Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

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Wie findet ihr den Zyklus im Vergleich?

Die PR-Serie erreichte mit dem Kosmischen Schachspiel ihren Höhepunkt.
2
9%
Interessanter/besser als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
8
36%
Schlechter als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
3
14%
Vergleichbar mit Apfelkuchen
9
41%
 
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Lord Valium
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Lord Valium » 17. Juni 2019, 21:02

Faktor10 hat geschrieben:danach das Gehirn klauen. Diesen Teilzyklus lese ich immer wieder sehr gerne. Eines der besten Teile der gesamten Serie.
Den fand ich in meiner Jugend,dritte Auflage,auch echt spannend
Ich bin nicht wie die Anderen...
Ich bin schlimmer...!!!

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Faktor10
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 17. Juni 2019, 21:04

:rolleyes:
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Yman
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 17. Juni 2019, 21:50

Bis jetzt haben wir

PR 600 Die unsichtbare Grenze (Kurt Mahr)
PR 601 Die falschen Mutanten (William Voltz)
PR 602 Der Sprung nach Luna (Clark Darlton)
PR 603 Planet der Ritterspiele (H.G.Ewers)
PR 604 Triumph der Gewalt (Ernst Vlcek)
PR 605 Sprung nach GALAX-Zero (Hans Kneifel)
PR 606 Marathon der Raumschiffe (Kurt Mahr)
PR 607 Arena Eiswelt (William Voltz)

Bis auf PR 602 und 603 sind die Romane in Silberband 68 enthalten. Darlton war extrem langweilig, kann man wirklich weglassen, und H.G.Ewers ist halt H.G.Ewers, sehr eigenwillig, humorvoll, teils philosophisch, fällt etwas aus dem Rahmen, aber weniger als Vlcek. Vlcek war brutal und zynisch, ist aber im Silberband.

Die Romane von Kurt Mahr fand ich einigermaßen spannend, aber etwas überraschend sehr unlogisch. Sehr spannend und gelungen fand ich die beiden Romane von William Voltz und den von Kneifel, am besten "Arena Eiswelt". Mir hat dieser Unterzyklus insgesamt gut gefallen, besonders mit dem Abschluss "Arena Eiswelt", aber ich hatte auch immer das Gefühl, es gab Koordinierungsprobleme bzw. schlechte Absprachen unter den Autoren oder fehlende Informationen in den Exposés und Datenexposés.

Jeder Autor schien eine andere Ansicht über die Vorgänge im Paralleluniversum zu haben, und in "Arena Eiswelt" weiß Rhodan plötzlich, dass ES ihn einer Prüfung unterzieht. Vielleicht habe ich es überlesen, aber woher weiß er das? Er vermutet es nicht länger, sondern er weiß es, und erst in "Arena Eiswelt" werden ES und Anti-ES namentlich genannt. Nur von Anti-ES weiß Rhodan nichts. Der Leser hat hier einen Vorsprung, denn er weiß, dass Anti-ES sich als ES ausgeben kann und darf.

Ich weiß immer noch nicht, wann genau die Manipulation im Paralleluniversum stattfand. Selbst wenn Rhodan II usw. falsche Erinnerungen haben, Anti-ES ist nicht so mächtig, das Gedächntnis aller Milchstraßenbewohner zu manipulieren, auch wenn eine derartige Story gerade in der aktuellen Erstauflage läuft. Irgendwo in den Romanen müsste es klar werden, wann genau die Manipulation stattfand, offenbar erst nach dem Orana Sestore II sich in Rhodan II verliebte, dessen Charakter sich dann plötzlich änderte.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Nisel » 17. Juni 2019, 22:29

Yman hat geschrieben:Ich weiß immer noch nicht, wann genau die Manipulation im Paralleluniversum stattfand. Selbst wenn Rhodan II usw. falsche Erinnerungen haben, Anti-ES ist nicht so mächtig, das Gedächntnis aller Milchstraßenbewohner zu manipulieren, auch wenn eine derartige Story gerade in der aktuellen Erstauflage läuft. Irgendwo in den Romanen müsste es klar werden, wann genau die Manipulation stattfand, offenbar erst nach dem Orana Sestore II sich in Rhodan II verliebte, dessen Charakter sich dann plötzlich änderte.
Gab es dieses Paralleluniversum vorher denn überhaupt?
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 17. Juni 2019, 23:00

