Spoiler NEO 152 »Der Feind meines Feindes« von Kai Hirdt

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TCai
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Die Komplexität eines Romans wird an der Länge ihres Spoilers gemessen. :)
Phhhu! Das war heute echte Schwerstarbeit, deshalb gibt es die Rezension zum Roman erst morgen.

Spoiler:
Die Crew der MAGELLAN berät über die weiteren Schritte in Andromeda. Die Auswertung der Daten der Paddler geht nur langsam voran, während die Schäden am Schiff immer noch nicht unter Kontrolle sind. Perry Rhodan kommt zu dem Schluss, dass sie in Andromeda einen Verbündeten und eine sichere Basis brauchen. Sie entscheiden sich mehr über die Aachaonen herauszufinden, weil sie über das Volk die wenigsten Informationen haben. Mit Hilfe eines Geräts, dass die beiden Intelligenzbestien Eric Leyden und Prof. Oxley entwickelt haben, können sie mit der FERNAO den Spuren der drei Aachaonenschiffe folgen, die die KA-Preiswert angegriffen hatten.

Als sich die Spur zwischenzeitlich verliert und dann in einem System wiederentdeckt wird, in dem eine Raumschlacht stattfindet, beschließt Rhodan mit einer Spacejet persönlich auf Erkundungsmission zu gehen. Autum Legacy besteht darauf, ihn als Leibwächterin zu begleiten, sehr zum Missfallen ihres Mannes Reginald Bull, der an Bord der FERNAO zurückbleibt. Eric Leyden mogelt sich als Dritter ins Team der Außenmission.

Die Spacejet landet nach einem Hypersprung am Rande einer Raumschlacht, in der die drei Schiffe der Aachaonen ein thetisisches Forschungsschiff angreifen. Während sich der Sprungantrieb der Jet noch regeneriert und Rhodan die Schlacht beobachtet, fallen plötzlich eine Flotte Thetiserschiffe in das System ein. Eines bricht nur wenige Kilometer von der Spacejet entfernt aus dem Hyperraum. Daraufhin brennt der Strukturfeldkonverter durch. Leyden erkennt die Gefahr und fordert Rhodan auf, den Konverter abzuwerfen und den Schutzschirm zu aktivieren. Der kann gerade noch rechtzeitig reagieren, bevor der Konverter explodiert. Die Jet und ihre Insassen werden dennoch stark in Mitleidenschaft gezogen und können nur durch einen Absturz auf einen Dschungelplaneten den Thetisern entkommen. Kurz bevor die Jet zerschellt, steigen Rhodan, Leyden und Legacy mit Schutzanzügen aus dem Schiff aus und können anschließend mittels Antigrav und Prallfeldern sicher neben der Absturzstelle landen.

Die Jet ist Schrott und außer zwei Handwaffen können sie nichts weiter aus dem Schiff bergen. Das Wrack bieten ihnen jedoch Schutz, als die Nacht hereinbricht. Mitten in der Nacht hören sie Klopfgeräusche am Schott der Außenschleuse und am nächsten Tag finden sie menschliche Fußspuren.

Legacy besteigt einen der riesigen Bäume, um sich einen Überblick zu verschaffen und sieht in ein paar Kilometern Entfernung zwei Beiboote der Thetiser in den Himmel ragen. Daraufhin schlagen sich die drei durch den Dschungel und geraten unterwegs in eine primitive Falle der Eingeborenen. Die sehen tatsächlich wie Menschen aus, verhalten sich aber wie unzivilisierten Wilde. Aggressiv gehen sie mit Stöcken, Steinen und Speeren auf Rhodans Team los, können aber durch Legacy paralysiert und vertrieben werden. Jedoch sind die Energiereserven ihres Anzugs erschöpft und sie lässt den Rückentornister, der auch das Medopack enthält im Wald zurück.

