Spoiler NEO 64 Herrin der Flotte, von Robert Corvus

Brandheiß: Das allerneueste NEO-Heft, die neuesten Spekulationen!
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Todd
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Schnurzel hat geschrieben:
Robert Corvus hat geschrieben:
Schnurzel hat geschrieben:Lediglich 300 LJ von KE'MATLON entfernt halte ich die Erde jetzt nicht für "weit außerhalb", sondern für "relativ nah".

300 Lichtjahre ist zwar relativ nah, wenn man die Gesamtgröße der Milchstraße als Vergleich nimmt, aber eine enorme Distanz, wenn man die Anzahl der in einer entsprechenden Kugel vorhandenen Sternensysteme bedenkt.
Die Bojen messen Transitionen in 35 Lichtjahren Entfernung an (was übrigens auch bedeutet, dass es Ortungsmethoden gibt, die schneller als mit Lichtgeschwindigkeit messen - diese Frage kam ja bereits in diesem Diskussionsfaden auf).

Die Frage, ob die Erde entdeckt hätte werden müssen bei "nur" 300 LJ Entfernung, hatten wir schon oft in den NEO-Threads; darauf will ich jetzt auch nicht abzielen. Ich finde nur, dass für ein Imperium, das angeblich etwa ein Drittel der Milchstraße umspannt (stimmt das überhaupt? Was geben da eure Datenblätter her? Wäre mal interessant zu erfahren), eine Entfernung von 300 LJ "relativ nah" anstatt "weit außerhalb" ist (zumal KE'MATLON, was man bisher über die Station gelesen hat, nicht wie ein Hinterwäldlerposten wirkt, sondern von allen möglichen Rassen gut besucht ist, so als wäre die Station im Herzen Imperiums (was natürlich nur ein subjektiver Eindruck ist)


Um gut besucht zu sein, muss die Station nicht zwingend im Herzen des Imperiums liegen. Ich meine, die Station im "Outer Rim" ist für alle Fremdvölker von außerhalb des Impeiums von Interesse, die mit diesem Handel treiben, sich aber nicht den teilweise doch recht willkürlichen und rigiden Kontrollen oder herabwürdigender Behandlung durch die Arkoniden aussetzen wollen.

Eine andere Frage wäre, wie eigentlich bei NEO die Reichweite eines Hyperfunksenders bemessen ist. Und zwar 1. die eines Schiffssenders und 2. die der arkonidischen Station auf KE-MATLON. Wenn es irgendwo steht, habe ich´s überlesen. :o(


LG

Todd
shikin haramitsu daikômyô
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Schnurzel
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@ Todd: Ich habe ja geschrieben: "subjektiver Eindruck" und "als wäre". Ich wollte nur damit nur ausdrücken, dass um KE'MATLON herum ziemlich viel Verkehr für eine Station im "Outer Rim" herrscht. Und wenn du jetzt schreibst, dass auch Fremdvölker von außerhalb des Imperiums auf KE'MATLON Handel treiben möchten (was ich für plausibel halte), dann ist die "Gegend" jenseits von KE'MATLON doch nicht soooo unerforscht, oder?
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Robert Corvus
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Todd hat geschrieben:Eine andere Frage wäre, wie eigentlich bei NEO die Reichweite eines Hyperfunksenders bemessen ist. Und zwar 1. die eines Schiffssenders und 2. die der arkonidischen Station auf KE-MATLON. Wenn es irgendwo steht, habe ich´s überlesen. :o(

In jedem Fall endlich - das kann man schon mal sagen. z.B. steht in NEO 23:
Crest überschlug die Fakten – Arkon war weit entfernt, die Funkanfrage musste sicher über etliche Relaisstationen laufen, ... Eine Antwort konnte durchaus einige Tage auf sich warten lassen.
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Todd
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Schnurzel hat geschrieben:@ Todd: Ich habe ja geschrieben: "subjektiver Eindruck" und "als wäre". Ich wollte nur damit nur ausdrücken, dass um KE'MATLON herum ziemlich viel Verkehr für eine Station im "Outer Rim" herrscht. Und wenn du jetzt schreibst, dass auch Fremdvölker von außerhalb des Imperiums auf KE'MATLON Handel treiben möchten (was ich für plausibel halte), dann ist die "Gegend" jenseits von KE'MATLON doch nicht soooo unerforscht, oder?


Ja, macht doch nix, meine Antwort ist doch genauso subjektiv. :rolleyes:
Dass um KE-MATLON und umzu Handel betrieben wird, setzt aber nicht zwingend voraus, dass die Gegend gut erforscht ist. Es reicht ja, wenn die Randbewohner - ob erforscht oder nicht - wissen, wo und zu wem sie ggfs ihren Krempel zum Verhökern hinwuppen können. :)

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Todd
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Scrooge
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Lieber Robert, es ist toll, wie sehr Du Dich hier im Forum engagierst. Und Deine Reaktionen auf die Kritik von Cybermancer zeigen auch, dass die Themem Naturwissenschaft/Technik bei Euch keineswegs Leerstellen sind, wie das manchmal behauptet wird. Ergänzen möchte ich aus meiner Sicht, dass diese Ebene für mich zwar interessant ist, für meinen Lesespaß aber weitgehend unerheblich. Am wichtigsten sind mir gute (und gut geschriebene) Geschichten, ein spannender, in sich konsistenter Handlungsbogen bzw. ein stimmiges Handlungsgefüge und sorgfältig ausgestaltete Charaktere. Der ganze Technikhintergrund ist mir zudem weniger wichtig als die sozialen, politischen und kulturellen Hintergründe. Plakativ formuliert sehe ich mich eher als ein Fan von Marianne Sydow als z.B. von K.H. Scheer. Und bislang leistet Ihr bei NEO für mich einen sehr guten Job - weil eben die Geschichten und die Charaktere im Mittelpunkt stehen, der übergreifende Handlungsbogen für mich faszinierend ist und die meisten Romane gut bis sehr gut geschrieben sind. Deinen aktuellen NEO habe ich noch nicht gelesen, aber ich freu mich drauf! :)
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Todd
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Robert Corvus hat geschrieben:
Todd hat geschrieben:Eine andere Frage wäre, wie eigentlich bei NEO die Reichweite eines Hyperfunksenders bemessen ist. Und zwar 1. die eines Schiffssenders und 2. die der arkonidischen Station auf KE-MATLON. Wenn es irgendwo steht, habe ich´s überlesen. :o(

