Zyklus: Der Sternenozean

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nanograinger
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von nanograinger » 20. Februar 2019, 20:41

HOT hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben: Du hast ein Häuschen im Wendehammer in Pinneberg? B-)
...das ist so mein Symbol für spießige Bürgerlichkeit...aber bitte nicht persönlich nehmen... Kants Freundin "drohte" ja mit dem Häuschen am Stadtrand...
:D

Nee, ich wohne nicht in Pinneberg und ein Häuschen an einem Wendehammer habe ich auch nicht. Alles gut.

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Wintermute
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von Wintermute » 28. Februar 2019, 12:56

So, ich habe jetzt auch mal angefangen, meine PR-Lücke zu schliessen, indem ich beim Sternenozean von vorne anfange nachzulesen (ich war seinerzeit irgendwann im Bereich zwischen 2225 und 2250 mit dem Lesen ausgestiegen und habe dann mit Kauf des ersten E-Book Readers Ende 2009 rückwirkend ab 2500 weitergemacht.

Bisher gelesen ist 2200, was mir damals und heute ganz gut gefallen hatte, wobei mir jetzt beim erneutlesen das "Fridgen" von Thereme eher negativ auffällt (https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_Refrigerators).

Bei 2201 ist mir dann direkt der Name des Shallowainschen Raumschiffs aufgefallen. https://de.wikipedia.org/wiki/Leotard ??
De Chelonian Mobile

Ceterum censeo SOL esse redeundum

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nanograinger
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von nanograinger » 28. Februar 2019, 14:13

Wintermute hat geschrieben:...
Bisher gelesen ist 2200, was mir damals und heute ganz gut gefallen hatte, wobei mir jetzt beim erneutlesen das "Fridgen" von Thereme eher negativ auffällt (https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_Refrigerators).
Kann man so sehen. Aber im konkreten Fall ist die Ermordung Theremes ja ein notwendiges Mittel, um das Austicken Kantirans zu motivieren. Das wäre bei einer Ermordung Mel Detairs vermutlich als nicht plausibel aufgefasst worden (Kant und Mel waren ja kein Pärchen.)

Ich würde eher das Entstellen von Ascari da Vivo Gesichts als "Fridging" werten, da dies eigentlich vollkommen überflüssig ist. Allerdings ist Ascari ja die Gegnerin, also trifft der "Fridging"-Vorwurf nicht wirklich zu.
Spoiler:
Und außerdem wird Ascaris Gesicht später wieder hergestellt (PR 2233), sie wird also "defrosted".
Wintermute hat geschrieben:...
Bei 2201 ist mir dann direkt der Name des Shallowainschen Raumschiffs aufgefallen. https://de.wikipedia.org/wiki/Leotard ??
Shallowain mag's eben enganliegend unter dem weiten Mantel. B-)

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Julian
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von Julian » 22. März 2019, 11:49

Der Sternenozean war zumindest für mich mal eine ganz neue Hintergrundgeschichte.

Natürlich alles sehr weit her geholt bzw. versteckt.

Das ist ja das grds. Problem.

wo lasse ich die Handlung laufen und wann
Spoiler:
z.B. hätte ja auch Rhodan zwischen Band 499 und 500 wieder nach dem Zeitchaos auftauchen können.

Also in der Zeit wo es 1.000 Jahre über nur gewisse Planetenromane dazu gab?

Verschenkt habe ich dann den Handlungsrahmen an einenTrödelheini, den ich als Spieler in der Gruppe lieb gewonnen hatte.

Nachdem ihn dann seine Frau von der abgewandelten Art des Messi-Tun mit kurieren konnte war wohl auch der ganze Kram von Rhodan untergegangen.

Ein anderer Bekannter den ich vom See kannte wäre auch wohl gewillt gewesen so etwas anzuhäufen in seiner Wohnung. Leider hat er heute andere Probleme bezüglich der Arbeitssuche, da er ja bei VW beschäftigt war in der Reklamation für Firmenkunden.

Inzwischen lasse ich einfach meine Hefte irgendwo liegen, wenn ich sie ausgelesen habe. Die ganz tollen Sachen liegen zwar noch auf dem heimischen Boden bei meiner Schwester, aber vielleicht entdecken ja die Jungs von meinem Neffen diese mal zufällig.
Ich hänge jedenfalls nicht mehr daran.

Zu guter Letzt, will ich mir auch die Hörbücher zulegen. Der Sternenozean soll ja ganz besonders gut vertont worden sein?
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 22. März 2019, 20:00

Julian hat geschrieben: Zu guter Letzt, will ich mir auch die Hörbücher zulegen. Der Sternenozean soll ja ganz besonders gut vertont worden sein?
Oh,wußte ich noch garnicht.

