Was bin ich für ein Nostalgiker?

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Was bin ich für ein Nostalgiker?

Scheer-Nostalgiker, PR 1-673 (Beispiel: Die Vario-Zeitfalle ff bis zur Rückkehr in die "Gegenwart", PR 264-279)
46
37%
Voltz-Nostalgiker, PR 674-1211 (Beispiel: Geschichte BARDIOCs und Bildung von THERMIOC u.a., PR 850-867)
41
33%
Vlcek-Nostalgiker PR 1212-1800 (Beispiel: Klone, Romulus und Tifflors Neyscuur-Expedition, PR 1438-1444)
8
6%
Feldhoff-Nostalgiker PR 1800-2504 (Beispiel: Zeitreise in Tradom, "Reich der Güte", PR 2169-2175)
6
5%
Keine Angabe ("Jungleser" und Unentschlossene)
23
19%
 
Abstimmungen insgesamt : 124

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon old man » 28. April 2019, 11:56

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old man
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Oh, dann habe ich mich getäuscht. Ich dachte, gelesen zu haben, er sei "die größte Katastrophe, die PR je passiert ist". Muss am Alter liegen. B-)
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon dandelion » 28. April 2019, 15:29

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old man hat geschrieben:Oh, dann habe ich mich getäuscht. Ich dachte, gelesen zu haben, er sei "die größte Katastrophe, die PR je passiert ist".


Na, ich denke, die größte anzunehmende Katastrophe wäre die Einstellung der Serie. ;)

William Voltz war so um die Nr. 1000 wohl auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Ob er sich deshalb als "Starautor" gefühlt hat, glaube ich eher nicht. Die Bezeichnung wurde sicher vom Verlag erfunden.
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Klaus N. Frick
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old man hat geschrieben:Das war wohl Schelwokat.



Dieser Text wurde sicher von Günther M. Schelwokat geliefert. Ob er in der Redaktion noch verändert wurde, kann heute natürlich niemand mehr sagen.

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon StLoup » 28. April 2019, 16:30

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StLoup
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
123Kid hat geschrieben:Sagen wir es mal so: Wenn die Serie kein Geld mehr einbringt, wird der Verlag sie einstellen. So einfach ist das.


Das klingt selbstverständlich, ist aber sehr interessant: Die Popularität der Serie ist eine Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt fortgeführt wird. Wie diese Fortsetzung gestaltet wird, orientiert sich folglich auch an den Erwartungen daran, was künftig gelesen und gekauft wird. Die Diskussionen im Forum darüber, welche Erwartungen man an die Serie heranträgt, geben hier vermutlich Hinweise, die sich wiederum mit der Entwicklung der Verkaufszahlen abgleichen lassen.

Dies ist bei anderen Genres nicht so, wenn nämlich die ästhetischen/literarischen/poetischen Grundüberzeugungen so stark sind, dass jeder Blick auf Markt und Publikum unterbleibt.

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon AARN MUNRO » 30. April 2019, 09:33

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AARN MUNRO
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123Kid hat geschrieben:Nichts anderes habe ich gemacht.
Und seine Meinung kundzutun habe ich auch nicht in Frage gestellt, ihr aber widersprochen da sein Analogie für mich nicht schlüssig ist und es in meinen Augen eher dazu dient hier eine wichtige Person der Serie runter zu machen.
Beim letzten Mal hatte er den aktuellen Autoren eine Söldnermentalität nachgesagt, nun ist Voltz die größte Katastrophe der Serie?



Voltz hat das Solare Imperium zerschlagen und die ganze Serie von leichter konservativer SF auf "progressiv" umgestellt ... das war mit meiner Aussage zu "moderner"SF gemeint. Waren die ersten dreihundert Bände nah an Doc Smith oder Heinlein ... so wurden sie ab dem Konzils-Zyklus "kosmischer" und weniger militärisch. Voltz war ja auch KDV.Im Gegensatz zu KHS ...das äußerte sich eben auch in der SF ... etwa der Versuch, die LFT ohne Flotte aufzustellen, nach der Rückkehr Terras aus dem Mahlstrom. Hat NICHT funktioniert.
Und wir alle ändern uns im Laufe der Zeit ... so hat eben meine Weltsicht auf WiVo kritisch zugenommen.Daran ist nichts widersprüchlich. Lies genauer, was ich schreibe.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon AARN MUNRO » 30. April 2019, 09:38

