Klassiker - Die Cappins

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon dandelion » 18. August 2016, 14:51

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dandelion
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Noch mal eine Stimme aus der Vergangenheit und zwar von der LKS 561. Ein Leser schrieb da über den Cappin-Zyklus:

"Nach dem Dreihunderter-Zyklus kam sozusagen die "große Pleite". Die Romane sind manchmal alles andere als gute Science Fiction. Zwar sind die 'Ideen und Ansätze gut, aber sie werden von den Autoren unkoordiniert, zerfahren und teilweise langweilig dargestellt. Wie konnte es so weit kommen? Nur in manchen Bänden leuchtet schwach ein Stern aus vergangenen Erfolgen auf, so z.B. Heft 408, 433 und 487."

Das passt gut ins Bild vieler auch hier im Forum vertretenen Meinungen.

An die Nr. 408 und 433 habe ich gute Erinnerungen. Von der 487, die auch von Detlev G. Winter favorisiert wurde, habe ich so gut wie nichts im Gedächtnis behalten. Vielleicht sollte ich noch mal lesen.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 19. August 2016, 08:43

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In der ersten Hälfte des C-Zyklus gab es m. E. viele gute Romane. Vor allem die Bände um Olymp, das Ghost-System...überhaupt die Darstellung nach den tausend Jahren war recht gelungen. Aber: dunkle Dystopien a la Voltz, wenn der Zyklus schon begann mit Titeln "Menschheit im Zwielicht". GErade die Romane um Alaska und/oder Corello fand ich sehr faszinierend...Kytoma und die "Säulen ohne Schatten"...da wirft schon Einiges an späteren, kosmischen Themen seine Schatten voraus...
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon DelorianRhodan » 21. August 2016, 10:36

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Zum vorangegangenen Eintrag: Ob man da schon mit den Cynos plante?

Zum vorvorherigen Eintrag: Nr. 487 "Ich, der Ganjo" von William Voltz hat, unabhängig von der Qualität als Einzelroman, wohl keine großen Spuren hinterlassen.
Der Plot, dass ein Herrscher nach 200.000 Jahren immer noch sehnsüchtig erwartet wird, erscheint auch nicht sehr plausibel.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Richard » 21. August 2016, 12:26

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Richard
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Der Vertraute Moshaken hat die Information, dass Ovaron in 200.000 Jahren wieder kommen wird, in Gruelfin verbreitet; er wusste wohl um die Versetzung Ovarons in die - aus seiner Sicht - rund 200.000 Jahre in die Zukunft von Ovaron.

Und man hat ja in Gruelfin erlebt, dass sich rund um Ovaron eine Art Religion / Mythos gebildet hat, ich denke, Ovaron wurde dann zu eine Art "Ersatzheiliger/ oder meinethalben "Halbgott" fuer einen Grossteil der Ganjasen, die sich bei dessen Rueckkehr eine Verbesserung ihrer Situation erhofften.

Das Konzept der Wiederkehr gibts vermutlich auch bei uns in der einen oder anderen grossen Religion....

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 22. August 2016, 08:32

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Richard hat geschrieben:Der Vertraute Moshaken hat die Information, dass Ovaron in 200.000 Jahren wieder kommen wird, in Gruelfin verbreitet; er wusste wohl um die Versetzung Ovarons in die - aus seiner Sicht - rund 200.000 Jahre in die Zukunft von Ovaron.

Und man hat ja in Gruelfin erlebt, dass sich rund um Ovaron eine Art Religion / Mythos gebildet hat, ich denke, Ovaron wurde dann zu eine Art "Ersatzheiliger/ oder meinethalben "Halbgott" fuer einen Grossteil der Ganjasen, die sich bei dessen Rueckkehr eine Verbesserung ihrer Situation erhofften.

Das Konzept der Wiederkehr gibts vermutlich auch bei uns in der einen oder anderen grossen Religion....




