Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Baptist Ziergiebel
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So, wo bin ich angekommen? Bei 841, Die Glaswelt.

Darlton schreibt über Ellert und ES? Oha. Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! :D
Ganz so ist es dann doch nicht, im Gegenteil, der Roman bleibt recht bodenständig. Als Zwischenetappe der Suche nach Rhodan bietet er sich geradezu an, exotische Plätze zu schildern. Darlton hält sich, was das angeht, jedoch zurück, konstruiert dafür eine zwar etwas wirre, dennoch angenehm lesbar gestaltete Handlung mit wenigen Charakteren.

Die Art und Weise, in der ES dafür sorgt, dass die SOL auf Rhodans Spur bleibt, ist einer verschrobenen SI allemal würdig. ES holt dafür das verloren gegangene Konzept Ellert/Ashdon durch "unzählige Universen" heran, steckt die beiden in den Körper einer Nageratte, welche unbewußt eine "Gedächtniskopie" der Gedanken des Konzepts und des Treffen mit Rhodan anlegt und diese Kopie solange nicht vergisst, bis Gucky sie irgendwann auslesen kann. Klingt so dermaßen um zehn Ecken gedacht, das kann nur klappen. :)

Gruß.
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Baptist Ziergiebel
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Am 22. November 1977 erschien der 848. Roman der Perry Rhodan Serie mit dem Titel:

Titan - die letzte Bastion von Kurt Mahr.

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Handlung:

Für die Überschweren ist es in der Milchstraße nicht mehr sicher, seitdem die Laren abgezogen sind. Das muss auch der Kommandant Detrolanc feststellen, der mit einer Flotte von 83 Einheiten in einen Hinterhalt der GAVÖK geraten ist. Mit einem kleinen Beiboot und nur in Begleitung des Unteroffiziers Yargonz gelingt ihm als einzigem die Flucht, und er beginnt den langen Weg nach Titan, zur Stahlfestung der Überschweren. Der Rest seiner Flotte wird zerstört.

Die Stahlfestung auf Titan gilt als uneinnehmbarer Stützpunkt der Überschweren. Der letzte Lare, Hotrenor-Taak, bietet sich an, zur Stahlfestung zu fliegen. Dort will er für Störungen sorgen, damit ein Expeditionskorps von Gäa sich unbehelligt im Solsystem umsehen kann. Mit einer speziell auf alt getrimmten Space-Jet fliegt er nach Titan und kommt kurz vor Detrolanc dort an.

Als Hotrenor-Taak auf Titan landet, wird er sofort von Mimikar, dem Kommandanten der Stahlfestung, festgenommen. Detrolanc, der als »Heroe von Paricza« einen höheren Rang hat als der »Held« Mimikar, befiehlt die Freilassung von Hotrenor-Taak, doch er wird selbst festgenommen. Allerdings hat Yargonz die Waffen des Beiboots besetzt und erzwingt die Freilassung von Detrolanc und damit auch die von Hotrenor-Taak.

Eine kleine Flotte von Forschungsschiffen von Gäa fliegt in das Solsystem ein. Die Forschungsschiffe im Solsystem werden zwar geortet, doch Detrolanc rechnet mit einer Falle ähnlich der, die ihn schon 83 Schiffe gekostet hat, und lässt die Forschungsschiffe unbehelligt. Schon bald wird von Kershyll Vanne festgestellt, dass die Zwergsonne Kobold auf höchstens zehn Kilometer Größe geschrumpft ist und sich in ein Schwarzes Loch verwandeln wird. Viele Millionen Lichtjahre entfernt, im Medaillon-System, macht der geniale Wissenschaftler Payne Hamiller eine ähnliche Entdeckung: Auch Medaillon wandelt sich in ein Schwarzes Loch um. Kershyll Vanne erhält Kontakt mit dem Konzept Homer G. Adams und bekommt bestätigt, dass Erde und Luna die beiden Schwarzen Löcher als Transmitterstrecke benutzen sollen.

Dem Laren werden ein Roboter namens Babboch und zwei Diener zugeteilt. Babboch soll Hotrenor-Taak nachspionieren, doch mithilfe von »Messerschmitt«, einem umgebauten stationären Roboter an Bord der Space-Jet, kann Babboch manipuliert werden. Hotrenor-Taak beginnt damit, miniaturisierte Sprengladungen überall in der Stahlfestung anzubringen. Der Überschwere Zuffraq schöpft zwar Verdacht, doch Hotrenor-Taak lässt ihn einfach von Babboch verhaften.

Yargonz will den Gerüchten nachgehen, dass das Bewusstsein von Leticron immer noch lebt: Es soll in einem Klumpen von PEW-Metall in einer der Säulen im Hof der Säulen gefangen sein. Um Leticron zu befreien, sucht er Unterstützung von Mimikar, den er aus seiner Gefangenschaft befreit. Das sorgt für genug Verwirrung, um Hotrenor-Taak mit seiner Space-Jet entkommen zu lassen.

