Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Montill

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Raktajino
Kosmokrat
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Hyper-Super-THEZ. :D
<seufz seufz> :D
Und die Schlimmen (Herbert Seufert) sägen schon an den Säulen - die Scherung nur 1 Denkmöglichkeit. :P
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Wim Vandemaan
Marsianer
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Hi,

ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, sage aber zu dem einen oder anderen Punkt kurz etwas, okay?

Kausalität: ist nach Kant eine Form des Denkens, keine Aussage über die Realität. Ich denke, der alte Königsberger kann in Frieden Ruhen: wir haben ihm zu keinem Zeitpunkt widersprochen.
Dass es in der Realität (zumal in einer fiktionalen Realität) ganz anders aussehen kann, darauf hat nanograinger hingewiesen, Danke! :st:

Ob es eine festlegbare Frontebene der Zeit gibt? Eine Spitze des Zeitstroms? Ich denke: nein. Da es keine universelle Gleichzeitigkeit gibt, kann es auch keine definierbare Frontebene der Zeit geben, keine "Spitze des Zeitstroms". Würde es sie geben, wüsste man ja seit dem Auftauchen der Schattenmaahks aus der Zukunft, dass PR sich NICHT an der Spitze des Zeitstroms befindet. Auf diese Diskussion haben wir deswegen verzichtet, werden es auch weiterhin tun.

Existenz als Abarbeiten einer Agenda: ist keine Aussage der Romane, nicht das Thezsche Konzept, liegt weitab von unseren Aussagen: Wer sollte solche Agenda auch schreiben?
Für uns ist das Römische Reich Geschichte, wir können es nachlesen. Sind unsere Geschichtsbücher deswegen eine Agenda, die Caesar, Anton, Nero und so weiter abgearbeitet hätten? Dem kann ich nicht folgen.
Die "geskriptete Rolle der Ameisen", die dann auch noch "ihre Sprüchlein aufsagen", hat nicht im Entferntesten etwas mit den Romanen zu tun, klingt aber immerhin putzig. Ich will nur sicherheitshalber hinzufügen, dass mir die Ameisen lieb und teuer sind und es mir absolut fremd wäre, einen Vergleich meiner Person mit den emsigen Insekten als herabwürdigend wahrzunehmen (wer die Romane gelesen hat, weiß auch, dass es nicht despektierlich gemeint war, sondern nur einen Analogieschluss in Sachen Erkenntnisvermögen vorbereitet hat). Hier mögen aber Schöpfungskronenträger anders reagieren als ich, der ich eher Schöpfungsrepublikaner bin. :D

Dr. Who: kenne ich nicht, habe, glaube ich, maximal eine Folge gesehen, und da ging es nicht um Zeitreisen. Bitte um etwas Behutsamkeit, Frank, bei solchen Unterstellungen. Deine Meinung wird nicht dadurch richtig, dass es deine Meinung ist. Und in diesem Fall ist sie schlicht falsch.
Wenn aber der verehrungswürdige Doktor (und seine Autoren) und wir unabhängig bei PR zu ähnlichen Modellen kämen, spräche das ja nicht unbedingt gegen die Plausibilität dieser Modelle, oder? :rolleyes:

Stichwort verehrungswürdig: ist auch Dents Thezwurstvergleich.

Danke für alle Beiträge. Soll noch einer sagen, PR sei Ex-und-Hopp-Schemaliteratur, die gelesen, vergessen, entsorgt würde, und nicht bedacht, bewertet, beurteilt.
:st:
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HerbertSeufert
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Lieber Wim Vandemaan!

Das Beispiel mit dem Römerreich ist ein prächtiges!

Klar sind wir heute Lebenden durch die Aktionen des Römischen Reichs in seinen verschiedenen Phasen (mit)zustandegekommen!
Wir wissen um die Geschichte des Imperiums, seinen Aufstieg, Zerfall und die Konsekutivreiche.

Wir sind existent, weil es damals so war!