Das ist die Frage.
Ich denke es wurde ab gespaltet und erst ab Band 600 wurde PR 2 böse. Alles davor war nur manipuliert von Anti ES. Ach ich weiß nicht, ist aber auch eigentlich egal. :rolleyes:
Die Autoren wussten wohl auch nicht so bescheid. Es war eine schlechte Exposé Führung.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von AARN MUNRO » 18. Juni 2019, 07:35

Faktor 10 schreibt:
und danach das Gehirn klauen. Diesen Teilzyklus lese ich immer wieder sehr gerne. Eines der besten Teile der gesamten Serie.
Ja, aber die technischen Darstellungen in Naupaum hatten mich enttäuscht. Die Technologie, abgesehen von der Gehirnchirurgie, lag doch weit hinter der Milchstraße zurück.Auch die RZn der Raumschiffe damals fand ich nicht so fetzig zu diesem Thema.Dennoch gefiel mir dieser Teil sehr gut, insbesondere die aufgebauten Charaktere, weil die Idee mit dem (Pehrtus)-Gehirn nicht schlecht war..
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Eric Manoli » 18. Juni 2019, 09:20

Ist schon interessant, also in meiner Erinnerung galt der Gehirnzyklus lange Zeit als einer zu dem man sich unter Fans lieber nicht bekennen sollte. :unsure:

Der erste an den ich mich wirklich erinnern kann war Wepe, damals noch mit "Siebenmeilen" - Zigarette. :D

Zeigt aber nur wieder das man bei PR für jeden Geschmack mindestens einen Zyklus finden kann. :st:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Nisel » 18. Juni 2019, 10:13

Doch, also die Story rund um Naupaum usw. fand ich spannend, da waren gute Geschichten dabei.


Was mich so ein wenig irritiert hat, war das Zusammenspiel am Anfang um Perrys Gehirn überhaupt erstmal auf den Weg zu bringen. Da haben so viele Faktoren zusammenpassen müssen, das kam mir seltsam vor.
Klar, es war ja so geplant vom großen Gegenspieler, aber dennoch, das hat mich irritiert.
Die Story an sich war gut und ich habs gern zweimal gelesen, einmal in den Silberbänden und später in den Heften.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Quinto » 18. Juni 2019, 10:23

Wie ich früher schon schrieb war Voltz für mich der beste Spannungsautor der Serie, der König der Duellromane. 607 ist leider sein letzter Roman dieser Sorte, wenn ich mich recht erinnere. Wie es sich gehört kämpfen hier Rhodan und sein zweites Ich gegeneinander, der eine mit Atlan, der andere mit Danton an seiner Seite. Meisterhaft, wie die Psychologie der Situation und der Personen ausgenutzt wird mit ihren Hoffnungen und Befürchtungen, wie sowohl die eine wie auch die andere Gruppe mit Rückschlägen kämpft, um dann alles auf den Endkampf der beiden Rhodans zuzuspitzen. Für einen Heftroman einfach großartig.

Meine Ansicht über diesen ersten der drei Zyklusteile war damals sehr gemischt. Einerseits eine recht flotte Handlung mit ordentlichen Heften, vor allem kurz und knackig gehalten ohne die Längen der drei Jahre zuvor. Überhaupt nicht gefallen hat mir die Figur Anti-ES und dieses Schachspiel, weil erstens ES aus der Rolle eines vorwiegend stillen Beobachters in die Rolle eines Handelnden getrieben wurde, was zuerst den Zauber dieser Figur beseitigte und schließlich, viel später, zu ihrem Ruin führte. Dann wurde ihr sogar noch eine "böse" Komponente beigefügt und drittens wurde die Menschheit von einem autonom handelnden Volk zu einem an Fäden hängenden Puppenvolk degradiert. Es war quasi der Auftakt zu dem endlosen "kosmischen" Gehampel hoher, höherer, höchster Mächte mit ihren Botschaften, Aufträgen, Ermahnungen, Bestrafungen späterer Zeiten. Dass es so kommen würde war damals noch nicht absehbar, und es wäre auch falsch, diesen Zyklus aus dem Rückblick zu beurteilen. Den Autoren in ihrer damaligen Situation erschien eine Handlung um die sehr beliebte Figur ES wohl als Rettungsanker aus einer ziemlich großen Verlegenheit.

