Spoiler 2912: Der letzte Galakt-Transferer, v. Robert Corvus

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Kardec
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Na wie denn nu? :D Da kann sich mal wieder einer nicht entscheiden.
AARN MUNRO hat geschrieben:Ein sehr spannender, überzeugender Roman, der leider auch etwas zäh im Erzählfluss für mich war. (Ich musste dreimal unterbrechen und neu ansetzen)..............

War der Roman für dich jetzt spannend u. überzeugend, oder zäh - beides zusammen geht für mich nicht zusammen.
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AARN MUNRO
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Kardec hat geschrieben:Na wie denn nu? :D Da kann sich mal wieder einer nicht entscheiden.
AARN MUNRO hat geschrieben:Ein sehr spannender, überzeugender Roman, der leider auch etwas zäh im Erzählfluss für mich war. (Ich musste dreimal unterbrechen und neu ansetzen)..............

War der Roman für dich jetzt spannend u. überzeugend, oder zäh - beides zusammen geht für mich nicht zusammen.




Für mich schon. Der Gesamtzusammenhang war wirklich überzeugend, dennoch musste ich dreimal neu ansetzen wegen Langeweile, es gab also vorübergehende, zähe Stellen, die das Gesamtkonzept als Kunstwerk aber kaum schmälern.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
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"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
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Arthur Dent
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AARN MUNRO hat geschrieben:Wie es scheint, ist Robert auch ein Trekkie. Ich habe schon wieder einen "Schildgenerator" gefunden anstatt einen (Schutz) Schirmgenerator. :D
Na dann, Earl Grey bitte ... und: auf den Schirm! Grußfrequenzen öffnen! Machen Sie's so! :D

Scotty hätte den Antrieb auch wieder hinbekommen ...
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Arthur Dent
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AARN MUNRO hat geschrieben:... Wieso Ist der Galakt-Transferer auch ein 2500m durchmesendes Kugelschiff mit Ringwulst? Terranischer Herkunft ... aber 25.000 Jahre alt? Erneut ein Zeitsprung in die Vergangenheit?
...

Es ist 2100 Meter im Durchmesser, am Ringwulst gemessen 2500 Meter. Und es ist nicht terranischer Herkunft sondern ein Schiff der Vanteneuer. Mit zwei weiteren Schiffen sind die Vanteneuer vor 27.043 Jahren in die Milchstraße geflogen, um dort mehr über die Herkunft der Invasoren, der Thoogondu, zu erfahren.
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Verkutzon
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Meiner Frau gefällt dieser Vanteneuer namens Ea-Eaveud...der kann nämlich sein fest montiertes Facetten-Auge nicht in gespielter Empörung verdrehen - so wie ich manchmal... :D
Gratuliere, Top Roman! Alles dabei: Action, gute Dialoge und Rätsel...Herz was willst du mehr...
„Wissen Sie, was für eine Jahreszahl auf dieser Münze steht?“
„Nein.“
„1958. Sie war zweiundzwanzig Jahre unterwegs, um hierherzukommen. Und jetzt ist sie da. Und ich bin da. Und ich hab die Hand drauf. Und jetzt heisst es entweder Kopf oder Zahl. Und das bestimmen Sie. Sagen Sie schon.“

Kein Land für alte Männer/ Cormac McCarthy
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Richard
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Ich fand den Band auch ganz interessant. Es wird mal wieder die Idee aufgegriffen, dass Menschenabkoemmlinge als Boesewichte agieren. Ob da vielleicht auch eine Gedaechnismanipulation vorliegt und man so diese Menschen gefuegig machte und sie gegen Perry/ES aufbrachte?
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Kardec
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Ich fand nicht dass Gi Barr vom Autoren Robert Corvus als Bösewicht geschildert wurde.
Klar - als Gegner für die andere Seite agierend. Gegen ES zu sein, dafür hat er evtl. einleuchtende Gründe - und dass er gefilterte Infos aus der MS vom Gondunat serviert bekam kann auch gut sein.
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Arthur Dent
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Kardec hat geschrieben:Ich fand nicht dass Gi Barr vom Autoren Robert Corvus als Bösewicht geschildert wurde.
Klar - als Gegner für die andere Seite agierend. Gegen ES zu sein, dafür hat er evtl. einleuchtende Gründe - und dass er gefilterte Infos aus der MS vom Gondunat serviert bekam kann auch gut sein.