Die Römer wussten noch nichts von uns, doch führt nur derjenige Weg zu uns, der von da an ablief, sonst gäbe es uns nicht.

Wenn ich unsere Gegenwart in der römischen Zukunft als fixiert betrachte, dann haben die Römer nur die Möglichkeit, sich zu verhalten wie sie sich aus unserer Sicht und Erinnerung verhalten haben, sonst würde unsere Existenz genullt.

Eine real existente Zukunft anzunehmen, engt den Freiraum der Abläufe in der jeweiligen Jetztzeit der Vergangenheit maximal ein.
Die Zukunft ist nicht mehr offen oder zerfasert in unendlich viele Pararealitäten.
E=mc²
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Mr Frost
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Wim Vandemaan hat geschrieben:(...)
Kausalität: ist nach Kant eine Form des Denkens, keine Aussage über die Realität. Ich denke, der alte Königsberger kann in Frieden Ruhen: wir haben ihm zu keinem Zeitpunkt widersprochen.
(...)

Hi Wim, ja, natürlich richtig. Kant und Schopenhauer machen zunächst nur darüber Aussagen, wie wir denken. Wir können nach deren Meinung gar nicht anders als an oder in Strukturen, die der Kausalität verhaftet sind, denken. Beschreiben oder benennen kann man nicht-kausale Dinge zwar dennoch, aber nicht wirklich "begreifen" oder "verstehen", denn nicht-kausale Dinge entsprechen nicht unserer eigenen Lebens- und Beobachtungswirklichkeit im Makrokosmos.
"Autokausale" Dinge hätten beide Philosophen aber vermutlich als "Münchhauseniaden" bzw. "Hegeleien" (Schopenhauer) verworfen. Weil sich nach noch älterer philosophischer Denkweise nichts aus sich selbst heraus schaffen kann. Höchstens (einem) Gott wurde so etwas von wiederum anderen theologisch ausgerichteten Philosophen zugestanden.

Was die Quantenphysik wiederum herausbekommt und was real im Mikrokosmos sein mag hat meines Wissens nach nur eingeschränkt direkt sichtbare Auswirkungen auf den Makrokosmos. Die Quantenphysik liefert ein Bild der mikrokosmischen Realität. Sie ist aber auch nur ein Modell und nicht die Antwort auf alle makrokosmischen Fragen. Genau das ist ja das Problem. Makrokosmos und Mikrokosmos beschreiben wir mit unterschiedlichen Modellen. Die Komplettsynthese oder Weltformel gibt es nicht.

In der Sciende Fiction-Literatur ist praktisch alles möglich, das will ich euch gar nicht nehmen. Daher könnt ihr als Autoren machen, was ihr wollt. Wenn ihr Autokausalitäten so liebt, dann liebt ihr sie halt. Und man merkt auch das Engagement für eure Sache durchaus an. Bitte denkt daran, dass dennoch nicht jeder Autokausalitäten in PR begeistert gefeiert hat. Wohldosiert wiederum kann es Spaß machen.

Ich wünsche Dir noch eine gute Woche und freue mich auf Deinen Doppelband!
Liebe Grüße,
Mr Frost
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Wim Vandemaan
Marsianer
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HerbertSeufert hat geschrieben:Lieber Wim Vandemaan!

Lieber Herbert,
Du schreibst:

Eine real existente Zukunft anzunehmen, engt den Freiraum der Abläufe in der jeweiligen Jetztzeit der Vergangenheit maximal ein.
Die Zukunft ist nicht mehr offen oder zerfasert in unendlich viele Pararealitäten.


