Spoiler 2825: Unter dem Sternenbaldachin, von Robert Corvus

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Casaloki
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Hauptpersonenkasten nach casalokischer Lesart:
Viccor Bughassidow und Jatin: Sie sind nur zu Besuch und erleben eine Blitzlektion in Eleyshionigeschichte und Gastfreundschaft mittels Riesenchili und Skorpionen;
Meechyl: Kommt auf die Idee, eine Partitur umzuschreiben;
Amaya: Muss den Panzer opfern um die Madame zu retten;


Während die KRUSENSTERN unter Bewachung durch drei Schiffe der Cheborpaner vor der Dunkelwolke wartet, hat sich das unter posbischer Kontrolle stehende Beiboot BRUSSILOW I einen Weg aus dem Mutterschiff geballert und greift nun die 3 Schiffe an. Die Cheborpaner züngeln aber nicht lang und schon treiben nur noch Einzelteile der BRUSSILOW I durchs All. Kommandant Marian Yonder kann die Cheborpaner aber zumindest hinhalten, nicht das Gleiche mit der KRUSENSTERN zu machen.

Deren Besitzer Viccor Bughassidow und seine persönliche Ara-Ärztin und Gespusi Jatin werden dank Intervention der Anoree Meechyl auf den Dunkelplaneten Eyyo gebracht. Eigentlich gilt hier Zutritt verboten, aber eine ca. hundertköpfige Anoree Kolonie hat sich neben den unter den Licht spendenden Sternenbaldachinen lebenden Eleyshioni angesiedelt. Diese haben immer noch die Hosen voll wegen der Tiuphoren, zumal sie mitbekommen haben, dass diese in der Milchstraße angekommen sind. Deshalb haben sie auch vorauseilend schonmal die Balpirol-Proteindirigenten erschaffen, welche die Posbis in den Wahnsinn treiben. Sollten die Tius wirklich loslegen, gebe es nur eine Option: abhauen. Die veränderten Posbis würden mit diesen Balpirol-Proteindirigenten Zeit erkaufen, die man dazu benötigt. Die Cheborpaner haben ebenfalls ihre Zungen drin bei dieser Fluchtstrategie, denn sie haben den Eleyshioni gegen ziemlich gute Bezahlung Fluchtschiffe gebaut. Da weder Viccor noch ich diese ganze Logik überblicken, willigt er ein, mittels des gesundheitsgefährdenden Traumkammer-Verfahrens an eine riesige Chilischote angeschlossen über die komplexen Hintergründe aufgeklärt zu werden. Dankenswerter Weise muss ich nur weiter lesen.

Sein Geist erlebt im Körper verschiedener Eleyshioni die wichtigsten Epochen nach der Flucht durch die Purpur-Teufe. Als eine Art Polizist verfolgt er vor 132 Jahrtausenden Eleyshioni, die nicht mehr in Dunkelheit und Kälte abgeschirmt vom Rest der Milchstraße leben wollen. In einer späteren Inkarnation ist er beim Bau der Baldachine dabei. Da jedoch alles mit „Hyper“- aus purer Angst in der Zwischenzeit verteufelt wird, kommt es zu katastrophalen Fehlern in der Konstruktion und eine der „Stoffbahnen“ fällt auf Eyyo. Später erfährt er davon, dass die Eleyshioni ihre Geburtenrate und damit ihre Zahl künstlich heruntergefahren haben. Dabei wurde ihnen auch die Angst vor dem Weltall eingeimpft. Nur einige wenige Eleyshioni, denen die Angst vor dem All fremd ist und die deswegen auch vollkommen aus der Art schlagen, fliegen zu den Sternen, um die Umgebung nach Anzeichen der Tiuphoren zu überwachen. Viccor erlebt so auch den ersten Kontakt zu den Lkandonern oder die Auswirkungen des Schwarms, sowie den ersten Kontakt mit den Anoree, welche sich entscheiden, auf Eyyo zu bleiben.

Amaya, der weibliche Posbi-Bausatz von Marian Yonder, hat Gewissensbisse, weil sie meint, dass erst ihre „Entführung“ des Matten-Willys Honory zu der Aktion der Posbis auf der BRUSSILOW I geführt habe. Sie glaubt, dass die Posbi Madame Ratgeber überlebt haben könnte und bei dem Versuch, sie zu bergen, findet sie auch den gestörten Posbi Gava von Chort. Um die Madame zu retten, muss sie den kleinen Panzerposbi töten.

