Was bin ich für ein Nostalgiker?

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Was bin ich für ein Nostalgiker?

Scheer-Nostalgiker, PR 1-673 (Beispiel: Die Vario-Zeitfalle ff bis zur Rückkehr in die "Gegenwart", PR 264-279)
46
37%
Voltz-Nostalgiker, PR 674-1211 (Beispiel: Geschichte BARDIOCs und Bildung von THERMIOC u.a., PR 850-867)
41
33%
Vlcek-Nostalgiker PR 1212-1800 (Beispiel: Klone, Romulus und Tifflors Neyscuur-Expedition, PR 1438-1444)
8
6%
Feldhoff-Nostalgiker PR 1800-2504 (Beispiel: Zeitreise in Tradom, "Reich der Güte", PR 2169-2175)
6
5%
Keine Angabe ("Jungleser" und Unentschlossene)
23
19%
 
Abstimmungen insgesamt : 124
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old man
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:D Nimm Marianne noch dazu, und Du hast meine Lieblingsautoren dieser Phase. Wir haben da doch einige Unterschiede im Geschmack. Und ich war ja nicht nur ZdL, nein, die Physik war mir auch schon immer egal. Ich sags ja: Es ist mir selbst ein Rätsel, wieso ich 40 Jahre PR-Fan war... :unschuldig:
Ich war aber auch ehrlich gesagt eher ATLAN-Leser, als PR so um 1100 rum war. Und ATLAN blieb ich bis zum Schluß treu, bei PR nicht so sehr.
Falls ich jetzt wieder bei PR rausfalle, poste ich meine Rereads der ATLAN-Hefte im dortigen Unterforum trotzdem weiter, die machen wieder einen solchen Spaß!
Zuletzt geändert von old man am 2. Mai 2019, 16:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 16:22

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LaLe
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Marianne war großartig. :wub: Ihr Anteil daran, dass ich den Linguiden-Zyklus so großartig finde ist essentiell.

Und was die Unterschiede zwischen uns beiden angeht, ich bin alles andere als ein "Physiker vom Dienst". Für die Nummer mit den Körpern und 2r=d reichen grundlegende mathematische Kenntnisse.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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old man
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Den muss ich noch nachholen, ich hab im Cantaro-Zyklus aufgehört, nachdem sie die ZA-Träger ermordet hatten. :P Und nur noch gesammelt. Dann war irgendwann ATLAN zuende, da sind die letzten Bände der Hammer gewesen, und ich bin mit Thoregon wieder eingestiegen, die große Leere hab ich nur so am Rande mitgekriegt.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 2. Mai 2019, 16:44

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LaLe
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Bei der Großen Leere hat Arndt auch noch Highlights abgeliefert. "Beauloshairs Netz", "Jaobouramas Opfergang" und "Finale im Sheokorsystem" gehören zu den wirklich großartigen Arcoana-Romanen. :st:
Die Katze grinste.
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old man
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Ich denke wir brauchen eine Art ... ich weiss nicht... äh...Nostalgie-Thread oder sowas. :D
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Ce Rhioton
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old man hat geschrieben:Ich denke wir brauchen eine Art ... ich weiss nicht... äh...Nostalgie-Thread oder sowas. :D


Mit Titel "Früher war alles besser!"?
Gute Idee. :unschuldig:
Wenn die These stimmt, werden wir in 20 Jahren von den heutigen Zyklen begeistert schwärmen.
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nanograinger
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LaLe hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Die Leistungen Voltz' für die Serie sind unbestreitbar.

Wie auch der Umstand, dass die Serie mit den Chronofossilien eher dem Ende entgegen taumelte als dass sie die erreichten Höhen hätte halten können. Nicht umsonst wird Arndt Ellmer mit der Aussage zitiert, dass Willi über ein Serienende zu Band 1500 zumindest nachdachte.
Und an diesem Umstand hakt die Aussage von der "größten Katastrophe, die dem Perryversum zustieß" ein. Da kann man sich an der Wortwahl stören, die Aussage dahinter kann ich durchaus nachvollziehen.

Mit den 1300ern und sehr viel stärker mit den Cantaro wurde ein massiver Kurswechsel vorgenommen, der so mit Willi vermutlich nicht möglich gewesen wäre. Zumindest waren die Geschichten gänzlich andere als er sie zuletzt erzählte.