Nur noch ein Gedanke dazu. Es ist das Kennzeichen gerade dieses Landes in dieser Zeit, alles und jedes unter moralischem Gesichtspunkt zu beurteilen. Das wird dem Leben in seiner ganzen Mannigfaltigkeit aber nicht gerecht und wer sich in der Geschichte ein wenig auskennt, der wird wissen, dass moralischer Rigorismus schon immer mehr Problem als Lösung war. Idealisten, einmal an der Macht, waren oft die schlimmsten Plagen. Hätte Platon, der erste bekannte Idealist, die Griechen regiert, sie hätten wohl nichts zu Lachen gehabt. So gesehen ist die ES- und Anti-ES-Handlung von äußerster gedanklicher Schlichtheit genau wie die damals entstandene Star-Wars-Geschichte mit der dunklen und der hellen Seite der Macht. Man hat in der späteren Serie versucht, den Kampf des Guten gegen das Böse, des Positiven gegen das Negative, des Lichts gegen die Dunkelheit umzudeuten in einen Konflikt zwischen Ordnung und Chaos. Das war aber auch nicht viel besser, man hatte sich in eine thematische Sackgasse manövriert.

Das Anti-ES-Thema wurde bekanntlich später in der ATLAN-Serie weiterverfolgt, habe ich aber nie gelesen.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 2. Juli 2019, 21:14

Längere Pausen beim Einstellen scheinen dem Thema nicht gut zu tun. Interessant ist allerdings auch die HOT-Methode:
HOT hat geschrieben:Also, ich habe mich entschlossen mit allen Interessierten zusammen den STERNENOZEAN zu lesen.

Ich mache es so:

1. Die Heftzusammenfassungen kommen aus der Perrypedia.
2. Bei mir gibt es immer dann einen Beitrag, wenn ich ein Heft gelesen habe, oder wenn ich dazu komme. Z.B.zwei Mal die Woche, mal einen Monat Pause, halt so, wie ich lese und Zeit habe.

Das sollte kein Problem sein, denn Ihr könnt ja sowieso immer dann kommentieren, wenn Ihr Lust und Zeit habt.
Prinzipiell ginge das hier natürlich auch so ähnlich. Bisher kamen aber alle Heftzusammenfassungen von mir selbst. So weit ich sehen kann, ist dieser hier einer der letzten Klassiker-Zyklen. Von Band 1 bis Band 2000 dürfte dann ziemlich alles durch sein.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 2. Juli 2019, 21:43

Probeweise können wir auch mal versuchen, jeweils zwei Romantitel auf einmal einzustellen:

Im Frühjahr 1973 erschienen Band 608 und Band 609 der Perry Rhodan Serie:

"Auf den Spuren der PAD" von Clark Darlton
"Operation Sternstunde" von H.G. Ewers


Nachfolgende Texte und Bilder wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen: Auf den Spuren der PAD, Operation Sternstunde
BildBild
Seit der Rückkehr der MARCO POLO aus dem Paralleluniversum sind 13 Tage vergangen. Die Mannschaft genießt ihre Freizeit und den wohlverdienten Urlaub. Doch dem Chefpsychologen Dr. Thunar Eysbert fällt auf, dass mit der Mannschaft eine Veränderung vor sich geht. Jede Form von Pflichtbewusstsein scheint in den Männern erloschen zu sein, nur noch die Hobbys sind wichtig. Und obwohl diese Krankheit auch ihn befallen hat, beschließt er, Perry Rhodan davon zu berichten.

Doch auch dieser ist im Urlaub, und so nimmt Eysbert Kontakt zu Gucky und Icho Tolot auf, die ebenfalls misstrauisch geworden sind, sich aber für die Symptome der von Eysbert PAD-Seuche genannten Krankheit nicht anfällig zeigen. Sie berichten Reginald Bull und Galbraith Deighton von ihrem Verdacht und beschließen, mit Rhodan Kontakt aufzunehmen. Doch dieser schlägt ihre Warnungen in den Wind und denkt nicht im Traum daran, seinen Urlaub auf den Fidschis zu unterbrechen und seinen Urlaubsflirt zu verlassen. Enttäuscht kehrt Gucky wieder zurück und versucht nun, Atlan zu finden.