Sehe ich auch so, Gi Barr wird differenzierter geschildert. Da ist sein militärischer Auftrag, aus dem er zunächst sein Ziel ableitet, nämlich wieder die Kontrolle zu gewinnen. Sein Bild des Gegners ist von Vorurteilen geprägt. Die Vanteneuer sind Terroristen. Abschwächend gönnt Corvus der Figur ein paar Gedanken, dass ein ganzes Volk auch Individuen hervorbringt, die eben keine Terroristen sind. Gleichwohl sieht Gi Barr seine vorgefasste Meinung eigentlich bestätigt. Und bei seinen Aktionen nimmt er keine Rücksicht auf die Vanteneuer an Bord.
Andererseits macht er sich Gedanken zu Bürgern des Gondunats, die er schützen müsste und ist erleichtert, dass er an Bord des Galakt-Transferers keine Rücksicht nehmen muss. Ich erinnere mich an die Szene des Attentats auf den Gondu. Die Gäonen dort nahmen keine Rücksicht auf Bürger des Gondunats. Gi Barr scheint anders gestrickt zu sein. Zumindest äußert er theoretisch seine Bedenken.
Und er macht sich Gedanken dazu, wie Rhodan wohl auf die Nachricht des Zweiten Solaren Imperiums reagiert hat. Nicht alle (Terraner) machen eben das Spiel Rhodans mit. Sie sind erwachsen geworden. Damit gönnt Robert Corvus dem Gäonen doch ein paar Gedanken mehr, die über den Status eines reinen Befehlsempfängers hinausgehen
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R.B.
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Grundsätzlich ist der Roman nicht verkehrt. Aber vorige Woche das Teil las sich besser. Der hier ist stellenweise in der Tat etwas zäh....
Hans Schäfer
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Kritikaster
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Verkutzon hat geschrieben:Meiner Frau gefällt dieser Vanteneuer namens Ea-Eaveud.

Wobei ich mich frage, warum die nicht Van-Vanteneuer heißen, wo sie doch sonst bei jedem Namen stottern. 8-)
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RolfK
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Mag sein, dass die Terraner des 2. SI manipuliert sind, aber notwendig für den Gang der Story ist das nicht:
Vielmehr scheint mir die Überlegung, dass Perry als durch die Unsterblichkeit verpflichteter Agent von ES agiert, und dass der Menschheit daraus Schaden erwächst, sehr naheliegend zu sein, und ich habe es bisweilen vermisst, dass solche Überlegungen und Argumente in den inneren Konflikten des SI oder der LFT keine Rolle spielen. Welche Oppositionsgruppe in der LFT oder welcher Gegner in der MS würde denn auf diese naheliegende Argumentation verzichten? VM jedenfalls teilt den Standpunkt, wenn ich mich recht an seine Lebensgeschichte erinnere.
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Richard
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Seit Band 1000 wissen wir allerdings, dass Perry seinen ZA(C) von den KK bekommen hat und es quasi nur ausfuehrendes Organ war, detto Atlan.

Davon abgesehen ... eigentlich muesste Gi Barr durchaus ein anderes Interkosmo sprechen wie Perry & Co.
Aufgrund der langen Abspaltung dieses Teils der Menschheit sollte sich Interkosmo durchaus auch etwas anders weiterentwickelt haben als in der Milchstrasse.
Ich wuerde mich freuen, wenn sowas zumindest erwaehnt wird.
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Arthur Dent
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Richard hat geschrieben:...
Davon abgesehen ... eigentlich muesste Gi Barr durchaus ein anderes Interkosmo sprechen wie Perry & Co.
Aufgrund der langen Abspaltung dieses Teils der Menschheit sollte sich Interkosmo durchaus auch etwas anders weiterentwickelt haben als in der Milchstrasse.
Ich wuerde mich freuen, wenn sowas zumindest erwaehnt wird.

