Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

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Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Francis » 14. Juni 2016, 17:18

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Francis
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Also die Story um den Anti war echt nicht gerade ein Hit.

Total unglaubwürdig konstruiert und erzählt.

Dazu wirklich es etwas lächerlich das es so "mächtige" Sekten (Religöse) auf Arkon gibt und sie keiner beobachtet oder kontrolliert.
Der Tempel der beschrieben wurde war nicht gerade als geheim oder unauffällig zu beschreiben.
So nach dem Motto die haben im Verborgenen gearbeitet.

Rhodans Sohn finde ich auch etwas anstrengend und nicht gerade interessant.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 14. Juni 2016, 18:34

Vivian-von-Avalon
Francis hat geschrieben:Also die Story um den Anti war echt nicht gerade ein Hit.

Total unglaubwürdig konstruiert und erzählt.

Dazu wirklich es etwas lächerlich das es so "mächtige" Sekten (Religöse) auf Arkon gibt und sie keiner beobachtet oder kontrolliert.
Der Tempel der beschrieben wurde war nicht gerade als geheim oder unauffällig zu beschreiben.
So nach dem Motto die haben im Verborgenen gearbeitet.

Rhodans Sohn finde ich auch etwas anstrengend und nicht gerade interessant.


Da ist wieder einmal zu sehen, wie sich die Ansichten von Lesern unterscheiden. Ich persönlich finde die Story um den Anti nämlich wirklich gut.

Und religiöse Sekten. Im Perryversum herrscht totale Religionsfreiheit. Jeder kann denken und glauben, was er/sie will. Warum sollte man dann religiöse Tempel beobachten? Solange sie nur der freien Ausübung des Glaubens dienen, besteht dazu kein Anlass.

Und Perry Rhodans Sohn - tja, über Thomas Cardif gibt es die widersprüchlichsten Meinungen. Mir persönlich hat die Person Thomas Cardif auch nie gefallen. Sie ist lediglich interessant in dem Zusammenhang, wie Perry Rhodan mit ihm als Sohn umgeht bzw. wie er sich als Vater verhält. Unter dem Aspekt betrachtet, ist der ganze Zyklus hochinteressant.
Weil dabei nämlich zwei große Schwachpunkte zum Ausdruck kommen:

1. Perry Rhodan als Vater. Bei Thomas versagt er zum ersten Mal. Wird ihm später noch bei allen seinen Kindern passieren. Kann man jetzt einfach so hinnehmen, oder hinterfragen, WARUM er als Vater versagt.
Meine Meinung: Er hat als Kind selbst nie eine Familie kennengelernt, wusste gar nicht, was das Wort beinhaltet. War schon als Junge und Jugendlicher ein Einzelgänger, der sich von den Spielen der Gleichaltrigen fernhielt und lieber in seinem Zimmer blieb und las. Seine Eltern waren im 2. Weltkrieg in Europa im Einsatz, während Perry bei Verwandten aufwuchs.
Wie soll ein Mann, der nur das als erste Erinnerungen an FAMILIE hat, da ein "richtiger" Vater sein können? Geht nicht. Dass Perry als Vater schlichtweg versagt (das gibt er selbst sogar in Bd. 2600) zu, ist nicht seine Schuld, sondern die Schuld der Umstände und seiner Erziehung.

2. Das blinde Vertrauen, dass die Freunde und Untergebenen von Perry in ihn setzen, so dass sie trotz der äußerlichen Veränderungen bei Perry und seinem völlig anderen Verhalten keinen Verdacht schöpfen.

Diese beiden Aspekte machen den Zyklus "Rhodans Sohn" interessant, nicht die Person des Thomas Cardif an sich.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon dandelion » 14. Juni 2016, 23:28

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dandelion
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Vivian-von-Avalon hat geschrieben:
2. Das blinde Vertrauen, dass die Freunde und Untergebenen von Perry in ihn setzen, so dass sie trotz der äußerlichen Veränderungen bei Perry und seinem völlig anderen Verhalten keinen Verdacht schöpfen.



