Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

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Verkutzon
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Verkutzon » 28. Mai 2017, 10:23

Bombe 20 hat geschrieben:Nur gut dass Rauchen scheinbar etwas aus der Mode gekommen ist, anno 1551 NGZ. Mit dem Anzünden einer Kippe könnte man sich in der Hochsauerstoffatmo böse die Schnute grillieren :lol:


Da hättest du als Soprasside mal vier Hände um 4 Kippen gleichzeitig zu Rauchen und darfst nicht...! :lol:
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
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Goedda
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Goedda » 28. Mai 2017, 17:17

Ganz interessant zu lesen. Allerdings musste ich auch konzentriert lesen, weil UA in diesem Roman eine Gesellschaft (Soprassiden) beschreibt, die auf dem Stand der real life Erdlinge des Jahres 2030 oder so ist. Und das ganze im PR-Universum… da vermischen sich elektronische Rechnersysteme mit Positroniken, Weltraum- und atmosphärische Flugmanöver, wie sie es ebenfalls bei uns im echten Leben gibt oder gäbe mit Prallfeldern und Hyperbeschleunigungen. Und natürlich die Weltraumlifte, ganz toll beschrieben, ebenfalls, wie man sie bei uns im echten Leben bauen würde. Das hat Spass gemacht zu lesen.
Interessant, dass die Expokraten oder der Autor ein Spinnenähnliches Volk gewählt haben. Normalerweise haben Menschen/Terraner eine kreatürliche Abneigung gegen Spinnen. Aber UA ist es dennoch gut gelungen, die Soprassiden als manipuliertes, benachteiligtes Volk darzustellen, für die man Empathie empfindet. Meinen Dank an UA an dieser Stelle, dass nur sehr wenige Ausserirdische (und Galaktische) Protagonisten vorkamen. Das hat es leichter gemacht, sich die Namen zu merken und der Geschichte zu folgen.
Das Finale bzw. der Cliffhanger… war ja nun keine grosse Überraschung: Die Thoogondu lügen ein wenig und manipulieren die Erinnerungen der Völker ein wenig.

Was mich ein wenig erstaunt hat: Weshalb haben der Gondu und Ghuogondu PR und co. zu den Soprassiden geschickt? Aus all den vielen (unterdrückten) Völker hätte es kein geeigneteres Vorzeigevolk gegeben? Und auf dem Heimatplaneten der Soprassiden gibt es noch den Abgrund der Altorderen, den die Thoogondu nie gefunden haben. Hätten die Thoogondu PR genauer studiert, hätten sie gewusst, dass er den Abgrund nach spätestens 10 Minuten gefunden hat und dann die Wahrheit ans Licht kommt. Ich als Ghondu hätte PR zu einem Planeten geschickt, der besser unter Kontrolle ist und auf dem es keine alten Geheimnisse/Wahrheiten zu finden gibt.

Und noch was, wie konnte der Flug durch den Kompositor fehlschlagen? Funktionieren die nicht gleich wie Transmitter? Vielleicht funktionieren sie mehr wie die Situationstransmitter der Lemurer und benötigen keine Empfangsstation... das wurde mir irgendwie nicht so klar beim Lesen der Lektüre.

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Kritikaster » 28. Mai 2017, 20:36

Goedda hat geschrieben:Und noch was, wie konnte der Flug durch den Kompositor fehlschlagen? Funktionieren die nicht gleich wie Transmitter? Vielleicht funktionieren sie mehr wie die Situationstransmitter der Lemurer und benötigen keine Empfangsstation... das wurde mir irgendwie nicht so klar beim Lesen der Lektüre.