Am Rand des Waldes stoßen die drei Schiffbrüchigen schließlich auf ein Barackenlager der Thetiser. Rhodan kann mit dem letzten Energierest seines Anzugs durch die Energiebarriere schlüpfen und sie von innen so manipulieren, dass auch seine beiden Begleiter unbemerkt hindurchkommen. Eine Weile beobachten sie das Lager und werden Zeuge einer brutalen Szene, in der die Thetiser Gefangene mit Elektroschockern foltern, die sie in energieumzäunten Gehegen wie Tiere gefangen halten. Es handelt sich dabei um Aachaonen.

Rhodan will wissen, was hier los ist und so dringen sie in eine der Baracken ein, paralysieren die Wachen und eine Wissenschaftlerin und versuchen eine der Gefangenen zu befreien, die dort wie ein Versuchskaninchen untersucht werden sollte. Doch die gebärdet sich wie wild und ist nicht kommunikativ. Stattdessen gelingt es Leyden der thetisischen Wissenschaftlerin ein paar Informationen zu entlocken. Der Dschungelplanet ist ein Gefängnis, in dem mit einem aggressivmachenden Retrovirus infizierte Aachaonen beobachtet und studiert werden. Die Grausamkeit, mit der die Thetiser dabei an Werk gehen, entsetzt Perry Rhodan und er will unbedingt etwas dagegen unternehmen. Da schlägt die Thetiserin Alarm. Rhodan und Leyden können jedoch zusammen mit den drei paralysierten Thetisern und der Aachaonin fliehen. Dem Physiker gelingt es zuvor noch eine Notabschaltung der »Zäune« um die Gehege zu programmieren, um ein Ablenkungsmanöver zu starten, doch das brauchen sie nicht, weil niemand sie entdeckt.

Sie tauschen die drei paralysierten Thetiser gegen drei Aachaonen aus dem »Gehege«, während es Leyden gelingt, das Virus zu identifizieren und mittels des Medopacks seines Anzugs ein Gegenmittel zu entwickeln. Damit behandeln sie die befreite Aachaonin. Sie kommt zu sich und ist plötzlich nicht mehr so aggressiv wie zuvor. Die Terraner erfahren von ihr, dass die Thetiser die Aachaonen gnadenlos verfolgen, um aus ihnen eine Kriegerrasse zu züchten. Die Frau nennt sich Zarna Hark und ist Pharmakologin, sie wurde von den Thetiser verhaftet, weil sie verbotene Kräuter gekauft hat. Leyden zeigt ihr, wie der Virus bekämpft werden kann. Da steigen plötzlich Gleiter der Thetiser auf. Rhodan glaubt sich schon entdeckt, als Hark ihnen erklärt, dass die Thetiser nur auf die Jagd gehen, um die im Wald lebenden vom Virus befallenen Aachaonen abzuknallen.

Rhodan sieht darin ihre Chance mit einem der thetisischen Schiffe zu entkommen. Sie lassen Hark zurück und schlüpfen in die Uniformen der Thetiser und versuchen mittels ihrer inzwischen aufgeladenen Anzüge einen der Gleiter zu übernehmen. Nach Ende des Einsatzes hoffen sie so unerkannt an Bord eines der Beiboote zu kommen. Doch es geht schief und sie werden erkannt, festgenommen und über Stunden gefoltert und beinahe hingerichtet. Nachdem ein Offizier festgestellt hat, das sie den thetisischen Soldaten und der Wissenschaftlerin die schwarzen Armbänder abgenommen haben. Rhodan bekommt leider nicht heraus, was es mit den Armbändern auf sich hat, denn Leyden kann die programmierte Notabschaltung der Energieschirme um die Gehege auslösen.

Jetzt bricht das totale Chaos aus. Die befreiten Aachaonen stürzen sich auf die Thetiser und auch aus dem Wald kommen Aachonen unter der Führung von Hark hinzu. Sie hat mit dem liegengebliebenen Medopack aus Legacys Anzug und den Erkenntnissen von Leyden das Gegenmittel erzeugt und verteilt.