Jatin überwacht zusammen mit der Anoree die körperlichen Werte Viccors. Meechyl ist der Meinung, dass eine Heilung der Posbis vielleicht doch möglich ist, und zwar, indem man diese erneut infiziert, diesmal jedoch mit umprogrammierten Balpirol-Proteindirigenten, welche die vorherigen Genossen neutralisieren. Sie nennt das, die Partitur umschreiben. Während der „Lektionen“ geht es Viccor immer schlechter, was zu seinem Zusammenbruch während der Lektion über die „Terminale Kolonne TRAITOR“ führt. Der Eleyshioni Lutreccer steht der Anwesenheit von Fremdwesen auf seinem Planeten ablehnend und ängstlich gegenüber und würde Viccor sogar sterben lassen, um nur die Anweisung durchzuziehen, ihm die Lektionen erleben zu lassen. Zum Glück interveniert die Syntharchin Tammal Zeygast und Jatin kann sich um ihn kümmern. Jatin und der wieder genesene Viccor schmieden einen Plan: Mit den Erkenntnissen, die Jatin aus den Beobachtungen rund um Viccors Lektionen gewonnen hat, baut sie die mitgebrachten Prionen so um, dass sie die Implantate der Anoree befallen und in Zusammenwirkung mit einer Frucht aus dem Garten Eyyos wird diese gefügig gemacht. Meechyl eröffnet ihnen den Zugang zu ihrem Labor, von wo aus Viccor und Jatin hoffen, einen Fluchtweg vom Planeten zu finden. Viccor stolpert im Computerterminal über die Zeitangabe 20 Millionen Jahre in Bezug auf die Flucht der Eleyshioni durch die Purpur-Treufe und stellt für sich eine Verbindung zur Bughassidow-Kaverne auf dem Jupitermond Europa an, welche wohl genauso alt zu sein scheint. Weitere Recherche bringt die Gewissheit und vor allem auch den Namen, den Terra vor 20 Millionen Jahren trug: Mitraia.

Gerade als die Eleyshioni ihnen auf die Schliche kommen, kann Jatin die Prionen in Meechyls Implantaten ausschalten und hat somit bewiesen, dass es eine Heilung für die Posbis gibt. Mit diesem Fund können sie tatsächlich wuchern und kehren gemeinsam mit der Anoree und dem Eleyshioni Lutreccer an Bord der KRUSENSTERN zurück. Vorher wurden ihnen jedoch Mentalmodulatoren eingepflanzt, um sie daran zu hindern, von ihren Erlebnissen auf Eyyo zu berichten und so den Standort zu verraten. Nächster Stop der KRUSTENSTERN: Europa mit der Bughassidow-Kaverne.
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner
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Robert Corvus
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Vielen Dank für den Spoiler, Casaloki!
:st:

Casaloki hat geschrieben:Gerade als die Eleyshioni ihnen auf die Schliche kommen, kann Jatin die Prionen in Meechyls Implantaten ausschalten und hat somit bewiesen, dass es eine Heilung für die Posbis gibt.

Wenn ich hier etwas präzisieren darf:
Jatins modifizierte Version beinhaltete die Möglichkeit, abgeschaltet zu werden. Das war eine Sicherung, um die Anoree nicht zu schädigen. Für die Posbis und die in ihnen aktiven Prionen ist diese Version ungeeignet; es handelte sich um eine Spezialvariante für die Anoree. So eine Art Wahrheits-/Kooperationsdroge, mit deren Hilfe Jatin Einzelheiten über die Partitur und entsprechende Umschreibungsmöglichkeiten erhalten wollte.
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Casaloki
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Robert Corvus hat geschrieben:Vielen Dank für den Spoiler, Casaloki!
:st:

Casaloki hat geschrieben:Gerade als die Eleyshioni ihnen auf die Schliche kommen, kann Jatin die Prionen in Meechyls Implantaten ausschalten und hat somit bewiesen, dass es eine Heilung für die Posbis gibt.