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AushilfsMutant
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von AushilfsMutant » 22. März 2019, 22:41

HOT hat geschrieben:
Julian hat geschrieben: Zu guter Letzt, will ich mir auch die Hörbücher zulegen. Der Sternenozean soll ja ganz besonders gut vertont worden sein?
Oh,wußte ich noch garnicht.
Ja, gibt es. Sogar auf Spotify. Dort hab ich mir den Zyklus reingehört. :P
(sind übrigens richtige Hörspiele, dh Perry und Co haben alle ihre eigenen Sprecher, schade das es nicht mehr davon gibt)
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmograt reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 23. März 2019, 12:42

Heft 2248

Friedenskämpfer

Autor: Hubert Haensel

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Nach der verlorenen Schlacht gegen die Kybb schickt Zephyda ihre 39 verbliebenen Kreuzer aus, um alle erreichbaren Planetaren Majestäten zu einem Konvent zu versammeln. Sie selbst bleibt mit der SCHWERT auf Tom Karthay. Dort erwacht im August 1332 NGZ die Mediale Schildwache Lyressea. Sie ist ein positives Wesen, bringt den Galaktikern, den Motana und Rorkhete große Sympathie entgegen und beginnt von der Vergangenheit zu berichten:

Die sechs Schildwachen – drei männliche und drei weibliche Humanoide – sind vor 7 Millionen Jahren von ES auf Wanderer (genauer gesagt: auf Ambur) aus dem Genpool des Planeten Talan (= Terra) erschaffen und von Homunk, der dem gleichen Genpool entstammt, mehrere Jahrhunderte lang auf eine Aufgabe vorbereitet worden, die mit dem Orden der Schutzherren zu tun hatte. Die Schutzherren waren in dieser Zeit eine Organisation ähnlich den Rittern der Tiefe. Sie hatten ihren Sitz im Sternhaufen Jamondi auf dem Planeten Tan-Jamondi II. Dies war auch der Standort ihres Doms, eines Gebäudes in Form eines gewaltigen Tannenzapfens, der mit einem Baum verwachsen und als Dom Rogan bekannt war. Einer Legende zufolge sollte der Orden gesegnet sein, solange der Baum Früchte trägt. Der Baum Uralt Trummstam wurde von einem geheimnisvollen Wesen namens Orrien Alar bewacht, das mit dem Baum verschmelzen konnte. Die Schutzherren hatten bisher ihre Weihe nur im Dom Rogan erhalten können, weil ein Geisteswesen mit dem Dom verschmolzen war. Die Schutzherren hatten sich von den Kosmokraten losgesagt. Sie wollten nicht mehr den starren Regeln der Ordnungsmächte folgen, sondern nach ihren eigenen moralischen Grundsätzen leben. Die Kosmokraten waren damit einverstanden, hatten aber das Geisteswesen aus dem Dom Rogan entfernt, so dass keine neuen Schutzherren mehr geweiht werden konnten.

Um den Orden vor dem Aussterben zu bewahren, sollen neue Schutzherren künftig von den Schildwachen geweiht werden. Das funktioniert nur mithilfe des Paragonkreuzes, eines psionischen Feldes, in das ein Splitter des Bewusstseins von ES integriert ist. Nur durch und durch positive Wesen können zu Schutzherren geweiht werden, die letzte Entscheidung trifft das Paragonkreuz. Als weiteres Geschenk erhalten die Schildwachen von Homunk einige tausend Neugeborene und einige zehntausend Föten eines Volkes, das den Namen Motana trägt. ES hat die Motana aus dem Genpool Talans erschaffen, dabei hat die Superintelligenz die wahrscheinliche Entwicklung des Lebens auf Talan »hochgerechnet« – d. h., die Motana entsprechen der intelligenten Lebensform, die sich auf Talan erst in 7 Millionen Jahren entwickeln wird: den Menschen.

Für den Orden der Schutzherren bricht eine Blütezeit an. Die Schildwachen suchen und testen besonders »geeignete« Wesen aller möglichen Völker und weihen immer wieder neue Schutzherren. Diese wiederum sorgen auf stets friedliche Weise für Ordnung und Sicherheit in Ammandul (Milchstraße), indem sie Konflikte beilegen, ohne ihre durchaus schlagkräftige Militärmacht einzusetzen. Die stärksten Raumschiffs-Einheiten der Schutzherren sind die PORTER: 7 km lange, rostrote Walzenraumer. Das Rückgrat der Flotten bilden jedoch die Shoziden mit ihren Doppelringraumern. Auch die Motana, die sich in den folgenden Jahrtausenden über viele Sonnensysteme Jamondis ausbreiten, werden zu einem wichtigen Hilfsvolk der Schutzherren. Ihre Hauptwelt ist der Planet Barinx.

