PERRY RHODAN NEO 206

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Klaus N. Frick
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PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Klaus N. Frick » 6. August 2019, 18:21

Heute geht es im Redaktionsblog um den nächsten Band von PERRY RHODAN NEO – »Letzte Hoffnung Mimas« kommt diese Woche noch in den Handel.

Hier geht's zu den subjektiven Ansichten des Redakteurs:

https://perry-rhodan.blogspot.com/2019/ ... mimas.html

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Klaus N. Frick
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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Klaus N. Frick » 6. August 2019, 18:23

Und hier die Langversion:

Letzte Hoffnung Mimas

Bevor Arno Endler seinen ersten Roman veröffentlichte – den Science-Fiction-Thriller »PARACELSUS« –, wurde er vor allem als Autor von zahlreichen Kurzgeschichten bekannt. Dabei zeigte er immer wieder, wie pointiert und klar er erzählen konnte, wie gut er es verstand, seine Geschichten zuzuspitzen und seine Charaktere in allerlei Nöte zu bringen.

Vielleicht leitet sich dabei sein charakteristischer Stil ab, den er auch in seinen Romanen anwendet: Aus der Sicht vieler Personen schildert er ein Geschehen, viele einzelne Szenen formen dabei das »Große, Ganze«, jede Szene für sich fast so konzentriert wie eine Kurzgeschichte, in der Gesamtheit dann als Roman überzeugend.

Der anstehende Roman des Autors, den er für PERRY RHODAN NEO verfasst hat, geht in eine sehr ähnliche Richtung. In schnellen Sequenzen erzählt er seine Geschichte, die sich in weiten Teilen wie ein Medizin-Thriller liest. Arno Endler zeigt den Kampf von Medikern um das Überleben von Patienten in sehr realistischer und nachvollziehbarer Weise – das fand ich stark.

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Klaus N. Frick
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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Klaus N. Frick » 8. August 2019, 08:57

Der nächste Roman bei PERRY RHODAN NEO stammt von Arno Endler; er schrieb »Letzte Hoffnung Mimas«. Hier auch noch unsere offizielle Information dazu:

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... imas%C2%AB

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Yman
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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Yman » 10. August 2019, 14:14

Klaus N. Frick hat geschrieben:In schnellen Sequenzen erzählt er seine Geschichte, die sich in weiten Teilen wie ein Medizin-Thriller liest. Arno Endler zeigt den Kampf von Medikern um das Überleben von Patienten in sehr realistischer und nachvollziehbarer Weise – das fand ich stark.
Anders als PR NEO 200-206, die mir wirklich sehr gut gefallen haben, fand ich diesen Roman extrem langweilig, von Medizin-Thriller keine Spur. Perry Rhodan als bewusstloser Patient ist einfach nur lachhaft. Warum nicht Thora? Bei Perry kann man 100 Prozent sicher sein, dass ihm nichts geschieht, bei Thora nur zu 90 Prozent. Das ist einfach nur wieder einmal die Leser für dumm verkauft.
Klaus N. Frick hat geschrieben:Vielleicht leitet sich dabei sein charakteristischer Stil ab, den er auch in seinen Romanen anwendet: Aus der Sicht vieler Personen schildert er ein Geschehen, viele einzelne Szenen formen dabei das »Große, Ganze«, jede Szene für sich fast so konzentriert wie eine Kurzgeschichte, in der Gesamtheit dann als Roman überzeugend.
Das ist leider von vorne bis hinten nicht gelungen. Der Roman hatte eine gute Chance, wenn er nicht so aus lauter kleinen langweiligen Geschichten zusammengeflickt wäre, mit einer Ausnahme, die Flucht Tekeners. So eine Fluchtgeschichte über den ganzen Roman erstreckt, das hätte spannend sein können. Das miteinander verbandelte Kurzgeschichtengewurschtel war es nicht.