Ja, Sprachen verändern sich. Insbesondere andere Kulturen werden den Sprachwortschatz dieser gemeinsam gesprochenen Sprache unglaublich vergrößeren. Da werden für viele schon vorhandene Wörter dennoch neue hinzugefügt. Dazu die Aussprache, Sprachvereinfachungen etc.
Allerdings ist es im vorliegenden Roman ein einziger Befehl, den Gi Barr in Interkosmo spricht. Er befiehlt seiner Rüstung, ihn hier rauszubringen, als ihm der Oxtorner den Helm zertrümmert. Bei der späteren Kommunikation lässt der Autor m.E. offen, in welcher Sprache das Gespräch geführt wird.
Die Situation mit dem Interkosmo fand ich persönlich übrigens am gelungsten. Sowohl in der kurzen Sequenz, als Danhuser den Satz wahrnimmt, als auch in der späteren Analyse, als der Oxtorner die verschiedenen Möglichkeiten durchgeht, ob eine Übersetzung seines Translators oder der Rüstung vorliegt und dazu die Erläuterungen mit dem Effekt, in solchen Situationen die Muttersprache zu verwenden. Das war sehr lebendig geschildert.
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Trevor Casalle 839
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R.B. hat geschrieben:Grundsätzlich ist der Roman nicht verkehrt. Aber vorige Woche das Teil las sich besser. Der hier ist stellenweise in der Tat etwas zäh....

Das stimmt, 2911 war absolut toll, 2912 hatte dagegen einige Längen.

Und war, im Gegensatz zu 2911, nicht so logisch. Ich wunderte mich, dass die Vanteneuer, deren Schiff das ja ist, mehr oder weniger nur wie Statistenpfosten in der Gegend rumstanden. So bekam man am Ende das Gefühl, dass der für Vanteneuer unsagbar Fremde und Unbekannte, Perry Rhodan eben, unter der Nase der Vanteneuer frei schalten und walten konnte.... die eigentlich zwangsläufigen Konflikte kamen hier etwas kurz...

Man stelle sich dazu einfach mal vor, zwei schleimige Alien tauchten plötzlich in deiner Wohnung auf und würden anfangen, sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen - und du stehtst dumm rum und schaust zu. Zwischenzeitlich gehen Tür, Fenster und die Elektroinstallation zu Bruch und du lächelst schüchtern und reparierst Tür und Fenster (schließlich regnet es gar furchtbar draußen). Außerdem reparierst du die Installation notdürftig. Derweil sausen um dich herum die beiden Aliens, Schleimspuren hinterlassend, die sich gegenseitig mit deinen Einrichtungsgegenständen (Polstermöbelwurfgeschossen und Küchengegenständen) malträtieren.

Und hinterher freust du dich, dass es einen Gewinner der großen Polstmöbelschlacht gibt...
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Troll Incorporation
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Schnell noch mal die Erinnerung daran, dass Robert Corvus morgen, Montag, eine

Live-Diskussion

zu PERRY RHODAN 2911 RISS IM LÜGENNETZ und PERRY RHODAN 2912 DER LETZTE GALAKT-TRANSFERER
durchführt:

12. Juni, 19:30 mit Autor Robert Corvus auf Facebook:
https://www.facebook.com/RobertCorvusAutor/?fref=ts
http://www.dieterbohn.eu - bohn to be wild
Die 2. Storysammlung: sefer chajim - und andere böse Geschichten (als Buch & eBook) von Dieter Bohn
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Goedda
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Der Roman knüpft nahtlos an den Vorgängerroman an. Die Autoren sollten mehr Doppelroman schreiben.
Habe ich das richtig verstanden, dass RC 2912 vor 2911 geschrieben hat? Das hat man mMn auch nicht gemerkt… :st:

(S.30, rechte Spalte unten)
"Der Vanteneuer schien… seine Lunge mit tiefen Atemzügen zu füllen… Das Schott sprang auf, die Restatmosphäre entwich und drückte auch den Passagier heraus."
Die Datenlage ist dünn, aber wenn man dem Vakuum exponiert wird, sollte man nicht seine Atemorgane füllen. Dies führt zu einer explosiven Dekompression und zerfetzt die Lungen.
http://www.geoffreylandis.com/vacuum.html

Der Kampf zwischen dem Oxtorner Baron und Gi Barr war grossartig. Die Oxtorner spielten in den vergangenen Zyklen kaum eine Rolle, weil der Gegner militärisch nicht zu besiegen war oder der Schwerpunkt auf PSI (Neuroversum), Raumschiffen und Zeit (AT / JZL) oder kosmischen Überbau (Sternengruft) lag. Dieser Zyklus scheint trotz starker "Beteiligung" des Wanderers zumindest mit den Thoogondu eine feudalistisch-martialische Komponente zu enthalten und da passt ein Oxtorner hervorragend hinein. Zitat (S.40):
"Die angespannten Muskelstränge in Danhusers Hals fühlten sich an, als handelte es sich um Stahlkabel"
Habe ich solche Sätze vermisst!

Ebenfalls gefallen hat mir die Schilderung des Gäonen. Selbst PR konnte die Argumente von Gi Barr nicht völlig von der Hand weisen. Ist dies das erste Mal, dass PR in der Serie eine differenziertere Haltung bezüglich ES einnimmt und zumindest gedanklich das Verhalten von ES während galaktischen Krisen kritisiert? Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas schon mal gelesen zu haben. Ein grosses Dankeschön für diese Passagen.
Und wie bereits im Vorgängerroman sehe ich in diesem Roman meine Meinung bestätigt, dass weder die Thoogondu, noch die Vanteneuer/Rebellen/"Terroristen" mit den ethischen und moralischen Ansprüchen der Galaktiker und PR vereinbar sind. Dennoch muss sich PR für die eine oder andere Seite entscheiden, ein Gratwanderung zwischen den Fronten scheint zum jeztigen Zeitpunkt mit den vorhandenen Ressourcen nicht möglich. Nun, immerhin konnte PR sowohl dem Gäonen als auch den Vanteneuer Zugeständnisse abringen. Die Vanteneuer töten den Gäonen nicht und der Gäone erzählt mehr über die Vergangenheit. Ein kleiner Erfolg.

Gefallen haben mir auch die Gedanken, die sich RC zu den Kämpfen im Galakt-Transferer gemacht hat. So wird meist mit Desintegratoren versucht, die Individualschirme zu knacken. In der Vergangenheit kamen gnadenlos Thermowaffen oder Impulswaffen zum Einsatz, ohne deren Auswirkungen auf die Temperatur auch nur im Geringsten angemessen zu betrachten. Hier haben die meisten Vanteneuer keinen Einsatzanzug und so wird meist mit Desintegratoren gekämpft. Wenn ich mich recht erinnere wurde nur einmal mit Thermowaffen gekämpft und da wurden die Auswirkungen doch recht gut beschrieben. Die Frage wie ein Desintegrator einen Individualschirm überlasten kann, lasse ich mal aussen vor. Es gibt Dinge im PR-Universum, die muss man einfach so nehmen, wie sie sind.

Was mich ein wenig, aber wirklich nur ein wenig gestört hat, ist, dass schon wieder ein Einzelkämpfer es alleine mit einem Raumschiff und allen an Bord befindlichen Robotern und Passagieren aufnimmt. Natürlich gäbe es wenig zu erzählen, wenn der Gäone gleich nach dem Transmitterdurchtritt von Sensoren erfasst und mit Fesselfeldern festgesetzt würde, aber militärisch-taktisch scheinen mir die Vanteneuer nicht auf der Höhe zu sein. Ich hätte eigentlich so etwas wie in Stargate SG1 erwartet: Sobald ein Feind das Innerste betritt, werden alle Sektionen komplett isoliert. Die Beweglichkeit des Feindes wird unter allen Umständen eingeschränkt. Danach kann man Sektion für Sektion durchsuchen und den Feind so aufspüren und eliminieren. Stattdessen "spielen" die Vanteneuer ihre Licht- und Windspiele als stünde nicht ihre Existenz und die des letzten Galakt-Transferers auf dem Spiel. Na ja…

