Einschätzung der Zyklen ab 1400

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Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Hotrenor-Taak » 7. November 2018, 23:45

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Hallo!

Ich habe seit ca. 20 Jahren kein Perry Rhodan mehr gelesen, schaue aber in Zeitschriftenläden immer noch die neuesten Hefte an. Jetzt bin ich aber über die Hörbücher der Silberbände wieder ein bisschen angefixt worden und möchte mich ein bisschen orientieren, was seit "damals" passiert ist.

Die Zyklen von 700-1400 haben mir immer sehr gefallen, da sich die Story immer weiter und aufeinander aufbauend entwickelt hat. Könnte mir jemand einen kurzen Abriss der Zyklen ab 1400 geben im Hinblick darauf, ob die große Story des Zwiebelmodells im Fokus der Serie geblieben ist? Haben sich Dinge wiederholt? Gibt es Zyklen ab 1400, die so gut sind wie der von mir genannte Bereich? Oder sogar besser? Man findet natürlich immer die Zyklen am besten, mit denen man "sozialisiert" wurde, aber seid ihr heute noch manchmal so fasziniert von PR wie mit 16? Und die heutigen Autoren, wer ist da gut, wer weniger? Ich habe damals meistens Hans Kneifel-Hefte gehasst, fand natürlich William Voltz super, aber auch Kurt Mahr und Ernst Vlcek.

Danke für eure Rückmeldungen :)

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Clark Flipper » 8. November 2018, 11:15

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Also das ist im Endeffekt eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Aber es gibt auf der Perrypedia gute Zusammenfassungen.

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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Hotrenor-Taak » 8. November 2018, 11:29

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Clark Flipper hat geschrieben:Also das ist im Endeffekt eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Aber es gibt auf der Perrypedia gute Zusammenfassungen.

Heftzusammenfassungen als ebooks


Die Perrypedia kenn ich natürlich, ich wollte eher persönliche Eindrücke hören, ob Langzeitleser die Entwicklung der Story befriedigend finden, ob es immer "das Gleiche" ist, ob man sich verzettelt hat oder ob das alles stimmig weitergelaufen ist.

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon nanograinger » 8. November 2018, 18:38

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Hotrenor-Taak hat geschrieben:...ob Langzeitleser die Entwicklung der Story befriedigend finden, ob es immer "das Gleiche" ist, ob man sich verzettelt hat oder ob das alles stimmig weitergelaufen ist.

Alles davon und auch das Gegenteil. B-)

Im Ernst, du fragst hier nach der Einschätzung von 1500+ Romanen, die über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahre veröffentlicht wurden, bei der die Exposeleitung nicht weniger als dreimal vollständig gewechselt hat. Natürlich gab es da "Brüche", gerade weil man eben nicht immer "das Gleiche" erzählen wollte und konnte.

Hotrenor-Taak hat geschrieben:.. Könnte mir jemand einen kurzen Abriss der Zyklen ab 1400 geben im Hinblick darauf, ob die große Story des Zwiebelmodells im Fokus der Serie geblieben ist?

Die Story des Zwiebelschalenmodells war meiner Meinung nach immer Hintergrund der Serie und nur selten "im Fokus". Aber ja, SIs (eigentlich immer dabei in der einen oder anderen Form), Kosmokraten/Chaotarchen (Thoregon, Negasphäre, TRAITOR) Materiequellen und -senken (Linguiden, Stardust, Sternengruft) waren immer mal wieder "im Fokus". Auch andere Formen eines "Dritten Weges" wurden versucht zu beschreiten (Thoregon). Neuerdings wurde der Begriff "triviane Macht" für Mächte zwischen/jenseits der KK/CT-Polarisierung geprägt (Thez).
Hotrenor-Taak hat geschrieben:Haben sich Dinge wiederholt? Gibt es Zyklen ab 1400, die so gut sind wie der von mir genannte Bereich? Oder sogar besser?