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AARN MUNRO
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old man hat geschrieben:Das war wohl Schelwokat.
WiVo wurde von den Fans geliebt und verehrt. Er selber war eher bescheiden.
Ich frage mich, wieso immer wieder diese Versuche aufkommen, ihn kleiner zu machen, als er war, nämlich DER PR-Autor. Das bricht doch niemandem anderen einen Zacken aus der Krone. Da kann man doch einfach mal stolz drauf sein, dass wir so einen hatten, und froh.
Mein Lieblingsautor, rein von der Sympathie her, ist übrigens Walter, und bei dem wird gern vergessen dass er die Serie miterfunden hat.



Walter war sehr sympathisch ... auf jedem Con usw. Seine Schreibart ist allerdings nicht jedermanns Sache.Ohne Gucky war er besser. Seine eigenen Romane außerhalb der PR-Serie waren ebenfalls lesbar.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 30. April 2019, 10:26

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LaLe
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So kann man das sagen, ja.

PR 702 - Das Stummhaus ist für mich noch immer ein absolutes Serienhighlight.
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nanograinger
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AARN MUNRO hat geschrieben:....
Und wir alle ändern uns im Laufe der Zeit ... so hat eben meine Weltsicht auf WiVo kritisch zugenommen.Daran ist nichts widersprüchlich. Lies genauer, was ich schreibe.

Ich glaube, der "Kid" las schon genau, was du geschrieben hast. Und er hat sich auch nicht grundsätzlich dazu geäußert, dass du deine Sichtweise auf Voltz im Laufe der Jahre geändert hast, das ist ja allein deine Sache. Es geht vor allem um den Satz,
AARN MUNRO hat geschrieben:...Für mich ist Voltz heute die größte Katastrophe, die dem Perryversum je zustieß

insbesondere, da du vorher Voltz sebst bescheinigst, dass er die Serie "in die Richtung der 'modernen' SF" geführt hat.

Es ist völlig egal, ob du persönlich die "leichte konservative SF" der "modernen SF" bevorzugst, ob du Raumschlachten lieber magst als psychologische Romane. Das ist ganz allein deine Sache. Aber die Aussage mit der "größten Katastrophe" ist einfach Unsinn.

Ohne Voltz hätte die Serie vermutlich Band 1000 gar nicht erreicht. Scheer hatte keine Ideen mehr und war körperlich ausgebrannt, ständig krank, schaffte es später öfters nicht einmal, die Datenexposes rechtzeitig zu liefern, was zu Problemen mit Widersprüchen zu den Voltz-Exposes führte. Dazu kam, dass offensichtlich die Serie in einer Krise war, auch was den Verkauf anging, sonst hätte man nicht den Schwarm-Zyklus abgebrochen. Voltz war der einzige Autor, der in der Lage war, die Serie weiterzuführen. Und er hat dies nicht nur einfach gerade so hinbekommen, sondern die Chance genutzt, völlig neue Stories zu entwerfen und damit neue Leserschichten zu erschließen, die vermutlich ansonsten nie dauerhaft zu Perry Rhodan gefunden hätten. Es liegt natürlich auch an der Demografie, aber die Serie war nie erfolgreicher als zur Zeit von Voltz' Regie (Anfang 80er Jahre dann 5 Auflagen, Atlan-Serie, Taschenbücher ohne Ende).

Das sind Fakten, die du gerne ignorieren kannst, aber deshalb bleiben sie doch bestehen. Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 30. April 2019, 11:03

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nanograinger hat geschrieben:Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.

Wie auch der Umstand, dass die Serie mit den Chronofossilien eher dem Ende entgegen taumelte als dass sie die erreichten Höhen hätte halten können. Nicht umsonst wird Arndt Ellmer mit der Aussage zitiert, dass Willi über ein Serienende zu Band 1500 zumindest nachdachte.
Und an diesem Umstand hakt die Aussage von der "größten Katastrophe, die dem Perryversum zustieß" ein. Da kann man sich an der Wortwahl stören, die Aussage dahinter kann ich durchaus nachvollziehen.

