Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

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Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon GruftiHH » 17. Mai 2017, 15:41

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GruftiHH
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Im Neoversum hat Perry ja endlich, fast, teilweise, vielleicht doch jetzt den Zellaktivator angelegt. Er hat sich ja auch so über seine Unsterblichkeit Gedanken gemacht.

Gibt es auch in der EA und bei Atlan so Momente, wo sie über die Unsterblichkeit reflektieren?

Ich meine, ich fand das Thema auch schon bei Highlander oder Dr. Who so interessant. Und bei Atlan wird es wohl genauso sein. Ständig musst Du miterleben, wie deine Liebsten und Freunde immer älter werden und Du nicht (wobei Dr. Who ja durch die Zeit zurückreisen könnte). Du musst extrem häufig Abschied nehmen: DAS stelle ich mir z.B. sehr sehr schlimm vor.

Und Atlan mit seinen Mädels kann ja da auch ein Lied von singen. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das auch mal Thema bei den Zeitabenteuern war.
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nanograinger
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GruftiHH hat geschrieben:Im Neoversum hat Perry ja endlich, fast, teilweise, vielleicht doch jetzt den Zellaktivator angelegt. Er hat sich ja auch so über seine Unsterblichkeit Gedanken gemacht.

Gibt es auch in der EA und bei Atlan so Momente, wo sie über die Unsterblichkeit reflektieren?...

Gerade war in PR 2907 und 2908 die relative Unsterblichkeit ein entscheidendes Thema, allerdings reflektieren hier nicht die bekannten Unsterblichen darüber, sondern "Normalos", die sich mit dem Angebot der Gemeni auseinandersetzen.

In PR 795 "Netz des Todes" und davor ist das auch ein Thema in der Serie. In PR 795 legt Tekener seiner Gefährtin Jennifer Thyron einen ZA an, um sie von ihrer schweren Verletzung zu heilen, und macht sie somit ohne ihr Einverständnis zur Unsterblichen.

Später im Cantaro-Zyklus werden die ZAs von diversen Unsterblichen gestohlen, u.a. Geoffry Abel Waringer, Irmina Kotschistowa und eben Jennifer Thyron. Waringer stirbt, gerade als Gucky in erreicht (PR 1407), Kotschistowa verliert ihn in PR 1459 und Thyron in PR 1464. Kotschistowa kann sich und Thyron noch eine Zeitlang mit ihrer Mutantenfähigkeit regenerieren, aber schließlich sterben beide zurückgezogen auf Lockvorth (PR 1478).

Insofern ist Jennifer Thyron vielleicht das beste Beispiel für das Adjektiv "relativ" im Ausdruck "relative Unsterblichkeit".
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GruftiHH
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Oh Danke, Nanograinger. Da werde ich mal bei den alten Heften nachlesen. :st:
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Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon HOT » 21. Mai 2017, 21:34

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HOT
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Da hatte ich ja damals in den 1970en mit der Serie so meine Probleme, neben der Rolle der Frauen. In meinem Fan-Roman griff ich das auf, indem ich den immer noch "jungen" Bully mit einer alten Dame - einer seiner Ex - konfrontierte. Zwar nicht grade psychologische Untiefen auslotend, aber immerhin.
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Truktan
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Zumindest in den ganz alten Heften (Thema der Bände 12 bis 19 war ja explizit die "Suche nach der Unsterblichkeit" - wenn auch eigentlich für Crest, der dann aber zugunsten von Perry und seinen Mannen von ES zurückgewiesen wurde) hat eigentlich keine einzige der betroffenen Personen auch nur einen Moment über irgendwelche Nachteile der Langlebigkeit (zuerst gab's ja nur die 62 Jahre anhaltende "Zelldusche" - Zellaktivatoren kamen erst später zum Einsatz), bzw der Unsterblichkeit nachgedacht. Sie wurde nur als großer Vorteil wahrgenommen.

Vielleicht hatten da alle auch schon die "Langfristplanung" für die Entwicklung des terranischen Herrschaftsbereiches in der Galaxis im Kopf und realisiert, dass das ein Jahrhundert- oder sogar ein Jahrtausendprojekt werden würde und dass kein Sterblicher jemals das Eintreten der ersten Erfolge erleben würde.