Nun - wir sind die "real existente Zukunft" des Römerreiches. Der Annahme, dass wir durch unsere reale Existenz die Entscheidungen der Römer "maximal ein"schränken, teile ich nicht. Warum also sollte uns unsere real existierende Zukunft einschränken? Was unterscheidet uns denn von den Römern? Da kann ich nichts entdecken.
Und allem Anschein nach hat sich die Zukunft der Römer ja auch nicht in "unendlich viele Pararealitäten" zerfasert - auch wenn wir das, wie ich zugebe, durch unsere Beschränkung auf "unser" Universum nicht definitiv wissen oder auch nur ausschließen können. Aber die mögliche Existenz anderer, ja zahlloser Universen belastet oder erschreckt mich, wenn ich ehrlich bin, sehr wenig, und nimmt mir ja nichts von meiner diesseitigen Einmaligkeit. Aber selbst, wenn ich wüsste, dass es mich mehrfach gäbe, würde mich das nicht bekümmern. Da bin ich hart im Nehmen. :D
Also: ein irgendwie geartetes logisches oder erzählerisches Problem kann ich hier nicht entdecken.
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Wim Vandemaan
Marsianer
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Lieber Mr Frost,
es gibt ja die Theorie (im Rahmen der Relativitätstheorien), dass jede überlichtschnelle Bewegung Zeitreise ermöglicht, Kausalität außer Kraft setzt.

Nach unserem Konzept verursacht jede Zeitreise in die Vergangenheit (im PR-Kosmos wie überhaupt) eine Wirkung IN der Vergangenheit, eine Wirkung, die also VOR der Ursache liegt. (Wenn ich zB im Jahr 1500 NGZ ins Jahr 400 NGZ aufbreche, dann kann ein Beobachter, der die Ankunft der Reisenden im Jahr 400 - also: in seiner Zeit - beobachtet, eben keinen "Grund", keine "Ursache" für das Auftauchen sehen, denn dieser "Grund" liegt ja in ferner Zukunft.)
Der Zeitreisende selbst kennt die Kausalkette (Kausal - naja), NUR dem Beobachter in der Vergangenheit ERSCHEINT das Ereignis, dessen Ursache er ja nicht kennen kann, als ein sich selbst begründendes, autokausales Ereignis.
Das autokausale Ereignis ist also mehr Phänomen (Erscheinung) als Fakt.
Insofern haben wir das Phänomen ja nicht eingeführt - jede, schon die ersten Zeitreisen im PR-Kosmos haben autokausale Phänomene erzeugt - sondern nur gedeutet, nur eben diesmal nicht aus der Sicht der Zeitreisenden, sondern der Beobachter.
Deswegen sehe ich auch keine Beliebigkeit: Wo keine Zeitreise, da auch kein autokausales Ereignis.
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Wim Vandemaan
Marsianer
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PS zum autokausalen Ereignis:
Wenn ich mir diese Beiträge hier noch einmal ansehe, glaube ich, dass mir damals (als wir das Modell eingeführt haben) eine gewisse Sensibilität dafür gefehlt hat, dass Leser dieses Modell, das ich als längst im PR-Kosmos angelegt gesehen habe, als Beschädigung eben dieses Kosmos verstehen könnten.
Das tut mir schon Leid, und ich denke darüber nach, ob ich es heute anders machen würde.
Aber dafür müsste ich ja ein Stückchen in der Zeit zurückrutschen.
Und mit Zeitreisen möchte ich erst einmal etwas behutsamer umgehen. (Gesetzt, ich empfange keine anderslautende, scheinbar autokausale Anweisung aus einer Zukunftsagenda.) :rolleyes:
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Mr Frost
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Wim Vandemaan hat geschrieben:(...)
Deswegen sehe ich auch keine Beliebigkeit: Wo keine Zeitreise, da auch kein autokausales Ereignis.

Lieber Wim, mir ging es nicht darum, zu beweisen, dass autokausale Ereignisse/ Zeitreisen usw. nicht vorkommen dürfen bzw. können. Und es geht mir persönlich auch nicht darum, euch Beliebigkeit vorzuwerfen. Dies habe ich im übrigen auch nicht getan.
Mir ging es darum, dass mir persönlich autokausale Ereignisse als Handlungselement nicht sonderlich gefallen haben.
Mir wurde es zu viel (Die Irrmutter-Geschichte als Beispiel).
Lassen wir es doch dabei: Ihr fandet die ausgearbeitete Handlung richtig, richtig gut und ihr seid von euren Handlungskonzepten weitestgehend überzeugt. Dies sei euch doch unbenommen!