Mit den 1300ern und sehr viel stärker mit den Cantaro wurde ein massiver Kurswechsel vorgenommen, der so mit Willi vermutlich nicht möglich gewesen wäre. Zumindest waren die Geschichten gänzlich andere als er sie zuletzt erzählte.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon Eric Manoli » 30. April 2019, 12:22

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LaLe hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.

Wie auch der Umstand, dass die Serie mit den Chronofossilien eher dem Ende entgegen taumelte als dass sie die erreichten Höhen hätte halten können. Nicht umsonst wird Arndt Ellmer mit der Aussage zitiert, dass Willi über ein Serienende zu Band 1500 zumindest nachdachte.
Und an diesem Umstand hakt die Aussage von der "größten Katastrophe, die dem Perryversum zustieß" ein. Da kann man sich an der Wortwahl stören, die Aussage dahinter kann ich durchaus nachvollziehen.

Mit den 1300ern und sehr viel stärker mit den Cantaro wurde ein massiver Kurswechsel vorgenommen, der so mit Willi vermutlich nicht möglich gewesen wäre. Zumindest waren die Geschichten gänzlich andere als er sie zuletzt erzählte.
Weil also die Überlegungen von WiVo, zu einer Zeit als es ihm schon schlechter ging, nicht mehr so positiv im Sinne der Serie waren, eine Behauptung übrigens die einfach ohne Zusammenhang in den Raum gestellt wurde und nd deshalb ruhig bezweiflelt werden darf, deshalb darf man ruhig der Meinung sein das WiVo eine Katastrophe für die Serie war?

Irgendwie ist auch dein zeitlicher Ansatz, was das wirken am Exposé angeht, weiter oben in meinen Augen korrekt angezweifelt worden. Aber auch das scheint bei der Katastrophenüberlegung keine Rolle zu spielen.

Oder?
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon old man » 30. April 2019, 16:49

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AARN MUNRO
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nanograinger hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:....
Und wir alle ändern uns im Laufe der Zeit ... so hat eben meine Weltsicht auf WiVo kritisch zugenommen.Daran ist nichts widersprüchlich. Lies genauer, was ich schreibe.

Ich glaube, der "Kid" las schon genau, was du geschrieben hast. Und er hat sich auch nicht grundsätzlich dazu geäußert, dass du deine Sichtweise auf Voltz im Laufe der Jahre geändert hast, das ist ja allein deine Sache. Es geht vor allem um den Satz,
AARN MUNRO hat geschrieben:...Für mich ist Voltz heute die größte Katastrophe, die dem Perryversum je zustieß

insbesondere, da du vorher Voltz sebst bescheinigst, dass er die Serie "in die Richtung der 'modernen' SF" geführt hat.

Es ist völlig egal, ob du persönlich die "leichte konservative SF" der "modernen SF" bevorzugst, ob du Raumschlachten lieber magst als psychologische Romane. Das ist ganz allein deine Sache. Aber die Aussage mit der "größten Katastrophe" ist einfach Unsinn.

Ohne Voltz hätte die Serie vermutlich Band 1000 gar nicht erreicht. Scheer hatte keine Ideen mehr und war körperlich ausgebrannt, ständig krank, schaffte es später öfters nicht einmal, die Datenexposes rechtzeitig zu liefern, was zu Problemen mit Widersprüchen zu den Voltz-Exposes führte. Dazu kam, dass offensichtlich die Serie in einer Krise war, auch was den Verkauf anging, sonst hätte man nicht den Schwarm-Zyklus abgebrochen. Voltz war der einzige Autor, der in der Lage war, die Serie weiterzuführen. Und er hat dies nicht nur einfach gerade so hinbekommen, sondern die Chance genutzt, völlig neue Stories zu entwerfen und damit neue Leserschichten zu erschließen, die vermutlich ansonsten nie dauerhaft zu Perry Rhodan gefunden hätten. Es liegt natürlich auch an der Demografie, aber die Serie war nie erfolgreicher als zur Zeit von Voltz' Regie (Anfang 80er Jahre dann 5 Auflagen, Atlan-Serie, Taschenbücher ohne Ende).

Das sind Fakten, die du gerne ignorieren kannst, aber deshalb bleiben sie doch bestehen. Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.