In der Zwischenzeit verhalten sich einige Besatzungsmitglieder der MARCO POLO seltsam. Mart Hung-Chuin, seines Zeichens Chefphysiker des Raumschiffes, stürzt sich in seine Arbeit und missachtet Sicherheitsvorkehrungen, so dass er einen ganzen Forschungsasteroiden zur Explosion bringt. Bei Major Byerlin bricht plötzlich Rassismus aus, und er greift einen Springerstützpunkt an. Fellmer Lloyd schließlich, der auf Wolf 28 Urlaub macht, missachtet den Befehl zur schnellstmöglichen Rückkehr nach Terrania City, weil er seine Zeit lieber mit dem Sammeln von Mineralien verbringt.

Nach all diesen Vorfällen sind Atlan und Bull von der Existenz und der Gefährlichkeit der PAD-Seuche überzeugt. Sie beginnen damit, sämtliche 8000 Besatzungsmitglieder der MARCO POLO zu suchen und auf dem Mond in einer Quarantänestation unterzubringen, um sie besser beobachten zu können. Eine der ersten Erkenntnisse ist, dass sich die Symptome der Seuche durch bloße Willenskraft überwinden lassen, wofür Eysbert selbst das beste Beispiel ist.

Der einzige, der sich nach wie vor unbeeindruckt zeigt, ist Perry Rhodan, der weiterhin auf seiner Insel seinen Urlaub genießt.
Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu landen mit dem Leichten Kreuzer PORTO CERVO auf Tsittok, um drei Besatzungsmitglieder der MARCO POLO zurück zur Erde zu bringen. Doch als sie bei der Rückkehr vor dem verschlossenen Raumschiff einige Männer vorfinden, die lieber  Wikipedia-logo.png Karneval feiern wollen, steht fest: Die PAD-Seuche ist ansteckend. Erstmals hat sie auch Menschen befallen, die nicht in das Paralleluniversum mitgereist sind. Weil noch genug Gesunde unter der Mannschaft sind, kann das Raumschiff problemlos zurückerobert werden.

Rorvic will diese Erkenntnis sofort an Imperium-Alpha weitergeben und über Bordtransmitter dorthin abgestrahlt werden. Aber durch falsche Justierungsdaten gelangen er und a Hainu zufälligerweise in einen Stützpunkt der Aras, die sie gefangen nehmen und untersuchen. Dabei wird Tatcher die Erinnerung an die Ausbildung als Meisterdieb der Pai'uhn K'asaltic zurückgegeben. Er stiehlt einige Gegenstände, die ihnen bei der Flucht zurück auf die PORTO CERVO helfen. Im zweiten Versuch gelingt die Passage nach Imperium-Alpha. Dort erteilt ihnen Atlan den Befehl, Roi Danton zur Vernunft zu bringen, der im Schloss Versailles als Ludwig XIV. residiert. Verkleidet als  Wikipedia-logo.png Molière und  Wikipedia-logo.png Tartuffe dringen sie zu Roi Danton vor, der sich tatsächlich für den Sonnenkönig hält. Tatcher entwendet Rois Zepter und entdeckt ein Gerät, das offensichtlich die geistige Widerstandsfähigkeit der Terraner abschwächt. Nach dessen Zerstörung erwacht Danton und sein Verantwortungsgefühl kehrt zurück. Mittlerweile ist fast der ganze Planet Erde von der PAD betroffen, mit Ausnahme aller Lemurerabkömmlinge wie Arkoniden, Springern, Akonen sowie den Halutern.

