Was bin ich für ein Nostalgiker?

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
Forumsregeln
Link

Was bin ich für ein Nostalgiker?

Scheer-Nostalgiker, PR 1-673 (Beispiel: Die Vario-Zeitfalle ff bis zur Rückkehr in die "Gegenwart", PR 264-279)
46
37%
Voltz-Nostalgiker, PR 674-1211 (Beispiel: Geschichte BARDIOCs und Bildung von THERMIOC u.a., PR 850-867)
41
33%
Vlcek-Nostalgiker PR 1212-1800 (Beispiel: Klone, Romulus und Tifflors Neyscuur-Expedition, PR 1438-1444)
8
7%
Feldhoff-Nostalgiker PR 1800-2504 (Beispiel: Zeitreise in Tradom, "Reich der Güte", PR 2169-2175)
6
5%
Keine Angabe ("Jungleser" und Unentschlossene)
22
18%
 
Abstimmungen insgesamt : 123
Benutzeravatar
Offline
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 6670
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Ce Rhioton hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Solche Szenarien sind aber wesentlich langweiliger., als wenn Terra mit einer großen Flotte in eine ferne Galaxie aufbricht,um dort eine Gefahr zu beseitigen.Zuviel Dystopie kann auf Dauer defätistisch wirken und beim Leser Ausstiegsdeprressionen aus der Serie erzeugen. Für eine ferne Flotte, die dort führend intergalakatische Probleme löst, muss man nicht zum "Landser im Weltraum" zurückkehren.Aber eteas mehr, Hoppla-hier-kommt-Terra wäre schon recht erfrischend.

Aber war nicht deine These, die heutigen Autoren seien für lebensbejahenden Optimismus zu "links"? :unsure:



Nein, das war nicht meine These. Lebensbejahenden, terranischen Vorwärts-Optimismus kann man ja unabhängig von politischen Richtungen beschreiben.Finde ich. Das sollte auch die derzeitige Autorentruppe können, so die Expo-Generalität das dann vorgibt anstelle dieser ewigen Dytopien. (Unter Feldhoff ging das ja auch). Ich formulierte nur, sie seien zu "links" für eine gute Mil-SF im Perry, die ich persönlich mir auch ab und zu wünsche, zu der aber
Ad 1: keiner in der Lage ist zu schreiben,
Ad2: auch keiner schreiben will - da hast Du die "linke" Thematik,
Ad3: das auch nicht offiziell mal thematisiert wird, etwa in einem 12er oder so (verkauft sich wahrscheinlich dann heutzutage trotz Werbung nicht gut genug).
Ich wünsche mir mal einen Spin-Off a la "Die Marineinfanterie des Solaren Imperiums". Von mir auch " ... der LFT/LFG". Wird aber nicht kommen unter der derzeitigen Arbeitsriege.Passtbeim Perry eben nicht in den Zeitgeist. Muss ich zurück zu Honor Harrington etc. Seufz. B-)
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
Gute SF-Schreibe ist außenbetont: behaviouristisch
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2503
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
AARN MUNRO hat geschrieben:

Nein, das war nicht meine These. Lebensbejahenden, terranischen Vorwärts-Optimismus kann man ja unabhängig von politischen Richtungen beschreiben.Finde ich. Das sollte auch die derzeitige Autorentruppe können, so die Expo-Generalität das dann vorgibt anstelle dieser ewigen Dystopien.

Aber aus welchem Grund geben die Verantwortlichen diesen ewigen Dystopien den Vorzug?
Wäre es nicht auch möglich, positive Entwicklungen der Menschheit/der Galaktiker zu thematisieren?
Warum immer dieser Tanz auf der Rasierklinge? Ist das die Lust am Beinahe-Untergang? :unsure:
Es gilt, was in den Raketenheftchen steht.
Benutzeravatar
Offline
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 6670
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Ce Rhioton hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:

Nein, das war nicht meine These. Lebensbejahenden, terranischen Vorwärts-Optimismus kann man ja unabhängig von politischen Richtungen beschreiben.Finde ich. Das sollte auch die derzeitige Autorentruppe können, so die Expo-Generalität das dann vorgibt anstelle dieser ewigen Dystopien.