Ich bestreite niemals "Fakten" und bestehende Leistungen.Wie ich schon sagte, führte Voltz die Serie in Richtung moderner SF ... was aber nicht jedem gefiel.Natürlich gab es fünf Auflagen usw. ... dann kam das Heftesterben ... die PC-Games machten wohl vieles richtig, was Perry nicht mehr richtig machte ...nicht zu leugnen ist, dass die Serie unter Voltz pazifistischer wurde ...
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Eric Manoli
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AARN MUNRO hat geschrieben: ...nicht zu leugnen ist, dass die Serie unter Voltz pazifistischer wurde ...


Was dir nicht gefällt und deshalb ist Voltz die Katastrophe?
Sorry, ich halte das nicht für einen Weg aus der Nummer mit der Katastrophen wieder raus zu kommen.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 09:31

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Eric Manoli hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.

Wie auch der Umstand, dass die Serie mit den Chronofossilien eher dem Ende entgegen taumelte als dass sie die erreichten Höhen hätte halten können. Nicht umsonst wird Arndt Ellmer mit der Aussage zitiert, dass Willi über ein Serienende zu Band 1500 zumindest nachdachte.
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Weil also die Überlegungen von WiVo, zu einer Zeit als es ihm schon schlechter ging, nicht mehr so positiv im Sinne der Serie waren, eine Behauptung übrigens die einfach ohne Zusammenhang in den Raum gestellt wurde und nd deshalb ruhig bezweiflelt werden darf, deshalb darf man ruhig der Meinung sein das WiVo eine Katastrophe für die Serie war?

Zur Wortwahl (darum geht es doch bei der "Katastrophe", andere hätten vom Ende der Serie gesprochen) hatte ich mich geäußert. Und der Zusammenhang ist doch offenkundig. Die Serie schien auf dem absteigenden Ast (als ich die Lücke ab Heft 1000 schloss, quälte ich mich regelrecht durch die Bände bis 1299) und verlor sich zunehmend in einer pazifistisch-esoterischen Sackgasse namens Chronofossilien. Und dass diese Ausrichtung auf Willi zurückging kann man IMO nicht ernsthaft bezweifeln. Beginnend mit Band 1000 wurde darauf hingearbeitet. Und wieso Behauptung? Im Hinblick auf Willis Äußerung wird Arndt Ellmer derart zitiert.
Irgendwie ist auch dein zeitlicher Ansatz, was das wirken am Exposé angeht, weiter oben in meinen Augen korrekt angezweifelt worden. Aber auch das scheint bei der Katastrophenüberlegung keine Rolle zu spielen.

Oder?

Von der grundlegenden Zyklenplanung bis zum einzelnen Exposé ist es ein ziemlich langer Weg. Würde ich meinen. Und diese Planung wird nicht mit jedem einzelnen Exposé über den Haufen geworfen. Hoffe ich mal. Und bei all diesen Überlegungen spielten für mich mehr offizielle Angaben denn eigene Überlegungen/Spekulationen eine Rolle. Wenn du die anzweifeln willst, tu das ruhig. Bis sich deine Zweifel bestätigt haben, beziehe ich mich jedoch weiter darauf.
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LaLe schreibt:
Spoiler:
und verlor sich zunehmend in einer pazifistisch-esoterischen Sackgasse namens Chronofossilien. Und dass diese Ausrichtung auf Willi zurückging kann man IMO nicht ernsthaft bezweifeln. Beginnend mit Band 1000 wurde darauf hingearbeitet.


Das ist ja auch meine Kritik an Voltz ...
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old man hat geschrieben:Ich glaube, ich habs kapiert. Ich war Kriegsdienstverweigerer. :pfeif:
Ich muss mir eine SF-Heftromanserie für Leute wie mich suchen...gibt es sowas?
Mann, das hätte man mir vor 40 Jahren sagen sollen, all die verschwendete Zeit...



Perry war früher beim Bund sehr beliebt ... viele meiner Kameraden lasen ihn ...
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Eric Manoli
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Dann bitte ich mal vorsorglich um Entschuldigung, das die Sachlage für euch soo klar ist, daß ist natürlich etwas anderes.

Ich persönlich meine es anders erlebt zu haben und bleibe daher bei meiner Ansicht, mit der ich, wie zu lesen ist, auch nicht alleine bin.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<
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Eigentlich geht es in diesem Thread ja darum, welche Phase der Serie einem persönlich am meisten zusagt.
Und m.E. ist es möglich, dies zu äußern, ohne Andere, zu denen man weniger Zugang fand, niederzumachen. :rolleyes:

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 13:08

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Eric Manoli hat geschrieben:Dann bitte ich mal vorsorglich um Entschuldigung, das die Sachlage für euch soo klar ist, daß ist natürlich etwas anderes.