...so habe ich es auch empfunden...der Ganjo is tso eine Art Messias, von dem allerdings ziemlich genau weiß, wann er kommen wird...im Gegensatz zu irdischen religionen...gerade die Moritatoren und andere Völker haben eine regelrechte Ersatzreligion daraus gemacht...vordergründig...vielleicht auch als Tarnung den Takerern gegenüber...
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon dandelion » 22. August 2016, 13:24

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dandelion
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Ersatzreligion mit Aussicht auf Befreiung vom takerischen Joch ist schon einleuchtend. Es hakt halt irgendwie an dem unendlich langen Zeitraum, in dem das Andenken an den Ganjo lebendig blieb. Dafür gibt es wohl keine schlüssige Erklärung, wobei auch die zweihundertausendjährige Herrrschaft der Takerer an sich schon kaum glaubhaft ist.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 22. August 2016, 17:29

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dandelion hat geschrieben:Ersatzreligion mit Aussicht auf Befreiung vom takerischen Joch ist schon einleuchtend. Es hakt halt irgendwie an dem unendlich langen Zeitraum, in dem das Andenken an den Ganjo lebendig blieb. Dafür gibt es wohl keine schlüssige Erklärung, wobei auch die zweihundertausendjährige Herrrschaft der Takerer an sich schon kaum glaubhaft ist.




...diese langen Zeit-Erinnerungsebenen ziehen sich notorisch durch die ganze Serie: Kollektiverinnerungen schädigen ganze Völker: die Maahks sind traumatisiert durch den Methankrieg, denn der ist ja erst 10.000 Jahre her...(Ironie...!).
Die Skoars und Okefenokees taumeln seit 70.000 Jahren psychisch am Abgrund...und die Gruelfin-Völker vergöttern eben ihren "Ganjo wird kommen"...seit 200.000 Jahren. Kollektivwünsche/vorstellungen und Ängste ziehen sich (auch bei SI übrigens: "s. "Gelber Meister") über Äonen hinweg durch die Serie, eben auch bei ganzen Völkern...nimm BARDIOC z.B. Wie lange schlief er...und träumte er seine Ängste usw. Oder Ordoban...
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon palmerwmd » 7. April 2017, 00:58

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Einer meiner Lieblings zyklen (Neben den 300ern).

Der Ist Zustand war relativ logisch bescrieben. Die technologisceh Entwicklung relativ konsequent (obwohl manchmal autoren Schwarzschild reaktoren als grosse Neuerung des jahres 3440 anprisen wenn diese doch bestimmt binnen 20-30 Jahren Nach dem Sieg ueber die Uleb in allen Neubeuten der Solaren Flotte drin wahren, etc)

Die Infrastructur eines grossen Sternenreiches war auch schluessig beschrieben, wie sonst erst wieder in den Fruehen 600ern.
Die Abenteuer in Gruelfin hatten ernste Inhalte (Voelkermord etc) und das war auch realistisch.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 7. April 2017, 08:33

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palmerwmd hat geschrieben:Einer meiner Lieblings zyklen (Neben den 300ern).

Der Ist Zustand war relativ logisch bescrieben. Die technologisceh Entwicklung relativ konsequent (obwohl manchmal autoren Schwarzschild reaktoren als grosse Neuerung des jahres 3440 anprisen wenn diese doch bestimmt binnen 20-30 Jahren Nach dem Sieg ueber die Uleb in allen Neubeuten der Solaren Flotte drin wahren, etc)

Die Infrastructur eines grossen Sternenreiches war auch schluessig beschrieben, wie sonst erst wieder in den Fruehen 600ern.
Die Abenteuer in Gruelfin hatten ernste Inhalte (Voelkermord etc) und das war auch realistisch.




Wobei die ersten fünfzig Bände ja multithematisch waren. dadurch wirkten sie vielfältig, spannend aber auch etwas zerfasert und aufgesplittert (wie die Menschhheit :D ). Erst mit der Einführung des Todessatelliten und den Cappins forcierte und bündelte sich die Handlung (endlich einmal wieder). Das geschah aber leider erst in den 430er Bänden.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Onot » 7. April 2017, 09:54

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AARN MUNRO hat geschrieben: Wobei die ersten fünfzig Bände ja multithematisch waren. dadurch wirkten sie vielfältig, spannend aber auch etwas zerfasert und aufgesplittert (wie die Menschhheit :D ). Erst mit der Einführung des Todessatelliten und den Cappins forcierte und bündelte sich die Handlung (endlich einmal wieder). Das geschah aber leider erst in den 430er Bänden.