Zunächst einmal stelle ich fest, das du (und auch Aarn) die Leistungen von Voltz nicht bestreitest. Nun führst du an, dass angeblich die Serie "mit den Chronofosssilien" "dem Ende entgegen taumelte". Das halte ich für eine schon grandios überzeichnete Übertreibung, für die du nichts außer deiner Meinung anführst (zu Arndt Ellmers Kommentar komme ich noch). Ich bin gerne dazu bereit, über dieses Thema zu diskutieren (aber nicht hier), nur hat das eigentlich nichts mit der Bemerkung zur "größten Katastrophe" zu tun.

Denn du und Aarn (wobei ich nicht sicher bin, ob Aarn wirklich der gleichen Meinung wie du ist) macht doch Folgendes: In der Beurteilung von Voltz' Schaffen blendet ihr die nachweisbaren Leistungen aus und begründet eure Aussage auf einer rein persönlichen Interpretation/Wertung seines Spätwerks und der vermuteten Konsequenzen daraus (die aber gar nicht eintraten). Genauso gut könnte man bei diesem Vorgehen behaupten, dass Scheer die größte Katastrophe gewesen sei, die der Serie je passierte. Das wäre offensichtlich genauso großer Unfug.

Sich in seiner Bewertungen von einem negativ empfundenen Aspekt leiten zu lassen und alle anderen Aspekte auszublenden, ist ein Verhalten, das ein anderer Forist in einer Diskussion von Fantasy und SF in einem anderen Thread mit einem Begriff versehen hat, den ich hier nicht wiederholen werde, weil ich ihn für persönlich angriffig halte. Aber du, LaLe, wirst schon wissen, was ich meine. B-)

Nun noch zu Arndt Ellmers Aussage, dass Voltz über ein Serienende bei Band 1500 "nachdachte". Im Interview von 2012 (dessen Link du netterweise gepostet hast) steht: "Willi selbst sah die Grenzen des damaligen PERRY RHODAN-Kosmos bei Band 1500." Über diese Aussage und Variationen davon ist schon ziemlich oft diskutiert worden. Klar ist zunächst mal Folgendes: Voltz gehörte die Serie nicht, er war Angestellter, wenn auch ein sehr wichtiger. Er hätte nicht einfach die Serie beenden können. Er hätte natürlich den Job als Expokrat (und Autor) aufgeben können, aber das wäre es auch schon gewesen. Die Serie wäre sicher weitergelaufen (wie sie auch weiterlief, als Voltz starb), weil sie den Besitzern Geld einbringt, so einfach ist das.

Aber vollkommen unabhängig von diesen schnöden Fakten, solltest du auch realisieren, dass "über das Ende nachdenken" keineswegs dasselbe ist, als das Ende einzuleiten und durchzuführen. Und wenn Voltz die Grenzen des damaligen PR-Kosmos bei Band 1500 sah (wir reden von der Zeit um Band 1150 herum), dann ist damit keineswegs gesagt, dass er die Grenzen nicht einfach erweitert hätte, genauso, wie es die anderen Expokraten auch gemacht haben.

Man kann unendlich darüber spekulieren, wie die Serie weitergegangen wäre, wenn Voltz nicht im Alter von 46 Jahren gestorben wäre (so früh, zumindest ich bin inzwischen einige Jahre älter), aber es wird bei der Spekualtion bleiben: Keiner weiß es, und keiner kann es wissen, und ich vermute, dass selbst Voltz es nicht wusste (als er noch nicht davon ausgehen musste, dass er nur noch kurze Zeit leben würde).
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nanograinger
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Gerade im Forum gesucht und Folgendes gefunden:

Inge Mahn gibt hierzu wie folgt Auskunft:

"Zu den immer wieder auftretenden Spekulationen, dass Willi Voltz die Perry Rhodan Serie mit Band Nr. 1500 hätte beenden wollen, möchte ich kurz antworten. Ich habe keine Ahnung, wer einen solchen Unsinn in die Welt gesetzt hat.
Spekuliert wurde immer und manchmal mag es auch gut sein; es gehört einfach zu einer solchen Serie. Grundsätzlich wollte Willi die Serie so lange fortsetzen, wie die Leser Interesse zeigen. Warum sollte er sie beenden wollen? Er hatte noch viele Ideen, deren Ausarbeitung vermutlich enige 100 Bände in Anspruch genommen hätte und ich bin sicher, dass er diese Aufgabe mit Freude weiterhin übernommen hätte, wenn er die Gelegenheit dazu gehabt hätte. Sicher verlief die Exposéarbeit nicht immer ohne Probleme und ich kann mich erinnern, dass Willi an den Verlag schrieb und Druck machte, weil die Mitarbeit seitens der Autoren, aber auch vom Verlag, nicht immer funktionierte. Aber beenden? Nein! Abgesehen davon hatte Willi nicht die Position, eine Serie wie Perry Rhodan einfach zu beenden. Das wäre immer noch die Sache des Verlags gewesen. Und dort wollte man natürlich auch, dass es weitergeht. "
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papaman
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Auf jeden hat der Wandel der Serie weg von reiner Weltraum Ballerei mit Sieg des ach so armen aber gewieftem Dritte Macht Pakt mehr als gut getan. Das steht mal fest. Zumal nicht nur der allgemeinen Entwicklung der SF hinterher gerannt wurde sondern etwas ganz eigenes entstand. Das ist bei aller Meckerei nicht zu vergessen. Finde ich zumindest.

Einführede Worte, bald mehr. Ich muss in die Heia, Frühdienst.

Liebe Grüße

Carsten
The Golden Age of Science Fiction....nothing like that! Besonders als Schlichtleser.
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old man
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Zu dem 1500er - Gerücht. Ich bin mir sehr sicher, dass ich das bereits relativ früh nach Willis Tod auf einer LKS gelesen habe, d.h. Arndt muss nicht der Urheber sein, es könnte auch HoHo gewesen sein.
Das wäre nützlich, wenn wir mal so einen Infopool aufmachen, wo wir solche Statements der LKS-Onkel zusammentragen, die man eintragen könnte, wenn man grad mal ein altes Heft wiederliest damit das nicht verloren geht. Pre-Internet war das für mich die einzige Infoquelle, d.h. ich habe mir immer ziemlich gut gemerkt, was da kommentiert wurde, aber man vergisst es halt nach ein paar Jahrzehnten. Ich habe da keinen Überblick, aber vielleicht könnte einer der Leute, die die Perrypedia machen da weiterhelfen?
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AARN MUNRO
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papaman schreibt:
Spoiler:
Auf jeden hat der Wandel der Serie weg von reiner Weltraum Ballerei mit Sieg des ach so armen aber gewieftem Dritte Macht Pakt mehr als gut getan.


Finde ich nicht!Nach dem Schwarmzyklus, der noch halbwegs heldenhaft war, als die Solare Flotte STATO II verteidit.e, wurde ja schon hundert Hefte später das SI von Voltz demontiert und die Laren brachen in die Milchstraße ein.Von da an ging der Terraner nur noch auf Schleichfüßen und zuckte bei jedem Geräusch zusammen, das um die galaktische Ecke kam.Nach wie vor halte ich persönlich daher die Scheer-Ära für die Beste. Rein persönlicher, subjektiver Geschmack natürlich.Anderen Lesern und Fans mag es anders gehen.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
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Eric Manoli
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nanograinger hat geschrieben:Gerade im Forum gesucht und Folgendes gefunden:

Inge Mahn gibt hierzu wie folgt Auskunft:
Spoiler:
"Zu den immer wieder auftretenden Spekulationen, dass Willi Voltz die Perry Rhodan Serie mit Band Nr. 1500 hätte beenden wollen, möchte ich kurz antworten. Ich habe keine Ahnung, wer einen solchen Unsinn in die Welt gesetzt hat.
Spekuliert wurde immer und manchmal mag es auch gut sein; es gehört einfach zu einer solchen Serie. Grundsätzlich wollte Willi die Serie so lange fortsetzen, wie die Leser Interesse zeigen. Warum sollte er sie beenden wollen? Er hatte noch viele Ideen, deren Ausarbeitung vermutlich enige 100 Bände in Anspruch genommen hätte und ich bin sicher, dass er diese Aufgabe mit Freude weiterhin übernommen hätte, wenn er die Gelegenheit dazu gehabt hätte. Sicher verlief die Exposéarbeit nicht immer ohne Probleme und ich kann mich erinnern, dass Willi an den Verlag schrieb und Druck machte, weil die Mitarbeit seitens der Autoren, aber auch vom Verlag, nicht immer funktionierte. Aber beenden? Nein! Abgesehen davon hatte Willi nicht die Position, eine Serie wie Perry Rhodan einfach zu beenden. Das wäre immer noch die Sache des Verlags gewesen. Und dort wollte man natürlich auch, dass es weitergeht. "