Natürlich wiederholen sich gewisse Abläufe. Terra/das Sol-System/ die Milchstraße/das Universum ist fast immer mittelbaren oder unmittelbaren Gefahren ausgesetzt. Perry und Kollegen müssen irgendwo hinreisen, um diese Gefahren zu erkunden und/oder abzuwenden und begebnen dort neuen "Wundern" des Universums. Es gibt Zeitsprünge, die die sterblichen Protagonisten aus dem Spiel nehmen, usw. undsofort. Es gibt neue Unsterbliche, die aber (fast) alle inzwischen doch das Zeitliche gesegnet haben (der letzte erst vor etwa 10 Wochen).

Was "gut" oder "besser" angeht, so ist das natürlich Geschmackssache. Ich würde bspw. die Zyklen zwischen 700-1400 (immerhin 9) keineswegs alle gleich gut bewerten (und ich meine, dass selbst ein Zyklus eigentlich keine gute Einheit für eine Bewertung ist). Aber auch wenn für mich die Geschichte um Bardioc für mich das Beeindruckendste war, dass ich bei PR je gelesen habe (was natürlich auch mit der von dir erwähnten "Sozialisierung" zu tun hat), so meine ich schon, dass die Großzyklen um Thoregon und TRAITOR sich nicht vor der dir bekannten Phase verstecken müssen. Und gerade der aktuelle Großzyklus (seit PR 2700) hat etliche Gemeinsamkeiten mit den Voltzschen Zyklen.

Hotrenor-Taak hat geschrieben:Man findet natürlich immer die Zyklen am besten, mit denen man "sozialisiert" wurde, aber seid ihr heute noch manchmal so fasziniert von PR wie mit 16? Und die heutigen Autoren, wer ist da gut, wer weniger? Ich habe damals meistens Hans Kneifel-Hefte gehasst, fand natürlich William Voltz super, aber auch Kurt Mahr und Ernst Vlcek.

Wenn ich heute die Serie noch so lesen würde wie mit 16, dann wäre das doch sehr seltsam (ich bin jetzt über 50). B-) Aber ja, es gibt sie für mich noch (bzw. wieder), die Faszination angesichts der Erählung, den "Sense of Wonder".

Die heutigen Autoren sind meiner Meinung nach nahezu durchweg besser als die "Altvorderen", was die Schriftstellerei angeht. Das muss aber nicht heißen, dass einem der heute verbreitete Stil gefallen muss. Es finde es auch (mit Ausnahmen) heute schwerer, die Autoren an ihrem Stil zu erkennen. Da allerdings der Name des Autors heute auf dem Titelbild steht, ist ein "Blindtest" auch schwer durchzuführen.

Aber obwohl ich insbesondere Voltz als Autor sehr hoch schätze, ist für mich klar, dass selbst er in punkto Sprachmächtigkeit weit hinter vielen aktuellen Autoren zurückbleibt. Was insbesondere Wim Vandemaan in nahezu jedem seiner Romane abliefert, ist weit über dem Niveau, was du aus deiner Lesezeit kennst. Ob dir das dann gefällt, das musst du schon selbst herausfinden.

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Quinto » 8. November 2018, 19:07

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Da du eine persönliche Meinung hören möchtest...

Hotrenor-Taak hat geschrieben:"Könnte mir jemand einen kurzen Abriss der Zyklen ab 1400 geben im Hinblick darauf, ob die große Story des Zwiebelmodells im Fokus der Serie geblieben ist?"

Nichts anderes, nichts anderes, nichts anderes, nichts anderes.

Hotrenor-Taak hat geschrieben:"Haben sich Dinge wiederholt?"

Siehe oben.

Hotrenor-Taak hat geschrieben:"Gibt es Zyklen ab 1400, die so gut sind wie der von mir genannte Bereich?"

Vielleicht kannst du aus dieser Diskussion von 2009 einiges mitnehmen:
http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/8494-perry-rhodan-2500-steig-ein-in-die-zukunft/

Hotrenor-Taak hat geschrieben:"Und die heutigen Autoren, wer ist da gut, wer weniger?"