Einige Lichtjahre von der Erde entfernt, treffen sich zur selben Zeit Vertreter der Springer, Antis, Akonen und Aras. Sie beschließen, die Schwäche der Erde auszunutzen und zu einem Vernichtungsschlag auszuholen. Mit der Operation Sternstunde planen sie den Vorstoß zur Erde und die Ermordung von Perry Rhodan und Atlan. Tatsächlich gelingt die Landung auf dem Mars und der Transmittertransport zur Erde. Weil Tatcher, von Atlan geschickt, in diplomatischer Mission den Chef der Springer-Sippe erpresst, gelangt er so als Meisterdieb im Schacherturm an eine Audiospule, die der misstrauische Vertreter Trutshar anfertigte. So können er und Rorvic im letzten Moment die Ermordung Atlans und des Großadministrators verhindern und die Attentäter in die Flucht schlagen. Noch im Solsystem vernichtet der ungewöhnlich aggressive Atlan das Schiff der Attentäter. Eine Auswertung NATHANS ergibt, dass auch sämtliche Lemurer-Nachkommen der PAD unterliegen, die bei ihnen allerdings andere Symptome zeigt und ihre Aggression steigert. Bald könnte möglicherweise die gesamte Milchstraße von der Seuche betroffen sein.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 2. Juli 2019, 22:12

Das ist der zweite Schlag von Anti ES. Er beging noch recht harmlos. H.G.E. war in guter Schreiberlaune. Die Tibis sind etwas unter durchschnitt. Ich bin bei der PAD etwas unsicher. Geniale Idee eigentlich, aber nach dem der Schwarm vor kurzem die Milchstraße verwüstet hat kommt nach kurzer Zeit die zweite Totalverwüstung. Beide Romane waren und sind gut zu lesen, sind aber normale –einmal gelesen, danke- Romane.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Eric Manoli » 2. Juli 2019, 22:17

Für mich war hier die Lösung das Problem.
Nach dem Spiegeluniversum war ich zu diesem Zeitpunkt fasziniert.
Aber ich mag Marsianer. :wub:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 2. Juli 2019, 23:02

Die Lösung fand ich gut
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 2. Juli 2019, 23:50

Faktor10 hat geschrieben:Das ist der zweite Schlag von Anti ES. Er beging noch recht harmlos. H.G.E. war in guter Schreiberlaune. Die Tibis sind etwas unter durchschnitt. Ich bin bei der PAD etwas unsicher. Geniale Idee eigentlich, aber nach dem der Schwarm vor kurzem die Milchstraße verwüstet hat kommt nach kurzer Zeit die zweite Totalverwüstung.
Ich bin da mal noch gespannt, aber ich lese im Moment zu viel querbeet. Aus der Erstauflage bin ich vorerst raus, das Mythos-Erde-Gedöns und das Herumgestolpere Rhodans auf der Ersatzerde interessiert mich einfach nicht. Sämtliche Hefte wurden entsorgt. Die nächste Baustelle ist der Cappin-Zyklus, da liegt noch ein Rest Hefte herum, der entsorgt werden will. Das Kosmische Schachspiel will ich auf jeden Fall lesen, auch Atlan im Auftrag der Kosmokraten. Überschaubar sind noch die Dunkelwelten-Trilogie und die Miniserie Mission SOL. Und dann wäre da noch PR NEO (zehn Versuche einzusteigen, meist aber nach 2-3 Bänden wieder Schluss). Und noch ein paar Atlan-Hardcover, evtl. auch noch Stellaris. Erstauflage voraussichtlich erst wieder mit Band 3050 oder 3100.

Mal so als Übersicht, aktuell nach Prioritäten:

1) Atlan im Auftrag der Kosmokraten
2) Das Kosmische Schachspiel
3) Die Cappins
4) Dunkelwelten
5) Mission SOL
6) PR NEO
7) Zeitabenteuer
8) Arkon-Trilogie
9) Stellaris
10) Erstauflage

Je schneller diese Liste kürzer wird, umso besser.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Eric Manoli » 3. Juli 2019, 11:30

Faktor10 hat geschrieben:Die Lösung fand ich gut
Das wiederum finde ich gut, zeigt es doch die Vielfalt der Serie und seiner Leser. :D
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Eric Manoli » 3. Juli 2019, 13:18

Also wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, so ist ein Ausbruch der PAD Seuche in der Theorie doch immer noch möglich, oder?
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 3. Juli 2019, 18:11

Ich habe den Zyklus noch nicht gelesen, ich bin nicht weiter als PR 608.