In jedem Fall endlich - das kann man schon mal sagen. z.B. steht in NEO 23:
Crest überschlug die Fakten – Arkon war weit entfernt, die Funkanfrage musste sicher über etliche Relaisstationen laufen, ... Eine Antwort konnte durchaus einige Tage auf sich warten lassen.


Yô, Danke! Wiewohl ein Haufen notwendiger Relaisstationen imho nicht der einzige Grund sein kann, wieso die Antwort dann lange braucht.
Die Laufzeit der Signale im Hyperraum ist nahe Null und im Laufe von 10.000 Jahren könnte man auch eventuelle Routing- und Bandbreitenengpässe beseitigt haben, so dass die Laufzeit einer Nachricht im Wesentlichen vom Delay in den einzelnen Relaisstationen abhängt.

Auf jeden Fall wird es so schwierig für ein imperiumsweites Trivid-Programm mit Live-Sendungen und auch für das GAL-NET aus der EA sieht - sofern das Kommunkiationsverhalten der Teilnehmer nicht die Akzeptanz tagelanger Delays beinhaltet - reichlich trübe aus.

LG

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Papageorgiu
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Robert Corvus hat geschrieben:
Papageorgiu hat geschrieben:Ich finde die Handlung im Moment einfach nur langweilig.

Dann gibt es Hoffnung für Dich: Wie gesagt befinden wir uns in einer Erntephase. Handlungsbögen werden abgeschlossen - danach kommt etwas Neues.

Finde ich richtig nett, dass Du das sagst! :st: Fühle mich wirklich ernst genommen.
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Hopfi
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Ein absehbares Ende des "Ringen"-Gewürges wäre äußerst begrüßenswert ...
Romane, in denen die politische und wirtschaftliche Konsolidierung Terras und die weitere Adaption arkonidisch/ferronischer Technologie geschildert werden würde, würde ich jeder Zeit dem planlosen Planetengerutsche vorziehen ...
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Robert Corvus
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Todd hat geschrieben:Wiewohl ein Haufen notwendiger Relaisstationen imho nicht der einzige Grund sein kann, wieso die Antwort dann lange braucht.

Ich schreibe ja auch für BattleTech (als Bernard Craw). Da sind diese Überlegungen von besonderer Relevanz. Nicht nur braucht man Relaisstationen - diese senden Botschaften auch nur in Paketen ab, und das in der Regel nur 1 x wöchentlich an jede ihrer Empfangsstationen.
Wobei das dann wohl doch zu sehr gedrosselt wäre, um ins NEOversum zu passen.
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Liberty
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Ich glaube, dass wir uns das Imperium nicht als etwas monolithisches vorstellen dürfen. Außerhalb vom M13 dürften die Arkoniden nicht mehr alle Systeme erfassen, vielmehr dürfte es eher einem sehr löchrigen Käse ähneln, wo man interessante Systeme berücksichtigt, und den Rest links liegen lässt, man kann diese ja einfach überspringen.

Was mich beim Roman erstaunte, war der außergewöhnliche Großmut der Mascatin: Obwohl sie mit ziehmlicher Sicherheit wissen müsste, dass Sergh probierte, sie zu ermorden, wobei er ihre Doppelgängerin erwischte, gibt es keine Rachegelüste, noch nicht einmal verstärkte Sicherheitsvorkehrungen gegenüber diesem. Was ist dies für eine Gesellschaft, dass man ziehmlich ungestraft morden darf?
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Schnurzel
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Todd hat geschrieben:
Schnurzel hat geschrieben:@ Todd: Ich habe ja geschrieben: "subjektiver Eindruck" und "als wäre". Ich wollte nur damit nur ausdrücken, dass um KE'MATLON herum ziemlich viel Verkehr für eine Station im "Outer Rim" herrscht. Und wenn du jetzt schreibst, dass auch Fremdvölker von außerhalb des Imperiums auf KE'MATLON Handel treiben möchten (was ich für plausibel halte), dann ist die "Gegend" jenseits von KE'MATLON doch nicht soooo unerforscht, oder?


Ja, macht doch nix, meine Antwort ist doch genauso subjektiv. :rolleyes:
Dass um KE-MATLON und umzu Handel betrieben wird, setzt aber nicht zwingend voraus, dass die Gegend gut erforscht ist. Es reicht ja, wenn die Randbewohner - ob erforscht oder nicht - wissen, wo und zu wem sie ggfs ihren Krempel zum Verhökern hinwuppen können. :)

LG

Todd

Und wieder missverstehst du mich: :rolleyes:
Ich habe nie von "gut erforscht" geschrieben, sondern "nicht soooo unerforscht". Ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
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Todd
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Liberty hat geschrieben:Was mich beim Roman erstaunte, war der außergewöhnliche Großmut der Mascatin: Obwohl sie mit ziehmlicher Sicherheit wissen müsste, dass Sergh probierte, sie zu ermorden, wobei er ihre Doppelgängerin erwischte, gibt es keine Rachegelüste, noch nicht einmal verstärkte Sicherheitsvorkehrungen gegenüber diesem. Was ist dies für eine Gesellschaft, dass man ziehmlich ungestraft morden darf?