Insgesamt aber ein toller Roman. Kann ich besonders (ES-kritischen) Altlesern empfehlen: Schwarm, Solares Imperium, Oxtorner im Einsatz und eine bodenständige Handlung ohne grosses "Hyper" oder "PSI".
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Robert Corvus
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Goedda hat geschrieben:Habe ich das richtig verstanden, dass RC 2912 vor 2911 geschrieben hat?

Das stimmt. Als ich die Fertigmeldung für 2912 an den Verlag geschickt habe, kam die Anfrage, ob ich auch 2911 schreiben könnte.

Goedda hat geschrieben:"Der Vanteneuer schien… seine Lunge mit tiefen Atemzügen zu füllen… Das Schott sprang auf, die Restatmosphäre entwich und drückte auch den Passagier heraus."
Die Datenlage ist dünn, aber wenn man dem Vakuum exponiert wird, sollte man nicht seine Atemorgane füllen. Dies führt zu einer explosiven Dekompression und zerfetzt die Lungen.

Auf einer NASA-Seite habe ich die Aussage gefunden, dass entscheidend sei, dass man die Luft nicht anhält, sondern den Mund öffnet und sie entweichen lässt.
Generell ist der Druckunterschied ja auch "nur" 1 bar - also so viel, als würde man 10 Meter tief tauchen, und sogar weniger, als der Druckunterschied zwischen einem PKW-Reifen und der Umgebung. Der Dekompressionseffekt ist also wesentlich geringer, als er in vielen Filmen (allen voran Total Recall) aus dramaturgischen Gründen dargestellt wird.

In meinem Roman Feuer der Leere ist übrigens eine ausführliche Ich-stelle-mich-dem-Vakuum-Szene enthalten. ;)
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Goedda
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Wie gesagt, die Datenlage ist dünn. Als guter Wissenschafter schlage ich vor, wir testen die Hypothesen mit einem Experiment. Das schafft Klarheit. Wer stellt sich zur Verfügung? :devil:
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Kritikaster
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Goedda hat geschrieben:. Ist dies das erste Mal, dass PR in der Serie eine differenziertere Haltung bezüglich ES einnimmt und zumindest gedanklich das Verhalten von ES während galaktischen Krisen kritisiert? Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas schon mal gelesen zu haben.

Die Kritik an seiner Abhängigkeit von ES hat es schon häufiger gegeben. Ich glaube mich sogar an eine politische Bewegung zu erinnern in diesem Zusammenhang, komme aber nicht drauf, wer und wann das war. (Wird vielleicht im Zusammenhang mit der Geschichte der Gäonen noch deutlicher.) Ich erinnere mich auch an eine ziemlich lange Diskussion, die Perry zu dem Thema mit jemandem hatte.
Aber diese Kriitiken endeten immer mit Perrys Haltuing: Zu ES stehen ist alternativlos, alles andere wäre für die Menschheit noch schlimmer.
Wenn ES nun zukünftig eine andere Rolle einnehmen wird, ist es auch logisch, dass Perry eine andere Haltung zu ihm entwickeln muss. 8-)
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Rainer Nagel
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Schaut mal in die 2400. Da ist Rhodan doch schon ziemlich kriktisch über ES und seine Geheimniskrämerei, und die Idee mit der Flucht in die Fernen Stätten findet er auch nicht witzig.
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Richard
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Wieviel von dieser Kritik an ES wohl in die offizielle Geschichtsschreibung eingeflossen ist?
-> und genau das ist das entscheidende fuer fuer normale Galaktiker - sprich ob es belegt ist, dass zb Perry gegenüber ES, gegenüber den KK, etc kritisch eingestellt ist oder nicht. Bei den KKs ist das wohl gut nachvollziehbar aber gegenüber ES bin ich mir da nicht so sicher.
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Frank Chmorl Pamo
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Rainer Nagel hat geschrieben:Schaut mal in die 2400. Da ist Rhodan doch schon ziemlich kriktisch über ES und seine Geheimniskrämerei, und die Idee mit der Flucht in die Fernen Stätten findet er auch nicht witzig.