Es gab auch eigentlich erstaunlich wenig Neid bei all denen, die leer ausgingen. Man stelle sich mal vor, der/die Bundeskanzler(in) erhielte heutzutage plötzlich Besuch von einer Superintelligenz, die (nach den vorgeschriebenen Einreisekontrollen) bei ihm/ihr vorgelassen würde und dann so zwei Dutzend ZA's präsentieren würde - mit der Massgabe, die Würdigen auswählen, die damit die Unsterblichkeit erhielten. Das gäb aber heisse Diskussionen ;-)
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Clark Flipper
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GruftiHH
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In dem SB 18 "Hornschrecken" wurde ja am Anfang beschrieben, dass ES keine Zellduschen mehr gewährleisten kann. Er muss gehen und hinterlässt 25 Zellaktivatoren.

Daraus ein Zitat aus dem Vorwort von William Voltz
Die Autoren waren sich bei der Niederschrift der philosophischen und psychologischen Probleme, die mit der relativen Unsterblichkeit verbunden sind, durchaus im klaren.


Tja im Roman "Lemy und der Krötenwolf" zeigt sich ja wie ein Anti skrupellos vorgeht um einen ZA zu erhalten.
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Wolke
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Mal Hand aufs Herz. Würdet ihr - wenn ihr könntet - eine Unsterblichkeit ernsthaft anstreben?
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dandelion
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Ein ZA verhindert ja auch Krankheiten und hilft gegen alterungsbedingte Wehwechen. Das wäre schon erstrebenswert. Ob sich allerdings der menschliche Geist oder Verstand mit der "Unsterblichkeit" arrangieren könnte, ist eine andere Frage. Ich bin skeptisch.
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Kardec
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Ich wär da nicht so pessimistisch. Normalerweise lebt ein Mensch im "hier und jetzt" - ohne ständig über Vergangenheit u. Zukunft zu sinnieren.
Problematisch wäre natürlich dass menschlich wichtige Feld der sozalen Bindungen.

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Nisel » 10. Juni 2017, 23:25

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Nisel
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Wolke hat geschrieben:Mal Hand aufs Herz. Würdet ihr - wenn ihr könntet - eine Unsterblichkeit ernsthaft anstreben?

Ich bin mir sehr sicher, ja.

Vor allem mit dem Wissen, mit so einem Aktivator könnte ich jederzeit beschließen, daß es jetzt genug ist. Das Ding ablegen und fertig.
Sogar mit Galgenfrist zum Überlegen.
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Klasom
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Immer wenn ich etwas über Unsterblichkeit lese, muss ich an den Roman "Alle Menschen sind sterblich" von Simone de Beauvoir denken, den ich vor sicher 40 Jahren gelesen habe.
Ich denke, besser als sie kann man das Thema nicht abhandeln.

Zu diesem Roman gibt es einen Aufsatz auf einem anderen Portal, der jetzt auch schon fast 20 Jahre alt wird und der auch Bezug zur Unsterblichkeit bei Perry Rhodan nimmt:
https://www.sf-fan.de/rezensionen/simone-de-beauvoir-alle-menschen-sind-sterblich.html

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
LG
Klasom

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Wolke » 11. Juni 2017, 10:46

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Wolke
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Dieser Roman scheint eine gute Lektüre zu sein. Danke für den Tip. :)
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dandelion
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Habe noch nie von diesem Roman gehört, klingt aber nach einem Juwel. Kommt auf meine Leseliste.
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Ahnungslos
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GruftiHH hat geschrieben:Gibt es auch in der EA und bei Atlan so Momente, wo sie über die Unsterblichkeit reflektieren?


Atlan hat in den Zeitabenteuern so manchen Monolog über sein Schicksal, wenn er entweder den ZA mal wieder oral verschwinden lassen musste oder jemand das Ei gemoppst hatte... Nagel mich nicht fest, aber ein halbes Dutzend Mal in den ca 50 Taschenbüchern / 13 Blaubänden kommt das gewiss zur Sprache... Eher noch häufiger, weil Kneiffel ihn auch gerne laaaaangsam aufwachen liess, wodurch der gute Mascaren sich ja dann so seine Gedanken machen kann.

Und dann sind da die Hefte des Linguidenzyklus,
Spoiler:
wo ES die Dinger einkassiert und einem neuen Schutzvolk umlegt (das sie nicht unbedingt so gut verträgt wie Rhodan und seine Musketiere...) unter Gewährung einer letzten Zelldusche so dass die Nichtmehrwirklich Unsterblichen ihre Geschäfte regeln können, bevor es zu Ende geht... Da wird unter garantie mehr wie einmal sinniert was das denn jetzt heisst und wie man als ~ 2800 jähriger dem Tode geweihter damit umgehen sollte ;)
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GruftiHH
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Klasom hat geschrieben:Immer wenn ich etwas über Unsterblichkeit lese, muss ich an den Roman "Alle Menschen sind sterblich" von Simone de Beauvoir denken, den ich vor sicher 40 Jahren gelesen habe.
Ich denke, besser als sie kann man das Thema nicht abhandeln.