Aber aus welchem Grund geben die Verantwortlichen diesen ewigen Dystopien den Vorzug?
Wäre es nicht auch möglich, positive Entwicklungen der Menschheit/der Galaktiker zu thematisieren?
Warum immer dieser Tanz auf der Rasierklinge? Ist das die Lust am Beinahe-Untergang? :unsure:



Ich glaube, dass man das für progressiver hält ... diese Art von SF glaubt, ein anspruchvolleres Niveau zu haben ( wie das so ist in Deutschland mit seinen Mystikern und ihren schweren Gedanken: Gottfried Benn: "das Denkerische über das Denken") ... als wenn man einfach mal die Terraner wieder vorwärts stürmen lässt. Das habe ich übrigens im/vom neuen Zyklus erwartet ... es wird mal wieder Zeit aufzubrechen ... gefühlt zuletzt so vor 600 Bänden gelesen ... aber natürlich wird meine Erwartungshaltung nicht erfüllt ... :D

Im Grunde haben wir das schon bei Voltz, wo er die größeren, kosmischen Zusammenhänge aufdeckt mit ES, Bardioc, der KvTh usw. Allerdings kommt mir das damals nicjht ganz so "gebremst" vor, trotz der dortigen Dystopien ...
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
Gute SF-Schreibe ist außenbetont: behaviouristisch

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon Julian » 15. Mai 2019, 10:54

Benutzeravatar
Offline
Julian
Oxtorner
Beiträge: 553
Registriert: 28. August 2012, 13:46
Wohnort: Darmstadt
Gibt es überhaupt eine Utopia die nur von Frieden, Freude und Glück erzählte?

Für Hinweise dazu wäre ich echt dankbar.

gr J, ansonsten lese ich die Serie weiter weil sie mir so eben gefällt

Selbst in NEO wird das ähnliche Strickmuster verwandt.

Die Lensmen hatten zwar einen Hoffnungsschimmer am Ende, wie auch andere weit verbreitete großartige Literatur (Herr der Ringe). Aber die Geschichte war meistens nur der Weg einer Auseinandersetzung statt Miteinander.

Vielleicht ist auch der allgemein übliche Lesegeschmack daran Schuld.

Kanonen lassen sich gut verkaufen, Frauen noch besser, Frauen mit Kanonen am Besten (Zitat so ähnlich von R.C.).
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«
Benutzeravatar
Offline
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 6670
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Die Lensmen hatten trotz ihrer dualen Zweiteilung der Welt in Arisier und Eddorier zumindest eine positive Anpack-Wirkung, wenn Kimball Kinnison mit seinen galaktischen Freunden aktiv wurde, zupackte und die Zwilniks besiegte. Amüsant fand ich nur immer den Wechsel zwischen großen galaktischen Plänen und dem Kleinklein des billigen Gangstertums.Aber hier war eine positive Vision auch für die jeweilige Handlungsggenewart ... die vermisse ich aktuell bei Perry Rhodan.Immer nur Haudrauf von Draußenn und Knechtschaft der Terraner ider Zurückdrängung zsw. Das ist nicht die große Vision des zupackenden, vorwärtsstürmenden Perry.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
Gute SF-Schreibe ist außenbetont: behaviouristisch
Benutzeravatar
Offline
Klapauzius
Marsianer
Beiträge: 161
Registriert: 12. April 2018, 11:45
AARN MUNRO hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:Warum immer dieser Tanz auf der Rasierklinge? Ist das die Lust am Beinahe-Untergang? :unsure:

Ich glaube, dass man das für progressiver hält ... diese Art von SF glaubt, ein anspruchvolleres Niveau zu haben ( wie das so ist in Deutschland mit seinen Mystikern und ihren schweren Gedanken: Gottfried Benn: "das Denkerische über das Denken") ... als wenn man einfach mal die Terraner wieder vorwärts stürmen lässt.