Die Aachaonen stürzen sich in die Schlacht und attackieren die Landestützen der Beiboote. Rhodan begreift erst nicht, warum sie ihre Übermacht nicht nutzen, um mit den Beibooten zu fliehen, da erzählte ihm Hark, dass die Wirkung des Gegenmittels nur kurze Zeit anhält. Und sie den Planeten nicht verlassen können, ohne jemanden anzustecken. Deshalb sterben sie lieber, als sich wieder in aggressive hirnlose Bestien zu verwandeln. Sie rät Rhodan zur Flucht, so lange sie noch können und sich noch nicht angesteckt haben.

Als Rhodan seine Freunde zu einem der Gleiter geleiten will, fallen sie plötzlich übereinander her. Sowohl Legacy als auch Leyden verhalten sich irrational und aggressiv, und sind für kein vernünftiges Argument mehr offen. Offensichtlich haben sie sich mit dem Virus infiziert. Wenn er die beiden hier rausschaffen will, kann er das nur, wenn er ihnen vorher das Gegenmittel verabreicht. Bei der inzwischen gefallenen Hark findet er noch zwei Injektionen und verabreicht sie seinen Freunden. Da hüllt ihn eine Drohne der Thetiser in ein Parallfeld. Er wird gefragt, was er da tue. Rhodan gibt sich als Thetiser aus und erklärt, dass die Wissenschaftler auf dem Planeten ein Gegenmittel für das Virus gefunden haben. Da lässt ihn die Drohne frei und eines der Beiboote beginnt damit die Umgebung mit Thermostrahlen zu bestreichen, dabei ist den Thetisern egal, dass sie damit auch ihre eigenen Leute umbringen. Rhodan sieht das Ende vor sich, als sich die Thermostrahlen ihm und seinen Freunden nähern.

Währenddessen treibt Bully an Bord der FERNAO die Sorge um seine Frau um und er überredet Cel Rainbow dazu, mit einer weiteren Jet in das System zu springen, um nach Rhodan und seinen Begleitern zu suchen. Sie nehmen Gucky, Josue Moncadas und den Biologen Abha Prajapati mit auf die Rettungsmission. Rainbow bringt sie in das System, das noch immer von Thetiserschiffen wimmelt. Gucky und Sid Gonzales (im Körper von Mocandas) teleportieren Bull und Prajapati an Bord eines kleinen Wissenschaftsschiffs der Thetiser, während Rainbow aus dem System flieht. Mit Hilfe der Mutanten kann die Gruppe zur Hauptpositronik vordringen und einiges an Daten sammeln. Hier erfahren sie auch von dem Virus sowie dem Absturz von Rhodan auf den Gefängnisplaneten. Sie nehmen mit Hilfe von Gucky den Kommandanten des Schiffes als Geisel, um Rhodan zu befreien, können jedoch dessen Loyalität für die Meister der Insel nicht brechen. So fliehen sie mit Hilfe eines Beiboots und kommen gerade noch rechtzeitig, das Gucky Leyden, Legacy und Rhodan vor den herannahenden Thermostrahlen retten kann.

An Bord werden Leyden und Legacy auf die Quarantänestation verfrachtet, in der sich der Biologe mit ihnen beschäftigt. Rhodan und Bully fliegen derweil das Beiboot aus dem Gefahrenbereich. Außerhalb des Systems treffen sie auf Rainbow. Steigen aber erst in die Spacejet um, als sie sicher sind, das Leyden und Legacy außer Gefahr und nicht mehr ansteckend sind. Dennoch werden die beiden ihr Leben lang das Retrovirus in sich tragen.

Alle kehren zur FERNAO zurück, die sich mit der MAGELLAN in einem System mit einer Riesensonne treffen will, doch die Sonne existiert plötzlich nicht mehr und auch von der MAGELLAN fehlt jede Spur …
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
Sascha Mamczak

Christinas Multiversum
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irckth
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Danke dir für den ausführlichen und schnellen Spoiler! -daumen-hoch-emoji-

Bislang hab ich erfreulich wenig zu meckern. Es gibt Action, Handlungsfortschritt, Informationssammlung ... und alles in einem für mich angenehmen Tempo erzählt.
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TCai
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Der Vollständigkeit halber, ist hier noch meine Besprechung zum Roman.
Spannend, informativ und lesenswert, aber nicht ohne Schwächen.