Aber gerade die erste Hälfte des Zyklus erinnerte mich durch das "Umeinanderdrehen" der verschiedenen Handlungsstränge an die ersten Zyklen der Hefte 1 bis 150. Ich finde 400-449 - gegenüber 450-499 - absolut klasse.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 7. April 2017, 10:20

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Onot hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben: Wobei die ersten fünfzig Bände ja multithematisch waren. dadurch wirkten sie vielfältig, spannend aber auch etwas zerfasert und aufgesplittert (wie die Menschhheit :D ). Erst mit der Einführung des Todessatelliten und den Cappins forcierte und bündelte sich die Handlung (endlich einmal wieder). Das geschah aber leider erst in den 430er Bänden.

Aber gerade die erste Hälfte des Zyklus erinnerte mich durch das "Umeinanderdrehen" der verschiedenen Handlungsstränge an die ersten Zyklen der Hefte 1 bis 150. Ich finde 400-449 - gegenüber 450-499 - absolut klasse.




Ich auch. Dass die Handlungen multithematisch waren, tat ja der Spannung und der guten Erzählung keinen Abbruch. Vom Ghost-System über Olymp bis zu Corello oder den Accalauries war alles wirklich gut erzählt. Dichte Darstellung, völlig überzeugend. dazu kamen noch die Probleme mit den neuen Sternenreichen der Menschheit.Hier wurde PR erst einmal so "richtige" SF.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon palmerwmd » 9. April 2017, 06:02

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Ja, die fruehen 400 hatte mehr komplexe Handlungsebenen .....und auch die schillerned Figur des Ribald Corello wurde kreiert.

Aber der start mit einem Klasse Schiff ( Marco Polo) in eine ferne Galaxie und dort den in langer Arbeit aufklarung treiben das hat mir sogar noch mehr gefallen.

PS: ...der Roman um den Weltraum Zirkus auf Olymp war z. T. gelungene Komodie
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon GECP » 9. April 2017, 12:28

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palmerwmd hat geschrieben:PS: ...der Roman um den Weltraum Zirkus auf Olymp war z. T. gelungene Komodie


Es ist schade, daß es dieses Heft nicht in die (Hör-)Bücher geschafft hat. Ich fand die Geschichte um Big Vip Poster gar nicht so schlecht.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon AARN MUNRO » 10. April 2017, 08:36

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palmerwmd hat geschrieben:Ja, die fruehen 400 hatte mehr komplexe Handlungsebenen .....und auch die schillerned Figur des Ribald Corello wurde kreiert.

Aber der start mit einem Klasse Schiff ( Marco Polo) in eine ferne Galaxie und dort den in langer Arbeit aufklarung treiben das hat mir sogar noch mehr gefallen.

PS: ...der Roman um den Weltraum Zirkus auf Olymp war z. T. gelungene Komodie




...einige Folgebände nach Band 450 waren aber etwas dröge, bis endlich Action 'reinkam...
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 7. Februar 2018, 19:43

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PR 401 Aufbruch ins All (William Voltz)
PR 402 UFOS in der Galaxis (Clark Darlton)
PR 403 Die Straße der Container (H.G. Ewers)

Nach dem furiosen Auftakt PR 400 von K.H. Scheer mit einem Zeitsprung von fast 1000 Jahren geht es relativ bescheiden weiter. Das erste Abenteuer zeigt die Rücksichtslosigkeit des neuen Feindes, des Imperiums Dabrifa, im Roman personifiziert durch einen sadistischen Neffen des Imperators.

Die ihm unterstellten Wissenschaftler, die den Einsatz eines Verdummungsstrahlers vorbereiten, sind zwar beinahe nur Mitläufer, aber auch nur beinahe. Sie bereiten die Vernichtung einer 1000 Jahre alten terranischen Kolonie vor, die ihre Ursprünge vergessen hat, und deren Planet bzw. Mond nun dem Imperium Dabrifa einverleibt werden soll. Die Wissenschaftler erhalten dann aber ihre gerechte Strafe, da sie selbst durch den Verdummungsstrahl getroffen werden. Ich fand es etwas unrealistisch, dass das Schiff der Wissenschaftler so schnell in die Sonne flog und nichts mehr unternommen werden konnte.