Meine letzten Eindrücke stammen von 2014, glaube ich. Die behalte ich seitdem für mich. Aber der Redakteur hat sich dazu vor längerer Zeit Gedanken gemacht:
https://www.uni-due.de/imperia/md/content/germanistik/mauerschau/mauerschau_3_interview_frick.pdf

Siehe S. 145
"Die PERRY RHODAN-Autoren schreiben heute bewusster als vor 40 Jahren"
"Die heutigen Autoren beschäftigen sich viel mehr mit ihrem schriftstellerischen Handwerk"
"Die heutigen Autoren informieren sich auch wesentlich breiter."
"Wenn wir heute aktuelle wissenschaftliche Theorien in die Handlung einarbeiten, ist es nötig, sich mit
der entsprechenden Fachliteratur zu beschäftigen."
"Die Autoren heute sind wesentlich stärker am Puls der Zeit und auch außerhalb des Romanheftsektors aktiv. Beispielsweise
Leo Lukas, der Kabarettist ist. Das ist eine ganz andere Basis der schriftstellerischen Arbeit. "

Das Qualitätsniveau ist seit diesem Wandel so beachtlich, dass ich als Schlichtleser ausstieg. Wie der Redakteur bemerkte:
"Die schlichten Leser hat man ans Fernsehen oder ans Computerspielen verloren."

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Tennessee » 8. November 2018, 21:09

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Tennessee
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Hotrenor-Taak hat geschrieben:Hallo!

Ich habe seit ca. 20 Jahren [...]

Danke für eure Rückmeldungen :)


Salut Hotrenor-Taak,

ich will das mal ganz subjektiv für die Zyklen 1400-1800 versuchen. Einer kurzen (!) inhaltlichen Einführung folgt dann die persönliche Meinung zu den Zyklen.

1400er "Die Cantaro"
Nach etwa 700 Jahren in einem Stasisfeld findet sich Rhodan mit einer Handvoll Schiffe vor eine abgeschotteten und unter der (vermeindlichen) Herrschaft der "Cantaro" stehenden Milchstraße wieder. Er will die Milchstraße von den Gewaltherrschern befreien und steht letztendlich einem Gegner gegenüber, der ihn aus ganz persönlichen Gründen hasst, von denen Rhodan aber nicht weiß wieso."

"Die Cantaro" ist ein sehr bodenständiger und sehr actionlastiger Zyklus - und es tut ihm wahnsinnig gut. Nach fernen Galaxien, wiederauferstandenen Superintelligenzen, brennenden Universen usw. findet sich hier gute, alte Abenteuerkost. Die Handlung ist knackig, zum Teil sehr traurig, rätselhaft und mit wunderbaren Handlungstwists versehen, die den Zyklus kurzweilig und unterhaltsam machen. Der kosmische Überbau ist auf ein Minimum reduziert und statt Superintelligenzen gibt es alte Verkehrswege und noch ältere Völker. Die Handlung ist - bis auf einige kurze zeitliche Rückblenden - sehr linear aufgebaut und die Autoren schreiben frisch, unterhaltsam und auf einem schönen Niveau. Ich habe den Zyklus sehr genossen, Kritik gab es aber zuweilen von Lesern, die sich zu sehr in alte,vergangene (Schreib)Zeiten zurückgesetzt fühlten.

1500er - "Die Linguiden"
Homunk erscheint auf der Erde und fordert die Zellaktivatoren von den Unsterblichen zurück, da sie versagt hätten. Es wird offensichtlich, dass die Sußerintelligenz ES verwirrt ist. Neue Favoriten ES' sind die humanoiden "Linguiden", die nun die Unsterblichkeit erhalten. Den körperlichen Verfall vor Augen wollen Rhodan und die Unsterblichen zum einen ES heilen und zum anderen das Geheimnis um die sprachtalentierten Linguden lösen.

