttäuscht.

Einziger Fehler der mir aufgefallen ist: am Ende tritt die Ghuogonda aus ihrem Zimmer und "die Antigrav-Bar staunte"? Thogoondu können sich bei Bedarf also in Restaurants verwandeln. Was die Evolution doch für Blüten treibt...
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R.B.
Terraner
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Registriert: 28. August 2013, 10:19
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Ein sehr guter und spannender Roman mit einer absolut gelungenen Überraschung. Den hatte ich nun wirklich nicht auf den Schirm. "Faszinierend", würde Spock sagen und eine Augenbraue anheben. Toller Roman, Höchstnote.

Ob nun mit oder ohne kleine Fehler. Erstens sind die mir egal und zweitens würde ich die sowieso nicht bemerken, dösköppig, wie ich bin...
:D
Aber auch eine Höchstnote für den ebenso guten und gelungenen Spoiler, Alexandra.
:st:
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.
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halut
Oxtorner
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Wirklich guter Roman.

Allerdings habe ich mich über diese Stelle geärgert:
Roman 2983 hat geschrieben:»Ändere in häufig, und ich stimme dir zu. Empfängst du etwas von den Splitterkäfern?«
»Du weißt, dass es Stunden dauert, bis sich die Nano-Elemente zusammensetzen.«
»Wenn die Bauteile entdeckt und zerstört werden, gibt es einen Impuls.«
»Der ist ausgeblieben. Zum Glück.«
Das hieß, die im zerlegten Zustand mit bloßem Auge nicht sichtbaren Splitterkäfer kombinierten sich momentan in der BERWINUS GRIN zu immer noch winzigen, aber leistungsstarken Robotagenten zusammen. Es handelte sich um swoonsche Mikromechanik, veredelt durch Siganesentechniker, die posbische Mikrotechnologie einarbeiteten – das Teuerste und Zuverlässigste, das der Schwarzmarkt hergab. Die Vorstellung, dass sie in einem Handelsschiff entdeckt werden könnten, war geradezu lächerlich.
Aber was, wenn die BERWINUS GRIN kein Handelsschiff war, sondern etwas völlig anderes?

Das Warten zermürbte mich.
Irgendwann konnte ich es nicht mehr leugnen: Es kam kein Signal von den Splitterkäfern. Weder die Initiierung der aktiven Spionagephase noch ein Zerstörungsimpuls.
Nichts.
Dafür gab es nur eine Erklärung: Jemand, der mit Sicherheitsfragen zu tun hatte, musste die Käfer entdeckt und abgeschottet haben. Also wusste zumindest eine Person an Bord der BERWINUS GRIN, womit man es zu tun hatte. Und nicht nur das, die angebliche Falga-Kooperation konnte diese Spitzentechnologie überdies neutralisieren.
Und das bedeutete, dass dieses Schiff kein Handelsraumer war.
Niemals.

Warum mich diese Stelle ärgert? Weil sie gut ist. Weil in vielen anderen Romanen der Serie Spitzenkönner, oder gar ZA-Träger mit mehrtausendjährigen Erfahrungen, wie Halbtrottel agieren, z.B. Atlan mit über 20000 Jahren, Ex-Lordadmiral der USO, und mit den Wassern vieler Galaxien gewaschen.

Sie dazu auch meine Zitate und Kommentare zu 2980:
halut hat geschrieben:„Genau wie er vermied sie es, seinen Namen auszusprechen. Irgendwelche Suchroutinen, die den Funkverkehr durchforsteten, könnten sonst allzu leicht fündig werden – sogar auf dieser geschützten Frequenz. Wer wusste schon, wozu die Gemeni fähig waren?“
Ich weiß es: zur Stimmanalyse. Atlan hat bei seiner letzten Anwesenheit das eine oder andere mal gesprochen. Es gibt also Vergleichsmaterial. Zudem gibt es nahezu unendlich viel Material in der Milchstraße.