Die Gesellschaft erinnert mit schon ein wenig an Rom, das mittelalterliche Venedig oder das alte China. Das Verhalten der Mascantin erkläre ich damit, dass die der Dagor-Philosophie folgt, die für Rachegelüste keinen Platz haben dürfte. Das heißt nicht, dass Sergh da Teffron ungestraft davonkommen soll... mal etwas aus dem asiatischen Kampfkunst-Fundus heraus spekulierend vermute ich, Dagor enthält auch - nur unter arkonidischem Namen - etwas wie "Ma-ai" wörtlich übersetzt "Raum-Harmonie" = richtige Distanz. Vordergründig bedeutet dies, dass die Distanz und der Winkel stimmen müssen, wenn ich eine Technik anbringen will. Im auf das Leben übertragenen Sinne, den ich hier meine, bedeutet es aber, dass man auch in der Lage sein muss, für alles was man tut auf die richtige Gelegenheit zu warten. Damit ist ncht nur passives Abwarten gemeint, sondern beinhaltet auch eigene Beiträge für das Eintreten der passenden Voraussetzungen.

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Todd
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Schnurzel hat geschrieben:
Todd hat geschrieben:Ja, macht doch nix, meine Antwort ist doch genauso subjektiv. :rolleyes:
Dass um KE-MATLON und umzu Handel betrieben wird, setzt aber nicht zwingend voraus, dass die Gegend gut erforscht ist. Es reicht ja, wenn die Randbewohner - ob erforscht oder nicht - wissen, wo und zu wem sie ggfs ihren Krempel zum Verhökern hinwuppen können. :)

LG

Todd

Und wieder missverstehst du mich: :rolleyes:
Ich habe nie von "gut erforscht" geschrieben, sondern "nicht soooo unerforscht". Ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.


Touché! :rolleyes:

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Todd, der schnupfenbedingte Gedanken-Grobmotoriker... :unsure: :o(
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Todd
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Robert Corvus hat geschrieben:
Todd hat geschrieben:Wiewohl ein Haufen notwendiger Relaisstationen imho nicht der einzige Grund sein kann, wieso die Antwort dann lange braucht.

Ich schreibe ja auch für BattleTech (als Bernard Craw). Da sind diese Überlegungen von besonderer Relevanz. Nicht nur braucht man Relaisstationen - diese senden Botschaften auch nur in Paketen ab, und das in der Regel nur 1 x wöchentlich an jede ihrer Empfangsstationen.
Wobei das dann wohl doch zu sehr gedrosselt wäre, um ins NEOversum zu passen.


Das wär in der Tat arg. Überdies würden aber neben dem Nachrichtenaustausch ja auch noch andere Protokolle, z.B. ein Routing-Protokoll laufen müssen und das in einem vermaschten Netz mit hunderten von Hops zwischen Sender und Empfänger... :)

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Todd
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Hopfi
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Im Rahmen der Galaktischen Hyperfunkkonvention aus der Zeit des Vereinten Imperiums haben alle teilnehmenden kommerziellen Hyperfunknetzbetreiber einheitliche Übertragungssstandards, Gerätespezifikationen, Durchleitung aller Übertragungen anderer Konventionsteilnehmer mit monatlicher Begleichung der Durchleitungsvergütung in der Konventions-Kompensationsbank auf
Arkon II vereinbart ...

Scherzchen, die Konvention ist auf meinen eigenen Mist gewachsen ...
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DoctorMabuse
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Für mich einer der besten NEO - Romane. Habe mich gut unterhalten und das ist das wichtigste.

Dichte Story, endlich mal wieder eine nachvollziehbare SF - Militär - Schilderung. Hat es in der Erst - Auflage am Anfang auch gegeben, so bis ungefähr zum Schwarmzyklus, dann wurde dieser Aspekt immer schlechter. Derzeit sind die Hefte der Erstauflage sehr gut, mit die besten aller Zyklen, aber dieser Aspekt funktioniert dort weiterhin nicht.

Mit hat auch die Schilderung von Dagor (Bushido meets Jiu - Jitsu) gut gefallen, wenn ich auch an einigen der beschriebenen Techniken etwas auszusetzen hätte.

Ich tippe mal der Autor betreibt selber, mhhhh Aikido?
Fortiter in re, suaviter in modo!
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Cybermancer
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Robert Corvus hat geschrieben:Lieber Cybermancer,

die Wortwahl in Deinem letzten Posting lässt eine gewisse Unfähigkeit erkennen, mit Deinen Emotionen umzugehen und Dich in einer zivilisierten Weise an einer Diskussion zu beteiligen. Das ist bedauerlich, aber dafür bin ich nicht zuständig - das Personal des nächstgelegenen Kindergartens wird Dir aber sicher weiterhelfen können.

Kaum schreibt man mal Klartext, wie man eine Sache sieht, ist man schon nicht in der Lage seine Emotionen zu beherrschen und an einer zivilisierten Diskussion teilzunehmen. Tsss.
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Und wenn sich alle Positroniken in den vorhergegangenen 63 Bänden so Verhalten haben, dann das Verhalten der Positroniken in den vorhergegangenen 63 Bänden erklärungsbedürftig.

Das ist so wie beim Mephisto in "Faust": Der erste Schritt hinein ist beliebig, determiniert aber das Folgende. NEO wird durch die Aussagen in den NEO-Romanen determiniert, daher ist nicht die Bestätigung dieser Aussagen erklärungsbedürftig, sondern die Abweichung von diesen.