Als fehlgeschlagen habe ich das nicht empfunden. Es war nur im Empfangsgebiet eine unerwartete und störende Sonneneruption unterwegs. Das auch nur, damit Perry zeigen konnte, wie gut er im Diagnostizieren von Gefahrensituationen ist.
Ob solch ein Transmitter so nahe an einer Sonne sinnvoll platziert ist, ist natürlich eine andere Frage.Aber was ist schon sinnvoll im Perryversum? 8-)

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Goedda » 28. Mai 2017, 20:51

Jetzt, wo Du es sagst, zapfen die Kompositoren nicht die Sonne an für ihren Energieverbrauch? Dann würde eine gewisse Nähe zur Sonne Sinn machen. Allerdings bezog ich mich darauf, dass ich mich nicht erinnern konnte, etwas von einer Empfangsstation gelesen zu haben. Ich glaube, ich muss die Passage nochmal lesen. Bin etwas schludrig geworden auf meine alten Tage.

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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von AARN MUNRO » 29. Mai 2017, 08:13

Bombe 20 hat geschrieben:Nur gut dass Rauchen scheinbar etwas aus der Mode gekommen ist, anno 1551 NGZ. Mit dem Anzünden einer Kippe könnte man sich in der Hochsauerstoffatmo böse die Schnute grillieren :lol:



Könnte explosiv werden! :D
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von jemo » 29. Mai 2017, 09:09

Goedda hat geschrieben:Das Finale bzw. der Cliffhanger… war ja nun keine grosse Überraschung: Die Thoogondu lügen ein wenig und manipulieren die Erinnerungen der Völker ein wenig.

Was mich ein wenig erstaunt hat: Weshalb haben der Gondu und Ghuogondu PR und co. zu den Soprassiden geschickt? Aus all den vielen (unterdrückten) Völker hätte es kein geeigneteres Vorzeigevolk gegeben? Und auf dem Heimatplaneten der Soprassiden gibt es noch den Abgrund der Altorderen, den die Thoogondu nie gefunden haben. Hätten die Thoogondu PR genauer studiert, hätten sie gewusst, dass er den Abgrund nach spätestens 10 Minuten gefunden hat und dann die Wahrheit ans Licht kommt. Ich als Ghondu hätte PR zu einem Planeten geschickt, der besser unter Kontrolle ist und auf dem es keine alten Geheimnisse/Wahrheiten zu finden gibt.


Gleiches ging mir auch durch den Kopf und ich finde die Auflösung des Lügenkonstruktes zu einfach, weil zu offensichtlich. Letztendlich haben natürlich die Thoogondu den Kontionent verwüstet, die Opfer verschuldet und die Erinnerungen der Überlebenden manipuliert. Darauf würde ich jetzt eine Kiste Bier wetten.
Evtl. spielt das Denkmal auch noch eine Rolle, indem es immer wieder den Schuldkomplex erneuert und so die Bewohner auf Linie hält.
Durch diese doch recht einfache Auflösung geht ein guter Teil der Spannung verloren, mal sehen wie das kompensiert wird.

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Bombe 20 » 29. Mai 2017, 10:36

jemo hat geschrieben:Gleiches ging mir auch durch den Kopf und ich finde die Auflösung des Lügenkonstruktes zu einfach, weil zu offensichtlich. Letztendlich haben natürlich die Thoogondu den Kontionent verwüstet, die Opfer verschuldet und die Erinnerungen der Überlebenden manipuliert. Darauf würde ich jetzt eine Kiste Bier wetten.
Evtl. spielt das Denkmal auch noch eine Rolle, indem es immer wieder den Schuldkomplex erneuert und so die Bewohner auf Linie hält.
Durch diese doch recht einfache Auflösung geht ein guter Teil der Spannung verloren, mal sehen wie das kompensiert wird.


Ja, diese Vermutung liegt nahe. Die Gesellschaften aller vier Kontinente entwickeln gleichzeitig Nuklearwaffen und dann einigen sich drei drauf den vierten plattzumachen. Nur gut dass es den grossen Retter gibt. Aber angenommen, die Thoodings haben dies alles nur inszeniert, bleibt die Frage, wozu all dieser Aufwand und diese Lügengebilde? Den Thoodings kann es doch völlig egal sein wenn sich die Sopranisten gegenseitig atomisieren, die kommen über ihr eigenes Sonnensystem nicht hinaus. Und wenn sie irgendwas von denen brauchen, Genmaterial für welche Zwecke auch immer, dann können sie es sich auch einfach so holen, ohne den ganzen Schnickschnack, kein Sopranist wäre in der Lage sie zu hindern. Also was soll das alles? Ist das ein Hobby der Thoogondel und sie machen es aus Zeitvertreib? Oder ist es nur wirklich eine gar sonderbare Art, Frieden zu bringen, koste es so viele Tote wie es wolle? :unschuldig:

Btw: Die Gemen haben auch doppelte Kniegelenke und zwei Doppelaugenpaare wie die Sopranisten und knochenlose Arme (wohl eher Tentakel) wie die Thoodings. Ist das ein Zufall? Was geschieht mit dem Genmaterial das die Sopranisten in Form von Lebendopfern bringen? Steckt am Ende womöglich GESHOD auch hinter dem Goldenen Reich? :lol:

Für den Roman habe ich echt lange gebraucht, weil ich zwischendrin oft lieber was anderes machte, diese ganze Lügen- und Manipulationssache verleidet mir das Lesen inzwischen zusehends mehr. Hoffentlich bekommen wir nächste Wochen wenigstens ein paar Anhaltspunkte was das alles soll :unsure:

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von nanograinger » 29. Mai 2017, 12:27

Goedda hat geschrieben:Jetzt, wo Du es sagst, zapfen die Kompositoren nicht die Sonne an für ihren Energieverbrauch? Dann würde eine gewisse Nähe zur Sonne Sinn machen. Allerdings bezog ich mich darauf, dass ich mich nicht erinnern konnte, etwas von einer Empfangsstation gelesen zu haben. Ich glaube, ich muss die Passage nochmal lesen. Bin etwas schludrig geworden auf meine alten Tage.

Ja, der Kompositor bezieht seine Energie aus Sonnenzapfung. Aus den gleichen Gründen wurde ja auch im Sol-System der ATG-Generator oder das Moltrans-System wie BACKDOOR auf dem Merkur gebaut. Merkur bspw. ist 58 Mio. km zwar von der Sonne weg (bei 1.3 Mio km Sonnedurchmesser), aber da wir die Auswirkungen von Sonneneruptionen noch auf der Erde als Magnetstürme kennen, denke ich schon, dass die Soprassiden-Raumschiffe von solchen Eruptionen durchaus beeinträchtigt werden können (auch wenn man solche Raumschiffe natürlich gegen EMPs härten wird).

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Kritikaster » 29. Mai 2017, 13:20

jemo hat geschrieben:Durch diese doch recht einfache Auflösung geht ein guter Teil der Spannung verloren, mal sehen wie das kompensiert wird.

Interessant, dass du Hoffnung auf eine Kompensation hast. So weit habe ich gar nicht gedacht.
Ich fand eher, dass schon der Weg zur Auflösung banal und knirschend in der logischen Abfolge daherkam. Die Thoogondu lassen Perry alleine auf Abenteuerreise gehen. Der Mann, mit dem sie ein angeblich wahnsinnig wichtiges Abkommen schließen wollen. Aber muss ja so sein, weil er sich jetzt mal die Geschichte von einem Vanteneuer erklären lassen soll. Da stören die Thoogondu dann nur. Das finde ich schon reichlich unlogisch.
Das Einzige, was der Roman mir zu bieten hatte, waren daher die technischen Errungenschaften der Soprassiden. Streckenweise sehr schön geschildert, wenn ich auch nicht alles so ganz nachvollziehen konnte (Luftwiderstand und Schalleffekte verringern).
Völlig undurchsichtig blieb für mich der begleitende Soprasside, der anfänglich das Handeln der Thoogondu bis zum Erbrechen rechtfertigte, dann plötzlich ganz andere Interessen mit seiner Reisebegleitung verband und in null komma nichts zum Vanteneuer überlief. Sehr merkwürdig.
Aber vielleicht sind Soprassiden einfach nur merkwürdig. Die Art, wie sie Perry immer wieder zu Ritualen einluden, um ihn dann komplett zu ignorieren, habe ich auch nicht verstanden.
Wird vermutlich nicht mein Lieblingsroman des Zyklus.
8-)