„»Also bist du eben mal zweieinhalb Millionen Lichtjahre von der Milchstraße herübergeflogen, nur für eine Partie Basketball?«“
Alles klar. Wie viele Leute aus der Milchstraße kennt Hornigold persönlich? Selbst ausgesprochen simple Analysepositroniken können das detektieren, Auch ohne Stimmanalyse.

Ergänzend aus dem Lehrbuch für Polizisten und Geheimdienstler: Überwache Kontaktpersonen und identifiziere die Kontakte sofort.

Wer hatte die USO gegründet und welches Arbeitsgebiet hatte die Organisation?

Die Liste lässt sich beliebig mit jedem Autor verlängern.

Es sind zwei völlig verschiedene Niveaus der Geheimdienstarbeit.
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Teumessia
Oxtorner
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Den gegebenen Kommentare habe ich nur eines hinzuzufügen.

Man sieht, wie unheimlich es sein kann, gegen die USO zu arbeiten, speziell, wenn man es nicht realisiert. Wir sehen auch den Unterschied zwischen dem, was ein Zivilist mit Unterweltkontakten kann und wie weit darüber die Möglichkeiten der professionellen Geheimdienste liegen. Speziell einem der besten wie der USO.

Ich fand auch die Mikropolen ein interessantes Detail. Die Fabergè Eier der Zukunft.
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Allexx
Marsianer
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Ich konnte nichts an dem Roman finden, hab mich nur durchgequält. Eine Art sinnfreie Kriminalstory als Lückenfüller, auf den letzten paar Seiten an die Thoogondu-Thronfolgerin in Monkeys Schiff angebunden, damit die Story nicht komplett in der Luft hängt.

Wenn ich dann lese, dass sich hier bisher fast alle begeistert äußern und das "Werk" sogar zur Verfilmung vorgeschlagen wird, ist das in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht von Luc Besson, dem Regisseur von "Leon, der Profi".

Und ich muss mich wirklich fragen, ob ich noch das Zeug für einen Fan der aktuellen PR-Serie habe...
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Oceanlover
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Ist sicherlich wie alles im Leben Geschmackssache. Der Roman ist ja eine Art "Thriller" mit einem schönen Überraschungseffekt. Setting und handelnde Personen fand ich interessant. Mir gefiel vor Monaten schon die Einführungsgeschichte von Fitz Klem, "Hinter dem Energievorhang", ebenfalls von Christian Montillon. Schätze, solche Romane machen Christian beim Schreiben so richtig Spaß und das merkt man. Ich hab ihn gern gelesen und daher mein Fazit, ein guter Roman!
Nette Grüße
Oceanlover
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Axo
Zellaktivatorträger
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Oceanlover hat geschrieben:Ist sicherlich wie alles im Leben Geschmackssache. ... Schätze, solche Romane machen Christian beim Schreiben so richtig Spaß und das merkt man. Ich hab ihn gern gelesen und daher mein Fazit, ein guter Roman!

So sehe ich das auch. Christian hat bei seinen Romanen leider eine ziemliche Spannbreite, mit manchen habe ich echte Probleme. Dieser hingegen hat mir viel Freude bereitet - vor allem in den liebevoll gestalteten Details. :st:
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam
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Mr Frost
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Ein relativ flüssig zu lesender Roman, der auch aufgrund der Liebe zum Detail durchaus gefallen konnte. Ich fand den Roman wirklich ok. Parallen zu "Leon dem Profi", meinem Lieblingsfilm, kann ich wierderum eher weniger erkennen...

Details, die mir gefallen haben, waren die Gedanken zum Tod Yiilüshs, die differenzierten Betrachtungen über Träume und das Zustandekommen der im Traum auftretenden Personen und die einigermaßen überraschende Wende und die Auflösung des Romans. Auch die Hinwendung des todbringenden Killers zum Leben hat mir gefallen. Immerhin mal wieder etwas Positives. Auch die Dialoge sind CM, wie schon in seinem letzten Werk, gut gelungen.
Im Zyklusverlauf gefällt mir weiterhin, dass auf das übliche Szenario der Invasion Terras verzichtet wurde (und dies lediglich durch eine Täuschung des Techno-Madhis scheinbar passierte).