Der Flug der vier Saparen an Bord ihres Primitivraumschiffs, auch wenn er vom Mond des Planeten zum Planeten selbst führte, wies einige Parallelen zur Handlung von PR 1 auf, wo Rhodan mit drei weiteren Männern an Bord der STARDUST ein ähnliches Unternehmen durchführte und auf ähnliche Schwierigkeiten stieß. Diese Parallelen waren natürlich beabsichtigt, und es ist schade, dass dieser gute Roman nicht in die Silberbände aufgenommen wurde.

Perry Rhodan (an letzter Stelle im Hauptpersonenkasten) spielte eine Hauptrolle in dem Roman, aber keine wesentliche. Sein Name wurde erst ganz am Ende genannt. Eigentlich wäre es besser gewesen, den Namen gar nicht nennen, denn Rhodan gilt als tot, und es ist sehr wahrscheinlich, dass Dabrifa neue Leute in das System schicken wird, um herauszufinden, was passiert ist. Willi Voltz hat auch wieder so eine Idee, den Neffen des Imperators irgendwie psychisch umzuprogrammieren, um ihn in die Gesellschaft wieder eingliedern zu können. Auch das ist nicht besonders klug von Rhodan, denn Dabrifa wird sicher nach seinem Neffen suchen lassen.

PR 402 war sehr langweilig. Lord Zwiebus, Gucky und die Accalauris konnten mich nicht wirklich begeistern. Die Accalauris sind sehr gefährlich, Gucky und Zwiebus machen trotzdem ihre Späßchen, Rhodan hat ein neues Flaggschiff, die INTERSOLAR, aber der Roman war trotzdem langweilig. An der INTERSOLAR scheint nichts Besonderes zu sein, außer, dass sie von Emotionauten geflogen werden kann.

Ich war sehr erstaunt, dass der allererste Emotionaut, Harl Dephin, Chef des Paladins, noch lebt, ohne Zellaktivator. Die Zellaktivatorträger wurden etwas dezimiert: Nur noch Rhodan, Bully, Adams, Tifflor, Fellmer Lloyd, Ras Tschubai, Goratschin und Atlan sind übrig. Gucky hat den Aktivator Mory Abros bekommen.

Perry Rhodan (an erster Stelle im Hauptpersonenkasten) spielt auch in diesem Roman eine Hauptrolle, aber keine wesentliche. Er lässt es sich eben nur nicht nehmen, wieder einmal persönlich mit seinem neuen Flaggschiff einer Sache nachzugehen.


PR 403 war wieder recht gut. Mit der Figur des Hubert Selvin Maurice hat Perry Rhodan einen interessanten Counterpart bekommen. HSM ist mit diesem Roman schon interessanter als ein Allan D. Mercant es jemals war. Es geht wieder in den Kampf gegen das Imperium Dabrifa, und eine weitere interessante Figur hat ihren Auftritt: Der Vario-500 in der Maske des Freihändler-Kaisers Anson Argyris. Olymp ist nun eine wichtige Welt, die über eine Transmitterverbindung mit dem in der Relativzukunft versteckten Sol-System in Verbindung steht. Diese Idee finde ich sehr clever.

Damals war aber auch die Idee dieser Container-Abfertigung noch recht neu. Die heute sehr bekannten 40-Fuß-ISO-Container, die es heute millionenfach gibt, gab es damals, als die Romane geschrieben wurden, noch nicht sehr lange, und die Hafenstadt Hamburg unterschied sich, was den Umschlag von Waren anging, sehr von dem heutigen Hamburg mit der hochmodernen Container-Abfertigung.

Perry Rhodan (wieder an erster Stelle im Hauptpersonenkasten) spielt auch in diesem Roman eine Hauptrolle, aber keine wesentliche. Die wesentlichen Hauptrollen spielten Hubert Selvin Maurice und Kaiser Anson Argyris.