Als Hotrenor-Taaks Bomben explodieren, hat Detrolanc genug. Er nimmt an, dass ein Großangriff gegen seinen Stützpunkt bevorsteht, und gibt den Befehl, die Stahlfestung Titan aufzugeben. Kurze Zeit später rückt die Flotte der Überschweren ab.

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Baptist Ziergiebel
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842 und 843, Tor in die Unendlichkeit und Die Frühträumer.

Eine Epoche geht zu Ende: 200 Romane und weit über hundert Serienjahre Konzils- und Larenherrschaft sind vorüber. So manche Fragen bleiben. Warum waren sie eigentlich da? So wie es den Anschein hat, blieben die Laren die gesamte Zeit eine reine Besatzungsmacht, die anscheinend nur in ihren Raumschiffen hauste. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwo beschrieben wurde, dass Laren oder andere Konzilsvölker irgendwo in der MS sesshaft wurden. Irgendwelche Tribute oder Abgaben wurden wohl auch nicht nach Laarhatoon abgeführt, lediglich alte Strukturen zerschlagen.

Das war dann wohl auch der tiefere Sinn dieser Invasion, nämlich, wie es schon an anderen Stellen im Forum diskutiert wurde, im übertragenen Sinne auch alte Serienstrukturen aufzulösen. Weg von den ewig dominierenden Terranern und ihrem Imperium und vergleichsweise eingefahrenen Serienpfaden, ein Abbiegen auf neue Wege in einem renovierten Umfeld, die Laren als reinigendes Handlungsgewitter.

Demnach wurden die Laren selbst nur mit wenig Eigenschaften und Charakter eingeführt, da man sie nach erfüllter Aufgabe ja eh wieder abservieren mußte/wollte. In gewisser Weise also wieder gevolzt. Es ist verständlich, dass es spätere Serienschaffende gereizt haben muß, die dunklen Stellen etwas aufzuhellen und mit Leben zu erfüllen. Ich fand`s dann auch nicht schlecht gemacht, ob es aber nötig gewesen ist, weiß ich nicht.

Beide Romane lasen sich nicht übel, da habe ich schon schlimmeres von Francis vor Augen gehabt. Lediglich seine Mutanten der Woche, waren wieder so typisch für ihn, zumindest nach meinem Empfinden, die Frühträumer dazu noch maßlos overpowerd.
Faktor10 hat geschrieben:Nachtrag zu Band 843. Wieso waren im Dakkardimballon schon Laren anzutreffen.Habe ich da was überlesen?

Kann mich eigentlich an keine Erwähnung aus den 700er Bänden zu den Zgmahkonen erinnern. Macht zwar irgendwo Sinn, dass auch andere Konzilsvölker zugegen sind, andererseits aber auch wieder nicht, da die Zgmahkonen sich ja als Begründer und Beherrscher des Konzils sahen. Warum sollten sie eine starke larische Minderheit in ihrem Machtbereich zugelassen haben. Ich vermute eine Eigenmächtigkeit von Francis dahinter. :)

Gruß.
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Nisel
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Also eine kleine Larenkolonie gab es wohl, in der Provcon-Faust.


Wobei ich nie rausgefunden habe, wie die da überhaupt reinkamen und Kontakt zu den Lotsen hergestellt haben, geschweige denn, wie sie sie dazu gebracht haben, ihnen zu vertrauen.
Es waren die Rebellen um Roctin Par, die dort ansässig waren.
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Baptist Ziergiebel
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Stimmt, an die hatte ich nicht gedacht. Aber als Flüchtlinge und Rebellen, die zum Verstecken gezwungen sind, zähl ich die mal nicht mit. :unschuldig:

So, Trommelwirbel...

Am 29. November 1977 erschien der 849. Roman der Perry Rhodan Serie mit dem Titel:

Sprung über den Abgrund von Kurt Mahr,

mit dramatischem Titelbild:
Bild

Handlung:

Als die Sonne Medaillon sich in ein Schwarzes Loch umzuwandeln beginnt, wird es auf der Erde gefährlich. So wird Bluff Pollard von einer Erdlawine, die von einem Gravitationswirbel ausgelöst wurde, fast verschüttet. Homer G. Adams fliegt nach EDEN II, um Informationen über die Pläne von ES zu erhalten. Er erfährt, dass die Erde zwischen den beiden Schwarzen Löchern Medaillon und Kobold transportiert werden soll, und dass Kobold dann das Solsystem verlassen wird. Das ist eine wichtige Information für Kershyll Vanne – Kobold darf nicht gestört werden. Kurz darauf verlässt EDEN II das Medaillon-System. Die zweite Hälfte des ehemaligen Planeten Goshmos Castle hat sich unterdessen in Energie, die auf EDEN II gespeichert wird, umgewandelt.