Die Schutzherren breiten ihren Einflussbereich über mehrere Sternhaufen in Ammandul aus, einer davon ist Arphonie und liegt in der Nähe von Talan. Ein weiterer solcher Sternhaufen liegt auch in Amringhar (= Große Magellansche Wolke) und heißt Parrakhon. Einer der »neueren« Schutzherren ist Tagg Kharzani, ein düsterer Humanoide, dürr wie ein Skelett und immer mit einem breitkrempigen Hut auf dem Kopf, der ihn noch abweisender aussehen lässt. Ein anderer neuer Schutzherr ist Gon-Orbhon. Lyressea findet ihn in einer Rettungskapsel, die im Leerraum zwischen Amringhar und Ammandul treibt. Er kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern, ist jedoch wohl ein künstlich erschaffenes Wesen. Mit seiner Fähigkeit, intelligente Wesen aus der Ferne mental zu steuern, beendet er einen furchtbaren Krieg, den die aus Kyranghar (= Kleine Magellansche Wolke) stammenden Kybb-Völker in Amringhar führen. Auf Gon-Orbhons Betreiben hin wird mit dem Paragonkreuz ein zweiter Schutzherren-Dom in Amringhar auf dem Planeten Parrakh errichtet, in dem ebenfalls Weihen stattfinden können. Die befriedeten Kybb-Völker werden in die Organisation der Schutzherren eingegliedert. Die Kybb errichten für Tagg Kharzani ein monströses Bauwerk im Arphonie-Sternhaufen. Es ist das Schloss Kherzesch.

Eines Tages wird das weibliche Wasserwesen Carya Andaxi zur Schutzherrin geweiht. Sie war einst eine Beauftragte der Kosmokraten, ist jetzt aber nicht mehr für die Ordnungsmächte tätig. Sie ist praktisch die Verkörperung positiver Moral. Sie spricht immer wieder von einem legendären Ort namens Ahandaba, der mit den konventionellen Mitteln der Raumfahrt nicht erreicht werden kann. Sie beginnt damit, das in den Motana schlummernde Potential der psionischen Raumfahrt zu fördern. Tagg Kharzani entwickelt eine Aversion gegen Carya Andaxi und ihre Geschichten von Ahandaba. Es stellt sich heraus, dass Kharzani unter Thanatophobie leidet – er hat eine krankhafte Angst vor dem Tod. Carya Andaxi zieht sich auf die Wasserwelt Graugischt zurück, der ihrem Heimatplaneten ähnelt und ganz in der Nähe von Schloss Kherzesch liegt. Von dort kehrt sie mit einem neuen, von den Submarin-Architekten entwickelten Schiffstyp zurück, der speziell für die Motana entwickelt wurde. Mit diesen Bionischen Kreuzern lösen die Motana fortan mehr und mehr die Shoziden ab. Von Graugischt stammen auch die Schota-Magathe – man munkelt, die Ozeanischen Orakel seien Kinder von Carya Andaxi.

Schlimme Zeiten brechen an, als die Schildwachen eine beunruhigende Nachricht von Homunk erhalten: Die Hilfsvölker der negativen Superintelligenz STROWWAN werden demnächst in Ammandul einfallen. STROWWAN verfolgt das Ziel, sich in eine Materiesenke zu verwandeln. Bald beginnt der Krieg und erstmals müssen die Schutzherren tödliche Waffen einsetzen. Neue Schutzherren werden nicht mehr geweiht, Wanderer zieht sich in den Hyperraum zurück. In dieser Zeit erhalten die Schildwachen ihre Beinamen. Lyressea wird wegen ihrer mentalen Sensibilität zur Medialen Schildwache.