KAnnst du belegen, dass sich Positroniken in den vorhergegangenen 63 Bände auf genau diese Art verhalten haben?
Robert Corvus hat geschrieben:Ob die Bedrohung des Großen Imperiums durch den Verlust eines Planeten größer ist als die Bedrohung der Menschheit durch eine Nuklearkatastrophe, wage ich zu bezweifeln. Auch die Menschheit geht heutzutage Risiken ein, die ihre totale Vernichtung beinhalten können - oder warum haben wir noch keinen Meteoriten-Abwehrschirm im All, obwohl kürzlich ein kleiner Brocken in Russland eingeschlagen ist, was zur Folge hatte, dass ein paar Kilometer entfernt noch Gebäudeschäden auftraten?

Jedes Raumschiff mit Impulsantrieb ist eine potentielle Bedrohung. Und es gibt mehr als ein Raumschiff im Imperium.
Und der Vergleich mit dem Meteroitenschirm passt auch nicht, den die Wahrscheinlichkeit das ein Meteroit die Erde trifft ist um ein Vielfaches kleiner als die Gefahr das jemand ein Raumschiff in einen Planeten crashen lässt.
Robert Corvus hat geschrieben:Das Show-of-Force-Argument hast Du offenbar nicht erfasst. Es bedeutet: Man will erkannt werden. Man will seine Waffen zeigen, um das Gegenüber zu bewegen, einzulenken. Denn das Einlenken ist das Ziel, nicht der Abschuss des Schiffs. Phase 1: "Seht her, Ihr seid erfasst, wir haben Euch im Visier. Wollt Ihr wirklich weiterfliegen?" Phase 2: Warnschuss gegen den Schild. Phase 3: Abschuss. Militärisch sinnvolles Standardvorgehen.

Ich bin auf dieses Argument sehr wohl eingegangen, indem ich bemerkte, dass die Positronik hätte darstellen müssen, was genau passiert und erst danach ihre Interpretation zum besten geben. Diese meine Aussage wird von dir durchgängig ignoriert.
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben: Nun da sich die Temperatur im Inneren der Sonde erhöht hat, sind das Innere und das Gel nicht mehr in einem Gleichgewichtszustand, also fließt solange Wärmeenergie vom Inneren in das Gel bis sich eine neuer Gleichgewichtszustand herausbildet, bei dem Gel und Inneres wieder die gleiche Temperatur haben.

Das ist unscharf: Die Wärmeenergie muss aufgenommen werden. Das muss nicht zwingend durch Erwärmung geschehen, es kann auch über Kristallisation oder ähnliche Prozesse erfolgen, die Energie aufnehmen.
So oder so ist die Frage, wann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem die Energieaufnahme unvollständig wird, damit die Energie nach außen abstrahlt - bspw. als Wärme - und damit eine Ortung möglich wird. Ich habe zwei Optionen genannt: 1) Das dauert sehr lange, das Kühlmittel reicht für ein Jahr und wird dann gewechselt; 2) die Energie wird produktiv genutzt, zum Beispiel für die Manöverdüsen. Beides ist ohne Weiteres denkbar.

Es ist richtig, dass bei Phasenübergängen eine Zufuhr von Wärme nicht zu einer Temperaturerhöhung führt, bis der neue Zustand angenommen ist. Dies verhindert aber nicht den Abfluss von Wärme durch andere Mechanismen. Wenn ich eine Topf mit siedendem Wasser (der Phasenübergang) mit einem Thermographen fotographiere, dann ist der Topf auf dem Bild ziemlich hell. Um zu verhindern das irgendwelche Wärme ins Weltall abfließt, muss die Außenhülle eine Emissivität von 0 aufweisen, also ein perfekter Spiegel sein.
Und zu deinem Punkt 2):
"A transformation whose only final result is to transform into work heat extracted from a source which is at the same temperature throughout is impossible. (Postulate of Lord Kelvin)
Enrico Fermi Thermodynamics, Seite 30, ISBN-10: 0-486-60361-X"
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Ich gehe nicht davon aus, das Translatoren immer die perfekte Übersetzung liefern.

Davon kannst Du aber ausgehen: Wenn Perry Rhodan mit einem Arkoniden spricht, bemerkt dieser noch nicht einmal, dass ein Übersetzungsgerät im Einsatz ist - er geht als Muttersprachler durch.

Cybermancer hat geschrieben:Ich habe das damals anders gelesen, für mich ein klarer Fall von: "Was kümmert mich mein Geschreibsel aus der letzten Staffel".

Tatsächlich ist es aber ein Fall von: "Ich habe nicht genau hingesehen und ärgere mich jetzt darüber, dass ich mich umsonst aufgeregt habe."

Wenn das so ist, wie du schreibst. Mich interessiert die Serie nicht mehr genug, als das ih jetzt noch Lust hätte, die relevanten Textstellen herauszusuchen.
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Und welche Vorhersagen lassen sich aus dem Modell, das die Erde auf dem Rücken von 4 Elephanten steht gewinnen und welche Vorsagen lassen sich aus der allgemeinen Relativitätstheorie gewinnen? Enough said.

Und welche Vorhersagen lassen sich mit der allgemeinen Relativitätstheorie gewinnen, wenn es überlichtschnelle Raumfahrt, Transmitter, Zeitreisen (...) gibt? Enough said.

Überlichttriebwerke und Zeitreisen sind im Framework der ART behandelbar.
Zeitreisen:
http://en.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6del_metric
Überlichttriebwerke:
http://en.wikipedia.org/wiki/Alcubierre_drive
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Naturgesetze an sich sind normativ, denn sie beschreiben, wie sich die Objekte dieses Universums zu verhalten haben.