Gibt es hier noch andere Leute, die die Romane Woche für Woche tatsächlich von vorne bis hinten lesen? Oder tummeln sich hier nur noch Leser, die sich mehr oder weniger an die irgendwann mal gelesenen Romane erinnern?

Falls Letzteres zutrifft, würde ich die Romantitel sehr viel zügiger einstellen.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 3. Juli 2019, 18:47

Ich habe sie alle gelesen als sie rauskamen. Manche auch zwei Mal und beim Gehirnteil manche Hefte noch öfters. Dieser Teilbereich gehört zum meinen Lieblingen. Auch in dieser Runde lese ich die Hefte nochmal. Wohl nicht alle und oft werden sie nur überflogen. Mal so mal so.
Diese Antwort bring dich aber wohl nicht weiter. :D
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Eric Manoli » 3. Juli 2019, 19:09

Ich lese ebenfalls mindestens zum zweiten Mal. Danke Readfy kann ich spontan das lesen was gerade eingestellt wird.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 3. Juli 2019, 22:11

In letzter Zeit habe ich eher unregelmäßig gelesen und zum Kommentieren hat es leider nicht mehr gereicht. Mein Ziel ist aber doch ein Roman pro Woche.

Momentan bin ich bei Nr. 608. Hier stört mich einmal mehr das Hintergrundgeraune. Die Ausgangslage mit den veränderten Verhaltensweisen einiger Besatzungsmitglieder der MARCO POLO ist doch recht interessant, aber leider ist zu schnell klar, wer dahintersteckt. Trotzdem finde ich, daß Clark Darlton hier ein recht guter Roman gelungen ist, was zu dieser Zeit schon eher selten der Fall war. Schön, daß Rhodan mal ganz Mensch sein durfte.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von nanograinger » 3. Juli 2019, 22:40

Noch zu Band 607 "Arena Eiswelt" von William Voltz:

Ein absolut genialer Roman.

Voltz' Titelvorschlag war übrigens "Der Vierkampf". Und als solchen gestaltet er auch (wobei es mit ES und Anti-ES eigentlich ein Sechskampf ist aber die Strippenzieher kämpfen ja nicht im eigentlichen Sinn). Alle vier Protagonisten haben nahezu gleichwertige Rollen, und so wechselt die Perspektive zwischen diesen Vieren und der auktorialen Perspektive. Die wechselnden Perspektiven sind wunderbar verwoben, man fliegt förmlich von Protagonist zu Protagonist, wobei man während des Fluges die auktoriale Übersicht erhält um dann in den Kopf des nächsten Protagonisten einzutauchen.

Jeder Protagonist wird absolut überzeugend geschildert, wechselt von entschlossenem Handeln bald in Selbstzweifel, bald in Versuche durch Gespräche etwas zu erreichen, um sich immer mehr klar zu werden, dass er sich in einer Inszenierung befindet, weil immer wieder "Parallelität" oder Gleichgewicht hergestellt wird, wenn eine der Parteien einen Vorteil erreicht. Keiner schaltet die Individual-Schutzschirme ein, angeblich wegen Ortungsgefahr, aber zurecht sagt Danton II zu Atlan: "Usinn! ... Sie wissen, dass das Unsinn ist. Wir reden uns alle vier ein, das dies der Grund ist, aber in Wirklichkeit sind wir alle vier verrückt genug, um an eine höhere Bestimmung zu glauben. Wir sind überzeugt davon, dass wir vier diesen Kampf alleine austragen müssen.".

Den finalen Showdown inszeniert Voltz dann im Western-Stil (Jahre zuvor wollte er für den Verlag neben PR auch Western schreiben, was ihm Kurt Bernhardt dann "ausgeredet" hat). Rhodan I und II stehen sich gegenüber, Rhodan ii ist am rechten Arm verletzt und kann nur mit links die Waffe halten. Als Rhodan I anbietet, auch mit links zu schießen und die Waffe umstecken möchte zieht Rhodan II. Rhodan I ist schneller und trifft ihn in der Brust, Es bleibt noch Zeit für letzte Worte, wie es sich gehört. Insbesondere sieht Rhodan II ein, dass ihn sein Misstrauen letztlich die Chance auf ein faires Duell und das Leben gekostet hat. Sieg der Moral auf allen Seiten.