Nach 898 Kriegsjahren kommt es zur Entscheidungsschlacht zwischen STROWWANS Horden und den vereinigten Flotten aller Völker der Milchstraße unter Führung der Schutzherren …

Persönliche Meinung:
Recht komprimiert erfahren wir nun von Hubert, äh Lyressea, was sich vor sehr langer Zeit im Sternenozean und drumherum abgespielt hat. Das nun ES seine Finger im Spiel hat und die Motana sozusagen gezüchtete Wesen sind, wie die Haluter damals, Schutzherren und Schildwachen bekommen Gestalt, bildet schon einen recht komplexen Hintergrund. Las sich aber trotzem eher wie ein Dokudrama, oder eine Zeitung, als ein Abenteuer. Aber schaun wir mal wie es nun mit diesen vielen Informtionen im Kopf weiter geht.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 13. April 2019, 14:54

Heft 2249

Die Blutnacht von Barinx

Autor: Hubert Haensel

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In der für beide Seiten extrem verlustreichen Schlacht gegen die Flotten STROWWANS wird die Entscheidung zu Gunsten der Schutzherren durch tausende von unerwartet eingreifenden Bionischen Kreuzern und zwei von ES zur Hilfe gerufenen Nocturnenstöcken aus der Galaxie Laxaron (= Fornax) herbeigeführt, nachdem es einigen mit Paratechnik ausgerüsteten Raumschiffen STROWWANS sogar gelungen war, die Kunstwelt Wanderer aus dem Hyperraum zu reißen. Der Preis für den Sieg ist hoch, die Streitkräfte der Schutzherren gehen schwer angeschlagen aus dem Konflikt hervor. Die gegnerischen Einheiten fliehen zwar, könnten den Hauptwelten der Schutzherren aber immer noch gefährlich werden. Deshalb teleportiert der stark beschädigte Nocturnenstock Antallin nach Tan-Jamondi II, der Stock Satrugar begibt sich nach Parrakh. Antallin kommt jedoch vom Kurs ab und stürzt auf den Planeten Baikhal Cain, wo er stirbt. Er sinkt in die Planetenkruste ein, seine Substanz schäumt auf und vermischt sich mit der Planetenmaterie – so entsteht der Heilige Berg. Eine starke Psi-Komponente löst sich aus dem Berg und verschwindet im All. Daraus entwickelt sich später der Graue Autonom.

Der Nocturnenstock Satrugar stürzt auf Parrakh ganz in der Nähe des Schutzherren-Doms ab. Ein Binnenmeer entsteht, aus dem noch der Dom, ein Stück des Nocturnenstocks und sechs Vulkankegel hervorragen. Satrugar wird nach dem Absturz wahnsinnig. Gon-Orbhon versucht ihm zu helfen, verschmilzt dabei mit dem Stock und verwandelt sich dadurch in ein bösartiges Wesen, das sich für einen Gott hält. Jahrzehnte später wird STROWWAN endgültig von ES besiegt. Die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz prosperiert, aber mit den Schutzherren geht es bergab. Auch Uralt Trummstam ist davon betroffen: Der Baum stirbt. Das Paragonkreuz verschwindet, es können keine neuen Schutzherren mehr geweiht werden. Gon-Orbhon übernimmt in Amringhar die Macht. Der dortige Dom wird zum Kern seines Imperiums und heißt seitdem Bastion von Parrakh. Im Kampf gegen das Imperium Orbhon, das sich anschickt, Ammandul zu überrennen, sollen Tagg Kharzanis Kyber-Völker eine entscheidende Rolle spielen. Die mächtigste Waffe sind die Kybb-Titanen. Diese 16–17 Kilometer durchmessenden, an deformierte Bälle erinnernden Gebilde wirken auf seltsame Weise lebendig. Ihr Inneres ist von Nano-Cyborgs (Techniten) erfüllt, die alles erschaffen können, was benötigt wird. Etwas Geheimnisvolles geht auf den Kybb-Titanen vor, selbst Tagg Kharzani weiß nicht alles darüber. Die Herkunft der Kybb-Titanen bleibt ebenfalls unbekannt. In Bereichen, die niemand betreten kann, entstehen die Motoklone.