Das ist allerdings ein interessanter Aspekt. Man möchte meinen, daß das die engsten Vertrauten hätte stutzig machen müssen. Zumindest hätten sie auf eine irgendwie geartete Beeinflussung von Rhodan schließen können, wen schon nicht zu erkennen war, daß es sich um eine andere Person handelte. Genau weiß ich jetzt aber nicht mehr, wie Bull, Mercant oder Adams auf die Veränderungen reagierten.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 15. Juni 2016, 09:13

Vivian-von-Avalon
dandelion hat geschrieben:
Vivian-von-Avalon hat geschrieben:
2. Das blinde Vertrauen, dass die Freunde und Untergebenen von Perry in ihn setzen, so dass sie trotz der äußerlichen Veränderungen bei Perry und seinem völlig anderen Verhalten keinen Verdacht schöpfen.



Das ist allerdings ein interessanter Aspekt. Man möchte meinen, daß das die engsten Vertrauten hätte stutzig machen müssen. Zumindest hätten sie auf eine irgendwie geartete Beeinflussung von Rhodan schließen können, wen schon nicht zu erkennen war, daß es sich um eine andere Person handelte. Genau weiß ich jetzt aber nicht mehr, wie Bull, Mercant oder Adams auf die Veränderungen reagierten.


Mit sehr großem Verständnis, wie es unter Freunden üblich ist, wenn jemand krank ist. Daran dachten sie ja bis zum Schluss.

Als sie der Sache endlich nicht mehr gewachsen waren, haben sie sich an Atlan um Hilfe gewandt. Und der hat als logisch denkender Arkonide und ehemaliger Flottenadmiral wesentlich rationaler reagiert und Thomas Cardif entlarvt.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Faktor10 » 18. Juni 2016, 19:56

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Also bei Danton hat er nicht versagt finde ich.
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Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 18. Juni 2016, 22:38

Vivian-von-Avalon
Faktor10 hat geschrieben:Also bei Danton hat er nicht versagt finde ich.


Ich finde doch. Und zwar gerade, weil er den Fehler, den er bei Thomas gemacht hatte, wieder gutmachen wollte.
Er meint es nur gut und fällt dabei komplett ins andere Extrem.

Thomas hatte er die Wärme eines Elternhauses versagt. Michael dagegen wollte er zu sehr behüten und hat ihm dadurch zu wenig Freiheiten gelassen. Denn er hat nicht geahnt, wie viele Eigenschaften sein Sohn von ihm geerbt hat, u.a. eben seinen Anspruch auf Freiheit.

Deshalb nimmt Michael ihn als "Über-Vater" wahr und geht seinen eigenen Weg.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Francis » 23. Juni 2016, 13:44

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Francis
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Ich kenne die anderen Kinder von Perry noch nicht.

Verstehe auch nicht warum er überhaupt welche in die Welt setzt.
Muss da gerade so an den Film denken "The Man From Earth".

Ich lese ja nur die Silberbände und weis daher nicht in wie fern die Geschichten in den Einzelheften länger oder ausführlicher waren.

Aber die Anti Story plätscherte so vor sich hin. Hatte keinen wirklichen Spannungsbogen und war auch beendet bevor sie wirklich anfing.

Gleiches mit der Story um Gucky und den Planeten Tramp. Wobei die Story um einiges besser war.
Aber auch hier war alle zusende bevor es richtig anfing. Auch fand ich es sehr schade das man über die Aliens nicht mehr erfuhr.

Nochmal zurück zu Rhodans Sohn. Der Junge erscheint so platt und dämlich.
Mann kann seinen Hass auf den Vater nicht nachvollziehen.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 23. Juni 2016, 17:57

Vivian-von-Avalon
Francis hat geschrieben:...
Nochmal zurück zu Rhodans Sohn. Der Junge erscheint so platt und dämlich.
Mann kann seinen Hass auf den Vater nicht nachvollziehen.