Nein, sie beschreiben, was wir bisher beobachtet haben. Das ist alles deduktiv.
Zum Beispiel kann man formulieren: "Die Dichte von Wasser nimmt zu, wenn man es abkühlt." Das stimmt auch für einen bestimmten Beobachtungsbereich - für diesen Bereich ist es ein Naturgesetz. Dann kommt man beim Abkühlen aber irgendwann unter vier Grad Celsius an. Beschreibt unser Naturgesetz jetzt, wie sich das Objekt Wasser zu verhalten hat? Das Wasser verhält sich aber anders, die Dichte nimmt ab. Und bei Null Grad wechselt es auch noch den Aggregatzustand. Schade, wenn wir das vorher nicht beobachten konnten, denn dann ist unser schönes Naturgesetz im neuen Beobachtungsbereich nutzlos. Nun kann ich einen pseudoreligiösen Standpunkt einnehmen, das Naturgesetz zur Norm erklären, die Messwerte löschen und sagen: "Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein." Oder ich erkenne, dass das Naturgesetz nur eine Beschreibung, mithin deskriptiv, ist und passe diese Beschreibung an.

Auch hier ignorierst du wieder konsquent meine Begriffsbildung aus meinem vorhergegangenen Posting. Dort habe ich zwischen den Naturgesetzen an sich, also denn Regel, denen unser Universums unterworfen ist und unserer unvollständigen Formulierung derselben in physikalischen Theorien unterschieden.
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Sagte ich doch, Zusatzterme eben. Nachdem man die Zusatzterme eingefügt hat sind diese ein Teil der ART und da man sie so gewählt hat, das sie die Beobachtungen reproduzieren, reproduziert unsere neue ART mit Zusatztermen die Gestalt von Galaxien.

Eine Formel ist etwas anderes als eine Inputgröße. Die Theorie der dunklen Materie postuliert eine unbeobachtete Inputgröße, womit man die Formel beibehalten kann.
Wie zuvor erwähnt ist das nicht so unseriös, wie es zunächst klingt. Die Bahn des Uranus war mit den damals bekannten Formeln nicht zu erklären. Man setzte eine nicht beobachtete Inputgröße als Ausgleich in die Formel ein: Jenseits des Uranus musste ein weiterer Planet existieren, dessen Gravitation die ungewöhnliche Bahn erklären wurde. Man suchte und fand dann diesen Planeten, den Neptun. Damit hat man jetzt neben der rein theoretisch angenommenen Inputgröße auch eine Beobachtung per Teleskop etc. Dieser Schritt steht bei der dunklen Materie noch aus, und solange ist sie ein "Faktor X" mit exakt den Eigenschaften, die er haben müsste, wenn die allgemeine Relativitätstheorie richtig wäre. Ist die aber grob fehlerhaft, könnten seine Eigenschaften komplett anders geartet sein - oder er könnte sogar ganz entfallen (ich sage nur: kosmologische Konstante - von Einstein zunächst postuliert und dann als "große Eselei" wieder zurückgenommen).

Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Zu spät. Ihr habt es bereits versaut. Mit deiner Erklärung machen die zwei großen, in der Serie beschriebenen, Raumschlachten keinen Sinn.
Die von euch beschriebenen Sicherheitsarchitektur zur Sicherung von Sonnensystemen macht keinen Sinn. Die Fakten, die die Handlung doch noch hätten erklären können, hätten in die entsprechenden Romane gehört, sind dort aber nicht behandelt worden.

Ein Roman ist kein Sachbuch. In einen Roman gehört, was ihn interessant macht, mehr nicht.

Ein Roman wird für mich interessant, wenn die beschriebene Handlung nachvollziehbar ist und unter den von dir geäußerten Voraussetzungen ist weder die Strategie der Schlacht im Tatlira-System noch die Schlacht um Atlantis nachvollziehbar, ebensowenig die total hirnrissige TOSOMA-Expedition und tausende anderer Sachen mehr.
Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Ich sehe das so, dass nicht mein Dafürhalten falsch ist, sondern das die Serie zu schrottig ist um meinen quali9tativn Anforderungen zu genügen.

Du und die Serie - Ihr kommt nicht zusammen.
Ich glaube weder, dass das eine Qualitätsfrage, noch, dass das ein Problem der Serie ist.

Das ist eine Frage des Standpunktes, von meinem Standpunkt ist die Serie einfach zu schlecht um mir Vergnügen zu bereiten und dieses ist von meinem Point of View definitiv ein Problem der Serie.
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
https://pgp.mit.edu/pks/lookup?op=get&s ... CC04F151DE
https://www.youtube.com/watch?v=WiMwVlpD-GU
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Liberty
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Die gewaltige Energie fast lichtschneller Körper führt natürlich zu massiven Problemen, wenn man diese denn ernst nehmen würde. Auch sind bei den geschilderten Beschleunigungswerten Raumschlachten immanent unrealistisch, da man viel zu schnell unterwegs ist, und Treffer Zufallsprodukte sind, wenn bei einer Sekunde Laufzeit sich das Ziel 250km weiter weg befinden kann als erwartet. Aber dies ist nunmal ein Erbe der Klassikserie, und solange NEO sich nicht zu sehr darauf stützt, bin gerne bereit, dies zu tolerieren.
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old man
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Cybermancer hat geschrieben:Das ist eine Frage des Standpunktes, von meinem Standpunkt ist die Serie einfach zu schlecht um mir Vergnügen zu bereiten und dieses ist von meinem Point of View definitiv ein Problem der Serie.

Mann, Cy, Du hast Schrödinger in der Signatur - wie kannst Du dann sowas schreiben? Der Betrachter beeinflußt das Experiment -> es ist Dein Problem, nicht das der Serie.
Zu den Sternen !
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Schnurzel
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old man hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Das ist eine Frage des Standpunktes, von meinem Standpunkt ist die Serie einfach zu schlecht um mir Vergnügen zu bereiten und dieses ist von meinem Point of View definitiv ein Problem der Serie.