Im Übrigen wird in diesem Roman die Basis für die gesamte Voltz-Ära der Serie gelegt. Auf Seite 8 (erste Seite des eigentlichen Romans) werden die Handlungsgründe für ES geschildert:
"Sein (ES) Ziel ist es die Menschen aus dem Dunkel der Unwissenheit einer höheren Bestimmung zuzuführen. Dies geschieht schrittweise. Vor jedem Schritt muss sich die Menschheit einer Prüfung unterziehen."

Bestimmung, schrittweise, Prüfung. Das sind alles Elemente der kommenden Voltz-Ära.

Dann am Ende des Romans, Seite 65, werden die "Überlegungen" von ES fortgesetzt:
"Dabei weiß ES genau, daß eine Eroberung des Universums im technischen Sinne unmöglich ist. Die Unendlichkeit lässt sich nur geistig bewältigen. Das muss die Menschheit noch begreifen. Sie glaubt noch zu sehr an die technischen Möglichkeiten. .... Geistig lassen sich alle Räume ausfüllen, sogar das Universum."

Das ist nichts anderes als ein Manifest für die künftige PR-Serie und in weiterem Sinne für alle "outer space"-SF.
Yman hat geschrieben:...
Jeder Autor schien eine andere Ansicht über die Vorgänge im Paralleluniversum zu haben, und in "Arena Eiswelt" weiß Rhodan plötzlich, dass ES ihn einer Prüfung unterzieht. Vielleicht habe ich es überlesen, aber woher weiß er das? Er vermutet es nicht länger, sondern er weiß es, und erst in "Arena Eiswelt" werden ES und Anti-ES namentlich genannt. Nur von Anti-ES weiß Rhodan nichts. Der Leser hat hier einen Vorsprung, denn er weiß, dass Anti-ES sich als ES ausgeben kann und darf.
Voltz schreibt den Roman so, als hätte Anti-ES, sich als ES ausgebend, vor dem Roman mit Perry I und Atlan gesprochen, und ihnen erzählt, dass Perry seinen Antipoden Rhodan II "eigenhändig" töten muss, um die Prüfung zu bestehen und die Rückkehr ins bekannte Universum zu schaffen. (Die Formulierung "eigenhändig" setze ich deshalb voraus, um die künftige Erzählung von der Zeitkorrektur einen Sinn zu geben). Deshalb zögert Atlan an verschiedenen Stellen des Romans, Perry II anzugreifen. Beispiel S. 31:
"Da erkannte er (Atlan) Rhodan II.
Er zögerte.
ES hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass Rhodan selbst den Sieg über Rhodan II erringen musste, wenn er in seine Heimatgalaxis zurückkehren wollte."

Nur gibt es in den Vorgängerromanen kein solches Briefing von (Anti-) ES. Es hätte im Vorgängerroman drin sein müssen, weil dort ja erstmals die Idee genannt wird, dass man die Rückkehr bewerkstelligen könnte, wenn man Rhodan II tötet, was den Angriff auf die MP II motiviert. Aber in Band 606 ist von Anti-ES/ES keine Spur. Die Idee zum Plan zur Vernichtung der MP II geht laut Atlan auf eine "Paraabstrakt-Auswertung" zurück (S. 17/18 in Band 606). In dem Zusammenhang ist auch das Interesse Atlans an der Befreiung Dayko Sestores zu sehen (Band 605), der angeblich ein genialer "Paraabstrakt-Mechaniker" ist.

Offensichtlich hatten Mahr und Kneifel andere Expose-Informationen als Voltz. Das ist insofern kurios, als zu jener Zeit Mahr, Scheer und Voltz alle innerhalb weniger Kilometer Entfernung wohnten: Scheer in Friedrichsdorf, Mahr und Voltz in Heusenstamm.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 3. Juli 2019, 23:01

Lieber nanograinger du hast sehr interessante Aspekte eingebracht.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 4. Juli 2019, 22:44

nanograinger hat geschrieben:Noch zu Band 607 "Arena Eiswelt" von William Voltz:

Ein absolut genialer Roman.