Da Du gerade von der Anti-Story und Tramp sprichst, gehe ich davon aus, dass Du Perrys Sohn Thomas meinst.

Für seinen Hass gibt es mehrere Gründe, die ihn etwas verständlicher machen - ohne ihn zu entschuldigen!

a) Das Erbgut von Terranern und Arkoniden zusammen.
Es scheint so, als ob das arkonidische Erbgut, vermischt mit terranischem, zu spontanen und starken Gefühlen neigt.
Wenn dann noch, wie bei Perry und Thora, hohe Intelligenz dazukommt, wird die Mischung explosiv.
Atlan hat z.B. sein Erbgut auch hin und wieder mit terranischen Frauen vermischt.
Nur - bei diesen Beziehungen war lediglich ein Teil hochintelligent. Die Frauen - auch wenn sie jeweils ihrer Zeit sehr weit voraus waren (sonst hätte Atlan sie wohl kaum ausgewählt - er mag keine "dummen" Frauen) - waren dagegen "primitiv".
Ein kleines Beispiel für eine solche explosive Mischung:
Der griechische König Alexander hatte in der 6. (oder 7. - genau weiß ich es nicht mehr) über die Amazonenkönigin Demeter arkonidisches Blut in den Adern.
Er wütete zum Schluss derart, dass er die Gefährtin und Altan vergewaltigte und Atlan daraufhin seinen temporären Zellaktivator deaktivierte, den ES Alexander gegeben hatte - weil auch die Superintelligenz Potential in ihm sah.

b) Ein Mensch wird nicht nur von seinen Genen, sondern viel mehr noch von seiner Umwelt geprägt. Mit anderen Worten: auch von seiner Erziehung.
Und wenn nun ein Mensch so plötzlich erfährt, dass er der Sohn des mächtigsten Mannes ist und dieser ihn "nicht haben wollte" - aus welchen Gründen auch immer - dann geht der Hass mit diesem Menschen durch.
Wobei sich die Frage stellt, ob Perry in der Zeit, in der er Thomas als Adjutant von Tifflor quasi im Sol-System inhaftiert hat, überhaupt noch Gespräche mit dem Sohn versucht hat - und wie die ausgegangen sind.
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Klaus N. Frick
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Vivian-von-Avalon hat geschrieben:a) Das Erbgut von Terranern und Arkoniden zusammen.
Es scheint so, als ob das arkonidische Erbgut, vermischt mit terranischem, zu spontanen und starken Gefühlen neigt.
Wenn dann noch, wie bei Perry und Thora, hohe Intelligenz dazukommt, wird die Mischung explosiv.
Atlan hat z.B. sein Erbgut auch hin und wieder mit terranischen Frauen vermischt.
Nur - bei diesen Beziehungen war lediglich ein Teil hochintelligent. Die Frauen - auch wenn sie jeweils ihrer Zeit sehr weit voraus waren (sonst hätte Atlan sie wohl kaum ausgewählt - er mag keine "dummen" Frauen) - waren dagegen "primitiv".
Ein kleines Beispiel für eine solche explosive Mischung:
Der griechische König Alexander hatte in der 6. (oder 7. - genau weiß ich es nicht mehr) über die Amazonenkönigin Demeter arkonidisches Blut in den Adern.
Er wütete zum Schluss derart, dass er die Gefährtin und Altan vergewaltigte und Atlan daraufhin seinen temporären Zellaktivator deaktivierte, den ES Alexander gegeben hatte - weil auch die Superintelligenz Potential in ihm sah.


Ähm.