Mann, Cy, Du hast Schrödinger in der Signatur - wie kannst Du dann sowas schreiben? Der Betrachter beeinflußt das Experiment -> es ist Dein Problem, nicht das der Serie.

:st:
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Robert Corvus
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Liberty hat geschrieben:Ich glaube, dass wir uns das Imperium nicht als etwas monolithisches vorstellen dürfen. Außerhalb vom M13 dürften die Arkoniden nicht mehr alle Systeme erfassen, vielmehr dürfte es eher einem sehr löchrigen Käse ähneln, wo man interessante Systeme berücksichtigt, und den Rest links liegen lässt, man kann diese ja einfach überspringen.

Das ist auch meine Sicht.

Todd hat geschrieben:
Liberty hat geschrieben:Was mich beim Roman erstaunte, war der außergewöhnliche Großmut der Mascatin: Obwohl sie mit ziehmlicher Sicherheit wissen müsste, dass Sergh probierte, sie zu ermorden, wobei er ihre Doppelgängerin erwischte, gibt es keine Rachegelüste, noch nicht einmal verstärkte Sicherheitsvorkehrungen gegenüber diesem. Was ist dies für eine Gesellschaft, dass man ziehmlich ungestraft morden darf?

Die Gesellschaft erinnert mit schon ein wenig an Rom, das mittelalterliche Venedig oder das alte China.

Auf den Seiten 38, 43 und 76 erfahren wir von einem Erzähler, dessen Perspektive sehr nah an Pertia ter Galen ist:
Sie verabscheute das Spiel der Kelche, aber in ihrer neuen Position wäre es leichtsinnig gewesen, es vollkommen zu ignorieren.
...
Natürlich hätte sie da Achran beim Regenten verpetzen können. Aber damit hätte sich Pertia selbst in die Niederungen des Spiels der Kelche begeben. Und mit dem Dienst am Imperium hatte Atina ihr tatsächlich aus dem Herzen gesprochen. Letztlich ging es um Arkon, nicht darum, wer auf Arkons Thron saß. Der Regent war ein fähiger Herrscher. Wenn sich ein noch fähigerer fände? Auch gut. Pertias Aufgabe war die Flotte, nicht die Politik.
...
Sie konnte auch ihre Emotionen ausklammern und unbeeinflusst von ihnen Fakten prüfen, um dann Entscheidungen zu fällen. Nie hatte sie sich von Ruhmsucht oder Rache leiten lassen.

Vielleicht sieht sie es als Niederlage, wenn Sergh da Teffron es schafft, sie ins Spiel der Kelche zu ziehen - egal auf welcher Seite?

DoctorMabuse hat geschrieben:Für mich einer der besten NEO - Romane. Habe mich gut unterhalten und das ist das wichtigste.

Das freut mich - bei Dir habe ich damit mein Ziel erreicht. :)

DoctorMabuse hat geschrieben:Ich tippe mal der Autor betreibt selber, mhhhh Aikido?

Der Autor ist inzwischen zu alt für so etwas. :)
In meiner Jugend habe ich Karate praktiziert und in den Spitzenzeiten 8 Stunden täglich trainiert. Einer der Lehrer, die mich am meisten beeindruckten, war Koichi Sugimura - ich habe mir erlaubt, Zetirors Äußeres nach diesem Vorbild zu gestalten.
Aikido habe ich nur als Cross-Training betrieben, da gab es beim Uni-Sport günstige Möglichkeiten, in verschiedene Kampfkünste hineinzuschnuppern. Unter anderem darüber habe ich mir Tae Kwon Do, Judo, Shaolin Kempo und Ninjutsu angeschaut.
Die im Roman geschilderten Techniken sind ein wilder Mix mit Entlehnungen aus vielen verschiedenen Bereichen.

Cybermancer hat geschrieben:Kaum schreibt man mal Klartext, wie man eine Sache sieht, ist man schon nicht in der Lage seine Emotionen zu beherrschen und an einer zivilisierten Diskussion teilzunehmen. Tsss.

Der Ton macht die Musik, wie man Dir sicher auch im Kindergarten erklären kann. Wenn Du von Erwachsenen ernstgenommen werden möchtest, musst Du Dich schon wie ein Erwachsener ausdrücken können. Wenn Dir die Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Gossensprache und Fäkalausdrücken fehlen --> der Kindergaten kann Dir helfen.

Cybermancer hat geschrieben:KAnnst du belegen, dass sich Positroniken in den vorhergegangenen 63 Bände auf genau diese Art verhalten haben?

Nimm einen beliebigen Roman, in dem eine Schiffspositronik spricht, und Du wirst es bestätigt finden - mit der gleichen Varianz, die man auch zwischen der Ausdrucksweise verschiedener Menschen, verschiedener Arkoniden, verschiedener Naats hat. Das passiert nun einmal, wenn man einer Maschine eine Persönlichkeit gibt.

Cybermancer hat geschrieben:Jedes Raumschiff mit Impulsantrieb ist eine potentielle Bedrohung. Und es gibt mehr als ein Raumschiff im Imperium.
Und der Vergleich mit dem Meteroitenschirm passt auch nicht, den die Wahrscheinlichkeit das ein Meteroit die Erde trifft ist um ein Vielfaches kleiner als die Gefahr das jemand ein Raumschiff in einen Planeten crashen lässt.