Die Menschen auf der Erde werden nach Luna evakuiert, bevor es zu gefährlich wird. Luna kann mit einem Paratronschirm umgeben werden und ist daher viel sicherer. Nur Glaus Bosketch will mit seiner Gruppe die Erde nicht verlassen, und Walik Kauk bleibt mit dem K-2 Roboter Augustus zurück, um nach dem Rechten zu sehen. Auch Mara Bootes, Walik Kauks Frau, bleibt auf der Erde zurück, allerdings heimlich, da sie bei ihrem Mann sein will, wenn die Welt untergehen sollte.

Glaus Bosketch ist nahe daran, den Verstand zu verlieren. Er ist überzeugt, dass alle sterben werden. Er hat eine alte Villa des Plophosers Iratio Hondro gefunden und entführt Marboo, um sich mit ihr noch ein paar schöne Tage vor dem Ende zu bereiten. Zum Glück erfährt Walik Kauk davon und macht sich auf die Suche nach den beiden. Doch die Zeit drängt: Die Umwandlung von Medaillon hat sich tausendfach beschleunigt und wird in wenigen Stunden beendet sein.

Walik Kauk, Ver Bix, Sepi Altamare und der Roboter Augustus fliegen in einem Gleiter zur Villa von Iratio Hondro. Das Wetter ist bereits wesentlich schlechter geworden, und sie schaffen es nur mit letzter Kraft, in die Villa einzudringen. Dort ist Marboo in großen Schwierigkeiten. Die uralten Roboter in der Villa gehorchen Glaus Bosketch, doch Augustus kann sie ausschalten und Marboo wird schließlich befreit. Alle außer Bosketch können fliehen und sich in einen alten Gleiter retten. Als sie am Morgen aufwachen, ist Medaillon verschwunden und zum ersten Mal seit 126 Jahren scheint die Sonne Sol wieder auf die Erde.

Am 28. Juni 3585 beobachtet die Forschungsflotte von Gäa im Solsystem, wie sich Kobold endgültig in ein Schwarzes Loch verwandelt. Dann beginnt ein nebliges Gebilde zu entstehen, und daraus schälen sich zwei Objekte heraus: Terra und Luna. Schließlich entfernt sich Kobold aus dem Solsystem. All das wird live nach Gäa übertragen, und nun kann das Unternehmen Pilgervater ernsthaft beginnen. Ein Umzug in eine ferne Galaxie ist nicht mehr nötig.

...

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Nisel
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Hmmm...

Ja...

Hokuspokus, auf einmal ist die Erde wieder da wo sie hingehört, hat sich alles so gefügt, und man hat viele viele Romane umsonst gerätselt, wie das vonstatten gehen sollte, denn auf die Lösung ist sicher keiner gekommen.
Gut, die Idee dahinter ist genial, geb ich schon zu, aber mir waren es zuviele Zaubertricks die dazu geführt haben. Mag ja sein, daß ES die beiden Sonnen angeregt hat, schwarze Löcher zu werden - wie geht das eigentlich bei Zwergsternen? - aber wozu das Ganze und überhaupt, was war jetzt der Sinn und Zweck des Zyklus?
Es sind etliche alte Zöpfe abgeschnitten worden, und das war gut, das SI ist weg, die Terraner müssen sich mit einer neuen politischen Lage in der Milchstraße arrangieren, und ihren Platz erst wieder finden, wie die meisten anderen Völker auch... von daher okay, Zyklus akzeptiert. Aber insgesamt betrachtet wars mir zuviel Hokuspokus, muss ich offen so sagen.

Zu dem Handlungsstrang um Mara und Glaus... ohweia... nee, ich sag lieber nix, es hat halt ein paar Seiten gefüllt, sonst wär das Heft nicht voll geworden.
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Richard
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MIch hat da eher mal gewundert, dass man eine Villa von Iratio Hondro ins Spiel brachte, die scheinbar noch mehr oder minder im Originalzustand erhalten geblieben ist und bei der sogar noch Essensvorräte vorhanden waren. V.a. letzteres erschien mir reichlich seltsam. Ich hätte jetzt angenommen, dass die Villa irgendwann mal Mory Abro als gewählte Regierungschefin von Plophos übernommen hat und danach beispielsweise eine Nutzung als Botschaftsgebäude erfolgt wäre.
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Truktan
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aber wozu das Ganze und überhaupt, was war jetzt der Sinn und Zweck des Zyklus?


Ja, die erste Hälfte der 800er schleppt sich so ein wenig dahin - dient eigentlich nur dem ersten Kennenlernen einer Superintelligenz, der Kaiserin von Therm und ein bisschen Action rund um Terra. Richtig Fahrt aufnehmen wird der Zyklus dann erst mit #850, einem der zentralen Hefte der Serie überhaupt ....