Ich habe einen anderen Verdacht: jede signifikante Weiterentwicklung würde die Komplexität des PR-Kosmos weiter erhöhen; und davor scheuen die jeweiligen Expokraten schon seit über 30 Jahren zurück. Das scheint die Lehre aus der Entwicklung letzten WiVo-Jahren gewesen zu sein. Entweder wird am Ende eines Zyklus der große Reset-Knopf gedrückt, oder man achtet während des Handlungsablaufes peinlich genau darauf, dass nicht zu viele Elemente hinzukommen, welche die Autoren in zukünftigen Zyklen beachten, und welche die Leser im Hinterkopf behalten müssten. Also entweder neues Porzellan anschaffen, das hinterher wieder zertrümmert werden muss (Reset), oder das vorhandene Porzellan zertrümmern, und hinterher wieder zusammenkleben (Dystopie). Sonst quillt der Schrank irgendwann über.
Spoiler:
Das WiVo'sche Zwiebelschalenmodell wird hiermit ergänzt durch das Klapauzius'sche Alle-Tassen-im-Schrank-Theorem :devil:
Ich oute mich hiermit übrigens als Voltz-Nostalgiker. Die Entwicklung zwischen 650 und 999 wird für mich immer das Herz der PR-Serie sein.
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Kosmokrat
Beiträge: 4656
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
AARN MUNRO hat geschrieben:... Das ist nicht die große Vision des zupackenden, vorwärtsstürmenden Perry.

Das ist keine "große Vision". Das ist bestenfalls ein "Coming of Age"-Szenario, das zu einem dreitausendjährigen Mann nun wirklich nicht passt.

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon old man » 17. Mai 2019, 16:56

Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1837
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
AARN MUNRO hat geschrieben:Die Lensmen hatten trotz ihrer dualen Zweiteilung der Welt in Arisier und Eddorier zumindest eine positive Anpack-Wirkung, wenn Kimball Kinnison mit seinen galaktischen Freunden aktiv wurde, zupackte und die Zwilniks besiegte. Amüsant fand ich nur immer den Wechsel zwischen großen galaktischen Plänen und dem Kleinklein des billigen Gangstertums.Aber hier war eine positive Vision auch für die jeweilige Handlungsggenewart ... die vermisse ich aktuell bei Perry Rhodan.Immer nur Haudrauf von Draußenn und Knechtschaft der Terraner ider Zurückdrängung zsw. Das ist nicht die große Vision des zupackenden, vorwärtsstürmenden Perry.

Die Lensmen-Serie war die Liebe meiner Kindheit als SF-Fan.
Inzwischen habe ich das rassistische Grundmodell der Lensmen durchschaut, das Du da positiv beschreibst. Ich kann das also nicht mehr als positiv empfinden. Daher empfinde ich es auch nicht als positiv, wenn man ein verdammtes Imperium gründet. Nicht umsonst heißt das bei NEO die Solare Union.
Ich unterstütze dagegen ein Anpacken, ein Nach-vorne-gehen, das ohne diese fragwürdigen Ideologien auskommt. Entdeckergeist, Forscherdrang statt Eroberungswille.
Zu den Sternen !
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2503
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
old man hat geschrieben:Entdeckergeist, Forscherdrang statt Eroberungswille.

Aber bewaffnet sollten wir Forscher sicherheitshalber schon sein.
Schließlich kann man ja nicht wissen, ob das zu Entdeckende sich stets freundlich und wohlwollend verhalten wird.
Es gilt, was in den Raketenheftchen steht.

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon old man » 17. Mai 2019, 17:17

Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1837
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
Ce Rhioton hat geschrieben:
old man hat geschrieben:Entdeckergeist, Forscherdrang statt Eroberungswille.

Aber bewaffnet sollten wir Forscher sicherheitshalber schon sein.
Schließlich kann man ja nicht wissen, ob das zu Entdeckende sich stets freundlich und wohlwollend verhalten wird.

Ich hab überhaupt kein Problem damit, wenn sie ein paar Monster abknallen. :D
In Selbstverteidigung, versteht sich. :unschuldig:
Zu den Sternen !
Vorherige

Zurück zu PERRY RHODAN Classics

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: NEX und 1 Gast