Wenn ich hier etwas präzisieren darf:
Jatins modifizierte Version beinhaltete die Möglichkeit, abgeschaltet zu werden. Das war eine Sicherung, um die Anoree nicht zu schädigen. Für die Posbis und die in ihnen aktiven Prionen ist diese Version ungeeignet; es handelte sich um eine Spezialvariante für die Anoree. So eine Art Wahrheits-/Kooperationsdroge, mit deren Hilfe Jatin Einzelheiten über die Partitur und entsprechende Umschreibungsmöglichkeiten erhalten wollte.

Ok, hatte ich anders verstanden. Aber einigen wir uns darauf, dass ich die Handlung zusammenraffen musste und Jatin letztendlich den Posbis damit nur helfen wollte? ;)
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Robert Corvus
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Casaloki hat geschrieben:Ok, hatte ich anders verstanden. Aber einigen wir uns darauf, dass ich die Handlung zusammenraffen musste und Jatin letztendlich den Posbis damit nur helfen wollte? ;)

Auf jeden Fall. ;)
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Maneki-Neko
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Danke für den klasse Spoiler, Casaloki !
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ganerc
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Ein feiner Spoiler! :st:

Und wohl ein toller Roman. Aber den muss ich erst mal lesen. :D
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Hopfi
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Interessant war das Weltbild der Ely-Dingsbums: Rayonen gut, Onryonen prinzipiell gut, aber Schlaffies, Tiuphoren sehr, sehr schlecht. Der Protein-Dirigent, der bei den Posbis Paranoia auslöst, ist nur ein Probelauf. Es geht um die Praxiserprobung einer Waffe, die die Indoktrinatoren der Tiuphoren angreift. Die Posbis sind nur die Bauernopfer. Was die Tefroder mit der Biowaffe so anstellen interessiert den Erfindern der Waffe nicht wirklich, hauptsache, ein Probelauf erfolgt.Die Tefroder sind für die Elys etwas mehr vertrauenswürdig als die anderen Milchstraßenvölkern, da sie mit den Onryonen zusammenarbeiten.
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Kardec
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Ausnahmsweise :D muss ich mal um Aufnahme bei der Nörgelfraktion bitten.

Mich hat die etappenweise, in kurzen Schlaglichtern beschriebene, Abarbeitung der 132.000 Jahre seit "Ankunft" der Eyleshioni aus der P-Teufe bis ca. Seite 50 ähnlich ermattet wie Atlan der Flug durch die Zehrzohne.
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Robert Corvus
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Hopfi hat geschrieben:Interessant war das Weltbild der Ely-Dingsbums: ...

Diese, sagen wir mal: klare Orientierung der Eyleshioni war für mich als Gastautor eine dankbare Sache. Das Perryversum hat ja eine hohe Komplexität, wenn da zumindest die Sichtweise einiger Protagonisten in groben Linien strukturiert ist, erleichtert das das Hineindenken.

Kardec hat geschrieben:Mich hat die etappenweise, in kurzen Schlaglichtern beschriebene, Abarbeitung der 132.000 Jahre seit "Ankunft" der Eyleshioni aus der P-Teufe bis ca. Seite 50 ähnlich ermattet wie Atlan der Flug durch die Zehrzohne.

Das ist schade - und ich muss es komplett auf meine Kappe nehmen. Im Exposé stehen für die Vergangenheit nur die Fakten, die vermittelt werden sollen. Wie diese Vermittlung erfolgt, war ganz mir überlassen. Tammal Zeygast und Lutreccer hätten diese auch bei einer Art gemeinsamem Abendessen berichten können, oder Bughassidow und Jatin hätten in ein Archiv einbrechen und Aufzeichnungen finden können. Ich habe mich für die vorliegende Variante entschieden, weil ich hoffe, dass die Episoden dadurch mehr innere Spannung haben, dass sie den Leser mehr mitnehmen als ein Bericht oder die Lektüre eines Datenbestands, zumal Bughassidow während des Durchlebens in Gefahr gerät.
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Casaloki
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Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich die Endsequenz mit dem Implantat nicht verstanden habe. Wurde es jetzt implantiert, und wenn ja, wird es durch die Anoree manipuliert? Zu Gunsten oder Ungunsten von Viccor oder Jatin? Warum fliegt der Feuerkopf mit und begleitet sie auf dem Weiterflug zur Kaverne? Er hat sich nur schon deshalb in die Hose gemacht, weil sie überhaupt in die Dunkelwolke eingeflogen sind, sich als xenophobisch durch und durch erwiesen, wollte Viccor sogar sterben lassen, und fliegt jetzt mit? :???:
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Robert Corvus
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Casaloki hat geschrieben:Wurde es jetzt implantiert, ...