Die Entität Gon-Orbhon zapft die Sonne Talans bzw. deren 6-D-Komponente mit einem Jetstrahl an und beginnt mit der mentalen Beeinflussung ganzer Völker in Ammandul. Bald darauf schickt er Flottenkontingente in die Galaxis – wieder einmal bricht Krieg aus. Ein Vorstoß der Schutzherren nach Parrakh schlägt fehl. Da greift ES ein und versiegelt alle 16 Sternhaufen, die zum Machtbereich der Schutzherren und des Imperiums Orbhon in Ammandul, Amringhar und Kyranghar gehören, in Hyperkokons. Die Sternhaufen haben danach keinen Kontakt mehr untereinander und zum übrigen Universum. Dadurch wird der Krieg schlagartig beendet und ES kann in Ruhe seine Mächtigkeitsballung weiter aufbauen. Auch in Sternenozean von Jamondi herrscht zunächst Frieden. Die wenigen verbliebenen Schutzherren rufen das Projekt DISTANZSPUR ins Leben. Sie wollen versuchen, eine Verbindung zwischen Jamondi und Arphonie zu erschaffen. Per Zufall wird festgestellt, dass überall in Jamondi Flottenverbände der Kybb aufmarschieren. Dahinter steckt Tagg Kharzani: Er will die Herrschaft über den Sternenozean an sich reißen. Die Schutzherren ziehen nach schweren Kämpfen alle verbliebenen Kräfte im Ring der Neun Sonnen von Barinx zusammen. Dort werden sie vernichtend geschlagen – alle Schutzherren fallen. Die Schildwachen werden noch rechtzeitig evakuiert und auf verschiedenen Planeten versteckt. Die Kybb-Titanen vernichten Barinx und das gesamte Neun-Sonnen-System …

Damit endet Lyresseas Bericht. Gleichzeitig treffen die ersten Teilnehmer des Konvents der Majestäten auf Tom Karthay ein.

Persönliche Meinung:
Bei mir sprang der Funke immer noch nicht über. Vielleicht hätte man im Laufe der ersten 50 Hefte, statt ständig die Motana ausführlich Indianer spielen zu lassen, die eine oder andere Rückblende in die 7 Millionen Jahre Geschichte des Sternenozeans machen sollen. Statt dessen kommen jetzt in zwei Heften alle wichtigen Täter und Übeltäter so komprimiert vor, dass ich zum kurzen "Zeitungsartikel" griff: Der Perrypedia. Das este Mal, dass ich dieses Medium fast ausschließlich nutzte, um mir den Inhalt eines PR-Heftes zu erschließen.

Zumindest weiß ich jetzt Bescheid und freue mich auf das nächste Heft: Robert, enttäusch mich nicht!

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 14. April 2019, 22:23

Heft 2250

Zeuge der Zeit

Autor: Robert Feldhoff

Bild

Die Planetare Majestät von Tom Karthay ruft zum ersten Konvent der Majestäten seit der Blutnacht von Barinx auf. Über dreihundert Majestäten erscheinen und sollen Zephyda zur Stellaren Majestät der Motana wählen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt dieses Unternehmen – allerdings erst, als die Schildwache Lyressea zugunsten von Zephyda vor den Motana spricht und auch der Graue Autonom der Wahl zustimmt.

Persönliche Meinung:
Sehr guter Roman. Feldhoff bringt die aktuelle Handlung mit einigen Schlüsselszenen aus vorherigen Jahrtausenden in Verbindung. Perry Rhodan ist zwar nur der Moderator des Konvent, aber dennoch die Hauptperson des Heftes: Der Zeuge der Zeit.

Krieg oder Frieden? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Muss man wirklich kämpfen? Verschiedene Ansichten und Menatalitäten, Gewissensfragen, aber auch Intrigen und Morddrohungen. Der Autor bietet alles auf, was einen Roman spannend macht. Man geht mit, wird nachdenklich und hofft ... auf einen Sternenkrieg? Nein, aber, dass der alte Kampf Gut gegen Böse gut ausgeht.

Rhodan sagt aber: "Menschen sehnen sich nach Antworten, die einfach sind. Nach einer Regel, die uns erlaubt, Gut und Böse abzumessen. Heute bin ich überzeugt, dass eine solche Regel im Universum nicht existiert. (...) Mein Name ist Perry Rhodan. Ich bin der Zeuge der Zeit."

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von pluckerwank » 16. April 2019, 20:53

Ich fand den gesamten Zyklus als viel zu fantasylastig.
Schutzherren, Schildwachen, Majestäten, singende Raumfahrer usw. usf.
Lauter Begriffe, wie in mittelalterlichen Fantasyromanen.
Auch der langatmige Start hat nicht gerade dazu beigetragen, dass ich am Zyklus mehr Gefallen gefunden hätte.
Spoiler:
Vom Ende ganz zu schweigen. Für mich eine der größten Enttäuschungen der Serie. Die Kybb habe ich zwar nicht sympatisch, aber zumindest interessant gefunden und hätte mir gewünscht, sie wären eine bleibende Kraft innerhalb der Milchstraße geblieben.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 17. April 2019, 06:11

pluckerwank hat geschrieben:Ich fand den gesamten Zyklus als viel zu fantasylastig.
Vielleicht ist es das, was mich oft stört.