http://www.christina-hacker.de/2017/07/versuchskanichen-auf-einem-gefaengnisplaneten/
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
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Plattfuss
Siganese
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Das einzige, was mich ein wenig an dem Roman gestört hat, ist die klare Beschreibung der Tefr... Thetiser als "böse". Nun kann man einwenden, dies sei bei den Mhaaks und den Bestien nicht anders gewesen, aber in beiden Fällen handelte es sich um gezüchtete Kämpfer, ein Volk aus der Retorte und nicht Ergebnis einer kulturellen Entwicklung. Wobei ja immer noch der Verdacht im Raume steht, die Soldaten der MdI werden produziert, bzw dupliziert. Ich bin jedenfalls gespannt, ob die MAGELLAN auch ne Zeitreise machen muss... B-)
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dandelion
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Bin noch in der ersten Hälfte des Romans, der bis jetzt gut geschrieben und flüssig zu lesen ist. Besonderen Spaß machen mir die verbalen Reibereien zwischen Perry und Erich Leyden. Diese Dialoge sind wirklich geglückt.

Ein wesentliches Spannungselement im ersten Teil des Romans ist die unzureichende Energiereserve der Schutzanzüge Rhodans und seiner Begleiter. Diese Anzüge haben zwar viele Funktionen, die aber in ihrer Vielfalt kaum nutzbar sind, ohne ständig auf den Energieanzeiger schielen zu müssen. Einerseits realistisch, denn nichts ist unerschöpflich, andererseits kommt mir die mißliche Situation aber doch ein wenig herbeigezwungen vor. Werden diese Anzüge in anderen Romanen ebenso beschrieben oder dient die eher bescheidene Verwendungsmöglichkeit nur hier zur Spannungserzeugung?
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sonnenwind
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Wohnort: Sucht mich nicht auf Wolke Sieben! Bin verzogen!
Bin mit den NEO-Heften endlich wieder aktuell! :D
Fand den Roman sehr lesenswert. :st: Leyden ist einer meiner Lieblingscharaktere. :st:
Wer immer darüber nachdenkt, was wohl die anderen über ihn denken, der ist nie frei in seiner Entscheidung ( W. Reisberger ).
Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).
Wo Herzen mitentscheiden, werden gute Entscheidungen getroffen ( F. Weichselbaumer ).
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transmit
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Toller Roman. Viel Action, gegen Ende hin für meinen Geschmack zu viel Kuddelmuddel - konnte fast nicht mehr verfolgen, wer da gegen wen kämpfte. Eine Ungereimtheit ist mir aufgefallen: Eric Leyden hat doch gemeinsam mit seinem Team eine Zelldusche erhalten. Wenn nun diese Zelldusche dieselbe Wirkung wie ein Zellaktivator hat - sollte er dann nicht genauso wie Rhodan immun gegen das neue Virus sein? Kann das jemand aufklären? Und mich hat auch gefreut, dass Gucky wieder mal voll im Einsatz war. Es wäre toll, wenn die Mutanten überhaupt mehr in den Vordergrund gerückt würden - besonders bei diesem Einsatz in Andromeda.
Der Urknall, der unser Universum ins Leben rief, liegt rd. 13,8 Mrd. Jahre zurück. Warum es dazu kam, ist für uns das größte Geheimnis. Dass es dazu kam, steht aus verschiedenen Gründen ziemlich fest (Carl SAGAN).
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El Natiner
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Das mit der Zelldusche ist mir auch aufgefallen... Bin stillschweigend davon ausgegangen, dass diese nicht so wirkt wie ein Zellaktivator, eventuell dadurch, da jener ständig "belebt"?
Fand den Roman auch sehr kurzweilig - Spannung, Action, Dialoge...
Das finde ich das Gute an NEO: Der Facettenreichtum. Mal eher Action, mal eher kosmische Zusammenhänge...
Und meine Hoffnung, dass mein größtes Ärgernis an NEO, die versandete Duploproblematik (siehe NEO 100) wieder aufgegriffen wird, ist durch diverse Anspielungen wieder erwacht... ;)
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dandelion
Kosmokrat
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transmit hat geschrieben: gegen Ende hin für meinen Geschmack zu viel Kuddelmuddel


Habe ich auch so empfunden, einige Szenen wirkten da auch arg konstruiert. Die Glaubwürdigkeit leidet zugunsten der Spannung, wie TCai in ihrer Rezension schreibt. Das mindert den guten Gesamteindruck des Romans doch ein wenig.