Hm, das sollte eigentlich durch den Beschluss der Syntharchen am Ende von Kapitel 29 und die Ereignisse in Kapitel 30 deutlich werden.
Frage in die Runde: Ist es den anderen Leserinnen und Lesern klar geworden?

Casaloki hat geschrieben:Zu Gunsten oder Ungunsten von Viccor oder Jatin?

Hattest Du den Eindruck, dass Viccor Bughassidow und Jatin scharf darauf waren, das Implantat zu bekommen? Also, dass es ihr Wunsch war? Oder eher, dass sie gezwungen wurden?

Casaloki hat geschrieben:Warum fliegt der Feuerkopf mit und begleitet sie auf dem Weiterflug zur Kaverne?

Er ist der einzige Syntharch, dem keine Raumscheu genetisch implementiert wurde ... Wenn die Syntharchen jemanden mit hoher Entscheidungskompetenz vor Ort haben wollen, kann nur Voyc Lutreccer diese Aufgabe übernehmen.

Casaloki hat geschrieben:Er hat sich nur schon deshalb in die Hose gemacht, weil sie überhaupt in die Dunkelwolke eingeflogen sind, sich als xenophobisch durch und durch erwiesen, wollte Viccor sogar sterben lassen, und fliegt jetzt mit? :???:

Die Beobachtung ist richtig. Was verrät das über seine (mögliche) Motivation?
Er wollte und will Bughassidow und Jatin nicht auf Eyyo oder auch nur in der Nähe von Eyyo haben. Jetzt fliegen sie ab - dieses Ziel hat er erreicht.
Er will auch nicht, dass man außerhalb etwas über die Eyleshioni weiß. Der Umkehrschluss, also dass die Eyleshioni auch nicht wissen sollen, was in der Milchstraße vorgeht, ist aber nicht zulässig. Denkst Du, Voyc Lutreccer steht der "Aktion Posbi-Paranoia" eher kritisch oder eher aufgeschlossen gegenüber?
;)
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Raumkapitän Nelson
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Ich nehme einmal das Fazit vorweg: Robert Corvus hat einen sehr guten Einstieg mit seinem Doppelband hingelegt. Ich würde gerne mehr von ihm lesen. Er ist originell in Details, sorgfältig bei Beschreibungen, hat Humor und fügt sich harmonisch in das "Gesamtkunstwerk" Perry Rhodan ein, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Mein Eindruck zu Band 2 seines Dopplers: Das Heft hat genau das geliefert, was ich immer wieder von PR erwarte. Es hat die Handlung deutlich vorangebracht und offene Fragen beantwortet. Das ist an diesem Band zu loben. Der Autor hat die Handlungsfortschritte auch gut verpackt und glaubwürdig dargestellt.

Aber: Es war so viel Information in den "Traumsequenzen", dass die Qualität und Originalität seiner Schreibe für mich fast ein wenig zu kurz kam. Zu viel musste in zu kurzer Zeit vermittelt werden. Dass dabei dann die schriftstellerischen Perlen seltener als in seinem ersten Band wurden, musste man wohl in Kauf nehmen.

Für mich hätte die gesamte Storyline dieser beiden Hefte das Potential für mindestens einen Band mehr gehabt. Und so einen Satz wird man von mir, der gerne kürzere Zyklen hätte, sehr selten lesen!
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Casaloki
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Robert Corvus hat geschrieben:
Casaloki hat geschrieben:Zu Gunsten oder Ungunsten von Viccor oder Jatin?