Ich bekomme nun fast Lust, die beiden Miniserien PR-Terminus (mit Verbindung zum Cappin-Zyklus) und PR-Olymp zu lesen, aber es muss ja auch erst einmal hier weiter gehen. Der Cappin-Zyklus fängt mit den ersten drei Bänden nach PR 400 nicht gerade überwältigend an, aber ich bin trotzdem interessiert, wie es weitergeht.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Faktor10 » 7. Februar 2018, 20:24

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Kaiser Anson Argyris wird uns lange erhalten bleiben
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 7. Februar 2018, 20:29

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Weil der Cappin-Zyklus bis auf PR 400 und 450 nur von Voltz, Darlton, Ewers und Kneifel geschrieben wurde, bin ich nun sehr gespannt, wie sich die Autoren weiterentwickeln, welcher Autor bei welchem Thema bleiben wird, wer die besten Romane schreibt, usw.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Soulprayer » 8. Februar 2018, 00:58

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Es wurde in den >250 <300 Bänden irgendwo geschrieben, dass Siganesen relativ lange leben je kürzer sie werden.
Spoiler:
Lemy Danger (222,11mm) starb bspw mit 868 Jahren.
Harl Dephin (16,43cm) wurde 1431 Jahre alt.


Bleib auf jeden Fall dran, es wird besser. :-)
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Richard » 8. Februar 2018, 05:01

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Richard
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Nun .. da gibt es spaeter betreffend der Siganesen weitere Begebenheiten,die ....

Spoiler:
Deutlich später - im Cantarozyklus - werden die Siganesen von rein bevoelkerungsmaessig deutlich dezimiert (auf eine 3stellige Zahl!) und die durchschnittliche Lebensdauer wird ebenfalls reduziert - auf ca. 250 Jahre wenn ich mich richtig erinnere.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Arthur Dent » 8. Februar 2018, 08:56

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Arthur Dent
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Yman hat geschrieben:...
Ich bekomme nun fast Lust, die beiden Miniserien PR-Terminus (mit Verbindung zum Cappin-Zyklus) und PR-Olymp zu lesen, aber es muss ja auch erst einmal hier weiter gehen. Der Cappin-Zyklus fängt mit den ersten drei Bänden nach PR 400 nicht gerade überwältigend an, aber ich bin trotzdem interessiert, wie es weitergeht.

Wenn Du den Schwarm-Zyklus nicht kennst, wirst Du allerdings durch Terminus kräftig gespoilert werden. Die Mini-Serie hat eben nicht nur Verbindung zum Cappin-Zyklus.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Günther Drach » 8. Februar 2018, 10:05

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Die hohe Lebenserwartung der Siganesen wird tatsächlich schon sehr früh erwähnt:

Meine Lebenserwartung beläuft sich nach den Angaben unserer Wissenschaftler auf etwa achthundert bis neunhundert Jahre. So ganz genau kann es aber noch niemand sagen, da ich zur letzten Reifegeneration zähle. Es gibt noch keine praktischen Erfahrungen über die Lebensspanne für Leute aus meinem Geburtsjahrhundert.
(Lemy Danger in PR150 -- das zweite Auftreten eines Siganesen in der Serie)
Wie die Wissenschaftler so etwas postulieren können -- keine Ahnung.

Arthur hat recht -- Terminus spoilert den Schwarmzyklus extrem, da fallen nebenbei wichtige Fakten dieses Zyklus. Deshalb würde ich dir auch empfehlen, diese Miniserie frühesten nach dem Schwarm zu lesen. Wenn überhaupt.

Mich persönlich haben die ersten fünfzig Bände des 400er Zyklus von der Konzeption an die Anfänge der Serie erinnert. Ein hübsches Potpourri, viele Erzählstränge
Spoiler:
Dabrifa, Accalaurie, der Sonnensatellit, Zeitreisen, Cappins ...
und viele Figuren, die uns doch recht lange begleiten würden
Spoiler:
Alaska Saedeleare (auch deshalb würde ich Terminus zurückstellen -- Alaska sollte man aus Willi Voltz' Hand kennenlernen), Anson Argyris, Ribald Corello, Joak Cascal, Nos Vigeland, ...