Ja, das habe ich auch so in Erinnerung. Perry äußerte nach der Kritik an den KK auch zunehmend Kritik an ES.
Nur sollte jetzt nicht das Kind mit dem Bad ausgeschüttet werden und aus einer Kritik an ES' Handlungsweise dieser zunehmend negativ geschildert werden.
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Goedda
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Kritikaster hat geschrieben:
Goedda hat geschrieben:. Ist dies das erste Mal, dass PR in der Serie eine differenziertere Haltung bezüglich ES einnimmt und zumindest gedanklich das Verhalten von ES während galaktischen Krisen kritisiert? Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas schon mal gelesen zu haben.

Die Kritik an seiner Abhängigkeit von ES hat es schon häufiger gegeben. Ich glaube mich sogar an eine politische Bewegung zu erinnern in diesem Zusammenhang, komme aber nicht drauf, wer und wann das war. (Wird vielleicht im Zusammenhang mit der Geschichte der Gäonen noch deutlicher.) Ich erinnere mich auch an eine ziemlich lange Diskussion, die Perry zu dem Thema mit jemandem hatte.
Aber diese Kriitiken endeten immer mit Perrys Haltuing: Zu ES stehen ist alternativlos, alles andere wäre für die Menschheit noch schlimmer.
Wenn ES nun zukünftig eine andere Rolle einnehmen wird, ist es auch logisch, dass Perry eine andere Haltung zu ihm entwickeln muss. 8-)

Die Abhängigkeit von ES bzw. von den Zellaktivatoren ist ein Fakt. Da kann PR die Argumente des Gäonen nur schlecht entkräften.
Was mich halt erstaunt hat, ist, dass PR kritischer gegenüber der Vergangenheit und den Taten der Superintelligenz ES ist. Beim Paradebeispiel Schwarm (Milliarden von Toten) soll ES sich verrechnet haben... auch dieses Argument verteidigt PR nicht mehr. Meines Wissens hat er dies in der Vergangenheit aber getan.

Ich lese vielleicht zu viel in die paar Zeilen hinein, aber da findet meiner Meinung nach ein Paradigmenwechsel statt bezüglich dem Umgang mit ES.

Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
Rainer Nagel hat geschrieben:Schaut mal in die 2400. Da ist Rhodan doch schon ziemlich kriktisch über ES und seine Geheimniskrämerei, und die Idee mit der Flucht in die Fernen Stätten findet er auch nicht witzig.


Ja, das habe ich auch so in Erinnerung. Perry äußerte nach der Kritik an den KK auch zunehmend Kritik an ES.
Nur sollte jetzt nicht das Kind mit dem Bad ausgeschüttet werden und aus einer Kritik an ES' Handlungsweise dieser zunehmend negativ geschildert werden.

Siehe oben. Ein Paradigmenwechsel bezüglich dem Umgang mit ES bedeutet ja nicht zwangsweise, dass nun ein negativer Umgang mit ES gepflegt werden muss - so wie es die Thoogondu z.B. tun. Aber die Taten von ES darf man ruhig hinterfragen und auch mal "nein" sagen, wenn ES etwas verlangt. Das gehört zur Entwicklung von PR dazu: Er wird (kosmisch gesehen) erwachsen und weiss mittlerweile auch, dass die Interessen von SIs nicht unbedingt einher gehen mit den Interessen der Völker.
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Frank Chmorl Pamo
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Goedda hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Goedda hat geschrieben:. Ist dies das erste Mal, dass PR in der Serie eine differenziertere Haltung bezüglich ES einnimmt und zumindest gedanklich das Verhalten von ES während galaktischen Krisen kritisiert? Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas schon mal gelesen zu haben.