Hattest Du den Eindruck, dass Viccor Bughassidow und Jatin scharf darauf waren, das Implantat zu bekommen? Also, dass es ihr Wunsch war? Oder eher, dass sie gezwungen wurden? ;)

Im Zusammenhang mit dem Hinweis auf den "Schlüssel", den die Anoree besitzt, und unter Androhung von Gewalt durch die Skorpione war mir nicht klar, ob sie es dann freiwillig tun. Haben sie es über sich ergehen lassen, weil die Anoree mit dem Schlüssel vielleicht eine Art "du kommst aus dem Manipulationsgefängnis frei Karte" besitzt? Ich konnte schlecht einschätzen, ob die Anoree jetzt aus Rache irgendwas macht wegen der vorherigen Beeinflussung oder aus tieferer Einsicht mit den Beiden kooperiert.
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner
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Robert Corvus
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Raumkapitän Nelson hat geschrieben:Mein Eindruck zu Band 2 seines Dopplers: Das Heft hat genau das geliefert, was ich immer wieder von PR erwarte.

Vielen Dank für diese freundliche Einschätzung - damit habe ich mein Ziel erreicht. :)

Casaloki hat geschrieben:Ich konnte schlecht einschätzen, ob die Anoree jetzt aus Rache irgendwas macht wegen der vorherigen Beeinflussung oder aus tieferer Einsicht mit den Beiden kooperiert.

Ah, okay. Das sollte laut Exposé bewusst offen gehalten werden als Cliffhanger für die Fortführung des Handlungsstrangs. Da hast Du also keine Chance, zu einer verlässlichen Einschätzung zu gelangen.
;)
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Kardec
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Robert Corvus hat geschrieben:..........
Kardec hat geschrieben:Mich hat die etappenweise............ähnlich ermattet wie Atlan der Flug durch die Zehrzohne.

Das ist schade - und ich muss es komplett auf meine Kappe nehmen. Im Exposé stehen für die Vergangenheit nur die Fakten, die vermittelt werden sollen........

Don`t worry :D
Der Vorgängerroman hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht liegt es ja auch an mir, was mein Problem mit dem aktuellen Roman betrifft.
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Julian
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ganerc hat geschrieben:Ein feiner Spoiler! :st:

Und wohl ein toller Roman. Aber den muss ich erst mal lesen. :D


Eben, noch 20 Minuten und ich halte ein druckfrisches Exemplar in der Hand. Freitag ist einfach ein geiler Tag.


gruß Julian, aber Danke für das Spoilern


Wer Perry-Rhodan liest, sich das Leben versüßt.
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
Rüdiger Schäfer-zu Neo125:
Zuvor gilt es jedoch Abschied zu nehmen. Ihr müsst jetzt stark sein, denn die dramatischen Ereignisse auf der Erde und im Sonnensystem fordern ihren Tribut - auch unter den bekannteren Figuren.
Uns ist klar, dass das nicht jedem gefallen wird, aber der Weg zu den Sternen ist nun einmal steinig und kostet Opfer.
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Robert Corvus
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Morgen (Samstag, 10. Oktober) werde ich übrigens im Café Duddel in Köln aus PERRY RHODAN 2824 und 2825 vortragen. Der Verlag hat mich mit Postkartensets und Kugelschreibern ausgestattet, die für die Besucher bereitliegen werden.
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kleinobi1
Siganese
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Auch der zweite Band von RoCo hat mir sehr gut gefallen. Ich bin sowieso ein Freund von solchen Geschichten wie auch von Lebensgeschichten :D .
Jetzt hat der Viccor Bugga...und seine Krankenschwester auch noch ein Implantat. Naja mal schauen ob das noch wichtig wird.
Die Beschreibung der Biotechnologie hat sich toll gelesen, leider war ich da immer sehr schnell raus (mangels kreativität solche Sachen in Bilder umzusetzen).
Ich kann mir einfach kein Strauch vorstellen an dem man irgendwelche Blätter zupft und sich irgendwas ein und ausrollt und dadurch ein Gleiter fliegt. Aber es liest sich abgefahren ;) Ich bewunder immer wenn andere Menschen sich so etwas ausdenken können. Auch die, die sich dann sowas vorstellen können :) .

Ich fand die Krankenschwester sehr interessant. Sie scheint mir doch eine recht kompetente Person zu sein. :st:

Also mein Fazit, der RoCo kann ja gern mal wieder schreiben, da würd ich mich freuen.

Grüßle
Obi
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kleinobi1
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Robert Corvus hat geschrieben:Morgen (Samstag, 10. Oktober) werde ich übrigens im Café Duddel in Köln aus PERRY RHODAN 2824 und 2825 vortragen. Der Verlag hat mich mit Postkartensets und Kugelschreibern ausgestattet, die für die Besucher bereitliegen werden.