Mag ja sein, daß ES die beiden Sonnen angeregt hat, schwarze Löcher zu werden - wie geht das eigentlich bei Zwergsternen?


Potentialfelder, die die Materie im Sterninneren stark verdichten - oder das Einschießen Dunkler Materie (die in PR bisher eigentlich fast keine Rolle spielte, fällt mir da so auf) - das sollte für eine Superintelligenz kein Problem sein, sowas zu bewerkstelligen.
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Baptist Ziergiebel
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Zu 844 und 845, Fremde auf Olymp und Treibgut der Sterne.

Zwei Lückenfüllerromane, der erste gar Bestandteil einer ganzen Lückenfüllerhandlung, denn mehr als lediglich ergänzenden Charakter kann ich bei der MV-Thematik nicht erkennen. Was aber nichts Schlechtes sein muß, denn H.G. Ewers gibt sich sichtlich Mühe, sein "Baby" mit Leben zu erfüllen.
Vielleicht wäre es mal eine gute Idee, sämtliche Romane um die Gys Volberaah als eigenständigen Handlungsstrang in einem eigenen Klassikerthread zu behandeln.

Was mir auffiel, war die Erwähnung von Tengri Lethos, einer Figur, deren Namen mir eher aus (weit) späteren Zyklen bekannt ist. Nachdem ich erst vermutet habe, hier der Ersterwähnung Zeuge geworden zu sein, belehrte mich ein kurzer, verschämter, dennoch spoilerfrei gebliebener Blick in die PP, dass der Ursprung sogar schon im MdI-Zyklus lag! Mannoman, ein echtes Langzeitprojekt von Ewers.

845 war weitesgehend belanglos, diente, wie Nisel vorne schon festgestellt hat, nur dazu, Hotrenor Taak wieder in`s Spiel zu bringen. Gestaltet war der Roman aber ganz gut, eine Story, die mitunter sehr an Alien erinnerte, wenn auch nicht so blutig und abgesehen davon, dass Alien erst zwei Jahre später erschien. Was das nun für ein seltsamer Roboter war, den sich die "Tramper" da an Bord geholt haben, werden wir wohl nie erfahren. Interessant aber, wohin man wohl mit Hotrenor Taak hin will.

Gruß.
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Günther Drach
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Zu 844 und 845, Fremde auf Olymp und Treibgut der Sterne.

Zwei Lückenfüllerromane, der erste gar Bestandteil einer ganzen Lückenfüllerhandlung, denn mehr als lediglich ergänzenden Charakter kann ich bei der MV-Thematik nicht erkennen. Was aber nichts Schlechtes sein muß, denn H.G. Ewers gibt sich sichtlich Mühe, sein "Baby" mit Leben zu erfüllen.
Vielleicht wäre es mal eine gute Idee, sämtliche Romane um die Gys Volberaah als eigenständigen Handlungsstrang in einem eigenen Klassikerthread zu behandeln.

Was mir auffiel, war die Erwähnung von Tengri Lethos, einer Figur, deren Namen mir eher aus (weit) späteren Zyklen bekannt ist. Nachdem ich erst vermutet habe, hier der Ersterwähnung Zeuge geworden zu sein, belehrte mich ein kurzer, verschämter, dennoch spoilerfrei gebliebener Blick in die PP, dass der Ursprung sogar schon im MdI-Zyklus lag! Mannoman, ein echtes Langzeitprojekt von Ewers.

In seinem zweiten PR-Heftroman (205 Die Wächter von Andromeda) lässt Ewers das Dull seine Zeitschale öffnen (oder so ähnlich) -- und damit beginnt (in Heftromanfolge) die lange Entwicklungsgeschichte Lullogs, die meines Wissens/meiner Erinnerung in den 1300ern mit seiner Zeitkind/Shiva-Form ein Ende findet. Also, ich würde es den heutigen Autoren nicht übel nehmen, wenn sie ab und zu diese Ewers-Kreation wieder vorbeischauen ließen, so als Reminiszenz, Hommage an einen in meinen Augen wichtigsten Autoren der Serie (auch wenn er mich mit Giffi Marauder entsetzlich nervte). Leo, Wim -- Lullog, Log, Zeitkind läge doch durchaus auf euren Linien, wie wäre es? 2998 oder 3005 vielleicht?