Trotz eines kleinen Zeitsprungs greift der Linguidenzyklus vieles des vorherigen Zyklus auf und führt es zu Ende. Daher werden beide, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten, als nah zueinander gehörend betrachtet. Anders als die Cantaro ist der Linguidenzyklus eher ruhiger und weniger actionbetont, aber auch rätselhafter und philosophischer. Ich persönlich halte ihn für einen der besten Zyklen der Serie, stehe aber damit oft alleine dar. *grins* Ähnlich wie bei den Cantaro ist der Zyklus bodenständiger, wobei jedoch stärker wieder kosmische Elemente wie Kosmonukleotide, Superintelligenzen oder Hohe Mächte betont werden. Dies geschieht jedoch so wunderbar abenteuerlich, erlebnisnah und nachvollziehbar (Feldhoffs DORIFER Bände sind eine Freude!!!), dass es nicht abstrakt sondern erlesen und erlebt wirkt. Die Pflicht die Superintelligenz ES zu heilen und sich vor den - definitiv besser geeigneten - Linguiden als "ZA-würdig" zu legitimisieren gibt dem Zyklus eine sehr existenzielle Note.
Kritisiert wird am Linguidenzyklus oft die sehr fantastische Handlung und Auflösung des "Linguidenrätsels" sowie der von einigen als langweilig empfundene Handlungsfortgang. Der Linguidenzyklus ist übrigens eine der wenigen Zyklen (oder der einzige bisher??) der keinen klaren Bösewicht oder Gegner Rhodans hat.

1600/50 "Die Ennox"
Die "Toten Zonen" sorgen für Chaos im etablierten Machtgefüge der Milchstraße. Ein paralysiertes arkonidisches Imperium sieht sich den Intrigen anderer Milchstraßenvölker gegenüber - und ist machtlos. In diesem verworrenen politischen Spiel tauchen die Ennox auf und stiften noch mehr Unheil. Rhodan will seinem Freund Atlan helfen, die Herkunft der Toten Zonen klären, wissen was es mit den Ennox auf sich hat und auf keinen Fall einen Pilzwitz hören.

Die Ennox ist in vielen Punkten ein missratener Zyklus. Einzig die Handlung um die Arcoana (Arndt Ellmer sei gepriesen!!) ist so wunderbar filigran, fantastisch-fremd und fesselnd geschrieben, dass dieser Zyklus bei mir nicht ganz durchfällt. Die Ennox sind die schlimmsten Nervensägen des Universums und wenn mit dem Altmutantenzyklus der Erkenntnis kam, dass man die Finger von "politischen Zyklusphasen" lassen sollte, so sollte hier die Erkenntnis gereift sein, dass es nicht die Stärke ist auf "humoristische Zyklusphasen" zu bauen. Die Arkon-Akon Streitereien sind mir zu zäh erzählt und die Abenteuer mit den "Toten Zonen" sind mir leider etwas statisch. Trotzdem gelingt es dem Zyklus durch ein paar Rätsel, z.B. die seltsame Macht Sintra etwas an Spannung zu halten.
Die Ennox werden recht allgemein nicht so gerne gemocht. Die Bodenständigkeit des Zyklus wirkt hier langsam aber sicher ausgetreten.

1650-1799 "Die große Leere/ Das große kosmische Rätsel"
Eine Expedition in die große Leere stößt auf das Rätsel von Arresum und Parresum des Universums. Die Gefahr der lebensfeindliche Macht Abruse kann gebannt werden und die Auswirkungen dieser Macht wird durch den Einsatz des letzten Mächtigen Aachtor ausgeglichen.