Ich will jetzt nicht politisch werden, sonst werde ich von den Moderatoren gerügt, aber: Das ist jetzt schon ein sehr dünnes Eis, auf dem Du wandelst. Verschiedenes »Erbgut« und verschiedene Gene sorgen also dafür, ob jemand Frauen vergewaltigt oder intelligent wird. Das ... ähm ... finde ich ein wenig heikel – das konnte man vielleicht in den 60er-Jahren noch glauben, aber das ist heute doch sehr klar widerlegt.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Faktor10 » 23. Juni 2016, 19:51

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Faktor10
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Nix mit Genen hier, sonst Sarrazinen wir hier. :nein:
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Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 23. Juni 2016, 20:31

Vivian-von-Avalon
Klaus N. Frick hat geschrieben:
Vivian-von-Avalon hat geschrieben:a) Das Erbgut von Terranern und Arkoniden zusammen.
Es scheint so, als ob das arkonidische Erbgut, vermischt mit terranischem, zu spontanen und starken Gefühlen neigt.
Wenn dann noch, wie bei Perry und Thora, hohe Intelligenz dazukommt, wird die Mischung explosiv.
Atlan hat z.B. sein Erbgut auch hin und wieder mit terranischen Frauen vermischt.
Nur - bei diesen Beziehungen war lediglich ein Teil hochintelligent. Die Frauen - auch wenn sie jeweils ihrer Zeit sehr weit voraus waren (sonst hätte Atlan sie wohl kaum ausgewählt - er mag keine "dummen" Frauen) - waren dagegen "primitiv".
Ein kleines Beispiel für eine solche explosive Mischung:
Der griechische König Alexander hatte in der 6. (oder 7. - genau weiß ich es nicht mehr) über die Amazonenkönigin Demeter arkonidisches Blut in den Adern.
Er wütete zum Schluss derart, dass er die Gefährtin und Altan vergewaltigte und Atlan daraufhin seinen temporären Zellaktivator deaktivierte, den ES Alexander gegeben hatte - weil auch die Superintelligenz Potential in ihm sah.


Ähm.

Ich will jetzt nicht politisch werden, sonst werde ich von den Moderatoren gerügt, aber: Das ist jetzt schon ein sehr dünnes Eis, auf dem Du wandelst. Verschiedenes »Erbgut« und verschiedene Gene sorgen also dafür, ob jemand Frauen vergewaltigt oder intelligent wird. Das ... ähm ... finde ich ein wenig heikel – das konnte man vielleicht in den 60er-Jahren noch glauben, aber das ist heute doch sehr klar widerlegt.


Natürlich ist das inzwischen sehr klar widerlegt. Alexander wurde sicherlich nicht nur durch sein minimales arkonidisches Erbgut so, wie er zum Schluss war, sondern er erlag ebenso seinem Machtrausch - und der wiederum war eine Folge der Umwelt, nämlich seiner erfolgreichen Eroberungszüge.

Es ist immer eine Mischung von Erbgut und Umwelt. Wobei die Umwelt dabei den weitaus größten Teil ausmacht.
Dazu gibt es Studien, in denen eineiige Zwillinge getrennt wurden und in völlig unterschiedichen Umgebungen aufwuchsen.
Sie hatten nach Jahren außer ihrem Aussehen nicht viel Ähnlichkeit miteinander, eben weil sie entsprechend von ihrer Umwelt geprägt wurden.

Wenn ich mir diesbezüglich missverständlich ausgedrückt haben sollte, dann bitte ich um Entschuldigung. :( Hoffentlich trägt o.a. zur Präzisierung bei.
Viellicht ist die Hitze daran Schuld ...

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 23. Juni 2016, 21:16

Vivian-von-Avalon
Noch eine kleine Ergänzung dazu:

Es gibt inzwischen ein sehr junges Teilgebiet der Biologie. Es nennt sich Epigenetik.

Die Epigenetik sagt sehr klar aus, dass ein Mensch so wird, wie es ihm seine Gene UND seine Umweltprägung vorgeben.
Es ist also ein Wechselspiel

So werden z.B. traumatische Erlebnisse der Eltern über die Gene an ihre Kinder weitergegeben.