Den Gys Volberaah-Parallelzyklus las ich damals wirklich sehr gerne. Mir hat es ungemein gefallen, wie Ewers die lange vergessenen MVs aus Voltzens Einstiegsromanen "wiedergeboren" und ihnen eine ganze neue Historie, einen ganz neuen Mythos verpasste (Tba).
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Baptist Ziergiebel
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Schön, dass du dich meldest Günther, hab da gleich mal eine Frage an dich. Hab gerade 846 - Die Flucht des Laren durch. Da gibt es einen Leserbrief mit zwei Verfassern abgedruckt, von denen einer Günther Drach heißt. Warst bzw. bist das du? Falls ja, schön zu sehen, wie lange Leute der Serie mittlerweile schon treu sind. Auch wenn der vorgeschlagene SF-Witz eher weniger mein Fall war. ;)

Bevor morgen der große Gongschlag eingestellt wird, noch meine Meinung zu 846.

Ein kontroverser Roman, von Vlceck sehr gut umgesetzt. Was hier mit Hotrenor-Taak passiert, stimmt bedenklich. Ich muß zugeben, dass ich Kaarlberk, den Attentäter auf den letzten Seiten, sehr gut verstehen kann. Da ist jemand, der Millionen, ach was Milliarden Tote zu verantworten hat, der 125 Jahre lang die Milchstrasse versklavt hat und was passiert? Man muß zusehen, wie auf einmal eben dieser Massenmörder und Verbrecher von den Eliten schon fast gestreichelt, ihm die Hand gegeben wird und es sich abzeichnet, dass der evtl. straffrei rauskommen könnte! Unglaublich.

Es ist ja nicht mal so, dass HT als reuiger Sünder zurückkehrt. Nein, alles andere als das, er spekuliert geradezu eiskalt darauf, dass die Terraner bzw. das NEI ihn zuvorkommend behandeln werden und so kommt`s dann auch! Kurt Mahr führt im Computer nochmal aus, wieso. Befehlsnotstand einerseits, terranische Staatsräson andererseits. Man kennt sowas, die Kronzeugenregelung etwa vor Gericht führt in eine ähnliche Richtung. Wobei das zweite m.E. aber nicht zutreffend ist. Das Konzil ist zerfallen, die Macht der Laren unwiederbringlich gebrochen. Die Sorge vor einer zweiten Invasionswelle, bei der ausgerechnet ein fahnenflüchtiger HT eine Hilfe sein soll, ist unbegründet. Alles sehr verwunderlich. Ich meine, Voltz hat ja sonst keine Probleme, mitunter durchaus sympathische Charaktere zu "voltzen". Warum nun diese sich abzeichnende Gnade für HT?

Gruß.
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Günther Drach
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Schön, dass du dich meldest Günther, hab da gleich mal eine Frage an dich. Hab gerade 846 - Die Flucht des Laren durch. Da gibt es einen Leserbrief mit zwei Verfassern abgedruckt, von denen einer Günther Drach heißt. Warst bzw. bist das du? Falls ja, schön zu sehen, wie lange Leute der Serie mittlerweile schon treu sind. Auch wenn der vorgeschlagene SF-Witz eher weniger mein Fall war. ;)

Das war/bin ich tatsächlich -- allerdings hatten sie gemeinerweise damals nur meine Adresse abgedruckt und was auch immer ich geschrieben hatte weggelassen. Fehler bei Drucksetzung o.ä. ? Also, der folgende Text stammt auf jeden Fall nicht von mir. Und ich hab auch keine Ahnung mehr, was ich denen damals eigentlich geschrieben hatte, wahrscheinlich die üblichen Lobhudeleien.
Hmm, hat mich irgendwie immer ein bißchen geärgert, das übliche Günther-Glück/Pech. :nixweis:
Zuletzt geändert von Günther Drach am 26. Juni 2018, 23:19, insgesamt 4-mal geändert.
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Günther Drach
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Ein kontroverser Roman, von Vlceck sehr gut umgesetzt. Was hier mit Hotrenor-Taak passiert, stimmt bedenklich. Ich muß zugeben, dass ich Kaarlberk, den Attentäter auf den letzten Seiten, sehr gut verstehen kann. Da ist jemand, der Millionen, ach was Milliarden Tote zu verantworten hat, der 125 Jahre lang die Milchstrasse versklavt hat und was passiert? Man muß zusehen, wie auf einmal eben dieser Massenmörder und Verbrecher von den Eliten schon fast gestreichelt, ihm die Hand gegeben wird und es sich abzeichnet, dass der evtl. straffrei rauskommen könnte! Unglaublich.