Leyden und Legacy, also zwei Hauptpersonen, sind vom Virus befallen, das hat mich ein wenig überrascht. Wird sich zeigen, ob und welche Rolle das noch spielen wird. Leyden ist für mich die Hauptfigur des Romans, noch vor Rhodan oder Bull. Legacy wirkt auf mich eher blass, Gucky ist erfrischend.
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Kai Hirdt
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dandelion hat geschrieben:Bin noch in der ersten Hälfte des Romans, der bis jetzt gut geschrieben und flüssig zu lesen ist. Besonderen Spaß machen mir die verbalen Reibereien zwischen Perry und Erich Leyden. Diese Dialoge sind wirklich geglückt.

Ein wesentliches Spannungselement im ersten Teil des Romans ist die unzureichende Energiereserve der Schutzanzüge Rhodans und seiner Begleiter. Diese Anzüge haben zwar viele Funktionen, die aber in ihrer Vielfalt kaum nutzbar sind, ohne ständig auf den Energieanzeiger schielen zu müssen. Einerseits realistisch, denn nichts ist unerschöpflich, andererseits kommt mir die mißliche Situation aber doch ein wenig herbeigezwungen vor. Werden diese Anzüge in anderen Romanen ebenso beschrieben oder dient die eher bescheidene Verwendungsmöglichkeit nur hier zur Spannungserzeugung?


Das steht jedenfalls alles im Einklang mit unserem Datenblatt zu den Anzügen. Normalerweise gehen die Kollegen da nicht so ins Detail, wie die Anzüge zusammengestellt werden und welche Fähigkeit welches Modul hat. Würde im Roman als sinnloser Infodump stören, weil es bei den meisten Einsätzen, wo man für relativ kurze Zeit und mit vollgeladenen Batterien startet, einfach irrelevant ist. Hier wurde ein Großteil der Energie halt schon für das Landemanöver verbraucht – dass das in der Folge Probleme nach sich zieht, gibt m. E. Sinn. Gibt ja einen Grund, warum man dieses Landeding normalerweise mit Raumschiffen macht und nicht in batteriebetriebenen Raumanzügen. :)
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Tiberius
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transmit hat geschrieben:Eine Ungereimtheit ist mir aufgefallen: Eric Leyden hat doch gemeinsam mit seinem Team eine Zelldusche erhalten. Wenn nun diese Zelldusche dieselbe Wirkung wie ein Zellaktivator hat - sollte er dann nicht genauso wie Rhodan immun gegen das neue Virus sein? Kann das jemand aufklären?

Da ich erst mit Nummer 149 in NEO eingestiegen bin, weiß ich nicht, ob das in NEO auch so stimmt, aber in der originalen Serie wird ein Körper durch eine Zelldusche "konserviert", also die Alterung gestoppt (und neuerdings auch verjüngt). Der Körper kann jedoch erkranken und sterben, wenn das Immunsystem mit dem Erreger nicht fertig wird. Der Zellaktivator ist jedoch ein aktives Gerät, das den Körper bei einer Krankheit unterstützt, wie man bei der Vergiftung von Perry Rhodan in NEO 151 gesehen hat. Somit ist Perry Rhodan zwar auch am Virus erkrankt, aber durch den Zellaktivator hatte dieser Krankheitserreger seine Wirkung nicht entfalten können.
Ist Rhodans Zellaktivator eigentlich übertragbar? Denn dann könnte er diesen Eric Leyden und Autum Legacy einige Stunden leihen und diese somit endgültig heilen.
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Kai Hirdt
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Aktivatorträger können den ZA für kurze Zeit ablegen. Jetzt ist nur die Frage, ob diese Spanne reicht, um das Virus komplett zu beseiten. Ich sage jetzt mal so: nee. So einfach isses nicht. :)
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Tiberius
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Kai Hirdt hat geschrieben:Aktivatorträger können den ZA für kurze Zeit ablegen. Jetzt ist nur die Frage, ob diese Spanne reicht, um das Virus komplett zu beseiten. Ich sage jetzt mal so: nee. So einfach isses nicht. :)