Die Epigenetik greift die "alten" Thesen der 60-er Jahre teilweise wieder auf und bewertet sie neu und aktuell mit modernsten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden. Man gerät dabei leicht "ins Schlingern", weil es nichts mit einem Wiederaufleben der "verstaubten Ansichten" zu tun hat.

Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts laufen umfangreiche wissenschafltiche Studien auf diesem Gebiet, die ich persönlich hochinterssant finde.

Für Interessierte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Epigenetik
oder:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-58656897.html
oder:
http://www.scilogs.de/menschen-bilder/e ... en-k-nnen/
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Heiko Langhans
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Diese Debatte über diese Dichotomie ist uralt. Und völlig verfehlt, weil unvollständig.

Ein dritter Faktor, nämlich der freie Wille, wird dabei kaum berücksichtigt, oft sogar ignoriert oder abgestritten. Vermutlich weil dann der Komplex der persönlichen Verantwortung diskutiert werden müsste - ein unbequemes Thema. :rolleyes:

Und an Erbsünde glaube ich nicht. B-)

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 23. Juni 2016, 23:57

Vivian-von-Avalon
Heiko Langhans hat geschrieben:Diese Debatte über diese Dichotomie ist uralt. Und völlig verfehlt, weil unvollständig.

Ein dritter Faktor, nämlich der freie Wille, wird dabei kaum berücksichtigt, oft sogar ignoriert oder abgestritten. Vermutlich weil dann der Komplex der persönlichen Verantwortung diskutiert werden müsste - ein unbequemes Thema. :rolleyes:

Und an Erbsünde glaube ich nicht. B-)


Hier geht es wohl nicht um die eine bestimmte Dichotomie. Sondern um sehr moderne wissenschaftliche Forschungen, die alle aus dem 21. Jahrhundert sind, das noch nicht einmal 16 Jahre alt ist.
Und sehr wichtig sind für die effektive Behandlung von Krankheiten. Vielleicht verliert sogar Krebs durch die Epigenetik seinen Schrecken ...

Epigenetik ist ein wichtiger Forschungsbestandteil nicht nur der Biologie (wozu sie ursprünglich gehört), sondern genauso der modernen Medizin sowie der modernen Psychologie. Das hat nichts mit verstaubten Ansichten von anno dazumal zu tun.

Au weia, da habe ich ja mit einer versehentlichen unklaren Formulierung etwas angestoßen ....
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Haywood Floyd
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'Freier Wille' ist eine schöne Wunschvorstellung! :devil:

Genetik und Umwelt determinieren den Menschen: nach neueren Erkenntnissen dominiert dabei - entgegen jahrzehntelang und bis heute gebetsmühlenartig wiederholten, häufig politisch-weltanschaulich motivierten Behauptungen - wohl doch der genetische Einfluss und Umwelteinflüsse wie Erziehung, Erfahrungen, Lebensumstände usw. vermögen das zwar etwas in die eine oder andere Richtung modifizieren, aber der genetische Einfluss gibt die generelle Richtung vor: er ist der Stamm nebst Hauptästen und die Umwelteinflüsse sind die kleineren Äste und Zweige nebst Blättern und Knospen: wichtig, aber nicht wirklich entscheidend.

Auch wenn das dem einen oder der anderen nicht ins (Gut?-)Menschenbild passen mag... :unschuldig:
Do not go gentle into that good night,
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Rage, rage against the dying of the light.