Ich wiederum fand vieles in den letzten 200 Bänden gut (aber nicht alles) und bin mit der aktuellen Handlungskonzeption dennoch weitaus zufriedener.

Nochmal: Ich freue mich auf Deinen Doppelband! :)
Zuletzt geändert von Mr Frost am 16. November 2017, 17:20, insgesamt 3-mal geändert.
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Mr Frost
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Wim Vandemaan hat geschrieben:(...)
Und mit Zeitreisen möchte ich erst einmal etwas behutsamer umgehen. (Gesetzt, ich empfange keine anderslautende, scheinbar autokausale Anweisung aus einer Zukunftsagenda.) :rolleyes:

Dein Posting hatte ich noch nicht lesen können, als ich mein weiter unten stehendes Posting abgesendet habe. Aus meiner Sicht für Deinen letzten Satz oben: Danke, danke, danke! :)
Und: Ich brauch jetzt sicher nicht die Freude zu betonen, die viele Leser (-nicht nur ich-) an Deinen Romanen und Deiner Arbeit haben, oder? ;)
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Mr Frost
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Kardec hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:....... SO klar ist mir dies aus den Romanen (selbst) damals nicht geworden........

Eigenartig! Dir fällt jedes fehlende Komma auf - und die glasklare Schlussfolgerung aus dem Text von 2874 nicht?
Spätestens bei der Debatte um das Y-bzw U-Modell (egal für welches man ist) ist doch die komplette Trennung glasklar.

Richtig. Eigenartig.
Danke für Deinen Hinweis.
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R.B.
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Also: Erstmal ein Dankeschön und Kompliment an unsere Expokraten fürs Mit - Diskutieren. Das ist für mich inzwischen der Unterschied zum größten Teil der "restlichen" Literatur: Wo bitteschön ist es denn möglich, mit den Autoren und Machern derart ins Gespräch zu kommen?
:st: :st: :st:

Gespräche über Ursache und Wirkung führen häufig - und allemal in PR - zu Diskussionen über Zeitreisen und parallele Universen. Einmaligkeit oder viele-Welten-Theorie - ich fürchte, wir können uns da noch ewig und drei Tage lang die Köppe heiß reden, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Unser Universum hat sich nun mal so entwickelt, wie es sich entwickelt hat. Und da kriege ich im Nachhinein nichts dran geändert.

Wenn ich aber durch eine Zeitreise die Wirkung vor die Ursache setze, bin ich bei meinem Großvater Paradoxon. Egal, ob bei PR oder nicht. Und das lässt sich nur durch die Viele - Welten - Theorie auflösen. So sehe ich nebenbei auch die Thez'sche Scherung. Irgendwo, selbst für Rhodan & Co unauffindbar, existiert das alte Perryversum weiter. Zum Guten oder zum Schlechten.

Wim Vandemaan hat geschrieben: Aber die mögliche Existenz anderer, ja zahlloser Universen belastet oder erschreckt mich, wenn ich ehrlich bin, sehr wenig, und nimmt mir ja nichts von meiner diesseitigen Einmaligkeit. Aber selbst, wenn ich wüsste, dass es mich mehrfach gäbe, würde mich das nicht bekümmern.


Eben. Genau das isses doch. Ich gehe davon aus, dass von meiner Sorte noch ein paar mehr herumlaufen. Hab ich was davon? Nein. Es tröstet mich auch nicht, zu wissen, dass es irgendwo ein Universum gibt, in dem mein geliebter FC statt mit glorreichen zwei Punkten Tabellenletzter zu sein, mit Abstand Tabellenführer ist. Und ich gleichzeitig Millionär bin.

HerbertSeufert hat geschrieben:Eine real existente Zukunft anzunehmen, engt den Freiraum der Abläufe in der jeweiligen Jetztzeit der Vergangenheit maximal ein. Die Zukunft ist nicht mehr offen oder zerfasert in unendlich viele Pararealitäten.