Es ist ja nicht mal so, dass HT als reuiger Sünder zurückkehrt. Nein, alles andere als das, er spekuliert geradezu eiskalt darauf, dass die Terraner bzw. das NEI ihn zuvorkommend behandeln werden und so kommt`s dann auch! Kurt Mahr führt im Computer nochmal aus, wieso. Befehlsnotstand einerseits, terranische Staatsräson andererseits. Man kennt sowas, die Kronzeugenregelung etwa vor Gericht führt in eine ähnliche Richtung. Wobei das zweite m.E. aber nicht zutreffend ist. Das Konzil ist zerfallen, die Macht der Laren unwiederbringlich gebrochen. Die Sorge vor einer zweiten Invasionswelle, bei der ausgerechnet ein fahnenflüchtiger HT eine Hilfe sein soll, ist unbegründet. Alles sehr verwunderlich. Ich meine, Voltz hat ja sonst keine Probleme, mitunter durchaus sympathische Charaktere zu "voltzen". Warum nun diese sich abzeichnende Gnade für HT?

Das habe ich auch nie verstanden.
Bei Taak fällt mir auf Anhieb die Ermordung von 1000 Überschweren ein, um Tako Kakutas habhaft zu werden (Band 690 "Die Flucht des Körperlosen"). Taak war genauso ein skrupelloser Massenmörder wie Leticron.
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Quinto
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Diese Hotrenor-Taak-Sache gehört für mich auch zu den schlechtesten Ideen der ganzen Serie. Während für seinen Handlanger Leticron ein gruseliges Ende reserviert war, wird sein Kumpel freundlich begrüßt. In den Folgeheften denkt sich Voltz bei Bardioc wiederum eine Strafe aus, für die sich jedes fühlende Wesen schämen müsste. Lächerlich. Da muss man wirklich sagen, echt Groschenroman. Augen zu und durch.
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Clark Flipper
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Quinto hat geschrieben:Da muss man wirklich sagen, echt Groschenroman.


:gruebel: Was auch sonst?

Oder bekommst Kaugummi in einen Schokoriegel? :D
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Baptist Ziergiebel
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.... und Tusch!

Zu Nikolaus, dem 6. Dezember 1977 erschien der 850. Roman der Perry Rhodan Serie, mit dem Titel:

BARDIOC von William Voltz.

Bild

Handlung:

Seit vielen Wochen ist Perry Rhodan als Gefangener an Bord der Energiesphäre BULLOCS von Ganuhr nach Barxöft unterwegs, und die mentale Ausstrahlung BULLOCS beginnt ihn zu zermürben. Die Inkarnationen CLERMAC, SHERNOC und VERNOC sind inzwischen endgültig ausgeschaltet. Endlich erreichen sie Bardioc, die Welt BARDIOCS, den dritten von sieben Planeten der gelben Sonne Parföx-Par. Tausende von Raumschiffen befinden sich in dem System – größtenteils Schiffe der Hulkoos. Auf dem Planeten selbst gibt es keinerlei technische Einrichtungen und keine Städte. BULLOC beginnt, von der Herkunft BARDIOCS zu berichten:

Vor Millionen von Jahren traf der Mächtige Bardioc als erster auf einer riesigen, uralten EBENE irgendwo im Weltraum ein, die von dem einäugigen Roboter Laire bewacht wurde. Er hatte dem RUF gehorcht, der an ihn und seine sechs Brüder ergangen war, die nach und nach eintrafen: Erst Kemoauc, der Anführer der sieben, gefolgt von dem eitlen Ariolc, von dem zwergenhaften Ganerc, von Partoc, der als einziger eine Zeitlang unter Sterblichen leben musste, von Murcon und zuletzt dem düsteren Lorvorc.

Wie schon unzählige Male zuvor sollten die Sieben Mächtigen für die Verbreitung von Leben und Intelligenz im Universum sorgen. Über ihre Auftraggeber war nichts weiter bekannt, als dass sie »hinter den Materiequellen« wohnen sollten. Als erstes sollten die riesigen Sporenschiffe in den Materiequellen mit Lebenssporen beladen werden, die dann in unbelebten Regionen des Standarduniversums ausgesetzt werden sollten. In der zweiten Phase des Planes sollte ein Schwarm gebaut werden, der für die Verbreitung von Intelligenz sorgen sollte. Doch Bardioc hatte andere Pläne: Er wollte nie wieder in seine Burg zurückkehren. Stattdessen wollte er ein Sporenschiff entführen und mit seiner Hilfe ein großes Sternenreich errichten.

Einige Jahre später stellte Bardioc fest, dass er nicht allein an Bord seines voll beladenen Sporenschiffes war: Der Roboter Laire hatte ebenfalls von seiner einsamen Existenz auf der EBENE genug und war als blinder Passagier an Bord. Das Sporenschiff wurde schließlich zusammen mit Laire und seiner Ladung an Lebenssporen in einem sorgfältig gewählten Versteck zurückgelassen. Dann kehrte Bardioc zu einem zweiten Treffen zu der EBENE zurück, wo der Bau des Schwarms beraten werden sollte.