So. Bestellt. Danke für den Tipp

Ahnungslos hat geschrieben:Atlan hat in den Zeitabenteuern so manchen Monolog über sein Schicksal


Ach ja. Die Zeitabenteuer. Das stimmt. Aber er vertreibt sich die Zeit ja immer mit neuen "Gespielinnen" ;)
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Im "Zweiten Imperium"-Zyklus wird die Frage in einem Doppelband von Willi Volz thematisiert - Normalo ohne herausragende Eigenschaften und ohne Einfluss kommt in den Besitz eines Zellaktivators. Hierbei bestand dann noch das Problem, dass diese Aktivatoren von jedermann benutzt werden konnten, was dazu führte, dass man andere Interessenten von dem Ding erst mal fern halten musste. Ohne massive Hilfe von Dritten wäre das gar nicht möglich gewesen.
Ich hätte wahrscheinlich auch die Kohle genommen - viel weniger Stress auf diese Weise B-)
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Haywood Floyd
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Wenn ich tatsächlich unsterblich wäre, würde ich versuchen, in ein paar Jahren an Bord der ersten Marsschiffs zu sein und - weit, weit darüber hinaus - Dinge zu sehen und Ereignisse zu erleben, die ich in diesem Leben im RL wohl leider nie sehen oder erleben werde: das Zentrum der Galaxis, den ersten Alien-Kontakt, das Tannhäuser Tor :P , die Beteigeuze-Supenova und so vieles andere.

Bis ich dann, am Ende, wenn ich zu der Auffassung gelangen sollte dass es nun genug ist, sagen könnte: https://www.youtube.com/watch?v=2YcWFbjRqtk :wub:
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Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Richard » 4. Oktober 2017, 18:30

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Richard
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Ich glaube, dass "normale" Menschen oft ihr Problem hätten mit einer relativen Unsterblichkeit umzugehen.
Weiter vermute ich, dass - sobald es "ruchbar" wäre, dass jemand dank eines Chips oder so was auf die Art langlebig bzw. unsterblich sein könnte, diese Person recht bald unliebsamen besuch bekommen würde.

Eine Frage ist dabei wohl auch, wann man sich selber seiner eigenen Sterblichkeit so wirklich bewusst wird.
Sei es, wenn man zb gerade noch mal überlebt (zb. schwer verletzt einen Unfall oder eine Erkrankung , etc).
Oder aber wenn jemand aus dem nächsten Umfeld stirbt, bei dem man das altersmaessig nicht als halbwegs vertretbar betrachtet (zb Mitschüler, Studienkollegen, Eltern/Geschwister ...).
So aehnlich - vermute ich jetzt mal - würde es wohl auch ZA(C)ies gehen wenn sie das erste Mal so eine Erfahrung machen.
Und die Erfahrung, dass wohl die meisten Leute um einen herum älter werden - man selber aber nicht - kann man wohl nicht so wirklich nachvollziehen .

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon GruftiHH » 13. Dezember 2017, 22:37

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GruftiHH
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Im Band 999 "Heimkehr" aus dem Kosmische Burgen Zyklus, lässt H.G.Francis Roi Danton und Perry Rhodan nach der Heimkehr auf der Erde ein Gespräch führen.

Spoiler:
Roi Danton und Demeter wollen einen Ehevertrag eingehen. Rodan hat Bedenken, da sein Sohn einen Zellaktivator hat und Demeter nicht. Sie wird altern. Trotzdem entscheidet sich Roi Danton für ein paar Jahre des Glücks. Doch danach kommt eine lange Zeit des Abschiedes.


Rhodan erzählt von der Zeit mit seiner Frau Orana. Die nicht an seiner Seite altern wollte und den Freitod gewält hat.

„Den Unsterblichen blieb ein Teil des Glücks verschlossen. Sie waren von Einsamkeit umgeben, der sie sich nur hin und wieder für einen kurzen Moment jedoch nicht auf Dauer entziehen konnten.


Wichtige Erkenntnisse, die Roi noch lernen muss.
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Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 13. Dezember 2017, 22:45

Trevor Casalle 839
nanograinger hat geschrieben:
GruftiHH hat geschrieben:Im Neoversum hat Perry ja endlich, fast, teilweise, vielleicht doch jetzt den Zellaktivator angelegt. Er hat sich ja auch so über seine Unsterblichkeit Gedanken gemacht.

Gibt es auch in der EA und bei Atlan so Momente, wo sie über die Unsterblichkeit reflektieren?...