Gibt es sowas eigentlich auch mal in Berlin? Machst nur Du sowas oder Deine Schreiberkollegen auch?

Grüßle
Obi
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R.B.
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Der Roman, nein der komplette Doppelband war gut, keine Frage. Und wie erhofft, gab es neben der Lebensgeschichte mal ein Bröckchen Handlungsfortschritt. Durch die Art des Zurückschauens wurden leicht angestaubte Erinnerungen erneuert. Die Monos - Geschichte war 1400 bis 1499, wie lang ist das denn nun schon wieder her? (Jeden Roman werde ich eine Woche älter. Was haben die Autoren eigentlich zu ihrer Verteidigung vorzubringen?)

Unterm Strich war das aber ein Band zu wenig. Richtig, das hört man eher selten. Rückblickend ging so Einiges ein wenig holterdiepolter, zu schnell und zu wenig in die Tiefe gehend.

Im Gegensatz zum Handlungsrahmen seit Band 2700, den ich persönlich toll finde, habe ich so meine Schwierigkeiten mit den Zeiträumen. Nein, nicht die 20 Mio Jahre in der Vergangenheit sind das Problem, so die eher etwas kürzeren Zeiträume: Die ATLANC ist seit 700 Jahren unterwegs, das wird zwar öfters in Nebensätzen erwähnt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Zeit nicht mehrmals Sinn und Unsinn eines solchen Unternehmens von einer der nachfolgenden Generationen in Frage gestellt wird. Und hier? 132.000 Jahre ohne große Veränderung? Die Flucht vor den Tiuphoren kann ich nachvollziehen. Aber in 132.000 Jahren hat sich trotz genetischer Implantierung der gewünschten Verhaltensweisen nichts geändert? Und so eine Zivilisation ist "lebensfähig" geblieben ohne zu degenerieren? Da fehlt mir irgendwas.
Wahrheiten, die die Welt erklären - Auszug aus dem Kölschen Grundgesetz:
§ 5: Et bliev nix, wie et wor: Sei offen für Neuerungen
§ 4: Watt fott es, es fott: Jammere den Dingen nicht nach
§ 3: Et hätt noch immer joot jejange: Wahlspruch der Fans des 1. FC Köln
§ 2: Et kütt, wie et kütt: Füge Dich in das Unabwendbare
§ 1: Et es wie et es: Sieh den Tatsachen ins Auge
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ovaron29
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Robert Corvus hat geschrieben:Das ist schade - und ich muss es komplett auf meine Kappe nehmen. Im Exposé stehen für die Vergangenheit nur die Fakten, die vermittelt werden sollen. Wie diese Vermittlung erfolgt, war ganz mir überlassen. Tammal Zeygast und Lutreccer hätten diese auch bei einer Art gemeinsamem Abendessen berichten können, oder Bughassidow und Jatin hätten in ein Archiv einbrechen und Aufzeichnungen finden können. Ich habe mich für die vorliegende Variante entschieden, weil ich hoffe, dass die Episoden dadurch mehr innere Spannung haben, dass sie den Leser mehr mitnehmen als ein Bericht oder die Lektüre eines Datenbestands, zumal Bughassidow während des Durchlebens in Gefahr gerät.

Nimm es ruhig auf deine Kappe. :D Mir hat der Roman sehr gut gefallen, vielleicht noch besser als 2824. :st:
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Skörld
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Irgendwie war diesmal mehr "Dynamik" drin; aus meiner Sicht eine schöne Steigerung zu letzter Woche.

Ich finde es kam gut 'rüber wie zweckgerichtet (oder: konditioniert!) die Eleyshion sind. Ob Buggy lebt oder stirbt ist eigentlich egal, aber wenn er lebt muss er seine "Lektion" gelernt haben.
Übrigens war mMn die Anoree auch nicht so richtig allein in ihrem Oberstübchen. Die extreme Treue/Ergebenheit zu ihrem Boss stinkt entweder nach Mentalmodulator oder einer ähnlichen Konditionierung, wie sie die Eleyshion selber tragen; nur halt nicht Angst vorm Weltraum sondern eben die hündische Treue.