Das liegt meines Erachtens alles nur im Auge des Betrachters....

Trotz meiner Moserei der letzten Wochen an diesem Ort macht mir die Serie derzeit Spaß wie lange nicht mehr. Da gehören in letzter Konsequenz auch Themenverläufe wie hier in diesem Trööt dazu. Es hat Spaß gemacht, dass alles nachzulesen - auch wenn so manches bei mir zu einem Knoten im Hirn führt.

So. Und jetzt warte ich auf den nächsten Roman.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 18:14

Trevor Casalle 839
Mr Frost hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Ich nehme an, es wird irgendwann einen Sprung in den anderen Realitätsast geben ...

Das ist etwas, das ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wieso sollte es? Das Thez'sche Universum ist abgespalten, ist "weg" von unserem. Beim Thez'schen Universum kennen wir das Ende, auf das alles hinausläuft - im Universum der Perry-Serie ist alles offen. Das finde ich wesentlich spannender ...

Dies empfinde ich als "beruhigend". SO klar ist mir dies aus den Romanen (selbst) damals nicht geworden. Aber vielen Dank für die Klarstellung...

Ich hatte auf der Leipziger Buchmesse im März auch KNF darauf angesprochen und seine damalige Aussage war, dass Thez eine absolut faszinierende Idee gewesen wäre, die aber in den Romanen irgendwie schwer darstellbar war und nicht ganz so schön herauskam, wie ursprünglich geplant. Es wäre schwierig zu erzählen gewesen.

Und natürlich hätte man so etwas auch nicht weiterführen dürfen. Klaus sagte explizit, dass das Thez-Universum zu determiniert gewesen wäre, festgelegt. Perry Rhodan wäre als Geschichte zuende erzählt gewesen, hätte man die Zeitscherung damals nicht gemacht.

So aber ist Perry Rhodan (die Person und die Serie) frei. Was noch dadurch verstärkt wird, dass auch ES nicht mehr da ist. man muss sich nur Terminus 12 (und ohnehin sämtliche Zeitschleifengeschichten) anschauen, dann wird klar, dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war. Aus letztendlich einem sehr sehr ähnlichen Grund wie bei Thez. Ohne Thez und ohne ES keine determinierten Zeitschleifen und Zukünfte mehr, "the future is wide, wide open".

Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 18:32

Trevor Casalle 839
Wim Vandemaan hat geschrieben:PS zum autokausalen Ereignis: Wenn ich mir diese Beiträge hier noch einmal ansehe, glaube ich, dass mir damals (als wir das Modell eingeführt haben) eine gewisse Sensibilität dafür gefehlt hat, dass Leser dieses Modell, das ich als längst im PR-Kosmos angelegt gesehen habe, als Beschädigung eben dieses Kosmos verstehen könnten. Das tut mir schon Leid, und ich denke darüber nach, ob ich es heute anders machen würde. Aber dafür müsste ich ja ein Stückchen in der Zeit zurückrutschen. Und mit Zeitreisen möchte ich erst einmal etwas behutsamer umgehen. (Gesetzt, ich empfange keine anderslautende, scheinbar autokausale Anweisung aus einer Zukunftsagenda.) :rolleyes:

Die Einführung der Autokausalität hat vor allem eines beendet: das "EGWEG" (es geschieht, weil es geschah). Ich bin sehr einverstanden mit dem Verschwinden von EGWEG und der Einführung der Autokausalität. Jetzt dürft (!) ihr aber als Ausgleich Zeitreisen nur noch sehr sparsam einsetzen, sonst ändert gleich jede Zeitreise den kompletten Zeitstrom. Da ist niemand mehr, der willentlich diese autokausalen Änderungen in ein Pseudo-EGWEG überführt, kein ES und auch kein Thez.