Es fing ja auf Arkon recht rasant an und alle Handlung um die Hyperimpedanz und den Hayok-Sektor fand ich gut. Die Sektensache auf Terra geht so, aber die Motana nerven.

(Den Spoiler habe ich lieber nicht gelesen...)

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von Richard » 17. April 2019, 22:10

Letztlich sind Frauen der Motana mit den arkonidischen Feuerfrauen vergleichbar, die alle mehr oder minder psibegabt sind aber im Vergleich zu Mutanten a la Ras oder Gucky keine so spezifischen, hohen PSI Werte haben. In PR hat man seinerzeit eben statt Zaubersprüchen PSI Kräfte und hochentwickelte Technik in die Serie integriert. In dem Zyklus kommen dank der Motana in Summe gesehen wohl besonders viele PSI begabte Lebewesen vor, die u.a. auch mit ihren PSI Kräften Raumschiffe betreiben .... Ja, natürlich kann man das auch als zu fantasy- und zu wenig techniklastig sehen.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von pluckerwank » 18. April 2019, 11:26

PSI hat mich selten gestört, auch wenn es nach meinem Geschmack zu häufig als Wunderwaffe benutzt wurde. Wenn's halt grad nötig und sonst kein Ausweg in Sicht war.
Nein, mich störten die Begriffe. Das ging ja schon viel früher mit Hütern von irgendwas und Rittern von sonst wo oder -was u.s.w. los, hielt sich aber immer in Grenzen und vermittelte auch das eine oder andere Mal einen SoW.
Aber in diesem Zyklus war mir das zu inflationär. Fehlte gerade noch, dass die hoch zu Ross mit Schwertern aufeinander los gegangen wären.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von nanograinger » 18. April 2019, 15:09

pluckerwank hat geschrieben:PSI hat mich selten gestört, auch wenn es nach meinem Geschmack zu häufig als Wunderwaffe benutzt wurde. Wenn's halt grad nötig und sonst kein Ausweg in Sicht war.
Nein, mich störten die Begriffe. Das ging ja schon viel früher mit Hütern von irgendwas und Rittern von sonst wo oder -was u.s.w. los, hielt sich aber immer in Grenzen und vermittelte auch das eine oder andere Mal einen SoW.
Aber in diesem Zyklus war mir das zu inflationär. Fehlte gerade noch, dass die hoch zu Ross mit Schwertern aufeinander los gegangen wären.
Das ist aber ja gerade der Unterschied zu Fantasy, dass eben trotz PSI nicht "zu Ross mit Schwertern" gekämpft wird, sondern mit Raumschiffen gegen kybernetische Völker (und bald mit "Motoklonen" und "Techniten" in "Kybb-Titanen"). Es ist dieser Transfer von alltäglichen oder historischen Begriffen in die Gegenwart bzw. Zukunft, die die künstlerische bzw. literarische Leistung darstellen.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von nanograinger » 18. April 2019, 15:48

HOT hat geschrieben:
pluckerwank hat geschrieben:Ich fand den gesamten Zyklus als viel zu fantasylastig.
Vielleicht ist es das, was mich oft stört.

Es fing ja auf Arkon recht rasant an und alle Handlung um die Hyperimpedanz und den Hayok-Sektor fand ich gut. Die Sektensache auf Terra geht so, aber die Motana nerven.
Die Motana spielen in der zweiten Hälfte des Zyklus eine deutlich geringere Rolle. Die ganze Auseinandersetzung steigert sich Stufe um Stufe, sowohl auf der persönlichen als auch der galaktischen Ebene. Es geht teilweise sehr brutal zur Sache, der "body count" ist hoch, nichts für sanfte Gemüter. Bitte anschnallen. B-)

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von LaLe » 18. April 2019, 16:01

Der Sternenozean hatte für mich exakt zwei Mankos, die grauslige Handlung um die Sektierer und Ahandaba (worst fail ever).

Warum man sich seinerzeit und auch in der Retrospektive so dermaßen an singenden Raumfahrerinnen stören kann, I don´t know. SERT-Hauben finde ich nicht weniger phantastisch und von Mutanten, die es in der Serie von Beginn an gibt oder adligen Arkoniden will ich gar nicht erst anfangen.
Die Katze grinste.
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von Ce Rhioton » 18. April 2019, 16:31

LaLe hat geschrieben: Warum man sich seinerzeit und auch in der Retrospektive so dermaßen an singenden Raumfahrerinnen stören kann, I don´t know.
Seinerzeit hat mich das auch wenig gestört, doch seit der Assoziation --> "Jodelantrieb" geht da rückwirkend doch jegliche Ernsthaftigkeit ... hm: flöten.
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von 123Kid » 18. April 2019, 18:43

Also ich hatte eher ein Sekten Problem.
Die Monta /Kybb Ebene war nur am Anfang ein Problem, zuviele Wanderungen.