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Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.
Samuel Langhorne Clemens AKA Mark Twain

Windeln und Politiker sollten regelmäßig ausgetauscht werden - aus dem selben Grund!
Volksmund

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 25. Juni 2016, 14:00

Vivian-von-Avalon
Haywood Floyd hat geschrieben:...
Genetik und Umwelt determinieren den Menschen: nach neueren Erkenntnissen dominiert dabei - entgegen jahrzehntelang und bis heute gebetsmühlenartig wiederholten, häufig politisch-weltanschaulich motivierten Behauptungen - wohl doch der genetische Einfluss und Umwelteinflüsse wie Erziehung, Erfahrungen, Lebensumstände usw. vermögen das zwar etwas in die eine oder andere Richtung modifizieren, aber der genetische Einfluss gibt die generelle Richtung vor: er ist der Stamm nebst Hauptästen und die Umwelteinflüsse sind die kleineren Äste und Zweige nebst Blättern und Knospen: wichtig, aber nicht wirklich entscheidend.
...


Genau das sagt die Epigenetik aus. :st:

Vielleicht kommt bezüglich der einen oder anderen etwas "verwunderten" Äußerung hier im Thread noch dazu, dass die Epigenetik eine sehr junge Wissenschaft ist, deren Erkenntnisse noch nicht zum allgemeinen Wissensgut gehören.
Im Moment ist davon auszugehen, dass nur diejenigen, die beruflich damit zu tun haben oder eben diejenigen, die sich für diese Wissensgebiete interessieren, über genauere Kenntnisse verfügen.
Insofern habe ich Glück, dass ich in einem der modernsten und fortschrittlichsten Krankenhäusern in Deutschland arbeitete und das in einem fachübergreifenden Bereich - und zudem noch gerade durch meine Ambitionen großes Interesse an diesen Forschungsgebieten habe.
Deshalb habe ich die Links zur allgemeinen Information hier eingestellt.

Und - ja - dazu kommt noch, dass eben diese Erkenntnisse wieder an die "alten" anknüpfen, die aus den verschiedensten Gründen negativ belegt sind, weil für diesen und jenen Zweck missbraucht. Näher möchte auch ich nicht darauf eingehen, weil ich nicht von den Mods gerügt werden möchte.
Aber vielleicht ist auch das mit ein Grund, dass jeder normal empfindende Mensch eben NICHT über diesen "Graben" gehen möchte. Wofür ich absolutes Verständnis habe.
Mir fiel es - rein emotional - auch sehr schwer, diese neuen Forschungsergebnisse zu akzeptieren - aber: wissenschaftlich eindeutig bewiesen - daran ist nun einmal nichts zu deuteln.

Ich bin gespannt, was noch alles an "neuen", alten Erkenntnissen auf uns zukommt. In vielen Bereichen, besonders in der Medizin, macht die Wissenschaft im Moment "Quantensprünge". Das, was vor zehn Jahren in der medizinischen Behandlung modern war, ist heute wie "medizinisches Mittelalter".

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon dandelion » 30. Juni 2016, 17:11

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dandelion
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Zumindest im Perry-Kosmos ist die Sache klar. Da wird Thomas Cardif als Kind zweier Welten geschildert, das sowohl von Thora als auch von Perry abstammungsspezifische Eigenschaften vererbt bekommen hat. Das sollte für die Betrachtung in der Serie ausschlaggebend sein.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Vivian-von-Avalon » 30. Juni 2016, 18:08

Vivian-von-Avalon
dandelion hat geschrieben:Zumindest im Perry-Kosmos ist die Sache klar. Da wird Thomas Cardif als Kind zweier Welten geschildert, das sowohl von Thora als auch von Perry abstammungsspezifische Eigenschaften vererbt bekommen hat. Das sollte für die Betrachtung in der Serie ausschlaggebend sein.


Was wiederum genau der neuen wissenschaftlichen Forschung entspricht.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Homer G Adams » 28. August 2016, 11:18

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Homer G Adams
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Hamiller hat geschrieben:
Perrypedia hat geschrieben:Im Roman steht, dass die KOOS-NOR neben der normalen Hypersprung-Anlage einen weiteren Antrieb besitzt, der das Erreichen von Überlichtgeschwindigkeit im normalen Raum erlaubt. Da nicht erwähnt wird, dass der Antrieb aus zum Beispiel dem Fundus von ES stammte, kann das als Autorenfehler angesehen werden, da weder Terraner noch Arkoniden im Handlungszeitraum über die entsprechende Technologie verfügten.