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Goedda » 29. Mai 2017, 13:47

Ich glaube eher, dass die Soprassiden, wie die meisten anderen Intelligenzwesen, nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden können. Da schimmert mal die eine Facette durch, dann eine andere. Aber dass die Soprassiden nicht 100% mit den Thoogondu konform gehen, da hat schon der Soprandu was durchsickern lassen... sinngemäss sagte er, dass er der Geschichtsschreibung nicht traue, es sei nur das, an was sie sich erinnerten.
Inwiefern der begleitende Soprasside Kenntnis von den Manipulationen der Thoogondu hat... das vielleicht nicht gerade, aber auch er hat eindeutig mehr gewusst, als er offen zugegeben hat. Sein Überlaufen hat mich nicht überrascht, besonders wenn die "Beweise" im Abgrund der Altvorderen überzeugen sind.

Kann man sehen, wie man will.

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Gitty » 29. Mai 2017, 14:35

Bombe 20 hat geschrieben:
jemo hat geschrieben:Gleiches ging mir auch durch den Kopf und ich finde die Auflösung des Lügenkonstruktes zu einfach, weil zu offensichtlich. Letztendlich haben natürlich die Thoogondu den Kontionent verwüstet, die Opfer verschuldet und die Erinnerungen der Überlebenden manipuliert. Darauf würde ich jetzt eine Kiste Bier wetten.
Evtl. spielt das Denkmal auch noch eine Rolle, indem es immer wieder den Schuldkomplex erneuert und so die Bewohner auf Linie hält.
Durch diese doch recht einfache Auflösung geht ein guter Teil der Spannung verloren, mal sehen wie das kompensiert wird.


Ja, diese Vermutung liegt nahe. Die Gesellschaften aller vier Kontinente entwickeln gleichzeitig Nuklearwaffen und dann einigen sich drei drauf den vierten plattzumachen. Nur gut dass es den grossen Retter gibt. Aber angenommen, die Thoodings haben dies alles nur inszeniert, bleibt die Frage, wozu all dieser Aufwand und diese Lügengebilde? Den Thoodings kann es doch völlig egal sein wenn sich die Sopranisten gegenseitig atomisieren, die kommen über ihr eigenes Sonnensystem nicht hinaus.

Diese Entwicklung bei den Soprassiden finde ich auch reichlich rätselhaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so hochentwickeltes Volk wie die Thoogondu irgendein größeres Interesse an einem Volk im atomaren Entwicklungstatium haben sollten. Es sei denn, in deren Genmaterial ist etwas, was den Thoogondu von hohem Nutzen ist.
Interessant wäre auch, wenn die Soprassiden in Wahrheit einst ein sehr hochentwickeltes Volk waren, das den Hegemonialansprüchen der Thoogondu gefährlich hätte werden können. Diese "bomben" sie dann zurück in die atomare "Steinzeit", geben ihnen die falschen Erinnerungen und können so die großen Wohltäter spielen. :gruebel:
"In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am anderen." - Christian Morgenstern -
***
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von nanograinger » 29. Mai 2017, 15:14

Kritikaster hat geschrieben:
jemo hat geschrieben:Durch diese doch recht einfache Auflösung geht ein guter Teil der Spannung verloren, mal sehen wie das kompensiert wird.

Interessant, dass du Hoffnung auf eine Kompensation hast. So weit habe ich gar nicht gedacht.
Ich fand eher, dass schon der Weg zur Auflösung banal und knirschend in der logischen Abfolge daherkam. Die Thoogondu lassen Perry alleine auf Abenteuerreise gehen. Der Mann, mit dem sie ein angeblich wahnsinnig wichtiges Abkommen schließen wollen. Aber muss ja so sein, weil er sich jetzt mal die Geschichte von einem Vanteneuer erklären lassen soll. Da stören die Thoogondu dann nur. Das finde ich schon reichlich unlogisch.....