Die Kritik an seiner Abhängigkeit von ES hat es schon häufiger gegeben. Ich glaube mich sogar an eine politische Bewegung zu erinnern in diesem Zusammenhang, komme aber nicht drauf, wer und wann das war. (Wird vielleicht im Zusammenhang mit der Geschichte der Gäonen noch deutlicher.) Ich erinnere mich auch an eine ziemlich lange Diskussion, die Perry zu dem Thema mit jemandem hatte.
Aber diese Kriitiken endeten immer mit Perrys Haltuing: Zu ES stehen ist alternativlos, alles andere wäre für die Menschheit noch schlimmer.
Wenn ES nun zukünftig eine andere Rolle einnehmen wird, ist es auch logisch, dass Perry eine andere Haltung zu ihm entwickeln muss. 8-)

Die Abhängigkeit von ES bzw. von den Zellaktivatoren ist ein Fakt. Da kann PR die Argumente des Gäonen nur schlecht entkräften.
Was mich halt erstaunt hat, ist, dass PR kritischer gegenüber der Vergangenheit und den Taten der Superintelligenz ES ist. Beim Paradebeispiel Schwarm (Milliarden von Toten) soll ES sich verrechnet haben... auch dieses Argument verteidigt PR nicht mehr. Meines Wissens hat er dies in der Vergangenheit aber getan.

Ich lese vielleicht zu viel in die paar Zeilen hinein, aber da findet meiner Meinung nach ein Paradigmenwechsel statt bezüglich dem Umgang mit ES.

Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
Rainer Nagel hat geschrieben:Schaut mal in die 2400. Da ist Rhodan doch schon ziemlich kriktisch über ES und seine Geheimniskrämerei, und die Idee mit der Flucht in die Fernen Stätten findet er auch nicht witzig.


Ja, das habe ich auch so in Erinnerung. Perry äußerte nach der Kritik an den KK auch zunehmend Kritik an ES.
Nur sollte jetzt nicht das Kind mit dem Bad ausgeschüttet werden und aus einer Kritik an ES' Handlungsweise dieser zunehmend negativ geschildert werden.

Siehe oben. Ein Paradigmenwechsel bezüglich dem Umgang mit ES bedeutet ja nicht zwangsweise, dass nun ein negativer Umgang mit ES gepflegt werden muss - so wie es die Thoogondu z.B. tun. Aber die Taten von ES darf man ruhig hinterfragen und auch mal "nein" sagen, wenn ES etwas verlangt. Das gehört zur Entwicklung von PR dazu: Er wird (kosmisch gesehen) erwachsen und weiss mittlerweile auch, dass die Interessen von SIs nicht unbedingt einher gehen mit den Interessen der Völker.


Der für mich erfreulichst Aspekt an so einem Paradigmenwechsel wäre, dass nicht wieder irgendwelche angefaulten und angegammelten äonenalte Rätsel und Hinterlassenschaften aus dem letzten Winkel der LG hervorgekramt werden. Dann ergeben sich hoffentlich neue Rätsel und neue Konflikte aus dem aktuellen Handeln der Galaktiker, dann sind hoffentlich Zeitreisen abgehakt.
Trotzdem fände ich es schade, wenn ES alleine wegen unabgestimmter Zyklenexposés und der Kaputterkläritis aus der Ära Feldhoff und Castor auf Abstellgleise geschoben würde. Wenn sich etwas schlecht beheben lässt, siehe ES' Flucht, erst vor dem Suprahet, dann vor dem Schwarm, dann sollte man es ruhen lassen.
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Richard
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@Goedda: Nun, wirklich viel Zeit wurde bisher dem Dialog von Perry und dem Gäonen noch nicht gewidmet, der kommt vermutlich erst kommenden Band. Mag sein, dass er dann auch der Schwarmangelegenheit ES mehr verteidigt.
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