Ein laaaaaanger Zyklus, der die Ennoxgeschichte des Vorzyklus aufgreift und weiterführt. Die Idee der zwei Seiten des Universum fand ich ganz spannend, obwohl ich als Leser andere Schwerpunkte beim Lesevergnügen setze. Der Zyklus beginnt mit einem klassischen "Explorermotiv" - die seltsame Leere wird erstmal erforscht: fantasiereich, aber nach einer Weile etwas luftleer. Gerafft und actionreicher geht es dann weiter mit den Spindelwesen und der mysteriösen Moira. (Die ist doch noch da, liebe Expokraten, nicht wahr. Die ist unsichtbar und wartet auf den nächsten Kopf! Ich wolltet uns doch bloß verarxxxen.) Der lange Zyklus kann sich m.E. nicht ganz entscheiden, was er denn sein will oder wo sein Schwerpunkt liegt. Darum wirkt er m.E. manchmal spannend, rasant und unterhaltsam und manchmal auch etwas langsam und zuweilen wird ihm auch Unlogik vorgeworfen. Der Endkampf gegen die Abruse war ein Witz - dafür dass es so berghoch aufgebaut wurde. Wie für einen laaaaaanger Zyklus zu erwarten, gibt es mehrere Handlungsorte und -schwerpunkte. Die z.T. wirklich knackig-rätselhaften Rätsel enden in einem erneuten Laaaaaaaaangzeitplan einer Superintelligenz. Die Bodenständigkeit der vorherigen Zyklen weicht hier stärker wieder kosmischen Elementen und Hintergründen, wobei m.E. versucht wurde abenteuerliche Handlung vor dem Hintergrund kosmischer Geschehnisse zu erzählen. Ich weiß bis heute nicht, ob sich das gelungen finde. *kopfkratz*

Insgesamt wirkt die Phase 1400-1799 recht einheitlich für mich, auch wenn "Cantaro/Linguiden" und "Ennox/Große Leere" stärker miteinander verbunden sind. Das liegt m.E. daran, dass es zwischen den Zyklen nur kurze Zeitsprünge gibt und die Folgezyklen oft Rätsel oder Handlungen des Vorgängerzyklus aufgreifen oder mit neuen Aspekten versehen. Auch auf der Figurenebene gibt es immer wieder Personen, die schon in den vorherigen Zyklen mitgespielt haben und wieder auftauchen und so auf dieser Ebene eine Art Verbindung schaffen.
Insgesamt wird diese Phase in einigen Zyklen/Handlungselementen stark kritisiert bzw. kontrovers gesehen. Ich habe dir - ganz rasch und oberflächlich, anders ging es nicht - meinen Eindruck geschildert. Alle Zyklen dieser Phase wurden oder werden in den Klassiker-Threads besprochen. Wenn du also mehr Meinung magst, dann schau einfach mal dort hinein.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Hotrenor-Taak » 8. November 2018, 23:10

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Tennessee hat geschrieben:
Salut Hotrenor-Taak,

ich will das mal ganz subjektiv für die Zyklen 1400-1800 versuchen. Einer kurzen (!) inhaltlichen Einführung folgt dann die persönliche Meinung zu den Zyklen.
...
lg
Ten.


Herzlichen Dank, so in der Art hatte ich mir das gewünscht :)

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Hotrenor-Taak » 8. November 2018, 23:13

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Quinto hat geschrieben:Das Qualitätsniveau ist seit diesem Wandel so beachtlich, dass ich als Schlichtleser ausstieg. Wie der Redakteur bemerkte:
"Die schlichten Leser hat man ans Fernsehen oder ans Computerspielen verloren."


Was sind denn Schlichtleser? War 700-1400 schlicht? Was ist denn dann heutzutage "nicht schlicht"? Die Sprache gestelzter/ansrpuchsvoller? Kompliziertere Themen?

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon nanograinger » 9. November 2018, 18:43

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Hotrenor-Taak hat geschrieben:
Quinto hat geschrieben:Das Qualitätsniveau ist seit diesem Wandel so beachtlich, dass ich als Schlichtleser ausstieg. Wie der Redakteur bemerkte:
"Die schlichten Leser hat man ans Fernsehen oder ans Computerspielen verloren."


Was sind denn Schlichtleser? War 700-1400 schlicht? Was ist denn dann heutzutage "nicht schlicht"? Die Sprache gestelzter/ansrpuchsvoller? Kompliziertere Themen?