Ich glaube, ihr unterschätzt die Thoogondu und deren Führung immer noch. Für mich scheint es so, als wäre Perry zu den Soprassiden geschickt worden, um das Versteck der Altvorderen und den Vanteneuer aufzuspüren. Denn die im Roman geschilderte atomare Attacke bringt Perry in genau den Zugzwang, um ihn in diese Richtung zu treiben, und auch das Gemurmel Osspraths bzgl. der Altvorderen sehe ich keineswegs als Zufall an, er wurde vermutlich vom Mahnmal genau so beeinflusst, dass er dies auf Nachfrage aufbringt.

Dass Perry dadurch zwangsläufig den Vanteneuer trifft und den "Riss im Lügennetz" findet, ist für die Thoogondu eher sekundär. Dass sie ihn nicht durch ihre hohe Tugend und Moral zur Zusammenarbeit überzeugen wollen, ist doch bereits seit PR 2900 klar.

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Soulprayer
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Soulprayer » 29. Mai 2017, 15:19

Da ist was dran, nanograiner.
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Neuer PR-Leser seit 2. Sept. 2015 - Durchgelesen: 649/2874 (<22 %) - seit Bd 2875 parallel am Lesen;
derzeit am Lesen: ATLAN-Heftserie 36/850

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nanograinger
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von nanograinger » 29. Mai 2017, 16:15

Soulprayer hat geschrieben:Da ist was dran, nanograiner.

nanograinger, bitte sehr. Zum Grainen neige ich eher nicht... B-)

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Kritikaster » 29. Mai 2017, 16:38

nanograinger hat geschrieben:Ich glaube, ihr unterschätzt die Thoogondu und deren Führung immer noch. . Denn die im Roman geschilderte atomare Attacke bringt Perry in genau den Zugzwang, um ihn in diese Richtung zu treiben,

Wäre ja schön, wenn du da richtig liegen würdest.
Aber das er gezielt durch einen Atomwaffenangriff in die Abgründe getrieben wird, scheint mir doch etwas weit hergeholt. Wenn die Thoogondu vom Vanteneuer gewusst hätten, hätten sie das Problem längst gezielt angehen können. Was hätte sie daran hindern können? 8-)

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Herr Siebentag
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Herr Siebentag » 29. Mai 2017, 16:43

Also der Geheimdienst der Thoogondu ist unter Einsatz aller Resourcen und aller fiesen Tricks Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte daran gescheitert das Gewölle zu finden oder zu überwinden. Da denkt sich der Gondu, schicken wir doch mal Herrn Rhodan, der macht das in 10 Minuten. Und zur Motivation noch ein paar Atombömbli hinterher, kann zwar sein dass er dabei umkommt aber dieser Rhodan ist eh nicht so wichtig, kann man mal riskieren.

Jo, klingt nach einem Plan.

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von nanograinger » 29. Mai 2017, 17:01

Herr Siebentag hat geschrieben:Also der Geheimdienst der Thoogondu ist unter Einsatz aller Resourcen und aller fiesen Tricks Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte daran gescheitert das Gewölle zu finden oder zu überwinden. Da denkt sich der Gondu, schicken wir doch mal Herrn Rhodan, der macht das in 10 Minuten. Und zur Motivation noch ein paar Atombömbli hinterher, kann zwar sein dass er dabei umkommt aber dieser Rhodan ist eh nicht so wichtig, kann man mal riskieren.

Jo, klingt nach einem Plan.

Genau. B-)

Denn der Gondu und sein Sohnemann wissen ja, dass Perry und Co ihr SERUN-SR tragen, und genauso wissen sie, dass Perry die Höhleneingänge schon gefunden haben (für was hat man denn Spionagesatelliten). Praktischerweise hat der zu Hilfe kommende Pentasphärenraumer auch noch die Ausrede, dass er erst einmal die bewohnten Kontinente schützen muss, bevor er sich dem eh' schon vernichteten Mahnmal-Kontinent kümmern kann. Und falls es dieser Perry wieder erwarten nicht in die Höhlen schafft, kann man die Atombomben doch noch zerstören, zu Not per Killswitch.