(Hubert Selvin Maurice mochte ich übrigens auch sehr gerne, auch wenn Ewers sie doch sehr dosiert einsetzt (vielleicht auch deshalb?).)
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

"Well, there's only one way to end a story, really."
"Don't tell me: Happily ever after?"
"That's the one"

-- Hob Gadling to Gwen (from Neil Gaiman's Sandman)

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Soulprayer » 8. Februar 2018, 10:44

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Ich habe PR-Terminus vorher gelesen, obwohl ich die 400 noch nicht erreicht habe.
Hat mich jetzt in der Hinsicht nicht ganz so abgehalten ;)
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 8. Februar 2018, 18:41

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Günther Drach hat geschrieben:Arthur hat recht -- Terminus spoilert den Schwarmzyklus extrem, da fallen nebenbei wichtige Fakten dieses Zyklus. Deshalb würde ich dir auch empfehlen, diese Miniserie frühesten nach dem Schwarm zu lesen. Wenn überhaupt.


Ich habe Terminus schon gelesen und auch zu jedem Roman etwas gepostet. :rolleyes:

Aber ich hätte Lust, Terminus noch mal zu lesen, muss aber auch nicht sein. Olymp habe ich noch nicht gelesen.

PR 404: Die Piraten-Lady[

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 16. Mai 1969 erschien der 404. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Die Piraten-Lady

Handlung

Am 8. Februar 3432 trifft der transmittergeschädigte Logiker Alaska Saedelaere auf Quinto-Center ein, um Atlan bei der Beobachtung der drei feindlichen Großreiche Imperium Dabrifa, Carsualscher Bund und Zentralgalaktische Union zu unterstützen. Mitten in das Gespräch platzt ein Anruf der Piratin Tipa Riordan, in dem sie Atlan bittet, sich mit ihr am 12. Februar auf Olymp zu treffen. Den Grund verrät sie nicht.

Während der Vorbereitung eines Angriffes auf ein dabrifanisches Waffenlager zehn Stunden zuvor erhielt die Piratin einen Notruf eines ihrer Schiffe, das von einem sechzig Meter durchmessenden Kugelraumschiff angegriffen wurde. Die schnell zur Hilfe herbeieilende DREADFUL, das Flaggschiff der Piratin, kommt jedoch zu spät und findet nur noch Trümmer und drei Überlebende vor.


Das klingt wirklich sehr interessant. Leider fehlt mir ausgerechnet dieser Roman.

Quinto hat geschrieben:Nummer 404 ist ein Roman, dessen Inhalt nebensächlich ist, der aber Lesevergnügen der besonderen Art bietet. Da wäre zunächst die neue Hauptperson Tipa Riordan, keine der sattsam bekannten Schönheiten sondern eine durchsetzungsfähige alte Frau mit überbordendem Selbstbewusstsein und allerlei technischem Schnickschnack in ihrem Stock. Der Maskenträger Alaska Saedelaere entpuppt sich ebenfalls als Volltreffer, wie sich später zeigte. Die Fähigkeit der damaligen Autoren, interessante neue Figuren zu gestalten und zu entwickeln, ist beeindruckend.


Bei Lord Zwiebus bin ich mir da nicht so sicher, aber da ist etwas Wahres dran. Alaska Saedelaere und Ribald Corello haben ja noch ihre großen Momente im Altmutantenzyklus.


PR 405: Die Marionetten von Astera

Heiko Langhans hat geschrieben:Am Freitag, dem 23. Mai 1969, erschien der 405. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Marionetten von Astera

Handlung
Der Geheimdienstchef von Astera, Knud Kunutson, hat eine Alarmmeldung an die Solare Abwehr geschickt. Auf dem Planeten gehen merkwürdige Dinge vor: Menschen in Schlüsselpositionen verhalten sich plötzlich wie Marionetten. Perry Rhodan schickt die CANIS VENATICI, ein altersschwaches Raumschiff der Freihändler mit dem Agenten Norman Yoder in den Einsatz, um den Vorgängen auf den Grund zu gehen. Es besteht der Verdacht, dass Ribald Corello hinter der Sache steckt.