Gilt eigentlich die 62 Stunden Frist für die NEO-ZA-Träger, oder ist das noch nicht bekannt?
Man könnte ja mal einen Versuch machen. ;)
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irckth
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Weil?

Wenn dem betreffenden Immunsystem vom ZA die richtigen Impulse geliefert werden, dann sollte es doch mit jedem Erreger fertig werden .. sofern der noch nicht Teile des Immunsystems beschädigt hat ... was der ZA aber womöglich auch zeitnah reparieren könnte. Kann nicht länger als ein paar Stunden dauern.
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Kai Hirdt
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irckth hat geschrieben:Weil?

Wenn dem betreffenden Immunsystem vom ZA die richtigen Impulse geliefert werden, dann sollte es doch mit jedem Erreger fertig werden .. sofern der noch nicht Teile des Immunsystems beschädigt hat ... was der ZA aber womöglich auch zeitnah reparieren könnte. Kann nicht länger als ein paar Stunden dauern.


Oha. Welche medizinische Studie zur Wirkungsgeschwindigkeit von Zellaktivatoren in PERRY RHODAN NEO ist denn da an mir vorbeigelaufen?
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Tiberius
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Kai Hirdt hat geschrieben:
irckth hat geschrieben:Weil?

Wenn dem betreffenden Immunsystem vom ZA die richtigen Impulse geliefert werden, dann sollte es doch mit jedem Erreger fertig werden .. sofern der noch nicht Teile des Immunsystems beschädigt hat ... was der ZA aber womöglich auch zeitnah reparieren könnte. Kann nicht länger als ein paar Stunden dauern.


Oha. Welche medizinische Studie zur Wirkungsgeschwindigkeit von Zellaktivatoren in PERRY RHODAN NEO ist denn da an mir vorbeigelaufen?

Studien gibt es wohl sicher nicht bei nur drei Zellaktivatoren, aber ich denke mal, daß Perry Rhodan es bei Autum Legacy auf jeden Fall versuchen würde, denn immerhin ist diese die Ehefrau seines besten Freundes Reginald Bull.
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GruftiHH
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Danke TCai für den tollen Spoiler. Meiner zum aktuellen Heft kommt morgen Abend rein. Bin noch nicht ganz durch.

Mir hat der Roman gut gefallen. Er war spannend, hält noch Fragen offen und war gut geschrieben. Mein Problem war, dass zu viel Handlung reingestellt wurde. Ich hätte mir die eine oder andere Ergänzung gewünscht. Z. B. Die "Tests" kamen mir zu kurz. Aber vielleicht wird das ja noch später aufgeklärt. Sollte der Virus wirklich nur Helfen, oder sollten wirklich die Gefangenen getötet werden. Auch die Tatsache, dass man offensichtlich beim kleinsten Vergehen schon auf den Planeten landet hätte hinterfragt werden können.

Aber - wie gesagt - vielleicht werden die ja im Laufe des Zykluses aufgedröselt.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *
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ovaron29
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Kai Hirdt hat geschrieben:Aktivatorträger können den ZA für kurze Zeit ablegen. Jetzt ist nur die Frage, ob diese Spanne reicht, um das Virus komplett zu beseiten. Ich sage jetzt mal so: nee. So einfach isses nicht. :)

Toller Roman, Kompliment. Eines ist mir unklar, warum wurde die Transformkanone auf der Fernao und nicht auf der Magellan installiert?
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Tiberius
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ovaron29 hat geschrieben:Toller Roman, Kompliment. Eines ist mir unklar, warum wurde die Transformkanone auf der Fernao und nicht auf der Magellan installiert?