Was Quinto unter "Schlichtleser" versteht, bzw. was er meint, was KNF damit ausdrücken wollte, darf er selbst erläutern.

Hier ein etwas längerer Ausschnitt aus dem verlinkten Interview, aus dem du dir deine eigene Meinung bilden kannst, was KNF ("der Redakteur") wohl meinte.

"... Mittlerweile kann jeder im Netz mitmachen, die sozialen Netzwerke von Facebook, myspace, youtube usw. Ich muss doch Punkt A das Haus nicht mehr verlassen, wenn ich kommunizieren will, und ich muss, Punkt B, kein Buch mehr kaufen, wenn ich mich für irgendetwas interessiere. Und das hat uns Leser gekostet, vor allem die, denen die intellektuelle Hürde des Lesens zu groß ist. Ich mein das völlig ernsthaft und auch völlig wertfrei. Die schlichten Leser hat man ans Fernsehen oder ans Computerspielen verloren. Warum sollen die Leute sich anstrengen zu lesen, die nur deshalb gelesen haben, weil sie nichts anderes zu tun hatten? Warum sollen die lesen?"

Zitat aus einem mauerschau-Interview mit Klaus N. Frick „Eine ganze Welt kann man nicht adäquat schildern.“ von Sylvia Nürnberg und Ralf Wohlgemuth aus dem Jahre 2009.

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Yman » 9. November 2018, 19:18

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Hotrenor-Taak hat geschrieben:Die Zyklen von 700-1400 haben mir immer sehr gefallen, da sich die Story immer weiter und aufeinander aufbauend entwickelt hat. Könnte mir jemand einen kurzen Abriss der Zyklen ab 1400 geben im Hinblick darauf, ob die große Story des Zwiebelmodells im Fokus der Serie geblieben ist? Haben sich Dinge wiederholt? Gibt es Zyklen ab 1400, die so gut sind wie der von mir genannte Bereich? Oder sogar besser? Man findet natürlich immer die Zyklen am besten, mit denen man "sozialisiert" wurde, aber seid ihr heute noch manchmal so fasziniert von PR wie mit 16? Und die heutigen Autoren, wer ist da gut, wer weniger? Ich habe damals meistens Hans Kneifel-Hefte gehasst, fand natürlich William Voltz super, aber auch Kurt Mahr und Ernst Vlcek.


William Voltz und Kurt Mahr mochte ich auch. Schade, dass du die beiden Zyklen nach Band 1400, Cantaro und Linguiden, nicht mehr gelesen hast.

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Haywood Floyd » 10. November 2018, 13:16

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Hotrenor-Taak hat geschrieben:
Quinto hat geschrieben:Das Qualitätsniveau ist seit diesem Wandel so beachtlich, dass ich als Schlichtleser ausstieg. Wie der Redakteur bemerkte:
"Die schlichten Leser hat man ans Fernsehen oder ans Computerspielen verloren."


Was sind denn Schlichtleser? War 700-1400 schlicht? Was ist denn dann heutzutage "nicht schlicht"? Die Sprache gestelzter/ansrpuchsvoller? Kompliziertere Themen?

Ich denke mal, als 'Schlichtleser' könnte man Leser bezeichnen, die die Romane halt gewohnheitsmäßig konsumieren, sich aber keinen Kopf über tiefere Implikationen des Ge- und Beschriebenen und dessen Hintergründe oder Logik machen. Sozusagen die 'Silent Majority', die in keinem Forum auftritt und keinen Con besucht, sondern halt kauft, liest und das gelesene abhakt.

'Schlicht' hat laut Duden (https://www.duden.de/rechtschreibung/sc ... eschraenkt) positive, neutrale und negative Konnotationen: von "ohne überflüssiges Beiwerk" bis "primitiv" - da darf jeder sich das passende Jäckchen aussuchen und anziehen... :devil:
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Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

Dylan Thomas

Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.
Samuel Langhorne Clemens AKA Mark Twain

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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Tennessee » 10. November 2018, 13:23

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Tennessee
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Hotrenor-Taak hat geschrieben:
Tennessee hat geschrieben:
Salut Hotrenor-Taak,

ich will das mal ganz subjektiv für die Zyklen 1400-1800 versuchen. Einer kurzen (!) inhaltlichen Einführung folgt dann die persönliche Meinung zu den Zyklen.
...
lg
Ten.