Daher müsstet ihr auch solche Sachen wie "ERSTIE" in Griff bekommen, denn die Leiche der Ersten Superintelligenz erzeugte permanent autokausale Änderungen im gesamten Zeitstrom, die mehr waren als bloße Quantenfluktuationen. Quantenfluktuationen hat man immer, wenn man aber makroskopisch schaut, dann mitteln sich solche Fluktuationen in aller Regel raus. Am besten ist es, ERSTIE ist ausschließlich in der Thez-Zeitlinie präsent....
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Arthur Dent
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Ich nehme an, es wird irgendwann einen Sprung in den anderen Realitätsast geben ...

Das ist etwas, das ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wieso sollte es? Das Thez'sche Universum ist abgespalten, ist "weg" von unserem. Beim Thez'schen Universum kennen wir das Ende, auf das alles hinausläuft - im Universum der Perry-Serie ist alles offen. Das finde ich wesentlich spannender ...

Dies empfinde ich als "beruhigend". SO klar ist mir dies aus den Romanen (selbst) damals nicht geworden. Aber vielen Dank für die Klarstellung...

Ich hatte auf der Leipziger Buchmesse im März auch KNF darauf angesprochen und seine damalige Aussage war, dass Thez eine absolut faszinierende Idee gewesen wäre, die aber in den Romanen irgendwie schwer darstellbar war und nicht ganz so schön herauskam, wie ursprünglich geplant. Es wäre schwierig zu erzählen gewesen.

Und natürlich hätte man so etwas auch nicht weiterführen dürfen. Klaus sagte explizit, dass das Thez-Universum zu determiniert gewesen wäre, festgelegt. Perry Rhodan wäre als Geschichte zuende erzählt gewesen, hätte man die Zeitscherung damals nicht gemacht.

So aber ist Perry Rhodan (die Person und die Serie) frei. Was noch dadurch verstärkt wird, dass auch ES nicht mehr da ist. man muss sich nur Terminus 12 (und ohnehin sämtliche Zeitschleifengeschichten) anschauen, dann wird klar, dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war. Aus letztendlich einem sehr sehr ähnlichen Grund wie bei Thez. Ohne Thez und ohne ES keine determinierten Zeitschleifen und Zukünfte mehr, "the future is wide, wide open".

Ach "Trevor Casalle 839", welche deiner drei Inkarnationen, um es mal mit nano auszudrücken, denkt sich das aus? Dass Klaus zu Thez solche Äußerungen gemacht hat, kaufe ich Dir ab. Ähnliche Aussagen kann man auch von den Autoren hören. Die inhaltsgleiche Übertragung auf ES stammt jedoch von dir alleine und entbehrt jeder Grundlage.

Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 19:26

Trevor Casalle 839
Arthur Dent hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:So aber ist Perry Rhodan (die Person und die Serie) frei. Was noch dadurch verstärkt wird, dass auch ES nicht mehr da ist. man muss sich nur Terminus 12 (und ohnehin sämtliche Zeitschleifengeschichten) anschauen, dann wird klar, dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war. Aus letztendlich einem sehr sehr ähnlichen Grund wie bei Thez. Ohne Thez und ohne ES keine determinierten Zeitschleifen und Zukünfte mehr, "the future is wide, wide open".

Ach "Trevor Casalle 839", welche deiner drei Inkarnationen, um es mal mit nano auszudrücken, denkt sich das aus? Dass Klaus zu Thez solche Äußerungen gemacht hat, kaufe ich Dir ab. Ähnliche Aussagen kann man auch von den Autoren hören. Die inhaltsgleiche Übertragung auf ES stammt jedoch von dir alleine und entbehrt jeder Grundlage.

Nein. ES hatte Thez versprochen, dass die Superintelligenz alles tut, um Thez zu ermöglichen und entsprechend "falsche" Entwicklungen des Zeitstroms zu eliminieren. Es kam glaube ich in einem der Romane dieses Zyklus (2909? / 2919?) oder des letzten vor 2875.