Könnte es nicht sein, daß auf beiden Schiffen eine Transformkanone installiert worden ist?
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frfr
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Mich hat der Band gut unterhalten. Ein kleines Team ohne die typischen technischen Möglichkeiten muss sich gegen alle möglichen Widrigkeiten durchsetzen und sich dann wieder befreien.
Aber, wie dieses Setting konstruiert wurde, hat mir nicht gefallen. Das war ja schon konstruiert. Begonnen hat es damit, dass zufällig knapp neben der Space-Disk ein Raumschiff materialisierte (sehr unwahrscheinlich) und dadurch sogar die Space-Disk zum Absturz gebracht wurde. Nicht einfach nur beschädigt. Das das den Arkoniden bei ganzen Flottentransisitionen noch niemals aufgefallen ist? Damit meine ich, dass ja die Totalkatastrophe ja nur durch das Genie Leyden verhindert wurde, da er die Gefahr erkannte. So eine Gefahr sollte doch zumindest automatisch von der Positronik erkannt und entsprechend entschärft werden. Nach zehntausend Jahre Transitionstriebwerksentwicklung? Das passt nicht. Das ist zu konstruiert.
Und dann noch der Verbrauch aller Energie bei der Planetenlandung. Also das hätte ich den Raumanzügen schon als einfache Aufgabe zugetraut. Aber das musste wohl auch so konstruiert werden, damit man beim gewünschten Setting ankommt.
Das bringt mich dann allerdings zur Frage, wie kann man so ein Absturzszenario mit all der Uebertechnik noch plausibel konstruieren. Mir hats nicht gefallen wie es gemacht wurde, habe aber keine bessere Lösung parat. Gibts Ideen dazu?
Ev. dass die Explosion eines der Kampfschiffe die Space-Disk in Mitleidenschaft zieht? Oder irgendeine Ueberlast durch zu wilde Manöver?
Asteroidenfelder? Wohl kaum.
Felder von Mini-Black-Holes?
Beschuss bei der Landung?

Mich wundert auch, dass Leyden die Space-Disk gelandet hat und nicht Rhodan. Ich dachte sowas wäre ja ev. noch eine Stärke von Perry. Da hätte ich erwartet, das er der richtige Mann dafür ist. Das hat mich dann zum Nachdenken gebracht, was kann den Perry eigentlich überhaupt noch. Welches Talent bringt er eigentlich noch mit? Derzeit eigentlich nur den moralischen Kompass. Lasst ihn doch zumindest noch ein guter Pilot sein.
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Tiberius
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frfr hat geschrieben:Aber, wie dieses Setting konstruiert wurde, hat mir nicht gefallen. Das war ja schon konstruiert. Begonnen hat es damit, dass zufällig knapp neben der Space-Disk ein Raumschiff materialisierte (sehr unwahrscheinlich) und dadurch sogar die Space-Disk zum Absturz gebracht wurde. Nicht einfach nur beschädigt. Das das den Arkoniden bei ganzen Flottentransisitionen noch niemals aufgefallen ist? Damit meine ich, dass ja die Totalkatastrophe ja nur durch das Genie Leyden verhindert wurde, da er die Gefahr erkannte. So eine Gefahr sollte doch zumindest automatisch von der Positronik erkannt und entsprechend entschärft werden. Nach zehntausend Jahre Transitionstriebwerksentwicklung? Das passt nicht. Das ist zu konstruiert.

Dazu wurde im Roman selbst etwas gesagt. Man hatte das in den Programmen der Positronik nicht eingebaut, da die Wahrscheinlichkeit zu gering war, daß der Transitionskonverter während der "Abkühlung" explodieren könnte, wenn ein Raumschiff zu nahe materialisiert.
Was sich jetzt wohl ändern dürfte.
Zur Frage, warum das nicht schon vorher in den Programmen berücksichtigt wurde: Kosten-Nutzen-Abwägung. Rein theoretisch sollte man alle Eventualitäten berücksichtigen, in der Realität sind damit jedoch Kosten verbunden, und wenn die Wahrscheinlichkeit zu gering ist, spart man sich diese.

frfr hat geschrieben:Und dann noch der Verbrauch aller Energie bei der Planetenlandung. Also das hätte ich den Raumanzügen schon als einfache Aufgabe zugetraut. Aber das musste wohl auch so konstruiert werden, damit man beim gewünschten Setting ankommt.