Herzlichen Dank, so in der Art hatte ich mir das gewünscht :)


Salut Hotrenat-Taak,

und gern geschehen. Auch wenn es natürlich etwas hektisch geschrieben und nur mein Blick auf diese Zyklen ist. Wie gesagt, die Klassiker-Diskussionen hier bieten z.T. noch etwas mehr Reichhaltigkeit an.
Wobei ich meine, dass der "Hammamesch-Zyklus" (1750-1799) als Teilzyklus des "großen kosmischen Rätsels" noch nicht besprochen wurde.

Für den Rest (1800ff) gibt es aber wieder Klassiker Zirkel.

lg
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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon NEX » 10. November 2018, 13:38

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Haywood Floyd hat geschrieben:...'Schlicht' hat laut Duden (https://www.duden.de/rechtschreibung/sc ... eschraenkt) positive, neutrale und negative Konnotationen: von "ohne überflüssiges Beiwerk" bis "primitiv" - da darf jeder sich das passende Jäckchen aussuchen und anziehen... :devil:

Warum schreibst du dieses, wenn zwei Posts darüber (oder bei mir darunter) KNF zitiert wird und daraus eindeutig hervorgeht, wie KNF "schlicht " gemeint hat?

Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon gejotha » 10. November 2018, 14:41

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NEX hat geschrieben:Warum schreibst du dieses, wenn zwei Posts darüber (oder bei mir darunter) KNF zitiert wird und daraus eindeutig hervorgeht, wie KNF "schlicht " gemeint hat?

Das kann Dir sicher HW am besten selbst beantworten.
Ich aber frage mich, warum jemand nicht auch seine Ansicht/Meinung/Wertung zu was auch immer hier beitragen soll. M.a.W. Was soll Deine Frage? :o
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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Clark Flipper » 11. November 2018, 01:16

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gejotha hat geschrieben:Ich aber frage mich, warum jemand nicht auch seine Ansicht/Meinung/Wertung zu was auch immer hier beitragen soll. M.a.W. Was soll Deine Frage? :o


Das hat er doch gemacht.
Oder verstehe ich dich jetzt falsch?
:unsure:

Auf jedenfall kann man das auch per PN
klären, beides. ;-)
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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Haywood Floyd » 14. November 2018, 11:43

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NEX hat geschrieben:
Haywood Floyd hat geschrieben:...'Schlicht' hat laut Duden (https://www.duden.de/rechtschreibung/sc ... eschraenkt) positive, neutrale und negative Konnotationen: von "ohne überflüssiges Beiwerk" bis "primitiv" - da darf jeder sich das passende Jäckchen aussuchen und anziehen... :devil:

Warum schreibst du dieses, wenn zwei Posts darüber (oder bei mir darunter) KNF zitiert wird und daraus eindeutig hervorgeht, wie KNF "schlicht " gemeint hat?

Gegenfrage: warum schreibst Du dieses? :P
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Re: Einschätzung der Zyklen ab 1400

Beitragvon Hotrenor-Taak » 14. November 2018, 11:50

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Yman hat geschrieben:
William Voltz und Kurt Mahr mochte ich auch. Schade, dass du die beiden Zyklen nach Band 1400, Cantaro und Linguiden, nicht mehr gelesen hast.


Ich hab nochmal nachgedacht und ich habe tatsächlich die ersten 10 oder 20 Hefte des Cantaro-Zyklus gelesen. Hat mir damals auch gefallen. Jetzt frag mich nicht, warum ich dann aufgehört habe. Es war glaub ich eine Mischung aus dem aufkommenden Internet, Studium und Freundin :)

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