Also mich hat nach dem abermaligen Lesen des Romans, diese 'Freiheiten' die sich CD hinsichtlich dieses Antriebs erlaubt hat, einfach nur geärgert.

Heutzutage würden ein Dutzend Leute im Forum diese Tatsache bis zum 'geht nicht mehr' auseinandernehmen.

Auch die Abenteuer von Gucky, na ja... :devil:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

"Ohne ES ist PR NICHTS!" HGA

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... &start=325

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Loxagon » 26. Januar 2017, 00:10

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Band 89 + 90 gelesen - irgendwie ... nett, ja. Aber das war es dann auch. Brand eiert sich einfach durch die Romane, ohne nennenswerte Höhepunkte.
Halt ein Brand-Roman. Bei ihm erwarte ich eh nichts wirklich lesbares mehr.

Zudem wirkt Perry verdammt seltsam.
Er lockt die Druuf irgendwie in eine Falle, damit diese ihn angreifen, damit er die Druuf dann auslöschen kann. Ja, echt toll, Mr. Rhodan. :susp: :sn:

Zudem wirkt Thomas zu keiner Sekunde glaubwürdig. Ändert sich das irgendwann, oder bleibt der Typ eine Witzfigur?
Und: Bully Daumen hat ein böses neues Jahr orakelt. JA VERDAMMT! NACH DER HUNDERSTEN ERWÄHNUNG WISSEN WIR ES LANGSAM!!!!!!!!!!
Teuflisch gute Fansubs gesucht?
Dann kommt auf unsere Seite!

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Faktor10 » 26. Januar 2017, 00:57

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Damals war der Daumen klasse. :D
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Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon dandelion » 26. Januar 2017, 17:52

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An Thomas Cardifs ersten Auftritt in PR 67 erinnere ich mich recht gut. Das war überzeugend.

Kurt Brand hat ja später geklagt, daß ihm die Figur kaputtgemacht wurde. In den Nr. 89 und 90 war er aber noch selbst für die Glaubwürdigkeit verantwortlich.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon Loxagon » 26. Januar 2017, 18:48

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Naja, glaubwürdig war Thomas da auch nicht. Ehr ein trotziges Kleinkind.
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Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon GECP » 26. Januar 2017, 20:04

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dandelion hat geschrieben:An Thomas Cardifs ersten Auftritt in PR 67 erinnere ich mich recht gut. Das war überzeugend.

Kurt Brand hat ja später geklagt, daß ihm die Figur kaputtgemacht wurde. In den Nr. 89 und 90 war er aber noch selbst für die Glaubwürdigkeit verantwortlich.


Die Figur Thomas Cardif war sehr überzeugend beschrieben - auch im Posbi-Zyklus. Aber die Ausgangssituation (Perry Rhodan und Thora geben ihren Sohn in eine Pflegefamilie, damit er zu einem richtigen Mann heranwächst) natürlich völliger Blödsinn ist. Also das Ehepaar möchte ich sehen, das auf so eine Idee kommt.

Re: Atlan und Arkon - Vor 50 Jahren

Beitragvon dandelion » 12. Februar 2017, 22:28

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In der aktuellen SOL-Ausgabe 85 hat sich Angelika Rützel in eienm lesenswerten Artikel auch mit diesem nicht gerade positiven Aspekt von Rhodans Perrsönlichkeit befasst. Sie ist der Meinung, daß die Ursache des Unheils in Perrys eigener, in der Kindheit etwas verworrenen Familiensituation zu suchen ist. Rhodan hat schlicht die Tragweite seiner (und Thoras) Entscheidung nicht erfaßt. Von Crest und "den Positroniken" kam noch dazu ein entsprechender Vorschlag.

Das ist immerhin eine Erklärung, wenn auch keine Entschuldigung.
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