Vielen Dank, diesen Beitrag habe ich nicht gefunden.
Deinem Vorbeitrag stimme ich ebenfalls zu, so ähnlich wollte ich es auch formuliert
haben.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 11:28

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LaLe
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@nanograinger

Sowohl das "Taumeln" wie auch die "größte Katastrophe" geben zunächst einmal die persönliche Meinung ihrer Verfasser wieder. Das hast du richtig erkannt. Und ja, wie Willi die Serie nach den Chronofossilien hätte weiterführen wollen (besser wäre wohl "können"), kann bestenfalls Gegenstand spekulativer Annahmen sein. Was ich mit der Formulierung "schien auf dem absteigenden Ast" meine, zum Ausdruck gebracht zu haben. Dass die von uns angenommenen Konsequenzen (Ende der Serie) nicht eintraten, hat Gründe von denen wir alle wissen. Nur hätten frühere (unbestrittene) Leistungen vermutlich weniger Einfluss auf die weitere Serienentwicklung gehabt als das Spätwerk. Und Willis Spätwerk markiert für mich persönlich, so wichtig es für die Kosmologie der Serie auch ist, den ersten großen Tiefpunkt der Serie.

Für mich gibt es, auch im Hinblick auf Arndts Aussage im verlinkten Interview (Willi selbst sah die Grenzen des damaligen PERRY RHODAN-Kosmos bei Band 1500.), keinen Hinweis darauf, dass sich Willis Ansichten über eine Fortführbarkeit (nicht Fortführung) später einmal geändert haben (dafür ging es ihm wohl zu kurz darauf schon zu schlecht). Abgesehen davon habe ich gerade nicht geschrieben, dass Willi die Serie beenden wollte oder irgendwer dies behauptet hätte. Dass er über ein mögliches Ende nachdachte, kann man daraus aber ohne größere Verrenkungen herleiten. Und die Aussage Arndts in der Chronik (die schlage ich beizeiten nochmal nach) lautete aus dem Gedächtnis heraus "Das kannst du nicht machen!". Das geht für mich ebenfalls in diese Richtung.

Das letzte, was wir wissen, spricht also eher für meine Annahme zumal auch Inge Mahn in ihrem Interview anmerkte, dass Willi wohl händeringend nach Input anderer suchte. Das spricht stark dafür, dass ihm die Ideen vielleicht nicht ausgingen, er aber womöglich befürchtete, dass die nicht so gut ankommen. Damit wären wir dann bei der Entwicklung der Serie unter seiner Führung angelangt. Und die war für mich nach der Hochphase bis einschließlich Band 1000 eben eine alles andere als gute. Daher bin ich davon überzeugt, dass ein Expokrat Voltz die Serie nicht mehr in eine Richtung hätte entwickeln können, die mir (und vielen anderen) gefallen hätte.

Wenn du magst, darfst du mich jetzt verbohrt nennen.

Was passiert wäre, wenn er sich die Exposearbeit mit Ernst Vlcek,Thomas Ziegler oder Kurt Mahr geteilt hätte, kann nur Gegenstand von Spekulationen sein. Ich bezweifle allerdings, dass wir Die Cantaro, Die Linguiden oder Die Große Leere zu lesen bekommen hätten.

Und dass wir unter primärer Leitung eines K. H. Scheer das Ende des Solaren Imperiums und die Auseinandersetzung mit Superintelligenzen erlebt hätten, bezweifle ich stark.
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Ce Rhioton
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Ohne William Voltz hätte sich das Solare Imperium irgendwann totgelaufen und die Serie gäbe es nicht mehr.
Ich bin zwar ebenfalls der Meinung, dass die Serie nach Band 1000 in Richtung einer erzählerischen Sackgasse ging. Andererseits ist es letztlich Spekulation, ob sich der Kurs der Serie auch unter Voltz nicht geändert hätte.
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Wintermute
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Ich bin damals in den 1100ern oder 1200ern erst unregelmäßig und mit 1350 dann fest eingestiegen, also zumindest mir hat die damalige Serie so gut gefallen, das ich dann auch dabeiblieb (Zumindest bis Sternenozean).