Der zweite Grund, warum mir dieser Roman nicht gefällt, ist, dass die Staffel bis fast zum Stillstand ausgebremst wird. Der Roman ist typisch für Romane, die man nicht gelesen haben muss, da sie für die übergeordnete Staffelhandlung praktisch keine Rolle spielen und einfach nur das Tempo rausnehmen. Mir drängt sich auch der Eindruck auf, dass der Autor mehr oder weniger absichtlich ein Exposé bekam, wo er ohne Schaden für den Rest der Staffel vor sich hinwurschteln konnte.

Wichtig ist nur, dass man einen Hinweis bekommt, wie es in der nächsten Staffel weiter geht. Dass Merkosh eine große Rolle spielen wird, wurde ja schon angekündigt. Jetzt weiß man auch warum. Merkosh ist Mediziner, das Dunkelleben kann mit Lashat-Pocken bekämpft werden, und die Welt Lashat ist nur eine Tagesreise von der Heimat Merkoshs entfernt (55000 Lichtjahre von Terra). Tekener scheint Merkoshs Volk zu kennen und verborgene Erinnerungen zu haben. In der neuen Staffel "Das Compariat" wird man wohl Näheres über all diese Zusammenhänge erfahren.

Der nächste Roman ist ein Sprung nach Ertrus, wo ich mich, von diesem Füllroman alarmiert, allerdings nun auch schon frage, was das mit der Staffelhandlung um Iratio Hondro zu tun hat.

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Tennessee
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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Tennessee » 11. August 2019, 20:56

Salut,

nun also multiperspektivisches Erzählen, zwar nicht, wie angedeutet in Kurzgeschichten-Manier (das ist dann doch etwas anderes), aber in episodenhaften Kleinkapiteln.
Das ist insgesamt für mich gelungen. Ein Roman, der mich unterhalten hat, der aber leider sein größtest Potential brachial verschenkt hat - bis auf eine Episode.

Doch zunächst einmal: Perry Rhodan wird sterben!! - Echt jetzt? Dieser Plot hat die Spannung und die Wahrscheinlichkeit der Nachricht, dass Armina Bielefeld im nächsten Jahr Deutscher Meister wird. Dass unser Held Perry auch in NEO die spannungsarme "Wir bedrohen ihn zu Tode und dann schau'n wir mal wie er da raus kommt" - Masche erleiden muss ... Dabei mochte ich den Rhodan der ersten 200er Bände, der mit Diplomatie, Sprache, (kurzem) persönlichen Actioneinsatz, Charisma und humorvoller Entschlossenheit agierte; ein Rhodan, der sich in Gedanken auch mal selbst ironisch betrachtete, der seine Person und Position hinterfragt. Und das wie fängt langsam an, mich nicht mehr zu interessieren; dann les ich halt die letzten beiden Seiten und weiß, was wie passiert ist. Ein Rhodan sollte - auch in NEO - mehr sein, als eine Figur, bei der man schaut wie sie aus dem Schlamassel kommt.
(Der Vergleich: Ras Tschubai in 201 war doch mit viel existenziellerer Spannung versehen.)

Dann die Multiperspektiven. Ja, doch, die waren schön, nichts dagegen zu meckern. Es war auch spannend und am Ende auch sehr rührend, wie die drei Kolonialterraner Tekener überwältigten und so zu einer wirklichen Gemeinschaft fanden. Das rote Kreu.. äh Kreis *zwinker* war übrigens eine schöne Idee und ich hoffe, dass diese kleinen "Weltgeschichten" uns auch später nochmal begegnen werden.
Aber schon schade, dass der Roman sich hauptsächlich auf die Perspektiven der Nebenfiguren konzentrierte, und darüber zwar viel indirekt charakterisierte, aber es irgendwie versäumte, die vielen Perspektiven der Hauptpersonen zu schildern und sie dadurch direkt charakterlich anzureichern. Thora gab es einmal, das war gut; Sud wurde auch mal perspektiviert, was aber wenig ergiebig war, wie ich fand ...

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der mögliches Potential nicht passend ausschöpfte und dabei auf einen Konflikt ("Rhodans Tod") baute, der keiner ist.