Es gibt auch mehr als ein Atomkraftwerk. Wenn ein Irrer mit ausreichend Ressourcen (die durchaus auch in Privathand zu finden sind) auf jedem Kontinent drei oder vier Super-GAUs erzeugt, ist die Erde nicht mehr im heutigen Sinne des Sprachgebrauchs bewohnbar. Das wäre das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen. Das Risiko halte ich für deutlich höher, als dass auf alle Planeten des Großen Imperiums ein Raumschiff stürzt und damit die arkonidische Spezies komplett ausgelöscht wird.
Außerdem lernen wir aus Herrin der Flotte: Die TIA'IR wird abgefangen - es ist eben nicht möglich, einfach so eine Hochtechnologiewelt zu crashen. Also: alles gut. ;)

Cybermancer hat geschrieben:Ich bin auf dieses Argument sehr wohl eingegangen, indem ich bemerkte, dass die Positronik hätte darstellen müssen, was genau passiert und erst danach ihre Interpretation zum besten geben. Diese meine Aussage wird von dir durchgängig ignoriert.

Du hast also inzwischen verstanden, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie die Positronik Kenntnis über die Anzahl der auf die TIA'IR gerichteten Geschütze erhalten kann. Das beruhigt. Wir sind also inzwischen wieder bei der reinen Geschmacksfrage angelangt, wie Positroniken sprechen, und kommen zu dem Schluss: Cybermancer hatte keinen entscheidenden Einfluss auf ihr Design.

Ich bin durchaus verwundert, dass Du Dich mit Zähnen und Klauen gegen die Einsicht wehrst, dass es effiziente Kühlmechanismen gibt, die ohne Wärmeabstrahlung auskommen. Dabei ist das eine Alltagserfahrung - man braucht nur den Automotor starten und schauen, wie sich das Kühlwasser erwärmt. Diese Wärme strahlt nicht ab, sie bleibt im System. Zwar gibt es beim Auto zusätzlich Wärmeabstrahlung, aber wenn man die Kühlung ins Extrem zöge, wäre auch diese irgendwann bei Null. Diese einfache Logik müsste doch zu erfassen sein?
Und das ist noch vergleichsweise primitiv - das Kühlmittel müsste eben alle Jubeljahre mal getauscht werden. Wer diese Handwärmer für die Manteltasche kennt, die erstmal glibberig sind (aber keine Wärme abgeben) und dann, wenn man ein Metallstück im Innern knickt, fest werden und dabei Wärme abstrahlen, für den wird auch der Transfer zu einem Gel leicht sein, das als Energiespeicher funktioniert, der mit Wärme aufgeladen wird.
Da Du Freude an Wikipedia-Links hast, nutze ich die Gelegenheit, ein Lächeln auf Dein Gesicht zu zaubern: http://de.wikipedia.org/wiki/Latentw%C3%A4rmespeicher

Cybermancer hat geschrieben:Wenn das so ist, wie du schreibst. Mich interessiert die Serie nicht mehr genug, als das ih jetzt noch Lust hätte, die relevanten Textstellen herauszusuchen.

Das ist völlig in Ordnung. Allerdings muss jemand, der die entsprechende Fachkunde nicht hat (weil er keine Lust hat, nachzulesen) dann schon die Auskünfte derjenigen akzeptieren, die sie haben. Eine fundierte These sticht die willkürliche eben aus.

Cybermancer hat geschrieben:Auch hier ignorierst du wieder konsquent meine Begriffsbildung aus meinem vorhergegangenen Posting. Dort habe ich zwischen den Naturgesetzen an sich, also denn Regel, denen unser Universums unterworfen ist und unserer unvollständigen Formulierung derselben in physikalischen Theorien unterschieden.

Wenn Du "Naturgesetz" sagst, meinst Du damit also den beschriebenen Mechanismus, der sich aber schlechterdings nicht unmittelbar beobachten lässt, nicht die Beschreibung der beobachtbaren Effekte.
Okay. Dann sind uns sämtliche Naturgesetze unbekannt - da sie sich ja nicht unmittelbar beobachten lassen - und können nicht diskutiert werden. Zugänglich sind uns lediglich die Beschreibungen, von denen die allgemeine Relativitätstheorie eine ist.
Selbst der Mechanismus ist übrigens nicht normativ, sondern faktisch.

Cybermancer hat geschrieben:Ein Roman wird für mich interessant, wenn die beschriebene Handlung nachvollziehbar ist und unter den von dir geäußerten Voraussetzungen ist weder die Strategie der Schlacht im Tatlira-System noch die Schlacht um Atlantis nachvollziehbar, ebensowenig die <<<sprachliche Entgleisung>>> TOSOMA-Expedition und <<<emotional bedingte Übertreibung>>> anderer Sachen mehr.

Das ist ein destruktiver Umgang mit den Schilderungen, der Dich nicht glücklich machen wird (sorry, dass ich Dich anspreche wie ein Kind, aber ... siehe oben). Konstruktiver wäre die Erkenntnis: Es gibt Faktoren, die diese (im NEOversum beobachtbaren) Tatsachen plausibel machen - welche könnten das sein? Oder auch: Zurücklehnen, lesen, einfach genießen.

Schnurzel hat geschrieben:
old man hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Das ist eine Frage des Standpunktes, von meinem Standpunkt ist die Serie einfach zu schlecht um mir Vergnügen zu bereiten und dieses ist von meinem Point of View definitiv ein Problem der Serie.

Mann, Cy, Du hast Schrödinger in der Signatur - wie kannst Du dann sowas schreiben? Der Betrachter beeinflußt das Experiment -> es ist Dein Problem, nicht das der Serie.

:st:

:st: :st:
Das ist so, wie wenn man sich beklagt, dass ein Porsche keine Anhängerkupplung hat. Damit ist ein Porsche für manche Anwendungsgebiete unbrauchbar. Eine Schrottkarre ist er deswegen nicht.
Perry Rhodan NEO ist inzwischen eine der erfolgreichsten SF-Serien - und das ist noch zurückhaltend formuliert. Ich denke, ich darf das hier erwähnen, ohne unbescheiden zu wirken, denn es ist beileibe nicht mein Verdienst - ich bin ja erst seit Nummer 58 dabei. Ein Fan gängiger SF-Abenteuerliteratur mit Überlichtraumschiffen, Außerirdischen, Raumschlachten (sic) hat gute Chancen, sich prächtig unterhalten zu fühlen. Wer Mainstream-SF nicht mag - für den gibt es andere Geschichten.
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Schnurzel
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Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Kaum schreibt man mal Klartext, wie man eine Sache sieht, ist man schon nicht in der Lage seine Emotionen zu beherrschen und an einer zivilisierten Diskussion teilzunehmen. Tsss.