BTW: kommt es mir nur so vor oder als war das Traumkammer-Experiment ein programmierter Fehlschlag? Die Anoree und der Syntharch gingen davon aus, dass die Erfahrungen automagisch Verständnis für die Haltung der Eleyshion erzeugen. Das hätte aber nur funktioniert, wenn man gleichzeitig die selbe Konditionierung appliziert hätte.
"Otto-Normal-Terraner" muss eigentlich im Gegenteil zu dem Schluss kommen, dass die Eleyshion alle komplett Gaga und Paranoid sind.
Die machen sich seit weit über HUNDERTTAUSEND Jahren vor den Tiuphoren ins Hemd! Über all die Zeit hinweg ist genau NICHTS passiert. Kein einziger Tiuphore hat sich blicken lassen und trotzdem fürchten sie sich panisch vor einer Entdeckung.
Das schlägt sogar die tefrodische Haluter-Angst um Längen. Wahrscheinlich mögen sie deshalb den VM :D
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hz3cdv
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Der Roman hat mir gut gefallen, besser als der Vorgänger. Seit "Lebensgeschichten" rar geworden sind, mag ich sie auch wieder. Auch bin ich gespannt auf den nächsten Roman.

Dass die Anoree an Bord der Krusenstern ging, könnte etwas mit den Tiuphoren zu tun haben. Mal sehen, ob wir da im nächsten Heft neues über den aktuellen Entwicklungsstand erfahren.

Zu der Frage, wie die Elyhioni die über 100 000 Jahre ohne Veränderung oder Degeneration überstanden haben, gibt es übrigen eine ganz einfache Antwort: gar nicht. Die sind als Volk völlig aus der Spur und im Prinzip nur noch in ihrem Biotop lebensfähig.
Zuletzt geändert von hz3cdv am 9. Oktober 2015, 22:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Kritikaster
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Leider konnte mich dieser Roman nicht so richtig überzeugen. Viccor sollte durch besonders intensive Erebnisse von der Sichtweise der Eyleshioni überzeugt werden. Dann hätte er aber die grausamen Angriffe der Tiuphoren erleben müssen, um die kollektive Paranoia nachvollziehen zu können. Stattdessen wurde er nur mit deren Auswirkungen konfrontiert, die darin bestanden, dass sich die Kultur der Eyleshioni immer skurriler entwickelte und man als Terraner Probleme bekam festzustellen, was denn daran überhaupt schützenswert sein soll (sieht man vom puren Leben der wenigen gentechnisch konditionierten Übriggebliebenen ab). Irritiert hat mich allerdings auch, dass der jeweils erlebende Eyleshioni über die Jahrtausende hinweg immer wieder Bughassidow genannt wurde. Schön geschildert fand ich dann eigentlich nur noch die permanenten und in sich stimmigen Nölereien des Lutreccer. Unverständlich aber tatsächlich, warum er und die Anoree nun die weiteren Abenteuer der KRUSENSTERN begleiten sollen. Nein, leider kein Roman, der mich überzeugt oder der mir Spaß bereitet hätte.
Irritierend auch die Verwendung von Begriffen, die mir unpassend erschienen. Etwa "Physiognomie" auf S.14 (war da Physiologie gemeint?) oder "Hyperaktivität" auf S.47 (eventuell Hyperventilation?) . Niedlich allerdings auf S.57 "Meechyls Hans". Von dem werden wir doch hoffentlich noch hören, oder? 8-)
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Skörld
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Wohnort: Mal hier, mal da.... ;)
hz3cdv hat geschrieben:Zu der Frage, wie die Elyhioni die über 100 000 Jahre ohne Veränderung oder Degeneration überstanden haben, gibt es übrigen eine ganz einfache Antwort: gar nicht. Die sind als Volk völlig aus der Spur und im Prinzip nur noch in ihrem Biotop lebensfähig.

Das halte ich für zutreffend, allerdings frage ich mich, wie sich die Beobachter mit der kollektiven Paranoia vertragen.

Wenn jemand auf die Eleyshion aufmerksam wird, dann durch die komischen Räucherköpfe, die ab und zu mal auftauchen.
Bei der tollen Bio- und Mentaltechnik hätte ich an ihrer Stelle eher Cheborpaner manipuliert/programmiert/kopiert und als den z.B. ollen Spälneyer mit seinen Cyberskorpionen los zu schicken.
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