P.S. Jessica Tekener gehört m.E. der Hintern versohlt oder sie muss zumindest nach Bull'scher Manier in warmer Suppe baden oder Thora macht den angedrohten Arrest wirklich wahr! Ich kann mir vorstellen, dass Geschwisterliebe einen Menschen zu einigem treibt, aber auf diese Fahrlässigkeit wurde m.E. doch arg milde reagiert. Liebe Thora, sei die Kommandantin mit dem passenden Ruf...

lg
Ten.
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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von TCai » 12. August 2019, 20:01

Wie immer habe ich mich mit dem Stil des Autors schwergetan und habe die Lektüre sogar für ein paar Tage unterbrochen.
Letztendlich bleibt der Roman unter seinem Potenzial, was vor allem daran liegt, dass ausgerechnet Rhodan vom Ausfall des ZAs betroffen ist. Das funktioniert einfach nicht, da kann keine Spannung aufkommen. Da kann der Autor sich mühen, wie er will. :(

Meine komplette Rezension wie immer im Blog:
https://www.christina-hacker.de/2019/08 ... blichkeit/
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
Sascha Mamczak

https://www.christina-hacker.de

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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Yman » 13. August 2019, 14:45

Sehr schöne Rezensionen, TCai!

Perry als Komapatient, das funktioniert wirklich nicht. Science-Fiction und Medizin können aber schon sehr gut zusammen funktionieren. Der Autor James White z.B. ist berühmt für seine Orbit-Hospital-Reihe (Sector General). Unerreicht ist für mich aber The Andromeda Strain (1969) von Michael Crichton, ein absoluter Klassiker (ggf. extrem spannend, wenn man es zum ersten Mal liest). Da wäre sehr viel mehr drin gewesen!

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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von Heimor » 15. August 2019, 11:53

:D Mir hat gut gefallen, mal was anders ,als Weltraumschlachten und Hochrisikoeinsätze. :D

:rolleyes: Euer Heimor :rolleyes:

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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von AngelikaZ » 16. August 2019, 14:34

Mir hat der Roman auch sehr gut gefallen. War wieder mal was anderes. Und die Einblicke in die verschiedenen Kolonialkulturen finde ich gut. Zudem war schon der Anfang mit ALEXANDER FLEMING extrem gut beschrieben, wie es auf dem Medoschiff zugeht und welche Gedanken die Helfer dort haben. Und man denke nur an die extreme Landung! Echt, als ich das im Auto hörte, hat es mich wirklich ergriffen als der Kommandant seine Pilotin in die Arme nahm. Auch das MHC Personal passt! Sowas macht Spass beim hören!
Die Besatzungsmitglieder der CREST II bekommen mehr Struktur und Leben.
Das nun Perry mal wieder in Gefahr, naja, irgendwie muss das sein. Das das keine Spannung erzeugt. Okay! Aber man sollte wissen, dass Rüdiger da schon mehr an die Grenzen geht, als in der EA. Man denke nur an NEO 149 oder 199. Wäre zu diesem Zeitpunkt das Serienende gekommen, dann hätte sich Perry für die Menschheit geopfert. Und das wäre ein würdiges Ende der Serie, soweit kenne ich Rüdiger zu gut, das das eine Option für ihn ist.
Und noch was, ich finde die Verquickung von Perrys ZA, dem dunkel Leben und den Lashat-Pocken als mal was neues.
Auch die kurzen Kapitel kommen mir entgegen. Viele Blickwinkel! Das macht mehr Feeling, mehr Atmosphäre, mehr Genuss! Jedenfalls kein Hans Kneifel, wo ich zig Seiten einer Beschreibung folgen muss!
Also, Roman top, kann so weitergehen!
Ein kleine Frage, da ich gerade am Schreiben bin, habe ich in den letzten Romanen etwas überlesen, wieso man keine erdähnlichen Planeten zur Kolonisation gesucht hat, wo man ohne Gen-Änderung leben kann? Oder ist der einzige Grund, darin begründet mit der Nähe der Kolonien zu Terra.

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Re: PERRY RHODAN NEO 206

Beitrag von ovaron29 » 21. August 2019, 11:42

Unterhaltsamer Roman, hat mir gut gefallen.
Seit 1961 Fan.

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