Dass die Altvorderen hinter dem Gewölle eher Perry und Co zu sich rein lassen, als irgendwelche anderen Agenten der Thoogondu, scheint mir auch nicht gerade unplausibel. Offensichtlich sind die Vanteneuer sehr in der Defensive, um es mal euphemistisch auszudrücken. Jetzt kommt jemand, der offenbar von außerhalb des Gondunats kommt. Da macht es schon Sinn, sich diese Person(en) mal anzuschauen.



Also ich habe schon deutlich seltsamere Plots gelesen, in PR sowieso. Wie war das nochmal mit dem "kosmischen Lockvogel"?

Trevor Casalle 839

Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Trevor Casalle 839 » 29. Mai 2017, 20:01

nanograinger hat geschrieben:
Herr Siebentag hat geschrieben:Also der Geheimdienst der Thoogondu ist unter Einsatz aller Resourcen und aller fiesen Tricks Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte daran gescheitert das Gewölle zu finden oder zu überwinden. Da denkt sich der Gondu, schicken wir doch mal Herrn Rhodan, der macht das in 10 Minuten. Und zur Motivation noch ein paar Atombömbli hinterher, kann zwar sein dass er dabei umkommt aber dieser Rhodan ist eh nicht so wichtig, kann man mal riskieren.

Jo, klingt nach einem Plan.

Genau. B-)

Denn der Gondu und sein Sohnemann wissen ja, dass Perry und Co ihr SERUN-SR tragen, und genauso wissen sie, dass Perry die Höhleneingänge schon gefunden haben (für was hat man denn Spionagesatelliten). Praktischerweise hat der zu Hilfe kommende Pentasphärenraumer auch noch die Ausrede, dass er erst einmal die bewohnten Kontinente schützen muss, bevor er sich dem eh' schon vernichteten Mahnmal-Kontinent kümmern kann. Und falls es dieser Perry wieder erwarten nicht in die Höhlen schafft, kann man die Atombomben doch noch zerstören, zu Not per Killswitch.

Zu komplex. Das Schöne an 2910 war doch, dass es ein richtig geradliniger Roman war.

Klar hätten die Thoogondu auch einen anderen Planeten für einen Besuch von PR aussuchen können, aber warum? Ich denke mal, auch auf anderen Welten gibt es so ein Lügennetz, das immer und überall Lücken aufweisen wird - zwangsläufig. Ob es dann bei den Soprassiden passiert oder nicht, ist doch egal...

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von marafritsch2705 » 29. Mai 2017, 21:45

Welche Wesen aus Matans Reich? - Meinst Du jetzt die Wesen in der Veste Tau? Die werden nicht von sich selbst heraus aelter bzw. sind dort auch nicht sonderlich langlebig - dort koennen Tote halt wieder "reanimiert" werden.



Nein,,ich meine die lemurer in terrania-dem reich,,dass dank ES pläne für den umbau Nathans in eine Intotronik-entstanden war, dort wurden lemurer ganz ohne ZAC 1000 und mehr jahre alt

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Kritikaster » 30. Mai 2017, 23:05

OFF-Topic (sorry) Weiß nicht, wo ich sonst posten sollte.
Seit mehr als drei Wochen vermisse ich Beiträge von Raktajino. Weiß jemand was über die Gründe seines Schweigens? 8-)

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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von AARN MUNRO » 31. Mai 2017, 08:05

Kritikaster hat geschrieben:OFF-Topic (sorry) Weiß nicht, wo ich sonst posten sollte.
Seit mehr als drei Wochen vermisse ich Beiträge von Raktajino. Weiß jemand was über die Gründe seines Schweigens? 8-)



Ist das schon drei Wochen her? Wirklich?
Urlaub? Topic gewechselt? Entnervt aufgegeben? :D
Hoffentlich nichts Ernstes! :unsure:
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Kardec » 31. Mai 2017, 09:41

Ist mir natürlich auch aufgefallen, da wir uns gerne gegenseitig ein wenig aufgezogen haben.
Es ist sogar schon 4 Wochen her seit seiner letzten Anmeldung.