Und wie Nano bereits erwähnt, der Bodycount war immer mein Problem mit Robert und das wo er doch für mich in einer Reihe mit WiVo, KHS und CD steht.

Liegt wahrscheinlich an meiner zarten Seite. :D

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von HOT » 20. April 2019, 12:32

Heft 2251

Das Land unter dem Teich

Autor: Frank Böhmert

Bild

Perry Rhodan, Lyressea und Zephyda überzeugen Kischmeide, dass Kimte geräumt werden muss, da nicht klar ist, ob Lyressea es schaffen wird, den Selbstzerstörungsmechanismus der Asylkapsel der Ehernen Schildwache Catiaane bei der Erweckung zu deaktivieren. Schafft sie es nicht, wäre die gesamte Stadt dem Untergang geweiht.

Die meisten Motana fügen sich in ihr Schicksal, doch einige tausend Aufrührer blockieren das Blisterherz, so dass Perry Rhodan, Lyressea und Rorkhete einen Umweg und eine halsbrecherische Kletterpartie in Kauf nehmen müssen, um den Teich der Trideage doch noch zu erreichen.

Dort angekommen, fällt Lyressea beinahe einem Attentat zum Opfer: Eine der Demonstrantinnen schießt einen Pfeil auf sie ab. Dies führt dazu, dass Lyressea zeigt, dass mehr in den Schildwachen steckt als bisher bekannt. In Gefahrensituationen können sie die Zweite Gestalt annehmen und sich in ein riesiges, drachenähnliches Ungeheuer mit Schuppenpanzer, langen Krallen und zusätzlichen Zahnreihen in vergrößerten Kiefern verwandeln. In dieser Kampfgestalt können sie sich so schnell bewegen, dass alles um sie herum wie eingefroren wirkt. Die Verwandlung kostet aber so viel Kraft, dass die Schildwachen die Zweite Gestalt nur für kurze Zeit beibehalten können.

Rorkhete entdeckt per Zufall den Eingang zu Catiaanes Asyl, der mit nicht ortbaren Projektionen getarnt ist wie Lyresseas Versteck auf Baikhal Cain. Perry Rhodan, Lyressea und der Shozide folgen einem Gang in die Tiefe – doch die Aushöhlung, in der die Asylkapsel sich befinden sollte, ist leer. Als sie ein durchsichtiges Energiefeld am Ende des Gangs durchschreiten, finden sie sich plötzlich im Inneren der Kapsel wieder. Bei der Erkundung der Kapsel und deren näherer Umgebung stellen sie zweierlei fest: Lyressea kann zwar die Schaltelemente der Kapsel bedienen und Catiaane wecken, die Selbstzerstörung des Verstecks kann sie jedoch nicht verhindern. Außerdem befindet die Kapsel sich nicht im Sternenozean, sondern auf einem Planeten im Halo der Galaxie Algstogermaht.

Perry Rhodan und Rorkhete werden bei einem Ausflug ins Freie von Bewohnern des Planeten, der eine Kunstwelt im doppelten Wortsinn zu sein scheint, mental beeinflusst und angegriffen. Lyressea muss die Zweite Gestalt annehmen, um die beiden zu befreien. Als die Angreifer in die Asylkapsel eindringen, bleibt keine Zeit mehr, nach Wegen zur Umgehung der Selbstzerstörungsanlage zu suchen. Lyressea befreit Catiaane aus dem Stasisfeld, prompt beginnt die Kapsel, sich zu erhitzen. Die Gefährten müssen durch das Transmitter-Energiefeld fliehen, das sie wieder nach Kimte befördert und dann erlischt. – Die Asylkapsel wurde zwar vernichtet, dies hat aber keine schädlichen Auswirkungen auf Kimte.