Ganerc bot sich als Wächter für den neu zu bauenden Schwarm an. In der Maske des Zwergs Callibso, mit dem Anzug der Vernichtung bewaffnet, sollte er den Schwarm bewachen. In den nächsten paar tausend Jahren wurden 36 raumfahrende Völker in einer geeigneten Galaxie erst befriedet, und dann wurde ihnen der Bau des Schwarms suggeriert. Auf seiner Bahn sollte der Schwarm erst die Karties aufnehmen, später dann die Cynos, die den Schwarm führen sollten. Bardioc konditionierte eine aggressive Insektenrasse, die Karduuhls, die nach seinem Plan die Macht von den Cynos übernehmen sollten.

Aber erst musste der Wächter Ganerc ausgeschaltet werden: Dazu stahl Bardioc ihm seinen Anzug der Vernichtung und versteckte ihn auf der Welt Stato II, einer der Hauptschaltstationen des Schwarms. Bardioc beobachtete den Schwarm noch einige Zeit, lange genug, um die Neun Imaginären auszuschalten und den Karduuhls die Machtübernahme für etwa eine Million Jahre zu garantieren.

Viele Jahre später, so berichtet BULLOC, entdeckte der Wächter des Schwarms (ob es sich hier um Ganerc oder einen Ersatz handelt ist nicht bekannt) eine Gefahr für viele Galaxien des Universums: Eine Antimaterieballung, die sich auf die Milchstraße zubewegte und sie innerhalb der nächsten 500.000 Jahre vernichten würde – genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Schwarm die Milchstraße erreichen sollte. Die 36 Völker, die den Schwarm erbaut hatten, errichteten eine Abwehrblockade und konnten die Antimaterieballung – später von den Terranern Suprahet genannt – in eine Art Tiefschlaf versetzen. Die Schwarmerbauer selbst wurden Oldtimer genannt.

Bardioc gönnte sich noch ein paar Jahre Urlaub auf einem abgelegenen Planeten, bevor er das Sporenschiff einsetzen wollte. Dann tauchte völlig unerwartet der Roboter Laire auf, so schien es, doch in Wirklichkeit war es Kemoauc, der eine andere Gestalt angenommen hatte. Bardioc war so überrascht, dass er alles ausplauderte. Also trafen sich die fünf übrigen Mächtigen, ohne Ganerc, zum letzten Mal auf der EBENE, um Bardioc zu richten. Mit drei gegen zwei Stimmen wurde er für seinen Verrat zur Entkörperung verurteilt. Kemoauc selbst schloss Bardiocs Gehirn mit einem Lebenserhaltungssystem in einer von außen unzerstörbaren Kapsel ein und setzte ihn auf einem einsamen Planeten aus.

Zurück im Jahr 3585: Auf Parföx-Par angekommen, versucht BULLOC, Kontakt mit BARDIOC aufzunehmen, doch ohne Erfolg. Er begibt sich mit seiner Sphäre auf die Suche, während der er Perry Rhodan für längere Zeit allein lässt. Der beobachtet etliche Hulkoos, die unter anderem junge Kleine Majestäten abernten und verladen, dann trifft er auf den Raumtramp Onklantson, den es nach Parföx-Par verschlagen hat. Der eröffnet ihm, dass BARDIOC »schläft«. Für Perry Rhodan steht damit fest, dass er Kontakt mit BARDIOC aufnehmen und dafür sorgen muss, dass die Superintelligenz aufwacht.

Zur gleichen Zeit war Ganerc, wieder im Besitz des Anzugs der Vernichtung und in der Gestalt einer Zwergenpuppe von Derogwanien, zur EBENE geflogen und zerstrahlt ihre letzten Überreste. Zuvor hatte er die sieben Burgen der Mächtigen aufgesucht, doch bis auf die Leiche Partocs und das Verräterzeichen über der Burg Bardiocs fand er keine Zeichen von seinen Brüdern. Als er sich auf seine eigene Burg zurückzieht, spürt er, dass der RUF wieder ergeht: Doch er versteht den Sinn des RUFES nicht, der längst an andere Wesen ergeht.

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Nisel
Kosmokrat
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Ach ja... ein durchaus lesenswerter Roman.

Die Mächtigen werden erklärt, der Schwarm und das Suprahet auf einmal zusammengebracht... doch, hatte was.
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Günther Drach
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Also ich denke, es ist einer der besten Romane der Serie. Mich hat er damals einfach umgehauen.
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Arthur Dent
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Quinto hat geschrieben:Diese Hotrenor-Taak-Sache gehört für mich auch zu den schlechtesten Ideen der ganzen Serie. Während für seinen Handlanger Leticron ein gruseliges Ende reserviert war, wird sein Kumpel freundlich begrüßt. In den Folgeheften denkt sich Voltz bei Bardioc wiederum eine Strafe aus, für die sich jedes fühlende Wesen schämen müsste. Lächerlich. Da muss man wirklich sagen, echt Groschenroman. Augen zu und durch.