Truktan
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Truktan » 1. Juni 2017, 12:40

Was mich ein wenig erstaunt hat: Weshalb haben der Gondu und Ghuogondu PR und co. zu den Soprassiden geschickt? Aus all den vielen (unterdrückten) Völker hätte es kein geeigneteres Vorzeigevolk gegeben?


Vielleicht befürchteten die Gondu, dass PR bei anderen Völkern zu schnell erkennen würde, dass die Gondu sie unterdrücken. Bei den Soprassiden scheinen die Gondu ja der grossen Mehrheit erfolgreich vorgemacht zu haben, die Wohltäter und Retter ihres Volkes zu sein.

Dass es durch losgelassenen Nuklearwaffen zu einem Riesenchaos kommen würde, in dessen Verlauf Perry sich absetzen konnte, um mal "in den Keller zu schauen", konnten die Gondu möglicherweise nicht vorhersehen.


Es gibt auch immer noch die Möglichkeit, dass die Gondu *tatsächlich* im großen und ganzen gut gesonnen sind, ihrer jetzigen Heimatgalaxis eine Art "Pax Romana" gebracht haben und brauchbare Verbündete für die Terraner wären - ein paar Leichen hat jeder im Keller, sogar die Terraner selbst :-)

Aber ok, so richtig glaube ich daran auch nicht :D

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Harzzach
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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Harzzach » 1. Juni 2017, 13:27

Truktan hat geschrieben:Es gibt auch immer noch die Möglichkeit, dass die Gondu *tatsächlich* im großen und ganzen gut gesonnen sind, ihrer jetzigen Heimatgalaxis eine Art "Pax Romana" gebracht haben und brauchbare Verbündete für die Terraner wären - ein paar Leichen hat jeder im Keller, sogar die Terraner selbst :-)

Aber ok, so richtig glaube ich daran auch nicht :D

Warum nicht? Die Galornen zählten während der THOREGON-Handlung klar zu den Verbündeten der Milchstrassenvölker. Die Galornen haben sogar eine ganze Flotte ihrer Schwarzen Schiffe bei dem Versuch verloren, den Galaktikern gegen Seelenquell beizustehen. Aaaaber ... der Friede von Plantagoo wurde nicht durch eine besonders gute Regierung/Diplomatie der Galornen erzielt, sondern durch ein rabiates, planetenweites Entziehen von genug Aggression, um die Bevölkerung zu sanften Lämmern zu machen. Das sog. Shifting verstößt gegen alles, was Perry und Co. für gut und richtig halten. Die Galornen hielten daran fest, weil sie es für richtig und gut hielten.

Gut möglich, dass die Thoogondus in ihrem Selbstverständnis diese Gedächtnismanipulationen als notwendiges Mittel erachten, um einen galaxisweiten Frieden zu erhalten. Gemäß dem Prinzip, dass der Zweck die Mittel heiligt.

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Re: Spoiler 2910: Uwe Anton - Im Reich der Soprassiden

Beitrag von Ce Rhioton » 1. Juni 2017, 13:59

Harzzach hat geschrieben:Gut möglich, dass die Thoogondus in ihrem Selbstverständnis diese Gedächtnismanipulationen als notwendiges Mittel erachten, um einen galaxisweiten Frieden zu erhalten. Gemäß dem Prinzip, dass der Zweck die Mittel heiligt.


Sehe ich ähnlich. Wir neigen dazu, unsere Moralvorstellungen auf andere zu übertragen. Warum eigentlich?
So wie die Galornen das Shifting für nötig erachte(te)n, kämen die Thoogondus offensichtlich nicht auf den Gedanken, ihre Manipulationen infrage zu stellen.
Aus deren Sicht ist ihr Handeln effektiv. Das zählt letztlich.
Solch Vorgehensweisen muss man nicht gutheißen, doch zumindest als Fakt akzeptieren.

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