Voltz' Titelvorschlag war übrigens "Der Vierkampf".
Wohl in Anlehnung an Scheers Roman "Der Zweikampf", der ja doch Pate gestanden hat für das Geschehen in der Arena Eiswelt. Bei Scheer bekämpften sich allerdings zwei Vertreter der guten Seite, wobei ich mir da nicht sicher war, wem meine Sympathien galten.

Bei Voltz ging es Gut gegen Böse, trotzdem konnte man zeitweise glauben oder sogar hoffen, daß die Bösen sich besinnen würden. Dann hätte es aber wohl für Rhodan I und Gefährten keine schnelle Rückkehr gegeben. Schöner Roman.

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nanograinger
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von nanograinger » 5. Juli 2019, 00:05

dandelion hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Noch zu Band 607 "Arena Eiswelt" von William Voltz:

Ein absolut genialer Roman.

Voltz' Titelvorschlag war übrigens "Der Vierkampf".
Wohl in Anlehnung an Scheers Roman "Der Zweikampf", der ja doch Pate gestanden hat für das Geschehen in der Arena Eiswelt. Bei Scheer bekämpften sich allerdings zwei Vertreter der guten Seite, wobei ich mir da nicht sicher war, wem meine Sympathien galten.

Bei Voltz ging es Gut gegen Böse, trotzdem konnte man zeitweise glauben oder sogar hoffen, daß die Bösen sich besinnen würden. Dann hätte es aber wohl für Rhodan I und Gefährten keine schnelle Rückkehr gegeben. Schöner Roman.
Hmm. Scheers "Der Zweikampf" hat einen ganz anderen Inhalt als dieser Roman. Wenn man schon "Parallelen" ziehen möchte, dann zum "Einsamen der Zeit" mit dem Kampf auf Hellgate. Sowohl Hellgate als auch D-Muner (was für ein seltsamer Name) sind lebensfeindlich, nur ist Hellgate eine heiße Wüstenwelt, D-Muner eine Eiswelt. Auf beiden Planeten ist eine unbemannte Station das Ziel und es ist beidesmal auch ein Wettrennen.

Soweit die Parallelen. Die Unterschiede liegen natürlich zuerst in den Akteuren. Wenn man Atlan und Roi Danton ausklammert (die aber viei zur Qualität von Voltz' Roman beitragen) dann ist Perry I nicht mehr der Perry aus Band 50. Er ist viel reifer und nachdenklicher, was aber teilweise der Situation geschuldet ist (Perry I weiß, dass er Perry II töten muss) als auch aus der unterschiedlichen Erzählpersektive (Band 50 ist bekanntlich als Ich-Erzählung Atlans geschrieben, sodass der Leser nie Perrys Perspektive einnimmt).

Perry II ist zwar nicht gerade sympathisch geschildert, aber auch bei weitem nicht so tollwütig wie in den Romanen der anderen Autoren (er beißt bspw. in keinen Teppich, allerdings ist auch keiner zur Hand). Er wird als skrupelloser Machtmensch geschildert, nicht angenehm, aber gerade deswegen rational. Kurioserweise sind es dann doch seine Emotionen, die sein Verderben bringen.

Und dann ist natürlich die globale Situation anders. Atlan möchte Perry nicht töten (und umgekehrt auch nicht). Es geht u.a. um die Sicherheit der Erde (deren Position dem Robotregenten noch nicht bekannt ist). Das ist zwar wichtig, aber nicht existentiell. Im Gegensatz dazu ist die Situation in Band 607 nicht nur existentiell für Rhodan sondern für die ganze Menschheit und letztlich für die ganze Mächtigkeitsballung (der Begriff existiert noch nicht) von ES. Mehr geht zu dieser Zeit eigentlich nicht. Dazu kommen die anderen Beteiligten, Atlan und Roi Danton, die beide die Gelegenheit haben, Perry II zu stoppen, es aber nicht tun, denn hier ist die "Bestimmung" am Drücker.

Viele Ähnlichkeiten zum "Einsamen der Zeit" also, aber auch viele Unterschiede. Aber beide Romane zählen zu den Highlights der Serie, keine Frage.

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