Desweiteren wurde in Terminus 12 der Dank von Homunk an die Zeitspringer ausgerichtet, weil die dafür sorgten, dass die Zeit so abläuft "wie mein Herr es kennt".
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Günther Drach
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Wim Vandemaan hat geschrieben:Dr. Who: kenne ich nicht, habe, glaube ich, maximal eine Folge gesehen, und da ging es nicht um Zeitreisen. Bitte um etwas Behutsamkeit, Frank, bei solchen Unterstellungen. Deine Meinung wird nicht dadurch richtig, dass es deine Meinung ist. Und in diesem Fall ist sie schlicht falsch.

Dr, When kennt Dr. Who nicht?
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

now, take her from these stews and frozen lakes.
she will remember not what did occur,
but if it pleases you, tell her when she wakes ...
... a flower grows yet in hell that's named for her.

-- der dämon etrigan zu swamp thing in moore/bissette/totlebens down amongst the dead men
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Arthur Dent
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:So aber ist Perry Rhodan (die Person und die Serie) frei. Was noch dadurch verstärkt wird, dass auch ES nicht mehr da ist. man muss sich nur Terminus 12 (und ohnehin sämtliche Zeitschleifengeschichten) anschauen, dann wird klar, dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war. Aus letztendlich einem sehr sehr ähnlichen Grund wie bei Thez. Ohne Thez und ohne ES keine determinierten Zeitschleifen und Zukünfte mehr, "the future is wide, wide open".

Ach "Trevor Casalle 839", welche deiner drei Inkarnationen, um es mal mit nano auszudrücken, denkt sich das aus? Dass Klaus zu Thez solche Äußerungen gemacht hat, kaufe ich Dir ab. Ähnliche Aussagen kann man auch von den Autoren hören. Die inhaltsgleiche Übertragung auf ES stammt jedoch von dir alleine und entbehrt jeder Grundlage.

Nein. ES hatte Thez versprochen, dass die Superintelligenz alles tut, um Thez zu ermöglichen und entsprechend "falsche" Entwicklungen des Zeitstroms zu eliminieren. Es kam glaube ich in einem der Romane dieses Zyklus (2909? / 2919?) oder des letzten vor 2875.

Desweiteren wurde in Terminus 12 der Dank von Homunk an die Zeitspringer ausgerichtet, weil die dafür sorgten, dass die Zeit so abläuft "wie mein Herr es kennt".

@Trevor Casalle 839
Du schreibst, "dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war" und erweckst dadurch den Eindruck, als wäre ES bereits durch Geschichten im Perryversum definitiv rausgeschrieben worden. Das ist falsch. Als Spekulation lass ich das stehen. Aber so, wie Du formulierst, ist es falsch.

Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 19:50

Trevor Casalle 839
Arthur Dent hat geschrieben: @Trevor Casalle 839
Du schreibst, "dass auch ES für die Serie nicht mehr tragbar war" und erweckst dadurch den Eindruck, als wäre ES bereits durch Geschichten im Perryversum definitiv rausgeschrieben worden. Das ist falsch. Als Spekulation lass ich das stehen. Aber so, wie Du formulierst, ist es falsch.

Ist es das? ES (oder ER) war als Superintelligenz bekannt, für den Vergangenheit und Zukunft eins ist (oder war). ich bin froh, dass diese determinierende Komponente draussen ist, das hat mich an ES schon immer gestört. Und zwar nicht nur wegen der "Großen Zeitschleife", sondern auch wegen der Thez'schen Determinierung (für die ES als Baustein von Thez auch sorgen musste).

Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn ein abgespecktes ES als Entität ( aber nicht als SI ) wiederkehrt. Also ein Wesen, dass nicht mehr so machtvoll ist wie eine SI und auch nicht mehr so in den Zeiten zuhause ist. Das ist vermutlich ein Umstand, mit dem viele Leser leben könnten, auch ich.
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Clark Flipper
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Also mal ehrlich Trevor, jetzt geht es einfach mit dir durch. :rolleyes:

Das ist fast sowie die gemachten Vermutungen Terminus hätte die Seriengeschichte umgeschrieben.