Schwierig ist auch für mich das Problem des "Weltenbrandes". DAS ist alles? Kopfschmerzen und Übersensibilierung? Ich kann mir dies durchaus als sehr schlimm vorstellen, aber bislang kann ich nicht nachvollziehen, weshalb die Atopen solch eine Panik vor dem Weltenbrand hatten. Hier scheint mir bislang der Aufwand gegenüber diesen Beeinträchtigungen doch als zu hoch. Aber vielleicht BEGINNT hier ja was? Und wird ggf. stärker oder die Effekte verändern sich hin zu gravierenderen Auswirkungen?
Das Problem für die Autoren scheint mir nun zu sein, das die "schlimmen, schlimmen" Auswirkungen des Weltenbrandes erwähnt werden müssen, aber die Protagonisten und auch die Nebenfiguren kaum beeinträchtigt scheinen (Bei Kant ist es das "Jagdfieber", das die Effekte abmildert...nun ja...). So lese ich dann nur: "Leichter Schmerz pochte in meinem Hinterkopf, und meine Haut kribbelte..." (Seite 25). Klingt nicht so richtig bedrohlich.

Auf den Seiten 32/33 ist dem Autor ein mutmaßlich ungewollt komischer Dialog durchgerutscht:
"Aber früher war es schöner".
"Früher?"
"Vor dem Weltenbrand-Mist."
:lol: Sollten manche Altleser manchmal so denken? Oder CM hat sich hier einen selbstironischen Spaß erlaubt? Ich jedenfalls halte den Weltenbrand jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht für "Mist", meine aber, dass hier noch "was" kommen sollte, damit man das Phänomen wirklich als global-galaktische Katastrophe ernstnehmen kann.

Meine Gesamtwertung: 3/2/2.

P.S.: Auch diesmal fielen wieder recht viele Recht- und Grammatikschreibfehler auf. Häuft sich in letzter Zeit- so mein Eindruck.

P.P.S.: Michelle Stern sinniert auf der LKS über Hegels Kritik an der Moralphilosophie. Ich meine: Kants Moralphilosophie ist von den philosophischen Nachfolgern zu Recht kritisiert worden. Schopenhauers Erklärungsansatz der Moralentstehung halte ich für "treffender". Dass MS wiederum ausgerechnet Hegels Kritik an Kant als "treffend" bezeichnet, würde nicht jeder Philosoph unterstreichen. Kant jedenfalls war ein besonders wichtiger Philosoph für die Erkenntnistheorie. Das kann ihm auch Hegel keineswegs streitig machen...Aber ich schweife ab... ^_^ .
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nanograinger
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Mr Frost hat geschrieben:... Parallen zu "Leon dem Profi", meinem Lieblingsfilm, kann ich wierderum eher weniger erkennen...

Aber hallo: In "Leon der Profi" spielt eine Topfplanze eine wichtige Rolle und m Roman von CM werden Gemeni erwähnt. B-)
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nanograinger
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ByOtherMeans hat geschrieben:...
Einziger Fehler der mir aufgefallen ist: am Ende tritt die Ghuogonda aus ihrem Zimmer und "die Antigrav-Bar staunte"? Thogoondu können sich bei Bedarf also in Restaurants verwandeln. Was die Evolution doch für Blüten treibt...