Persönliche Meinung:
Ich erinnere mich noch gerne an Frank's Beitrag zum "Andromeda"-Ziegel, sein Volk von ohne Technologie lebenden Lemurerabkömmlingen, den Charandiden. Hier nun gibt es ein merkwürdiges Völkchen, zu dem Nisse gehört, die Botschaften über Ihre Erlebnisse auf der "Kunstwelt" schreibt, die sehr witzig zu lesen sind. Deren chaotische Begegnung mit Perry Rhodan und Rorkhete ist schon ziemlich crazy und macht daher Freude zu lesen. Der Perrypedia-Beitrag blendet das ziemlich aus, obwohl die "Briefe aus dem Halo" das Heft erst lesenswert machen. Denn dass unsere Hauptfiguren erfolgreich die zweite Schildwache finden und Aufwecken, war vorauszusehen. Was dann aber neben der Frage, wo unterm Teich die Asylkapsel nun ist und wie man deren Selbstzerstörung verhindert oder so, noch so passiert, macht den Roman erst zu einem eigenständigen Produkt des Autors, der leider - bisher? - nur ganz wenig bei Perry Rhodan geschrieben hat.

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GruftiHH
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von GruftiHH » 23. April 2019, 09:46

Hui. Ich mag auch so die Beschreibungen fremder Völker. Davon könnte es immer mehr geben. Aber leider verschwinden die Völker dann irgendwann mal schneller oder weniger schnell in der Versenkung. :(
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von 123Kid » 23. April 2019, 10:13

Ich habe das auscheiden von Frank Böhmert auch bedauert, wo es gerade so schien als würde er mehr Aufgaben im Perryversum bekommen.

Seine Ratten von der JERSEY CITY ist immer noch ein Top Ten PR Roman meiner persönlichen Bestenliste.
Denn kann man zum Glück auch ohne Bezug zum damaligen Zyklus lesen.

:ciao:

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von pluckerwank » 25. April 2019, 20:22

Um nochmal das obige Fantasy-Thema aufzuwärmen:
HOT hat geschrieben:Heft 2251

Das Land unter dem Teich

Autor: Frank Böhmert

... Dies führt dazu, dass Lyressea zeigt, dass mehr in den Schildwachen steckt als bisher bekannt. In Gefahrensituationen können sie die Zweite Gestalt annehmen und sich in ein riesiges, drachenähnliches Ungeheuer mit Schuppenpanzer, langen Krallen und zusätzlichen Zahnreihen in vergrößerten Kiefern verwandeln... .
Jetzt sag mir einer, was das mit SF zu tun hat.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von Richard » 26. April 2019, 02:47

Klar, das sind Mutantengaben bzw. das Cynoerbe in den Schildwachen.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von 123Kid » 26. April 2019, 08:15

Also es ist sicher unbestritten, das der Sternenozean Fantasy Elemente enthält.
Hier nun den Böhmert hervor zu heben halte ich aber für Falsch.
Klar ist, daß man im Sternenozean etwas neues ausprobieren wollte, mit allem was dazu gehört.
Ich persönlich finde das erstmal nicht schlecht.
Aber wenn sich schon beim Gedanken an Fantasy einem die Nackenhaare aufstellen, dann ist es müßig darüber zu reden.

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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitrag von LaLe » 26. April 2019, 08:41

Sich über solche Äußerlichkeiten zu echauffieren halte ich für völlig irrational.

Bei C. S. Lewis in den Chroniken von Narnia wimmelt es nur von sprechenden Tieren. Und bei PR sieht jedes zweite außerirdische Volk wie eine irdische Tiergattung aus. So what is the difference? :nixweis:

Und sieht ein außerirdisches Volk mal etwas anders aus, das gibt es in der Fantasy auch, wie ein Lovecraft beweist. Der war allerdings ein Grenzgänger zwischen allen fantastischen Genres.

Warum sollte sich ein Gestaltwandler dann nicht auch in ein drachenähnliches Wesen verwandeln können? Ein Beorn konnte lediglich zum Bär werden.

Und wenn wir mal bei dem Klassiker schlechthin der Fantasy bleiben, die Orks und Uruk-Hai im Herrn der Ringe entstammen Zuchtprogrammen wie sich die ein Bewahrer von Truillau nicht besser hätte ausdenken können. Bei Sauron und seinen Ringen ist der gedankliche Sprung zu Faktor I bestenfalls ein Trippelschritt. Wer bei Perry am Berg der Schöpfung unwillkürlich Frodo an den Schicksalsklüften vor Augen hat, den kann ich gut verstehen. Und ist Westernis nicht vergleichbar mit der Gegend jenseits der Materiequellen von der immer wieder mal Beauftragte in "diese" Welt kommen um den "niederen" Wesen beizustehen?

Wenn man - sorry, wenn ich das jetzt so deutlich sage - nicht völlig verbohrt ist, dann wird man zu der Erkenntnis kommen müssen, dass SF und Fantasy sehr viel mehr gemeinsam haben als sie trennt. Meine Meinung.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland

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