Und ganz ehrlich gefiel mir das, was ich da las wesentlich besser, als was in den Nachauflagen zu finden war.
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Ceterum censeo SOL esse redeundum

Geburtsroman PR 388

Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 13:38

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LaLe
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Von Tarkan bis Sternenozean bewegst du dich dann aber klar außerhalb des Voltzschen Wirkungsbereiches. Der reichte mit Chance (also in grundlegenden Ideen) bestenfalls bis 1399 und das vermutlich auch nur in Spuren.
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old man
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Wintermute hat geschrieben:Ich bin damals in den 1100ern oder 1200ern erst unregelmäßig und mit 1350 dann fest eingestiegen, also zumindest mir hat die damalige Serie so gut gefallen, das ich dann auch dabeiblieb (Zumindest bis Sternenozean).

Und ganz ehrlich gefiel mir das, was ich da las wesentlich besser, als was in den Nachauflagen zu finden war.

Das ist super, dass wir endlich mal ne andere Stimme kriegen. Ich halte wie gesagt die Unterteilung in Expokraten eher für provozierend als hilfreich.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 13:48

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LaLe
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old man hat geschrieben:Ich halte wie gesagt die Unterteilung in Expokraten eher für provozierend als hilfreich.

Das stimmt wohl.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 13:59

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LaLe
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Man könnte alternativ einen Poll mit kleineren Handlungsabschnitten starten.

Beispielsweise

1 - 199 Milchstraße
200 - 499 Fremde Galaxien
500 - 699 Das Ende des Solaren Imperiums
700 - 999 Superintelligenzen
1000 - 1399 Der Moralische Kode
1400 - 1599 Umbruch
1600 - 1799 Die Große Leere
1800 - 2199 Thoregon
2200 - 2499 Hyperimpedanz/Negasphäre

Streiten könnte man sich da über die Trennpunkte 499/500, 699/700 und 1399/1400 und auch Der Sternenozean steht IMO eher für sich allein.
Aber Die Cappins sehe ich trotz Zeitsprung insbesondere im Aufbau des Zyklus noch stark in der Tradition der MdI und M87, mit den Superintelligenzen ging es trotz des Kosmischen Schachspiels mit der Aphilie erst so richtig los und der Bruch mit 1400 war derart stark, dass ich ich die Grenze ungern bei 1300 oder 1350 ziehen würde.
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LaLe, mit der Unterteilung könnte ich leben, wenn ich sie auch zu kleinteilig empfinde, aber damit wir vorankommen unterstütze ich mal einen solchen Poll. :st: Wir könnten dann auch gleich an die Gegenwart heran weitermachen mit 2500-3000, und das Wort Nostalgie weglassen, sondern einfach den interessantesten Zeitraum suchen.
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 15:03

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Die "Neuzeit" würde ich dann aber in 2500 - 2699 (Interregnum?) und 2700 - 2999 (Weltenbrand) unterteilen wollen.
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Stardust können wir es ja schlecht nennen. :D, Also gut so.
Mitforisten! Bitte meldet euch, wenn ihr eine bessere Idee habt!
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 15:24

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Neurodust? :lol:
Die Katze grinste.
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Ich halte Stardust für eine krass vergebene Chance. Klar, es war eine Art halbherziger Neuanfang, aber eine gute Idee. (Mann, ich bin echt ein OT-Monster, sorry.)
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Re: Was bin ich für ein Nostalgiker?

Beitragvon LaLe » 3. Mai 2019, 15:37

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Gar nicht. :D

Ich hatte mir von Stardust ebenfalls viel erhofft und wurde bereits mit dem Auftaktband bitter enttäuscht. Von den Bänden 2500 - 2699 ist mir nicht viel in Erinnerung geblieben. Dass ich Mitte der 2700er ausstieg, hatte mehr mit Stardust und Neuroversum zu tun als mit den Atopen. Für Uwe tut mir das insofern leid als die Grundideen wohl noch von Robert kamen. Dessen Expophase wiederum fand ich von wenigen Punkten abgesehen, die für mich aber nicht ganz unwesentlich sind, überwiegend sehr gut.
Die Katze grinste.
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