Der Ton macht die Musik, wie man Dir sicher auch im Kindergarten erklären kann. Wenn Du von Erwachsenen ernstgenommen werden möchtest, musst Du Dich schon wie ein Erwachsener ausdrücken können. Wenn Dir die Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Gossensprache und Fäkalausdrücken fehlen --> der Kindergaten kann Dir helfen.

:st:
Übrigens, das Dauerschmollen in den NEO-Threads, das ihn befällt, wenn man ihn etwas hart anpackt, passt auch zum Kindergarten.
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Kjeldahl
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Jetzt mal ganz ohne Ironie.

Es ist sicher bekannt, dass es eine kränkende Formulierung ist, einen erwachsenen Menschen mit Kindergarten-Niveau in Verbindung zu bringen.
Ich mag dem keinen Applaus schenken.
Zwar sind manche von Cybermancers Formulierungen nicht angemessen.
Aber dieses alte Prinzip Gleiches mit Gleichem zu vergelten -das führt selten zu friedlichen Lösungen. So übrigens auch in der aktuellen politischen Großwetterlage - um mal den großen (nicht-SF) Bogen zu schlagen ;-).

P.S.: habe den Roman zuende gelesen. Mir gefiel er.

P.P.S.: ändert nichts daran, dass die Idee mit der Tosoma auf große Fahrt zu gehen keine so tolle Idee war - und noch weniger daran, dass die Idee Rhodans im Herzen eines unfassbaren Imperiums ein unbekanntes Archiv zu löschen.... naja ist.
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dandelion
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Kjeldahl hat geschrieben:Zwar sind manche von Cybermancers Formulierungen nicht angemessen.
Aber dieses alte Prinzip Gleiches mit Gleichem zu vergelten -das führt selten zu friedlichen Lösungen.



Also immer schön die andere Wange hinhalten. Kein gutes Konzept.
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Kjeldahl
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Robert Corvus hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Ich bin auf dieses Argument sehr wohl eingegangen, indem ich bemerkte, dass die Positronik hätte darstellen müssen, was genau passiert und erst danach ihre Interpretation zum besten geben. Diese meine Aussage wird von dir durchgängig ignoriert.

Du hast also inzwischen verstanden, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie die Positronik Kenntnis über die Anzahl der auf die TIA'IR gerichteten Geschütze erhalten kann. Das beruhigt. Wir sind also inzwischen wieder bei der reinen Geschmacksfrage angelangt, wie Positroniken sprechen, und kommen zu dem Schluss: Cybermancer hatte keinen entscheidenden Einfluss auf ihr Design.

Ich bin durchaus verwundert, dass Du Dich mit Zähnen und Klauen gegen die Einsicht wehrst, dass es effiziente Kühlmechanismen gibt, die ohne Wärmeabstrahlung auskommen. Dabei ist das eine Alltagserfahrung - man braucht nur den Automotor starten und schauen, wie sich das Kühlwasser erwärmt. Diese Wärme strahlt nicht ab, sie bleibt im System. Zwar gibt es beim Auto zusätzlich Wärmeabstrahlung, aber wenn man die Kühlung ins Extrem zöge, wäre auch diese irgendwann bei Null. Diese einfache Logik müsste doch zu erfassen sein?
Und das ist noch vergleichsweise primitiv - das Kühlmittel müsste eben alle Jubeljahre mal getauscht werden. Wer diese Handwärmer für die Manteltasche kennt, die erstmal glibberig sind (aber keine Wärme abgeben) und dann, wenn man ein Metallstück im Innern knickt, fest werden und dabei Wärme abstrahlen, für den wird auch der Transfer zu einem Gel leicht sein, das als Energiespeicher funktioniert, der mit Wärme aufgeladen wird.
Da Du Freude an Wikipedia-Links hast, nutze ich die Gelegenheit, ein Lächeln auf Dein Gesicht zu zaubern: http://de.wikipedia.org/wiki/Latentw%C3%A4rmespeicher



Mit Verlaub - das ist nicht wahr. Es kann keine Kühlung quasi geschlossener Systeme geben. Wenn in Ihnen Teile erzeugter Energie in Wärme umgesetzt wird - und das passiert IMMER (zumindest nach heutigem Stand) - dann würde das in einem geschlossenen System zur Akkumulation von Wärme führen. Daher muss man das System "öffnen" und mittels Wärmepumpen die Wärmeenergie abführen (was übrigens im Weltraum ein Problem ist, da das nur über Wärmestrahlung funktioniert, was aber nicht so effektiv ist wie der Energieaustausch mit einem umgebenden Gas-Reservoir (gerade in der aktuellen Raumfahrt) ). Man kann höchsten versuchen die Wärmeenergie gerichtet abzustrahlen - um ein entsprechendes Ortungssystem auszutricksen.
Mag sein, dass die Arkoniden bessere Möglichkeiten haben, Wärmeenergie in etwas anderes Umzuwandeln - würde aber letztlich der Thermodynamik entgegenstehen.

Edit: ich rede natürlich von Weltraumbedingungen.


Sorry - bin kein so guter Diskutant wie Cyber und Du... mir fehlt aber auch die Zeit und Lust, das zu belegen und zu komplettieren.
Zuletzt geändert von Kjeldahl am 6. März 2014, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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