Es gibt meiner Meinung nach in dieser Fiktion von Willi Voltz nichts, wonach man sich schämen müsste. Und lächerlich wäre die Fiktion nur dann, wenn es in der realen Welt so gar nichts Vergleichbares gäbe. Leider aber hält unser Leben, was die Perfidität angeht, mit der Fiktion locker mit.
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Arthur Dent
Terraner
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zu 850:
Das besondere dieses Romans ist, dass er so zeitlos ist, wie die Figuren, die Willi Voltz dafür geschaffen hat. Die Geschichte "funktioniert" bei mir auch heute noch. Es gibt andere Romane aus der Frühzeit der Serie, die mich damals faszinierten, die mich heute aber nicht mehr beeindrucken. Aber Heft 850 tut es.
Irgendwie schafft Willi Voltz eine Atmosphäre, die mich in Bann zieht. Es sind gar nicht weitschweifige Beschreibungen. Vielmehr ist er in den entscheidenden Szenen so gar recht kurz. Aber er schafft starke Kopfbilder.
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Truktan
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850 (und 851; die beiden sind praktisch ein Heft in 2 Teilen) ist der Moment, in dem sich das Hintergrundbild des gesamten Perryversums zum ersten Mal abzuzeichnen beginnt. Nicht nur die Geschichte einer Superintelligenz wird erklärt, sondern man erfährt auch endlich, wer wirklich hinter dem "Schwarm" steckt - ein Thema, das seit Heft 600 immer wieder in der Serie auftaucht; meistens natürlich in Willi Voltz' Heften. Und man beginnt zu ahnen, was die "Hohen Mächte" umtreibt, die hinter allem stecken. Das Hintergrundthema von mehr als 2000 Heften und 40 Jahren Perry Rhodan beginnt hier in 850/851 !
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Heiko Langhans
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So gesehen ist PR 900 der dritte Band dieser speziellen "Trilogie" ... B-)
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Lord Valium
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Ab 850 begann für mich die beste Geschichte von PR.
Ich bin nicht wie die Anderen...
Ich bin schlimmer...!!!
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Faktor10
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Sehe ich nicht so.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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Faktor10
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Band 850 -------------- Mein alter Text aus dem Klassik Bereich.--------------
Mir liegt dieser Band in der EA vor. Dieser Roman ist vom Dezember 1977. Zu der Zeit war ich Wehrpflichtiger und lernte das Militär zu hassen. Komischerweise nie auf das Militär bei PR übertragen.
Der Roman kostete 1 Mark und Fünfzig Pfennig. Das Titelbild ist für diesen Roman nicht auf der Höhe, obwohl er einige Elemente des Romans zeigt. Hinten begrüßt uns Arnold der soweit ich weiß nun 65 Jahre alt wurde.
Zum Schluss des Bandes gibt es den PR Computer, Thema sind … Sieben Fremde.
Es geht dort auch um die Frage ob Bardioc Lucifer ist.
Vor einiger Zeit gab es ja als Extra diesen Roman als Vorlesung in MP3. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir seinen Namen immer falsch vorgestellt habe - ich las immer Bardidok. Dies ist mir bei den Tefrodern auch passiert. Für mich sind es die Teforder - Tefrodern kenne ich nicht.
Wenn es einen Roman gibt, den man Schlüsselroman nennen kann ist es Band 850/851.
Ein Roman der lieber als Band 1000 das Licht der Welt erblickt hätte.
Impos spielt eine Rolle und der Schwarm ebenfalls.
Als ich den Roman das erste Mal gelesen habe bekam ich eine Gänsehaut. Soviel Neues wurde eingeführt und es gab wunderbare Verknüpfungen mit alten Geschichten aus der Serie.
Wer ahnte schon was noch alles kommen sollte im Bereich Hohe Mächte. Nur sollte da bei Band 999 Schluss sein, aber das ist eine andere Baustelle.
Mit diesem Roman wurde endgültig eine neue Ära eingeführt bei PR.
Willy schaffte es dem Leser die Düsterheit des Geschehens zu vermitteln.
Neben den Hauptpersonen wurde Onklantson der Sternentramp eingeführt, leider hat er ein grausames Ende - typisch Willy. Oh das ist schon Band 851. Ich fände es besser beide Romane in einem zu bearbeiten, so am Rande.
Bei jeder Seite die man liest bekommt man die Begehrlichkeit die nächste Seite zu lesen und hofft dass der Roman nicht endet. Was soll man zu einem Roman mehr sagen?
Die Verknüpfung zwischen Real Zeit und der Entstehung einer Superintelligenz war genial gelöst.
Hut ab.
Dieser Band gehört wie auch 851 zu den Besten die es je gab.
Vom Schreibstiel her wie auch von der Geschichte her.
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