In PR 795 "Netz des Todes" und davor ist das auch ein Thema in der Serie. In PR 795 legt Tekener seiner Gefährtin Jennifer Thyron einen ZA an, um sie von ihrer schweren Verletzung zu heilen, und macht sie somit ohne ihr Einverständnis zur Unsterblichen.

Später im Cantaro-Zyklus werden die ZAs von diversen Unsterblichen gestohlen, u.a. Geoffry Abel Waringer, Irmina Kotschistowa und eben Jennifer Thyron. Waringer stirbt, gerade als Gucky in erreicht (PR 1407), Kotschistowa verliert ihn in PR 1459 und Thyron in PR 1464. Kotschistowa kann sich und Thyron noch eine Zeitlang mit ihrer Mutantenfähigkeit regenerieren, aber schließlich sterben beide zurückgezogen auf Lockvorth (PR 1478).

Und dann kommt ab Band 1500 der Linguidenzyklus - und da geht es bis Band 1599 fast durchgängig um die Unsterblichkeit....

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon R.B. » 15. Dezember 2017, 09:39

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R.B.
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Ist Unsterblichkeit erstrebenswert? Ich weiß es nicht.

Klar würde ich mir dieses Dingen um den Hals hängen. Was passiert aber, wenn meine Unsterblichkeit, die zudem nur relativ ist, bekannt würde? Nix mehr mit sozialen Kontakten. Da käme ein Leben ständiger Angst raus, weil natürlich jeder meinem ZA nachjagt. Oder mir den Chip herausschneiden will. Das würde auch dann passieren, wenn völlig klar wäre, dass das Teil nur auf mich geeicht ist. Sicherlich wären die Alterswehwehchen weg. Und ich könnte, wenn ich die Nase voll hätte, das Ding einfach ablegen.

Aber dass ich ein Leben in Ruhe führen könnte, ist reine Utopie. Es fängt mit Neid an, der irgendwann in Hass mündet. Gegen eine Pille, die mein Leben verlängert, verdoppelt oder verdreifacht, ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Aber unsterblich?`Der Kopf sagt nein. Eine andere Frage ist, was der Bauch sagen würde, wenn so ein Teil vor mir läge....
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Verkutzon » 16. Dezember 2017, 10:35

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Verkutzon
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Clifford d. Simak gewann 1980 für seine Geschichte eines Unsterblichen mehrere Preise. In Grotto of the Dancing Deer (Grotte des tanzenden Wildes, Knaur Science Fiction 1982) erforscht ein Archäologe eine Höhle mit steinzeitlichen Malereien. Gefunden werden auch mehrere Gegenstände und eine Ölfunzel mit Daumenabruck. Ein Hilfsarbeiter offenbart sich daraufhin als Schöpfer dieser Lampe... Ich möchte eigentlich gar nicht zu viel verraten, vielleicht hat jemand von euch die Gelegenheit, diese faszinierende Kurzgeschichte zu lesen. Nur soviel: ein Unsterblicher in einer Gesellschaft, die Unsterblichkeit nicht kennt, müsste sich sehr bedeckt halten und immer in Bewegung sein, also von Ort zu Ort ziehen... Es wäre der einsamste Job der Welt. In einer Gesellschaft mit Unsterblichen sähe das natürlich wieder ganz anders aus.
Wünsche euch ein schönes Wochenende!
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
William Voltz - Das Ende der Wächter

Re: Die Unsterblichkeit der Unsterblichen

Beitragvon Hofnarr » 2. Januar 2018, 23:55

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In einer Kurzgeschichte kamen unsterbliche Ausserirdische auf die Erde. Man konnte sie besuchen und sich mit ihnen unterhalten. Ein Mann kam auf das Schiff und fragte sie, warum sie auf der Erde wären. Die Ausserirdischen sagten, sie bewunderten die Menschen, weil sie sterben konnten. Nach Jahren kam der Mann, sterbenskrank auf das Schiff und traf die gleichen Ausserirdischen.
Er starb in Beisein der Besatzung. Die Ausserirdischen trauerten um den Mann und bewunderten seinen Tod mit der Kenntnis, die Erfahrung de natürlichen Todes nie zu erhalten.
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Ein verdammt zynischer Standpunkt - aus der Warte eines mit Sterblichkeit geschlagenen gesehen!

Tausche meine inhärente Sterblichkeit jederzeit gerne gegen Unsterblchkeit ein! :unschuldig:

Zu bewundern gibts am Tod wahrlich nichts - es ist halt das Ende von allem... :sn:
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