Fakt ist, das PR den Expokraten extrem viel erlaubt. Das ist etwas was die Seriengeschichte bewiesen hat. ;-)

Das bedeutet allerdings nicht das es jeden Gefallen muss.

Aber ausgeschlossen ist fast nix... :st:
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 20:28

Trevor Casalle 839
Clark Flipper hat geschrieben:Also mal ehrlich Trevor, jetzt geht es einfach mit dir durch. :rolleyes: Das ist fast sowie die gemachten Vermutungen Terminus hätte die Seriengeschichte umgeschrieben.

Terminus hat die Seriengeschichte nicht umgeschrieben.
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Mr Frost
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:
Christian Montillon hat geschrieben:
Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:(...)

Vielen, vielen Dank für die interessanten und erhellenden Infos! Determinismus wolle mer nit, sind wir uns alle einig!
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Clark Flipper
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Also mal ehrlich Trevor, jetzt geht es einfach mit dir durch. :rolleyes: Das ist fast sowie die gemachten Vermutungen Terminus hätte die Seriengeschichte umgeschrieben.

Terminus hat die Seriengeschichte nicht umgeschrieben.
Richtig! War hier (Forum) aber durchaus mal eine Theorie und sehr ähnlich im Kontext wie die welche du hier gemacht hast. ;-)
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Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 21:07

Trevor Casalle 839
Clark Flipper hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Also mal ehrlich Trevor, jetzt geht es einfach mit dir durch. :rolleyes: Das ist fast sowie die gemachten Vermutungen Terminus hätte die Seriengeschichte umgeschrieben.

Terminus hat die Seriengeschichte nicht umgeschrieben.
Richtig! War hier (Forum) aber durchaus mal eine Theorie und sehr ähnlich im Kontext wie die welche du hier gemacht hast. ;-)

Die Serie läuft schon derart lang, dass selbst die Autoren im Laufe der Zeit Gegebenheiten anders interpretierten als noch die Originalautoren. Und die Leser ebenso. Was ich bei Wim Vandemaan zu bemerken glaube, ist, dass er versucht, in vielen Dingen zum Originalkontext der frühen Serie und Autoren zurückzukehren. Auch bei ES (oder gerade bei ES).
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Clark Flipper
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:
Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Also mal ehrlich Trevor, ...

Terminus hat die Seriengeschichte nicht umgeschrieben.
... Theorie und sehr ähnlich im Kontext wie die welche du hier gemacht hast. ;-)

Die Serie läuft schon derart lang, dass selbst die Autoren im Laufe der Zeit Gegebenheiten anders interpretierten als noch die Originalautoren. Und die Leser ebenso. Was ich bei Wim Vandemaan zu bemerken glaube, ist, dass er versucht, in vielen Dingen zum Originalkontext der frühen Serie und Autoren zurückzukehren. Auch bei ES (oder gerade bei ES).


Ehrlich? :unsure: Im Moment fällt es mir persönlichen schwere das so zu sehen.

Aber ich lass mich da gerne überraschen.
Ich persönlichen finde das die Entwicklungen, welche schon unter Robert ihren Anfang nahmen, sich im letzte Jahrzehnt immer mehr fortgesetzt haben, zu meinen Leidwesen.

Aber ich lese häufig das sich Leser wünschen das die Serie wieder bodenständiger wird. Irgendwie interpretiere ich dich auch in diese Richtung.

Und wenn du meinst solches in den Aussagen von Wim zu erkennen, könnte mir das gefallen. ;-)
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Re: Spoiler 2934: Unter der Flammenflagge, von Christian Mon

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 16. November 2017, 23:43

Trevor Casalle 839
Clark Flipper hat geschrieben:Aber ich lese häufig das sich Leser wünschen das die Serie wieder bodenständiger wird. Irgendwie interpretiere ich dich auch in diese Richtung.

Und wenn du meinst solches in den Aussagen von Wim zu erkennen, könnte mir das gefallen. ;-)

Mir ebenfalls ;)
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