Auch das klingt superinteressant, aber leider war es dann doch nicht so toll. Yoder ist Rhodan selbst. Warum geht Rhodan selbst in den Einsatz? Das macht überhaupt keinen Sinn. Man stelle sich nur einmal vor, Ribald Corello übernimmt nicht bloß die gesamte Bevölkerung von Astera, sondern auch den frisch eingeflogenen Rhodan und schickt ihn als Marionette ins Sol-System zurück.

Über Corello erfährt man sehr wenig, außer, dass er eine Korvette besitzt und in der Lage ist, Tausende von kleinen Verstärkerkegeln einzusetzen, die den Planeten mit einem flächendeckenden Gitter überziehen.

Rhodan plant dann schnell ein Unternehmen, um die Kegel auszuschalten, und beordert 100 Schiffe herbei. Corello flieht. Da ist nicht viel passiert, der Roman war höchstens durchschnittlich. Immerhin hat Rhodan nun einen blauen Nacken, wo ihn die Vögel erwischt haben. Die Vögel waren keine schlechte Idee, aber auch etwas zu wenig, um eine durchgehende Spannung aufzubauen. Vögel und Kegel, Corello selbst tritt nicht in Erscheinung.

Heiko Langhans hat geschrieben:Erster Auftritt von Joaquin Manuel Cascal, einer Kneifel-Figur, an der sich die Geister scheiden. Ich mochte ihn. In der Heftserie bleibt er uns bis Nr. 582 erhalten und hat noch zwei Auftritte im Taschenbuch-Doppler 121 und 122.


Cascal ist also Kneifels neue Figur für diesen Zyklus, nachdem Vivier Bontainer den Zeitsprung von 1000 Jahren nicht überlebt hat. Verglichen mit Bontainers schillerndem ersten Auftritt in PR 352 ist Cascal in diesem Roman eine sehr farblose Figur, die ich nicht vermissen würde.

Jörg Isenberg hat geschrieben:
Faktor10 hat geschrieben:Ich mag die Art wie Hans Kneifel schreibt eigentlich nicht, so was von nicht, aber der Roman war ok.
Und R C war einer der besten Gestallten in PR.


Mit dem Cappin-Zyklus bin ich eingestiegen, so mitten in den 70ern des vorigen Jahrhunderts. Im Nachhinein kommt mir der Zyklus so vor wie das poppig-psychedelische Konzentrat der Serie, was ja auch dem Zeitgeist der späten 60er geschuldet ist. Hans Kneifel hat diesen Zeitgeist vollumfänglich transferiert, wie ich finde. Das Penthouse Flair inkl. flauschiger Teppiche, Kunst, Kultur, Musik, schöne Frauen, die obligatorischen Streifzüge durch das Nachtleben Terranias (u.a.), Kippen und diverse Alkoholika, die schicken Klamotten, die geilen (Gleiter-)Schlitten, (und immer dezent bewaffnet und mit reichlich Kleingeld in den Taschen) ... Seine mit playboyhaften Zügen versehenen Protagonisten führten ein interessantes Leben, gell. Sie waren stets ein wenig geheimnisvoll, markant, hartgesotten, interessant, mit einer latent durchschimmernden Lebenserfahrung, cool und professionell. Natürlich waren sie Kneifelsche Stereotype, aber sie agierten z.T. in faszinierenden Settings und machten das urbane Leben des 35. Jahrhunderts zum Zielpunkt einer überschäumenden Phantasie - aus dem Blickwinkel einer nostalgischen Rückschau betrachtet.
Über den Schreibstil Kneifels habe ich mir seinerzeit nicht die geringsten Gedanken gemacht, das war mir sowas von schnuppe (und das betraf auch alle anderen PR-Autoren). Die Inhalte zählten und das Rhodan-Feeling, und damit war aus meiner Sicht alles in Butter.
Und ja, RC war und ist eine der besten Gestalten des PR-Universums. Allerdings hätte er meiner Meinung nach am Ende des Zyklus über die Klinge springen müssen. Er hatte einfach zu viel Dreck am Stecken.