Ich persönlich meine es anders erlebt zu haben und bleibe daher bei meiner Ansicht, mit der ich, wie zu lesen ist, auch nicht alleine bin.

Man kann Aussagen der Autoren natürlich für alternative Fakten oder gar Fake News halten. Alternativ darfst du hier gerne mitteilen wie du das erwähnte Gespräch zwischen Willi und Arndt so ganz persönlich erlebt hast. Ich nehme an, du warst dabei?

Oder bist du gar Willis bislang unbekannter Ghostwriter, der die angezweifelten Exposés schrieb?
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LaLe hat geschrieben:Man kann Aussagen der Autoren natürlich für alternative Fakten oder gar Fake News halten. Alternativ darfst du hier gerne mitteilen wie du das erwähnte Gespräch zwischen Willi und Arndt so ganz persönlich erlebt hast. Ich nehme an, du warst dabei?

Oder bist du gar Willis bislang unbekannter Ghostwriter, der die angezweifelten Exposés schrieb?


Du bist wirklich lustig. :nein:

Ansonsten würde es mir wahrscheinlich schon helfen, wenn mir jemand einen Link nennen würde, wo ich die Aussage von Arndt einfach selbst nachlesen könnte.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 15:50

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Mir würde bei der Pflege eines freundlicheren Umgangstons helfen, Aussagen meinerseits zu Zitaten Offizieller nicht als bloße zusammenhanglose Behauptung zu bezeichnen. ;)

Ansonsten hilft dir evtl. dieser Link -> Die Perry Rhodan Chronik - Biografie der größten Science Fiction-Serie der Welt Band 3: 1981–1995

Wenn ich das richtig erinnere, tauchte die Aussage dort auf.

Oh, dieser Link ist auch nicht schlecht -> 1500 Bände Arndt Ellmer.
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LaLe hat geschrieben:
Oh, dieser Link ist auch nicht schlecht -> 1500 Bände Arndt Ellmer.

Hach, ich erinnere mich, und der Roman war auch nicht schlecht. Ich habs aber auch mal auf ner LKS lange davor gelesen...
...und ich muss mal kurz OT gehen wg. Arndt.
Ich war vor PR ja Mythor-Leser. Da war Werbung drin fürs PRM, ich habe alle Ausgaben verschlungen, und in einer davon war "Piwitt" von einem gewissen Wolfgang Kehl, ich weiss den Namen der Story noch heute, weil sie sehr gut war. Hat dann noch ein bissl gedauert, aber ich hab mich total gefreut, als er PR-Autor wurde. Mir fehlt er sehr. Ich mochte seinen Stil.
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Mmm, ich sage ja auch manchmal, dass dieses oder jenes in den nächsten Jahren sein Ende findet, aber nun werde ich mir das wohl in Zukunft gut überlegen, wen dann soetwas daraus wird...

Danke
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 16:16

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Bei Arndt war ich immer sehr zwiegespalten.

Er war einerseits ein grundsolider Autor, der für mich ein gewisses Niveau nur selten unterschritt, andererseits aber auch eher selten für Highlights sorgte. Als Beispiele hierfür würde ich jetzt mal "Kleiner Stern von Chatria", "Rico" oder "Die Erben der Machraban" anführen.

Probleme hatte ich immer mit seiner Art von Humor (gerade während seiner Einstiegszeit wo er sich zu meinem Leidwesen mit einem Horst Hoffmann oder Thomas Ziegler in dieser Frage nicht viel tat) oder wenn er versuchte Kugeln mit Kuben zu vergleichen oder Durchmesser und Radius gerne mal synonym verwendete.

Am besten gefielen mir ansonsten seine Ausflüge in den Cthulhu-Mythos.
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Was ist eigentlich mit den VM-Nostalgikern? Lässt sich da bereits einordnen, wofür die Epoche Vandemaan/Montillon stehen wird?
Vermutlich wird in erster Linie die Atopen/Thez/Scherungsgeschichte im Fokus bleiben?
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