Raumanzüge sind nicht für solche Manöver gedacht, sie sollen eigentlich nur auf Planeten/Monden/Asteroiden oder so eingesetzt werden, wo sie keine großen Geschwindigkeitsunterschiede ausgleichen müssen. Dafür gibt es Raumschiffe.
Allerdings wundere ich mich, daß die Space-Disk den Absturz so gut überstanden hat, daß die Inneneinrichtung noch relativ intakt geblieben ist. Da hätte die Mannschaft auch an Bord bleiben können. Solch einen Ausstieg macht man, wenn man sicher ist, daß das Schiff den Absturz nicht überlebt, ansonsten ist es im Schiff sicherer.
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ovaron29
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Tiberius hat geschrieben:
ovaron29 hat geschrieben:Toller Roman, Kompliment. Eines ist mir unklar, warum wurde die Transformkanone auf der Fernao und nicht auf der Magellan installiert?

Könnte es nicht sein, daß auf beiden Schiffen eine Transformkanone installiert worden ist?

Von den Posbis wurde eine in Perrys altes Flaggschiff eingebaut, und die kann angeblich nicht nachgebaut werden. Die KonstruktionsPläne wurden gestohlen und dann von Saurier gefressen.
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Tiberius
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ovaron29 hat geschrieben:
Tiberius hat geschrieben:
ovaron29 hat geschrieben:Toller Roman, Kompliment. Eines ist mir unklar, warum wurde die Transformkanone auf der Fernao und nicht auf der Magellan installiert?

Könnte es nicht sein, daß auf beiden Schiffen eine Transformkanone installiert worden ist?

Von den Posbis wurde eine in Perrys altes Flaggschiff eingebaut, und die kann angeblich nicht nachgebaut werden. Die KonstruktionsPläne wurden gestohlen und dann von Saurier gefressen.

Achso, ein Einzelexemplar. Ich dachte, die könnten, wie in der Erstauflage, einfach gebaut werden.
Danke für die Auskunft.
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frfr
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Tiberius hat geschrieben:Dazu wurde im Roman selbst etwas gesagt. Man hatte das in den Programmen der Positronik nicht eingebaut, da die Wahrscheinlichkeit zu gering war, daß der Transitionskonverter während der "Abkühlung" explodieren könnte, wenn ein Raumschiff zu nahe materialisiert.
Was sich jetzt wohl ändern dürfte.
Zur Frage, warum das nicht schon vorher in den Programmen berücksichtigt wurde: Kosten-Nutzen-Abwägung. Rein theoretisch sollte man alle Eventualitäten berücksichtigen, in der Realität sind damit jedoch Kosten verbunden, und wenn die Wahrscheinlichkeit zu gering ist, spart man sich diese.


Das ist eben so eine konstruierte Begründung. Wenn sowas bekannt ist, sollte zumindest die Positronik davor warnen, und es nicht des weltbesten Hyperphysikers an Bord bedürfen. Das war wahrscheinlich für mich der am meisten konstruierte Punkt, dass nur Leyden das Unheil abwenden konnte. Stimmiger wäre es für mich gewesen wenn einfach die Positronik eine Warnung gegeben hätte und den Konverter absprengt, mit dem Hinweis, dass dadurch eine vollständige Zerstörung verhindert wird. Das Boot wäre dann auch so grossteils fluguntauglich geworden.
Dass ein kleines Schiff durch das Auftauchen eines Grossen Schaden nimmt, ist eher noch ok. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist halt nur wirklich sehr sehr gering. Aber bei Kampfhandlungen klingt das nicht ganz unwirklich.

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