Diese Aussicht auf den Cappin-Zyklus gefällt mir. Das Nachtleben Terranias kommt hoffentlich noch. Corello kann gerne noch lange bleiben. Ich habe gerade einige Romane des Altmutanten-Zyklus über ihn gelesen, die mir sehr gut gefallen haben.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 8. Februar 2018, 20:41

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PR 406: Nachricht aus der Zukunft

Heiko Langhans hat geschrieben:Am Freitag, dem 30. Mai 1969, erschien der 406. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Nachricht aus der Zukunft


Die erste Hälfte des Romans spielt auf Ertrus, wo jemand von der SolAb eine Nachricht von der Erde abfängt und vernichtet und der Erde eine Warnung zukommen lässt, und die zweite Hälfte spielt logischerweise auf der Erde, wo insbesondere die Telepathen Lloyd und Gucky herauszufinden versuchen, wer diese Nachricht nach Ertrus geschickt hat.

Ich fand den Roman ziemlich schwach. Keine übertriebenen Gucky-Späßchen, Clark Darlton hält sich zurück, das war sehr angenehm, aber es kommt keine richtige Spannung auf.

Die Bände 405 und 406, zwei schwache Romane von Kneifel bzw. Darlton, haben es beide zurecht nicht in die Silberbände geschafft.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 8. Februar 2018, 21:16

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Yman
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Langschläfer hat geschrieben:
Mi.Go hat geschrieben:
Langschläfer hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Ynkelonium. So ziemlich die verquerste Idee von KHS ...

Zumindest auf den vorderen Plätzen, ja... :D

Und was erscheint euch daran so verquer ? :unsure:

Das ganze Ding.

- die Idee es könne nicht mit Antimaterie zerstrahlen, weil es keine Antimaterie-Entsprechung (kein Anti-Ynkelonium) gebe. Bei der Annihilationsreaktion reagieren aber nicht Elemente, sondern Elementarteilchen (Protonen, Neutronen, Elektronen) mit ihren AM-Entsprechungen (Anti-Protonen, Anti-Neutronen, Positronen).
- das die aus Antimaterie bestehenden Accalauries allein in Anwesenheit von Ynkelonium, in einem ansonsten mit Normalmaterie-Gas gefüllten Tunnel auf ihren Schutz gegen Kontakt mit Normalmaterie (Energiefelder) verzichten können.
- das dieses Zeug angeblich nur an einem Platz im Universum vorkäme, nämlich auf Maverick. Und der liegt rein zufällig in der Milchstraße. (Später findet man dann noch ein Vorkommen auf Hertosch, zufällig ebenfalls in der Milchstraße...)


Den Roman selbst muss ich noch lesen, aber so verquer ist die Idee von Ynkelonium nicht. Es stimmt zwar, dass nicht Elemente (Atome), sondern Teilchen-Antiteilchen-Paare annihilieren, aber die Perry-Rhodan-Physik ist ja durch diese Hyper-Anteile ganz anders als die reale Physik, und warum sollte Ynkelonium nicht auf hyperphysikalischer Ebene so verändert sein, dass es nicht mit Antiteilchen reagiert?

Dass Ynkelonium nur auf Maverick und Hertosch gefunden wird, beide Planeten "zufällig" in der Milchstraße, ist auch nicht gesichert.

Mit den Accalauris gibt es nun bereits drei Probleme für Perry Rhodan:

1. Die abtrünnigen feindlichen Sternenreiche ehemaliger Kolonien.
2. Ribald Corello.
3. Die Accalauries.

Die Accalauries kann ich noch nicht einschätzen, aber ich habe das komische Gefühl, dass dies ein Thema ist, das ursprünglich vielleicht für Kurt Mahr gedacht war und dann bei Clark Darlton gelandet ist. :lol:

Zu Ertrus fällt mir noch ein: Im letzten Zyklus waren die Ertruser, z.B. Melbar Kasom und Oro Masut, zwei überragende Kämpfer auf der Seite unserer Helden, nun hat sich das sehr schnell gedreht. Da hatte KHS keine Hemmungen gehabt. Ein bisschen verquert ist diese Idee der umweltangepassten Menschen auch. In so hoher Schwerkraft müssten die Menschen doch eher klein sein, nicht so groß wie die Ertruser.
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