Das hat mich auch geärgert. Dadurch wurde die schöne Stimmung am Ende des Romans doch stark gestört. Vielleicht kann CM hier ja den richtigen Text posten. Wahrscheinlich muss nur 'Antigrav-Bar' durch 'Ghuogonda' ersetzt werden. Seltsames Autokorrekturprogramm. B-)
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Alexandra
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Mr Frost hat geschrieben:Schwierig ist auch für mich das Problem des "Weltenbrandes". DAS ist alles? Kopfschmerzen und Übersensibilierung? Ich kann mir dies durchaus als sehr schlimm vorstellen, aber bislang kann ich nicht nachvollziehen, weshalb die Atopen solch eine Panik vor dem Weltenbrand hatten. Hier scheint mir bislang der Aufwand gegenüber diesen Beeinträchtigungen doch als zu hoch. Aber vielleicht BEGINNT hier ja was? Und wird ggf. stärker oder die Effekte verändern sich hin zu gravierenderen Auswirkungen?
Das Problem für die Autoren scheint mir nun zu sein, das die "schlimmen, schlimmen" Auswirkungen des Weltenbrandes erwähnt werden müssen, aber die Protagonisten und auch die Nebenfiguren kaum beeinträchtigt scheinen (Bei Kant ist es das "Jagdfieber", das die Effekte abmildert...nun ja...). So lese ich dann nur: "Leichter Schmerz pochte in meinem Hinterkopf, und meine Haut kribbelte..." (Seite 25). Klingt nicht so richtig bedrohlich.

Für mich klingt gerade diese Darstellung des Weltenbrands unheimlich bedrohlich.
Unter anderem, weil es so lebensnah ist mit der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung.
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nanograinger
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Alexandra hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Schwierig ist auch für mich das Problem des "Weltenbrandes". DAS ist alles? Kopfschmerzen und Übersensibilierung? Ich kann mir dies durchaus als sehr schlimm vorstellen, aber bislang kann ich nicht nachvollziehen, weshalb die Atopen solch eine Panik vor dem Weltenbrand hatten. ...

Für mich klingt gerade diese Darstellung des Weltenbrands unheimlich bedrohlich.
Unter anderem, weil es so lebensnah ist mit der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung.

Ich finde auch, dass es nicht gerade großer Phantasie bedarf, um sich auszumalen, dass intelligentes Leben in der MS bald unmöglich sein wird. Wie schon in PR 2976 erwähnt, ist der Effekt kumulativ. Die "Madchen" in den Schaufenstern werden durch Paratron-Schirme geschützt, und trotzdem ist nichts los. Das sagt alles. B-)

Die Atopen hatten keine "Panik vor dem Weltenbrand", sie waren sich ja sicher, ihn verhindern zu können.
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Mr Frost
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nanograinger hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:... Parallen zu "Leon dem Profi", meinem Lieblingsfilm, kann ich wierderum eher weniger erkennen...

Aber hallo: In "Leon der Profi" spielt eine Topfplanze eine wichtige Rolle und m Roman von CM werden Gemeni erwähnt. B-)

:lol: :lol:
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Mr Frost
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Alexandra hat geschrieben:(...)
Für mich klingt gerade diese Darstellung des Weltenbrands unheimlich bedrohlich.
Unter anderem, weil es so lebensnah ist mit der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung.

Klar. Bedrohlich ist das schon. Aber man kann dem entfliehen. Meinetwegen, in dem man die Galaxis verläßt. Es bedeutet keine Vernichtung allen Lebens. Daher ist es für mich (noch) kein Kataklysmus oder eine Ekpyrosis. Warten wir ab, ob da noch was kommt...
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Verkutzon
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Wohnort: Grundamoar
Ich kann Allexx verstehen; manchmal kann ich auch mit Heften überhaupt nix anfangen, die von anderen Foristen hoch bewertet werden. Aber bei diesem Heft von CM schliesse ich mich dem Lob der Mehrheit an. Schlichtweg eine sehr gut erzählte Geschichte. Eine Killerstory mit humanistischen Ansätzen sogar! Und weil mir das alles so gut gefallen hat (ausser das Titelbild und der ärgerliche Fehler mit der Antigrav-Bar ganz am Schluss), trinke ich noch einen „Ekpy“...mit Holunderblütensaft.... :unschuldig:
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
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